CH374965A - Verfahren zum egalen Färben von Textilmaterial aus Cellulosefasern mit wasserlöslichen Leukoschwefelsäureestersalzen von Küpenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zum egalen Färben von Textilmaterial aus Cellulosefasern mit wasserlöslichen Leukoschwefelsäureestersalzen von Küpenfarbstoffen

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CH374965A
CH374965A CH160862A CH160862A CH374965A CH 374965 A CH374965 A CH 374965A CH 160862 A CH160862 A CH 160862A CH 160862 A CH160862 A CH 160862A CH 374965 A CH374965 A CH 374965A
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Goorhuis Hendrik
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Durand & Huguenin Ag
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      Verfahren        zum        egalen    Färben von     Textilmaterial    aus.     Cellulosefasern          mit        wasserlöslichen        I,eukoschwefelsäureestersalzen    von     Küpenfarbstof%n       Es ist bekannt, dass die verschiedenen wasserlös  lichen     Leukoschwefelsäureestersalze    von     Küpenfarb-          stoffen    unterschiedliche Affinitäten zu den     Cellulose-          fasern    aufweisen.  



  Beim kontinuierlichen Färben von Geweben aus       Cellulosefäsern    mit     Leukoschwefelsäureestersalzen     von     Küpenfarbstoffen    und im besonderen mit Mi  schungen solcher Farbstoffe     wirkt    sich der     Affini-          tätsunterschied    sehr ungünstig aus, da nach dem  Färben von grösseren Partien des Textilgutes Unter  schiede in Farbton und/oder     Farbtiefe    zwischen An  fang und' Ende der gefärbten Ware     auftreten.    Be  kanntlich kann man diesem Übelstand dadurch abhel  fen,

   dass man die     Substantivität    der Farbstoffe gegen  über der     Cellulosefaser        herabsetzt,    indem man dem       Klotzbade    geringe Mengen von     farbstoffaffinen    Sub  stanzen zusetzt (vergleiche z. B. die britischen Patent  schriften     Nrn.    833668, 833674 und 837000).  



  Die Zugabe von     farbstoffaffinen    Substanzen zum       Klotzbade    bedingt aber     eine        Verminderung    der Auf  ziehgeschwindigkeit des Farbstoffes in die     Cellulose-          faser,    wodurch die Farbausbeute (Farbstärke) erheb  lich herabgesetzt wird.     Ein    weiterer     Teil        des,Farb-          stoffes        befindet    sich, noch     gebunden    an.

   die     farb-          stoffaffine    Substanz, auf der     Cellulosefaser.    Um auch  diesen letzten     Teil    noch nutzbar zu machen, muss  die Faser, respektive das Gewebe vor dem     Oxyda-          tionsprozess    noch einem.     Trocknungsprozess    unterwor  fen werden, wobei dann der     oberflächlich        haftende          Fazbstoff    unter der     Einwirkung    der Hitze und des       Wasserentzuges    in die     Cellulose        eindringt.     



  Diese     Art    der     Farbstoffwanderung    erzeugt aber  leicht     Unegalitäten    und/oder sogenannte Zweiseitig       keit,    das     heisst    die     Vorder-    und die Rückseite des Ge  webes weisen nicht die gleiche     Farbtiefe    und/oder  den gleichen Farbton auf.

   Zudem ist     ein    solcher         Trocknungsprozess        kostspielig    und daher unwirtschaft  lich,  Es wurde nun gefunden, dass man.     mit    wasserlös  lichen     Leukoschwefelsäureestersalzen    von     Küpenfarb-          stoffen    unter Verwendung     einer        eine        farbstoffaffine          Substanz    enthaltenden     Klotzlösung    und     nachträglicher     Oxydation des     geklotzten    Fasermaterials     egale    Fär  bungen auf.

   Textilmaterial aus     Cellulosefasern        erhält,     wenn man nach dem     Klotzen    das noch feuchte Faser  material, das     einen        Abquetscheffekt    von     mindestens     50 und höchstens     13011/a    aufweist, einem minde  stens 20 Sekunden     dauernden        Dämpfprozess        mit        Sau-          dampf    bei ungefähr 100  C     unterwirft.    Vorzugsweise       wird    bis zu     60-801)/o-    abgequetscht.  



  Das     vorliegende        Verfahren    lässt sich     kontinuierlich     oder     diskontinuierlich        durchführen:     Während des.     kurzen    Dämpfprozesses, vorzugs  weise 40-60 Sekunden, dringt der auf der Faser be  findliche,     noch    an die     farbstoffaffine    Substanz ge  bundene Farbstoff. unter günstigen     Bedingungen,    näm  lich in Gegenwart von     Hitze    und Feuchtigkeit, rasch  in die     Cellulosefasern    ein und erzeugt     somit    nach  dem.

       Oxydationsprozess        egale    Färbungen sowie bei  Geweben und     Vliesen    auf der Vorder- und Rück  seite Färbungen von gleicher     Farbtiefe    und gleichem  Farbton.  



  Das,     erfindungsgemässe    Verfahren weist gegen  über den.     bekannten    Verfahren den     Vorteil    auf, dass  sich der     Färbeprozess    mit weniger     Wärmeaufwand     durchführen lässt, da die     Verdampfungswärme    weg  fällt, und dass sich bei Anwendung     von    gewissen       hochsubstantiven    wasserlöslichen     Leukoschwefel-          säureestersalzen    von     Küpenfarbstoffen        deutlich.    hö  here     Farbausbeuten    erreichen lassen.

   Ferner zeitigt  das Verfahren bei Geweben und Vliesen seitengleiche  Färbungen.      Das Verfahren eignet sich im besonderen     zum     Färben von Baumwolle, Zellwolle,     Reyon,    sowie  auch von Leinen, Jute, Hanf usw. Die gemäss     vorlie-          gendem    Verfahren zur Anwendung gelangenden       Leukoschwefelsäureester    von     Küpenfarbstoffen,    gege  benenfalls auch solche, die reaktive Eigenschaften  aufweisen, werden in Form     ihrer    wasserlöslichen       Salze    angewendet.

   Auch Mischungen verschiedener       wasserlöslicher        Leukoschwefelsäureestersalze    von       Küpenfarbstoffen        lassen    sich     mit    gleich gutem Er  folgt zur Anwendung     bringen.      Als geeignete     fatbstoffaffine        Substanzen    haben  sich     Albuminoide    oder     hydrolysierte    Kollagene, wie  Leim,     Ableim,    Gelatine, ferner Additionsprodukte  von     Äthylenoxyd    an Fettalkohole,

   Fettsäuren und       Alkylphenole    und im besonderen Additionsprodukte  von über 5 Molen     Äthylenoxyd    an ein höheres     Alkyl-          phenol,    sowie deren     sulfatierte    Produkte, ferner       alkylierte        Pyridiniumsalze,    wie     Hexylpyridinium-          bromid,        Cetylpyridiniumsulfat,        Dodecylpyridinium-          formiat    und     Cetylpyridiniumchlorid,    sowie     Polyvinyl-          pyrrolidon"erwiesen.     



  <I>Beispiel l</I>  200 g des     Leukoschwefelsäureestersalzes    des       Dichlorisoviolanthrons        (Na-Salz)    und 500g Natrium  karbonat     (calc.)    werden in 20 Liter     heissem    Wasser  gelöst, 5 Liter     einer        wässerigen    Lösung des Additions  produktes von     Nonylphenol    mit 9-10 Molen     Äthy-          lenoxyd    (10010), 400 Liter kaltes Wasser     und    12,5  Liter einer     wässerigen        Naträumnitrit-Lösung        (20"/oig)

       zugegeben und die     Reaktionsmischung    mit Wasser  auf 500 Liter     eingestellt.     



  Durch das so erhaltene Färbebad     wird    ein ge  bleichtes Baumwollgewebe von 5000 Meter Länge  geführt und so abgequetscht, dass das Gewebe etwa       6711/o    seines Gewichtes an Flüssigkeit     aufnimmt.        An-          schliessend    durchläuft das feuchte Gewebe während  40 Sekunden     einen        Continue-Dämpfer,    der mit Satt  dampf von 100  C beschickt ist.  



  Die     Oxydation    des     Leukoschwefelsäureesters    ge  schieht auf     bekannte    Weise bei 70  C     in        einem    Ent  wicklungsbad, welches 20     cm3        conc.    Schwefelsäure  pro Liter enthält. In einer Breitwaschmaschine wird,  wie üblich, gespült,     neutralisiert,    kochend     geseift    und  gespült: Der ganze     Färbeprozess    verläuft kontinuier  lich.

   Nach dem Trocknen wird eine vollkommen  egale, vom ersten bis zum     5000sten    Meter     farbton-          gleiche    und auf der     Vorder-    und Rückseite     des    Ge  webes     gleich    farbstarke Violett-Färbung erhalten.  Die erzielte     Farbausbeute    ist sehr hoch.  



       Wird    anstelle von     Natriumnitrit    die entsprechende  Menge     Natriumchromat    verwendet, so wird das  gleiche Resultat erhalten.  



  <I>Beispiel 2</I>  3000 Meter eines     Zellwollgewebes    werden in  einem Färbebad     gemäss    den Angaben des Beispiels    1 geklotzt und nach der     Sattdampfbehandiung    bei  100  C     während    40 Sekunden je 1000 Meter des  Gewebes getrennt aufgerollt. Das Gewebe jeder Rolle  wird nun für sich dem     Oxydationsprozess    unterwor  fen, gespült,     neutralisiert,    gewaschen, gespült und  getrocknet. Dieser     Färbeprozess    verläuft diskonti  nuierlich.    Es wird eine Violett-Färbung     mit    gleich guten  Eigenschaften, wie in Beispiel 1 beschrieben, erhal  ten.  



  <I>Beispiel 3</I>  150 g des     Leukoschwefelsäureestersalzes    des 3,3'  Dichlor-1,2,2',1'-dianthrachinonazins     (Na-Salz),    50 g  des     Leukoschwefelsäureestersalzes    des     Benzol-2-ben-          zol-2'-dimethoxydibenzanthrons        (Na-Salz)    und 200 g       Natriumkarbonat        (calc.)    werden in 10 Liter heissem  Wasser gelöst, 20 Liter einer wässerigen Knochen  leimlösung     (10a/oig),

      160 Liter kaltes Wasser sowie  10 Liter     einer.        wässerigen        Natriumnitrit    Lösung       (20a/oig)    zugegeben und mit Wasser auf 200 Liter  eingestellt.     In    diesem Färbebad werden in einem       kontinuierlichen    Prozess 2000 Meter     mercerisiertes     Baumwollgewebe mit einem     Abquetscheffekt    von       80"/o        geklotzt    und während 60 Sekunden mit Saft  dampf von 100  C behandelt.  



  Die Oxydation des Farbstoffes und die     Weiter-          behandlung    des Gewebes wird in bekannter Weise  vorgenommen.  



  Nach dem Trocknen wird     eine        egale    und enden  gleiche     Türkis-Färbung    erhalten, die     keine        Zweisei-          tigkeit        aufweist.    Die erzielte Farbausbeute ist sehr  hoch.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum egalen Färben von Textilmaterial aus Cellulosefasern mit wasserlöslichen Leukoschwe- felsäureestersalzen von Küpenfarbstoffen unter Ver wendung -einer eine farbstoffaffine Substanz enthal tenden Klotzlösung und nachträglicher Oxydation des geklotzten Fasermaterials, dadurch gekennzeich net, dass man nach dem Klotzen das noch feuchte Fasermaterial,
    das einen Abquetscheffekt von min- destens 50 und höchstens 130% aufweist, einem mindestens 20 Sekunden dauernden Dämpfprozess mit Sattdampf bei ungefähr 100 C unterwirft. UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet,
    dass der Dämpfprozess mit Saftdampf während 40-60 Sekunden durchgeführt wird.
CH160862A 1962-02-09 1962-02-09 Verfahren zum egalen Färben von Textilmaterial aus Cellulosefasern mit wasserlöslichen Leukoschwefelsäureestersalzen von Küpenfarbstoffen CH374965A (de)

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