CH374995A - Verfahren zur Herstellung neuer Steroidverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Steroidverbindungen

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CH374995A
CH374995A CH6667758A CH6667758A CH374995A CH 374995 A CH374995 A CH 374995A CH 6667758 A CH6667758 A CH 6667758A CH 6667758 A CH6667758 A CH 6667758A CH 374995 A CH374995 A CH 374995A
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sep
fluoro
acid
acylate
oxypregnenolone
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CH6667758A
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Claude Babcock John
Campbell J Allan
Alexander Hogg John
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Upjohn Co
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Description


  Verfahren     zur    Herstellung neuer     Steroidverbindungen       Die vorliegende     Erfindung    bezieht sich auf     ein     Verfahren zur Herstellung von     6-Fluor-17a-oxy-          progesteronen    der Formel  
EMI0001.0007     
    in welcher R' den     Acylrest    einer     Carbonsäure    be  deutet, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein       6-Fluor-5a,17a-dioxypregnan-3,20-dion-17-acylat    mit  einer Säure oder Base     dehydratisiert.     



  Die Herstellung der     Ausgangsmaterialien    des  erfindungsgemässen Verfahrens     erfolgt,    indem zu  nächst ein     17a-Oxypregnenolon-3,17-diacylat    in Lö  sung in einem     inerten    organischen Lösungsmittel mit  einer organischen     Persäure        umgesetzt    wird. Die Re  aktion wird im allgemeinen bei niedrigen Tempera  turen, z. B. bei -10 bis     4-1011C    durchgeführt. Es  können jedoch auch höhere oder niedere Tempe  raturen verwendet werden, wie z. B. -30 bis + 40  C.  



  Die     Persäure    wird     üblicherweise    in einer Menge       von        10-20%        über        der        fünffachen        theoretisch        erfor-          derlichen    Menge verwendet.

   Nach beendigter Reak  tion wird das Gemisch neutralisiert, mit Wässer ge  waschen und das derart erhaltene Gemisch von       5a,6a-Oxydo-3ss,17a-dioxypregnan        20-on-3,17-di-          acylat    sowie das entsprechende     5ss,6ss-Epimere    durch    Verdampfen des Lösungsmittels     gewonnen.    Bei Ver  wendung von     Peressigsäure    zur Bildung der     5,6-          OxydoVerbindung    wird dem Reaktionsgemisch vor  zugsweise ein trockenes     Alkaliacylat,    beispielsweise       Natriumacetat,    zugesetzt:

    Durch     Chromatographieren    des Gemisches und  nachfolgende Umkristallisation erhält man     5a,6a-          Oxydo-3ss,17a-dioxypregnan-20-on-3,17-diacylat    und       sein        Epimer        5ss,6ss-Oxydo-3ss,17a-dioxypregnan-20-          on-3,17-diacylat.     



  Das derart erhaltene     5a,6a-Oxydo-3ss,17a-dioxy-          pregnan-20-on-3,17-diacylat,    in Lösung in einem ge  eigneten organischen Lösungsmittel, wird     mit    Fluor  wasserstoff zum     6ss-Fluor-3ss,5a,17a-trioxypregnan-          20-on-3,17-diacylat    umgesetzt. Der     Fluorwasserstoff     kann gasförmig oder in wässriger Lösung von bei  spielsweise     4811/o    oder in Form eines bei Behandlung  mit einer Säure     Fluorwasserstoff    abgebenden     Metall-          fluorids    verwendet werden.  



  Die Reaktion kann zwischen etwa -70 und  + 50  C durchgeführt werden. Bei Verwendung von  wasserfreiem     Fluorwasserstoff    werden üblicherweise  tiefere Temperaturen, z. B. zwischen -70 und + 10  C  bevorzugt. Bei Verwendung von     wässrigem    Fluor  wasserstoff kann die Reaktion zwischen 0  C und  Raumtemperatur durchgeführt werden. Ebenso kön  nen bei der Herstellung des     Fluorwasserstoffes    in       situ    durch Reaktion eines     Metallfluörids,    wie     Ka-          liumbifluorid,    und einer Säure, Reaktionstempera  turen zwischen 0  C und Raumtemperatur oder       darüber    und bis zu 90  C angewendet werden.

   Bei  tiefen Temperaturen werden Lösungsmittel wie  Chloroform,     Methylenchlorid    und insbesondere     Tetra-          hydrofuran    verwendet. Bei der Umsetzung des       Epoxyds    mit     Kaliumbifluorid    und einer Säure wer  den organische Säuren bevorzugt, z. B. Essigsäure,           Propionsäure,    Ameisensäure oder dergleichen. Es  können jedoch auch andere Lösungsmittel, z. B.       Neopentylalkohol,        Isopropanol    und dergleichen, mit  Mineralsäuren wie Schwefelsäure,     Perchlorsäure    oder  dergleichen verwendet werden.  



  Die Reaktionsdauer     beträgt    üblicherweise zwi  schen 15 Minuten und 4 Stunden, wobei für wasser  freien     Fluorwasserstoff    2-3 Stunden üblicherweise  genügen. Bei Verwendung von     Kaliumbifluorid    werden  Reaktionszeiten von 12 Stunden bis 5 Tagen ver  wendet. Nach Beendigung der Reaktion wird das  Produkt auf bekannte Weise .isoliert, z. B. durch  Neutralisieren des überschüssigen     Fluorwasserstoffes     mit einer Base und Extraktion des Produktes mit  einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel.

    Durch Verdampfen der Lösungsmittel erhält man das  rohe Material, welches durch     Umkristallisation    aus  organischen Lösungsmitteln gereinigt wird und reines       6ss        -Fluor    -     3ss,5a,        7,u    -     trioxypregnan-20-on-3,17-di-          acylat    ergibt.  



  Das rohe oder gereinigte     6ss-Fluor-3#,5a,17a-tri-          oxypregnan-20-on-3,17-diacylat    wird     sodann    in  einem mit Wasser mischbaren     Lösungsmittel,    vor  zugsweise     in    einem     wässrigen    oder     Aceton-Säure-          Medium        hydrolysiert.    Als Lösungsmittel eignen sich  besonders     Alkanole,    wobei Methanol und Äthanol  bevorzugt werden;

   doch lassen sich . auch andere  geeignete, mit Wasser     mischbare    Lösungsmittel ver  wenden, wie beispielsweise     tert.        Butylalkohol,    Pro  pylalkohol,     Isopropylalkohol,        Dioxan,    Aceton, Essig  säure oder dergleichen.  



  Die Hydrolyse des     6ss-Fluor-3,B,5a,17a-trioxy-          pregnan    - 20 - an - 3,17 -     diacylats    ergibt     6ss-Fluor-          3ss,5a,17.a-trioxypregnan-20-on=17-acylat;    die nach  folgende Oxydation dieser     Verbindung    mit     Natrium-          bichromat    in Essigsäure führt zu     6ss-Fluor-5a,17 ,          dioxypregnan-3,20-dion-17-acylat.    Das rohe Produkt  kann auf bekannte Weise gereinigt werden, z. B.

    durch     Umkristallisieren    aus organischen Lösungsmit  teln, wie Aceton,     Äthylacetat,        Skellysolve        B-Hexanen,     Methanol,     tert.        Butylalkohol,    Äther oder dergleichen  oder Gemischen solcher Verbindungen; man erhält  auf diese Weise reines, als Ausgangsmaterial für       vorliegendes        Verfahren    geeignetes     6ssFluor-5a,17a-          dioxypregnan-3,20-dion-17-acylat.     



  Das derart erhaltene     6f        Fluor-5a,17a-dioxy-          pregnan-3,20-dion-17-acylat    wird daraufhin     chemisch          dehydratisiert.    Die     Dehydratisierung    kann     in    alka  lischer oder saurer Lösung erfolgen. In der bevor  zugten     Ausführungsform    der Erfindung wird die  saure     Dehydratisierung    gewählt.

   Das Ausgangsmate  rial wird in Lösungsmitteln, die mit der verwendeten  Säure nicht reagieren, wie     Methylenchlorid,    Chloro  form,     Dioxan,        Tetrachlorkohlenstoff    und dergleichen  gelöst oder suspendiert und die gewünschte Säure die  ser Lösung oder Suspension     zugesetzt.    Für diese Reak  tion besonders geeignete Säuren sind starke Säuren  wie gasförmiger     Chlorwasserstoff    oder Bromwasser  stoff, Schwefelsäure und - dergleichen, wobei gas-         förmiger    Chlorwasserstoff bevorzugt wird.

   Zur     De-          hydratisierung    mittels Alkali wird das Ausgangs  material     in    Methanol,     Äthanol,        Dioxan    oder einem  andern geeigneten, mit der     verwendeten    Base nicht  reagierenden Lösungsmittel gelöst. Die Lösung wird  durch Einleiten von Stickstoff vom Sauerstoff befreit  und anschliessend mit einer sauerstofffreien     Alkalilauge     umgesetzt.

   Natrium- oder     Kaliumhydroxyd    sind die  bevorzugten Laugen, doch können auch     Alkalialko-          holate,        Bariumhydroxyd,        Calciumhydroxyd    oder der  gleichen verwendet werden.  



  Je nach der verwendeten Menge der Säure oder  Base erhält man die 6a- und     6f        Isomeren.    Die     De-          hydratisierung    führt zunächst zum     6f-Isomeren,    das  sich, da es in starken Säuren oder Basen weniger  stabil ist, in das     6a-Isomere    umlagert.

   Ist das Me  dium zu     Beginn    der     Dehydratisierung    stark sauer, so  erhält man nur     6a-Fluor-17a-oxyprogesteron-17-          acylat.    Ein schwach saures oder     alkalisches    Medium  ergibt     6ss-Fluor-17a-oxyprogesteron-17-acylat,    wäh  rend ein stark basisches Medium den freien Alkohol  als a-Epimeres, das heisst     6a@-Fluor-17a-oxyproge-          steron,    ergibt. Das     6f-Isomere    kann nachträglich in  das     6a-Isomere    umgewandelt werden durch Behand  lung mit     einer    starken Säure oder Base.  



  Die derart erhaltenen     6-Fluor-17a-oxyproge-          steron-17-acylate    oder der freie Alkohol     6-Fluor-          17a-oxyprogesteron,    der gebildet wird, wenn eine  konzentrierte Lösung der starken Lauge für die     De-          hydratisierung    verwendet wird, kann aus dem Re  aktionsgemisch     isoliert    und nach üblichen Methoden  gereinigt werden. Solche Methoden sind z. B. das  Verdünnen mit Wasser und entweder Filtrieren oder  Extraktion der Mischung mit einem mit Wasser nicht  mischbaren Lösungsmittel, z.

   B.     Methylenchlorid,     Chloroform,     Hexanen,    Benzol, Äther und dergleichen  und anschliessendes Verdampfen des Lösungsmittels.  Die derart erhaltenen Feststoffe können auf übliche       Art    weiter gereinigt werden, z.

   B. durch     Umkristalli-          sieren    aus einem organischen Lösungsmittel, wie Me  thanol,     Äthanol,        Skellysolve        B-Hexanen,        Äthylacetat,     Benzol oder dergleichen, um das     reine        6-Fluor-17a-          oxyprogesteron    oder dessen     17-Acylat    zu erhalten.  



  In einer     gesonderten        Verseifungsstufe    lässt sich       6-Fluor-17a-oxyprogesteron    aus einem     6-Fluor-17a-          oxyprogesteron-17-acylat    herstellen.

   Zu diesem  Zwecke     lässt    man     6-Fluor-17a-progesteron-17-acylat          mit    einem     Alkalihydroxyd    wie Natrium- oder Kalium  hydroxyd oder einem Karbonat wie Natrium- oder       Kaliumkarbonat,        Bikarbonat    oder dergleichen oder  einem     Erdalkalimetallhydroxyd    wie Barium- oder       Calciumhydroxyd    in     alkoholischer    Lösung bei Raum  temperatur während 1-24 Stunden reagieren, um       6-Fluor-17a        oxyprogesterön    zu erhalten.

   Um das  Produkt aus dem Reaktionsgemisch zu isolieren,  wird das Reaktionsgemisch zuerst mit wässriger Säure  wie Essigsäure, Salzsäure oder Schwefelsäure neutra  lisiert und anschliessend mit Wasser verdünnt und  mit einem mit Wasser nicht mischbaren organischen  Lösungsmittel, wie     Methylenchlorid,    Chloroform,      Benzol, Äther oder dergleichen, extrahiert und die  Extrakte getrocknet und     eingedampft.    Auf diese  Weise erhält man das rohe Material.

   Dieses rohe  Material kann sodann aus organischen Lösungsmit  teln wie Methanol,     Athanol,    Aceton,     Skellysolve        B-          Hexanen,        Äthylacetat,        Methylenchlorid    oder der  gleichen umkristallisiert werden und ergibt reines       6-Fluor-17a-oxyprogesteron.    Aus dem derart erhal  tenen     6-Fluor-17a-oxyprogesteron    können wiederum  Ester hergestellt werden,

   indem man nach bekann  ten Methoden zur     Veresterung    tertiärer     Oxygruppen     in der     17a-Stellung    eines     Steroids    der     Pregnanreihe     verestert. So beschreiben beispielsweise     Huang-          Minlon    et     a1.,    J. Am.     Chem.        Soc.    74, 5394 (l952)  sowohl eine  kalte Methode  wie eine  heisse Me  thode , welche beide gleichermassen zur     Veresterung     von     6a-Fluor-17a-oxyprogesteron    geeignet sind.

   Sind  bei der     Veresterung    des     6ss-Isomeren    wiederum die       6ss-Isomeren    erwünscht, so sind milde Bedingungen  erforderlich (kalte Methode, geringe Menge saurer  Katalysator), da sonst das     6g3        Isomere    in das     6a-Iso-          mere        übergeführt    wird.

      Die Herstellung der Ausgangsverbindungen     für     das erfindungsgemässe Verfahren ist in den nachfol  genden     Präparationen    erläutert:         Präparation   <I>1 A:</I>         17a-Oxypregnenolon-3,17-diacetat.     10 g     p-Toluolsulfonsäure    wurde innerhalb 10  Minuten (unter Rühren in Stickstoffatmosphäre)  einem Gemisch von 25 g     17a-Oxypregnenolon    in  400 ml Essigsäure und 100 ml     Essigsäureanhydrid     zugesetzt. Die Lösung wurde nach etwa 30 Minuten  klar. Nach zwei weiteren Stunden wurde das Reak  tionsgemisch in Eiswasser gegossen und der gebildete  Niederschlag gesammelt, gut mit Wasser gewaschen  und getrocknet.

   Man erhielt 30 g eines bei 166 bis  178" C schmelzenden Produktes. Die     Umkristallisie-          rung    aus einem Gemisch von Aceton und     Skellysolve          B-Hexanen    ergab 24,2 g reines     17u        Oxypregnenolon-          3,17-diacetat    mit einem Schmelzpunkt von 179 bis  181  C und einer Drehung     [a]L,    von -65  in Chloro  form.

      Auf dieselbe Art können         17a-Oxypregnenolon-3,17-dicaproat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-diphenylacetat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-di(ss-cyclopentyl-          propionat),          17a-Oxypregnenolon-3,17-diacrylat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-divalerat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-ditrimethylacetat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-di-t-butylacetat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-dicyclopentyl-          carboxylat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-diäthylbutyrat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-dicyclohexylacetat,

            17a-Oxypregnenolon-3,17-di-o-toluat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-dimonoglutarat,            17a-Oxypregnenolon-3,17=dimonodiglycolat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-dimono-@-methyl-          glutarät,          17a-Oxypregnenolon-3,17-dimono-ss,ss-dimethyl-          glutarat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-diäthoxyacetat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-dilaurat,     17a     Oxypregnenolon-3,17-dibutyrat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-dipropionat,          17a-Oxypregnenolon-3,17-diisovalerat,

            17a-Oxypregnenolon-3,17-diönanthat    und       17a-Oxypregnenolon-3,17-dicaprylat     hergestellt werden, indem man     17a-Oxypregnenolon     in einer Lösung, welche ein Gemisch der entspre  chenden Säure und ihres     Anhydrids    enthält, zusam  men mit     p-Toluolsulfonsäure    auflöst. Der rohe     Di-          ester    wird wie oben beschrieben isoliert.

   Falls die  entsprechende Säure oder ihr     Anhydric?    fest sind,  kann ein     inertes    Lösungsmittel wie     Ben,ol,    Chloro  form oder     Dioxan    verwendet werden, um die Lö  sung zu bewerkstelligen und ein flüssiges     Vereste-          rungsmedium    zu ergeben.         Präparation   <I>1 B:</I>       17a-Oxypregnenolon-17-acetat.     0,4 g     17a-Oxypregnenolon-3,17-diacetat    in 15 ml  Methanol und 0,13 ml konzentrierter     Salzsäure     wurde während 1 Stunde am     Rückfluss    gekocht.

    Dann wurde etwa die Hälfte des Methanols unter  Einwirkung eines Stickstoffstroms     abdestilliert;    0,35 g  des     ProduAtes    wurde mit Wasser ausgelaugt, gesam  melt, getrocknet und aus Aceton umkristallisiert. Es  ergab 17a -     Oxypregnenolon    - 17 -     acetat    mit einem  Schmelzpunkt von 224-228  C und einer Drehung       [a]D    von -69  in Chloroform.

    
EMI0003.0092     
  
    Analyse:
<tb>  Berechnet <SEP> für <SEP> C"H"04: <SEP> C <SEP> 73,76 <SEP> H <SEP> 9,15
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 73,.64 <SEP> H <SEP> 9,46       Auf dieselbe Art kann durch Verwendung eines  der in     Präparation        1A    aufgezählten     17a-Oxy-          pregnenolon-3,17-diacylaten    als     Ausgangssteroid    das  entsprechende     17a-Oxypregnenolon-17a-acylat    er  halten werden.

           Präparation   <I>- 2:</I>       5,6-Oxydo-3ss,17a-dioxypregnan-20-on-3,17-          diacetat.       Eine Lösung von 20 g     17a-Oxypregnenolon-          3,17-diacetat    und 2,5 g     Natriumacetat    in 250 ml  Chloroform wurde auf 5  C gekühlt und unter       Rühren        mit        25        ml        40        %        iger        Peressigsäure        versetzt.     Nach 3 Stunden wurde die Lösung zuerst mit  Wasser,

   dann mit verdünnter Natronlauge und noch  mals mit Wasser gewaschen, getrocknet und vom  Lösungsmittel befreit. Der Rückstand liess sich nicht  kristallisieren und wurde über eine 400 g     Florisil     (ein synthetisches     Magnesiumsilikat)    aufweisende  Kolonne     chromatographiert.    Das     ss-Oxyd    wurde mit           Skellysolve        B        plus    6     %        Aceton        eluiert        und        aus        Me-          thanol    umkristallisiert.

   Man erhält 3,7 g     5ss,6ss-          Oxydo-3ss,17a-dioxypregnan-20-on-3,17-diacetat,    das  einen Schmelzpunkt von     168-17311C    und eine  Drehung     [ ]D    von -45  in Chloroform aufwies.

    
EMI0004.0015     
  
    Analyse:
<tb>  Berechnet <SEP> für <SEP> <B>C25,13606'</B> <SEP> C <SEP> 69,41 <SEP> H <SEP> 8,39
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 69,72 <SEP> H <SEP> 8,35       Das derart erhaltene     5ss,6ss-Oxydo-3ss,17a-dioxy-          pregnan-20-on-3,17-diacetat    besitzt regulierende Wir  kung auf     das        Zentralnervensystem.    Das'     a-Oxyd     wurde in     Skellysolve    B plus 6-106/o Aceton     eluiert     und aus Methanol umkristallisiert.

   Es, ergab 8,0 g  <I>5 ,6a -</I>     Oxydo   <I>-</I>     3ss,17 -        dioxypregnan-20-on-3,17-di-          acetat    mit einem Schmelzpunkt von 219-223  C und       einer    Drehung     [a]r,    von -61  in Chloroform.

    
EMI0004.0029     
  
    Analyse:
<tb>  Berechnet <SEP> für <SEP> C25,13606: <SEP> C <SEP> 69,41 <SEP> H <SEP> 8,39
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 69,08 <SEP> H <SEP> 8,31       Auf dieselbe Art können die übrigen, in     Präpa-          ration    1 A erwähnten     3,17-Diacylate    mit     Peressig-          säure    und     Natriumacetat    zu den entsprechenden       5a,6a-Oxydo    -     3ss,17    <I>-</I>     dioxy-pregnan-20-on-3,17-di-          acylaten    und     5ss,6ss-Oxydo-3ss,17a-dioxypregnan-20-          on-3,

  17-diacylaten    umgesetzt werden.  



       Präparation   <I>3:</I>       5,6-Oxydo-3,8,17a-dioxypregnan        20-on-17-acetat.     Eine Lösung von 150 g rohes     17a-Oxypregnen-          olon-17-acetat    (erhalten gemäss     Präparation    1 A) in  etwa 6 Liter Benzol wurde auf 15  C gekühlt und  unter Rühren 17g wasserfreies     Natriumacetat    zu  gesetzt,

   gefolgt von 170     ml        40o/oiger        Peressigsäure.     Die Temperatur der     Reaktionsteilnehmer    wurde wäh  rend     2i/4    Stunden auf 15  C gehalten und die Lö  sung     anschliessend    zweimal mit     Wasser    unter leichtem  Schwenken gewaschen. Starkes Schütteln während  des dritten Waschens bewirkte eine     Anfällung    des       a-Oxydes        (II).    Es wurde gesammelt, mit Wasser und  mit Benzol gewaschen und getrocknet und ergab  95 g eines bei 248-249  C     schmelzenden    Produktes.

    Die     Umkristallisation    aus Aceton führte zu reinem       5a,6a-Oxydo-3ss,17a-dioxypregnan        20-on-17-acetat     mit einem     Schmelzpunkt    von 251-252  C und einer  Drehung     [ ]D    von<B>-710</B>     in    Chloroform.

    
EMI0004.0066     
  
    Analyse:
<tb>  Berechnet <SEP> für <SEP> <B>C23,13405:</B> <SEP> C <SEP> 70,74 <SEP> H <SEP> 8,77
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 70;43 <SEP> H <SEP> 8,97       Aus dem     Benzolfiltrat    wurden     zusätzliche    24,7 g       5a,6a-Oxydo    -     3ss,17     -     dioxypregnan-20-on-17-acetat     mit einem Schmelzpunkt von 238-244  C gewonnen.  



  Aus der Mutterlauge der zweiten     Portion    setzten  sich nach mehreren Tagen grosse Stücke zusammen  mit kleineren Kristallen ab. Die Stücke wurden von  Hand abgetrennt und zweimal aus Benzol     umkristal-          lisiert.    Man erhielt 0,6 g     5ss,6ss-Oxydo-3ss,17a-di-          oxypregnan-17-acetat    mit einem Schmelzpunkt von    227-229  C und einer Drehung [all) von -19"  in Chloroform.

    
EMI0004.0077     
  
    Analyse:
<tb>  Berechnet <SEP> für <SEP> C23H3405: <SEP> C <SEP> 70,74 <SEP> H <SEP> 8,77
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 71,10 <SEP> H <SEP> 8,97            5ss,6ss    -     Oxydo    -     3ss,17     -     dioxypregnan-20-on-17-          acetat    besitzt eine regulierende Wirkung auf das  Zentralnervensystem.  



       Präparation   <I>4:</I>       6ss-Fluor-3ss,5        a,17a-trioxypregnan-20-on-          3,17-diacetat.     



  10     ml    gekühltes     Methylenchlorid    wurde zu 1,5 g       Fluorwasserstoff,    der in einem     Trockeneis-Acetonbad     gekühlt worden war,     zugesetzt.    4,3 g     5a,6a-Oxydo-          3,8,17ä   <I>-</I>     dioxypregnan    - 20 -     on-    3,17 -     diacetat        (II)

      in  20     ml    gekühltes     Methylenchlorid    wurden dem     Fluor-          wasserstoff-Methylenchlorid        zugesetzt.    Die entstan  dene Lösung wurde während 4 Stunden bei Raum  temperatur stehengelassen und alsdann mit 2 ml       Pyridin    versetzt. Das     Methylenehlorid    wurde ent  fernt und Wasser zugesetzt. Das gummiartige un  lösliche Material wurde abgetrennt und gut mit  Äther gewaschen, worauf saubere Kristalle erhalten  wurden.

   Das Produkt wurde aus Aceton umkristalli  siert und ergibt 1,2 g     6ss-Fluor-3ss,5a,17a-trioxy-          pregnan-20-on-3,17-diacetat    mit einem     Schmelzpunkt     von 253 C und einer optischen Drehung [ab von  -33  in Chloroform.  
EMI0004.0108     
  
    Analyse:
<tb>  Berechnet <SEP> für <SEP> C2A<B>7</B>F06:
<tb>  C <SEP> 66,35 <SEP> H <SEP> 8,25 <SEP> F <SEP> 4,20
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 66,14 <SEP> H <SEP> 8,25 <SEP> F <SEP> 4,15            Präparation   <I>5:</I>       6ss-Fluor-3ss,5        a,17a-trioxypregnan-20-on-          17-acetat.     



  39 ml vorgekühltes Chloroform und 98 ml vor  gekühltes     Tetrahydrofuran    wurden unter Schwenken  zu 53g     Fluorwasserstoff    in einer     Polyäthylenflasche,     die in einem     Trockeneis-Acetonbad    gekühlt wurde,       zugesetzt.    Diese Lösung wurde einer, in einem       Trockeneis-Acetonbad    gekühlten Lösung von 45 g       5a,6a-Oxydo   <I>-</I>     3ss,17    <I>-</I>     dioxypregnan-20-on-17-acetat          (1I)        in    200 ml     Chloroform    zugesetzt.

   Nach Auf  bewahrung während 21/4 Stunden bei 15  C wurde  das Reaktionsgemisch in 1 Liter Eiswasser, das  <B>100</B> ml     Pyridin    enthielt, gegossen. Die obere     wässrige     Schicht wurde nun zweimal mit     Methylenchlorid     extrahiert. Diese Extrakte wurden mit der untern       Chloroformschicht    vereint und     mit    verdünnter Salz  säure, Wasser, verdünntem Natriumkarbonat und  wieder mit Wasser gewaschen. Jede Wasserphase  wurde     mit    derselben     Methylenchloridlösung    zurück  extrahiert, und die vereinten Extrakte wurden über       Magnesiumsulfat    getrocknet, filtriert und zur Trockne  verdampft.

   Der Rückstand war ein glasartiger Fest  Stoff.      Aus einem     ähnlichen    Versuch wurde das Produkt  als kristallines Monohydrat durch     Umkristallisieren     aus     wässrigem    Methanol gewonnen, wobei     6ss-Fluor-          3ss,5a,17a-trioxypregnan-20-on-17-acetat    mit einem  Schmelzpunkt von     224-228     C und einer optischen  Drehung     [a]D    von +     21     in Chloroform erhalten  wurde.

    
EMI0005.0009     
  
    Analyse:
<tb>  Berechnet <SEP> für <SEP> C23HJ0, <SEP> - <SEP> H20:
<tb>  C <SEP> 64,46 <SEP> H <SEP> 8,70 <SEP> F <SEP> 4,41
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 64,98 <SEP> H <SEP> 8,91 <SEP> F <SEP> 4,16            Präparation   <I>6:</I>       6ss-Fluor-3ss,5a,17a-trioxypregnan-20-on-          17-acetat.       Eine Lösung von 1,2 g     6f        Fluor-3ss,5a,17a-tri-          oxypregnan-20-on-3,17-diacetat,    50 ml Methanol  und 0,5 ml konzentrierte Salzsäure wurde während  1 Stunde am     Rückfluss    gekocht. Etwa die Hälfte des  Methanols wurde unter einem Stickstoffstrom ver  dampft.

   Das Produkt wurde mit Wasser ausge  schwemmt gesammelt, getrocknet und aus Aceton  kristallisiert und ergab 1,15 g     6ss-Fluor-3ss,5a,17a-          trioxypregnan-20-on-17-acetat.            Präparation   <I>7:</I>       6ss-Fluor-5a,17a-dioxypregnan-3,20-dion-          17-acetat.       40 g     6ss        Fluor-3ss,5a,17a-trioxypregnan-20-on-          17-acetat    wurden in 500 ml Essigsäure gelöst und  dieser Steroidlösung sofort 45g     Natriumbichromat-          Dihydrat    in 450 ml Essigsäure unter Schwenken und  Kühlen in einem Wasserbad während etwa 5 Minuten  zugesetzt.

   Das Reaktionsgemisch wurde bei Raum  temperatur während etwa 11/2 Stunden stehengelas  sen. Dann wurde die Lösung auf 15  C gekühlt und  das Produkt     abfiltriert    und zweimal mit kleinen       Portionen    Methanol gewaschen. Nach dem Trocknen  wog das Produkt 34,7 g und wies einen Schmelz  punkt von 246-250  C auf. Die-     Umkristallisierung     aus siedendem Methanol ergab     6ss-Fluor-5a,17a-          dioxypregnan-3,20-dion-17-acetat    mit einem Schmelz  punkt von     265-267,5     C.

      <I>Beispiel</I>       6-Fluor-17a-oxyprogesteron-17-acetat       Eine     Aufschlämmung    von 10 g     6ssi-Fluor-5a,17,c-          dioxypregnan        3,20-dion-17-acetat    in 100 ml Chloro  form und 1 ml absolutem     Äthanol    wurde auf -5  C  in einem     Eis-Kochsalz-Bad    gekühlt und sodann mit  Chlorwasserstoff gesättigt. Nach 4 Stunden wurde  Stickstoff durch die Reaktionsmischung geleitet und  anschliessend zweimal     mit    Wasser, einmal mit Na  triumbikarbonat und wiederum mit Wasser gewa  schen.

   Nach dem Trocknen und' Filtrieren wurde das  Lösungsmittel entfernt und-der Rückstand aus einem  Gemisch von Aceton und     Skellysolve        B-Hexanen          umkristallisiert.    Eine Ausbeute von 6,1 g     6a-Fluor-          17a-oxyprogesteron-17-acetat    mit einem Schmelz-         punkt    von 252-256  C     (Zers.)    wurde erhalten. Die       Umkristallisation    einer zweiten Portion des Pro  duktes ergab 0,7 g vom Schmelzpunkt 248-255  C.

    Behandelt man im obigen Verfahren andere     6ss-Fluor-          5a,17a-dioxypregnan-3,20-dion-17-acylate    in     Chloro-          formlösung    mit Chlorwasserstoff, so erhält man die  entsprechenden 6a -Fluor -17a -     oxyprogesteron-17-          acylate.     



  Das erhaltene     Steroid    kann folgendermassen zum       6a-Fluor-17a-oxyprogesteron    verseift werden:    Eine Lösung von 1,9 g     6a-Fluor-17a-oxyproge-          steron-17-acetat        in        50        ml        90        %.        igem        Methanol        plus     l     "/u    Natronlauge und 20     ml        Methylenchlorid    wurde  mit     Stickstoff    gespült.

   Nach dem Stehen über Nacht  bei Raumtemperatur wurde die Lösung mit     Methy-          lenchlorid    verdünnt und dreimal     mit    Wasser gewa  schen. Die     wässrigen    Schichten wurden     mit        Methy-          lenchlorid        zurückextrahiert.    Die Extrakte wurden  vereint, getrocknet und auf etwa 20     ml    konzentriert  und über eine Kolonne von 150 g      Florisil     (synthe  tisches     Magnesiumsilikat)

          chromatographiert.    Nach  dem Waschen der Kolonne mit zunehmenden Men  gen Aceton in     Skellysolve    B wurde das Produkt mit  2-80/e Aceton     in    1 :     1-Gemischen    von     Skellysolve        B     und     Methylenchlorid        eluiert.    Die     Umkristallisierung     aus einem     Gemisch    von Aceton und     Skellysolve    B  ergab 0,75 g     6a-Fluor-17a-oxyprogesteron    mit einem       Schmelzpunkt    von     234-237     C,     7,

  mä    = 236     m@t     (am 15,775) und einer optischen Drehung     [a]p    von  79  in Chloroform.  
EMI0005.0099     
  
    Analyse:
<tb>  Berechnet <SEP> für <SEP> C21H2,FO3:
<tb>  C <SEP> 72,38 <SEP> H <SEP> 8,39 <SEP> F <SEP> 5;45
<tb>  Gefunden: <SEP> C <SEP> 72,18 <SEP> H <SEP> 8,59 <SEP> F <SEP> 5,17       Setzt man andere     6a-Fluor-17a-oxyprogesteron-          17-acylate    wie im vorstehenden Beispiel um, so er  hält man ebenfalls     6a-Fluor-17a-oxyprogesteron.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 6-Fluor-17a-oxy- progesteronen der Formel EMI0005.0105 in welcher R' den Acylrest einer Carbonsäure be deutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 6-Fluor-5a,17a-dioxypregnan-3,20-dion-17-acylat mit einer Säure oder Base dehydratisiert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein 6-Fluor-5a,17a-dioxypregnan- 3,20-dion-17-acylat, dessen Acylgruppe diejenige einer organischen Carbonsäure mit 1-12 Kohlen stoffatomen ist, mit einer schwachen Base oder einer Säure dehydratisiert wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein 6a- Fluor-5a,17a-dioxypregnan-3,20-dion-17-acylat mit einer Säure zum 6a k'luor-17a-oxyprogesteron-17- acylat dehydratisiert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein 6ss Fluor - 5a,17cc-dioxypregnan-3,20-dion-17-acylat mit einer Säure zum 6a-Fluor-17a-oxyprogesteron-17- acylat dehydratisiert wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein 613- Fluor - 5a,17a-dioxypregnan-3,20-dion-17-acylat mit einer schwachen Base zum 6ss-Fluor-17a-oxyproge- steron-17-acylat dehydratisiert wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das 6a-Fluor-17a-oxyprogesteron- 17-acylat anschliessend zum 6-Fluor-17a-oxyproge- steron verseift wird.
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