CH377827A - Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen

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CH377827A
CH377827A CH1523463A CH1523463A CH377827A CH 377827 A CH377827 A CH 377827A CH 1523463 A CH1523463 A CH 1523463A CH 1523463 A CH1523463 A CH 1523463A CH 377827 A CH377827 A CH 377827A
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methyl
iminostilbene
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chloride
acid
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CH1523463A
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Walter Dr Schindler
Charles Dr Gansser
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur Herstellung von neuen     N-heteroeyclischen    Verbindungen    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von neuen     N-heterocyclischen    Ver  bindungen mit wertvollen pharmakologischen Eigen  schaften.  



  Es wurde gefunden, dass basisch substituierte       Iminostilbene        5H-Dibenzo[b,f]azepine    der Formel  
EMI0001.0005     
    worin Y Wasserstoff oder ein Halogenatom, Z  Wasserstoff oder ein Halogenatom, eines der Symbole       R1    und     R"    die     Methylgruppe    und das andere Wasser  stoff, und R3 und R4 niedermolekulare     Alkylreste,     welche auch unter sich direkt oder über ein Sauer  stoffatom oder eine niedermolekulare     Alkylimino-,          Alkanoyloxyalkylimino-    oder     Hydroxyalkylimino-          gruppe    verbunden sein können, bedeuten,

   wertvolle  pharmakologische Eigenschaften, insbesondere anti  allergische, sedative,     anticonvulsive    und     antiemetische     Wirksamkeit besitzen.  



  Man stellt die Verbindungen der vorstehend defi  nierten Formel 1 her, indem man ein     Iminostilben     der Formel  
EMI0001.0017     
    in Gegenwart eines Kondensationsmittels mit einem  reaktionsfähigen Ester eines basischen Alkohols der  Formel  
EMI0001.0018     
    umsetzt.

    Als Kondensationsmittel eignen sich dabei insbe  sondere     Natriumamid,        Lithiumamid,        Kaliumamid,     Natrium oder Kalium,     Butyllithium,        Phenyllithium,          Natriumhydrid    oder     Lithiumhydrid.    Die     Umsetzung     kann in An- oder Abwesenheit eines     inerten    orga  nischen     Lösungsmittels,    wovon als Beispiele Benzol,       Toluol    und     Xylol    genannt seien, durchgeführt wer  den.  



       Geeignete    Ausgangsstoffe der Formel     1I    sind  neben dem Grundkörper     Iminostilben,    z. B.     3,7-Di-          chlor-        iminostilben    und 3,7 -     Dibromo        -iminostilben     sowie die monosubstituierten Verbindungen     3-Chlor-          iminostilben    und     3-Brom-iminostilben.    Deren Her  stellung kann z.

   B. durch Behandlung von     3,5-Di-          acetyliminodibenzyl    mit     Stickstoffwasserstoffsäure     nach     Schmitt,    gefolgt von partieller Hydrolyse der       Acetaminoverbindung    zum     3-Amin-5-acetyl-imino-          dibenzyl,        Diazotierung    desselben, Umsetzung der       Diazoniumhalogenide    mit     Cuprihalogeniden    nach       Sandmeyer    und Hydrolyse zu     3-Halogen-iminodi-          benzylen    bzw.

       Bromierung    der nach     Sandmeyer    er  haltenen     3-Halogen-5-acetyl-iminodibenzyle    in     10-          Stellung    mit     N-Bromsuccinimid,    Halogenwasserstoff  abspaltung und Hydrolyse, z. B.     mit        Ätzalkalien    in  der Kälte zu     3-Halogen-iminostilbenen    erfolgen.  



  Als reaktionsfähigen Ester von basischen Alko  holen der Formel     III        kommen    insbesondere deren Ha  logenide,     Arylsulfonsäureester    und     Methansulfon-          säureester    in Frage.

   Beispielsweise seien das           y-Dimethylamino-n-butylchlorid,     y     -Diäthylamino-n-butylchlorid,          y-Di-n-butylamino-n-butylchlorid,          ;,-Pyrrolidino-n-butylchlorid,          ;,-Piperidino-n-butylchlorid,     y     -Morpholino-n-butylchlorid,          ;P-(4-Methyl'-piperazino)-n-butylchlorid,          y-(4-Hydroxyäthyl-piperazino)-ss-methyl-propyl-          chlorid    und       ;

  ,-(4-Acetoxyäthyl-piperazino)-ss-methyl-propyl-          chlorid    und die entsprechenden     Bromide    und       y-Toluolsulfonsäureester    sowie das       y-Dimethylamino-ss-methyl-propylchlorid,          ;,-Diäthylamino-fl-methyl-propylchlorid,     y     -Pyrrolidino-,B-methyl-propylchlorid,          y-Piperidino        f        methyl-propylchlorid,          ;!-Morpholino        ss-methyl-propylchlorid    und       ;,-(4-Methyl-piperazino)-ss-methyl-propylchlorid     genannt.

   Die erstere Gruppe von reaktionsfähigen  Estern von basischen Alkoholen ist z. B., ausgehend  von     1,3-Butylenglykol    durch Umsetzung desselben  mit     Acetylchlorid    zum     3-Chlor-n-butyl-acetat,    Um  setzung des letzteren mit einem passenden sekundären  Amin und     hberführung    des erhaltenen     3-Tertiär-          amino-n-butanols    in sein Chlorid,     Bromid    oder den       Toluolsulfonsäureester    erhältlich.  



  Die basisch substituierten     ss-Methyl-propylchloride     können z. B. durch Anlagerung von Bromwasser  stoff an     Methallylchlorid    und Umsetzung des so er  haltenen     ;,-Brom-ss-methyl-propylchlorids    mit passen  den sekundären Aminen hergestellt werden.  



  Mit anorganischen oder organischen Säuren,  wie Salzsäure,     Bromwasserstoffsäure,    Schwefelsäure,  Phosphorsäure,     Methansulfonsäure,        Äthandisulfon-          säure,    Essigsäure,     Citronensäure,        Äpfelsäure,    Bern  steinsäure,     Maleinsäure,        Fumarsäure,    Weinsäure,       Benzoesäure    und     Phthalsäure    sowie     8-Chlortheo-          phyllin    bilden die erfindungsgemäss erhaltenen Ver  bindungen der Formel I Salze, welche zum Teil  wasserlöslich sind.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten Teile,  sofern nichts anderes vermerkt ist, Gewichtsteile;  diese verhalten sich zu     Volumteilen    wie g zu     cm3.     Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  <I>Beispiel 1</I>  18,3 Teile     Iminostilben    werden in 490     Volum-          teilen        abs.    Benzol gelöst und mit<B>18,6</B> Teilen     y-Di-          methylamino-n-butylchlorid    in<B>150</B>     Volumteilen        abs.     Benzol versetzt.  



  Unter starkem Rühren wird bei 55  eine Suspen  sion von 4 Teilen     Natriumamid    in     Toluol        zugetropft     und das Ganze anschliessend 15 Stunden unter Rück  fluss gekocht. Hierauf zersetzt man das Reaktions  gemisch mit Wasser und entzieht der     benzolischen     Schicht die basischen Anteile durch dreimaliges Aus  schütteln mit verdünnter Salzsäure.

   Die vereinigten  Auszüge werden alkalisch gestellt und     ausgeäthert,     die ätherische Lösung über     Kaliumcarbonat    getrock  net und     einzedampft.    Der Rückstand wird im Hoch-         vakuum    destilliert, wobei das     5-(y-Diäthylamino-          butyl)-iminostilben    unter 0,5 mm Druck bei 185 bis  190  übergeht.  



  Das mit alkoholischer Salzsäure bereitete     Hydro-          chlorid    schmilzt bei 193-l95  (aus Aceton).  



  In analoger Weise erhält man unter Verwendung  des     y-Pyrrolidino-n-butylchlorids        (Kp        13    82-87 ) das  5 - (y -     Pyrrolidino-n-butyl)    -     iminostilben    vom     Kp        o,.;;     206-208  und mit     y-Dimethylamino-n-butylchlorid     das 5 - (y -     Dimethylamino    - n -     butyl)    -     iminostilben     (KP     0.02s        172-176n).     



  <I>Beispiel 2</I>  12 Teile     Iminostilben    werden in 350     Volumteilen          abs.    Benzol gelöst und mit 9,5 Teilen     y-Pyrrolidino-          ss-methyl-propylchlorid        (Kp        l(;    95 ) in 15     Volumteilen          abs.    Benzol versetzt.  



  Unter starkem Rühren wird bei     60     eine Suspen  sion von 2,75 Teilen     Natriumamid    in     Toluol        zuge-          tropft    und die Mischung anschliessend 5 Stunden bei  60  gerührt. Anschliessend wird das Ganze 13 Stun  den unter     Rückfluss    gekocht. Hierauf zersetzt man  das Reaktionsgemisch mit Wasser und entzieht der       benzolischen    Schicht die basischen Anteile durch  dreimaliges Ausschütteln mit verdünnter Salzsäure.

    Die vereinigten Auszüge werden alkalisch gestellt  und     ausgeäthert,    die ätherische Lösung über     Kalium-          carbonat    getrocknet und eingedampft. Der Rück  stand wird im Hochvakuum destilliert, wobei das       5-(y-Pyrrolidin-ss-methyl-propyl)-iminostilben    unter  0,06 mm Druck bei 1650 übergeht.  



  Das mit alkoholischer Salzsäure bereitete     Hydro-          chlorid        schmilzt    bei 108-1l5  (aus Aceton).  



  In analoger Weise erhält man unter Verwendung  des     y-Diäthylamino-ss-methyl-propylchlorids        (Kp17    53 )  das     5-(y-Diäthylamino-ss-methyl-propyl)-iminostilben     vom     Kp        .,.s    164,5 .

   Ausgehend von     3,7-Dichlor-          iminostilben    und     y-Piperidino-n-butylchlorid    erhält  man     5-(y-Piperidino-n-butyl)-3,7-dichlor-iminostilben,     und ausgehend von     3,7-Dichlor-iminostilben    und       y-Dimethylamino        fl-methyl-propyl-chlorid    erhält man  5 - (y -     Dimethylamino        -ss-methyl-propyl)-3,7-dichlor-          iminostilben.     



  <I>Beispiel 3</I>  9,65 Teile     Iminostilben    werden in 300     Volum-          teilen        abs.        Toluol    gelöst und mit 7,5 Teilen     y-Di-          methylamino-ss-methyl-propylchlorid    in     _50        Volum-          teilen        abs.        Toluol    versetzt.  



  Unter starkem Rühren wird bei 60  eine Suspen  sion von 2 Teilen     Natriumamid    in     Toluol        zugetropft.     Die Mischung wird anschliessend 12 Stunden unter       Rückfluss    gekocht. Hierauf versetzt man das Reak  tionsgemisch mit Wasser und entzieht der abgetrenn  ten     Toluolschicht    die basischen Anteile durch drei  maliges Ausschütteln mit verdünnter     Salzsäure.    Die  vereinigten salzsauren Auszüge werden alkalisch ge  stellt und     ausgeäthert,    die ätherische Lösung wird  über     Kaliumcarbonat    getrocknet und eingedampft.

    Der Rückstand wird im Hochvakuum destilliert, wo  bei das 5-(y-Dimethylamino-ss-methyl-propyl)-imino-           stilben    unter 0,025     Torr    bei 158-161  übergeht. Aus  Aceton kristallisiert die Base als gelbe Mikro  kristalle vom     Smp.    77-78 .  



  Das mit alkoholischer     Salzsäure    bereitete     Hydro-          chlorid        schmilzt    bei 202-203  (gelbe Prismen aus  Aceton). Ausgehend von     3-Chlor-iminostilben    oder       3-Brom-iminostilben    und     y-Dimethylamino-ss-methyl-          propylchlorid    erhält man     5-(y-Dimethylamino-,B-me-          thyl-propyl)-3-chlor-    bzw.     -3-brom-iminostilben.     



  <I>Beispiel 4</I>  19,3 Teile     Iminostilben    werden in 360     Volum-          teilen        abs.        Toluol    gelöst. Unter starkem Rühren wird  bei 60" eine Suspension von 5 Teilen     Natriumamid     in     Toluol        zugetropft,    worauf das     Reaktionsgemisch     16 Stunden unter     Rückfluss    gekocht wird.

   Dann wird  ebenfalls unter Rühren bei 60  eine Lösung von 21  Teilen     3-(4'-Methyl-piperazinyl-1')        -I-methyl-propyl-          chlorid    in<B>150</B>     Volumteilen        abs.        Toluol        zugetropft.     Während 14 Stunden wird dann das Ganze unter       Rückfluss    gekocht. Hierauf zersetzt man das Reak  tionsgemisch mit Wasser und entzieht der     Toluol-          schicht    die basischen Anteile durch dreimaliges Aus  schütteln mit verdünnter Salzsäure.

   Die vereinigten  Auszüge werden basisch gestellt und     ausgeäthert,    die  ätherische Lösung. wird über     Kaliumcarbonat    ge  trocknet und eingedampft. Der Rückstand wird im  Hochvakuum destilliert, wobei das     5-[y-(4'-Methyl-          piperazinyl    -1 ') -     ss    -     (methyl-piperazinyl-1')-ss        methyl          propyl]-iminostilben    bei 171 bis 174  unter 0,0005       Torr    übergeht. Aus Aceton kristallisiert die Base in  Form gelber Rhomben vom     Smp.    99 .

   Das mit  alkoholischer     Salzsäure    bereitete gelbe     Dihydro-          chlorid    schmilzt bei 245  (aus Äthanol     abs.).     



  <I>Beispiel S</I>  9,6 Teile     Iminostilben    werden in 270     Volum-          teilen        abs.        Toluol    gelöst. Unter starkem Rühren  wird bei 60-70  eine Suspension von 2,5 Teilen       Natriumamid    in     Toluol        zugetropft,    worauf das Re  aktionsgemisch 13 Stunden unter     Rückfluss    gekocht  wird.  



  Unter starkem Rühren wird bei     60     die Lösung  von 8,5 Teilen     y-(Methyl-äthyl-amino)        -ss-methyl-          propylchlorid    in 100     Volumteilen        abs.        Toluol        zuge-          tropft    und das Ganze anschliessend 16 Stunden unter       Rückfluss    gekocht.

   Hierauf zersetzt man das Reak  tionsgemisch mit Wasser und entzieht der Toluol-         schicht    die basischen Anteile durch dreimaliges Aus  schütteln mit verdünnter     Salzsäure.    Die vereinigten  Auszüge werden basisch gestellt und     ausgeäthert,    die  ätherische     Lösung    über     Kaliumcarbonat    getrocknet  und eingedampft. Der Rückstand wird im Hoch  vakuum     destilliert,    wobei das     5-[y-(Methyl-äthyl-          amino)-,B-methyl-propyl]-iminostilben    erhalten     wird.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen N-hetero- cyclischen Verbindungen der Formel EMI0003.0079 worin Y Wasserstoff oder ein Halogenatom, Z Wasserstoff oder ein Halogenatom, eines der Symbole R1 und R2 die Methylgruppe und das andere Wasser stoff, und R3 und R4 niedermolekulare Alkylreste, welche auch unter sich direkt oder über ein Sauer stoffatom oder eine niedermolekulare Alkylimino-,
    Alkanoyloxyalkylimino- oder Hydroxyalkylimino- gruppe verbunden sein können, bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Iminostilben der Formel EMI0003.0091 in Gegenwart eines Kondensationsmittels mit einem reaktionsfähigen Ester eines basischen Alkohols der Formel EMI0003.0092 umsetzt.
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