CH377841A - Verfahren zur Herstellung neuer basischer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer basischer Verbindungen

Info

Publication number
CH377841A
CH377841A CH1173963A CH1173963A CH377841A CH 377841 A CH377841 A CH 377841A CH 1173963 A CH1173963 A CH 1173963A CH 1173963 A CH1173963 A CH 1173963A CH 377841 A CH377841 A CH 377841A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
formula
preparation
radical
hydrazine
hydrazines
Prior art date
Application number
CH1173963A
Other languages
English (en)
Inventor
Jean Dr Druey
Karl Dr Schenker
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Priority to CH1173963A priority Critical patent/CH377841A/de
Publication of CH377841A publication Critical patent/CH377841A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C243/00Compounds containing chains of nitrogen atoms singly-bound to each other, e.g. hydrazines, triazanes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer basischer Verbindungen
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Hydrazinen der Formel    Ar-O-R-NH-NH2,    1 worin R einen eine Hydroxylgruppe aufweisenden aliphatischen Rest und Ar einen Arylrest bedeuten, ihrer N-Acylderivate und Hydrazone.



   Arylreste sind dabei vorzugsweise höchstens zweikernige aromatische Reste, wie Phenyl- oder Naphthylreste. Sie können substituiert sein, vor allem durch freie oder substituierte Oxygruppen, wie durch niedere aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffreste, besonders niedere Alkylreste, wie Methyl-,   Athyl-,    gerade oder verzweigte Propyl-, Butyl oder Amylreste, substituierte Oxygruppen, niedere Alkylreste, wie die obengenannten oder Halogenatome, besonders Chlor oder Brom.



   Der aliphatische Rest weist mit Vorteil nicht mehr als 8 Kohlenstoffatome auf. Insbesondere ist er ein Hydroxyalkylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen.



   Acylreste sind vor allem diejenigen von Carbonsäuren, besonders aliphatischen Carbonsäuren, wie niederen Fettsäuren, oder solche von aromatischen oder heterocyclischen Carbonsäuren.



   Die Hydrazone leiten sich vorzugsweise von aliphatischen, aromatischen oder araliphatischen Aldehyden oder Ketonen, wie niederen Alkylketonen, z. B. Aceton oder Benzaldehyden, ab.



   Die neuen Hydrazine besitzen eine wertvolle zentralerregende Wirkung mit aussergewöhnlicher Verteilung der zentralen Angriffspunkte. Sie können daher zur Steigerung zentraler Funktionen, wie z. B. bei zentralen Depressionszuständen, Verwendung finden.



  Besonders wertvoll sind Verbindungen der Formel
EMI1.1     
 und ihre Salze, worin Ph einen Phenylrest bedeutet, der, wie eingangs gezeigt, vor allem aber durch Halogenatome oder niedere Alkoxygruppen, besonders Methoxy- oder Butoxygruppen, substituiert sein kann, und Alk einen Alkylenrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen darstellt.



   Besonders hervorzuheben ist das 3-(o-Methoxy  phenoxy)-2-hydroxy-propyl-(l)-hydrazin    der Formel
EMI1.2     
 und seine Salze.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen besteht darin, dass man eine Verbindung der Formel
Ar-O-R', worin R' einen R entsprechenden, anstatt der Hydroxylgruppe eine Epoxygruppe enthaltenden aliphatischen Rest bedeutet, mit Hydrazin, einem entsprechenden Hydrazon oder Acylhydrazin umsetzt.



   Erhaltene acylierbare Verbindungen, worunter auch Verbindungen mit freien Oxygruppen zu verstehen sind, können in üblicher Weise acyliert werden.



   Die verfahrensgemässe Reaktion wird z. B. in üblicher Weise, in An- oder Abwesenheit von Verdünnungsmitteln, Kondensationsmitteln undloder Katalysatoren, bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, gegebenenfalls unter Druck, durchgeführt.  



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder lassen sich nach an sich bekannten Methoden herstellen.



   Für die genannten Verfahren lassen sich auch solche Derivate der Ausgangsstoffe verwenden, die sich unter den Reaktionsbedingungen zu den genannten Ausgangsstoffen umwandeln.



   Die neuen Verbindungen bilden Salze mit anorganischen oder organischen Säuren. Als salzbildende Säuren kommen beispielsweise in Frage:
Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure,
Phosphorsäure, Salpetersäure, Perchlorsäure; aliphatische, alicyclische, aromatische oder heterocyclische Carbon- oder Sulfonsäuren, wie
Ameisen-, Essig-, Propion-, Oxal-, Bernstein-,
Glykol-, Milch-,   2zipfel,    Wein-, Zitronen-,
Ascorbin-, Oxymalein-, Dioxymalein- oder    Brentraubensäure;   
Phenylessig-, Benzoe-, p-Aminobenzoe-,
Anthranil-, p-Oxybenzoe-, Salicyl- oder p-Aminosalicylsäure;
Methansulfon-, Äthansulfon-,   Oxyäthansulfon-,       Athylsulfonsäure;   
Toluolsulfon-, Naphthalinsulfonsäuren oder
Sulfanilsäure.



   Erhaltene Salze können in an sich bekannter Weise in die freien Basen verwandelt werden.



   Die neuen Verbindungen, ihre Salze oder entsprechende Gemische können z. B. in   Forrn    pharmazeutischer Präparate Verwendung finden. Diese enthalten die genannten Verbindungen in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen Trägermaterial.



   Im nachfolgenden Beispiel sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel    18,0    g (0,1 Mol)   l-(o-Methoxy-phenoxy)-2,3-    epoxy-propan werden mit 10   cm3    wasserfreiem Hydrazin in 100   cm3    abs. Toluol während 2 Stunden unter Rückfluss gekocht. Dann entfernt man den Rückflusskühler und destilliert das überschüssige Hydrazin mit dem Lösungsmittel ab. Diese Operation wiederholt man zweimal mit je 50 cm3 Toluol. Den Rückstand erhitzt man noch während 1 Stunde im Wasserstrahlvakuum auf   1300.    Das auf diese Weise gewonnene 3-(o-Methoxy-phenoxy)-2-hydroxy-propyl-(l)-hydrazin der Formel
EMI2.1     
 ist ein farbloses viskoses   Ö1.   



   Sein Oxalat wird wie folgt hergestellt:
10,3 g der Rohbase, in 20   cm3    Äthanol gelöst, werden zu einer heissen Lösung von 4,3 g wasserfreier Oxalsäure in 20 cm3 Äthanol gegeben. Das Oxalat beginnt nach kurzer Zeit auszukristallisieren und wird durch Zugabe von 50   cm    heissem Essigester ganz ausgefällt. Man erhält so 9,5 g farblose Kristalle vom F.   138-139".   



   Nach einmaligem Umkristallisieren aus Methanol Essigester ist das Salz in Form farbloser Nadeln vom F.   154-155     analysenrein.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von Hydrazinen der Formel Ar-O-R-NH-NH2, I worin R einen eine Hydroxylgruppe aufweisenden aliphatischen Rest und Ar einen Arylrest bedeuten, ihrer N-Acylderivate und Hydrazone, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel Ar-O-R', worin R' einen R entsprechenden, anstatt der Hydroxylgruppe eine Epoxygruppe enthaltenden aliphatischen Rest bedeutet, mit Hydrazin, einem entsprechenden Hydrazon oder Acylhydrazin umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI2.2 worin Ph einen Phenylrest bedeutet, der durch niedere Alkoxyreste, Hydroxylgruppen, niedere Alkylgruppen undloder Halogenatome substituiert sein kann, und Alk einen Alkylenrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen bedeutet, mit Hydrazin umsetzt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindung der Formel EMI2.3 mit Hydrazin umsetzt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene freie Basen in ihre Säureadditionssalze überführt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Salze in die freien Basen überführt.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung von nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten Hydrazinen der Formel I zur Herstellung entsprechender N-Acylderivate, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Hydrazine acyliert.
CH1173963A 1958-12-01 1958-12-01 Verfahren zur Herstellung neuer basischer Verbindungen CH377841A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1173963A CH377841A (de) 1958-12-01 1958-12-01 Verfahren zur Herstellung neuer basischer Verbindungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1173963A CH377841A (de) 1958-12-01 1958-12-01 Verfahren zur Herstellung neuer basischer Verbindungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH377841A true CH377841A (de) 1964-05-31

Family

ID=4376438

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1173963A CH377841A (de) 1958-12-01 1958-12-01 Verfahren zur Herstellung neuer basischer Verbindungen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH377841A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1923990B2 (de) Verfahren zur Herstellung von N-substituierten 1 ^-Dihydropyridin-S.S-dicarbonsäureestern
DE2228363A1 (de) 1,4-dihydropyridine, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als arzneimittel
CH377841A (de) Verfahren zur Herstellung neuer basischer Verbindungen
DE681505C (de) Verfahren zur Herstellung von Cyanin- bzw. Styrylfarbstoffen
CH392544A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazinderivate
AT266075B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonaniliden und deren Säureadditions- und Metallsalzen
AT242132B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Succinimidderivaten
AT203500B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Nicotinsäurehydrazid-Derivaten
AT276404B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pteridinen
AT206894B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Carbostyrilderivaten
AT203015B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 1-(p-Butoxyphenyl)-3-(p-pyridylphenyl)-2-thioharnstoffen
DE1445672A1 (de) Verfahren zur Herstellung neuer 2-Aryl-alkyl-1-Basen
AT256863B (de) Verfahren zur Herstellung neuer basischer Derivate des Dihydro-1, 3-benzoxazin-2, 4-dions
CH392547A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazine
CH423759A (de) Verfahren zur Herstellung substituierter Azulene
DD233564A1 (de) Verfahren zur herstellung von n hoch 2-(oder n hoch 4)-benzyliden-monothiooxalsaeure-hydrazid-hydrazon-amiden
AT219584B (de) Verfahren zur Herstellung neuer basischer Hydrazinverbindungen und deren Salze
AT227249B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazinverbindungen und deren Salze und Acylierungs produkte
AT323161B (de) Verfahren zur herstellung neuer 2-carboxy-4-oxo-4h, 10h(2)-benzopyrano-(4,3-g)-(1)-benzopyrane und ihrer salze
DE1620498C (de) Pteridine und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1008738B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Pyridazon-(3)-Verbindungen
DD222021A1 (de) Verfahren zur herstellung von 5-amino-4-alkyl(bzw. aryl)thio-2-aryl-thiazolen
CH521345A (de) Verfahren zur Herstellung von Tetrahydroisochinolinverbindungen
CH392546A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazine
DE1003217B (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten des 4-Amino-1,2,4-triazols