CH391703A - Verfahren zur Herstellung von neuen Carbostyrilderivaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen CarbostyrilderivatenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von neuen Carbostyrilderivaten Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Carbostyrilderivaten, die insbesondere als Arzneimittel und Zwischenprodukte zur Herstellung solcher verwendbar sind.
Carbostvrilderivate der Formel
EMI0001.0004
worin R1 einen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, welcher durch Sauerstoff unterbrochen und/oder an Dop pelbindungen durch Halogenatome substituiert sein kann, R2 Wasserstoff oder dasselbe wie R1, insbeson dere einen niederen Alkylrest, R3 Wasserstoff, ein Halogenatom, eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe, die Nitrogruppe, Cyano- gruppe oder Trifluormethylgruppe,
R4 Wasserstoff, ein Halogenatom oder eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe, Rj Wasserstoff, dasselbe wie R1 mit Ausnahme von aromatischen Resten oder eine niedere Dialkyl- aminoalkyl-, Polymethyleniminoalkyl- oder Mor- pholinoalkylgruppe, und RG Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest bedeuten, wobei nur einer der Reste R5 und R, Wasserstoff sein kann, sind bisher nicht bekannt- geworden.
Wie nun überraschenderweise gefunden wurde, besitzen diese Verbindungen und ihre Salze mit anorganischen oder organischen Säuren wert volle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere analgetische, antiphlogistische und antipyretische Wirksamkeit. Sie eignen sich z. B. zur Schmerzlinde- rung und zur Behandlung rheumatischer Krankhei ten, wobei sie per os oder parenteral verabreicht werden. In den Verbindungen der Formel I ist R1 beispielsweise durch einen Alkylrest, wie z. B. der.
Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, n-Amyl-, Isoamyl- oder n-Hexylrest, einen Alkenylrest, wie z. B. den Allyl-, ss-Methallyl- oder Crotylrest, durch den Propargylrest, den ss-Methoxyäthylrest oder ss-Äthoxyäthylrest, einen Cycloalkylrest, wie z.
B. den Cyclopentyl-, Cyclohexyl- oder Cyclöheptylrest, einen aromatischen Rest, wie z. B. den Phenyl-, o-Tolyl-, m-Tolyl-, p-Tolyl-, p-Methoxy-phenyl-, p-Äthoxy-phenyl-, m-Chlor-phenyT-, p-Chlor-phenyl , p-Fluor-phenyl- oder p-Brom-phenylrest, oder einen araliphatischen Rest, wie z.
B. den: Benzyl-, p-Methyl-benzyl-, o-methyl-benzyl-, p-Methoxy benzyl-, 3,4 Dimethoxy-benzyl-, p-Chlor-benzyl-, p-Brom-benzyl-, ss-Phenyl-äthyl- oder 9,-Phenyl-propylrest verkörpert.
R= kann beispielsweise Wasserstoff, einen der bei R, genannten. Reste sowie z. B. den Tertiärbutyl- rest, 2,5-Endomethylen-l-cyclohexenyl-(1)-methylrest oder Tetrahydrofurfurylrest bedeuten. Als Ring- substituenten R, und R,, kommen z. B.
Chlor-, Brom- oder Fluoratome, Methyl-, Äthyl- und Isopropylreste, Methoxy-, Äthoxy-, n-Propoxy-, Isopropoxy- und n-Butoxyreste sowie für R3, die in der Definition spezifisch genann ten Reste in Betracht. Vertreter von Resten R5 sind neben Wasserstoff z.
B. ausser den aromatischen Resten, die als Beispiele für R1 genannten Reste so wie die ss-Dimethylamino-äthyl-, ss-Diäthylamino-äthyl-, ss-(Di-n-butyl-amino)-äthyl-, ss-Dimethylamino-propyl-, y-Dimethylamino-propyl-, y-Diäthylamino-propyl-, y-Dimethylamino-butyl-, y-Dimethylamino-ss-methyl-propyl-, 8-Dimethylanüno-butyl-, a-Diäthylamino-butyl-, ss-Piperidino-äthyl , ss-Morpholino-äthyl-,
ss-Piperidino-propyl-, y-Pyrrolidyl-(1)-propyl-, y-Piperidino-propyl-, y-Morpholino-propyl oder ä-Piperidino-butylgruppe, und Vertreter von R, z. B. Wasserstoff und der Methyl-, Äthyl-, n-Propyl- und n-Butylrest.
Zur Herstellung von Verbindungen der Formel I setzt man Verbindungen der Formel
EMI0002.0026
mit reaktionsfähigen Estern von Verbindungen der Formel R5'-OH :1I oder Verbindungen der Formel
EMI0002.0029
mit reaktionsfähigen Estern von Verbindungen der Formel R5'-OH V oder Verbindungen der Formel
EMI0002.0032
mit mindestens 2 Mol eines reaktionsfähigen Esters einer Verbindung der Formel V, wobei R"" und R@" dasselbe wie R5 bzw.
R, mit Ausnahme von Wasser stoff bedeuten, in Gegenwart eines säurebindenden Mittels zu einer entsprechenden Verbindung der Formel I umsetzt.
Im nachfolgenden Beispiel bedeuten Teile Ge wichtsteile. Diese verhalten sich zu Volumteilen wie g zu cm3. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
<I>Beispiel</I> Eine Mischung von 10 Teilen 1-Methyl-4-mono- methylamino-carbostyril in 100 Teilen Dimethyl- formamid wird nach Zusatz von 2,5 Teilen NaH- Mineralöl (1 : 1) 1 Stunde auf 80 erwärmt. Man kühlt ab und versetzt mit 8 Teilen Methyljodid. Die Mischung wird während einer Stunde bei Zimmer temperatur und eine Stunde bei 50 gerührt. Hierauf dampft man am Vakuum das Lösungsmittel ab, nimmt den Rückstand in Äther auf, wäscht den Extrakt im Wasser, trocknet und dampft zur Trockne ein.
Der Rückstand wird an neutralem Aluminium oxyd chromatographiert. Die mit Äther-Petroläther 1 : 1 eluierten Fraktionen ergeben, aus Äther um kristallisiert, reines 1-Methyl-4-dimethylamino-carbo- styril vom Schmelzpunkt 58 .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Carbostyril- derivaten der Formel EMI0002.0055 worin R1 einen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, welcher durch Sauerstoff unterbrochen und/oder an Dop pelbindungen durch Halogenatome substituiert sein kann, R.= Wasserstoff oder dasselbe wie R1, R3 Wasserstoff, ein Halogenatom, eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe, die Nitrogruppe,Cyano- gruppe oder Trifluormethylgruppe, R4 Wasserstoff, ein Halogenatom oder eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe, R5 Wasserstoff, dasselbe wie R1 mit Ausnahme von aromatischen Resten oder eine niedere Dialkyl- aminoalkyl-, Polymethyleniminoalkyl- oder Mor- pholinoalkylgruppe, und RC. Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest bedeuten, wobei,nur einer der Reste R5 und R" Wasserstoff sein kann, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0003.0025 mit einem reaktionsfähigen Ester einer Verbindung der Formel R5"-OH III oder eine Verbindung der Formel EMI0003.0028 mit einem reaktionsfähigen Ester einer Verbindung der Formel Rs'-OH V oder eine Verbindung der Formel EMI0003.0031 mit mindestens 2 Mol eines reaktionsfähigen Esters einer Verbindung der Formel V, wobei R5" und Rs' dasselbe wie R5 bzw.R6 mit Ausnahme von Wasser stoff bedeuten, in Gegenwart eines säurebindenden Mittels zu einer entsprechenden Verbindung der Formel I umsetzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die so erhaltenen Amine der Formel I mit organischen und anorganischen Säuren in ihre Säureadditionssalze überführt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1555064A CH391703A (de) | 1960-08-10 | 1960-08-10 | Verfahren zur Herstellung von neuen Carbostyrilderivaten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1555064A CH391703A (de) | 1960-08-10 | 1960-08-10 | Verfahren zur Herstellung von neuen Carbostyrilderivaten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH391703A true CH391703A (de) | 1965-05-15 |
Family
ID=4410014
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1555064A CH391703A (de) | 1960-08-10 | 1960-08-10 | Verfahren zur Herstellung von neuen Carbostyrilderivaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH391703A (de) |
-
1960
- 1960-08-10 CH CH1555064A patent/CH391703A/de unknown
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