CH394433A - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von AzofarbstoffenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen Es wurde ein Verfahren zur Herstellung von wertvollen, mindestens eine quaternäre Ammonium gruppe aufweisenden, von Sulfonsäure- und Carbon- säuregruppen freien Azofarbstoffen gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine hetero- cyclische Diazoverbindung oder ein diazotiertes Cyananilin -mit einer Kupplungskomponente ver einigt,
wobei entweder die Diazoverbindung oder die Kupplungskomponente oder beide mindestens einen direkt oder über ein Brückenglied an einen aroma tischen Kern gebundenen Rest der Formel
EMI0001.0017
worin R1, R., R3 Kohlenwasserstoffreste und R einen Alkylenrest mit mindestens zwei Kohlenstoff atomen und X ein Anion bedeuten, aufweisen und wobei die Ausgangskomponenten von Sulfonsäure- und Carbonsäuregruppen frei sind,
und dass man im Falle der Verwendung einer eine tertiäre Amino- gruppe enthaltenden Ausgangskomponente diese tertiäre Aminogruppe im erhaltenen Azofarbstoff quatemisiert.
Die Herstellung der im Patentanspruch der schweiz. Patentschrift Nr. 336140 beschriebenen; Verbindungen wird nicht umfasst. Gegenstand dieser Patentschrift ist ein Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Monoazofarbstoffen der Formel
EMI0001.0034
in welcher R, einen niedrigen Alkylrest, R2 einen niedrigen aliphatischen Rest, R.;
, einen organischen Rest bedeutet, oder in welcher die Substituenten am quatemären Stickstoffatom zusammen mit diesem eine monocyclisch heterocycl'ische Gruppe bilden, R4 und R, Wasserstoff oder einen organischen Rest, Z einen geradkettigen oder verzweigten Alkylenrest mit 1-3 C-Atomen, A ein organisches oder anorganisches Anion bedeutet,
und worin sich die Gruppierung
EMI0001.0050
in meta- oder para-Stellung zur Azogruppe befindet, ferner jeder Benzolring höchstens 2 Substituenten trägt, dadurch gekennzeichnet, dass man ein diazo- tiertes Aminobenzoylalkylammoniumsalz mit einem Arylamin kuppelt.
Die Alkylenammoniumgruppen können beispiels weise über eine Aminogruppe, über eine Carbon- säure- oder Sulfonsäureamidgruppe oder in Form einer Carbonsäureeste baruppe an einen aromatischen Kern gebunden sein.
Die Kupplung der Ausgangskomponenten kann in der für diese Farbstoffe üblichen Weise je nach Art der verwendeten Komponenten in wässrigen oder organischen Säuren bis alkalischem Medium erfolgen. Hierbei können die nichtaromatisch (extern) gebun denen Aminogruppen bzw. die quaternären Ammo- niumgruppen entweder in der Diazo- oder in der Azokomponente enthalten sein.
Die quaternären Ammoniumverbindungen werden aus den tertiären Aminen beispielsweise durch Umsetzung mit Alkyl- halogeniden gewonnen.
Im übrigen können die Azofarbstoffe neben die sen Gruppen noch andere, in der Azochemie übliche Substituenten, mit Ausnahme von Sulfonsäure- und Carbonsäuregruppen, aufweisen.
Für die Herstellung der Farbstoffe sind beispiels weise die Diazoverbindungen folgender Amine ge eignet: 1-Amino-4-cyan-benzol, 1-Amino-2,4-dicyan-benzol, 1-Amino-2,4-dicyan-6-methyl-benzol, 1-Amino-3-chlor-4-cyan-benzol, 1-Amino-2,5-dicyan-benzol, 1-Amino-3,5-dichlor-4-cyan-benzol, 1-Amino-2-cyan-4-chlor-benzol, 1-Amino-4-nitro-6-cyan-benzol, 2-Amino-5-nitro-thiazol. Geeignete Kupplungskomponenten sind beispiels weise:
1-Oxy-4-methyl benzol, 1-(ss-Dimethylamino-äthylamino)-benzol, 1-(ss-Dimethylamino-äthylamino)-3-methyl-benzol, 1-(ss-Diäthylamino-äthylamino)-3-methyl-benzol, 1-(N-Äthyl-N-ss-dimethylamino-äthylamino)- 3-methyl-benzol, 1-(N Dimethylamino-äthyl-N-butylamino)-benzol, 1-(Diäthylamino-äthyl)-äthylamiro-3-methyl- benzol, 1-(N-ss-Dimethylamino-äthyl-N-oxäthyl-amino)- 3-methyl-benzol,
1-(N Äthyl-N-dimethylamino-äthylamino)- 2-methoxy-5-methyl-benzol, 1-(f-Dimethylamino-äthylamino)-2-methoxy- 5-methyl-benzol, 1-(ss-Dimethylamino-äthylamino)- 2,5-dimethoxy-benzol, 1-(N-Äthyl-N-dimethylamino-äthylamino)- 2,5-dimethoxy-benzol, 1-Amino-3-(dimethylamino)-methyl-benzol sowie die Quaternierungsprodukte dieser Verbin dungen;
2-Oxynaphthalin, 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-(dimethylamino)- äthylester, 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure-methylester, 1-Phenyl-3-methylpyrazolon-(5), ir-Tetrahydro-3, 6'-dioxy-7,8,1',2'-benzochinolin, N-Methyl-N-ss-aminoäthyl-aminobenzol, 1-(N Äthyl-N-aminomethyl)-amino- 3-methylbenzol, 1-(N-ss-Methylamino-äthyl)-amino-3-methyl- benzol, 1-(N-Äthyl-N-ss-methylamino-äthyl)
-amino- 3-methyl-benzol, 1-(N-Äthyl-N-ss-aminoäthyl)-amino- 3-methyl-benzol, 1-(N-ss-Aminoäthyl)-amino-3-methyl-benzol. Die nach dem vorliegenden Verfahren erhältli chen Monoazofarbstoffe sind in Form ihrer Salze in Wasser gut löslich.
Die neuen carbonsäure- und sulfonsäuregruppenfreien Azofarbstoffe, insbesondere diejenigen, die mindestens eine über ein Brückenglied an einen aromatischen Kern gebundene Ammonium gruppe im Molekül enthalten, eignen sich vorteilhaft zum Färben von Polymerisaten bzw. Mischpolymeri- saten auf Acrylnitril- bzw. Dicyanäthylenbasis.
Die Farbstoffe können in üblicher Weise, z. B. aus saurer Lösung, auf die Polyacrylnitrilfaser auf gezogen werden. Die so erhaltenen Färbungen zeich nen sich durch gute Echtheitseigenschaften aus.
<I>Beispiel 1</I> In 1620 Gewichtsteilen Schwefelsäure (66 B6) und 204 Volumteilen (wobei sich Gewichtsteile zu Volumteilen wie g zu ml verhalten) Nitrosylschwefel- säure werden unter gutem Rühren 183 Gewichtsteile 5-Chlor-2-cyananilin bei 0-15 C eingetragen und nachgerührt, bis eine homogene Lösung entstanden ist.
Diese wird dann unter Rühren in eine Lösung von 308 Gewichtsteilen N-(ss-Trimethylammonium- äthyl)-N-äthyl-m-toluidinchlorid und 20 g Amido- sulfonsäure in 1200 Volumteilen Wasser unter Zu gabe von insgesamt 6000 Gewichtsteilen Eis zulaufen gelassen. Dann wird mit Natronlauge neutralisiert und der ausgefallene Farbstoff scharf abgesaugt und getrocknet. Der Farbstoff entspricht der allgemeinen Formel
EMI0002.0104
und löst sich in Wasser leicht mit oranger Farbe.
<I>Färbevorschrift:</I> In einem Färbebad, das 1 % des obigen Farb stoffes, berechnet auf das Fasergewicht, enthält, wer den 5 g Polyacrylnitrilfaser ohne weitere Zusätze im Flottenverhältnis 1 :40 neutral gefärbt. Man geht mit der Ware bei 40-50 C ein, treibt innerhalb 20-30 Minuten zum Kochen und kocht eine Stunde. Anschliessend wird gespült und getrocknet. Man er hält ein gelbstichiges Orange mit guten Nassechthei- ten, insbesondere aber Sublimier- und Bügelechtheit.
<I>Beispiel 2</I> In gleicher Weise wie in Beispiel 1 wird durch Diazotieren von 172 g 2,4-Dicyananilin und Kuppeln mit der gleichen Base ein Farbstoff erhalten, der sich in Wasser mit gelbstichig roter Farbe löst. <I>Färbevorschrift:</I> In einem Färbebad, das 1 % des Farbstoffes, be rechnet auf das Fasergewicht, enthält, werden 3 g Polyacrylnitrilfaser unter Zusatz von 3 % Essigsäure (bezogen auf das Gewicht des Färbegutes) im Flot tenverhältnis von 1 : 40 gefärbt. Man geht mit der Ware bei 40-50 C ein, treibt innerhalb von 20 bis 30 Minuten zum Kochen und kocht eine Stunde.
An schliessend wird gespült und getrocknet. Man erhält ein gelbstichiges Rot mit guter Licht- und Mass echtheit und insbesondere guter Bügel- und Sublimier- echtheit.
<I>Beispiel 3</I> Ebenso wird mit der gleichen Base wie in Bei spiel 1 ein Farbstoff erhalten, der sich in Wasser mit bordeauxroter Farbe löst, wenn man als Diazo- komponente 196 g 2-Cyan-4-nitranilin einsetzt und im übrigen in der gleichen Weise vorgeht wie im Beispiel 1.
Dieser Farbstoff weist folgende Zusammen setzung auf:
EMI0003.0018
und liefert auf Polyacrylnintrilfaser unter Zusatz von 2 % Soda (bezogen auf das Gewicht des Färbegutes), im Flottenverhältnis von 1 :40 gefärbt, eine bor- deauxfarbene Färbung mit guter Licht- und Mass echtheit und insbesondere guter Bügel- und Subli- mierechtheit. In analoger Weise lassen sich aus den entspre chenden Ausgangskomponenten die in der folgenden Tabelle angeführten Farbstoffe herstellen, mit denen man ebenfalls wertvolle Färbungen auf Polyacryl nitrilfaser erhält.
EMI0003.0024
EMI0004.0001
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von mindestens eine quaternäre Ammoniumgruppe aufweisenden, von Sulfonsäure- und Carbonsäuregruppen freien Azo- farbstoffen mit Ausnahme der im Patentanspruch der schweiz. Patentschrift Nr.336 140 beschriebe nen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine hetero- cyclische Diazoverbindung oder ein diazotiertes, gegebenenfalls substituiertes Cyananilin mit einer Kupplungskomponente vereinigt, wobei entweder die Diazoverbindung oder die Kupplungskomponente oder b ide mindestens einen direkt oder über ein Brückenglied an einen aromatischen Kern gebun denen Rest der Formel EMI0005.0017 worin R1, R#" R.,Kohlenwasserstoffreste und R einen Alkylenrest mit mindestens zwei Kohlenstoff atomen und X ein Anion bedeuten, aufweisen und wobei die Ausgangskomponenten von Sulfonsäure- und Carbonsäuregruppen frei sind, und dass man im Falle der Verwendung einer eine tertiäre Amino- gruppe enthaltenden Ausgangskomponente diese tertiäre Aminogruppe im erhaltenen Azofarbstoff quaternisiert. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein diazotiertes Cyananilin, das Halogen-, Alkyl- oder Nitrogruppen enthalten kann, mit einer Verbindung der Formel EMI0005.0036 wobei R einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoff atomen, R1 einen Alkylenrest mit 2 oder 3 Kohlen stoffatomen, X eine Alkylammoniumgruppierung und R, Wasserstoff oder Alkyl bedeuten, in p-Stel- lung zur Aminogruppe kuppelt.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein diazotiertes 2-Amino- thiazol oder 2-Aminothiodiazol-1,3,5 mit einer Ver bindung der Formel EMI0005.0050 wobei R einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoff atomen, R1 einen Alkylenrest mit 2 oder 3 Kohlen stoffatomen, X eine Alkylammoniumgruppierung und R2 Wasserstoff oder Alkyl bedeuten, in p-Stel- lung zur Aminogruppe kuppelt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1377160A CH420418A (de) | 1955-12-29 | 1956-12-01 | Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF19188A DE1011396B (de) | 1955-12-29 | 1955-12-29 | Verfahren zum Faerben von Polymerisaten bzw. Mischpolymerisaten aus Acrylnitril- bzw. asymmetrischem Dicyanaethylen |
| DEF19855A DE1014519B (de) | 1956-03-22 | 1956-03-22 | Verfahren zum Faerben von Polymerisaten bzw. Mischpolymerisaten aus Acrylnitril- bzw. asymmetrischem Dicyanaethylen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH394433A true CH394433A (de) | 1965-06-30 |
Family
ID=25973945
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH4019156A CH394433A (de) | 1955-12-29 | 1956-12-01 | Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH394433A (de) |
-
1956
- 1956-12-01 CH CH4019156A patent/CH394433A/de unknown
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