CH398953A - Verfahren und Vorrichtung zum Füllen von in Formmaschinen angeordneten Vielfachformen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Füllen von in Formmaschinen angeordneten VielfachformenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Füllen von in Formmaschinen angeordneten Vielfachformen Zum Einfüllen von z. B. Schaumkunststoffteilchen in Formen, in welchen diese Partikeln einer weiteren Behandlung ausgesetzt werden sollen, sind bisher hauptsächlich zwei Arbeitsverfahren angewandt worden: a) entweder das Einfüllen mittels einzelner, von den Formen getrennt verwendbarer PressluftFüllzy- linder mit Füllschlauch oder Fülltrichter und einem Einfüllmundstück oder b) mittels auf den Formen fest angeordneter Einfültzylinder. Die Arbeitsweise nach a) wird vorzugsweise zum Füllen von Einzelformen im Handbetrieb benutzt, während die Arbeitsweise nach b) fast ausnahmslos zum automatischen Füllen ganzer Formensätze in sogenannten Verfonmungsmaschinen Anwendung findet. Die Einfüllöffnungen bei dem Verfahren nach a) werden unabhängig von der Füllvorrichtung ge- öffnet und geschlossen, während bei b) das Öffnen und Schliessen durch einen im Einfüllzylinder angeordneten Verschlusskolben übernommen wird. Es hat sich nun gezeigt, dass die Methode nach b) dann nicht angewandt werden kann, wenn die Formen z. B. zur zusätzlichen Erwärmung von aussen in einen Dampfdruckbehälter gebracht werden sollen. In diesem Falle müssen die gesamten Material- zuführungsteile, wie Vorratsbehälter und Verbin düngsleitungen ausserhalb des Behandlungsraumes bleiben, so dass unüberwindliche Dichtungsprobleme an dbn Durchgangsstellen zum Behandlungsraum entstehen. Da anderseits bei Massenproduktion auf eine aubomatische Füllung ganzer Formensätze nicht verzichtet werden kann, war es erforderlich, unter Beibehaltung der wesentlichen Vorteile des Verfahrens nach b), eine neue Methode zu finden. Diese Methode besteht darin, eine beliebige Anzahl von Füllvorrichtungen gegenüber den Formen so anzuordnen, dass sie z. B. durch eine mechanische Bewegung für die Zeit des Füllvorganges mit den Füllöffnungen in Verbindung gebracht und hernach wieder getrennt werden können. Die vorgeschlagene Arbeitsmethode erlaubt es dann, die Formen nach der Füllung weiterzubehan dem, ohne dass auf die Füllvorrichtungen Rücksicht genommen werden muss. In dieser Beziehung ist die Arbeitsweise zwar der Formfüllung mittels einzelner von Hand betätigter Füllvorrichtungen ähnlich, sie unterscheidet sich jedoch wesentlich davon, durch die Möglichkeit eine einmal getroffene Anordnung von z. B. 20 pneu matischen Füllzylindern in dauernd gleicher Weise zur Wirkung kommen zu lassen, wodurch die Vor aussetzu, ngen für die Automatisierung des Arbeitsablaufes gegeben sind. Es sei noch erwähnt, dass die Arbeitsweise nicht zu vergleichen ist mit den bekannten Vorgängen, z. B. beim Flaschenfüllen. Hier kann zwar auch eine grö ssere Anzahl von Flaschen gleichzeitig durch einen mittels entsprechender Vorrichtungen heb- und senkbaren Mehrfachfüllkopf gefüllt werden, in diesem Falle werden jedoch die Flaschenbatterien zur Füllvorrichtung hinbewegt und verlassen diese wieder, ohne dass eine über den Augenblick des Füllvorganges hinausgehende ständige Verbindung bestehen bleibt. Eine solche Arbeitsweise ist jedoch beim erfindungsgemässen Verfahren nicht möglich, da die zu füllenden Formen aus Gründen, die in dem nach dem Füllvorgang liegenden Arbeitsablauf zu suchen sind, feststehend angeordnet werden müssen. Die Arbeitsweise und eine entsprechende Vorrichtung zu ihrer Anwendung werden anhand der Zeichnung beispielsweise näher beschrieben. Die Zeichnung zeigt eine Verformungsmaschine für die Herstellung von Formteilen aus Kunstschaumstoff in zwei Arbeitspositionen. Die Maschine besteht aus einem druckdicht verschliessbaren Behälter, in dessen Innerem beispielsweise neun Stück Formen von der Grösse einer Reiseschreibmaschine untergebracht sind. Zur Ausführung des Verformungsvorganges. muss der Druckraum, der bei dem gewählten Beispiel durch das Behälteroberteil 1 und das Behälterunterteil 2 gebildet wird, möglichst druckdicht verschlossen sein. Zum Füllen der Formen ist es erforderlich, das Behälteroberteil so weit zu öffnen, dass die Fülleinrichtung 3 über die Formen im Behälterunterteil 2 durch Schwenken in ihren Lagern mittels des Arbeitszylinders 4 gebracht werdien. Es kann zweckmässig sein, nach der Bewegung der Fülleinrichtung in die Parallelposition gegenüber den Formen eine zweite im rechten Winkel hierzu angesetzte Bewegung zur Einführung in die oder zur Anpassung an die Einfüllöffnungen der Formen durchzuführen. An der Fülleinrichtung 3 stellen beispielsweise dar: 5 die Pressluftleitungen zu den Füllzylindern, 6 die Ausgangsleitungen, mittels derer das Einfüllgut aus dem Vorratsbehälter 7 den Füllzylindern 8 zugeführt wird. Vorstehend wurde die Vorrichtung zum Füllen am Beispiel einer Dampfdruckformmaschine beschrieben. Die gleiche Vorrichtung lässt sich auch bei anderen Arbeitsweisen verwenden, wie z. B. bei der Verformung unter Hochfrequenzerwärmung, bei der aus Gründen der elektrischen Spannungsleitungen ebenfalls die Anbringung von mit den Formen festverbundenen Füllvorrichtungen nicht möglich ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Füllen von in Formmaschinen angeordneten Vielfachformen, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllvorrichtungen gegenüber der Formmaschine und den darin angeordneten Formen so angebracht sind, dass sie innerhalb gleicher Arbeitsabläufe in immer gleicher Weise zur Ausführung des Füllvorganges aus einer Ruhestellung in die Arbeitsstellung gebracht werden können.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rahmen oder ein Platte an einer Formmaschine für Vielfachformen so gelagert ist, dass er (sie) mittels einer Drehvorrichtung aus seiner (ihrer) Ruhestellung in eine Lage gegenüber den Formen gebracht werden kann, bei der mehrere auf dem Rahmen oder auf der Platte angebrachte Füllvorrichtungen bei der Schwenkbewegung des Rahmens oder der Platte in die Einfüllöffnungen der Formen eingeführt oder auf deren Rand zum Aufliegen gebracht werden.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung und die Lösung der Verbindung zwischen Einfülivorrichtungen und Füllöffnungen mittels einer Führungsvorrichtung durch eine seitliche und eine hierzu im rechten Win kel verlaufende Bewegung herbeigeführt wird.2. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass die Füllvorrichtungen auf ihrem Träger für den Austausch der Formensätze versetzt und neuen Positionen der Einfüllöffnungen angepasst werden können.3. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf zudem Träger für die Füllvorrichtungen und mit diesem verbunden ein Materialvorratsbehälter angeordnet ist, der die Bewegungen des Trägers mitmacht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH124462A CH398953A (de) | 1962-01-30 | 1962-01-30 | Verfahren und Vorrichtung zum Füllen von in Formmaschinen angeordneten Vielfachformen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH124462A CH398953A (de) | 1962-01-30 | 1962-01-30 | Verfahren und Vorrichtung zum Füllen von in Formmaschinen angeordneten Vielfachformen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH398953A true CH398953A (de) | 1966-03-15 |
Family
ID=4205839
Family Applications (1)
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| CH124462A CH398953A (de) | 1962-01-30 | 1962-01-30 | Verfahren und Vorrichtung zum Füllen von in Formmaschinen angeordneten Vielfachformen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH398953A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3392013A1 (de) * | 2017-04-21 | 2018-10-24 | Peter Kröner GmbH | Injektor, vorderteil für einen injektor, verfahren und produktionsanlage zur herstellung von formteilen aus kunststoff |
-
1962
- 1962-01-30 CH CH124462A patent/CH398953A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3392013A1 (de) * | 2017-04-21 | 2018-10-24 | Peter Kröner GmbH | Injektor, vorderteil für einen injektor, verfahren und produktionsanlage zur herstellung von formteilen aus kunststoff |
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