CH406234A - Verfahren zur Herstellung neuer Pyrazolopyrimidine - Google Patents
Verfahren zur Herstellung neuer PyrazolopyrimidineInfo
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- CH406234A CH406234A CH6054358A CH6054358A CH406234A CH 406234 A CH406234 A CH 406234A CH 6054358 A CH6054358 A CH 6054358A CH 6054358 A CH6054358 A CH 6054358A CH 406234 A CH406234 A CH 406234A
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Description
Verfahren zur Herstellung neuer Pyrazolopyrimidine Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 5 -Alkyl- 6 -halogen-4-oxo-4,5-di- hydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidinen.
Diese Verbindungen. können im Pyrazolring be liebig substituiert sein. Insbesondere tragen sie an einem der beiden Pyrazolringstickstoffatome eine niedere Alkylgruppe, z. B. Methyl oder Isopropyl. Der Alkylrest in 5-Stellung ist vor allem niederer Natur, wie eine Methyl- oder Äthylgruppe, das Halogenatom in 6-Stellung vorzugsweise Chlor oder Brom.
Die neuen Verbindungen. besitzen wertvolle Eigenschaften. So sind sie antibakteriell und anti- mykotisch wirksam. Vor allem zeigen sie Coronar- erweiterung. Sie können daher als Heil- oder Des infektionsmittel verwendet werden. Dank der Reak tionsfähigkeit ihres Halogenatoms sind sie jedoch auch wichtige Zwischenprodukte für die Herstellung von Heilmitteln. So kann das Halogenatom in üblicher Weise gegen Alkoxygruppen ausgetauscht werden.
Die erhaltenen Alkoxyverbindungen besitzen coronarerweiternde und diuretische Wirkung.
Besonders wertvoll sind die Verbindungen der Formeln
EMI0001.0029
worin R einen Alkylrest, z. B. Methyl oder Iso- propyl, R, einen Alkylrest, z. B. Methyl oder Äthyl, und Hal Chlor oder Brom bedeuten.
Hervorzuheben sind das 2,5-Dimethyl-4-oxo-6-chlor-4,5-dihydro- pyrazolo[3,4-d]pyrimidin, das 2-Isopropyl-4-oxo-5-methyl-6-chlor- 4,5-dihydro-pyrazofb[3,4-d]pyrimidin, das 1-Isopropyl=4-oxo-5-äthyl6-chlor- 4,5-dihydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidin und das 1-Isopropyl-4-oxo-5-methyl-6-chlor- 4,5-dihydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidin. Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass man 6-Oxy-5-alkyl-4-oxo-4,5-dihydro-pyrazolo- [3,
4-d]pyrimidine mit Phosphorsäurehalogeniden, wie Phosphoroxy- oder -pentachlorid oder -bromid, behandelt.
Die verfahrensmässigen Reaktionen können in An- oder Abwesenheit .von Verdünnungsmitteln, zweckmässig bei erhöhter Temperatur, gegebenenfalls in Anwesenheit von Katalysatoren bzw. Kondensa tionsmitteln, durchgeführt werden.
Die 5-Alkyl-Ausgangsstoffe lassen sich gemäss Patent Nr. 398 619 durch Umsetzung von 3-Amino- pyrazol-4-carbonsäureäthylester mit Alkylisocyanaten erhalten. Andere Ausgangsstoffe sind bekannt oder können nach an sich bekannten Methoden gewon nen werden.
Die oben beschriebenen Pyrazolopyrimidine kön nen z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Ver wendung finden.
In den nachfolgenden Beispielen sind die Tempe raturen in Celsiusgraden. angegeben.
<I>Beispiel 1</I> 3 g 1,5-Dimethyl-4,6-dioxo-4,5,6,7-tetrahydro- pyrazolo[3,4-d]pyrimidin werden mit 60 cm3 Phos- phoroxychlorid versetzt und am Rückfluss zum Sieden erhitzt. Nach etwa 3 Stunden ist die Substanz in Lösung, und man kocht noch weitere 5 Stunden am Rückfluss. Die Reaktionslösung wird im Wasser strahlvakuum bei einer Temperatur von etwa 60 eingedampft.
Den Rückstand gibt man auf Eis, stellt mit 2n Natronlauge auf pH = 10 und extrahiert mit Chloroform. Die Chloroformlösung wird einge dampft und der Rückstand aus Äther umkristallisiert. Man erhält so das 1,5-Dimethyl-4-oxo-6-chlor-4,5- dihydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidin der Formel
EMI0002.0011
vom F. 177-178 .
<I>Beispiel 2</I> 4 g 1-Isopropyl-4,6-dioxo-5-methyl-4,5,6,7-tetra- hydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidin werden mit 60 cm3 Phosphoroxychlorid versetzt und 8 Stunden zum Sieden erhitzt. Nach etwa 1 Stunde geht die Substanz in Lösung. Zur Aufarbeitung wird die Reaktions lösung im Vakuum bei maximal 50 eingeengt. Den Rückstand gibt man auf Eis, stellt mit 2n Natron lauge auf pH = 10 und extrahiert mit viel Äther.
Aus der eingedampften Ätherlösung erhält man das 1-Isopropyl 4-oxo-5-methyl-6-chlor-4,5-dihydro- pyrazolo[3,4-d]pyrimidin der Formel
EMI0002.0025
vom F.100-101 . Nach Umkristallisieren aus Petrol- äther steigt der Schmelzpunkt auf 103-104 .
<I>Beispiel 3</I> 4 g 1-Isopropyl- 5 -äthyl-4,6-dioxo-4,5,6,7-tetra- hydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidin werden mit 25 cm3 Phosphoroxychlorid 8 Stunden am Rückfluss gekocht. Zur Aufarbeitung wird die Reaktionslösung im Va kuum bei maximal 60 eingedampft. Den Rückstand gibt man auf Eis, stellt mit 2n Natronlauge auf pH = 10 und extrahiert mit Äther.
Aus der einge- dampften Ätherlösung erhält man das 1-Isopropyl-4-oxo-5-äthyl-6-chlor-4,5-dihydro- pyrazolo[3,4-dlpyrimidin der Formel
EMI0002.0045
vom F. 64-65 . Nach Umkristallisieren aus Petrol- äther steigt der Schmelzpunkt auf 65-66 . <I>Beispiel 4</I> 4 g 2-Isopropyl-4,6-dioxo-5-methyl-4,5,6,7-tetra- hydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidin werden mit 50<B><I>cm'</I></B> Phosphoroxychlorid zum Sieden erhitzt.
Nach 2 Stunden geht die Substanz in Lösung, und man kocht noch 6 Stunden weiter. Die Reaktionslösung wird im Vakuum bei maximal 50 eingeengt; anschliessend stellt man unter Kühlung auf pH = 10 und extra hiert mit viel Äther. Aus der eingedampften Äther lösung erhält man das 2-Isopropyl-4-oxo-5-methyl- 6-chlor-4,5-dihydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidin der Formel
EMI0002.0058
vom F. 148-150 .
<I>Beispiel 5</I> 4 g 2,5-Dimethyl - 4,6 - dioxo-4,5,6,7-tetrahydro- pyrazolo[3,4-d]pyrimidin werden mit 130 cm3 Phos- phoroxychlorid 19 Stunden am Rückfluss gekocht. Nach dem Abkühlen trennt man das ungelöste Aus gangsprodukt ab und dampft das Filtrat ein. Den Rückstand gibt man auf Eis, stellt mit 2n Natron lauge alkalisch und extrahiert mit Chloroform.
Aus der eingedampften Chloroformlösung erhält man durch Umkristallisieren aus Aceton das 2,5-Dimethyl-4-oxo-6-chlor-4,5-dihydro- pyrazolo[3,4-d]pyrimidin vom F. 199-200 .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer 5-Alkyl-6 halo- gen-4-oxo-4,5-dihydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidine, da durch gekennzeichnet, dass man ein 5-Alkyl-4,6-di- oxo - 4,5,6,7-tetrahydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidin mit einem Phosphorsäurehalogenid behandelt.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Reaktion mit einem Phos- phoroxyhalogenid oder einem Phosphorpentahalo- genid vornimmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion mit Phosphoroxychlorid vornimmt. 3.Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man 2,5-Dimethyl-4,6-dioxo-4,5,6,7-tetrahydro- pyrazolo[3,4-d]pyrimidin, EMI0003.0006 2-Isopropyl-5-methyl <SEP> 4,6-dioxo-4,5,6,7-tetra hydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidin, <tb> 1-Isopropyl-5-äthyl'-4,6-dioxo-4,5,6,7-tetra hydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidin <SEP> oder <tb> 1-Isopropyl-5-methyl-4,6-dioxo-4,5,6,7-tetra hydro-pyrazolo[3,4-d]pyrimidin <tb> als <SEP> Ausgangsstoff <SEP> verwendet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6054358A CH406234A (de) | 1958-06-13 | 1958-06-13 | Verfahren zur Herstellung neuer Pyrazolopyrimidine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6054358A CH406234A (de) | 1958-06-13 | 1958-06-13 | Verfahren zur Herstellung neuer Pyrazolopyrimidine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH406234A true CH406234A (de) | 1966-01-31 |
Family
ID=4523037
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH6054358A CH406234A (de) | 1958-06-13 | 1958-06-13 | Verfahren zur Herstellung neuer Pyrazolopyrimidine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH406234A (de) |
-
1958
- 1958-06-13 CH CH6054358A patent/CH406234A/de unknown
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