CH408944A - Verfahren zur Herstellung von Chinacridin-7,14-dionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chinacridin-7,14-dionen

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CH408944A
CH408944A CH7780459A CH7780459A CH408944A CH 408944 A CH408944 A CH 408944A CH 7780459 A CH7780459 A CH 7780459A CH 7780459 A CH7780459 A CH 7780459A CH 408944 A CH408944 A CH 408944A
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CH7780459A
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Bohler Hans
Fritz Dr Kehrer
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B48/00Quinacridones

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von     Chinaeridin-7,14-dionen       Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Herstellung von     Chinacridin    - 7,14 -     dionen.    Dabei       kondensiert    man 1     Mol    einer     2,5-Dihalogentere-          phthalsäure    oder ihres Esters     gleichzeitig    oder in  beliebiger Reihenfolge mit 0,1 bis 2     Mol        eines     negativ     substituierten        An-iinobenzols    und 1,

  9 bis  0     Mol    eines gegebenenfalls substituierten     Amino-          benzols,    wobei die umzusetzenden     Aminobenzale    in  mindestens einer     ortho-Stellung    zur     Aminogruppe     von     Substituenten    frei sein müssen, und führt die  erhaltene     2,5-Diarylaminotexephthalsäure    bzw. deren  Ester durch Erhitzen     mit    einem sauren Kondensa  tionsmittel in ein     Chinacridin-7,14-dion    über.  



  Die Kondensation der     2,5-Dihalogenterephthal-          säure    bzw. ihres Esters mit dem bzw. den aroma  tischen Aminen kann in einem polaren Lösungsmit  tel oder     Lösungsmittelgemisch    ausgeführt werden,  z. B. in Wasser, Glycerin,     Äthylenglykol    oder Alko  holen oder in Gemischen aus Wasser und     Äthylen-          glykol    oder Wasser und     Glycerin.    Vorzugsweise  kondensiert man in Gegenwart von Kupfer oder  einer Kupferverbindung und eines säurebindenden  Mittels im     pH    Bereich von 2 bis 12, vorzugsweise  zwischen den     pH-Werten    4 und 9, und bei Tempe  raturen über 70  C, z.

   B. zwischen 70 und 160  C.  



  Man kann in einer Stufe mit einem einzigen ne  gativ substituierten     Aminobenzol    oder mit einem  Gemisch aus zwei voneinander verschiedenen, nega  tiv substituierten     Aminobenzolen    oder mit einem  Gemisch aus mindestens 0,1     Mol    eines negativ  substituierten     Aminobenzols    und höchstens 1,9     Mol     eines andern, nicht negativ     substituierten        Amino-          benzols    kondensieren.

   Vorzugsweise jedoch wird die  Kondensation zur     2,5-Diarylaminoterephthalsäure    in  zwei Stufen über das     Monokondensationsprodukt          2-Arylamino-5-halogenterephthalsäure    ausgeführt.  Dabei kondensiert man eine 2,

  5-Dihalogenterephthal-    säure in     einer    ersten Stufe mit     einem        Aminobenzol     oder einem Gemisch aus zwei     voneinander    verschie  denen     Aminobenzolen        zu    einer     2-Arylamino-5-halo-          gen        terephthalsäure    und diese in     einer    zweiten Stufe  mit einem     Aminobenzol    oder einem Gemisch aus  zwei voneinander verschiedenen     Aminobenzolen    zur       2,5-Diarylamiho-terephthalsäure,    wobei man dafür  zu sorgen hat,

   dass in der ersten und/oder     in    der  zweiten Kondensationsstufe mindestens 0,1     Mol     eines negativ substituierten     Aminobenzols    umgesetzt  wird.  



  Als negative     Substituenten    der     Aminobenzole     kommen Cyan-,     Alkylsulfonyl-,        Arylsulfonyl-,        Tri-          fluormethyl-,        Acyl-,        Carbonsäureester-    und     Sulfon-          säureestergruppen    in Betracht. Besonders geeignete  negativ     substituierte        Aminobenzole    sind z. B.  



  1     Amino-2-,    -3- oder     -4-cyan-,        -methylsulfonyl-,          -phenylsufonyl    ,     -trifluormethyl-,        -acetyl-    oder       -benzoyl-benzole    und       1-Aminobenzol-2-,    -3- oder     -4-carbonsäure=          methylester    oder     -sulfonsäuremethylester,     welche noch weitere     Substituenten    aus der Reihe  der     Methyl-,        Äthyl-,        Methoxy-,        Äthoxy-,

          Fluor-,     Chlor-, Brom- und Nitrogruppen tragen können,  ferner       Amino-dicyan-benzole,          Amino-di-(methylsulfonyl)-benzole,          Amino-di-(trifluormethyl)-benzole,          Amino-benzol-di-(carbonsäuremethylester),          Amino-benzol-di-(sulfonsäuremethylester),          Amino-di-acetyl-benzole,          Amino-di-benzoyl-benzole    und       Amino-acetyl-benzoyl-benzole.     Zu     dibser        Umsetzung    geeignete Kupferverbin  dungen sind z.

   B.     Kupfer-II-acetat,        -chlorid,        -sulfat,          -oxyd    oder     -hydroxyd,        Kupferoxydul    oder     Kupfer-l-          chlorid,    ferner organische     Kupfersalze,    wie Kupfer-           octoat,        Kupferbenzoat    oder das     Kupfersalz    der     2,5-          Dihalogenterephthalsäure,    während als     Kupfer    vor  zugsweise     Raney-Kupfer    zu verwenden. ist.

   Man  setzt vorteilhaft eine kleine Menge, z. B. 1 bis 10     7ö,     bezogen auf die     2,5-Dihalogenterephthalsäure,    des  Kupfersalzes oder des     Raney-Kupfers    ein; man kann  aber auch eine     äquimolekulare    Menge der Kupfer  verbindung verwenden.  



  Unter den säurebindenden Mitteln seien die fol  genden genannt: Natrium- und     Kaliumcarbonat,        -bi-          carbonat    und     -acetat,    Mononatrium-, Monokalium-,       Dinatrium-    und     Dikaliumphosphat,    Borax oder     ein          überschuss    an     verwendetem    aromatischem Amin.

    Man setzt diese säurebindenden Mittel vor Beginn  der Reaktion zu oder man gibt sie in kleinen An  teilen während der Reaktion als feste feinpulveri  sierte     Substanzen    oder als Lösungen zu; im letzteren  Fall kann man auch als säurebindende Mittel Lö  sungen von     Natrium    oder     Kaliumhydroxyd    verwen  den. Man setzt nur so viel zu, dass der     pH-Wert     des     Reaktionsgemisches    im gewünschten Bereich  liegt.  



  Eine besonders interessante Ausführungsform  des Verfahrens besteht darin, dass man das Kupfer  salz der     2,5-Dihalogenterephthalsäure    mit einem       überschuss    des     definitionsgemässen    Amins in Wasser  in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, wie Na  trium- oder     Kaliumacetat,    unter     Rückfluss    kocht und  das Kondensationsprodukt durch Ansäuern mit Salz  säure abscheidet.  



  Die Trennung des     Reaktionsgemisches,    welches  je nach     Bedingungen    hauptsächlich in     Richtung    von       Monokondensationsprodukten,    z. B.     2-Chlor-5-aryl-          aminoterephthalsäure    oder von     Dikondensationspro-          dukten,    z.

   B.     2,5-Diarylamino-terephthalsäure,    ge  lenkt werden kann, erfolgt durch Lösen des Roh  produktes in verdünnter     Natriumhydroxydlösung    und  darauffolgende     fraktionierte    Fällung mit Säure, wo  bei mit fallendem     pH-Wert    die-     Reaktionsprodukte     in der Reihenfolge     2,5-Diarylamino-terephthalsäure,          2-Chlor    - 5 -     arylamino    -     terephthalsäure    und     2,5-Di-          chlor-terephthal'säure,    als technisch reine Verbindun  gen anfallen.

   Die     2-Chlor-5-arylamino-terephthal-          säure    wird auf die beschriebene Weise z. B. in     Äthy-          lenglykol,    vorzugsweise bei Temperaturen oberhalb  von 100  C, mit einem weiteren Molekül des defini  tionsgemässen Amins kondensiert, wobei letzteres  dasselbe     oder    ein von dem in der ersten Kondensa  tionsstufe verwendeten verschiedenes aromatisches  Amin oder auch ein     Amingemisch    sein kann.  



  Die nach dem beschriebenen Verfahren herge  stellten, bis     jetzt    unbekannten unsymmetrischen und  symmetrischen     2,5-Diarylamino-terephthalsäuren    sind  rot bis. violett gefärbte, kristalline Verbindungen.  Die in der     Literatur    noch wenig beschriebenen und       grösstenteils    unbekannten     2-Halogen-5-arylamino-          terephthalsäuren    sind gelb bis orange gefärbte Sub  stanzen.  



  Die in dem beschriebenen     Verfahren    angege  benen     Richtlinien        können    je nach Eigenschaft des    Amins und gewünschter Mono- oder     Dikondensa-          tionsstufe    variiert werden. Die Möglichkeit der Wahl  der Kondensationsstufe ist ein besonderer Vorteil  dieses Verfahrens, da es gestattet, über die Mono  kondensatibnsstufe durch eine zweite Kondensation  neue-, bisher unbekannte unsymmetrische     2,5-Diaryl-          amino-terephthalsäuren,    wie z.

   B.     2-Phenylamino-5-          (methyl'sulfonyl)-terephthalsäure,    und daraus durch       Ringschluss    die     betreffenden,    bis jetzt unbekannten.  unsymmetrischen     Chinacridone,    wie z. B.     Mono-          methylsulfonyl-chinacridon,    herzustellen.  



  Der     Ringschluss    zum     Chinacridon    geschieht z. B.  durch Erwärmen der     2,5-Diarylamino-terephthalsäure     bzw. deren Ester auf Temperaturen oberhalb von  120  C mit einem sauren Kondensationsmittel, wie  z. B.     Phosphorpentoxyd,    Borsäure,     60-85%ige     Schwefelsäure,     50-85%ige        Borschwefelsäure,    vor  zugsweise jedoch Polyphosphorsäure von mehr als  75     %        P20    Gehalt, gegebenenfalls in Gegenwart eines       inerten    organischen Lösungsmittels, wie z.

   B.     Cymol,          Dichlorbenzol,    Nitrobenzol. Arbeitet man mit Poly  phosphorsäure im Temperaturbereich von 130 bis  250  C, so kann man das     Chinacridin-7,14-dion    oft  in nahezu quantitativer Ausbeute erhalten.  



  Von den nach dem erfindungsgemässen Verfahren  erhältlichen     Chinacridonfarbstoffen    sind diejenigen  neu, welche der Formel  
EMI0002.0090     
    entsprechen,     worin    mindestens einer der Kerne A  und B mindestens einen     Substituenten    aus der  Gruppe der Cyan-,     niedrigmolekularen        Alkylsulfo-          nyl-,        Arylsulfonyl-,        Alkylcarbonyl-,        Arylcarbonyl-,          Sulfonsäureester-,        Carbonsäureester-    oder     Trifluor-          methylgruppen    enthält,

   und worin höchstens zwei       niedrigmolekulare        Alkyl-    oder     Alkoxygruppen    in den  Stellungen 1, 4, 8 und 11 stehen.  



  Nach Aufarbeitung dienen die verfahrensgemäss  erhaltenen     Chinacridone    zum Färben von Kunst  stoffmassen, worunter     lösungsmittelfreie    und     lösungs-          mittelhaltige    Massen aus     Kunststoffen    oder Kunst  harzen verstanden werden, insbesondere zum Färben  von     Polyvinylchlorid,        wässrigen        Kunstharzdispersio-          nen,    Drucktinten, Lacken, Spinnmassen aus     Cellu-          losexanthogenat        (Viskosekunstseide)

      und     Acetyl-          cellulose        (Zweieinhalb-    und     Triacetatkunstseide),     Kautschuk und Papieren in der Masse und für den  Pigmentdruck auf Textilien. Gewisse     Vertreter     eignen sich auch zum Färben von     Polypropylen,     Polyamiden (z. B.  Perlon , eingetragene Schutz-      marke) und Polyestern (z. B.      Terylene ,    eingetra  gene Schutzmarke).  



  Die Färbungen von Lacken,     Kunstharzdispersio-          nen,        Polyvinylchlorid,    die Spinnfärbungen von       Viscose,        Acetatkunstseide    und die Drucke auf Texti  lien sind, nebst guten     Allgemeinechtheiten,    durch  ihre reine Nuance und eine sehr gute bis hervor  ragende Lichtechtheit gekennzeichnet.

   Besonders  hervorzuheben sind noch die hervorragende über  lackierbarkeit der     Kunstharzdispersions-    und der  Lackfärbungen, die absolute     Migrationsechtheit        der          Polyvinylchloridfärbungen    sowie die gute bis sehr  gute Wasser-, Wasch-, Schweiss-, überfärbe-, Alkali-,  Säure-,     Peroxydbfeich-    und     Trockenreinigungsecht-          heit    der     Viscose-    und     Acetatkunstseide-Färbungen     und der     Drucke    auf Textilien.  



  In den nachstehenden Beispielen bedeuten die  Teile     Gewichtsteile    und die Prozente Gewichtspro  zente. Die     Temperaturen    sind in Celsiusgraden an  gegeben, und die     Volumteile    verhalten sich zu den  Gewichtsteilen wie Milliliter zu Gramm.  



  <I>Beispiel 1</I>  In eine Lösung von     pH    8, bestehend aus 11,75  Teilen     2,5-Dichlorterephthalsäure    und 8,4 Teilen       Natriumbicarbonat    in 180 Teilen Wasser, lässt man  innert 40 Minuten bei 20  unter gutem     Rühren     eine Lösung von 14,5 Teilen     kristallisiertem    Kupfer  sulfat in 60     Teilen    Wasser     eintropfen    und saugt  das ausgefallene Kupfersalz ab.

   Das gewaschene  Kupfersalz wird dann mit Wasser auf 170     Volum-          teile    gestellt,     mit    1 Teil     Kaliumfluorid,    4,2     Teilen     wasserfreiem     Natriumacetat    und 13,1 Teilen Eis  essig versetzt und bei     Siedetemperatur    innerhalb  von 10     Minuten    mit 35 Teilen     Aminobenzol    versetzt.  Nach 24stündigem Kochen am     Rückfluss    wird die  Suspension bei 70-80      mit    52,5 Teilen konzentrier  ter Salzsäure angesäuert.

   Das     ausgefallene    Produkt  wird bei 20  abgesaugt und durch Waschen mit  verdünnter Salzsäure vom     eventuell    anhaftenden       Aminobenzol    befreit. Das gewaschene     Rohprodukt     wird dann in 330 Teilen Wasser bei 20  suspendiert,  mit     Natriumhydroxyd        phenolphthaleinalkalisch    ge  stellt,

   während 2 Stunden verrührt und die     filtrierte     Lösung bei 75 bis 80      mit    Essigsäure     lackmussauer          gestellt    und von     eventuell        ausfallenden    kleinen Men  gen an     Dikondensationsprodukten    befreit.

   Nun wird  die     Lösung    bei 75-80      mit        Salzsäure    schwach  kongosauer     gestellt        (pH    = 2-3) und das in guter  Ausbeute     ausgefallene        Monokondensationsprodukt,          2-Chlor-5-phenylamino-terephthalsäure    isoliert.  



  Wird in dem beschriebenen Beispiel die     2,5-Di-          chlorterephthalsäure    durch     2,5-Dibromterephthal-          säure    ersetzt, so erhält man ein Gemisch aus       2-Brom-5-phenylaminoterephthalsäure    und     2,5-Di-          phenyIaminoterephthalsäure,    in welchem das Ver  hältnis     2,5-Diphenylaminoterephthalsäure    zu     2-Brom-          5-phenylaminoterephthalsäure    grösser ist als     wenn;     man als Ausgangsware die     2,5-Dichlorterephthal-          säure    verwendet.

      Zum     Dikondensationsprodukt    der 2,5     Diaryl-          aminoterephthalsäure    gelangt man, wenn man     in    fol  gender Weise verfährt.  



  In einem Kolben mit Rührwerk und     Rückfluss-          kühler    löst man 11,7     Teile        2-chlor-5-phenylamino-          terephthalsaures    Natrium in 250 Teilen Wasser bei  einem     pH-Wert    von 7,5. Man erhitzt die Lösung  auf 95-98 , versetzt sie     mit    9,5 Teilen Buttersäure  (D = 0,947) und dann tropfenweise mit 60,5 Teilen       3-Trifluormethyl-l-aminobenzol    und setzt ihr noch  2 Teile     Kaliumfluorid    und 0,2 Teile Kupferacetat zu.  



  Dann kocht man das Gemisch     während    24 Stun  den unter     Rühren    und arbeitet den Inhalt wie oben  angegeben auf. Die     2-Chlor-5-phenylaminoterephthal-          säure    kann auch durch eine .äquivalente Menge       2-Brom-5        phenylamino-terephthalsäure    oder einer  andern     2-Halogen-5-arylamino-terephthalsäure    er  setzt werden.  



  Das Wasser     kann    auch durch andere polare     Lö-          sungsmittel        ersetzt    werden, z. B. Glykol, Glycerin,       Polyäthylenglykol,        Alkohole,    oder Gemische von  solchen     Lösungsmitteln,    wie z. B.     Äthylenglykol-          Wasser.     



  Zum     Dikondensationsprodukt    gelangt man auch,  wenn man in folgender Weise verfährt:  14,6 Teile der     erhaltenen        2-Phenylamino-5-          chlor        terephthalsäure,     200 Teile     Äthylänglykol,     3,75 Teile wasserfreie Pottasche,  15,0     Teile        wasserfreies        Kahumacetat,     2,9 Teile     Kaliumfluorid,     24,2 Teile     3-Trifluormethyl-l-aminobenzol     und  0,2 Teile Kupferacetat  erhitzt man     während    24 Stunden auf l40 ,

   scheidet  hierauf das     Reaktionsprodukt    nach dem Verdünnen  der Masse mit Wasser durch Ansäuern mit Salzsäure  ab und reinigt es durch Lösen     in    verdünnter     Ammo-          niaklösung    und     Ausfällen    durch Ansäuern der Lö  sung mit Essigsäure.  



  Wird     ihn    obigen Beispiel das     Glykol    durch Wasser  ersetzt, so erwärmt man während 24 Stunden am       Rückfluss    bei 95-98 .  



  Zur     2-Phenylamino-5-(3'        trfluormethyl)-phenyl-          aminoterephthalsäure    gelangt man auch, wenn man  eine 2 -Halogen - 5 -     (3'-trifluormethyl)-phenylamino-          terephthalsäure,    z. B. die     2-Chlor-5-(3'-trifluorme-          thyl)-phenylaminoterephthalsäure    mit     Aminobenzol          kondensiert.     



       Anstelle    des 3 -     Trifluormethyl    -1-     aminobenzols     können andere aromatische Amine verwendet wer  den, wobei die     entsprechenden    substituierten     Diaryl-          aminoterephthalsäuren    erhalten werden.

   Der Ring  schluss zum     Chinacridon    findet statt, wenn man 2  Teile 2 -     Phenylamino-    5 -     (3'-trifluormethyl)-phenyl          aminoterephthalsäure    und 30 Teile Polyphosphor  säure     mit    einem     P205-Gehalt    von 85     %    während 15  Minuten auf     155-160         erwärmt.    Das Endprodukt      wird durch Verdünnen der Polyphosphorsäure mit  Wasser bei 80     bis        100         abgeschieden.    Die Ausbeute  ist sehr gut und das ausfallende rote, blaustichige  Produkt von guter Reinheit.  



  Für die Vornahme des     Ringschlusses    kann das  Verhältnis     Diarylaminoterephthalsäure    zu Polyphos  phorsäure im allgemeinen in weiten Grenzen variiert  werden. Wählt man ein Verhältnis     Diarylamino-          terephthalsäure    zu     Polyphosphorsäure    von z. B.  1 : 5 oder 1 : 100, so erhält man ebenfalls eine sehr  gute Ausbeute.  



  Das anfallende rohe     Chinacridonderivat    reinigt  man     vorteilhaft,    indem man 1 Teil des Rohproduktes  in einer Mischung aus 32 Teilen     Dimethylsulfoxyd     und 3,6 Teilen 10%iger     alkoholischer        Kalilauge    löst,  die blaue     Lösung        gegebenenfalls    von     Verunreinigun-          gen        filtriert,

      sie hierauf bei 70-90  bis zur beginnen  den Fällung mit     Wasser        versetzt    und das reine  Pigment bei     Zimmertemperatur        abfiltriert.    Man  kann es auch reinigen durch     Umkristallisieren    in  polaren     Lösungsmitteln,    z.

   B.     Dimethylformamid,          Dimethylsulfoxyd,        Piperidin,        Äthylenglykol,        Schwe-          felsäure,    oder durch     Lösen    in konzentrierter     Schwe-          felsäure    und Ausgiessen auf     Eiswasser.     



  Das     isolierte,        violettrote    Pigment lässt sich zur       Pigmentierung    der verschiedenen Substrate,     wie    sie  in der Beschreibung erwähnt sind, verwenden. Die  Färbungen und     Drucke    sind     hervorragend        migra-          tions-    und lichtecht.  



  <I>Beispiel 2</I>  Zum     Dikondensationsprodukt    gelangt man auch  in     einer    Stufe,     wenn.    man nach folgender     Weise        ver-          fährt:     Ein     Gemisch    aus  47,2 Teilen     2,5-Dichlorterephthalsäure,     60,0 Teilen     wasserfreiem        Kaliumacetat,       263 Teilen     3-Trifluormethyl-l-aminobenzol     und  800     Teilen        Wasser     wird unter     Rühren    zum     Siedepunkt    erhitzt.

   Bei 95  bis     100     C werden 0,8 Teile Kupferacetat     zugege-          beny    während 48 Stunden unter Rühren am Rück  fluss gekocht und das     Reatkionsprodukt    nach den  Angaben des Beispiels 1 aufgearbeitet. Die erhaltene       2,5-D1-(3'-trifluormethylphenylamino)-terephthalsäure     wird nach den Angaben des Beispiels 1     cyclisiert     und     gegebenenfalls    gereinigt.  



  Das     isolierte        violettrote    Pigment lässt sich zur       Pigmentierung    der verschiedenen Substrate, wie sie  in der Beschreibung     erwähnt    sind,     verwenden.    Die  Färbungen und     Drucke    sind hervorragend     migra-          tions-    und lichtecht.  



  In der nachfolgenden Tabelle     werden    weitere  Beispiele     aufgeführt.    Die     Chinacridin-7,14-dione     werden durch     Ringschluss    einer     2,5-Diarylamirno-          terephthalsäure    der Formel  
EMI0004.0079     
    welche auch     in.    Form ihrer Ester     verwendet    werden  kann,     erhalten    und sind     in    der Tabelle durch die  Kerne A und Bin den Kolonnen (I) und (11) sowie  durch den Farbton der mit dem Pigment erzielten       Polyvinylchloridfärbungen    [Kolonne     (III)]    gekenn  zeichnet.

    
EMI0004.0086     
  
    <I>Tabelle</I>
<tb>  Beispiel <SEP> Arylrest <SEP> A <SEP> Arylrest <SEP> B <SEP> Farbton <SEP> der
<tb>  Nr. <SEP> <B>I <SEP> II</B> <SEP> Polyvinylchloridfärbung
<tb>  <B>IN</B>
<tb>  3 <SEP> Phenyl <SEP> 3-Methylsulfonylphenyl <SEP> violett
<tb>  4 <SEP> do. <SEP> 4-Methylsulfonylphenyl <SEP> rotviolett
<tb>  5 <SEP> do. <SEP> 2-Cyanphenyl <SEP> rot
<tb>  6 <SEP> do. <SEP> 4-Cyanphenyl <SEP> violett
<tb>  7 <SEP> 4 <SEP> Methyl  sulfonylphenyl <SEP> 4-Methylsulfonylphenyl <SEP> rotviolett
<tb>  8 <SEP> do <SEP> 2-Chlorphenyl <SEP> rot
<tb>  9 <SEP> do. <SEP> 2-Cyanphenyl <SEP> rot

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Chinacridi:n- 7,14-dionen, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol einer 2,5Dihalogenterephthalsäure oder ihres Esters gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge mit 0,1 bis 2. Mol eines negativ substituierten Amino- benzols und 1,
    9 bis 0 Mol eines gegebenenfalls substituierten Aminobenzols kondensiert, wobei die umzusetzenden Aminobenzole in mindestens einer ortho-Stellung zur Aminogruppe von Substituenten frei sein müssen, und die erhaltene 2,5-Diarylamino- terephthalsäure bzw. deren Ester mit einem sauren Kondensationsmittel in ein Chinacridin-7,14-dion überführt. Il.
    Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen Chinacridin-7,14-dione zum Färben von Kunststoffmassen. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kondensation in einem polaren Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemissch in Gegenwart von Kupfer oder einer Kupferverbindung im pH Bereich von 2 bis 12 bei Temperaturen von 70 bis l60 ausführt.
    2. Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als 2,5-Dihalogentere- phthalsäure 2,5-Dichlor- oder 2,5-Dibromterephthal- säure, verwendet. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man den Ringschluss in Gegen wart eines inerten organischen Lösungsmittels aus führt. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man den Ringschluss durch Er hitzen auf Temperaturen über 130 C ausführt.
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