CH386029A - Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen

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CH386029A
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CH
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acid
cyclization
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compounds
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CH1365960A
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Bohler Hans
Fritz Dr Kehrer
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D493/00Heterocyclic compounds containing oxygen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system
    • C07D493/02Heterocyclic compounds containing oxygen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D493/04Ortho-condensed systems
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/0008Organic ingredients according to more than one of the "one dot" groups of C08K5/01 - C08K5/59
    • C08K5/0041Optical brightening agents, organic pigments
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen der Formel
EMI1.1     

In dieser Formel bedeuten A und B die zur Ergänzung zu einem aromatischen oder heterocyclischen Rest notwendigen Atome. Diese Reste sind vorzugsweise Phenylenreste oder Reste von kondensierten Ringsystemen aus 6-Ringen oder aus 6- und 5-Ringen, die durch nicht   ionogene    Substituenten substituiert sein können. Geeignete Reste dieser Art sind z. B. die des Naphthalins, Anthrachinons, Pyrens oder Carbazols. Nicht ionogene Substituenten der A und B enthaltenden Ringe können z. B.

   Halogenatome oder   Nito-,    Cyan-, Trifluoralkyl-, Alkyl-, Alkoxy-, Aryl-, Aryloxy-, Azoaryl-, Arylamino-, Alkylsulfonyl-, Arylsulfonyl-, Acyl-,   Acyiamino-,    Amino-, Alkylamino-,   Carbonsäureester- oder    Sulfonsäureestergruppen sein.



   Die zum Teil neuen Verbindungen (I) werden erfindungsgemäss durch intramolekulare Kondensation von Derivaten von Terephthalsäuren oder deren Estern der Formel
EMI1.2     
 hergestellt. In dieser Formel bedeutet R Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoffrest und besonders einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen.



   Als Kondensationsmittel wird zweckmässig eine saure Verbindung verwendet. Hierfür kommen z. B. in Betracht: Säuren der allgemeinen Formel   ZSO3H,    in der Z z. B. OH, C1, Alkyl, Phenyl oder Naphthyl bedeutet, insbesondere Schwefelsäure, Chlorsulfonsäure oder Methansulfonsäure, ferner Phosphor-triund -pentachlorid, Phosphorpentoxyd, Polyphosphorsäure, Phosphoroxychlorid, Thionylchlorid, Aluminiumchlorid, sowie Hydrogensulfate.



   Häufig ist es günstig, die Kondensationsreaktion in Gegenwart eines Lösungsmittels durchzuführen, doch ist dies nicht erforderlich. So kann mit Aluminiumchlorid in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels, wie z. B. Mono-, Die oder Trichlorbenzol, oder in Abwesenheit eines solchen Lösungsmittels in der Schmelze, zweckmässig dann unter Zusatz eines Flussmittels, z. B. von Natriumchlorid, kondensiert werden.



   Die Wahl des Kondensationsmittels, des Lösungsmittels und der Reaktionstemperatur sowie die Mengenverhältnisse richten sich nach der Ausgangsverbindung. Verwendet man eine Ausgangsverbindung, in der die A und B enthaltenden Kerne ringaktivierende Substituenten tragen, z. B. Alkoxygruppen, und Schwefelsäure als saures Kondensationsmittel, so kondensiert man vorzugsweise in Gegenwart eines polaren organischen Lösungsmittels, wie z. B.



  Äthylenglykol oder   Chloressigsläure,    im Temperaturbereich von etwa 100 bis   200     C. Vorzugsweise jedoch verwendet man Polyphosphorsäure von mehr als 750/o   P2O5-Gehalt    als Kondensationsmittel im Temperaturbereich zwischen etwa 80 und   2500 C.    Dabei wird das   Konden, sationsprodukt    nach Verdünnen mit   Wasser oft in nahezu quantitativer Ausbeute rein erhalten.



   Die erhaltenen gelben, orangen oder roten Pigmente können jedoch auch leicht gereinigt werden, z. B. durch Umfällen aus   Schwefelsäure,    durch Umlösen, z. B. aus einem Gemisch aus Dimethylsulfoxyd und alkoholischer Kalilauge, oder durch Behandeln mit einem polaren Lösungsmittel, wie z. B.



  Schwefelsäure, Dimethylformamid, Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxyd, Piperidin, Pyridin, Äthylenglykol oder auch Chlornaphthalin, oder durch Umkristallisieren aus einem solchen Lösungsmittel.



   Die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindungen können zum Färben von Kunststoffen, insbesondere Polyvinylchlorid, wässerigen Kunstharzdispersionen zu Anstrichzwecken, Drucktinten, Lacken, Spinnmassen aus Cellulosexanthogenat (Viscosekunstseide) und Acetylcellulose (Zweieinhalb- und Triacetatkunstseide), Kautschuk, sowie von wertvollen Papieren und für den Pigmentdruck auf Textilien dienen. Manche eignen sich auch zum Färben von Polypropylen, Polyamiden (z. B.  Perlon , eingetragene Schutzmarke) und Polyestern (z. B.  Terylene , eingetragene Schutzmarke).



   Die Färbungen von Lacken,   Kunstharzdispersiot    nen, Polyvinylchlorid, die Spinnfärbungen von Viscose, Acetatkunstseide und die Drucke auf Textilien sind, nebst guten Allgemeinechtheiten, durch ihre reine Nuance und eine sehr gute Lichtechtheit gekennzeichnet. Besonders hervorzuheben sind noch die hervorragende Überlackierbarkeit der Kunstharzdispersions- und der Lackfärbungen, die absolute Migrationsechtheit der Polyvinylchloridfärbungen, sowie die gute bis sehr gute Wasser-, Wasch-, Schweiss-, Überfärbe-, Alkali-, Säure-, Peroxydbleich- und Trockenreinigungsechtheit der Viscose- und Acetatkunstseide-Färbungen und der Drucke auf Textilien.



   Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente. Die Temperaturen. sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel   l   
2,7 Teile   2 ,5-Diphenoxy-terephthalsäure    werden mit 41 Teilen Polyphosphorsäure 2 Stunden auf 170 bis   1800    erwärmt. Das erhaltene Produkt wird durch Verdünnen mit Wasser abgeschieden und isoliert.



  Der gelbe Rückstand wird mit 2 n-Natriumcarbonatlösung 30 Minuten bei   90-95"    gerührt, dann heiss filtriert, nacheinander mit Wasser, Alkohol und Petroläther gewaschen und schliesslich   getrocknet.   



  Die Ausbeute ist praktisch quantitativ.



   Die verwendete   2,5-Diphenoxy-terephthalsäure    wurde nach den Angaben von Eckert und Seidel (J. pr. Chem. 102, 359 [1921]) hergestellt.



   Beispiel 2
3,0 Teile   2,5-Di-(3'-chlor-phenoxy)-terephthal-    säure werden mit 60 Teilen konzentrierter Schwefelsäure 2 Stunden auf   70-80O    erwärmt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wird die Lösung auf 500 Teile Eiswasser gegossen. Der erhaltene gelbe Niederschlag von   Dichlorxanthon    wird nach den Angaben des Beispiels 1 aufgearbeitet.



   An Stelle von Schwefelsäure können auch   Athan-    oder Methansulfonsäure oder m- und   p-Toluolsulfon-    säure verwendet werden. In diesem Fall erhitzt man zweckmässig 2 Stunden auf   150-180 .      

Claims (1)

  1. Ebenso kann man 2,5-Di-(4'-chlor-phenoxy)- terephthalsäure oder 2,5-Di(4'-methyl-phenoxy) terephthalsäure cyclisieren PATENTANSPRUCHE I. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel EMI2.1 in der A und B die zur Ergänzung zu einem aromatischen oder heterocyclischen Rest notwendigen Atome bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI2.2 in der R Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, durch intramolekulare Kondensation cyclisiert.
    II. Verwendung der gemäss Patentanspruch I erhaltenen Verbindungen als Pigmentfarbstoffe zum Färben von nicht textilen Materialien.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe eines sauren Kondensationsmittels cyclisiert wird.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Schmelze cyclisiert wird.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels cyclisiert wird.
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