CH410946A - Verwendung von substituierten 2-(2'-Hydroxyphenyl)-benztriazolverbindungen als Licht- und Oxydationsschutzmittel - Google Patents

Verwendung von substituierten 2-(2'-Hydroxyphenyl)-benztriazolverbindungen als Licht- und Oxydationsschutzmittel

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CH410946A
CH410946A CH570162A CH570162A CH410946A CH 410946 A CH410946 A CH 410946A CH 570162 A CH570162 A CH 570162A CH 570162 A CH570162 A CH 570162A CH 410946 A CH410946 A CH 410946A
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hydroxyphenyl
light
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benzotriazole
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CH570162A
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Hansjoerg Dr Heller
Johann Dr Rody
Ernst Dr Keller
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Geigy Ag J R
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/34Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring
    • C08K5/3467Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring having more than two nitrogen atoms in the ring
    • C08K5/3472Five-membered rings
    • C08K5/3475Five-membered rings condensed with carbocyclic rings

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Description


  



  Verwendung von substituierten 2- (2'-Hydroxyphenyl)-benztriazolverbindungen als   Licht-und Oxydationsschutzmittel   
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von substituierten   2-(2'-Hydroxyphenyl)-benztriazol-    verbindungen zur Stabilisierung von licht-und oxydationsempfindlichen organischen materialien genen den schädlichen Einfluss von Licht und von   Oxydationsmitteln.   



   Es wurde   gefunden, dass    man 2-(2'-Hydroxyphenyl)-benztriazolverbindungen der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 worin X einen zweiwertigen, gegebenenfalls eine Carbon   säureester-oder-amidgruppe einschliessenden aliphatischen, cycloaliphadschen, aralipha, tiscben    oder aromatischen Rest,   R,,      Ra,      R3    und R4 je Wasserstoff oder eine niedere
Alkylgruppe, Y zweibindigen Sauerstoff oder eine   gegebcnen-    falls durch eine Alkyl-,   Cycloalkyl-,    Aralkyl oder Arylgruppe substituierte Iminogruppe, Z eine gegebenenfalls durch Hydroxyl-und freie oder veresterte Carboxylgruppen substituierte
Alkyl-,   Cycloalkyl-,    Aralkyl-oder Arylgruppe, und n und m je eine positive ganze Zahl von höchstens 2 bedeuten,

   und worin die Benzolringe A und B noch weitere nicht farberzeugende Substituenten enthalten können, als Licht-und Oxydationsschutzmittel, z. B. als Be  standteil    von Lichtfiltern oder zum Stabilisieren von licht-und sauerstoffempfindlichem   Material verwen-    den kann.



   Der Benzolring A kann beispielsweise noch Al  kylgruppen    wie Methyl-, Athyl-,   n-Propyl-,    Isopro  pyl-,    n-,   iso-oder    tert.   Butyl-oder      Octylgruppen    ; Halogene, wie Fluor, Chlor oder Brom   ;    Carbonsäureestergruppen, namentlich Carbonsäurealkylesterguppen, wie Carbomethoxy-, Carbäthoxy-, Carbopropoxy- oder Carboutoxygruppen;

   Sulfonsäureestergruppen,   insbesondero Sulfonsäurearylestergrup-    pen, wie   Sulfonsäurephonylester-und-kresylester-    gruppen ; gegebenenfalls am Stickstoff aliphatisch, cycloaliphatisch, araliphatisch oder aromatisch sub  stituierte      Carbonsäureamid-oder    Sulfonsäureamidgruppen, wie Carbonsäure- oder Sulfonsäureimid-, -methylamid, -äthylamid, -cyclohexylamid, -benzylamid-, -phenylamid-, -dimerthylamid-, -diäthylamid-, -N-methyl-N-cyclohexylamid-,-y-methoxypropyl  amid-,-piperidid-oder-morpholidgruppen,    sowie   Alkylsulfonylgruppen, wie Methylsulfonyl-oder    Äthylsulfonylgruppen, enthalten.

   Der Benzolring B kann noch durch offene oder cyclische   Kohlenwas-    serstoffgruppen, wie Methyl-,   Athyl-,    Benzyl-, Cyclo  hexyl-oder    Phenylgruppen ; Alkoxygruppen, wie   Methoxy-,    Äthoxy-,   Propoxy-,      Isopropoxy-oder    n Butoxygruppen oder Halogene, wie Chlor oder Brom, substituiert sein.



   Zwei benachbarte. Gruppen können zusammen auch einen gesättigten anellierten Ring, z. B. den Tetramethylenrest bedeuten.



   Besonders   langwellig      absorbierende Benztriazol-    verbindungen enthalten   acidifizierende    Substituenten in   4-und/oder    in 5-Stellung und   basifizierende    Sub  stituenten    in   3'-und/oder    in   5'-Stellung.      Benztriazol-    verbindungen mit besonders hoher molarer Extinktion im Bereich von 330-350   m, u enthalten basifizie-    rende Substituenten in 5-und/oder in   4'-Stellung.    Die molare Absorption im Gebiet von 300 m  wird durch gegebenenfalls   weitersubstituierte Alkylsubsdtuenten    gefördert.



   Beispiele   basifizierender Substituenten    sind Alk  oxygruppen, wie    die   Methoxy-,      Isopropoxy-,    Cyclohexyloxy- oder Benzyloxygruppe. Beispiele für acidi  fizierende    Substituenten sind Alkylsulfonylgruppen, wie die Methyl-und Äthylsulfonylgruppe,   Sulfon-      säureamidgruppen,    wie die Sulfonsäuremethyl-,-butyl-,-cyclohexylamidgruppe und die Carboxylgruppe sowie ihre Ester.



   Wenn X einen zweiwertigen aliphatischen Rest bedeutet, ist es vor allem ein niederer Alkylenrest, beispielsweise der   Methylen-,    1, 1- oder 1, 2-Athylen-,   1,      1-,    1, 2- oder 1,   3-Propylenrest oder    1, 1-, 1, 2-, 1, 3-, 1, 4-oder 2, 3-Butylenrest ; stellt X einen   cycloalipha-    tischen Rest dar, so ist es beispielsweise der 1, 4-Cy  clohexylenrest    ; bedeutet X einen araliphatischen Rest, so ist es z. B. ein   Benzylenrest-C6H4CH2-, und    wenn X einen aromatischen Rest bedeutet, so ist es beispielsweise der 1, 2-, 1, 3-oder 1,   4-Phenylenrest.   



     Wenn R,, R2, Rg, R4,    Z sowie der Substituent einer durch Y   symbolisierten    Iminogruppe Alkylgruppen bedeuten, so handelt es sich beispielsweise um die Methyl-, Äthyl-,   Isopropyl-,    tert. Butyl-, Octyl-oder   Dodecylgruppe.    Bedeuten Z oder der erwähnte Substituent einer durch Y   symbolisierten    Iminogruppe Cycloalkylgruppen, dann handelt es sich beispielsweise um die Cyclohexylgruppe. Bedeuten sie Aralkylgruppen, dann handelt es sich z. B. um die Benzylgruppe. Bedeuten sie eine Arylgruppe, dann handelt es sich z. B. um die   Phenyl-,    die 2-, 3-oder   4-Chlorphenyl-,    oder die 2-, 3-oder 4-Methylphenyl  grippe.   



   Die erfindungsgemäss verwendbaren 2- (2'-Hy  droxyphenyl)-benztriazolverbindungen    können nach drei Methoden hergestellt werden :    1.    durch Reduktion einer mindestens   eine ss-Thio-    alkylcarbonyl-Gruppe enthaltenden   2-Nitro-2'-hydro ;

        xy-1,    1'-azobenzoverbindung, beispielsweise mittels Zinkstaub in alkalischem Medium,
2. durch Oxydation einer mindestens eine   ss-Thio-       alkylcarbon, yl-Gruppe enthaltenden, 2-Amino-2'-hy- draxy-1, l'-azobeSnzolverbindung, beispielsweise mit-    tels Salzen des zweiwertigen Kupfers in neutralem bis alkalischem Medium, oder
3. durch nachträgliche Einführung der   ss-Thio-      alkylcarbonyl-Gruppe    in eine   2- (2'-Hydroxyphenyl)-      benztriazolverbindung.    Diese nachträgliche   Einfüh-    rung der ss-Thioalkylcarbonylgruppe erfolgt. z.

   B. durch Anlagerung einer   additionsfähigen    a,   ss-ungesät-    tigten Carbonylverbindung, wie eines,   Acrylsäure-    esters an den reaktiven Mercaptosubstituenten eines   2-(2'-Hydroxyphenyl)-benztriazols. Umgekehrt    kann auch ein Merkaptan an eine additionsfähige a, ss-ungesättigte Carbonylgruppe einer   2-(2'-Hydroxyphe-    nyl)-benztriazolverbindung angelagert werden.

   Weiter kann   einess-ThioaLkylcarbonyl-Gruppierung    durch Substitution in eine   2- (2'-Hydroxyphenyl)-benztri-      azolverbindung    eingeführt werden, beispielsweise durch Acylierung von   Hydroxy-oder Amino-2- (2'-    hydroxyphenyl)-benztriazolverbindungen, deren Hy  droxy-bzw.    Aminogruppen   acylierbar    sind, mit reak  tionsfähigen    Derivaten der   ss-Thiopropionsäure,    wie   ss-Alkylmercaptopropionsäurechloriden.    Auch durch direkte Substitution eines aromatischen Ringes der 2- (2'-Hydroxyphenyl)-benztriazole mittels Verbindungen, die der aromatischen Substitution fähig sind und eine   ss-Thioalkylcarbonyl-Gruplpierung    enthalten,

   wie mittels   derMethylolverbindung von ss-Alkylmercapto-      propionsäureamidon gelingt    die Einführung des kritischen Substituenten.



   Die erfindungsgemäss verwendeten, eine   ss-Thio-       alkylcarbonyl-Gruppierung enthaltenden 2-(2'-Hy-      droxyphenyl)-benztriazolverbindungen    sind je nach Substitution farblose bis leicht gelbliche Substanzen.



  Sie absorbieren UV-Licht und haben gleichzeitig   Antioxydanswirkung.   



   Besonders wirkungsvoll sind diejenigen   erfin-    dungsgemäss verwendbaren Schutzstoffe, welche das   UV-Licht    möglichst vollständig absorbieren und demzufolge die   photoinduzierte      Audoxydation    behindern.



   Im allgemeinen werden erfindungsgemäss ver  wendbare Stabilisatoren den    licht-und sauerstoffempfindlichen Trägern in geringen Mengen von 0, 001-5% insbesondere in Mengen von 0, 02-2    ouzo    des Trägermaterials   einverleibt. Als Trägermateria-    lien für die neuen Verbindungen der Formel I   kom-    men in erster Linie Polymere in Frage, vor allem   vollsynthetische    Polymere, z. B. Additionspolymere, insbesondere Polymere von Verbindungen mit äthy  lenischen Doppelbindungen, wie    z.

   B.   Polyvinyl-    chlorid, Polyvinylidenchlorid, Polymere von Styrol, Polymere von Dienen, sowie deren Copolymere, Polyäthylen, Polypropylen, Polyacrylverbindun, gen, ins   besondere Polmethylmethacrylat oder Polyacrylnitril,    ferner   Kondensationspolymere,    wie Polyester, z. B.



  Polyäthylenglykolterephthalate, oder Polyamide, z. B.



  Nylon 66, Polycaprolactam oder auch gemischte Polymere, z. B. Polyesterharze ; ferner natürliche Polymere, oder deren synthetische Modifikationen, z. B.



   Cellulose,   Celluloseester und-äther und Proteine.   



   Daneben können auch Fette, Öle und Wachse   so-    wie andere   sauerstoff-und lichtempfindliche Mate-    rialien stabilisiert werden. 



   Das Molekulargewicht der oben genannten Polymeren spielt eine untergeordnete Rolle, solange es innerhalb der für die charakteristischen mechanischen Eigenschaften der betreffenden Polymeren notwendigen Grenzwerte liegt. Es kann je nach Polymeren, zwischen 1000 bis mehrere Millionen betragen.



   Das Einverleiben der eine   ss-lllioalkylcarbonyl-    gruppierung enthaltenden 2- (2'-Hydroxyphenyl)  benztriazolverbindungen    in diese Polymere geschieht    t    -je nach Art der Polymere durch Einarbeiten von mindestens einer dieser Verbindungen und   gegebe-    nenfalls weiterer Zusätze, z. B. Weichmacher,   Hitze-    stabilisatoren und Pigmente, in die Schmelze nach den in der Technik üblichen Methoden vor oder während der Formgebung, oder durch Auflösen in dem entsprechenden Monomeren vor der Polymerisation, oder durch Auflösen des Polymeren und der Zusätze in Lösungsmitteln und nachträglichem Verdunsten der letzteren. Die substituierten 2- (2'-Hydroxyphenyl)-benztriazolverbindungen können auch aus Bädern, z.

   B. aus wässrigen Dispersionen, auf Filme aufgezogen werden.



   Zur Verwendung in unpolaren Polymeren sind diejenigen der erfindungsgemäss verwendbaren Benz  triazolverbindungen    besonders geeignet, die selbst möglichst wenige polare Gruppen wie beispielsweise    e    sekundäre Carbonsäure-oder Sulfonsäureamidgrup pen enthalten. Weiterhin sind in diesem Falle im allgemeinen   tiefschmelzende    Produkte wegen ihrer besseren Löslichkeit bevorzugt.



   In gewissen   Verarbeitungsarten,    z. B. wenn    n    warme Schnitzel bepudert werden, sind Produkte, die über der Erweichungstemperatur der betreffenden Polymere schmelzen, und trotzdem   im geschmolze-    nen Polymeren genügend löslich sind, besonders wertvoll.



   Lichtempfindliche Materialien können vor der schädlichen Einwirkung von Licht auch dadurch geschützt werden, dass man   sic    mit einer mindestens eine   definitionsgomässe    Verbindung der Formel I enthaltende Schutzschicht, z. B. einem Lack, anstreicht oder dass man   sic    mit solche   Lichtschutz-    mittel   enthaltenden-zweckmässig filmartigen-Ge-    bilden abdeckt. In diesen beiden Fällen ist die Menge der zugesetzten Lichtschutzmittel vorteilhaft   10-30  /o (bezogen    auf das.   Schutzschichtmaterial)    für Schutzschichten von weniger als 0, 01 mm Dicke und   1-10 io    für Schutzschichten von 0,   01-0,    1 mm Dicke.



  Je farbloser die zugesetzten   Benztriazolverbindungen    sind, desto wertvoller sind sie, da sie sonst in den Endprodukten eine Vergilbung verursachen.



   Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung. Darin bedeuten, sofern nichts anderes vermerkt ist, die Teile Gewichtsteile. Die Temperaturen sind in   Celsiusgraden angegeben. Gewichtsteile ste-    hen zu Volumteilen im gleichen Verhältnis wie Kilogramm zu Liter.



   Beispiel 1
100 Teile   unstabilisiertes Polyäthylenpulver    (der Fa. Petrochemicals. Ltd. England) und 0, 25 Teile der Verbindung
EMI3.1     
 werden auf dem   Zweiwalzenstuhl    bei   160  gemischt    und die homogenisierte Masse während 5 Minuten bei   165  zu    einer durchscheinenden Platte von 1 mm Dicke verpresst.



   Abschnitte dieser Platte wurden auf ihre Alte  rungsbeständigkeit geprüft. Dazu werden    0, 200 g des Materials in einer Atmosphäre von Sauerstoff in einem Reaktionsrohr, das mit einer Gasbürette in Verbindung steht, bei   120  gealtert und die Absorp-    tion des Sauerstoffes durch das Polymere in Abhän  gigkeit    der Zeit gemessen. Dabei tritt zuerst eine eigentliche Induktionsperiode auf, während der praktisch kein Sauerstoff verbraucht wird. Das Ende der Induktionsperiodo, d. h. der eigentlichen Lebensdauer des   Polyäthylens,    ist dann erreicht, wenn das Polymere 5 ml Sauerstoff aufgenommen hat, weil in diesem Moment eine Verflüssigung und in deren Folge eine sehr rasche   Weiteroxydation    eintritt.



   Diese   Induktionspedode    beträgt im angegebenen Fall 15 Stunden. Wird das   Polyäthylenpulver      an. de-    rerseits ohne den Zusatz der Benztriazolverbindung in genau gleicher Weise zu Platten verarbeitet, so beträgt die gleich gemessene Induktionsperiode nur 7 Stunden. Es ist somit eine   Verdoppolung    der Lebensdauer durch den Zusatz des Antioxydans eingetreten.



   Werden anstelle der oben verwendeten Verbindung die nachstehend angeführten Stabilisatoren in gleicher Weise mit dem   Polyäthylenpulver      verarbei-    tet, so werden ebenfalls gegen Oxydation stabilisierte Formkörper erhalten, deren   Induktionsperiode    im oben angegebenen Test 13 bis 18 Stunden beträgt.



     1/2 2-(2'-Hydroxy-4'-ss-butylmercaptopropionyloxyphenyl)-benztriazol,    1/3   2-(2'-Hydroxyphenyl)-4-methyl-5-ss-butylmercaptopropionylamidobenztriazol,    1/4   2-(2'-Hydroxy-4'-N-äthyl-p-butylmercaptopropionylamidophenyl)-5-chlorbenztriazol    oder die Verbindungen der Formel : 
EMI4.1     

Die in diesem und den   nachfolgenden Beispiolen    verwendeten Verbindungen sind folgendermassen hergestellt worden :

   die   Aminomethylverbindungen    (No. 1/1,   1/5,    1/6, 1/7, 1/8, 2/1,   2/3,      2/4,    2/5,   2/7,      3/1,      3/2,      3/3,      3/4,    3/7 und 3/8) durch Anlagerung der entsprechenden   mercaptogruppenhaltigen    Verbindungen an die   3'-bzw.      5'-Acryloylamidomethyl-    (bzw.   Methacryloylamidomethyl)-benztriazolverbin-    dungen in Gegenwart alkalischer Katalysatoren.

   Die erwähnten   Acryloylverbindungen    werden durch Umsetzung der entsprechenden   Benztriazolderivate    mit freier 3'-bzw.   5'-Stellung    mit den Methylolamiden der Acrylsäurederivate in konzentrierter   Schwefel-    säure erhalten ;    das ss-Thiopropionsäurephenylesterderivat (No.   



  1/2) wird durch Umsetzung der entsprechenden   Benztriazolverbindung (erhalten    durch Reduktion des Farbstoffes, hergestellt aus   diazotiertem      o-Nitr-    anilin und   Resorzin,    mit Zinkstaub in alkalischer Lösung) mit   dem/ ?-Butylmercaptopropionsäurechlo.-    rid in siedendem Chlorbenzol hergestellt ;    die ss-Thiopropionsäureanilidderivate    (No. 1/3 und 1/4) werden durch Umsetzung der   entsprechen-    den   Aminobenztriazolverbindungen    mit dem vorstehend erwähnten Säurechlorid unter Verwendung von Pyperidin als säurebindendes Mittel hergestellt ; das   ss-Thiopropionsäurebutylesterderivat    (No.



  1/9) wird durch Umsetzung des entsprechenden   Chloracetamidoderivates    (erhalten durch Umsetzung der entsprechenden   Benztriazolverbindung    mit freier   3'-Stellung    mit   Methylolchloracetamid in      konzentrier-    ter Schwefelsäure) mit dem Natriumsalz der   entspre-      chenden      Mercaptoverbindung    hergestellt ;

   das   Thiophenolderivat      (No.    2/2) wird durch Umsetzung des entsprechenden   Mercaptobenztriazolderi-    vates (erhalten durch Reduktion des entsprechenden   Säurechlorides    mit Zinkstaub, wobei das   Sulfonsäure-      ch ! orid    aus der Sulfonsäure durch Umsetzung mit Thionylchlorid gewonnen wird) mit   Acrylsäureäthyl-    ester in Gegenwart eines basischen Katalysators hergestellt ;

   die Ester   (No.    2/6, 3/6 und 3/9) werden durch Umsetzung des entsprechenden   Benztriazolcarbon-    säurechlorides (erhalten aus der freien Carbonsäure durch Umsetzung mit Thionylchlorid) mit   dem/ ?-Hy-      droxyäthylmercaptopropionsäureäthylester    hergestellt.



   Alle diese erwähnten Operationen erfolgen nach üblichen in der Literatur beschriebenen Methoden.



   Beispiel 2
400 Teile eines käuflichen, ungesättigten   Poly-    esterharzes.   (Polylite    8000 der Fa.   Reichold    Chemie, Hausen Schweiz), 100 Teile Styrol, 5 Teile Benzolperoxyd,   1    Teil der Verbindung der Formel 
EMI5.1     
 und 0, 05 Teile Kobaltbeschleuniger EMW (der Fa.



     Elektrochem. Werkc München)    werden gemischt und ein Glasgewebe mit der viskosen Lösung getränkt.



  Das Verhältnis Harzmischung/Glasgewebe beträgt etwa 7 : 3. Die Härtung zu einer stabilen Platte erfolgt durch Erhitzen des zwischen   Cellophanfolien    eingebetteten Materials in einer auf 90  vorgeheizten Presse während 30 Minute. Die   durchscheinende,    praktisch farblose Platte von 2 mm Dicke ist für UV Licht der Wellenlängen von   290-375    m, praktisch undurchlässig. Gegenüber einer Platte, welche in analoger Weise, jedoch   ohno    Zusatz des Stabilisators hergestellt wurde, zeigt sie zudem eine bessere Lichtbeständigkeit,   d.      h.    eine geringere Vergilbung nach Belichtung.



   Die Verwendung der nachstehend aufgeführten Verbindungen anstelle der oben verwendeten ergibt Platten mit sehr   ähnlichen Eigemschaiten.   



  2/2   2-(2'-Hydroxy-3',      5'-dimethylphenyl)-       5-ss-carbäthoxyäthylmercaptobenztriazol,    2/3 2-(2'-Hydroxy-3'-ss-cyclohexylmercapto propionylhamidomethyl-5'-methylphenyl) benztriazol, 2/4   2-(2'-Hydroxy-3'-ss-tert. butylmercapto-       propionylamidomethyl-5'-methylphenyl)-    benztriazol, 2/5   2-      a-       methyl-propionylamidomethyl-phenyl)-5- methoxy-6-methyl-benztriazol,    2/6 2-(2'-Hydroxy-5'-ss-[carbo-ss'-(ss"-carbo   äthoxyäthylmercapto)-äthoxy]-äthylphenyl)-    benztriazol oder 2/7   2-(2'-Hydroxy-3'-ss-benzylmercapto-    propionylamidomethyl-5'-methylphenyl) benztriazol.



   Beispiel 3
100 Teile Polyvinylchlorid Pulver, hergestellt durch   Emulsioospolymerisaition    von Vinylchlorid nach der Vorschrift von W. Sorenson  &  TW Campbell in     Preparative Methods of Polymer Chemistry  , Seite    165, No. 92   (Interscience Publishers Inc., New    York,   1961),    1, 5 Teile einer der nachstehenden Verbindungen und 2 Teile   Dioctylzinndilaurat    (als   Hitzestabili-      sator)    werden vermischt und mittels der   Schnecken-    presse zu.   einef steifen Folie von l mm Dicke extru-    diert.

   Das transparente Material absorbiert praktisch alles UV-Licht der Wellenlängen unter 380 m  und ist besonders zur Herstellung von   lichtstabilen    und d   UV-absorbierenden Wellplatten geeignet    : 3/1   2-(2'-Hydroxy-3'-ss-octylmercapto-α

  -methyl-    propionyl-aminodmethyl-5'-methylphenyl) benztriazol, 3/2   2-(2'-Hydroxy-3'-ss-butylmercaptopropionyl-       amidomethyl-5'-methylphenyl)-benztriazol-   
5-carbonsäure, 3/3   2-(2'-Hydroxy-3'-ss-butylmercaptopropionyl-       amidomethyl-5'-benzylphenyl)-benztriazol,    3/4 2'(2'-Hydroxy-3'-ss-butylmercaptopropionyl   amidomethyl-5'-benzylphenyl)-benztriazol,    3/5   2-(2'-Hydroxy-3'-ss-carbobutoxyäthyl-    mercaptoacetamido-metyyl-5'-methylphenyl) benztriazol (identisch mit Nr.

   1/9), 3/6 2-(2'-Hydroxy-3'-[o-carbon-ss-(ss'-carbo  äthyl-äthylmercapt)-äthoxyphenylmethyl]   5'-methylphenyl)-benztriazol,    3/7 2-(2'-Hydroxy-3'-ss-butylmercaptopropionyl amidomethyl-5'-methylphenyl)-benztriazol
5-sulfonsäurebutylamid, 3/8 2-(2-'Hydroxy-3'-ss-butylmercatpopropionyl   amidomethyl-5'-chlorphenyl)-benztriazol,    oder 3/9 2-(2'-Hydroxy-5-[p-crbo-ss-(ss'-carbo   äthoxy-äthylmercapto)-äthoxyphenylphenyl])-    benztriazol.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verwendung von 2- (2'-Hydroxyphenyl)-benztri- azolverbindtmgen der allgemeinen Formel EMI5.2 worin X einen zweiwertigen, gegbenenfalls eine Carbon saureester-oder-amidgruppe einschliessenden aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Rest, R1, R2, R3 und R4 je Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe, Y zweibindigen Sauerstoff oder eine gegebenenfalls durch eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-oder Arylgurppe substituierte Iminogruppe, Z eine gegebenenfalls durch Hydroxyl-und freie oder veresterte CarboxyIgruppen substituierte Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-oder Arylgruppe,
    und n und m je eine positive ganze Zahl von höchstens 2 bedeuten, und worin die BonzoMnge A und B noch weitere nicht farberzeugende Substituenten enthalten können, als Licht-und Oxydationsschutzmittel.
CH570162A 1961-06-16 1961-06-16 Verwendung von substituierten 2-(2'-Hydroxyphenyl)-benztriazolverbindungen als Licht- und Oxydationsschutzmittel CH410946A (de)

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