CH415593A - Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonylalkoxyharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonylalkoxyharnstoffen

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CH415593A
CH415593A CH492561A CH492561A CH415593A CH 415593 A CH415593 A CH 415593A CH 492561 A CH492561 A CH 492561A CH 492561 A CH492561 A CH 492561A CH 415593 A CH415593 A CH 415593A
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benzenesulfonyl
carbon atoms
urea
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methyl
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CH492561A
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Aumueller Walter
Korger Gerhard
Weyer Rudi
Weber Helmut
Baender Alfred
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Hoechst Ag
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea
    • C07C311/57Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea having sulfur atoms of the sulfonylurea groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings
    • C07C311/61Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea having sulfur atoms of the sulfonylurea groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings having nitrogen atoms of the sulfonylurea groups further bound to another hetero atom

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonylalkoxyharnstoffen
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonyl  alkoxy-harnstoffen    der Formel
EMI1.1     
 worin R ein Wasserstoffatom oder ein Chlbr-oder Bromatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Alkoxygruppe mit   1    bis 4 Kohlenstoffatomen und Ri eine Alkylgruppe mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen, eine   Cycloalkylalkyl-    gruppe mit 6 bis 8 Kohlenstoffatomen oder eine   Phenylalkylgruppe,    deren Alkylengruppe 1 bis 3 Kohlenstoffatome enthält, bedeuten, das dadurch gekennzeichnet ist,

   dass man Verbindungen der Formel
EMI1.2     
 mit   O-Alkyl-hydroxyq ! aminen    der Formel    HAN-ORS    umsetzt, worin X einen Rest bedeutet, der mit der Aminogruppe des   O-Alkylhydroxylamins    zusammen die Harnstoffbrücke ergibt.



   Beispielsweise kann man ein   O-Alkyl-hydroxyl-    amin der Formel
Ri-O-NH2 mit   Benzolsulfonylisocyanaten    der Formel !
EMI1.3     
 oder einem Derivat eines solchen Benzolsulfonylisocyanates zur Umsetzung bringen. Die erhaltenen Verbindungen können durch Behandlung mit Hilfe von anorganischen oder organischen Basen in die entsprechenden Salze übergeführt werden.



   Die neuen   Verfahrenserzeugnisse    besitzen bei bemerkenswert guter Verträglichkeit eine starke   blut-    zuckersenkende Wirkung.



     Alis Ausgangsstoffe    kommen z. B. folgende   0-      Alkyl-hydroxylamine der    Formel    R-O-NH2    in Betracht :
Propyloxyamin, Isopropyloxyamin,
Butyloxyamin,   Isobutyloxyamin,       Isopentyloxyamin,    Pentyloxyamin,   Hexyloxyamin,   
Heptyloxyamin, Cyclopentyloxyamin,
Cyclohexyloxyamin,   Cyclohexylmethyloxyamih,   
Benzyloxyamin,   Phenylläthyloxyamin    und    Phenyl-n-propyloxyamin.   



   Als   Umsetzungskomponenten    der vorstehend genannten Verbindungen kommen entweder   Benzolsul-    fonylisocyanate, die einen der Bedeutung des Restes R entsprechenden Substituenten im Phenylkern enthalten oder solche Verbindungen, die als Abkömm  linge derartiger Benzolsuifonylisocyanate aufgefasst    werden können, in Frage.

   Beispielsweise seien genannt : Benzolsulfonylisocyanate der Formel
EMI1.4     
 worin R die angegebene Bedeutung besitzt, wie
Benzolsulfonylisocyanat,    4-Methyl-benzolsulfonylisocyanat,    3-Methyl-benzolsulfonylisocyanat,   2-Methyl-benzolsulfonylisocyanat, 4-Athyl-benzolsulfonylisocyanat,    4-Methoxy-benzolsulfonylisocyanat, 4-Chlorbenzolsulfonylisocyanat, BenzolsulfonylcarbaminsÏurechloride der   Forme   
EMI2.1     
 beispielsweise    4-Methyl-benzolsulfonylcarbaminsäurechlorid    oder 4-Chlor-benzolsulfonylcarbaminsÏurechlorid,
BenzolsulfonylcarbaminsÏureester der Formel
EMI2.2     
 worin R2   einen vorzugsweise niedrigmolikularen    Alkylrest, beispielsweise für Methyl, ¯thyl, Propyl usw.,

   oder einen Phenylrest und X   ein Sauerstoff-    oder Schwefelatom bedeutet, wie   
4-Methyl-benzolsulfonyl- carbamins äuremethylester,
4 Athyl-benzdPsulfonyl-    carbaminsÏuremethylester,    4-Methoxy-benzol-sulfonyl-    carbaminsäuremethylester,    4-n-Propoxy-benzolsufonyl-    carbaminsäuremethylester, sowie die entsprechenden   Athyl-oder Propylester,      Benzolsulfony'lharnstoffe    der Formel
EMI2.3     
 worin R die angegebene Bedeutung besitzt, wie
4-Methyl-benzolsulfonyl-harnstoff,    4-Methoxy-benzolsulfonyl-harnstoff,       Benzolsulfonyl-acyl-hamstoffe    der Formel
EMI2.4     
 worin R3 einen vorzugsweise niedrigmolekularen Alkylrest bedeutet, beispielsweise    N- (4-MethyT-benzolsulfonyl)

  -N'-acetyl-harnstoff.   



   Weiterhin kommen anstelle von Benzolsulfonylisocyanaten z. B.   Benzolsulfonylharnsboffe dler Formel   
EMI2.5     
 die an dem der Sulfonylgruppe abgewandten   N'-Atom    zweifach substituiert sind, in Betracht, wie sie gemäss DBP-Nr. 845 042 als Zwischenprodukte zur   Umset-    zung mit Aminen verwendet werden. Beispielsweise sei   aDs    solche Verbindung der    N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N', N'-diphenyl-    harnstoff erwähnt.



   Ferner können auch Bis-Benzolsulfonyl-harnstoffe der Formel
EMI2.6     
 worin R die angegebene Bedeutung besitzt, beispielsweise der   N, N'-Di-p-toluolsulfonyharnstoff, anstelle    von   Benzolisulfonylisocyanaten    zur Umsetzung mit den   O-Alkyl-hydroxylaminen    der angegebenen Formel Verwendung finden.



   Das Verfahren gemäss der Erfindung kann hin  sichtlich    der Reaktionsbedingungen in weiten Grenzen variieren und den jeweiligen Verhältnissen angepa¯t werden. Die Umsetzung kann mit oder ohne Lösungsmittel durchgeführt werden. Als   Lösungs-    mittel sind z. B. indifferente aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Toluol, Xylol, Chlorbenzol, Dichlorbenzol, ferner gewisse polare Lösungsmittel, wie Dimethylformamid,   Dimethytsulfoxyd, Dioxan,    ferner   Glykolmonomethyläther    und   ! ähnliche,    geeignet. Die Umsetzung kann bei Zimmertemperatur, f r den Fall,   dal3    Abkömmlinge der Benzolsulfonylisocyanate Verwendung finden, bei Temperaturen zwischen 100 bis   150  C durchgeführt werden.   



   Um die nach den Verfahren gemϯ der Erfindung   hergestellten Verbindungen in mögli'chst    reiner Form zu erhalten, nimmt man zweckmässig eine Umfällung aus   Ammoniak/Salzsäure    vor, indem man die Ver  fahrensprodukte    in verdünntem Ammoniak auflöst, von eventuell im Verlauf der Reaktion entstandenen Benzolsulfonamiden abfiltriert und'das Filbrat ansäuert. Die Verfahrenserzeugnisse können aus geeigneten Lösungsmitteln, wie verdünnten Alkoholen, umkristallisiert werden.



   Die neuen Benzolsulfonyl-alkoxy-harnstoffe zeich nen sich durch eine überraschend starke blutzucker  senkende    Wirkung aus. Verabreicht man   beispiels-    weise 400 mg der neuen Verbindung    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N-n-butoxy-    hamstoff in Form des Natriumsalzes per os an 3 Kaninchen und kontrolliert stündlich den   Blutzucker    nach der Methode von Hagedom/Jensen, so findet man nach einer Stunde eine   Blutzuckersenkung    um 20%, nach zwei Stunden um 25 %, nach drei Stunden um 40 % ; dieser Wert ist auch nach der sechsten Stunde erhalten geblieben.

   Somit ist die neue Verbindung am Kaninchen mindestens so stark blutzuckersenkend wirksam wie der bekannte   N- (4-MethyT-benzolsulfonyl)-N'-n-      butyl-harnstoff.    Die   Blutzuckerbestimmung    am Hund ergab folgende Resultate :
2   Hunde    erhielten 100 mg/kg der Substanz per os appliziert ; nach einer Stunde war der Blutzucker um 5   %,    nach zwei Stunden um 15 %, nach drei Stunden um   45%,    nach vier Stunden um   40%    abgesunken, dieser Wert blieb bis zur sechsten Stunde erhalten.



  Das neue Verfahrensprod'ukt    N-(4-Methyl-benzol sulfonyl)-N'-butoxy-harnstoff    ist also auch beim Hund gleich stark   Mutzucker-    senkend wie die bekannte Vergleichssubstanz.



   Die erhaltenen pharmakologischen Ergebnisse lassen isich auch im klinischen Versuch bestätigen.



   Hinsichtlich der Verträglichkeit sind die neuen   Benzolsulfonyl-alkoxy-harnstoffe    dem bekannten N  (4-Methy-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff über-    legen, wie aus der nachstehenden Gegenüberstellung hervorgeht. Die   LDso    der neuen Verbindung    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butoxy-    harnstoff (A) beträgt an der weissen Maus
A B p.o. 3, 0 g/kg (2, 5 g/kg),    s.      c.    1, 75   g/kg      (0,    7 g/kg),    i.    v. 0, 95 g/kg (0, 6   g/kg).   



   Die Daten in Klammern geben die entsprechenden Werte für den bekannten
N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl harnstoff   (B)    an.



      Eingehende pharmakolqgi'sche Untersuchungen    am Kaninchenherzen, am isolierten Dünndarm und an der Samenblase der Ratte zeigten keinerlei Be  einflussung    der entsprechenden Organe.



   Im Gegensatz zu dem bekannten    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-    harnstoff wird die Oxytocinwirkung am Uterus durch die neuen   Benzolsulfonyl-alkoxy-harnstoffe nicht    aufgehoben.



  So besitzt z. B. die neue Verbindung    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N-n-butoxy-    harnstoff keine Wirkung auf den Uterus und erscheint d'aher zur   oralen Diabetes-Behandlung    auch während der Schwangerschaft und besonders unter der   Geburt    geeignet.



   Die   Verfahrenserzeugnisse    sollen vorzugsweise zur Darstellung vor oral ! verabreichbaren Präparaten mit blutzuckersenk, ender Wirkung zur Behandlung des Diabetes mellitus dienen und können sowohl als solche als auch in Form ihrer   Sale    bzw. in Gegenwart von Stoffen, die zu einer Salzbildung führen,   apptiziert    werden. Zur Salzbildung können   beispiels-    weise herangezogen werd'en : Alkalische Mittel, wie Alkali- oder Erdalkali-hydroxyde, -carbonate oder -bicarbonate, Ammoniak usw., ferner physiologisch verträgliche organische Basen, z. B. Diäthylamino  äthanol.

   Als   medizihische    Präparate kommen vorzugsweise Tabletten in Betracht, die neben den Ver  fahrenserzeugnissen    die üblichen   Hilfs-und    Trägerstoffe, wie Talkum, verschiedene   Stärkearten,    Milchzucker, Tragant, Magnesiumstearat usw., enthalten.



   Zur Herstellung einer Tablette für die orale Behandlung   d'es    Diabetes mellitus wählt man zweckmässig folgende Zusammensetzung : 0, 5 g   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butoxy-    harnstoff oder einen anderen neuen Benzol sulfonyl-alkoxy-hamstoff, 0, 139   gWeizenstärke,      0,      007    g Talkum und 0, 003 g Magnesiumstearat.



   Beim Diabetiker genügen   1    bis 4 Tabletten der angegebenen Zusammensetzung, um die Glukosurie zu beseitigen bzw. zu verringern und den Stoffwechsel zu   normalisieren.   



   Beispiel   1   
N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-propoxy-harnstoff
46 g   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-carbaminsäure-      methyEster    und 15 g O-n-Propylhydroxylamin werden 15 Minuten auf dem   Dampfbad erhitzt.    Anschliessend erhöht man die Temperatur im Ölbad auf 130 bis 140¯C. Nach dem Erkalten wird dite klare Schmelze in 1prozentigem Ammoniak aufgenommen. Man filtriert und säuert das Filtrat mit verdünnter Salzsäure an. Der erhaltene Niederschlag kristallisiert langsam durch. Er wird nach dem   Ab-    saugen aus verdünntem ¯thanol umkristallisiert. Der in einer Ausbeute von 10 g erhaltene
N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-propoxy harnstoff schmilzt bei 118 bis   120  C.   



   Beispiel 2   
N- (4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-propoxy-harnstoff   
25 g   N- (4-Chlor-benzolsul ! fonyl)-carbaminsäure-    methylester werden mit 7, 5 g   0-n-Propyl-hydroxyl-    amin auf dem   Dampfbad    in eine homogene Lösung   überfuhrt.      AnscMiessend    erhitzt man die erhaltene Schmelze im   blbad    eine Stunde lang auf 130 bis    140  C,    nimmt das Reaktionsgemisch nach dem Erkalten in lprozentigem wässrigem Ammoniak auf, filtriert und säuert das Filtrat an. Der bei einigem Stehen   durchkristaiMisierende    Niederschlag wird nach dem Absaugen und Trocknen auf Ton aus Essigester umkristallisiert.

   Man erhält 4 g
N- (4-Chlor-benzolulfonyl)-N'-n-propoxy harnstoff vom Schmelzpunkt 115 bis   117  C.   



   Beispiel 3
N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butoxy-harnstoff
46 g   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-carbaminsäure-    methylester werden entsprechend der in Beispiel   1    angegebenen Vorschrift mit 17, 8 g O-n-Butylhy droxylamin bei 130 bis 140¯C umgesetzt. Der durch
Umfällen aus Ammoniak/Salzsäure erhaltene    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butoxy-    harnstoff schmilzt nach dem Umkristallisieren aus verdunntem Athanol bei   131-133     C, die Ausbeute beträgt 16 g.



   Beispiel 4   
N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butoxy-harnstoff   
Zu einer Lösung von 19, 2 g   p-Toluolsulfonyliso-    cyanat in 100 ml   was, serfreiem Äther    tropft man   unter Kühlung eiine Lösung    von 7, 8 g O-n-Butylhydroxylamin in etwas Ather. Man rührt nach, bis der Isocyanatgeruch verschwunden ist, dampft den Äther ab, nimmt den Rückstand in Ammoniak auf, filtriert und   fälllt    den Harnstoff durch Zugabe von   verdiinnter    Salzsäure aus. Der aus Äthanol/Wasser umkristallisierte   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N-n-butoxy-ham-    stoff schmilzt bei 131 bis   133     C.



   Beispiel 5
N-(4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-butoxy-harnstoff
49 g   N-    (4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'acetyl-harnstoff werden mit 17, 8 g O-n-Butyl-hydroxylamin vermischt und'30 Minuten lang auf   130  C erhitzt.   



  Die Reaktionsmasse wird nach dem Abkühlen mit verdünntem Ammoniak (etwa 1 : 100) in der WÏrme behandelt, vom   UnlösJichen    abgesaugt und das Filtrat mit Salzsäure angesäuert. Der ausgefallene Niederschlag wird nach dem Absaugen aus Methanol umkristallisiert und schmilzt nach dem Trocknen bei 137, 5 bis 139, 5¯C.



   Beispiel 6
N-(4-¯thyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butoxy-harnstoff
40 g N-(4-¯thyl-benzolsulfonyl)-carbaminsÏure  methylbster    werden mit 14, 2 g O-n-Butyl-hydroxylamin vermischt und 90 Minuten lang auf   130  C    erhitzt. Nach dem Abkühlen   wird'das Reaktions-    produkt in verdünntem Ammoniak aufgenommen, vom Unlöslichen abgesaugt, auf einen pH-Wert von 7 gebracht, mit Kohle geklärt und die Lösung angesäuert. Der ausgefallene halbfeste Niederschlag wird mit konzentriertem Ammoniak verrieben und das Ammoniumsalz des gebildeten Sulfonylharnstoffs abgesaugt. Nach dem Umkristallisieren aus Wasser liegt der Schmelzpunkt des Ammoniumsalzes bei 128, 5 bis   131     C (unter Zersetzung).



   Beispiel 7    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-   
N'-cyclohexyloxy-harnstoff
2, 3 g   O-Cyclohexyl-hydroxylamin werden    in 20 ml absolutem Äther gelöst. Dazu tropft man eine Lösung von 4 g   p-Toluol-sulfonyl-isocyanat in    etwas absolutem Äther, dampft nach kurzem Stehen den   Ather    ab, nimmt den Rückstand in   lprozentigem    Ammoniak auf, filtriert etwas gebildetes   p-Toluol-    sulfonamid : ab und säuert das Filtrat an. Der ab  geschiedene       N-    (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-cyclohexyloxy harnstoff wird abgesaugt und aus Äthanol/Wasser   umkristalli-    siert. Der Schmelzpunkt liegt bei 164 bis   166     C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonyl- alkoxyharnstoffen der Formel EMI4.1 worin R Wasserstoff, Chlor, Brom, Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und ! Rl eine Alkylgruppe mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkylalkylgruppe mit 6 bis 8 Kohlenstoffatomen oder eine Phenylalkylgruppe, deren Alkylengruppe 1 bis 3 Kohlenstoffatome enthält, bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI4.2 mit O-Alkyl-hydroxylamanen der Formel HAN-ORS umsetzt, worin X einen Rest bedeutet, der mit der Aminogruppe des O-Alkylhydroxylamins zusammen die Harnstoffbrücke ergibt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verfahrensprodukte mit Hilfe von Basen in physiologisch verträgliche Salze überfuhrt.
CH492561A 1960-04-29 1961-04-26 Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonylalkoxyharnstoffen CH415593A (de)

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