CH416444A - Behälter mit Deckelverschluss - Google Patents
Behälter mit DeckelverschlussInfo
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Description
Behälter mit Deckelverschluss Die Erfindung bezieht sich auf einen mit Verschlussdeckel vensehenen Behälter aus Kunststoff, insbesondere einen stapelbaren, kleinen Behälter für öl oder sonstige flüssige Füllgüter, bei welchem Behälterrumpf und Boden aus einem Stück bestehen. Derartige Behälter werden aus Gründen der Nied righaltung der Verpackungskosten dünnwandig gestaD- tet und mit entsprechenden Verstärkungen versehen, um sie einerseits gegen mechanische Einwirkungen ausreichend zu schützen und andererseits in der Formhaltung zu sichern. Dies gilt insbesondere für den öffnungsrand, der in seiner Formhaltung so gesichert sein muss, dass eine mechanische Aufbringung des Deckels beim maschinellen Füllen und Verschliessen der Behälter gewährleistet ist. Im Gegensatz zu den Behältern, bei denen die Einfüllöffnung nur einen Teil des Behälterquerschnitts ausmacht, bestehen bei Behältern mit voller oder dem Gesamtquerschnitt entsprechender Einfüllöffnung erhebliche Schwierigkeiten. Zur Formhaltung des öffnungsrandes werden in solchen Fällen Randverdickungen vorgesehen, die aber, wenn sie voll wirksam sein sollen, einen erheblichen Aufwand an Werkstoff erfordern und sich auch in der Verarbeitung durch Einsatz von Spezialwerkzeugen, Mehraufwand an Arbeitszeit u.a. kostenmässig nachteilig auswirken. Es sind auch Behälter bekannt, bei denen der Mantel mit nach aussen ragenden Versteifungssicken versehen wird, um dem Behälter auf diese Weise eine entsprechende Formhaltung, beispielsweise bei Querbelastungen zu sichern. Hierbei hat sich ergeben, dass eine nach aussen ragende Sicke im Bereich des öffnungsrandes nicht ausreichend ist, um die notwendige Kalibrierung der Behälteröffnung zu gewährleisten. Ausserdem wird der Behältermantel sowohl beim maschinellen Sicken im Falle der Verwendung von Metallblech, als auch beim Blasen bei Verwendung eines Vorformlings aus Kunststoff weitgehend gereckt und damit oft über das zulässige Mass hinaus geschwächt. So kommt es, dasss an den geschwächten Stellen bei Stossbeanspruchungen sehr leicht Leckstellen entstehen und dass bei axialer Beanspruchung Deformierungen durch Einfaltungen in den geschwächten Sickenbereichen auftreten. Sehr nachteilig wirkt sich die Schwächung durch Aussensickung bei Sturzeinwirkungen aus, wobei sich entweder die Falzverbindung löst oder aber das Mantelmaterial unterhalb der False einreisst. Bei dem Behälter nach der Erfindung sind die angeführten Nachteile dadurch vermieden, dass der mit einem oberen Falzrand versehene Mantel unterhalb des Deckelbodens bzw. des Falzrandes mit einer zur Behältermitte zu gerichteten Verstärkungssicke versehen ist, wobei der Mantel in Bodennähe eine im allmählichen Übergang gehaltene Einziehung aufweist, die den äusseren Durchmesser des Behälters verringert, um eine Einstapelung in die tassenförmige Deckelausbuchtung eines darunter stehenden Behälters zu ermöglichen. Es hat sich erwiesen, dass bei Sturzeinwirkungen auf die Falzkante die nach innen gerichtete Sicke bei dem gefüllten Behälter völlig ausreicht, die Falzverbindung gegen Lösen zu sichern und ein Einreissen des Behältermantels unterhalb der Falzverbindung und damit ein Leckwerden des Behälters zu verhindern. Bei axialer Belastung bewirkt die Sicke ein elas tisches Ausweichen ohne schädlliche Einvirkung auf den Behältermantel selbst. Die nach innen gerichtete Mantelsicke erbringt insbesondere auch in Verbindung mit dem Deckelrand und der Falzverbindung eine so grosse Ringversteifung und damit ein hohes Widerstandsmoment, dass bei auftretenden Querbelastungen Deformierungen des Behälters nicht autreten können. Zweckmässig ist der Mantel des Behälters nachgiebig, also ohne Versteifungen ausgeführt, da die flexible Beschaffenheit des Werkstoffes Dauerdeformierungen bei Auftreten seitlicher Druckbeanspruchungen ohnehin nicht zulässt. Es können aber zusätzlich zu der im Randbereich angeordneten nach innen gerichteten Sicke noch sogenannte Rollsicken im Mantel vorgesehen werden, die gleichzeitig zur weiteren Mantelaussteifung dienen. Dabei können zwischen den Rollsicken angeordnete äussere Längssicken oder Rippen eine weitere wesentliche Versteifungswirkung erbringen. Durch die Verringerung des Aussendurchrnessers in Bodennähe in einem allmählichen Übergang ergibt sich ohne Anwendung besonderer Stapelmittel die Stapelbarkeit des aufstehenden Behälters in dem tassenförmigen Deckelrücksprung des unten stehenden Behälters. Um das sichere Aufsetzten des gestapelten Behälters durch plane Gestaltung des aufliegenden Bodenteiles zu gewährleisten, erhält der Boden in seinem mittleren Bereich zweckmässig eine nach innen gerichtete Wölbung. Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes sieht die Verbreiterung der nach innen gerichteten Sicke vor. Hierdurch wird erreicht, dass bei etwa schräg anstehenden Nachbarbehältern in der Gesamtverpackung ein unmittelbarer Anschlag der Randfalze dieses Behälters gegen den Mantelübergang und damit ein Beschädigen oder ein Einreissen vermieden wird. Ferner können anschliessend an die nach innen gerichtete Sicke innere Längsrippen oder Längssicken angeordnet werden, die sich dann vorzugsweise über den Boden erstrecken und damit Mantel und Boden eine besondere Stabilität verleihen. Der Behälter nach der Erfindung ermöglicht ausser der Deckelbefestigung mittels Falzverbindung auch die Anwendung selbstdichtender Aufsteckdeckel aus Kunststoff. Hierbei wird der Rand des Behältermantels vorzugsweise mit einem Einrollwulst versehen, der nach dem Blasen unmittelbar unter Ausnutzung der Verformungswärme erstellt werden kann. Der den Gefässrand umschliessende selbstdichtende tassenförmige Deckel stützt sich hierbei dichtend auf die nach innen gerichtete Sicke gleichzeitig ab. Es hat sich gezeigt, dass im Bereich des öffnungsrandes unmittelbar unterhalb der Deckelfalze oder des Deckelbodens angebrachte und nach dem Behälterinnern ragende Verstärkungssicke sich besonders vorteilhaft auswirkt, wenn ein von dem tiefsten Punkt der Sicke ausgehender, nach dem Boden zu gerichteter Übergang zum Behältermantel in Form eines Kegelstumpfes vorgesehen wird. Dadurch erhält der Behältermantel eine wesentlich bessere Stabilität. Bei der Herstellung ergeben sich gleichmässige Wandstärken, insbesondere wenn der Behältermantel im Blasverfahren gefertigt wird. Die Gleichmässigkeit in der Wandstärke des Gefässmantels setzt sich auch im oberen Behälterbördelrand fort, wenn so verfahren wird, dass der Rand in einem stumpfen Winkel zur Horizontalen nach oben ragt. Hierbei ist die Neigung des Gefässmantelrandes vorteilhaft unter einem Winkel von 60-80 vorgesehen. Eine Schwächung des Bördelrandes beispielsweise durch Ausziehen in die Horizontallage während des Zustandes des Werkstoffes in der Verformungswärme entfällt. Der schräg angeformte Bördelrand hat zudem den Vorzug der sicheren Auflage der Verschlussdeckel, insbesondere bei dem maschinellen Verschliessen der Behälter. Durch den grösseren Spielraum zwischen Deckelbördelrand und Gefässbördelrand werden Verklemmun- gen und damit Fehlauflagen der Deckel, die ein unzuverlässiges Verschliessen und Betriebsstörungen in der maschinellen Anlage zur Folge haben, vermieden. Der nach der Lehre der Erfindung erstellte Behälter kann unter Aufwand geringster Mittel gefertigt werden, so dass die Herstellungskosten gering sind. Die Voraussetzungen für eine gute Formhaltung und zur Sicherung gegen Zerstörungseinflüsse werden in hohem Masse erfüllt. Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die in der Zeichnung dargestellt sind. Fig. 1 zeigt den Querschnitt durch den Behälter, und zwar links sei üg mit lose aufgelegtem Deckel vor der Falzung, rechtsseitig mit fertig aufgefalztem Dekkel. Fig. 2 zeigt den Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform des Behälters mit verbreiterter Innensicke und Innenaussteifung. Fig. 3 veranschaulicht die Draufsicht auf den Behälter ohne Deckel. Fig. 4 zeigt einen Teilquerschnitt (Längsschnitt) durch den Behälter vor dem Verfalzen der Bördelränder. Fig. 5 veranschaulicht den Teilquerschnitt durch den Oberteil des Behälters nach Teildurchführung des Falzvorganges. Fig. 6 zeigt den Teilquerschnitt durch das Behälteroberteil mit fertig angefalztem Deckel. Behältermantel 1 und Boden 2 sind aus einem Stück. Den oberen Abschluss des Behältermantels bildet ein Falzrand 3, auf welchen sich der lose eingesetzte tassenförmig ausgebildete Deckel 4 mit seinem den Falzrand 6 aufweisenden Aussenrand 5 auflegt. (Fig. 1 linke Seite). Behälterrand 3 und Deckelränder 5, 6 dienen der Falzverbindung 7 (Fig. 1 rechts). Unterhalb der Falzverbindung 7 bzw. des Deckelbodens 4 ist die nach dem Behälterinnern gerichtete Sicke 8 angeordnet. Vorzugsweise stützt sich die Sikke 8 gegen den unteren Eckrand 9 des Tellerbodens 4 ab. Strichpuntiert sind die Laufsicken 10 mit den Längssicken 11 angedeutet. Der Behältermantel 1 besitzt den bodenseitigen Einzug 12, der in die plane Aufstellfläche 13 übergeht. Im mittleren Teil des Bodens ist die nach innen gerichtete Wölbung 14 vorgesehen. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist die verbreiterte Sicke 15 vorgesehen, in welche sich die Falzverbindung 7 des Nachbarbehälters einfügen kann. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die in Höhe der Sickentiefe 15 bemessenen inneren Längsrippen 16 angeordnet, die sich über die Rippen 17 am Boden 13, 14 fortsetzen. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des Behälters gemäss der Erfindung ist in den Fig. 4-6 dargestellt. Das aus Mantel 1 und Boden 2 in einem Stück hergestellte Gefäss aus Kunststoff besitzt unterhalb des Deckelbodens 4 die nach innen gerichtete Verstärkungssicke 22 und den schrag nach oben gerichteten Bördelrand 3. Von der tiefsten Stelle der Sicke 22 aus wird über den Kegelstumpf 23 der allmähliche Übergang zum Gefässmantel 1 gebildet. Die Neigung der Fläche des Kegelstumpfes 23 entspricht etwa der Neigung des Bodenkegels 12. Bei dem lose aufgelegten Deckel 4, der sich mit dem oberen Falzrand 5 auf den schräg gestellten Gefässfalzrand 3 abstützt, besteht zwischen dem Deckelfalzrand 6 und dem Gefässfalzrand 3 ein weitgehender Spielraum, der ein unbehindertes, maschinelles Auflegen des Dekkels gewährleistet. Ein leichter Druck des Verschliesswerkzeuges genügt zum falzfähigen Umlegen des Gefässbördelrandes 6, wie in Fig. 5 dargestellt. Die fertige Falzverbin dung 7 zwischen dem Behältermantel 1 und dem Dekkel 4 ist in Fig. 6 zu erkennen. Die Anordnung der Verstärkungssicke 22 mit Kegelstumpf 23 unmittelbar unterhalb des Deckelbodens 4 erbringt eine zuverlässige Formhaltung und Festigkeit des Behälterrandes für die sichere Durchführung der Falzverbindung 7.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Behälter mit Deckelverschllassaus thermopllastischem Kunststoff, bei welchem Mantel und Boden aus einem Teil bestehen und der Behälter durch einen Falzdekkel oder Einsteckdeckel verschlossen wird, wobei der Mantel durch Sicken oder Rippen versteift ist, dadurch gekennzeichnet, dass der mit einem oberen Falzrand (3) versehene Mantel (1) unterhalb des Dek- kelbodens (4) bzw. des Falzrandes (7) mit einer zur Behältermitte zu gerichteten Verstärkungssicke (8) versehen ist, wobei der Mantel (1) in Bodennähe eine im allmählichen Übergang gehaltene Einziehung (12) aufweist, die den äusseren Durchmesser des Behälters verringert, um eine Einstapelung in die tassenförmige Deckelausbuchtung (4) eines darunter stehenden Behälters zu ermöglichen.UNTERANSPRüCHE 1. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die nach innen gerichtete Sicke (15) so breit ist, dass sich der Falzrand (7) eines gleichen Nachbarbehälters einfügen kann.2. Behälter nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicken (8, 15) formschlüssig gegen den Randdeckel (9) anliegen.3. Behälter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einzug (12) des Behältermantels (1) in einen flachen Teil (13) des Bodens (2) übergeht, während der Boden (2) in der Mitte eine Bombierung (14) aufweist.4. Behälter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-3, gekennzeichnet durch die Formhal tun'des Gefässmantels dargestellt, dass die dicht unterhalb des Deckelbodens (4) ins Behälterinnere ragende Verstärkungssicke (22) von ihrem tiefsten Punkt aus über einen Kegelstumpf (23) zum Behältermantel überleitet, wobei der obere Bördelrand (3) des Behältermantels vor Durchführung der Deckelfalzverbindung derart unter einem stumpfen Winkel zur Horizontalen steht, dass bei lose aufgelegtem Deckel (4) zwischen Behälterbördelrand (3) und Deckelbördelrand (6) ein Spielraum besteht.5. Behälter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung des Behälterbördelrandes (3) zur Horizontalen 60-80 beträgt.6. Behälter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-5, dadurch gekenzeichnet, dass die Flächenneigung des Kegelstumpfes (23) gleich oder annähernd gleich der Flächenneigung des Bodenkegels (12) gehalten ist.7. Behälter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-6, gekennzeichnet durch die Anordnung innenseitiger Längsrippen oder Sicken (16), deren Höhe der Sickentiefe (8, 15) entspricht und die sich über den Boden (2) fortsetzen, wobei jeweils zwei gegenüberliegende Längsrippen (16) durch die Bodenrippen (17) verbunden sind.
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