Dampfkochkessel Das Hauptpatent betrifft einen Dampfkochkessel mit schwenkbarem Deckel zum Verschliessen des Kochgefässes und einem vor Odem Öffnen des Deckels zwecks Ablasseis des Dampfes zu öffnendem Ventil. Gemäss dem Patentanspruch des Hauptpatentes zeich net sich dieser Dampfkochkessel dadurch aus, dass zwischen dem Deckel und einem vom Kochgefäss ,oben gebildeten Rahmen eine Dichtung vorgesehen ist, deren Abdichtwirkung durch den im Kochgefäss herrschenden Dampfdruck verstärkt wird, und dass am Deckel eine Halteklappe schwenkbar angebracht ist,
.die einen schräg aufwärtsgerichteten Halterand aufweist, der in der Schliesslage eine vom Rahmen gebildete, abwärts gerichtete Zarge untergreift, so ,dass die Halteklappe und hiermit der Deckel in der Schliesslage verriegelt sind, solange der Dampf nicht durch das Ventil abgelassen worden ist.
Auf diese Weise gelingt es, ohne mechanische Kupplung des Ventils mit einem Kniehebelverschluss oder dergleichen eine sehr einfache Sicherheitsver riegelung des Deckels in seiner Schliesslage zu schaffen.
Die im Hauptpatent beschriebene bevorzugte Ausführungsform des Dampfkochkessels ist so aus gelegt, ,dass beim Zuklappen des Deckels der Halte rand der ,Halteklappe automatisch in die Schliesslage kommt. Es hat sich aber herausgestellt, .dass bei nicht genügend genauer Justierung, z.
B. infolge Nicht berücksichtigung der Alterung der .Dichtung, das automatische Schliessen der Halteklappe manchmal nicht richtig stattfindet, so dass dann der Kochkessel in Funktion gesetzt wird, in der Meinung, er sei geschlossen, während er in Wirklichkeit noch offen ist.
Zur Vermeidung ,dieses Nachteiles zeichnet sich der Dampfkochkessel nach der vorliegenden Erfin dung dadurch aus, dass an der Halteklappe ein Drehgriff gelagert ist, der mit einem Drehriegel fest verbunden ist, der zum Schliessen des Deckels von Hand in eine Schliesslage zu bringen ist, in welcher dieser Drehriegel die abwärts gerichtete Zarge des Kochgefässrahmens hintergreift.
In der 7ieichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. ES ist: Fig. 1 ein vertikaler Teilschnitt gemäss Linie 1-I von Fig. 2 durch einen Dampfkochkessel bei ge schlossenem Deckel, Fig. 2 eine Ansicht der Halteklappe in Richtung ,des Pfeiles II von Fig. 1 und Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht der Halteklappe bei in die Öffnungslage gedrehtem Griff.
Die vorliegende Fig. 1 entspricht der Fig. 2 der Zeichnung des Hauptpatentes, wobei auch für gleiche Teiledieselben Bezugszeichen verwendet sind.
Der Dampfkochkessel weist wiederum einen Kör per 1 von quaderförmiger Gestalt auf, der haupt sächlich aus einem Kochgefäss 3, einer Wärme isolierung 4 und einer Verschalung 5 besteht. Zum Verschliessen des Kochgefässes, 3 ist ein Deckel 7 vorgesehen, der hauptsächlich aus einer Blechver schalung 10 und einer in derselben enthaltenen Wärmeisolierung 1!1 besteht. Der Deckel 7 -ist durch nicht dargestellte Scharniere am Körper 1 angelenkt und mit einem ebenfalls nicht dargestellten Sicher- heits- und Dampfablassventil versehen.
Auf ihrer unteren Seite bildet die Blechverscha lung 10 eine Nut 12, die sich längs :der ganzen Peripherie des Deckels erstreckt und in der der obere Teil einer Dichtung 13 gefasst ist. Die zur Abdichtung des Kochgefässes 3 dienende Dichtung 13 weist einen nach innen ragenden, sich verjüngen den Schenkel 14 auf, der sich in der dargestellten Schliesslage unter der Einwirkung des im Gefäss herrschenden, durch Pfeile angedeuteten Dampfdruk- kes gegen einen horizontalen Rahmen 15 des Gefässes 3 -anlegt, wodurch eine sich mit steigendem Dampf druck verstärkende Abdichtung erzielt wird.
Der Rahmen 15 weist eine abwärts gerichtete Zarge 16 auf, die an einem die Verschalung 5 um gebenden Verstärkungsband 17 befestigt ist, z. B. durch Schweissen. LTm den Deckel 7 geschlossen zu halten, ist eine Halteklappe 18 vorgesehen, die auf der dem Scharnier entgegengesetzten Seite am Deckel 7 angebracht ist und unten einen schräg aufwärts geneigten Halterand 19 aufweist,
der in der Schliess- lage die Zarge 16 untergereift. Die .ideelle Schwenk- achse 20 der Klappe 18 ist durch einen kleinen Kreis :dargestellt.
Zum Anlenken der Klappe 18 am Deckel 7 sind zwei Scharnierstücke 22 vorgesehen, von denen jedes mittels zweier Muttern 23 ,auf einen an einem Ende der Halteklappe 18 angebrachten Schrauben- bolzon 25 festgehalten ist, der idurch eine glatte Bohrung 26 des Scharnierstückes 22 hindurchgeht.
Jedes Scharnierstück 22 liegt zwischen zwei vertikalen Lappen 21, die an einem ,zugehörigen Verstärkungs band 2l a :des Deckels 7 angeschweisst sind und in der Ansichtsrichtung von Fig. 1 somit hintereinander liegen.
Das Scharnierstück 22 ist auf seinen den beiden Lappen zugekehrten Seiten mit vorstehenden, in .Flucht miteinander liegenden Zapfen 27 versehen, die in entsprechenden, in den Lappen 21 vorgesehe nen Lageraugen gelagert sind. Mit 24 sind zwischen -dem Scharnierstück 22 und den Muttern 25 an geordnete Unterlegscheiben bezeichnet. Es ist er sichtlich, .dass man mittels der Muttern 25 die Lage des Halterandes in bezug auf die Zarge 1-6 justieren kann.
Soweit stimmt der vorliegende Kochikessel mit der im Hauptpatent dargestellten Ausführungsform überein. Anstelle eines bei dieser Ausführungsform vorgesehenen, starren, bügelförmigen Griffes ist nun aber in der Mitte :derHalteklappe 1:
8 ein Drehgriff 32 vorgesehen, der mittels eines Stiftes 33 fest mit einem Schwenkzapfen 34 verbunden ist, der in einem an der Haltcklappe 18 vorgesehenen Lagerauge 35 gelagert ist.
An dem vom Griff 3.2 abgekehrten Ende ,des Zapfens 34 ist aderselbe zu einem .Drehriegel 37 -ausgebildet, der :durch einen radial Tiber den Zapfen 34 vorstehenden kreisförmigen Bund 38 gebildet wird, von dem,auf einer Seite ein Stück längs einer Sehne 39 weggeschnitten ist.
Der Halterand 19 der Halteklappe 18 weist im Bereich des Bundes 318 eine Lücke 40 auf, so dass der Drehgriff 32 aus seiner in Fig. 3 dargestellten Öffnungslage um 90 in dieSchliesslage nach Fig. 1 und 2 gedreht werden kann.
Dabei tritt der Drehriegel 37 durch die Lücke 40 des Halterandes 19 hindurch .und hintergereift idabei einen :kurzen, zentralen Abschnitt der Zarge 16, sofern man vor dem iDrehen die Halteklappe ,1$ mittels ides Drehgriffes 32 selbst in die Schliesslage gedrückt -hat.
In jedem Scharnierstück 22 ist .unterhalb der ideellen Drehachse 20 eine Vertiefung 28a vor- gesehen, in der das Ende einer Druckfeder 29a untergebracht ist, :die sich an ihrem anderen Ende am Verstärkungsband 21a abstützt.
Die Feder 29a ist, .im Gegensatz zu einer im Hauptpatent mit 29 bezeichneten Feder bestrebt, die Klappe 1,8 im Uhr zeigerdrehsinne von Fig. 1 also im Öffnungssinne zu verschwenken. Damit die Klappe 18 dadurch nicht zu weit geöffnet wird, ist eine, Einstellschraube 30a vorgesehen, die in eine im Scharnierstück 22 ober halb der ideellen Drehachse 20 vorgesehenen Ge windebohrung 31a eingeschraubt ist.
Um den Deckel 7 zu schliessen, muss man auf den Drehgriff 32 drücken, und zwar sowohl nach hinten, um die Kraft der Feder 29a zu überwinden, als .auch nach unten, um den Widerstand der Dich teng 13 so weit zu überwinden, dass der Halterand 19 die Zarge 1.6 untergereift;
hierauf muss man den Drehgriff 32 @um 90 drehen, damit der Drehriegel 37 -die Zarge 16 hintergereift. Gegenüber der Aus führungsform des Hauptpatentes, bei welcher die Schliesslage der Halteklappe 18 automatisch :durch Zuschlagen des Deckels 7 erreicht wird, ist jetzt eine gewisse, allerdings sehr geringe Mehrarbeit zu lei sten;
dafür ist man aber auch absolut sicher, dass die Schliesslage wirklich -erreicht ist, und dass nicht etwa infolge :einer nicht ganz passenden Einstellung der Einstellschraube @(30 im Hauptpatent) und/oder der Einstellmuttern 23 (etwa infolge ,Altern der Dichtung 13) die Halteklappe 18 die Schliesslage tatsächlich nicht erreicht hat, so dass dann beim Einschalten der Heizung der sich bildende Dampf aus. dem nicht richtig geschlossenen Deckel 7 entweicht.
Der Vorteil der Ausführungsform -des Hauptpatents wird dabei in vollem Umfang beibehalten, nämlich, dass man, um den Deckel 7 öffnen zu können, zuerst den Dampf ablassen muss, weil es sonst nicht möglich ist, den Halterand 19 so weit zu senken, dass er an der Zarge 16 vorbeikommen kann.