CH426787A - Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide

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CH426787A
CH426787A CH1574464A CH1574464A CH426787A CH 426787 A CH426787 A CH 426787A CH 1574464 A CH1574464 A CH 1574464A CH 1574464 A CH1574464 A CH 1574464A CH 426787 A CH426787 A CH 426787A
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CH
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sulfonic acid
endomethylene
cyclohexene
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substituted
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CH1574464A
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English (en)
Inventor
Ulrich Dr Daeniker Hans
Original Assignee
Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/01Sulfonamides having sulfur atoms of sulfonamide groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C311/02Sulfonamides having sulfur atoms of sulfonamide groups bound to acyclic carbon atoms of an acyclic saturated carbon skeleton

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von   3-substituierten    1,   4-       Endomethylen-d5-cyclohexen-2-sulfonsäureamiden,    deren Stickstoffatom mindestens 1 Wasserstoffatom trägt.



   Als Substituent in   3-Stellung    kommt   insbeson-    dere ein niederer Alkylrest in Frage.



   Das Sulfonamid-Stickstoffatom kann unsubstituiert oder durch einen Substituenten substituiert sein. Dieser Substituent ist z. B. ein Kohlenwasserstoffrest wie insbesondere eine Niederalkylgruppe, beispielsweise Methyl, Athyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl oder Pentyl.



   Die am   1,      SEndo-methylen-d5-cyclohexen-System    haftenden Substituenten, in Stellungen 2 und 3,   kön-    nen dabei die   endo-und/oder    die   exo-Konfiguration    haben.



   Die neuen Verbindungen und ihre Salze besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften und   kön-    nen deshalb als Heilmittel oder als Zwischenprodukte zu deren Herstellung verwendet werden. So zeigen sie zentralerregende Eigenschaften.



   Insbesondere haben Verbindungen der Formel
EMI1.1     
 wobei Ri Niederalkyl bedeutet, eine analeptische Wirkung und können als   Analeptica    verwendet werden.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein 3-substituiertes 1,   4-Endomethylen-d5-      cyclohexen-2-sulfonsäurehalogenid,    insbesondere ein Fluorid, Chlorid oder Bromid mit Ammoniak oder einem primären Amin umsetzt.



   Die Umsetzung kann in üblicher Weise erfolgen.



  So kann man beispielsweise ein entsprechendes Sulfonsäurehalogenid mit Ammoniak oder einem pri  mären    Amin-unverdünnt oder unter Zusatz eines inerten   Lösungsmittels-in    An-oder Abwesenheit eines basischen Kondensationsmittels, umsetzen.



   Als Salze sind solche zu nen, nen, in denen ein Wasserstoffatom am Stickstoffatom gegen ein Kation, wie z. B. das Kation eines Alkalimetalls, beispielsweise Natrium, ersetzt ist.



   Erhaltene Sulfonsäureamide mit freier Sulfonamidgruppe lassen sich am Stickstoff weiter monosubstituieren. So kann man entsprechende Sulfonsäureamide mit reaktionsfähigen Estern von   Alkoho-    len, wie Halogeniden oder Sulfonsäureestern, umsetzen.



   Die Substitution kann in an sich bekannter Weise in An-oder Abwesenheit von Verdünnungsmitteln   und/oder    Kondensationsmitteln   und/oder    Ka  talysatoren,    bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, im offenen oder im geschlossenen Gefäss unter Druck durchgeführt werden.



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder lassen sich nach bekannten Methoden herstellen. Zweckmässig verwendet man solche, dass die eingangs als bevorzugt geschilderten Verbindungen entstehen.



   Beispielsweise erhält man die, als Ausgangsstoffe genannten 3-substituierten   1,      4-Endomethylen-      A5-cydohexen-2-sulfonsäurehalogenide,    wenn man Cyclopentadien mit   a, ss-ungesättigten    organischen   Sulfonsäurehalogen, iden    mit mindestens 3   C-Atomen    kondensiert. Als a,   ss-ungesättigte    organische Sulfonsäurehalogenide mit mindestens 3   C-Atomen    sind insbesondere das   zl-Propen-sulfonsäurechltorid    zu nennen. 



   Die neuen Verbindungen können als Heilmittel auf dem Gebiet der Human-und   Veterinärmedizin,    z.   B.    in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden. Diese enthalten die genannten Verbindungen in freier Form oder in Form ihrer Salze in Mischung mit einem f r die enterale, parenterale oder lokale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen Trägermaterial.



   In den nachfolgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
25, 3 g   1,      4-Endomethylen-3-methyl-AB-cyclohexen-      2-sulfonsäurechlorid    tropft man unter Rühren zu 100 cm3 flüssigem Ammoniak und lässt diesen darauf abdampfen. Der kristalline Rückstand wird zwischen Wasser und Chloroform verteilt. Aus der   Chloro-    formschicht erhält man nach Trocknen und   Ein-      dampfen    24, 5 g Kristalle, die aus Isopropanol umgelöst werden.

   Man erhält so   1,    4-Endomethylen-3  methyl-X5-cyclohexen-2-sulfonsäureamid    als farblose Kristalle vom F.   118-120     der Formel
EMI2.1     

Das Ausgangsmaterial erhält man beispielsweise wie folgt :
Eine Lösung von 20 g   Propen-sulfonsaure-      chIorid    und 20 g Cyclopentadien in 25 cm3 absolutem Benzol wird nach Zusatz von einer Spur wasserfreiem Aluminiumchlorid und etwas Hydrochinon im Glasbombenrohr über Nacht bei Raumtemperatur stehengelassen und dann 20 Stunden auf   120  erhitzt.   



  Das erhaltene Reaktionsgemisch wird darauf zur Trockne eingedampft und der ¯lige Rückstand im Hochvakuum destilliert. Man erhält dabei 25, 6 g    1, 4-Endomethylen-3-methyl-X5-cyclohexen-2-sulfon-    säurechlorid vom Sdp.   68-70     (0, 2 mm).



   Beispiel 2
Zur Lösung von 10 g Athylamin in 100 cm3 abs.



     Ather    gibt man tropfenweise unter Rühren und Kühlen 20, 6 g   1,      4-Endomethylen-3-methyl-d5-cyclo-    hexen-2-sulfonsäurechlorid in 50 cm3 als Ather. Nach beendeter Zugabe wird über Nacht bei Raumtemperatur   stehengel'assen.    Darauf wäscht man die Reaktionslösung mit verdünnter Salzsäure und Wasser, trocknet und dampft zur Trockne ein.

   Man erhält 20, 2 g viskoses   öl,    das aus Äther kristallisiertes 1,   4-Endomethylen-3-methyl-X5-cyclohexen-2-sulfon-      säure-äthylamid    liefert vom Smp.   103-105     und der Formel
EMI2.2     

Beispiel 3
Zu 500 cm3 flüssigem Ammoniak gibt man unter Rühren portionenweise, 37, 7 g   1,      4-Endomethylen-3-      phenyl-d5-cyclohexen-2-sulfonsäurechlorid    vom Smp.   76-78     und lässt die entstandene Suspension darauf zur Trockne eindampfen. Der kristalline Rückstand wird mit 300   cm3    Wasser versetzt, leicht erwärmt und gerührt und darauf abgenutscht.

   Den Rückstand löst man aus 250 cm3 Isopropanol um und erhält 29, 5 g   1,      4-Endomethylen-3-phenyl-d5-    cyclohexen-2-sulfonsäureamid vom Smp.   144-146     der Formel
EMI2.3     

Beispiel 4
Zu 10 g   Athylamin    in 200 cm3 abs. Ather gibt man unter Rühren und Kühlen portionenweise 25 g 1,   4-Endomethylen-3-phenyl-zl5-cyclohexen-2-sulfon-    säurechlorid und kocht die entstandene Suspension @ während 2 Stunden. Bei Raumtemperatur wird darauf 100 cm3 2n Salzsäure zugesetzt und   1/2    Stunde gerührt. Nach Kühlen mit Eis wird abgenutscht.

   Den festen Rückstand löst man zweimal aus Isopropanol um und erhält 19, 3 g 1,   4-Endomethylen-3-phenyl-A5-      cyclohexen-2-sulfonsäureäthylamid    vom Smp. 117 bis 118¯ der Formel
EMI2.4     


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von 3-substituierten 1, 4-Endomethylen-j5 cyclohexen-2-sulfonsäure- amiden, deren Stickstoffatom mindestens 1 Wasserstoffatom trÏgt, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 3-substituiertes 1, 4-Endomethylen-?5-cyclohexen 2-sulfonsäurehalogenid mit Ammoniak oder einem primären Amin umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als Sulfonsäurehalogenide Chloride oder Bromide verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als Sulfonsäurehalogenide Fluoride verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI3.1 worin Ri einen Niederalkylrest und X ein Halogenatom bedeutet, mit Ammoniak umsetzt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene freie Verbindungen in ihre Salze umwandelt.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach Patentanspruch I erhaltenen Verbindungen, die am Stickstoffatom unsubstituiert sind zur Herstellung von N-monosubstituierten Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man die genannten erhaltenen Verbindungen mit reaktionsfähigen Estern von Alkoholen umsetzt.
    UNTERANSPRUCH 5. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man als reaktionsfähige Ester Halogenide verwendet.
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