CH443529A - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Tetrazaporphinreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Tetrazaporphinreihe

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CH443529A
CH443529A CH492261A CH492261A CH443529A CH 443529 A CH443529 A CH 443529A CH 492261 A CH492261 A CH 492261A CH 492261 A CH492261 A CH 492261A CH 443529 A CH443529 A CH 443529A
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sulfonic acid
phthalocyanine
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Arnold Dr Tartter
Hans Dr Baumann
Ruprecht Dr Hensel Hans
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Basf Ag
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Farbstoffen    der     Tetrazaporphinreihe       Die     Schweizer        Patentschrift    Nr. 410 244 beschreibt  ein     Verfahren        zur    Herstellung von     P@hthalocyaninfarb-          @Stoffen    durch Umsetzung von einem     Mol    eines     Phthalo-          cyaninsulfonsäurechlorids    der Formel       [Pc]-(S02C)(m+n)          mit    n     Mol        eignes        Amnnophenylpyridazons-(6)

      der Formel  
EMI0001.0017     
    und     Hydrolyse    der     nichtumgesetzten        Sulforvsäurechlo-          ridgruppenr        zu        Sulfonsäuregruppen,    wobei     Pc    den Rest  des     Kupferphthalocyanins,        Nickelphthalocyanins,        :eines          Chlorkupferphthaloeyani!ns    mit 1 bis 4 Chloratomen  im     Molekül    oder     eines        Phenylkupferphrohalocyanins    mit  "1 bis 4     Phenylgruppen    im :

  Molekül,     Z1    ein     Wasser-          stoffatom,    ein Chloratom, eine     Methylbaruppe    oder eine         Methoxygruppe,    Z2 ein     Wasserstoffatom    oder     einen          Sulfonsäurerest    und X ein Chlor- oder Bromatom be  deuten, n eine     ganze    Zahl von 1 bis 4, m eine ganze       Zahl    von 0     bis:    5 und die Summe     aus        m    und n eine  ganze Zahl von 1 bis 6 ist.  



  Es     wurde        neun    gefunden, dass man die     gleichen     Farbstoffe :erhält,     wenn    man :ein     Mol    der oben genann  ten     Phthalocyaninsulfonsäurechloride    mit n     Mol    eines       Aminophenylhydrazons,    der Formel  
EMI0001.0054     
         umsetzt,        wobei        Pc,        Z1,        Z2    X, m und n die oben  angegebenen Bedeutungen haben,

   und die     Umsetzungs-          produkte    mit     Mineralsäuren    behandelt und die nicht  umgesetzten     Sulfonsäurechloridgruppen    zu     Sulfonsäur        e-          ,gruppen        hydrolysiert.     



  Bei     der        Mineralsäu:reibehandlung    werden nach dem  folgenden     Schema        Pyridazonabikömmhnge        gebildet:     
EMI0001.0073     
      Die die     Cycilisierung    bewirkenden Mineralsäuren  verwendet man     entweder    in     wasserfreier    oder  weitgehend     wasserfreier    Form oder in Form ver  dünnter wässriger Lösungen. Wird die     Cyclisierung    :mit       wässrigen    Lösungen von Mineralsäuren, z. B. verdünn  ter Schwefelsäure oder verdünnter Salzsäure, durchge  führt, so arbeitet man vorteilhaft bei höherer Tempera  tur, z.

   B. bei 60  C bis zum Siedepunkt der Mineral  säurelösungen. Bei     Verw;        ndung    von wasserfreien oder       weitgehend    wasserfreien Säuren, z. B. 96%iger     Schwell-          säure,    verläuft die     Cycli@sierung    bereits bei Raumtem  peratur oder mässig erhöhter Temperatur, z. B. 40  C,  mit befriedigender     Geschwindigkeit.     



  Die für     die    Herstellung der Farbstoffe zu ver  wendenden     Tetrazaporphinsulfonsäurehalogemdie    wer  den z. B. durch Erhitzen der     betreffenden        Phfilialocya-          nine    mit     Chlorsulfonsäure        hergestellt.     



  Als     Aminoarylhydrazone    der oben     ungegeibenen    For  mel kommen beispielsweise     diie    Verbindungen der fol  genden Tabelle in Betracht:  
EMI0002.0024     
  
    1. <SEP> H2N-f <SEP> @-NH-<B>N</B> <SEP> =CH-CCl=CCI-COOH
<tb>  NH2
<tb>  2. <SEP> @@ <SEP> NH-N=CH-CCl=CCl-COOH
<tb>  NH2
<tb>  3. <SEP> H03S-<B>1//</B> <SEP> @\-NH-N=CH-CCl=CCl-COOH
<tb>  NH2
<tb>  4. <SEP> C>, <SEP> -NH-N=CH-CCI=CCl-COOH
<tb>  503H
<tb>  H03S
<tb>  5. <SEP> @<B>>,NH-N=CH-CCI=CCI-COOH</B>
<tb>  NH2
<tb>  6. <SEP> H2N-->-NH <SEP> N=CH-CBr=CBr-COOH       Man erhält die aufgeführten     Verbindungen    z. B.

    durch     Umse        zung    der entsprechenden     Arylhydrazine    mit       Mucochlorsäure    bzw.     Mucobromsäure    in mineralsaurer  Lösung bei Raumtemperatur.  



  Die Umsetzung der     Phthalocyanin.sulfonsäurechlo-          ride    mit den genannten     Aminophenylhydrazonen    kann  man beispielsweise in     wässrigen    Medien bei Raumtem  peratur oder davon nicht stark abweichenden Tempera  turen, z.

   B. bei 0 bis 50  C, gegebenenfalls in Anwe  senheit säurebindender Stoffe, wie     Alkalimetallhydr-          oxyden,        -carbonaten,        -hydrogencarbon:aten        und/oder          -acetaten,    vornehmen.     Verwendet    man je Äquivalent       Phthalocyaninsulfonsäurechlorid    1     Mol    oder mehr des  betreffenden     Aminophenylhydrazons,    so kann man alle  oder nahezu alle     Sulfonsäurechloridgruppen    in     die    ent  sprechend substituierten     Sulfonsäureamidgruppen    über  führen.

   Verwendet man weniger :als 1     Mol    Amino-         phenylhyd@razon    je     Äquivalent        Phthalocyaninsulfon-          säurechlorid,    so erhält man Umsetzungsprodukte, die  im Molekül noch     Sulfonsäurechloridgruppen        ent-          halten.    Diese führt man anschliessend auf be  kannte Weise in     Sulfonsäuregruppen    über, soweit nicht  bereits während der     Umsetzung    eine     Verseifung    statt  gefunden hat.

   Man kann aber auch schon vor der Um  setzung mit den     Aminophenylhydrazonen    einen Teil  der     Sulfonsäurehalogenidgruppen    der     Tetrazaporphinab-          kömmlinge    auf     bekannte-    Weise in     Sulfonsäuregruppen     umwandeln und dann die Umsetzungsprodukte mit den       Aminophenylhydrazonen    umsetzen.  



  Zur Herstellung in Wasser     schwerlöslicher    Farb  stoffe werden die     Sulfonsäurechloridgruppender        Phtha-          locyanihabkömmlinge    möglichst     vollzählig    mit dien ge  nannten     Aminophenylhydrazonen    umgesetzt.

   Wasser  lösliche Farbstoffe: erhält man, wenn die     Umsetzung     mit den     Aminophe;nylhydra.zonen    nicht alle     Sulfonsäure-          chloridgruppen    der     Phthalocyaninabkömmlinge    erfasst  und d     ie        fertigen    Farbstoffe     Sulfonsäurereste    im Molekül  enthalten.     Die        Wasserlöslichkeit    der Farbstoffe kann  auch durch .andere     wasserlöslichmachende    Gruppen,  z.

   B.     Carbonsäure-    oder     Sulfonsäuregruppen,    bewirkt  werden,     die'        im        Phenylenrest    der verwendeten     Amino-          phenylhydrazone        vorhanden    sind.     D:e        wasserlöslichen,     insbesondere die     Sul:fonsäuregruppen    enthaltenden Farb  stoffe sind diebevorzugten     Verfahransprodukte.     



  Die im Beispiel genannten Teilwind, soweit nicht       anders        bezeichnet,    Gewichtsteile. Raumteile     verhalten     sich zu     Gewichtsteilen    wie Liter zu     Kilogramm    unter       Normalbedingungen.    Prozentangaben beziehen ,sich auf       Gewichtsprozente.       <I>Beispiel</I>  30 Teile     Kupferphthalocyanin    erwärmt man     in     2'50     Teilen        Chlorsulfonsäure    langsam auf 125  C und  nach einstündiger     Umsetzung    noch vier Stunden auf  130 bis 135  C.

   Man lässt die Mischung erkalten, giesst  sie in     Eiswasser,    filtriert den Niederschlag ab und  wäscht ihn mit     kaltem    Wasser.  



  Der erhaltene, noch feuchte     Filterkuchen        wird;    mit  250 Teilen     zerkleinertem    Eis     .angetelgh,    die Mischung  mit     verdünnter    Natronlauge neutralisiert und mit einer  Lösung von 45 Teilen des     Aminoarylhydrazons    der  Formel  
EMI0002.0115     
    und 35 Teilen     kristallisertem        Natriumacetat    in 700 Tei  len Wasser     verrührt.    Durch langsame Zugabe einer  10     %        igen        wässrigen        Natriumcarbonatlös:

  ung    hält man  die Umsetzung stets schwach sauer bis neutral. Nach  zehnstündigem Rühren bei Raumtemperatur gibt man  zu der Mischung so viel verdünnte Schwefelsäure oder  Salzsäure,     dass    sich in ihr     ein        pH-Wert    von     etwa    1  einstellt, fügt 150 Teile Natriumsulfat oder Natrium  chlorid zu und     filtriert    nach kurzem Stehen das Um  setzungsprodukt :ab.

   Den Rückstand trägt man in 600       Teile    einer etwa     12röigen        wässri.gen    Salzsäure     ein,    er  hitzt :die erhaltene Suspension unter Rühren drei bis  vier Stunden auf 80 bis 90  C und     filtriert    den Farb  stoff .ab. Man     kann    aber auch :den Rückstand unter      Kühlung in 1300     Teile    96 %     ilge    Schwefelsäure eintra  gen     und    das Gemisch     etwa    zehn Stunden bei 30 bis  40  C     rühren.    Man :giesst es ;dann in eine Mischung aus.

    Eis und gesättigter     Natriumchloridlösung,        filtriert    den  Niederschlag ab und     trocknet    ihn bei mässiger     Tempera-          tur.    Es werden     etwa    90 Teile eines in Wasser leicht       löslichen    blauen     Farbstoffs    erhalten.  



  Man klotzt     Baumwollbatist    mit einer     wässrigen        Lö-          sung,    die im Liter 30 g     dieses    Farbstoffs enthält, trock  net das     Färbegut    und klotzt es nochmals mit einer       wässrigen        Lösung,        die    im     Liter    20<B>g</B>     Natriumhydrogenr-          carbonat    und 300     g        Natriumsulfat    enthält.

   Man dämpft  das gefärbte Gut acht Minuten bei 100  C,     spült    es  .und seift     @es    und erhält eine     türkisblaue        Färbung    von  vorzüglicher Licht- und     Nassechtheit.     



  Verwendet man anstelle des im     ersten    Absatz  beschriebenen     Kupferphthalocyaninsulfonsäurechlorids          Nickelphthalocyanin-    oder     Tetraphenyl        upferphthalo-          cyanintetrasulfonsäurechlorid,    so erhält man auf     gleiche     Weise     einen        grünsti'chi'g        blauen        bzw.grünen    Farbstoff  mit ähnlichen     Eigenschaften.     



  Einen     wasserlöslichen        türkisblauen    Farbstoff erhält  man auch, wenn man anstelle :des im zweiten Absatz  genannten     Aminoarylhydrazons    die entsprechende     sul-          fonsäunegr:uppenfreie    Verbindung verwendet. Die     Cych-          sierung    nimmt man dann z. B. durch Kochen in 10 %  iger     wässrvger    Salzsäure vor.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Phthalocyaninfarlb- stoffen, dadurch gekennzeichnet, & ss man ein Mol eines Phthalocyaninsulfonsäurechlorids der .Formel [PC]-(S02C1)(m+n) mit n Mol eines Aminophenylhydrazons der Formel EMI0003.0063 umsetzt, die Umsetzungsprodukte mit Mineralsäuren unter Ringschluss, der Hydrazongruppe NH-N=CH-C(X) =C(X)
    -COOH zu der Pyridazongruppe EMI0003.0069 behandelt Und die nichtumgesetzten Sulfonsäunechlorid- gruppen zu Sulfonsäuregruppen hydrolyeiert, wobei Pc den Rest des K,upferphthalocyanins, Nickelphthalo- cyanins,
    eines Chlorkupferphthaloeyanins mit 1 bis 4 Chloratomen im Molekül oder eines Phenylkupfer- phthalocyanins mit 1 bis 4 Phenylgruppen im Molekül, Z1 ein Wasserstoffatom, ein Chloratom, eine Mebhyl- gruppe oder eine .Methoxygruppe, Z2 ein Wasserstoff atom oder einen Sulfonsäurexest und X sein Chlor- oder Bromatom bedeutet, n eine ganze Zahl von 1 bis 4,
    m eine ganze Zahl von 0 bis 5 und die Summe aus m und n eine ,ganze Zahl von 1 bis 6 ist.
CH492261A 1960-05-04 1961-04-26 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Tetrazaporphinreihe CH443529A (de)

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