CH455798A - Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids

Info

Publication number
CH455798A
CH455798A CH353868A CH353868A CH455798A CH 455798 A CH455798 A CH 455798A CH 353868 A CH353868 A CH 353868A CH 353868 A CH353868 A CH 353868A CH 455798 A CH455798 A CH 455798A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sulfanilamide
preparation
formula
cyclopropyl
group
Prior art date
Application number
CH353868A
Other languages
English (en)
Inventor
Markus Dr Zimmermann
Original Assignee
Geigy Ag J R
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Geigy Ag J R filed Critical Geigy Ag J R
Priority to CH353868A priority Critical patent/CH455798A/de
Publication of CH455798A publication Critical patent/CH455798A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/02Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D239/24Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D239/28Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D239/69Benzenesulfonamido-pyrimidines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von   neuen    Derivaten des Sulfanilamids mit wertvollen chemotherapeutischen Eigenschaften.



   Es wurde gefunden, dass Verbindungen der Formel I,
EMI1.1     
 in welcher   Rt    und   R2    unabhängig voneinander Wasserstoff oder den Cyclopropylrest und R2 einen niederen Alkoxyrest bedeuten, wobei stets ein einziger der Reste   Ri    oder   R3    ein Cyclopropylrest ist, eine vorzügliche antibakterielle Wirksamkeit besitzen.



   Zur Herstellung dieser neuen Verbindungen lässt man auf eine Verbindung der Formel. II,
EMI1.2     
 in welcher   Rt    und   R2    die in Formel I angegebene Bedeutung haben,   Hai    ein   Chlor- oder    Bromatom und X die Aminogruppe oder eine in diese überführbare, stickstoffhaltige Gruppe bedeuten, eine Metallverbindung eines niederen Alkanols einwirken und führt nötigenfalls die Gruppe X in die freie Aminogruppe über.



   Diese Umsetzung erfolgt vorzugsweise in dem betreffenden Alkanol als Lösungsmittel und am besten bei Siedetemperatur oder bei höherer Temperatur in geschlossenem Gefäss. Ferner kommen als Lösungsmittel z. B. auch Dimethylsulfoxyd oder Dimethylformamid in Frage.



   Die nötigenfalls anschliessende Überführung der Gruppe X des Reaktionsproduktes der Formel II in die freie Aminogruppe ist je nach der Art dieser Gruppe eine Hydrolyse oder eine Reduktion. Durch Hydrolyse in die Aminogruppe überführbare Reste X sind z. B. Acylaminoreste wie der Acetamidorest oder niedere Alkoxycarbonaminoreste, oder substituierte   Methylenarninogruppen,    wie der   Benzylidenaminorest    oder der   p-Dimethylamino-benzylidenaminorest.   



   Die Hydrolyse von entsprechenden Verbindungen der Formel II zur Freisetzung der Aminogruppe kann z. B. in saurem Medium, wie durch Erhitzen in verdünnter methanolischer Salzsäure, oder unter alkalischen Bedingungen, wie z. B. mittels verdünnter Natronlauge bei Temperaturen zwischen   20     und   100"    erfolgen. Als durch Reduktion in die Aminogruppe überführbare Reste kommen z. B. die Nitrogruppe oder substituierte Azoreste, wie der   Phenylazo-oder      p-Dimethylamino-phenyazorest,    weiter z. B. der Benzyloxycarbonylaminorest und wiederum der Benzylidenaminorest, in Frage. Die Reduktion dieser reduzierbaren bzw. reduktiv spaltbaren Gruppen kann allgemein auf katalytischem Weg, z.

   B. mittels Wasserstoff in Gegenwart von Raney-Nickel in einem inerten organischen Lösungsmittel erfolgen, jedoch kommen auch nicht-katalytische Verfahren, wie die Reduktion von Nitrogruppen sowie Azogruppen mittels Eisen in Essigsäure oder Salzsäure in Frage.



   Die neuen Derivate des Sulfanilamids entsprechend der Formel I eignen sich zur Bereitung von   Arznzimit-    teln für innere oder äusserliche Anwendung, z. B. zur Behandlung von Infektionen durch grampositive Bakterien, wie Staphylokokken, Streptokokken, Pneumokokken, sowie durch gramnegative Bakterien, wie Salmonella typhi, Escherichia coli und Klebsiella pneumo  niae.     



   Sie werden zur Verabreichung mit geeigneten Trägerstoffen z. B. zu Tabletten, Dragees, Suppositorien oder Sirups, bzw. z. B. zu Pudern oder Salben kombiniert oder in Einzeldosismengen in Kapseln abgefüllt.



   Die nachfolgenden Beispiele sollen die Herstellung der neuen Verbindungen näher erläutern. Die   Tempe-    raturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
9,17 g   N4-Acetyl-N1-(2-cyelopropyl-6-chlor-pyri-      midin-4-yl)sulfanilamid    werden zu einer Lösung von 2,87 g Natrium in 51,5   ml    trockenem Methanol gegeben und im Rührautoklaven während 5 Stunden auf 1200 erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird zur Trockene eingedampft und der Rückstand zwecks Hydrolyse in 25 ml   l-n.    Natronlauge während 1 Stunde bei   90-100     Badtemperatur gerührt. Die Lösung wird mit 100 ml Wasser verdünnt und mit Aktivkohle behandelt. Zum Filtrat wird 5-n. Salzsäure bis pH 5-6 zugefügt und nach   2-stündigwm    Stehenlassen im Eisschrank filtriert.



  Nach Kristallisation aus   Äthanol-Wasser    wird das reine Produkt,   N'-(2-Cyclopropyl-6-methoxy-pyrimi-    din-4-yl)-sulfanilamid mit Smp.   168-1700    erhalten.



   Beispiel 2
5 g   Nt-(6-Chlor-5-cyclopropyl-pyrimidin-4-yl)-sul-    fanilamid werden zu einer Lösung von 1,75 g Natrium in 40   ml    trockenem Methanol gegeben und im Autoklaven während 4 Stunden auf   125     erhitzt. Die braune Lösung wird unter Vakuum eingedampft und der Rückstand in 40 ml Wasser gelöst. Dann wird mit 5-n. Salzsäure der pH auf 5-6 eingestellt, das Reak  tionsgemisch    während 1 Stunde im Eisbad gekühlt und darauf das Rohprodukt abfiltriert. Das reine   N1-(6-Methoxy-5-cyclopropyl-pyrimidin -4 - yl) - sulfanil-    amid mit Smp.   1821-184"    wird durch eine Kristallisation aus Alkohol-Wasser erhalten.



   Das als Ausgangsstoff benötigte N1-(6-Chlor-5cyclopropyl-pyrimidin-4-yl)-sulfanilamid kann wie folgt hergestellt werden: a)   3, 45 g    Natrium werden in 50 ml trockenem Methanol gelöst und gekühlt. Portionenweise werden 6,5 g Formamidin-Acetat unter Rühren zugegeben, wobei die Temperatur 50 nicht übersteigen soll. Nach ca. 10 Minuten werden 10 g Cyclopropylmalonsäuredi äthylester zugestopft und die Temperatur weiterhin unter 50 gehalten. Darauf rührt man bei 200 während 48 Stunden und erhitzt dann auf   60     während 7 Stunden. Das Reaktionsgemisch wird unter Vakuum eingedampft und der Rückstand mit Äther vermischt. Man saugt ab und löst das Filtergut in 90 ml warmem Wasser, behandelt die Lösung mit 0,5 g Aktivkohle, filtriert sie und stellt dann mittels 5-n. Salzsäure den pH des Filtrates auf   4-5    ein.

   Das   ausgefallene      5-Cyclo-      propyl-4,6-pyrimidindiol    schmilzt unter Zersetzung bei   246 .    b) 6,4 g 5-Cyclopropyl-4,6-pyrimidindiol werden zu 45   ml    eisgekühltem Phosphoroxychlorid gegeben und darauf mit   3,2 ml    Dimethylanilin versetzt. Bei einer Badtemperatur von   90-100     wird während   1tal2    Stunden gerührt und eine braunrote Lösung erhalten.



  Unter Vakuum wird überschüssiges   Phosphoroxychlo    rid abdestilliert und der feste Rückstand mit Eis versetzt. Aus dem Gemisch gewinnt man das Reaktionsprodukt durch dreimalige Extraktion mit Äther. Die   Ätherlösung    wird nacheinander mit Wasser, dann mit verdünnter, eiskalter Natriumbicarbonat-Lösung und zuletzt wieder mit Wasser gewaschen und mit Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdestillieren des Ethers verbleibt das rohe   5-Cyclopropyl-4,6-chlorpyrimidin    als   öl.    c) 8,9 g des rohen   5-Cyclopropyl-4,6-dichlor-pyri-    midins werden zu einem   90"    warmen Gemisch von 18,3 Sulfanilamid-Natrium in 74 ml trockenem Dime  thylformamid    zugetropft.

   Die Reaktion ist exotherm; die Temperatur steigt spontan auf   98".    Anschliessend wird während 1114 Stunden bei einer Badtemperatur von   100"    weitergerührt. Die braune Lösung wird nun unter Hochvakuum eingedampft und der Rückstand in   100 mol    Wasser gelöst. Die Lösung wird mit festem Kohlendioyx versetzt, bis der pH 8 beträgt, und nach einstündigem Stehenlassen im Eisbad das überschüssige Sulfanilamid abgesaugt. Man rührt das Filtrat mit   Aktivkohlle,    filtriert und gibt 5-n. Salzsäure bis zum pH 5-6 hinzu. Man lässt im Eisbad während einer Stunde stehen und   filtriert sdann Idas    Rohprodukt ab.

   Eine Kristallisation aus   Alkohol-Wasser    liefert das reine   N1(6-Chlor-5-c0yclopropyl-pyrimidin-4-yi)-sulfanilamid,    Smp.   179-180 .      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids der Formel I, EMI2.1 in welcher R1 und R3 unabhängig voneinander Wasserstoff oder den Cyclopropylrest und R2 einen niederen Alkoxyrest bedeuten, wobei stets ein einziger der Reste R1 oder R2 ein Cyclopropylrest ist, dadurch gekennzeichnet, dass man auf eine Verbindung der Formel II, EMI2.2 in welcher Rt und R3 die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, Hal ein Chlor- oder Bromatom und X die Aminogruppe oder eine in diese überführbare stickstoffhaltige Gruppe bedeuten, eine Metallverbindung eines niederen Alkanols einwirken lässt und nöti genfalis die Gruppe X in die freie Aminogruppe überführt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei Temperatur von 70-130 arbeitet.
CH353868A 1965-09-15 1965-09-15 Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids CH455798A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH353868A CH455798A (de) 1965-09-15 1965-09-15 Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH353868A CH455798A (de) 1965-09-15 1965-09-15 Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH455798A true CH455798A (de) 1968-05-15

Family

ID=4258146

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH353868A CH455798A (de) 1965-09-15 1965-09-15 Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH455798A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006048331A1 (en) * 2004-11-08 2006-05-11 Evotec Ag 11β-HSD1 INHIBITORS

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006048331A1 (en) * 2004-11-08 2006-05-11 Evotec Ag 11β-HSD1 INHIBITORS
EP1666467A1 (de) * 2004-11-08 2006-06-07 Evotec AG 11Beta-HSD1 Inhibitoren

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH597199A5 (en) 3-Phenyl pyridaz-6-ones prodn.
CH455798A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids
CH499532A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Pyrido (1,2-a)-s-triazin-dione
DE1670914B2 (de) Verfahren zur herstellung von 2- aryl-v-triazolen
DE1620381A1 (de) Derivate des 2-Aminopyrazins und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT162904B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Imidazoline
AT237618B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids
DE1770976A1 (de) Isothiazolderivate und ein Verfahren zu ihrer Herstellung
AT236382B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids
AT218006B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Acyl-4-aminophenoläthern und ihren Salzen
AT239228B (de) Verfahren zur Herstellung von 7-Sulfamyl-3, 4-dihydro-1, 2, 4-benzothiadiazin-1, 1-dioxyden
DE1670494C3 (de) Borhaltige heterocyclische Verbindungen
AT223190B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden
AT362787B (de) Verfahren zur herstellung von neuen n-cycloalkylmethyl-2-phenylamino-imidazolinen-(2) und ihren saeureadditionssalzen
AT201587B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Aryloxyessigsäureamiden
AT237620B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Sulfanilamids
AT363187B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 7alpha-methoxycephalosporansaeurederivaten
AT330757B (de) Verfahren zur herstellung von neuen biphenylderivaten und von deren salzen
DE3134364A1 (de) Furano-chromon-verbindungen, verfahren zu ihrer herstellung und solche verbindungen enthaltende arzneimittel
AT222124B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden der Pyrimidinreihe
AT278037B (de) Verfahren zur Herstellung neuer borhaltiger heterocyclischer Verbindungen
AT258910B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzo-dihydro-thiadiazin-Derivaten
CH448085A (de) Verfahren zur Herstellung von Pyridinderivaten
CH385862A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfanilamido-pyrazolen
DE1670494B2 (de) Borhaltige heterocyclische verbindungen