CH464404A - Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen reaktiven Formazanfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen reaktiven Formazanfarbstoffen

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CH464404A
CH464404A CH1714366A CH1714366A CH464404A CH 464404 A CH464404 A CH 464404A CH 1714366 A CH1714366 A CH 1714366A CH 1714366 A CH1714366 A CH 1714366A CH 464404 A CH464404 A CH 464404A
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metal
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CH1714366A
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Fabio Dr Beffa
Dussy Paul
Guido Dr Schetty
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Geigy Ag J R
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/002Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the linkage of the reactive group being alternatively specified
    • C09B62/006Azodyes
    • C09B62/012Metal complex azo dyes

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Description


  <B>Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr.</B> 441<B>572</B>    Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen reaktiven     Formazanfarbstoffen       In den schweizerischen Patentschriften,     Nrn.    394 440  und 441<B>572</B> sind reaktive metallhaltige     Formazanfarb-          stoffe    beschrieben, in welchen ein Metall der Atom  nummern 24 bis 29     tricyclisch    an     eine        Formazanverbin-          dung    koordiniert ist.

   Die diesen schwermetallhaltigen:       Formazanfarbstoffen    zugrunde liegenden, metallfreien       Formazanverbindungen    enthalten an beiden externen,  aromatischen Resten in     o-Stellung    zur     Formazankette    je  eine     metallisierbare    Gruppe.  



  Bei der Weiterbearbeitung des Erfindungsgegen  standes wurde nun gefunden, dass man auch mit solchen       Formazanverbindungen,    welche nur an einem der ex  ternen     azogebundenen    aromatischen Reste in     o-Stellung     zur     Azogruppe    eine     metallisierbare    Gruppe enthalten,  wertvolle schwermetallhaltige Farbstoffe erhält.

   Das Ver  fahren zur Herstellung der neuen reaktiven     Formazan-          farbstoffe,    in denen das Schwermetall     dicyclisch    an eine       Formazanverbindung    koordiniert ist und die der For  mel 1 entsprechen,  
EMI0001.0023     
    R einen einwertigen     Substituenten,    insbesondere einen       nucleophilen    Rest, beispielsweise einen einwertigen     aro-          matisch-isocyclischen    oder     aromatisch-heterocychschen     Rest, eine     Nitro-,    Cyan-,

       Carbacyl-    oder     Arylcarbonyl-          aminogruppe,    A     und    B je den Rest einer     aromatisch-          i.socyclischen        Diazokomponente    oder     heterocyclischen          Diazokomponente    aromatischen Charakters, insbeson  dere einen Rest der Benzol- oder     Naphthalinreihe,    X  eine in     o-Stellung    zur     Azobindung    stehende metallbin  dende Gruppe, vorzugsweise eine     Oxy-,        Carboxy-    oder       Sulfonylamidogruppe,

      Y gleiche oder verschiedene sauer    dissoziierende, salzbildende,     wasserlöslnchmachende     Gruppen, vorzugsweise     Sulfonsäuregruppen,    aber auch       Carboxyl-,        Phosphonsäure-    oder     acylierte        Sulfamidgrup-          pen,    Z eine     acylierbe    oder     azinylierte        Aminogruppe,

       die sich von einer primären oder sekundären     Amino-          gruppe    ableitet und deren     Acylrest    oder     Azinylrest    min  destens einen beweglichen     Substituenten        enthält,    der  mit Alkalien unter Mitnahme des Bindungselektronen  paares reagiert oder einen     eine    solche     acylierte    oder       azinylierte        Aminogruppe    enthaltenden     Substituenten,

      ins  besondere eine durch einen     Di-    bis     Trihalogenpyrimidyl-          rest    substituierte     Aminogruppe,        Me    ein Schwermetall  der Atomnummern 24 bis 29, vorzugsweise Kupfer oder  Nickel, oder dann Kobalt oder Chrom, m die Zahlen  1 oder 2 und n die Zahlen 1 bis 5 bedeuten, ist dadurch  gekennzeichnet, dass man     Formazanverbindungen    der  Formel     1I     
EMI0001.0073     
    worin     XH    eine in     o-Stellung    zur     Azogruppe    stehende,       metallisierbare    Gruppe bedeutet, und R, A, B, Y, Z,

    m und n die in Formel I angegebene Bedeutung haben,  mit einem Schwermetall der Atomnummern 24 bis 29  einführenden Mittel umsetzt.  



  In besonders     wertvollen    und darum vorgezogenen  erfindungsgemäss     erhältlichen    Farbstoffen bedeutet     Me     Kupfer und A und B bedeuten Reste von     Diazokompo-          nenten    der Benzol- oder auch der     Naphthalinreihe    und  R ist ein organischer     Substiutent.     



  Die metallfreien     Farbstoffe    der Formel     II    stellt  man entweder unter Beobachtung geeigneter Vorsichts  massnahmen wegen der Beweglichkeit kritischer     Sub-          stituenten    aus Komponenten her, die mindestens     einen;

       definitionsgemässen     Substituenten    Z enthalten, oder man      führt die     Verbindungen,    die anstelle einer     acylierten     oder     azinylierten        Aminogruppe    Z eine     acylierbare    oder       azinylierbare        Aminogruppe,    oder eine in     eine    solche       überführbare    Gruppe enthalten,

   nach gegebenenfalls  erfolgter Umwandlung in die     acylierbare    oder     azinylier-          bare        Aminogrüppe    den beweglichen     Substituenten    ent  haltenden Rest ein.  



  Dabei kommen     als        Azinylierungsmittel    in erster  Linie in Frage:     cyclische        Carbimidhalogenide,    welche  die reaktionsfähige Gruppierung  
EMI0002.0019     
    worin     Hal    durch Halogen der Atomnummern 17 bis 35  verkörpert ist, mehrmals enthalten,     insbesondere    Halo  genazinylverbindungen von aromatischem Charakter,  welche mindestens zwei tertiäre     Ringstickstoffatome     und an diesen     benachbarten        Ringkohlenstoffatomen     mindestens zwei bewegliche Halogenatome der Atom  nummern 17 bis 35     enthalten,

      also beispielsweise       2,4,6-Trichlor-    oder     2,4,6-Tribrom-1,3;5-triazin,        2-Alk-          oxy-,        2-Alkyl    ,     2-Phenyl-,    2     Amino-,        2-Alkylamino-,          2-Phenylamino-,        2-Sulfophenylamino-,        2-Ureido-    oder       2-Guanidino-4,6-dichlor-        oder        -4,6-dibrom-1,3,5-triazin,     2,4- oder     4,6-Dichlor-    oder     -Dibrompyrimidine,

      die in  den     verbleibenden    Stellungen gegebenenfalls weitere       Substituenten,    insbesondere weitere Halogenatome oder  negative Gruppen, wie     Nitro-,        Acyl-,    Cyan- oder auch  nur     Alkyl    oder     Phenylgruppen        enthalten,    ferner     tetra-          meres    Chlor- oder Bromcyan.  



  Als     Acylierungsmittel        kann    man     ssHalogenfettsäure-          halogenide,    wie     ss-Halogenalkanoyl-    und insbesondere     ss-          Halogenalkenoylhalogenide    mit Halogenen der Atom  nummern 17 bis 35,     darunter    insbesondere     ss-Chlor-          oder        ss        Brom-crotonsäurechlorid    oder     -bromid,    ferner       m-(ss-Chloräthylsulfamyl)

  -benzoylchlorid.    oder     m-(ss-          Bromäthylsulfamyl)-benzoylchlorid    verwenden.  



  Die Umsetzungsbedingungen sind dabei so zu wäh  len, dass weder infolge zu hohem     pH-Wert    des Reak  tionsmediums noch     infolge    zu hoher Temperatur vor  zeitiger Austausch     beweglicher        Gruppen    eintritt.

   Man  arbeitet darum     vorteilhaft    mit den     wässrigen    Lösungen  der     Alkalisalze    der     metallfreien    Farbstoffe bei     möglichst     tiefen Temperaturen und.     pH-Werten,    gegebenenfalls  in Gegenwart von     Mineralsäure        abstumpfenden        Mitteln,     wie     Alkalisalzen    niederer Fettsäuren;

   das heisst bei       pH-Werten    von ungefähr 2 bis 7 und bei Temperaturen  von 0 bis ungefähr 60 C, je nach Beständigkeit des       Acylierungsmittels    oder.     Azinylierungsmittels    bzw. Be  weglichkeit des austauschfähigen     Subsfiituenten    in der  Gruppe Z.

   Die     Acylierungs-bzw.        Azinylierungsmittel    wer  den zweckmässig in     mindestens        äquimolekularer    Menge  bzw. bei Anwesenheit mehrerer     acylierbarer    oder     aziny-          lierbarer        Aminogruppen    mit einer ihrer     Anzahl    entspre  chenden multiplen Menge in feiner Dispersion ver  wendet, beispielsweise als     Suspensionen    oder Emul  sionen, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme     inerter,    leicht       entfernbarer    organischer Lösungsmittel,

   wie niederer       Ketone.    Man lässt das     Acylierungs-    bzw.     Azinylierungs-          mittel    .so lange einwirken; bis die zu     acylierenden        bzw.          azinylierenden        Aminogruppen        nicht    mehr nachweisbar  sind; beispielsweise durch     Diazotierung    und     Kupplung;     wenn es sich um primäre     Aminogruppen    handelt, was  vorzugsweise der     Fall    ist.

      Für die erfindungsgemässe     Metallisierung    der metall  freien Farbstoffe der Formel     1I    können die üblichen       metallabgegebenden    Mittel verwendet werden, beispiels  weise mineralsaure Salze des Kupfers, Kobalts, Nickels  oder Chroms, zweckmässig in Gegenwart von Alkali  salzen niederer Fettsäuren oder von mehrbasischen  Sauerstoffsäuren des Phosphors als Mineralsäure ab  stumpfende Mittel, bei mässig hohen Temperaturen  und'     pH-=Werten    von ungefähr 1 bis 7, um den vor  zeitigen     Austausch    beweglicher     Substituenten    möglichst  hintanzuhalten.

   Die     Isolierung    und Trocknung der  erfindungsgemäss     herstellbaren    Farbstoffe muss mit Vor  sicht geschehen, beispielsweise durch     Aussalzen    der       Alkalisalze    mit     Natriumchlorid    in schwach saurer Lö  sung und durch Trocknung bei mässig erhöhter Tem  peratur und vorzugsweise im Vakuum.  



  Die erfindungsgemäss verwendbaren Ausgangsstoffe  der Formel     II    erhält man nach an sich bekannten  Methoden. Man kann sie beispielsweise nach dem im  Hauptpatent Nr. 441<B>572</B> beschriebenen Verfahren der  Kupplung. von 2     Mol        Aryldiazoniumverbindung    mit  1     Möl    einer gegebenenfalls unter Abspaltung von     Sub-          stituenten    an einer     Methylen-    oder     Methingruppe    zwei  mal ankuppelnden Verbindung oder nach der dort eben  falls beschriebenen     Hydrazonmethode    herstellen, wobei  man     däbei    so verfährt,

   dass man jeweils 1     Mol    einer       o-Hydroxy-,        o-Carboxy-    oder     o-Sulfonylamidoaryldiazo-          niumverbindung    und 1     Mol        einer        Aryldiazoniumver-          bindung    ohne     solche        orthoständige        metallisierbare     Gruppe verwendet bzw.

   im Verfahren nach der     Hy-          diazonmethode    die     Hydrazon-    und     Diazokomponente    so  wählt, dass nur eine derselben in     o-Stellung    zur     Hydiazo-          bzw.        Diazogruppe    einen     metallisierbaren        Substituenten     enthält.  



  Als     Diazokomponenten    mit einer     orthoständigen          metallisierbaren    Gruppe kommen in erster Linie die bei  der. Herstellung von     Azofarbstoffen    gebräuchlichen in  Betracht, also vor allem     o-Hydroxy-    und     o-Carboxy-          aminobenzole    und     -aminonaphthaline,    welche durch  Halogen, Cyan-,     Nitro-,        Alkyl-,        Aralkyl-,        Cycloalkyl-          und        Arylgruppen,    durch     Alkoxy-,

          Aryloxy-,        Sulfon-          säure-,        Carbonsäure-,        Carbonsäureester-,        Sulfonsäure-          ester-,        Sulfonsäurealkyl-    oder     -aralkyl-    oder     -arylamid-          gruppen,    durch     Alkyl    oder     Arylcarbonyl-,        Alkyl-    oder       Arylsulfonylgruppen,    durch     Alkyl-,        Aralkyl=,

          Cycloalkyl-          oder        Arylaminogruppen,    durch     StilbyL    oder     Arylazo-          gruppen    und schliesslich auch durch     Acylaminogruppen          substituiert    sein können, wobei man letztere nachträglich  gegebenenfalls verseift und nach erfolgter Farbstoff  bildung in eine definitionsgemässe     Amidogruppe    über  führt.

   Gegebenenfalls kann man auch solche     Diazo-          komponenten    verwenden, die anstelle der vorgenannten       orthoständigen        Hydroxyl-        oder        Cabroxylgruppen        Substi-          tuenten        enthalten,    welche als solche nicht     metallisierbar     sind, aber nach erfolgter Kupplung in     metallisierbare     Gruppen übergeführt werden     können.    Als solche kom  men insbesondere     Athergruppen,

          Acyloxygruppen    und  RTI ID="0002.0208" WI="37" HE="4" LX="1139" LY="2412">  Disulfonylamidogruppen    in Frage.  



  Die     Diazokomponenten        obgenannter    Art, insbeson  dere die     o-Carboxy-        und    die     o-Disulfonylamidoaryl-          diazoniumverbindungen    können auch durch Reduktion  in die     entsprechenden        Hydrazinverbindungen    überge  führt und dann als Ausgangsstoffe für das Verfahren  nach der     Hydrazonmethod@e    verwendet werden.  



  Als     Diazekomponenten    ohne     orthoständige        metalli-          Bierbare    Gruppe verwendet man     ebenfälls        vorteilhaft         die aus der     Azofarbstoffchemie    bekannten Verbin  dungen. Es kommen z: B:     Aminobenzoie,        Aminonaph-          thaline,        Aminoazole;    wie z.

   B-.     2-Aminothiazole,        Amino-          benzthiazole,        2-Aminotriazole,        4=    oder     5-Aminopyrazole,          3-Aminoindazole,        fernen        Aminoazine,    wie beispielsweise  3- und     4-Aminopyridine    und 3- und     4-Aminochinoline,     ,in Betracht, wobei diese     noch        Substituenten-    der oben  genannten Art     enthalten.    können Ist die definitions  gemäss     vorhandene,

          acyllerte    oder     azinylierte        bzw:        aay-          lierbare    oder     azinylierbare        Aminogruppe    in     einer    dieser,  von     orthoständigen        metallisierbaren        Gruppen    freien       Diazokomponente-        vorhanden,

      dann ist dieselbe vor  teilhaft eine gegebenenfalls im     Benzolkern        weitersubsti-          tuierte    m- oder     p-Monoacylaminobenzol        diazoniumver-          bindung    und insbesondere eine     m-    oder     p-Monoacyl-          oder.        Monoazinylamino-diazobenzol-o-sulfonsäure:     Als     Kupplungskomponenten;

      welche an einem       Methylen-    oder     Methin-Kohlenstoffatom,    gegebenenfalls  unter Abspaltung von     Substntuenten    zweifach kuppeln,  kommen in erster Linie die im Hauptpatent beschrie  benen     Verbindungen,    also vor allem     a-Carbonylalkane     und     a-Cyan-    oder     a-Acylessigsäureester,    aber auch.     a-          Acylessigsäurearylamide    in Frage.  



  Schliesslich kommen als Aldehyde für die     Hydrazon-          bildung    in erster.. Linie     aromatisch-isocyclische    in Frage,  da sie zu den besonders wertvollen     meso-Arylformazan-          farbstoffen    führen.     Manr    verwendet z.

   B:     Benzaldehyd,          Tolualdehyde,        3-Nitrobenzaldehyde,        Benzaldehyd-2,4-          disulfonsäure,    2- oder     4-Chlorbenzaldehyd,        2,4-Dichlor-          benzaldehyd,    Anisaldehyd, Vanillin,     4-Dimethyl-    oder       4-Diäthyl-aminobenzaldehyd    und     4-Dihydroxyäthyl-          aminobenzaldehyd.    Auch     heterocyclische    Aldehyde, wie  z.

   B.     Furfurol,        Piperonal,        Pyridin-,        Chinolin-    und Benz  imidazolaldehyde kommen in Frage und schliesslich  erhält man auch mit     aliphatischen    oder     araliphati.schen     Aldehyden, wie beispielsweise     Acetaldehyd,        Croton-          aldehyd,        Capronaldehyd,        Phenacetaldehyd    oder Zimt  aldehyd wertvolle Endprodukte.  



  Die gemäss dem beschriebenen Verfahren erhält  lichen schwermetallhaltigen     Formazanfarbstoffe    der  Formel I stellen dunkle Pulver dar, die in Form ihrer       Alkalisaläe    in Wasser sehr gut löslich sind. Sie weisen  gegenüber natürlichen und regenerierten-     Cellulosefasern       <I>Beispiel 1</I>  
EMI0003.0087     
    69     Teile     N     (2iCarboxyphenyl-4-sulfonsäure)-N'-(4'-ss@          chiorpropionylamihophenyl-2'-sulfonsäure)=          ms-o-sulfonsäurephenylformazan     (erhalten     durch        Kuppehi#    von     diazotierter,

          4@-ss-Chlor-          propionrylumino,1-aminobenzcrl-2:-sulfonsäure        mit    dem         ein.        gutes.          auf    und eignen sich  zum echten Färben dieser     Materialien    in rotbraunen,  violetten,     blauvioletten;    blauen,     marineblauen,.        grünen     bis.     grauen    Tönen.

   Das     Cellulosematerial.        imprägniert     und bedruckt man zweckmässig bei niedriger     Tempera-          tur,        beispielsweise    bei 20 bis 50  C, mit- der gegebenen  falls verdickten     Farbstofflösung    und. fixiert dann den  Farbstoff     durch    Behandlung mit säurebindendem Mitteln.

         Natürliche-    und synthetische     Polyamidfasern        färbt    man  zweckmässig in saurem Bad     oder    bedruckt sie mit     neun-          tralen    bis     schwachsauren.    Drucktinten     und.        lässt,    dann auf  die Färbungen oder     Drucke        säurebindende    Mittel ein  wirken.     Als    solche kommen.

   beispielsweise     Natrium-          carbonat,        Kaliumcarbonat,        Di-    und     Trinatriumphosphat,     Natronlauge, und bei     Temperaturen    von über 50  C  auch.     Natriumbicarbo#nat    in Betracht. Obwohl die Be  handlung mit diesen     Mitteln    schon bei Raumtemperatur  oder bei leicht erhöhter Temperatur erfolgen kann, wird  sie doch oft     (vorteilhaft    nach einer     gelinden    Zwischen  trocknung der     imprägnierten    oder     bedruckten    Ware) mit  besserem Erfolg bei erhöhter Temperatur, z.

   B. bei  70 bis 160  C, durchgeführt. Statt einer alkalischen Nach  behandlung kann man, insbesondere bei heisser Fixie  rung, das     säurebindende    Mittel;     vorzugsweise    in Form  von     Alkalibicarbonaten,    auch schon den Imprägnier  flotten oder     Druckpasten;    beigeben     und    dann die Ent  wicklung der Färbung durch     kurzes    Erhitzen oder  Dämpfen bei Temperaturen über 100 bis 160  C be  wirken. Die Zugabe von     hydTotropen    Mitteln zu den  Drucktinten und Imprägnierflotten ist bei diesem Ver  fahren vorteilhaft, beispielsweise die Zugabe von Harn  stoff in Mengen von 10 bis 200 g je Liter Färbemittel.  



  Durch die Behandlung mit säurebindenden     Mitteln          werden    die neuen     Farbstoffe    auf der Faser chemisch  gebunden und die damit erzeugten     Cellulosefärbungen     sind nach dem Seifen zwecks Entfernung von nicht  fixiertem Farbstoff ausgezeichnet     nassecht    und sehr gut  lichtecht. Die Färbungen sind ebenfalls sehr rein, gleich  mässig und gut reibecht.  



  In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen  in Celsiusgraden angegeben. Die Teile sind, sofern etwas  anderes nicht vermerkt ist,     Gewichtsteile.        Gewichtsteile     verhalten sich zu     Volumteilen    wie Gramm zu,     cms.            Hydrazorn    aus     Benzaldehyd        2-sulionsäune    und     Phenyl-          hydrazin-2-carbonsäure=4-sulfonsäure    nach an     ,sich        be@-          kannter        Methode)    werden in 200 Teilen Wasser-     neutral     gelöst;

         Durch    Zugabe von     1.50e        Teilen        Kupfersulfatl´sung          (entsprechend    7 Teilen Kupfer) wird der     Farbstoff        in    die      entsprechende     Kupferkomplexverbindung    übergeführt.  Der kupferhaltige     Farbstoff    wird hierauf durch Zugabe  von     Natriumchlorid        ausgefällt,        abfiltriert,    mit verdünnter       Natriumchloridlösung    gewaschen und im Vakuum vor  sichtig getrocknet.  



  Er stellt ein dunkles Pulver dar, welches sich in  Wasser mit     violetter    Farbe löst.  



  Wird Baumwolle mit einer mittels     Natriumalginat     verdickten 2 %     igen        wässrigen    Lösung dieses Farbstoffs,  die 200 g     Harnstoff    und 20g     Natriumcarbonat    im  Liter enthält, imprägniert und die Ware nach einer     ge-          linden    Trocknung während 5 bis 10 Minuten neutral  gedämpft oder während 5 Minuten auf 130 bis 150   erhitzt, heiss geseift, gespült und getrocknet, so erhält  man eine blauviolette waschechte Färbung.  



  Unter Verwendung der aus den     4-Trichlorpyrimidyl-,     4 -     Dichlorpyrimidyl    -     und:    4 -     ss    -     Bromcrotonylamino    - 1     -          aminobenzol    - 2 -     sulfonsäuren    erhaltenen metallfreien       Formazanverbindungen    anstelle der aus     4-ss-Chlorpro-          pionylamino-1    -     aminobenzol-2-sulfonsäure    erhaltenen       Formazanverbindung    sind gemäss dem im obigen Bei  spiel beschriebenen Verfahren Farbstoffe mit ähnlichen  guten Eigenschaften hergestellt worden.

      <I>Beispiel 2</I>  
EMI0004.0028     
    26,9 Teile     2-Amino-l-hydroxybenzol-4,6-disulfon-          säure    werden nach der üblichen Methode indirekt     diazo-          tiert.        Die    Suspension der     Diazoniumverbindung    wird  unter gutem Rühren tropfenweise einer Suspension:

   von  20,4 Teilen     Phenylformylessigsäureäthylester    in 200  Teilen Wasser, 250     Volumteilen        Dioxan    und 10,5       Volumteilen    einer 10n     Natronlaugelösung    in Gegenwart  einer solchen Menge     calc.        Natriumcarbonat    bei 0 bis  10      zugegeben,    dass nach dem Eintragen der     Diazonium-          verbindung    das     ]Reaktionsgemisch    schwach     phen!ol          phthaleinalkalisch    reagiert.

   Nach beendeter Kupplung  wird es durch Zugabe von konzentrierter Salzsäure auf  schwach brillantalkalische Reaktion eingestellt, verdünnt  und zum Kochen erhitzt.  



  Nach Zugabe von so viel Natronlauge, dass stark  alkalische Reaktion bis zum Ende der     Verseifung        ge-          währleistet    ist, wird das Kupplungsprodukt 10     Mintuen     am     Rückflusskühler    bei     Siedetempertur    gehalten.  



  Die Lösung des     Verseifungsproduktes    wird hierauf  mit Eisessig     lackmussauer    gestellt und bei 0 bis 10   mit dem durch     Diazotieren    von 37 Teilen Konden  sationsprodukt aus     1,4-Diaminobenzol        2-sulfonsäure    und       2,4,5,6-Tetrachlorpyrimidin    erhaltenen neutral     gestellten          Diazoniumsalz        vereinigt.       Das Kupplungsgemisch wird hierauf mit einer       Kupfersulfatlösung    (entsprechend 7 Teilen Kupfer) ver  setzt.

   Nach kurzem Erwärmen auf 45  wird der kupfer  haltige Farbstoff der oben angegebenen Formel, worin R  den     4,5,6-Trichlorpyrimidyl    (2)- bzw. den     2,5,6-Tri-          chlorpyrimidyl-(4)-rest    bedeutet, durch Zugabe von Na  triumchlorid ausgefällt,     abfiltriert,    mit     Natriumchlorid-          lösung    gewaschen     und:    im Vakuum vorsichtig     getrocknet.     Er stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser  mit blauer Farbe löst.  



  Wird Baumwolle mit einer mittels     Natriumalginat     verdickten 2 %     igen        wässrigen    Lösung dieses Farbstoffes,  die 200 g Harnstoff und 20 g     Natriumbicarbonat    im  Liter enthält, imprägniert und die Ware nach einer  gelinden Trocknung während 5 bis 10 Minuten neutral  gedämpft oder während 5 Minuten auf 130 bis 150   erhitzt, heiss geseift, gespült und getrocknet, so erhält  man eine schöne, blaue, waschechte Färbung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen, reak tiven Formazanfarbstoffen der Formel 1 EMI0004.0077 worin R einen einwertigen Rest, A und B je den Rest einer aromatisch-isocyclischen Diazokomponente oder heterocyclischen Diazokomponente aromatischen Cha rakters, X eine in o-Stellung zur Azobindung stehende metallbindende Gruppe, Y gleiche oder verschiedene sauer dissoziierende, salzbildende, wasserlöslichmachende Gruppen, Z eine acylierte oder azinylierte Aminogruppe,
    die sich von einer primären oder sekundären Amino- gruppe ableitet und deren Acylrest oder Azinylrest min destens einen beweglichen Substituenten enthält, der mit Alkalien unter Mitnahme des Bindungselektronen paares reagiert, oder einen eine solche acylierte oder azinylierte Aminogruppe enthaltenden Substituenten, Me ein Schwermetall der Atomnummern 24 bis 29, m die Zahlen 1 oder 2 und n die Zahlen 1 bis 5 bedeuten, dadurch gekennzeichnet,
    dass man Formazanverbindun- gen der Formel TI EMI0004.0102 worin XH eine in o-Stellung zur Azogruppe stehende metallisierbare Gruppe bedeutet, und R, A, B, Y, Z, m und n die in Formel I angegebenen Bedeutungen haben, mit einem Schwermetall der Atomnummern 24 bis 29 einführenden Mittel umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher Formazanverbindungen, welche eine von einer ,-Halogenfettsäure abgeleitete acylierte Aminogruppe Z enthalten. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher Formazanverbindungen, welche als Gruppe Z eine durch eine Halogenazinyl- verbindung aromatischen Charakters substituierte Ammo- gruppe enthalten, welche mindestens 2 tertiäre Ring stickstoffatome und an diesen benachbarten Ringkohlen stoffatomen mindestens ein Halogenatom der Atom nummer 17 bis 35 enthält. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher Formazanverbindungen, welche als Gruppe Z eine durch einen Di- bis Tri- halogenpyrimidylrest substituierte Aminogruppe ent halten. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung von Kupfer oder Nickel abge benden Mitteln.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4607098A (en) * 1984-07-19 1986-08-19 Hoechst Aktiengesellschaft Bicyclic copper complex formazan compounds having a fiber-reactive group of the vinyl sulfone series, containing a fiber-reactive group suitable as dyestuffs

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4607098A (en) * 1984-07-19 1986-08-19 Hoechst Aktiengesellschaft Bicyclic copper complex formazan compounds having a fiber-reactive group of the vinyl sulfone series, containing a fiber-reactive group suitable as dyestuffs

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