CH466471A - Verfahren zur Herstellung von sauren Anthrachinonfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von sauren Anthrachinonfarbstoffen

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CH466471A
CH466471A CH1310167A CH1310167A CH466471A CH 466471 A CH466471 A CH 466471A CH 1310167 A CH1310167 A CH 1310167A CH 1310167 A CH1310167 A CH 1310167A CH 466471 A CH466471 A CH 466471A
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CH
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anthraquinone
lower alkyl
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CH1310167A
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Hans-Rudolf Dr Schwander
Anton Dr Zenhaeusern
Peter Dr Hindermann
Original Assignee
Geigy Ag J R
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus

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Description


  Verfahren zur Herstellung von sauren     Anthrachinonfarbstofeen       Die     vorlegende    Erfindung betrifft ein Verfahren:  zur Herstellung neuer saurer     Anthrachinonfarbstoffe.,     welche zum Färben oder     Bedrucken    von     polyamid-          haltigem        Falsermaterial    Verwendung     finden    können.  



       Anthrachinonfarbstoffe    mit hohen.     Echtheiten,    ins  besondere     Nassechtheiten,    sind in grosser Zahl bekannt.  Doch weisen sie teilweise gewisse Mängel auf, z. B.  ungenügendes Ziehvermögen aus neutralem Bade,  Neigung zum     Schipprigfärben,    ungenügende     Brillanz     oder     schlechte        Kombimerbarkeit    mit andern Farbstoffen  dieser     Klasse.     



  Es wurde nun gefunden, dass man diese Nachteile  nicht aufweisende Farbstoffe der     Anthrachinonreihe     erhält, wenn man eine     Anthrachinonverbindung    der  Formel I,  
EMI0001.0019     
    in der     R1    eine     ssekund'äre        Alkyl-    oder eine     Cyclöalkyl-          gruppe,        R2    eine gegebenenfalls durch niedere     Alkyl-          oder        Alkoxygruppen    oder durch Halogen ringsubsti  tuierte     Aralkylgruppe.,        R3    eine     Alkyl,

          eine        Cyclo-          alkyl-    oder eine gegebenenfalls durch niedere     Alkyl-          oder        Alkoxygruppen        oder    durch Halogen substituierte       Aralkylgruppe,    eines von     Y1    und     Y,2        Wasserstoff    und  das andere einen     Acylrest    bedeuten und die Gruppe  
EMI0001.0044  
       mindestens    zwei ersetzbare kernständige       Wasiserstoffatome    aufweist,

   in beliebiger Reihenfolge an  der     Acylaminogruppe    verseift, mit n     Mol    eines Sulfo-         nierungsmittels    sulfoniert und m     Mol    einer den Rest  der Formel     II,     
EMI0001.0052     
    einführenden Verbindung, in der     R:4    Wasserstoff oder       eine    niedere     Alkylgruppe    und A eine     gegebenenfalls     substituierte     Alken:ylgruppe,        oder    eine gegebenenfalls       weitersubstituierte        Al:kylgruppe,    die     mindastens    einen.

    als Ion     abspaltbaren        Substituenten    enthält, bedeuten,  umsetzt, wobei ein     Anthrachinonfarbstoffgemisch    der       durchschnittlichen        Zusammensetzung    der Formel     III,     
EMI0001.0068     
    in der     R1,        Rs,        R"        R4    und A die vorstehend genannte  Bedeutung haben, m und n je 1 oder 2 bedeuten und  die Gruppen     -SOIH    und -
EMI0001.0074  
   jeweils mit       Ringkohlenstoffatomen    von     R.    und/oder     R"    verbun  den sind,

   erhalten wird.  



  Bedeutet     R1    eine sekundäre     Alkylgruppe,    so weist  dieselbe vorteilhaft bis zu 6     Koh@lenstoffatome    auf und  stellt beispielsweise die     Isopropyl-    oder     s,k.-Butylgruppe          daz.    Ist     R1    eine     Cycloalkylgruppe,    so handelt es sich  hierbei in erster Linie um eine einkernige, wie die           Cyclopentyl-    oder     Cyclohexylgruppe    oder deren Homo  loge, oder aber z.

   B. um eine mehrkernige nicht  kondensierte     Cycloalkylgruppe,    wie     eine        Dodekahydro-          diphenyl-,    oder um eine mehrkernige kondensierte,  wie eine     Dekahydro-naphthylgruppe.     



  Vorzugsweise bedeutet     R1    die     Isopropyl-,    sek.  Butyl- oder     Cyclohexylgruppe.     



  Als     Aralkylgruppen        in    der Stellung von     R2   <B>und</B> R3       kommen    vor allem     a-Arylalkyl-    und     fl-Arylalkylgruppen     in Frage, wobei der     Arylring    vorzugsweise     einkernig     ist.

   Beispiele hierfür sind die     Benzyl-    oder     Phenäthyl-          gruppe.    Sind die     Aryl'ringe    der     Axalkylgruppen    durch  niedere     Alkyl-    oder     Alkoxygruppen        substituiert,    so  weisen diese Gruppen.     vorteilhaft    1 bis 4     Kohlenstoff-          aaome    auf; sind sie durch Halogen     substituiert,    so han  delt es sich. hierbei     insbesondere    um Fluor, Chlor  oder Brom.

   Der     aliphatische    Teil     des        Aralkylrestes     kann     geradkettig    oder verzweigt sein und     Substituen-          ten,    z. B.     Cycloalkylgruppen,    enthalten.  



  Stellt     R;    eine     Alkylgruppe    dar, so weist diese vor  zugsweise 1 bis 4     Kohlenstoffatome    auf. Bedeutet     R3     eine     Cycloalkylgruppe,    so handelt es sich     vorzugsweise     um die     Cyclohexylgruppe.     



  In bevorzugten     Anthrachi:nonverbindungen    der For  mel     III    bedeutet     R2    einen     Phenylalkyl-,    insbesondere  den     Benzyl-    oder     Phenäthylrest,    und     R3    eine niedere       Alkylgruppe.     



  Stellt     R.4    eine niedere     Alkylgruppe    dar, so weist  dieselbe     vorteilhafterweise    1 bis 4     Kohlenstoffatome     auf, insbesondere bedeutet     R4    jedoch Wasserstoff.  



  Wenn A eine     Alkenylgruppe    bedeutet, so, weist  dieselbe vorteilhaft 2 oder 3     Kohlenstoffatome    und  nicht mehr     als    eine Doppelbindung auf und bedeutet  somit z. B. einen     Vinylen-    oder     Allylenrest.    Stellt A  eine niedere     Alkylgruppe    dar, so enthält dieselbe vor  zugsweise 1 bis 4     Kohlenstoffatome.     



  Die als Ion     abspaltbaren        Substituen;ten    können als  Anion oder als Kation     abgespalten    werden. Beispiele  für erstere sind Halogene, wie Chlor oder Brom, eine  mit Schwefelsäure oder     aliphatischer    oder aromati  scher     Sulfonsäure    einmal veresterte     alkoholische        Hy-          droxylgruppe,    oder die Gruppen     R-0-,        R-S-    und       R-S02-,    wobei R einen organischen Rest, wie einen       aliphatischen    oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest,  bedeutet.

   Beispiele für     als    Kation     abspaltbare    Gruppen  sind     quaternäre        Ammoniumgruppen,    wie die Gruppe  
EMI0002.0082     
    Bevorzugt enthält A ein Halogenatom .in     a-Stellung     zur     -CO-Gruppe,    wie z. B. die     Brommethyl-,    Chlor  methyl- oder die     a-Chlorvinyl-    oder     a-Bromvinylgruppe.     



  Es können im Rest A ein oder     mehrere    als, Anion  oder als Kation albspaltbare Gruppen vorhanden sein.  Falls die     Alkenylgruppen    substituiert sind,     so,    ent  halten sie z. B.     obengenannte    als Ion     abspaltbare        Substi-          tuenten    und/oder eine     Hydroxyl=,        Carboxyl-    oder     Aryl-          gruppe,

      im     letzteren    Falle insbesondere eine     Phenyl-          gruppe.    Sind die     Alkylgruppen    weitensubstituiert,     soi     können sie ebenfalls eine     Hydroxyl-,        Carboxyl-    oder       Arylgruppe    enthalten.  



  Als Beispiele für A kommen in Frage:       -CH=CH2          -CH=CH-CH3     
EMI0002.0109     
    Hierbei bedeuten     Hal    Chlor oder Brom, R' eine       Alkyl-    und Ar eine     Arylgruppe.     



  In besonders günstigen, den Rest der Formel     II     einführenden     Verbindungen,    bedeuten A die Chlor  methyl- oder die     a-Chlorvinylgruppe    und     R:4        Wasser-          Stoff.     



  Als     Y1    oder     Y2        verkörpernde        Acylreste    kommen  beispielsweise     Carbacylreste,    besonders     Alkanoyl-,    z. B.

         Formyl-,        Acetyl-    oder     Propionyllreste,    oder     Aroylreste,     wie     Benzoylreste,    oder     Alkylsulfonylreste,    wie     Methyl-          sulfonylres:te,    oder     Arylsulfonylreste,    wie     Phenylsulfonyl-          oder        p-Methylphenylsulfonylreste,        in    Frage.

   Falls     Y1     oder     Y2        einen        Acylrest        bedeutet,    handelt es sich vor  zugsweise um den     Acetylrest.     



       Acylamino-andrachinone    der Formel I können  nach an sich     bekannten    Methoden hergestellt werden.       Wenn        Y1        einen        Acylrest    und     Y2    Wasserstoff     darstelleny     erhält     man    die     Acylamino-anthrachinone    der Formel I  z.

   B. durch     Umsetzung        einer        Anthrachinonverbindung     der Formel IV  
EMI0002.0157     
    .in der     R1    die unter Formel I angegebene Bedeutung  hat und X Halogen, wie     Chlor    oder Brom, die     Hy-          droxyl'gruppe,        eine    niedere     Alkoxygruppe,    :wie die.

             Methoxygruppe,    die     Nitro-    oder     Aminogruppe    bedeutet,  mit     einem        Acyllerungs:mittel,    vor allem mit     Acetyl-          chlorid    oder     -bro@mid    oder     Acetanhydrid,    und durch  anschliessende Kondensation der erhaltenen     N-Acyl-          amino-anthrachinonverbindiung    mit einem     Aralkyla:min     der Formel V  
EMI0003.0013     
    in der     R2    und     R3    die unter Formel I angegebene Be  deutung haben, umsetzt.  



       Acylamino-anthrachinone    der Formel I, in welcher  der     Acylrest    die     Stellung    von     Y2    einnimmt, erhält man  z. B., indem man eine     Anthrachinon-Verbindung    der  Formel     VI,     
EMI0003.0022     
    in der X die unter Formel IV und     R2    und R3 die unter  Formel I angegebene Bedeutung haben, zuerst mit  einem     Acylierungsmittel,    z.

   B. dien oben     genannten,    und  dann mit einem     Amin    der     Formel        VII,          NH--Rl        (VIi)     in der     R1    die unter Formel I angegebene Bedeutung  hat, umsetzt.  



  Als den Rest der Formel     II    einführende Verbin  dungen sind     beispiebweise    die     N-Methylolamide    oder  die     N-(Chlo@r-    oder     -Brom-methyl)-amide    entsprechender       Carbonsäuren    der Formel     VIII     
EMI0003.0039     
    in der Z die     Hydroxylgru.ppe    oder Chlor oder Brom  bedeutet und A und'     R,4    die unter Formel     1I    angegebene       Bedeutung    haben, verwendbar.  



  Man erhält die     N-Methylolamide    z. B. durch Addi  tion von Formaldehyd an die entsprechenden     Carbon-          säureamide    in     Gegenwart    basischer Kondensations  mittel, wie     Kaliumcarbonat,    aber auch durch Ein  wirkung von Mineralsäure unter milden Bedingungen,  und die     N@Ch1'ormethyl-    bzw.     N-Brom-methylamide     durch Umsetzen der     obgenannten        Methylolamide,    bei  spielsweise mit     Thionylchlorid    bzw.

       Thionylbromid.    An  stelle der     N-Methylolamide-    oder     N-Halogenmethyl-          amide    können auch andere gleichartige reagierende  reaktionsfähige,     funktionelle    Derivate verwendet wer  den, beispielsweise weitere Ester der     Methylolverbin-          dungen    mit     anorganischen    Säuren. Auch: die durch  Kondensation der     Methylolamide    in Gegenwart von  beispielsweise     Phospho:roxychlorid    erhältlichen D       (carbonsäureamidomethyl)-äther    sind verwendbar.

   Da  diese funktionellen     Derivate    aber oft aus den entspre  chenden     Methylolverbindungen    hergestellt werden  müssen, wird den letzteren der Vorzug gegeben.  



  Die     Umsetzung    der     1-sek.-Alkylamino-    bzw.     1-:Cy-          cli-alkylamino,4-aralkylümino        -.        anthrachinonverbindung     mit der den Rest der Formel<B>11</B>     einführenden    Verbin-         dung        erfolgt        zweckmässig    in saurem Medium, z.

   B.     in.     Gegenwart saurer     Kondensationsmittel    oder wie solche  reagierender     wasserabspaltender        Mittel.    Derartige Kon  densationsmittel     sind    beispielsweise konzentrierte Salz  säure,     Chlorzink,        Phosphorpentoxyd,        Es@sigsäureanhy-          drid,        sirupöse    Phosphorsäure und     Oleum.    Das bevor  zugte Kondensationsmittel ist jedoch 90,

       %        ige    bis       wasserfreie        Schwefelsäure.    Die Reaktionstemperatur  kann innerhalb weiter Grenzen schwanken und hängt  vor allem von dem verwendeten     Kondensationsmittel     ab. In konzentrierter Schwefelsäure verläuft die Reak  tion meist schon bei Raumtemperatur rasch und voll  ständig; in einigen Fällen ist das Arbeiten bei leicht  erhöhter Temperatur nötig. Die fertigen Reaktions  produkte werden z. B. durch Eingiessen der schwefel  sauren.     Lösungen.    oder Suspensionen in Eiswasser ab  geschieden und auf übliche Art in die wasserlöslichen       Alkalisal'ze    übergeführt und diese     isoliert.     



  Anstelle der genannten     Amide    der Formel     VIII     und weiterer funktioneller Derivate kann :in manchen  Fällen als den Rest der Formel     II    einführende Verbin  dungen ein Gemisch von     a,a'-Dichlor-    oder     -Dibrom-          dimethyläther    mit den entsprechenden     Carbonsäure,          amiden    oder     Carbonsäurenitrilen,    im     letzteren    Falle  z. B.     Acrylnitril    oder einem     Halogenacrylnitril,    verwen  det werden. Auch hierbei arbeitet man vorteilhaft in  konzentrierter Schwefelsäure.

   (Diese Ausführungsform  des erfindungsgemässen. Verfahrens ist beispielsweise in  den folgenden belgischen     Patentschriften    beschrieben:       Nrn.    630 205, 625 916, 628 442, 608 932, 613 037,  603 420, 6<B>1</B>2 417.)  Die     Sulfonierung    erfolgt nach üblichen Methoden  zweckmässig in konzentrierter Schwefelsäure oder in       Oleum    unter milden     Bedingungen,    z. B. bei Raum  temperatur oder dann mit     Chlorsulfonsäure    in einem  unter den Reaktionsbedingungen     inerten    Lösungsmittel.  



  Eine     technisch    besonders einfache und darum be  vorzugte     Ausführungsform    besteht in der     Veseifung     der     Acylamino-anthrachnonverbindung    der Formel I,  dann in der Kondensation der erhaltenen     1-sek.-Alkyl-          amino-    bzw.     1-Cycloalkyl-amino-4-aralkylamino-anthra-          chinonverbindungen    mit der den Rest der Formel     II     einführenden Verbindung und schliesslich in der     Sulfo-          nierung    des entstandenen Kondensationsproduktes ohne  Isolierung des Zwischenproduktes.  



  Hierbei erfolgt die Kondensation in     konzentrierter     Schwefelsäure, worauf man das erhaltene Kondensa  tionsprodukt in der     schwefelsauren;    Lösung     sulfoniert.     



  Die beiden     zuletzt        genannten    Operationen werden  zweckmässig so,     gelenkt,    dass pro     Arylalkylrest    mit  mindestens 2     ersetzbaren    kernständigen Wasserstoff  atomen nicht mehr als     ein    Rest der Formel     II    und       eine        Sulfonsäuregruppe    eingeführt werden.  



  Die Endprodukte der Formel     III    werden vorzugs  weise als     Afkalisalze,    vor allem als     Natriumsalze,     isoliert. Sie sind im Wasser sehr gut löslich.  



  Die     erfindungsgemäss        herstellbaren    sauren     Anthra-          chinonfarbstoffe    eignen sich besonders zum Färben und  Bedrucken von synthetischem     polyamidhaltigem    Faser  material, wie Nylon oder     Polyure:thanen,    oder von na  türlichen     Polyamidfasern,    wie Seide, Leder und Wolle.  Sie ziehen auf diese Fasern aus schwach saurem bis  saurem Bade bei höheren     Temperaturen        gleichmässig     auf.

   Erfindungsgemäss     herstellbare    Verbindungen der  Formel     III,    welche zwei Reste der     Formel        1I    enthal  ten, werden vorteilhaft aus schwach saurem Bade in  Gegenwart eines     Färbereihilfsmittels,    wie eines Anla-           gerungsproduktes    von etwa 5-20     Mol        Äthylenoxyd    an  ein     Fettsäurealkanolamid,    gefärbt.

       Bevorzugt    werden  jedoch Verbindungen der Formel     11I,    welche nur     einen     Rest der Formel     II        enthalten,    da sie     ein,    besonders  hohes Ziehvermögen aus neutralem Bade besitzen.  



  Die dabei erhaltenen blauen     Polyamidfärbungen     zeichnen sich durch hohe     Brillanz    sowie durch gute  Licht- und Nass-, insbesondere Wasch-, Walk- und       Meerwasserechth        eiten,    aus. Die erfindungsgemäss her  stellbaren Farbstoffe eignen sich ferner im Gemisch mit  andern sauren Farbstoffen zur Erzeugung von Kombi  nationsfärbungen.  



       Teilweise    können die neuen     Farbstoffe    der Formel       III    auch zum Färben von     Cellulosematerial,    insbeson  dere Baumwolle,     verwendet    werden. Die Färbung er  folgt hierbei nach den für die     Reaktivfarbstoffe    üblichen  Methoden.  



  In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen  in Celsiusgraden angegeben. Teile verstehen sich, wo  nichts anderes bemerkt ist, als Gewichtsteile.  



  <I>Beispiel 1</I>  Man rührt     ein        Gemisch,    bestehend aus 19,3     a     1     -(N-Acetyl-N-isopropylamnno)-4-brom-anthrachinon     und 16,2 g     1-Phenyl-3-amino-butan    während 20 Stun  den bei einer     Temperatur    von 110 . Hierauf giesst man  die erhaltene rote     Schmelze    auf ein     Gemisch    von 200 g  Eis und 200 ml 2n     HCI,    wobei sich die Verbindung der  Formel  
EMI0004.0030     
    als rotes Harz abscheidet.

   Man dekantiert     die        wässrige          salzsaure    Phase ab und löst das     gebildete        ZwiGchen-          produkt    in 100     m1    80%iger Schwefelsäure auf. Man       rührt    diese Lösung während 8 Stunden bei     einer     Temperatur von 50  und giesst sie anschliessend auf Eis,  wobei die Verbindung der Formel  
EMI0004.0040     
    ausfällt, welche man durch     Umkristallisieren    aus       n-Butanol        reinigt.     



       Verwendet    man bei sonst gleichem Vorgehen an  Stelle von 1-     (N    -     Acetyl    - N -     isopropylamino)-4-brom-          anthrachinon    und     1-Phen.yl-3-amino-butan    äquivalente    Mengen der in der     nachfolgenden        Tabelle    1 aufgeführ  ten 1-     (N-Acetyl        N-sek.-alkyl-amino)-4-halbgen-anthra-          chinone    und     Aralkylamine    der nachfolgenden Tabelle 1,  so erhält man ähnliche Endprodukte.

    
EMI0004.0056     
  
     
EMI0005.0001     
  
   
EMI0005.0002     
  
     
EMI0006.0001     
  
   
EMI0006.0002     
  
          Man    trägt eine     homogene    Mischung von 41,2 g der  Verbindung der Formel  
EMI0006.0005     
      und 13,7g     N-Methylol-chloracetamid    bei 0-5  in 300 g  96 %     ige        Schwefelsäure    ein und rührt die erhaltene Lö  sung während 24     Stunden    bei dieser Temperatur. Hier  auf lässt man die Temperatur auf<B>231</B>     steigen    und     lässr     130 g 66 %     iges        Oleum    zufliessen.

   Man rührt die Lö  sung weitere 6 Stunden bei 23-25  und giesst sie     dann     auf     Ei\s,    Darauf filtriert man :den, ausgefallenen Farb  stoff ab und wäscht ihn mit 10%iger     Natriumchl'orid-          lösung.    Man schlämmt     die        Fällung    in wenig Wasser an  und stellt den     pH-Wert    der Mischung durch sorgfältige  Zugabe von     verdünnter    Natronlauge unter     pH-Kon-          trol@k,    mit einem     p:H    Meter auf 7.

   Schliesslich fällt     man.     durch Zugabe von     Natriumchlorid    den Farbstoff aus,       filtriert    ihn ab und     trocknet    ihn bei 60  im Vakuum.  Man erhält den     Farbstoff    als blaues, in Wasser mit  blauer Farbe     leichtlösliches    Pulver.  



  Man erhält einen Farbstoff, welcher Wolle und  Nylon aus neutralem bis schwach saurem Bade in sehr  brillanten blauen Farbtönen von sehr guter Egalität  färbt. Bei guter Lichtechtheit zeigen die Färbungen  hervorragende     Nassechtheiten.     



  Verwendet man bei     ansonst    gleichem Vorgehen an  Stelle der Verbindung vorstehender Formel äquivalente  Mengen der Verbindungen, welche durch Kondensation  der 1- (N -     Acetyl-N-sek.-alkylamino)-4-halogen-anthra-          chinone    der     Tabelle    1 mit     1-Phenyl-3-am:ino-bu:tan     oder einem der     Aralkylamine    der Tabelle 2 gewonnen  werden.,     iso,    erhält man Farbstoffe mit     ähnlichen     Eigenschaften.  



  Ebenso erhält man     Farbstoffe    mit     ähnlichen    Eigen  schaften, wenn man bei     ansonst    gleicher Arbeitsweise  wie vorstehend angegeben     anstelle    von     N-Methylol-          chloracetamid        N-Methylofverbindungen    eines der in  nachfolgender     Tabelle    3     angeführten        Amide        verwendet.     
EMI0007.0046     
  
   
EMI0007.0047     
  
     <I>Beispiel 2</I>  Man rührt ein Gemisch von 54 g der Verbindung  der Formel  
EMI0007.0048     
    (erhalten durch Umsetzung der entsprechenden     1-Chlor-      

      4-a:ralkylamino:-anthrachinonverbindung    mit     p-Toluol-          sulfochlorid),    30 g     2-Amino-3-methylbutan    und 100 ml       n-Butanol        in        einem        Autoklav    während 24     Stunden        bei     einer Temperatur von 110 , worauf man das Reak  tionsgemisch der     Wasserdampfdestillation    unterwirft.

    Den Rückstand, ein rotes Harz, trägt man in 600 g  80%ige, Schwefelsäure ein und rührt die Lösung wäh  rend 10     Stunden    bei einer     Temperatur    von 60 , wobei  der     Tosylrest    abgespalten wird. Man giesst die Lösung  auf Eis., filtriert das ausgefällte Produkt ab und kristal  lisiert     eis    aus     n-Butanol    um.

   Das so erhaltene Produkt  hat die Formel  
EMI0007.0066     
      Verwendet man an Stelle der 1-(N     p-Toluolulfonyl-          amine)-anthrachnonverbindung        eingangs    angegebener  Formel äquivalente Mengen der     entsprechenden,    1-(N  Benzolsulfonyl)-,     1-(N-Methansulfonyl)-,        1-(N-Acetyl)-          oder        1-(N-Propionyl)-anthrachinonverbindung,    so.

       erhält     man bei     ansonst        gleichem    Vorgehen ebenfalls die       l-sek.-Alkyl        amino-4-aral!kylamino    -     anth:rachinonverbin-          dung    vorstehender Formel.  



  44 g     dieser        Verbindung    werden analog wie in Bei  spiel 1 beschrieben mit 13,7 g     N-Methyl'olchloracetamid     kondensiert und anschliessend     mit    6     %        igem        Oleum    bei  25      sulfoniert.    Der so gewonnene     Farbstoff        zeigt    ähn  liche     Eigenschaften    wie der in Beispiel 1     beschriebene.     <I>Beispiel 3</I>  50 g der Verbindung der Formel  
EMI0008.0028     
    [erhalten gemäss     Verfahren    von Beispiel 1 durch Kon  densation von     

  1-(N        Acetyl-N-iso-propyl'amino)-4-brom-          anthrachinon    mit     1,5-Diphenyl-3-amino-pentan    und       darauffolgende        Verseifung    der     Acetylgruppe]    werden  mit 27,5 g     N-Methylolchloracehamid        vermischt,    in  500 g 90 %     ige        Schwefelsäure    bei     einer    Temperatur von  5-10      eingetragen    und 24 Stunden     gerührt.    Das.

   Kon  densationsprodukt wird wie     in    Beispiel 1 beschrieben       isoliert    und in 6%igem     Oleum    bei 25      sulfoniert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von sauren Anth;rachinon- farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Anthrachinonverbindung der Formel I, EMI0008.0052 in der R1 eine sekundäre Alkyl- oder eine Cycloalkyl- gruppe, R2 eine gegebenenfalls durch niedere Alkyl oder Alkoxygruppen oder durch Halogen ringsubsti tuierte Aral'kylgruppe, R3 eine Alkyl,
    eine Cyclo- alkyl- oder eine gegebenenfalls durch niedere Alkyl oder Alkoxygruppen oder durch Halogen substituierte Aralkylgruppe, eines von Y1 und Y2 Wasserstoff und das andere einen Acylrest bedeuten und die Gruppe EMI0008.0072 mindestens zwei ersetzbare kernständige Wasserstoffatome aufweist, in beliebiger Reihenfolge an der Acylaminogruppe verseift,
    mit n Mol eines Sulfo,- nierungsmittels sulfoniert und m Mol einer den Reist der Formel 1I, EMI0008.0085 einführenden Verbindung, in der R.1 Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe und A eine gegebenenfalls substituierte Alkenylgruppe oder eine gegebenenfalls weitersubstituierte Alkylgruppe, die mindestens:
    einen als Ion abspaltbaren Substituenten enthält, bedeuten, umsetzt, wobei ein Anthrachinonfarbstoffgemisch der durchschnittlichen Zusammensetzung der Formel III, EMI0008.0099 in der R1, R2, R3, R.1 und A die vorstehend genannte Bedeutung haben,
    m und n je 1 oder 2 bedeuten und die Gruppen -S03H und EMI0008.0105 jeweils mit Ringkohlenstoffatomen von R. und/oder R;; verbun den sind, erhalten wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Anthrachinonverbindung der Formel I, in der R1 die Isopropyl-, sek.-Butyl- oder Cyclohexylgruppe bedeutet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Anthrachinonverbindung der Formel I, in der R2 einen Phenylalkylmst und R3 eine niedere Alkyl'gruppe be deuten. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwen dung einer den Rest der Formel II einführenden Ver bindung, in der R4 Wasserstoff und A die Chlor methyl- oder a-Chlorvinylgruppe bedeuten. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man zuerst die Acylaminoanthrachinonverbindung der For mel I verseift,
    dann die erhaltene 1-sek. Alkylamno- bzw. 1-Cycl'oal!kylamino-4-aralkylamino-anthraehsnon- verbindung mit der den Rest der Formel 1I einführen- den Verbindung umsetzt und anschliessend mit dem Sulfonierungsmittel sulfoniert.
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