CH473869A - Verfahren zur Herstellung von Nitrofarbstoffen der Acridonreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Nitrofarbstoffen der Acridonreihe

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CH473869A
CH473869A CH1148568A CH1148568A CH473869A CH 473869 A CH473869 A CH 473869A CH 1148568 A CH1148568 A CH 1148568A CH 1148568 A CH1148568 A CH 1148568A CH 473869 A CH473869 A CH 473869A
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Kurt Dr Burdeska
Bosshard Hans
Andre Dr Pugin
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Geigy Ag J R
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    • C07D221/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom, not provided for by groups C07D211/00 - C07D219/00
    • C07D221/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom, not provided for by groups C07D211/00 - C07D219/00 condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D221/04Ortho- or peri-condensed ring systems
    • C07D221/18Ring systems of four or more rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Nitrofarbstoffen der Acridonreihe    Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur  Herstellung von neuen Nitrofarbstoffen der     Acridon-          reihe.     



  Es wurde gefunden, dass man wertvolle     Nitrofarb-          stoffe    der Acridonreihe der Formel I  
EMI0001.0005     
    in der R einen gegebenenfalls substituierten aliphati  schen, cycloaliphatischen, carbocyclisch-aromatischen  oder heterocyclischen Rest bedeutet und in der die  Ringe A und B weitersubstituiert und mit weiteren  Ringen kondensiert sein können, erhält, wenn man eine  Verbindung der Formel II,  
EMI0001.0006     
    in der eines von Y1 und Y2 Wasserstoff und das andere  die Carboxylgruppe oder ein reaktionsfähiges funktio  nelles Derivat derselben, beispielsweise ein Halogenid,  wie ein Chlorid oder Bromid, oder einen Ester, z. B.

    einen niederen Alkylester, bedeutet, für die Ringe A  und B das unter der Formel I angegebene gilt und R  die unter Formel I angegebene Bedeutung hat, unter  ringschliessenden Bedingungen, gegebenenfalls in Gegen  wart eines sauren Kondensationsmittels, umsetzt.    2  Verbindungen der Formel II, in der Y1 die     Carboxyl-          gruppe    und Y2 Wasserstoff bedeuten, sind aus     präpara-            tiven    Gründen bevorzugt.  



  Besonders wertvoll als Dispersionsfarbstoffe sind er  findungsgemäss herstellbare Verbindungen ohne in  Wasser sauer     dissoziierende,    wasserlösliche     Anionen     bildende Substituenten, wie die Sulfonsäure-,     Carbon-          säure-    oder Phosphorsäuregruppe.  



  Als R verkörpernde aliphatische Reste kommen bei  spielsweise gerad- oder verzweigt-kettige Alkyl- oder  Alkenylgruppen mit bis zu 18, vorzugsweise mit bis zu  12, Kohlenstoffatomen in Frage, die substituiert sein  können. Als Substituenten können diese aliphatischen    Reste, beispielsweise die Hydroxylgruppe, niedere  Alkoxygruppen, einkernige Aryloxygruppen, wie die  Phenoxy-, eine Alkylphenoxy- oder     Halogenphenoxy-          gruppe,    Acylgruppen, wie Alkanoyl-, Carbalkoxy-,  Alkoxy-carbalkoxy-oder Carbocycloalkoxygruppen,     Acyl-          oxygruppen,    wie niedere Kohlensäurehalbestergruppen  oder Tosyloxygruppen, Aminogruppen, besonders ter  tiäre Aminogruppen, wie Di-niederalkylaminogruppen,  Acylaminogruppen,

   wie niedere Alkanoylamino- oder  einkernige Aroylaminogruppen auch     carbocyclisch-aro-          matische    Reste, z. B. den Phenyl-, den 1- oder     2-Naph-          thylrest,    oder heterocyclische Gruppen, z. B,  2-Thienyl-, 2-Furyl- oder 2-Tetrahydrafuryl-rest, auf  weisen; als substituierte Alkylreste sind die α- oder  ss-Phenäthyl- und vor allem die Benzylgruppe sowie die  Furfuryl- und Tetrahydrofurfurylgruppe hervorzuheben.  



  Als R verkörpernde cycloaliphatische Gruppen kom  men beispielsweise Cycloalkylgruppen mit vorzugsweise  5- oder 6gliedrigen Ringen und besonders die     Cyclo-          hexylgruppe    in Frage.  



  Wenn R einen carbocyclisch-aromatischen Rest be  deutet, so gehört dieser Rest z. B. der Naphthalin-,  vorzugsweise jedoch der Benzolreihe an; er kann  übliche Ringsubstituenten enthalten.  



  R verkörpernde heterocyclische Reste können so  wohl von aromatischem als auch von nichtaromatischem  Charakter sein;     aromatisch-heterocyclische    Reste sind      vorzugsweise 5- oder 6gliedrig und können ein einziges  Heteroatom oder mehrere gleiche oder verschiedene  Heteroatome aufweisen; sie können auch kondensiert  sein, beispielsweise mit einem Benzorest. Beispiele sind  Triazolyl-, Tetrazyl-, 2- oder 4-Pyridyl-, 2-Chinolinyl-,  1,3,5-Triazinyl-, 2-Benzoxazolyl, 2-Benzthiazolylreste,  die übliche Ringsubstituenten aufweisen können. Bevor  zugte nichtaromatisch-heterocyclische Reste sind eben  falls 5- oder 6gliedrig; Beispiele sind der 2-Thiazolinyl-,  der 2-Imidazolinyl-, der 2-(6-Methylpenthiazolinyl)-rest.  



  Alle carbocyclisch-aromatischen Ringe des     Nitro-          acridonfarbstoffes    der Formel I können in Farbstoffen,  übliche Substituenten enthalten, beispielsweise Halogene,  wie Fluor, Chlor oder Brom; Alkylgruppen, vorzugs  weise niedere Alkylgruppen mit bis zu 4 Kohlenstoff  atomen, aber auch höhere Alkylgruppen, einkernige  Arylgruppen, wie die Phenyl- oder     p-Methylphenyl-          gruppe;    Alkoxygruppen, wie die Methoxy- oder     Äthoxy-          gruppe;    Alkylthiogruppen, wie die Methylthio- oder  Äthylthiogruppe; einkernige Aryloxy- oder     Arylthio-          gruppen,    wie die Phenoxy- bzw.

   Phenylthiogruppe;  Acylgruppen, beispielsweise     Kohlenwasserstoffsulfonyl-          gruppen,    wie niedere Alkylsulfonyl- oder     Phenylsulfo-          nylgruppen,    ferner niedere Carbalkoxygruppen,     Carbon-          säure-    oder Sulfonsäuregruppen; von Ammoniak oder  primären oder sekundären organischen Aminen abge  leitete Carbonsäure- oder Sulfonsäureamidgruppen, wie  Carbonsäure- und Sulfonsäure-N-mono- oder -N,N-di-    niederalkylamidgruppen; primäre, sekundäre und tertiäre  Aminogruppen, wobei in sekundären und tertiären  Aminogruppen als Substituenten vorzugsweise niedre  Alkylgruppen in Betracht kommen;

   ferner     Acylamino-          gruppen,    insbesondere niedere Alkanoylamino- oder  einkernige Aroylaminogruppen und weiterhin die Nitro-,  Cyan- oder Trifluormethylgruppe.  



  Wenn die Ringe A und B weiterkondensiert sind,  dann weisen sie vor allem Benzoreste auf. Beispielsweise  kann der Ring A in 7,8- oder 6,7-Stellung einen     Benzo-          rest    enthalten. Vorteilhaft ist der Ring A unsubstituiert,  oder er enthält eine niedere Alkyl-, wie die     Methyl-          oder    Äthylgruppe, oder Alkoxygruppe, wie die     Methoxy-          oder    Äthoxygruppe, oder Halogen, wie Chlor oder Brom,  Als Substituenten kann der Ring B vor allem Halogen,  wie Chlor, besonders in der 2-Stellung enthalten. Der  Ring B ist jedoch in erster Linie unsubstituiert.

   Wenn  im Endprodukt der Formel I freie Aminogruppen vor  handen sind, so können diese noch acyliert werden, wo  bei als Acylierungsmittel reaktionsfähige funktionelle  Derivate, z. B.     niederer    Fettsäuren, wie der Essigsäure,  oder einkerniger aromatischer Mono- oder     Dicarbon-          säuren,    wie der Benzolcarbonsäure, oder einer     Benzol-          dicarbonsäure,    in Betracht kommen können.  



  Ausgangsstoffe der Formel II, in der Y1 die  Carboxylgruppe und Y2 Wasserstoff darstellen, erhält  man beispielsweise durch Kondensation einer     Amino-          benzolcarbonsäure    der Formel  
EMI0002.0029     
    mit einer Benzolverbindung der Formel  
EMI0002.0030     
    worin die Ringe A und B, wie oben angegeben,  substituiert sein können und Hal Chlor oder Brom be  deutet, nach an sich bekannten Methoden [s. H.     B.     Nisbet, Journal of the Chem. Soc. (London) 1933,  1372-73J.  



  Ausgangsstoffe der Formel II, in der Y2 die  Carboxylgruppe und Y1 Wasserstoff bedeuten, können  beispielsweise durch Kondensation eines gegebenenfalls  weitersubstituierten aromatischen Amins der Formal  
EMI0002.0032     
    mit einer 2,6-Dichlor- oder     2,6-Dibrom-3-nitro-benzol-          carbonsäure    gemäss K. Lehmstedt und K. Schrader  [Berichte der deutschen Chemischen Gesellschaft Volu  men 70, 1556-38 (1927)] und anschliessenden Aus  tausch des noch verbleibenden Chlor- bzw. Bromatoms  gegen die Gruppe -S-R hergestellt werden.    Der Ringschluss der Verbindung der Formel II zum  Endprodukt der Formel I erfolgt auf an sich bekannte       Art    und Weise. zweckmässig durch Erhitzen und vor  teilhaft in     Gegenwart    eines sauren Kondensationsmittels.

    Als saure Kondensationsmittel kommen     vorzugsweise     Phosphoroxychlorid, Polyphosphorsäuren und Schwefel  säure in Frage. Näheres über diese Reaktion ist in  R. M. Acheson,  The Chemistry of Heterocyclic     Com-          pounds,    Acridines , S. 105-117 (1956) angegeben.  



  Die neuen Nitrofarbstoffe der Acridonreihe, welche  keine in Wasser sauer dissoziierenden     wasserlöslich     machenden Gruppen enthalten, eignen sich zum Fär  ben von hydrophobem, synthetischem organischem  Fasermaterial, beispielsweise zum Färben von aus hoch  molekularen organischen     Estern    bestehendem -Textil  material, wie von Cellulose-di- oder -triacetat, besonders  aber zum Färben von Textilmaterial aus     polymeren,     Estern aromatischer Polycarbonsäuren mit mehrwertigen  Alkoholen, vor allem aus Polyäthylenglykol-terephthalat  oder Polycyclohexandiolterephthalat.

   Diese Farbstoffe  können aber auch zum Färben von synthetischen     Poly-          amidfasern,    wie von     Polyhexamethylenadipinamid,    Poly-      caprolactam oder Polyaminoundekansäure, verwendet  werden. Ausserdem sind sie je nach Zusammensetzung  zum Färben oder Pigmentieren von Lacken, Ölen und  Wachsen, sowie von Cellulosederivaten, insbesondere  Celluloseestern, wie Celluloseacetat, in der Masse ge  eignet, da viele erfindungsgemäss herstellbare     Nitro-          acridonfarbstoffe    in einigen gebräuchlichen organischen  Lösungsmitteln, z. B. in Aceton oder Methyl-äthylketon,  löslich sind.  



  Vorzugsweise erfolgt die Färbung der genannten  Fasermaterialien mit den erfindungsgemäss herstellbaren,  in Wasser schwerlöslichen Nitroacridonfarbstoffen aus  wässriger Dispersion. Es ist deshalb zweckmässig, als  Dispersionsfarbstoffe verwendbare Endstoffe der Formel  I durch Vermahlen mit Dispergiermitteln und möglicher  weise weiteren Mahlhilfsstoffen fein zu zerteilen  Dafür geeignete anionische Dispergatoren sind bei  spielsweise die Alkylarylsulfonate, die Kondensations  produkte des Formaldehyds mit Naphthalinsulfonsäure,  die Ligninsulfonate; dafür geeignete nichtionogene     Di-          spergatoren    sind die Fettalkohol- oder     Alkylphenol-          polyglykoläther    mit höherem Alkykest.  



  Die Färbung der Polyesterfasern mit den erfin  dungsgemäss erhältlichen, in Wasser schwerlöslichen  Farbstoffen aus wässriger     Dispersion    erfolgt nach den  für Polyestermaterialien üblichen Verfahren. Polyester  aromatischer Polycarbonsäuren mit mehrwertigen Alko  holen färbt man     vorzugsweise        bei    Temperaturen von  über 100  C unter Druck.

   Die Färbung     kann    aber  auch beim Siedepunkt des Färbebades in Gegenwart  von Farbüberträgern, beispielsweise     Alkalimetallphenyl-          phenolaten,    Polychlorbenzolverbindungen oder ähnlichen  Hilfsmitteln, durchgeführt oder nach dem     Foulardier-          verfahren    und anschliessender Nachbehandlung in der  Hitze, z. B. Thermofixierung bei 180-210  C, vorge  nommen werden. Cellulose-di-acetat-fasern färbt man  vorzugsweise     bei    Temperaturen von 80-85  C, während  Cellulose-triacetatfasern sowie synthetisches Polyamid  fasermaterial mit Vorteil beim Siedepunkt des Färbe  bades gefärbt werden.

   Beim Färben der letztgenannten  Faserarten erübrigt sich die Verwendung von     Farbüber-          trägern.    Erfindungsgemäss herstellbare     Nitroacridonfarb-          stoffe    können auch zum Bedrucken der genannten Ma  terialien nach üblichen Methoden verwendet werden.  



  Die als Dispersionsfarbstoffe verwendbaren     End-          stoffe    der Formel I ziehen auf das vorgenannte hydro  phobe organische Fasermaterial, besonders auf     Poly-          äthylenglykolterephthalatfasern,    sehr gut auf und ergeben  auf diesem Fasermaterial kräftige gelbe bis orange Fär  bungen, die sehr gut     licht-,    wasch-, walk-, reib-,  schweiss-, sublimier-, lösungsmittel- und dekaturecht  sind.     Ferner    besitzen sie in organischen     Lösungsmitteln,     z. B. Dimethylformamid, eine hohe molare Extinktion.

    Ein weiterer Vorteil der neuen Nitroacridonfarbstoffe  besteht darin, dass sie sich gut mit blauen     Anthrachinon-          farbstoffen    kombinieren lassen.  



  Als Dispersionsfarbstoffe werden Endprodukte der  Formel I ohne sauer dissoziierende wasserlöslich  machende Gruppen bevorzugt, in denen R den     Phenyl-          oder    einen alkyl-, alkoxy- oder chlorsubstituierten  Phenylrest bedeutet. Derartige Endstoffe sind durch  hohe Farbstärke und Affinität zu Fasermaterial aus  Polyestern ausgezeichnet, besonders aus polymeren  Estern aromatischer Polycarbonsäuren mit mehrwertigen  Alkoholen, wie Polyäthylenglykolterephthalatfasern. Zu  dem sind die mit     ihnen    erzeugten Färbungen auf     dieser       Faserart sehr echt, insbesondere licht-, reib-,     sublimier-          und    waschecht.  



  Ebenfalls sehr     wertvoll    sind aber auch solche wasser  unlösliche Endprodukte der Formel I, in denen R einen  Alkylrest bedeutet, da sie gut säure- und alkalibeständig  sind.  



  Erfindungsgemäss herstellbare Farbstoffe der Formel  I, welche basisch machende Gruppen enthalten sind  als     Salze    einer starken anorganischen oder organischen  Säure meist in Wasser gut löslich. Sie ziehen aus  wässriger, neutraler oder - vorteilhaft - aus schwach  saurer Flotte, gegebenenfalls .in     Gegenwart    von Netz  mittel, wie von Anlagerungsprodukten von Alkylen  oxyden an höhere Alkohole, auf Fasermaterial aus  polymerem oder copolymerem Acrylnitril beim Erhitzen  in offenem oder in geschlossenem Gefäss unter Druck  auf und ergeben auf diesem Material echte, insbeson  dere wasch-, dekatur- und lichtechte gelbe bis orange  Färbungen.  



  Die neuen Nitroacridonfarbstoffe der Formel I,  welche in Wasser sauer     dissoziierende    Gruppen, bei  spielsweise Sulfonsäuregruppen, enthalten, können zum  Färben und Bedrucken von natürlichen oder syntheti  schen Polyamidfasern aus saurem bis neutralem Bade  verwendet werden.  



  In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen  in Celsiusgraden angegeben. Die     angegebenen    Schmelz  punkte sind unkorrigiert.  
EMI0003.0039     
    24,9 g     2-Nitro-5-n-butylmercapto-diphenylamin-2'-          carbonsäure    (hergestellt durch Kondensation von     3-Chlor-          4-nitro-l-n-butylmercapto-benzol    mit     2-Amino-benzol-          1-carbonsäure    in Gegenwart von Kaliumcarbonat ge  mäss H. H. Hodgsan und F. W. Handley, J. Chem.  Soc. 1928, l66), werden mit 110 g Phosphoroxychlorid  unter gutem Rühren innerhalb von 20 Minuten zum  Sieden erhitzt und danach noch 30 Minuten am Sieden  gehalten.

   Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur  wird das überschüssige Phosphoroxychlorid mit 1000 g       Eiswasser    zersetzt. Die entstandene     Dispersion    wird für  45 Minuten auf 90-95  erhitzt und das ausgefallene  Produkt heiss abfiltriert, mit heissem Wasser gewaschen  und     dann    getrocknet. Die Ausbeute beträgt 18,5g     Ni-          trofarbstoff    der vorstehend angegebenen Formel.  



  Der in diesem Beispiel erhaltene Farbstoff färbt  nach dem Vermahlen mit dem Natriumsalz eines Kon  densationsproduktes der Naphthalin-2-sulfonsäure mit  Formaldehyd in Gegenwart von     Natrium-o-phenyl-          phenolat    Polyäthylenglykolterephthalatfasern in grün  stickig gelben Tönen.

      <I>Beispiel 2</I>  24,9 g     2-Nitro-5-n-butylmercapto-diphenylamin-6-          carbonsäure    (hergestellt durch Kondensation von 2     Ni-          tro-5-chlor-diphenylamin-6-carbonsäure    mit n     Butyl-          mercaptan    in Gegenwart von     Kaliumcarbanat)    werden      in 210 g konzentrierte Schwefelsäure eingetragen und  unter Rühren 2 Stunden lang auf 90-95  erhitzt. Nach  dem Abkühlen wird die entstandene Lösung in 1500 g  Eiswasser eingetropft. Das anfallende gelbe Produkt  wird abfiltriert und säurefrei gewaschen. Zur Reinigung  wird es in 500 ml Wasser angeschlämmt, mit 5 g Na-,  triumcarbonat versetzt und dann 45 Minuten lang auf  50  erhitzt.

   Der Farbstoff wird dann abfiltriert, mit  Wasser gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute be  trägt 17,8 g.  



  Der erhaltene Farbstoff ist mit dem gemäss Bei  spiel 1     hergestellten    Produkt identisch.  
EMI0004.0001     
    18,3 g     2-Nitro-5-phenylthio-diphenylamin-6-carbon-          säure    (hergestellt durch Kondensation von     2-Nitro-5-          chlor-diphenylamin    - 6 - carbonsäure mit     Natriumthio-          phenolat    in n-Butylalkohol) werden bei 70-80  in 220 g  Polyphosphorsäure eingetragen. Das     Reaktionsgemisch     wird unter gutem Rühren auf 105-110  erhitzt und 2  Stunden bei dieser Temperatur gehalten.

   Nach dem Ab  kühlen auf 90  lässt man die dicke, gelbe Suspension  in 2000 g Wasser von 65      einfliessen.    Das ausgefallene  gelbe Produkt wird noch 10 Minuten     gerührt    und dann  abfiltriert. Es wird mit heissem Wasser gewaschen und  getrocknet. Die Ausbeute beträgt 16g  der vorstehend angegebenen Formel.  



  Das Produkt kann durch Umkristallisation aus Eis  essig oder     Chlorbenzol    gereinigt werden.  



  Der nach diesem Beispiel erhaltene Farbstoff färbt  nach dem Vermahlen mit dem Natriumsalz eines Kon  densationsproduktes der Naphthalin-2-sulfansäure mit  Formaldehyd in Gegenwart von     Natrium-o-phenyl-          phenolat    Polyäthylenglykolterephthalatfasern in sehr  gut wasch-, reib-, licht- und sublimierechten grün  stickig gelben Farbtönen.  



  Ebenfalls grünstickig gelbe     Farbstoffe    von     ähnlich     guten färberischen Eigenschaften werden erhalten, wenn  man bei gleicher Arbeitsweise die 18,3 g     2-Nitro-5-          phenylthio-diphenylamin-6-carbonsäure    durch äquiva  lente Mengen von     2-Nitro-5-(4'-chlorphenylthio)-di-          phenylamin-6-carbonsäure    oder     2-Nitro-5-(4'-methoxy-          phenylthio)-diphenylamin-6-carbonsäure    ersetzt.

    
EMI0004.0022     
    licht-,  24,63 g 2     Nitro-5-(4'-n-nonylphenylthio)-diphenyl-          amin-6-carbonsäure    (hergestellt durch Kondensation von  2-Nitro-5-chlor-diphenylamin-6-carbonsäure mit dem    Kaliumsatz des 4-n-Nonylthiophenols) werden in 250 g       konzentrierte    Schwefelsäure eingetragen und unter  Rühren     während    2 Stunden auf 95  erhitzt. Nach dem  Abkühlen wird die entstandene gelbe Lösung in 2500 g  Eiswasser eingetropft. Das ausgefallene gelbe Produkt  wird abfiltriert, mit Wasser säurefrei gewaschen und ge  trocknet. Zur Reinigung wird das Produkt aus Ligroin  umkristallisiert. Die Ausbeute beträgt 21 g.  



  Der erhaltene     Nitrofarbstoff    der vorstehenden For  mel färbt nach dem Vermahlen mit dem Natriumsalz  der Kondensationsprodukte der     Naphthalin-2-sulfon-          säure    mit Formaldehyd in Gegenwart von     Natrium-o-          phenylphenolat    als Quellmittel     Polyäthylenglykol-          terephthalatfasern    in grünstickig gelben Tönen mit  guten Echtheitseigenschaften.

    
EMI0004.0034     
    23,63g     Diphenylamin-4'-methyl-2-nitro-5-n-dodecyl-          mercapto-6-carbonsäure    (hergestellt durch Kondensation  von     Diphenylamin-4'-methyl-2-nitro-5-chlor-6-carbon-          säure    mit n-Dodecylmercaptan in Gegenwart von     Ka-          liumcarbonat)    werden mit 220 g Phosphoroxychlorid       innerhalb    von 20 Minuten auf 90-95  erhitzt. Es wird  darauf bei dieser Temperatur     gerührt,    bis die starke  Salzsäureentwicklung nachlässt. Danach wird noch wäh  rend 30 Minuten zum Sieden erhitzt.

   Nach dem Ab  kühlen auf 50  wird das überschüssige     Phosphoroxy-          chlorid    mit 2200 g Eiswasser zersetzt. Die entstandene  gelbe Dispersion wird während 30 Minuten auf     9Q-95      erhitzt, und das ausgefallene rotstickig gelbe Produkt  wird abfiltriert. Es wird mit heissem Wasser gewaschen  und getrocknet. Die Ausbeute beträgt 19,5 g. Das Pro  dukt kann durch Umkristallisation aus Eisessig gereinigt  werden.  



  Der Nitrofarbstoff der obigen Formel färbt in wässri  ger Dispersion in Gegenwart von     Natrium-o-phenyl-          phenolat    Polyäthylenglykolterephthalatfasern in sehr  gut licht-, wasch-, reib- und sublimierechten rotstichig  gelben Farbtönen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Nitroacridonfarb- stoffen der Acridonreihe der Formel I, EMI0004.0050 in der R einen gegebenenfalls substituierten aliphati schen, cycloaliphatischen, carbocyclisch-aromatischen oder heterocyclischen Rest bedeutet und in der die Ringe A und B weitersubstituiert und mit weiteren Ringen kondensiert sein können, dadurch gekennzeich net, dass man eine Verbindung der Formel II, EMI0005.0000 , bedeutet.
    in der eines von Y1 und Y2 Wasserstoff und das andere die Carboxylgruppe oder ein reaktionsfähiges funktio- nelles Derivat derselben und R einen gegebenenfalls substituierten aliphatischen, cycloaliphatischen, carbo- cyclisch-aromatischen oder heterocyclischen Rest bedeu ten und in der die Ringe A und B weitersubstituiert und mit weiteren Ringen kondensiert sein können, unter ringschliessendem Bedingungen umsetzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II ver wendet, in der R den Phenylrest oder einen alkyl-, alkoxy- oder chlorsubstituierten Phenylrest bedeutet.
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