CH484097A - Verfahren zur Herstellung von Aminomethylverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aminomethylverbindungen

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CH484097A
CH484097A CH1751268A CH1751268A CH484097A CH 484097 A CH484097 A CH 484097A CH 1751268 A CH1751268 A CH 1751268A CH 1751268 A CH1751268 A CH 1751268A CH 484097 A CH484097 A CH 484097A
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sep
salts
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formaldehyde
water
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CH1751268A
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Johannes Dr Mueller
Enrico Dr Menard
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H17/00Compounds containing heterocyclic radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H17/04Heterocyclic radicals containing only oxygen as ring hetero atoms
    • C07H17/06Benzopyran radicals
    • C07H17/065Benzo[b]pyrans
    • C07H17/07Benzo[b]pyran-4-ones

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  • Saccharide Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Aminomethylverbindungen Gegenstand der Erfindung ist ein neues Verfahren zur Aminomethylierung von Rutin der Formel
EMI1.1     
 worin R den Rutinosyloxyrest (= Rutinosidorest) darstellt.



   Es wurde bereits vorgeschlagen (Schweizer Patent Nr. 348 710),   Polyoxyflavone    zur Erzielung von Wasser  lösliehkeit    zu   aminomethylieren.    Dieses bekannte Verfahren arbeitet jedoch bei Dampfbadtemperatur, und aus dem genannten Schweizer Patent geht   hervor, da#    eine solche Temperatur zur Umsetzung nötig ist. So empfiehlt das Patent die Verwendung eines wässrigen Mediums, oder, wenn die Aminoverbindung nicht zu niedrig siedet, einen Überschuss von Amin, z. B.   Mor-      pholin,    das bei 126 bis 130  siedet.



   Es wurde nun gefunden, dass bei diesem bekannten Verfahren ein kompliziertes Gemisch höher   polymeri-    sierter Aminomethyl-polyoxyflavone entsteht, aus dem sich   präparativ    keine einheitlichen Verbindungen erhalten lassen. Die Herstellung einheitlicher, monomerer oder höchstens dimerer Aminomethylverbindungen der oben genannten Flavonole blieb daher nach wie vor ein technisch nicht gelöstes Problem, obwohl die Gewinnung solcher einheitlicher Verbindungen im Hinblick auf eine etwaige Verwendung als Heilmittel aus ver  ständlichen Gründen sehr erstrebenswert erschien.   



   Es wurde nun festgestellt, dass die Bildung der kom  plizierten    Gemische bei dem vom Schweizer Patent   Nr. 348 710 vorgeschlagenen    Verfahren daher rührt, dass bei einer Temperatur gearbeitet wird, wo   sämt-    liche reaktionsfähigen, für eine   Kernsubstitution    geeigneten Stellen des Moleküls in Reaktion treten   und'unter      Au, sbildung von Methylenbrücken    zu höher polymeren   Aminomethylverbindungen    reagieren.



   Im Gegensatz hierzu wurde nun festgestellt, dass bei Verwendung von Rutin und bei Ausführung der Aminomethylierung bei einer Temperatur von höchstens ungefähr   60  Aminomethylierung    zur Hauptsache nur in höchstens 2 Stellungen, nämlich 6   und 8 eintritt, wäh    rend z. B. die Stellung 5'nicht reagiert, und dass im wesentlichen höchstens dimere Verbindungen entstehen.



  Dabei kann durch geeignete Wahl der Lösungsmittel und der Temperatur die hauptsächliche Entstehung der einen oder anderen dieser Verbindungen begünstigt werden. So ist es möglich geworden, zu   Reaktionspro-    dukten zu gelangen, aus denen sich die   einzelnen Ver-    bindugen in gereinigter Form technisch herstellen lassen.



   Bei Ausführung der Reaktion in einem wasserhaltigen Medium, z. B. in   ei. nem wässrigen Alkohol, wie    wässrigem   Athanol,    wässrigem Dioxan, in einem   wäss-    rigen tertiären Amin, wie wässrigem Pyridin, Triäthylamin oder in Wasser allein, und unter Verwendung von ungefähr 2 Mol des Formaldehyds und des sekundären Amins pro Mol Rutin, sowie bei Einhaltung niederer  Temperaturen, zweckmässig ungefähr 0 bis   25 ,    erhält man hauptsächlich das   6,    8-Diaminomethylprodukt.



   Auf diese Weise erhält man z. B. ausgehend von Rutin, Formaldehyd und Dimethylamin das Produkt der Formel
EMI2.1     


<tb>  <SEP> µ <SEP> (CH5) <SEP> 2
<tb>  <SEP> CH
<tb>  <SEP> 0
<tb>  <SEP> CH2 <SEP> OR
<tb>  <SEP> /
<tb> (CH) <SEP> 2 <SEP> NCH2 <SEP> inosido
<tb>  <SEP> OH <SEP> 0
<tb>  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel
EMI2.2     


<tb>  <SEP> CH-X
<tb>  <SEP> OH
<tb>  <SEP> Ho2\y <SEP> vox
<tb> X-CH2 <SEP> Rutinosido
<tb>  <SEP> OH <SEP> 0
<tb>  worin X eine tertiäre   Aminograppe    bedeutet und ihrer Salze, ist dadurch gekennzeichnet, dass man Rutin der Formel
EMI2.3     

  <SEP> ,

   <SEP> OH
<tb> HO <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> OH <SEP> OH
<tb>  <SEP> inosido
<tb>  <SEP> OH <SEP> 0
<tb>  bei höchstens 25  in einem wasserhaltigen Medium mit einem sekundären Amin oder einem Salz davon und Formaldehyd oder einem Formaldehyd abgebenden Mittel umsetzt. Wenn erwünscht, kann man erhaltene Salze in die freien Verbindungen oder freie   Verbindun-    gen in ihre Salze überführen.



   Die Reaktion mit Formaldehyd und dem sekundären Amin H-X wird gemäss der   Mannich-Reaktion,    orteilhaft unter   Vervendung    eines kleinen Überschusses an Formaldehyd über die stöchiometrischen Verhältnisse hinaus, ausgeführt.



   Man kann anstelle des Formaldehyds auch solche abgebende Mittel, wie z. B. Trioxymethylen, Paraformaldehyd oder   Formaldehydacetale, verwenden,      gege-      benenfalls    unter Zusatz von Säure. Das Amin kann zur Beschleunigung der Reaktion   gegenüber dem Fonn-    aldehyd im Überschuss verwendet und/oder in Form eines Salzes eingesetzt werden. Zweckmässig wird es jedoch in freier Form verwendet. Vorzugsweise nimmt man die Reaktion in einem Verdünnungsmittel, wie Wasser oder in   wä#rigen organischen Lösungsmitteln,    wie sie z. B. oben genannt wurden, vor. Bei Verwendung von   Polymerisationsprodukten    des Formaldehyds arbeitet man   zweckmä#ig    in einem organischen Verdünnungsmittel, wie den oben genannten.

   Gegebenenfalls nimmt man die Reaktion im geschlossenen Gefäss vor. Zur Vermeidung von Verlusten durch Oxydation kann man in einer Inertgasatmosphäre, z.B. unter Stickstoff, arbeiten.



   Die Isolierung der reinen Endprodukte kann auf verschiedene Weise erfolgen, vor allem lassen sie sich aus   wä#rigen Lösungen    durch Zugabe schwach pola4rer Substanze, wie Alkohol, z.B. Äthanol, Isopropanol, Propanol oder n-Butanol oder   sek.-Butanol,    ausfällen.



   Das sekundäre Amin H-X trägt als Substituenten vor allem Kohlenwasserstoffreste aliphatischen Charakters mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen, die auch durch Heteroatome, wie Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff in der Kohlenstoffkette unterbrochen und/odder durch freie Hydroxylgruppen oder Halogenatome substiuiert sein können.



   Kohlenwasserstoffeste aliphatischen Charakters sind vor allem gesättigte oder einfach ungesättigte, Alkyl-, Cycloakyl- oder   Cycloalkyl-alkylreste.    Durch   Hetero-    atome unterbrochene Reste dieser Art sind vor allem Oxa-oder   Azaalkyl",      Oxaalkylen-,      Azaalkylen-oder    Oxacycloalkyl-alkylreste.

   Zu neeen sind insbesondere Methyl, Äthyl, Allyl, Propyl, Ispropyl, gerade oder verzweigte, in beliebiger Stelle verbundene Butyl-,   Pentyl-,      Hexyl-oder    Heptylreste,   3-Oxabutyl-,    3-Oxa  pentyl-,    3-Oxaheptyl-, 2-Hydroxyäthyl-, 3-Hydroxypropyl-, Butylen-(1, 4)-, Pentylen-(1, 5)-, Hexylen-(1, 5)-, hexylen-(1,6)-, Hexylen-(2, 5)-, Heptylen   (1,    7)-, Heptylen-(2, 7)-,   Heptylen- (2,    6)-, 3-Oxapentylen-(1, 5)-, 3 Aza-pentylen-(1, 5)-,   3-Alkyl-3-aza-pentylen- (1,    5)-, worin Alkyl bis zu 8 Kohlenstoffatome enthält, wie 3 Methyl-3aza-pentylen-(1, 5)-,   3-Hydroxyalkyl-3-aza-      pen, tylen-(1, 5)-,    wie   3-Hydroxyäthyl-3-aza-pentylen-    (1, 5)-,

   3-Oxa- oder Azahexylen-(1,6)-, Cyclopentyl-, Cyclohexyl-, Cyclopentenyl-oder Cyclohexenylmethyl  oder-äthylreste.   



   Das sekundäre Amin H-X ist vor allem ein Dialkylmin, worin Alkyl bis zu 8 Kohlenstoffatome enthält, besonders Dimethylamin oder Diäthylamin, oder ein Pyrrolidin,   Pipemdin, Morpholin, Piperazin, oder    N Methyl,   N-Athyl    oder N-ss-Hydroxyäthyl-piperazin.



   Im obigen und nachfolgend sind unter Alkylresten vor allem z. B. die oben erwähnten Alkylreste zu verstehen.



   Die Reaktionsprodukte, insbesondere die aufgezeigten neuen Verbindungen, besitzen antiinflammatorische Eigenschaften. So hemmen sie die durch   Poly-    peptide erzeugte Erhöhung der Kapillarpermeabilität, sowie das   Dextraödem    an der   Rattenpfote.    Sie können   daher als Medikament mit antiinflammatorischer    Wirkung, u. a. bei Störungen des venösen Kreislaufes, verwendet werden. Sie sind auch wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung weiterer, als Medikamente verwendbarer Stoffe.



     Besonde, rs    wertvoll sind die Verbindungen der Formel
EMI3.1     


<tb>  <SEP> CHZ-X'OH
<tb>  <SEP> OH
<tb>  <SEP> HO <SEP> 10 <SEP> 1 <SEP> OH
<tb> X'-CH2/ <SEP> Rutinosido
<tb>  <SEP> , <SEP> z
<tb>  <SEP> OH <SEP> 0
<tb>  worin die Reste X' niedere Dialkylaminogruppen oder Pyrrolidino-, Piperidino-, Morpholino-, Piperazino- oder N-Methyl-, N-Äthyl-oder N-ss-Hydroxyäthyl-piperazinogruppen darstellen.



   Ganz besonders wertvoll ist das   3-Rutinosido-    5, 7, 3',   4'-tetrahydroxy-6,    8-bis -(dimethylaminomethyl)flavonol der Formel
EMI3.2     


<tb>  <SEP> 1H2Nt <SEP> CH3) <SEP> 2
<tb>  <SEP> Q <SEP> OH
<tb>  <SEP> HOH <SEP> XOH
<tb> (CH3) <SEP> 2N-CH2 <SEP> \
<tb>  <SEP> Rutinosido
<tb>  <SEP> OH <SEP> 0
<tb> 
Man verwendet daher für das erfindungsgemässe Verfahren insbesondere solche Ausgangsstoffe und verfährt so, dass die angegebenen vorteilhaften Endstoffe erhalten werden.



   Je nach der Arbeitsweise erhält man die Verbindungen in freier Form oder in Form ihrer Salze. Aus den Basen können therapeutisch verwendbare Salze mit Säuren, gebildet werden, z.   B.    von therapeutisch   verwend-    baren Säuren, wie der   Halogenwasserstoffsäuren, Schwe-      felsäuren,    Phosphorsäuren, Sapetersäure, perchloräure ;

   aliphatischer, alicyclischer,   aromatischer oder hetero-      cyclisoher      Carbon-oder    Sulfonsäuren, wie   Ameisen-,      Essig-,    Propion-, Oxal-, Bernstein-, Glykol-, Milch-,   Äpfel-,    Wein-, Zitronen-,   Ascorbin-,      Oxymalein-,    Di  oxymalein-oder    Brenztraubensäure ; Phenylessig-, Benzoe-, p-Aminobenzoe-, Anthranil-, p-Oxybenzoe-, Salicyl- oder p-Aminosalicylsäure; Methansulfon-, Äthansulfon-, Oxyäthansulfon-, Äthylensulfonsäure; Toluolsulfon, Naphthalinsulfonsäuren oder Sulfanilsäure; Methionin, Tryptophan, Lysin oder Arginin.

   Anderseits lassen sch auch mit Basen, wie mit Methallhydroxyden, Salze, zum Beispiel Metallsalze, wie Alkali- oder Erdalkalisalze herstellen. Erhaltene Salze lassen sich in die freien Verbindungen umwandeln.



   Die Salze lassen sich auch zur Reinigung der freien Verbindungen verwenden. Infolge der engen   Bezie-    hungen zwischen den Verbindungen in freier Form und in Form ihrer Salze sind im vorausgeangenen und nachfolgend unter den freien   Verbindungen sinn-und    zweckgemäss, gegebenenfalls auch die entsprechenden Salze zu verstehen.



   Die erhaltenen Verbindungen und ihre Salze können als Heilmittel, z.   B.    in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden, welche sie oder ihre Salze in Mischung mit einem für die   topicale,    enterale oder   paren-    terale Applikation geeigneten pharmazeutischen organi  schen    oder anorganischen, festen oder flüssigen   Träger-    material enthalten.



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder lassen sich nach an sich bekannten Verfahren herstellen.



   In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
1,0 g Rutin (1,45 mMol) wird in 4 ml Pyridin und 4 ml wasser gelöst, dann wird die Lösung auf 2  C abeekühlt und unter Rühren mit einem Gemisch von 0,85 ml 5,3m   wä#riger    Dimethylaminlösung (4,5 mMol) und   0,    36   ml    13, 5m wässriger   Formalinlösung    (4, 5 mMol) in   1    ml Wasser versetzt. Nach   5minutigem    Rühren bei   2     C wird mit 145 ml eisgekühltem Äthylakohol versetzt ; die Fällung wird abfiltriert und 2 Stunden bei Raumtemperatur am Wasserstrahlvakuum getrocknet.



   Das getrocknete Material (0, 95 g) wird in 1, 6 ml Wasser gelöst, die Lösung auf   2  C abgekühlt    und mit 1, 65 ml eisgekühlter wässriger Salzsäure auf pH 4 gebracht. Mit 0,56 ml In   wä#riger    Natriumhydrogencarbonatlösung wird die Lösung auf pH 5,6 eingestellt.



  Darauf wird die Lösung mit 63 ml eisgekühltem Äthanol versetzt und die Fällung, die zum Teil Dimeres enthält, abfiltriert. Mit weiteren 100 ml Aceton erhält man eine weitere Fällung, die abfiltriert und getrocknet wird. Das so erhaltene   3-Rutinosido-5,    7, 3',4'-tetrahydroxy-6,8-bis-(dimethylaminomethyl)-flavonol der Formel
EMI4.1     


<tb>  <SEP> ? <SEP> 2
<tb>  <SEP> CH
<tb>  <SEP> OH
<tb>  <SEP> HO--OH
<tb>  <SEP> o--¯ <SEP> w <SEP> e. <SEP> . <SEP> oH, <SEP> H2o
<tb> (CH. <SEP> 1 <SEP> I
<tb>  <SEP> 2
<tb>  <SEP> Rutinosido
<tb>  <SEP> OH <SEP> 0
<tb>  zeigt folgende Charakteristika :
Es ist gut löslich in Wasser, wässriger Salzsäure und Schwefelsäure, Pyridin,   Dimethylsulfoxyd,    Methanol, schwer löslich in Benzol oder Äther.



   Die Elementaranalyse gibt folgende Werte :   C33H44O16N2#1H2O(742,   73)
Ber. : C 53, 37 H 6, 24 N 3, 77
Gef. : C 53, 49 H 6, 22 N 3, 46   Hu =-15 1  (HaO    ; c =   1)   
UV-Spektrum (in   Feinsprit)    :   A.,,,    279   m  (# =    22 000) und 374 m,   u (e = 16 100).   



   IR-Spektrum (Nujol), Banden bei : 3, 00 ; 3, 44 ; 6, 03 ; 6,   05    ;   6,    25 ; 6, 47 ; 6, 84 ; 7, 12 ; 7, 25 ; 7, 55 ; 7, 78 ; 7, 90 ; 8,   37 ; 8, 90    ; 9, 15 ; 9, 40 ; 10, 17 ;   10,    65 ;   10,    95 ; 11, 40 ; 12, 00 ; 12, 37 ; 12, 70  .



     Protonenresonanzspektrum    ; Signale : 456/b (2) ;   412/d/J    = 9   (1)    ;   350/b    (8) ;   316/b    (2) ; 264/s (1); 234/s (5); 194/b (11); 151/2 + 145/s (total 12) ; 125/s (2); 111/s (2); 60/s (3).



   Die hier und in den folgenden Beispielen angege  benen      Protonenresonanzspektren    wurden aufgenommen in   Deuterodimethylsulfoxyd    bei 60 MHz mit einem Varian   DP-60-Spektrometer.    Die   Protonenresonanzsignale    sind in Hz angegeben und auf Tetramethylsilan als internen Standard bezogen. Folgende Abkürungen wurden benützt : s   =      Singlett    ; d   =    Doublet ; b =   breitef,    nicht aufgelöster Signalkomplex ; J = Kopplungskonstante ; die in Klammer beigefügten Zahlen geben die durch   elektro-    nische Integration bestimmte auf oder abgerundete   Protonenzahl    an.



   Titration : pKs in Wasser 8, 01 (2 Puffergebiete) in   Methylcellosolve    7, 92 (2   Puffergebiete).   



   Im Dünnschichtchromatogramm auf cellulos im System sek.-Tutanol/Isopropanol/Monochloressigsäure/ Wasser (7 Volumteile : 1 Volumteil : 0,3 Gewichtsteile : 4 Volumteile), angefärbt mit einer wässrigen Lösung von 5 g   Ferrichlorid und    5 g   Kaliumferricyanid    pro Liter, ist der Rf-Wert = 0, 33.



   Im   Papierchromatogramm    (Whatman 1-Papier), absteigend, im obigen System und angefärbt wie oben, ist der Rf-Wert = 0,19.



   Beispiel 2
1,0 g Rutin (1,45 mMol) wird in 4 ml pyridin und 4 ml Wasser geläst, dann wird die Lösung auf 2 C abgekühlt und unter Rühren mit einem Gemisch von 0, 85 ml 5, 3m wässriger   Diäthylaminlösung    (4, 5 mMol) und 0, 36   ml      13,    5m   wä#riger formalinlösung (4,   5 mMol) in   1    ml Wasser versetzt. Nach   5minutigem    Rühren bei   2     C wird mit 145 ml eisgekühltem Äthylalkohol versetzt ; die Fällung wird abfiltriert und 2 Std. bei   Raumtempera-    tur am Wasserstrahlpumpenvakuum getrocknet. Das getrocknete Material wird in 1, 6 ml Wasser gelöst, die Lösung auf   2     C abgekühlt und mit 1, 65 ml eisgekühlter wässriger In Salzsäure auf pH 4 gebracht.

   Mit 0, 56 ml In wässriger Natriumhydrogencarbonatlösung wird die Lösung auf pH 5, 6 eingestellt. Darauf wird die Lösung mit 63 ml eisgekühltem Äthanol versetzt und die Fällung, die zum Teil Dimeres enthält, abfiltriert. Mit weiteren   200      ml    Aceton erhält man eine Fällung des 3-Rutino  sido-5,    7,   3',      4'-tetrahydroxy-6,      8-bis- (diäthylaminomethyl)-      flavonols    der Formel
EMI4.2     


<tb>  <SEP> N <SEP> (C2H5) <SEP> 2
<tb>  <SEP> C <SEP> 2 <SEP> OH
<tb>  <SEP> 0
<tb>  <SEP> HO <SEP> OH
<tb>  <SEP> ii
<tb> (C2H5y2N-CHZ <SEP> \
<tb> 2 <SEP> 5)

   <SEP> 2 <SEP> H2ss/+
<tb>  <SEP> II <SEP> Rutinosido
<tb>  <SEP> OH <SEP> 0
<tb>  <SEP> OH <SEP> 0
<tb> 
2 g dieses   Rohmaterials    werden zwischen   0,    5n Essigsäure und   n-Butanol verteilt    (10 ml Unterphase, 10 ml Oberphase, 165   Verteilungsschritte).   



   Reine Substanz liegt in den Verteilungselementen Nr.   4    bis 7 vor und zeigt im   Dünnschichtchromato-    gram. auf Cellulose im System   sek.-Butanol/Isopropa-      nol/Monochloressigsäure/Wasser    (7 Volumteile :   1    Volumteil :   0,    3 Gewichtsteile : 4 Volumteile) an der Quecksilber-Quarz-Lampe (mit   Corning-Filter    Nr. 9863   #max    365   m. M) einen einheitliehen, intensiv leuchtenden,      orangefarbigen    Fleck von Rf = 0, 45.



   Beispiel 3
6, 3 g Rutin   (10    mMol) werden in   40    ml Pyridin und   40    ml Wasser gelöst, mit 5   mil      2n    Natronlauge versetzt, dann bei   40     C mit 3, 4   ml    Morpholin (40 mMol) in 1,48 ml 13,5m Formadehydlösung (20 mMol) versetzt und 2 stunden unter Rühren bei der gleichen Temperatur reagieren gelassen. Nach Abkühlen auf   2     C wird mit 1, 5 Liter   Athanol    versetzt und   abgenutscht.   



   Der   Filtrationsrückstand    wird bei 0 C in 16 ml Wasser gelöst, mit In Salzsäure auf pH 4 gebracht, dann mit In wässriger   Natriumhydrogencarbonablösung auf pH    5, 6 gestellt. Darauf wird die Lösung mit 600 ml eisge  kühltem    Äthanol versetzt und die Fällung, die zum Teil Dimeres enthält, abfiltriert.



   Mit weiteren 2 Liter Aceton erhält man eine Fällung des 3-Rutinosido-5, 7, 3', 4'-tetrahydroxy-6, 8-bis-(morpho  linomethyl)-flavonols    der Formel
EMI5.1     


<tb>  <SEP> 0
<tb>  <SEP> .
<tb>



   <SEP> (
<tb>  <SEP> Uli2 <SEP> OH
<tb>  <SEP> HO <SEP> 0-OH
<tb> 0/-.. <SEP> N <SEP> N-CH2 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb>  <SEP> 11 <SEP> a-utinosido
<tb>  <SEP> OH <SEP> 0
<tb> 
2 g dieses   Rohmaterials    werden zwischen 0,   5n    Essigsäure und   n-Butanol    verteilt (25 ml Unterphase, 25 ml Oberphase, 165   Verteilungsschritte).   



   Reine Substanz liegt im   Verteilungselement    Nr. 8 vor und zeigt im Dünnschichtchromatogramm auf Cellulose im System sek.-Butanol/Isopropanol/Monochloressigsäure/Wasscr (7 Volumteilc: 1 Volumtcil : 0,3 Gewichtsteile : 4 Volumteile) an der Quecksilber-Quarz Lampe (mit Corning-Filter Nr. 9863   A.,,,    365   m, c)    einen einheitlichen   braungrünen    Fleck von Rf = 0, 33.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel EMI5.2 <tb> <SEP> CHX <tb> <SEP> !"/OH <tb> <SEP> HO/ <tb> <SEP> / <tb> utinosido <tb> <SEP> II <tb> <SEP> OH <SEP> 0 <tb> worin X eine tertiäre Aminogruppe bedeutet, und ihrer Salze, dadurch gekennzeichnet, dass man Rutin der Formel EMI5.3 <SEP> OU <tb> HO//OH <tb> <SEP> tinosido <tb> <SEP> 11 <tb> <SEP> OH <SEP> 0 <tb> bei hächstens 25 C in einem wasserhaltigen Medium mit einem sekundären Amin oder einem Salz davon und Formaldehyd oder einem Formaldehyd abgebenden Mittel umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass man ungefähr 2 Mol Formaldehyd und sekundäres Amin pro Mol Rutin verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass man in wä#rigem Alkohol arbeitet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dacurch gekenn- zeichnet, dass man bei einer Temperatur von 0 bis 25 C arbeitet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Pyrrolidin, Piperidin, Morpholin, Piperazin, N-Methyl-, N-Äthyl-, N-ss-Hydroxy-äthyl-piperazin, Dimethyl-oder Diäthylamin umsetzt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene freie Verbindungen in ihre Salze umwandelt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteranspräche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Salze in die freien Verbindungen umwandelt.
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