CH484894A - Verfahren zur Herstellung von Chromanyl-N-methyl-carbaminsäureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chromanyl-N-methyl-carbaminsäureestern

Info

Publication number
CH484894A
CH484894A CH1219169A CH1219169A CH484894A CH 484894 A CH484894 A CH 484894A CH 1219169 A CH1219169 A CH 1219169A CH 1219169 A CH1219169 A CH 1219169A CH 484894 A CH484894 A CH 484894A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
chromanyl
methyl
active ingredient
preparation
Prior art date
Application number
CH1219169A
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dr Heiss
Alfred Dr Seyberlich
Ingeborg Dr Hammann
Wolfgang Dr Behrenz
Original Assignee
Bayer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer Ag filed Critical Bayer Ag
Priority claimed from CH506367A external-priority patent/CH479578A/de
Publication of CH484894A publication Critical patent/CH484894A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D311/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings
    • C07D311/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D311/04Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring
    • C07D311/58Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring other than with oxygen or sulphur atoms in position 2 or 4
    • C07D311/64Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring other than with oxygen or sulphur atoms in position 2 or 4 with oxygen atoms directly attached in position 8

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Chromanyl-N-methyl-carbaminsäureestern    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung neuer N-Methyl-carbaminsäureester mit  insektizider und akarizider Wirkung.  



  Es ist bereits bekanntgeworden, dass     2-Alkoxy-          phenyl-N-methyl-carbaminsäureester,    z. B. der Iso  propoxyphenyl-N-methylcarbaminsäureester (vgl. DAS  Nr. 1 108 202) Insektizid wirksam sind. Diese Verbin  dungen haben aber den Nachteil, dass sie.     im    alkalischen  Medium sehr schnell verseift werden. Sie sind daher  als Residual-Belag auf gekälkten Unterlagen nicht einzu  setzen, da sie ihre Wirksamkeit schon nach     einigen     Tagen eingebüsst haben.  



  Weiterhin ist     bekanntgeworden,    dass man auch  andere Carbamate als Insektizide und Akarizide ver  wenden kann, z. B. das α-Naphthyl-N-methylcarbamat  (vgl. z. B. USA-Patentschrift Nr. 2 903 478). Dieses  Carbamat hat in der Praxis bereits eine erhebliche Be  deutung erlangt.  



  Es wurde nun gefunden, dass die neuen Chromanyl  N-methylcarbaminsäureester der Formel  
EMI0001.0005     
    in welcher R und R, für Wasserstoff oder Methyl  stehen, starke Insektizide und akarizide Eigenschaften  aufweisen.  



  Weiterhin wurde gefunden, dass man Chromanyl  N-methyl-carbaminsäureester der Formel (I) erhält,  wenn man ein 8-Hydroxychroman der Formel  
EMI0001.0006     
    zunächst mit Phosgen zum Chromanyl-chlorcarbonat  oder zum Bis-(chromanyl)-carbonat und diese Verbin  dung dann mit Methylamin zum     Chromanyl-N-methyl-          carbamat    der Formel I umsetzt.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen Wirkstoffe weisen  eine überraschend hohe Insektizide und akarizide Wir  kung auf und sind den vorbekannten chemisch ähnlichen       Insektiziden    überlegen. Ganz besonders überraschend  ist die hohe     Alkalibeständigkeit    der     erfindungsgemässen     Wirkstoffe. Sie sind deshalb besonders geeignet für die  Anwendung auf frisch     gekälkten    Wänden, wie sie z. B.  in Stallungen vorliegen.  



  Nachfolgend wird auf das Herstellungsverfahren  näher     eingegangen.     



  Die zweite Stufe der erfindungsgemässen Umsetzung  kann durch folgende Gleichungen wiedergegeben wer  den:    
EMI0002.0000     
    In der ersten Stufe wird das 8-Hydroxychroman,  zweckmässigerweise in Gegenwart von inerten Lösungs  mitteln, wie aromatischen Kohlenwasserstoffen, mit  einem überschuss an Phosgen in den Chlorameisensäure  ester übergeführt, wobei man Verbindung IIa erhält.  Zum     Binden    der entstehenden Salzsäure tropft man im  allgemeinen laufend eine Base, zweckmässiger-weise ein  Alkalihydroxyd, zu. Der pH-Wert soll unter 7 bleiben.  Die Reaktionstemperaturen können in einem grösseren  Bereich     variiert    werden. Im allgemeinen arbeitet man  zwischen - 10 und + 10  C.  



       In    der zweiten Stufe wird der Chlorameisensäure  ester (Formel IIa) mit der etwa äquivalenten Menge  Methylamin umgesetzt. Man. arbeitet dabei zweck  mässigerweise in Gegenwart von inerten Lösungsmitteln,  wie aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe  und Äther, z. B. Dioxan. Die Reaktionstemperaturen  können wiederum in einem gewissen Bereich variiert  werden. Im allgemeinen liegen sie zwischen -10 und  +10 C.  



  In der ersten Stufe kann man aber auch das     8-Hy-          droxychroman    mit der äquivalenten Menge Phosgen  umsetzen. Man arbeitet dabei zweckmässigerweise in  Gegenwart eines inerten Lösungsmittels. Zur Abbindung  der entstehenden Salzsäure gibt man im allgemeinen eine  Base hinzu, zweckmässiger-weise ein Alkalihydroxyd.  Der     pH-Wert    liegt vorzugsweise bei B. Die Tempera  turen     können    ebenfalls in einem grösseren Bereich  variiert werden, vorzugsweise liegen sie zwischen 20  und 60  C.  



  Das in der ersten Stufe entstehende     Bis-(8-          chromanyl)-carbonat    (Formel IIb) wird mit Methyl  amin umgesetzt. Dabei arbeitet man zweckmässigerweise       ohne    Lösungsmittel. Die günstigen Umsatztemperaturen  liegen zwischen etwa -10 und +20 C.  



  Von den drei als Ausgangsstoffe verwendeten  Hydroxychromanen sind das 8-Hydroxychroman und  das 2,2-Dimethyl-8-hydroxychroman bekanntgeworden.  Das 2-Methyl-8-hydroxychroman kann nach bekannten  Verfahren in einfacher Weise hergestellt werden.  



  Das 8-Hydroxychroman erhält man z. B., wenn man  in einer ersten Stufe 2-Methoxy-phenol mit ss-Chlor-    propionsäure zur 2-Methoxy-phenoxypropionsäure um  setzt, in einer zweiten Stufe dieses Produkt mit     Phos-          phorpentachlorid    und Aluminiumchlorid zum     Methoxy-          chromanon    umsetzt, in einer dritten Stufe dieses Produkt  mit amalgamiertem Zink zum Methoxychroman redu  ziert und in einer vierten Stufe diese Verbindung durch  Abspaltung der Methylgruppe mit Bromwasserstoffsäure  in 8-Hydroxychroman überführt (vgl. Beispiel 1).  



  Das 2-Methyl-8-hydroxychroman erhält man, wenn  man in Analogie zur Herstellung des bekannten Chro  mans (Journal of the American Chemical Society 41,  668-669) das Natriumsalz des 2-Methoxyphenols in  Alkohol unter Rückfluss mit 3-Chlorbutylalkohol zum  2-Methoxy-phenoxy-butylalkohol umsetzt und diesen  durch Erhitzen mit Zinkchlorid in das     2-Methyl-8-          methoxycumaran    überführt, aus welchem man durch  Abspaltung der Methylgruppe mit Bromwasserstoff das  2-Methyl-8-hydroxychroman erhält.  



  Das 2,2-Dimethyl-8-hydroxychroman erhält man,  wenn man z. B. in Analogie zur Herstellung des be  kannten 6-Chlor-2,2-dimethylchromans (Deutsche Pa  tentschrift Nr. 1 164425) 2-Methoxy-phenol in einem  inerten Lösungsmittel und in Gegenwart von     Alumi-          niumphenolat    mit Isopren zum     2,2-Dimethyl-8-methoxy-          chroman    umsetzt und aus diesem durch Abspaltung der  Methylgruppe mit Bromwasserstoff das     2,2-Dimethyl-          8-hydroxychroman    herstellt.  



  Die erfindungsgemäss hergestellten     Wirkstoffe    weisen  bei geringer Warmblütertoxizität und Phytotoxizität  starke insektizide und akarizide Wirkungen auf. Die  Wirkungen     setzen    schnell ein und halten lange an.  Sie können deshalb mit gutem Erfolg zur Bekämpfung  von schädlichen saugenden und beissenden Insekten,  Dipteren sowie Milben auf dem Pflanzenschutzgebiet  und in der Hygiene     verwendet    werden.  



  Zu den saugenden Insekten gehören im wesent  lichen Blattläuse, wie die Pfirsichblattlaus (Myzus  persicae), die schwarze Bohnenblattlaus (Doralis fabae);  Schildläuse, wie Aspidiotus hederae, Lecanium     hespe-          ridum,    Pseudococcus maritimes; Thysanopteren, wie  Hercinothrips femoralis; und Wanzen, wie die Rüben  wanze     (Piesma        quadrata)    und die     Bettwanze        (Cimex          lectularius).         Zu den     beissenden    Insekten zählen im wesentlichen  Schmetterlingsraupen, wie Plutella maculipennis,  Lymantria dispar;

   Käfer, wie Kornkäfer (Sitophilus  granarius), der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa     decem-          lineata),    aber auch im Boden lebende Arten, wie die  Drahtwürmer (Agriotes sp.) und die Engerlinge     (Melo-          lontha    melolontha); Schaben, wie die Deutsche Schabe  (Blattella germanica); Orthopteren, wie das Heimchen  (Acheta domesticus); Termiten, wie Reticulitermes;  Hymenopteren, wie Ameisen.  



  Die Dipteren umfassen insbesondere die Fliegen,  wie die Taufliege (Drosophila melanogaster), die Mittel  meerfruchtfliege (Ceratitis capitata), die Stubenfliege  (Musca domestica) und Mücken, wie die Stechmücke  (Aedes aegypti).  



  Bei den     !Milben    sind besonders wichtig die Spinn  milben (Tetranychidae), wie die gemeine Spinnmilbe  (Tetranychus urticae), die Obstbaumspinnmilbe     (Para-          tetranychus    pilosus); Gallmilben, wie die     Johannisbeer-          gallmilbe    (Eriophyes ribis) und Tarsonemiden, wie     Tar-          sonemus    pallidus, und Zecken.  



  Die     erfindungsgemäss    erhältlichen Wirkstoffe kön  nen     in    die üblichen Formulierungen übergeführt wer  den, wie Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver,  Pasten und Granulate. Diese können in bekannter  Weise     hergestellt    werden, z. B. durch Vermischen  der Wirkstoffe mit Streckmitteln,     also    flüssigen Lö  sungsmitteln und/oder festen Trägerstoffen, gegebenen  falls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln,  also Emulgiermitteln und/oder Dispergiermitteln. Im       Falle    der Benutzung von Wasser als Streckmittel kön  nen z. B. auch organische Lösungsmittel als Hilfs  lösungsmittel verwendet werden.

   Als flüssige Lösungs  mittel kommen im wesentlichen in Frage: Aromaten,  wie Xylol und Benzol, chlorierte Aromaten, wie Chlor  benzole, Paraffine, wie Erdölfraktionen, Alkohole, wie  Methanol und Butanol, stark polare Lösungsmittel, wie  Dimethylformamid und Dimethylsulfoxyd, sowie Was  ser; als feste Trägerstoffe: natürliche Gesteinsmehle, wie  Kaoline, Tonerden, Talkum und Kreide, und synthe  tische Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure und  Silikate; als Emulgiermittel: nichtionogene und anio  nische Emulgatoren, wie Polyoxyäthylen-Fettsäure-Ester,  Polyoxyäthylen - Fettalkohol-Äther, z. B. Alkylaryl-    polyglykol-äther, Alkylsulfonate und Arylsulfonate; als  Dispergiermittel: z. B. Lignin, Sulfitablaugen und  Methylcellulose.  



  Die     erfindungsgemässen    Wirkstoffe können in den  Formulierungen in Mischung mit anderen bekannten  Wirkstoffen vorliegen.  



  Die Formulierungen enthalten     im    allgemeinen zwi  schen 0,1 und 95 Gew. % Wirkstoff, vorzugsweise zwi  schen 0,5 und 90.  



  Die     Wirkstoffe    können als solche, in Form ihrer  Formulierungen oder in Form der daraus bereiteten  Anwendungsformen, wie gebrauchsfertige Lösungen,  Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Pasten und Granu  late, angewendet werden. Die Anwendung     geschieht    in  üblicher Weise, z. B. durch Versprühen, Verspritzen,  Streuen, Verstäuben und Giessen.  



  Die Wirkstoffkonzentrationen können in einem  grösseren Bereich variiert werden. Im allgemeinen ver  wendet man Wirkstoffkonzentrationen von 0,00001 bis  20ö, vorzugsweise von 0,01 bis<B>5%.</B>  



  In den folgenden Beispielen verhalten sich Gewichts  teile zu Volumteilen wie kg zu Liter.  
EMI0003.0021     
  
    <I>Beispiel <SEP> A</I>
<tb>  Phaedon-Test
<tb>  Lösungsmittel: <SEP> 3 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Aceton
<tb>  Emulgator: <SEP> 1 <SEP>   <SEP> Alkylarylpolyglykoläther       Zur Herstellung einer zweckmässigen Wirkstoffzube  reitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der  angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene  Menge Emulgator enthält, und verdünnt das Konzen  trat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.  



  Mit der Wirkstoffzubereitung spritzt man Meer  rettichblätter (Cochlearia armoratia) tropfnass und be  setzt sie mit Meerretichkäfern (Phaedon cochleariae).  



  Nach den angegebenen Zeiten wird der     Abtötungs-          grad    in     %    bestimmt. Dabei bedeutet     10010,    dass alle  Käfer getötet wurden.     0/'0    bedeutet, dass     keine        Käfer     getötet wurden.  



  Wirkstoffe,     Wirkstoffkonzentrationen,    Zeiten der  Auswertung und Resultate gehen aus der nachfolgenden  Tabelle hervor:  
EMI0003.0030     
  
     
EMI0004.0000     
  
    <I>Beispiel <SEP> B</I>
<tb>  Lymantria-Test
<tb>  Lösungsmittel: <SEP> 3 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Aceton
<tb>  Emulgator: <SEP> 1 <SEP>   <SEP> Alkylarylpolyglykoläther       Zur Herstellung einer zweckmässigen Wirkstoffzube  reitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der  angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene  Menge Emulgator enthält, und verdünnt das Konzen  trat mit     Wasser    auf die gewünschte Konzentration.    Mit der Wirkstoffzubereitung werden Zweige des  Weissdorns (Crataegus monogyna) taufeucht bespritzt  und mit Raupen des Schwammspinners (Lymantria  dispar) besetzt.  



  Nach den angegebenen Zeiten wird der Abtötungs  grad in % bestimmt. Dabei bedeutet 100%, dass alle  Raupen getötet wurden, während     0/10        angibt,        dass    keine  Raupen getötet wurden.  



  Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungs  zeiten und Resultate gehen aus der nachfolgenden Ta  belle hervor:  
EMI0004.0005     
  
   
EMI0004.0006     
  
    <I>Beispiel <SEP> C</I>
<tb>  Myzus-Test <SEP> (Kontakt-Wirkung)
<tb>  Lösungsmittel: <SEP> 3 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Aceton
<tb>  Emulgator: <SEP> 1 <SEP> A <SEP> Alkylarylpolyglykoläther       Zu Herstellung einer zweckmässigen Wirkstoffzube  reitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der  angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene  Menge Emulgator enthält, und verdünnt das Konzen  trat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.    Mit der Wirkstoffzubereitung werden Kohlpflanzen  (Brassica oleracea), welche stark von der Pfirsichblatt  laus (Myzus persicae) befallen sind, tropfnass besprüht.  



  Nach den angegebenen Zeiten wird der Abtötungs  grad in % bestimmt. Dabei bedeutet 100%, dass alle  Blattläuse abgetötet wurden, 0 ö bedeutet, dass keine  Blattläuse abgetötet wurden.  



  Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungs  zeiten und Resultate gehen aus der     nachfolgenden    Ta  belle hervor:  
EMI0004.0008     
  
     
EMI0005.0000     
  
   
EMI0005.0001     
  
    <I>Beispiel <SEP> D</I>
<tb>  Residual-Test
<tb>  Testtiere: <SEP> Aedes <SEP> aegypti.
<tb>  Netzpulver-Grundsubstanz, <SEP> bestehend <SEP> aus:
<tb>  3% <SEP> diisobutylnaphthalin-l-sulfosaures <SEP> Natrium
<tb>  6 <SEP> % <SEP> Sulfitablauge, <SEP> teilweise <SEP> kondensiert <SEP> mit <SEP> Anilin
<tb>  40% <SEP> hochdisperse <SEP> Kieselsäure, <SEP> Ca0-haltig
<tb>  513 <SEP> Kolloid-Kaolin.       Zur Herstellung einer zweckmässigen Wirkstoffzube  reitung vermischt man innig 1 Gewichtsteil Wirkstoff  mit 9 Gewichtsteilen Netzpulver-Grundsubstanz. Das so  erhaltene Spritzpulver wird in 90 Teilen Wasser suspen  diert.

      Die Wirkstoffsuspension wird in einer Aufwand  menge von 1 g Wirkstoff pro     m9    auf Unterlagen aus  verschiedenen Materialien aufgespritzt.  



  Die Spritzbelege werden in     bestimmten    Zeitabstän  den auf ihre biologische Wirkung     geprüft.     



  Zu diesem Zweck bringt man die Testtiere auf die  behandelten Unterlagen. Über die Testtiere wird ein  flacher     Zylinder    gestülpt, der an seinem oberen Ende  mit einem Drahtgitter verschlossen ist, um die Tiere  am Entweichen zu hindern. Nach 8 Stunden     Verweil-          zeit    der Tiere auf der Unterlage wird der knock     down-          Effekt    in     3ö    bestimmt.  



       Wirkstoffe,    Art der Testunterlagen und Resultate       gehen    aus der nachfolgenden Tabelle     hervor:     
EMI0005.0014     
  
       <I>Beispiel E</I>  LTI00-Test für Dipteren  Testtiere: Aedes aegypti       Lösungsmittel:    Aceton  2 Gewichtsteile Wirkstoff werden in 1000     Volum-          teilen    Lösungsmittel aufgenommen. Die so erhaltene  Lösung wird mit weiterem Lösungsmittel auf die ge  wünschten geringeren Konzentrationen verdünnt.  



  2,5 ml Wirkstofflösung werden in eine Petrischale  pipettiert. Auf dem Boden der Petrischale befindet sich  ein Filterpapier mit einem Durchmesser von etwa    9,5 cm. Die Petrischale bleibt so lange offen stehen, bis  das Lösungsmittel vollständig verdunstet ist. Je nach  Konzentration der Wirkstofflösung ist die Menge Wirk  stoff pro m= Filterpapier verschieden hoch. Anschliessend  gibt man etwa 25 Testtiere in die Petrischale und be  deckt sie mit einem Glasdeckel.  



  Der Zustand der Testtiere wird nach 60', 120' und  180' kontrolliert. Es wird diejenige Zeit ermittelt, welche  für einen 100 öigen knock down-Effekt notwendig ist.  



  Testtiere, Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen und  Zeiten, bei denen eine 100%ige knock-down-Wirkung       vorliegt,    gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor.  
EMI0006.0004     
  
     <I>Beispiel F</I>  LDI00-Test  Testtiere: Sitophilus granarius (Kornkäfer)  Lösungmittel: Aceton.  



  2 Gewichtsteile Wirkstoff werden in 1000     Volum-          teilen    Lösungsmittel aufgenommen. Die so erhaltene  Lösung wird mit weiterem Lösungsmittel auf die ge  wünschten Konzentrationen verdünnt.  



  2,5 ml Wirkstofflösung werden in eine Petrischale  pipettiert. Auf dem Boden der Petrischale befindet sich    ein Filterpapier mit einem Durchmesser von etwa 9,5 cm.  Die Petrischale bleibt so lange offen stehen, bis das  Lösungsmittel vollständig verdunstet ist. Je nach Kon  zentration der Wirkstofflösung ist die Menge Wirkstoff  pro     m'    Filterpapier verschieden hoch. Anschliessend gibt  man etwa 25 Testtiere in die Petrischale und bedeckt  sie mit einem Glasdeckel.  



  Der Zustand der     Testtiere    wird nach 1 und 3 Tagen  nach Ansetzen der Versuche kontrolliert. Bestimmt  wird die knock down-Wirkung in %.  



  Wirkstoffe,     Wirkstoffkonzentrationen,    Testtiere und  Ergebnisse gehen aus der     nachfolgenden    Tabelle hervor:    
EMI0007.0000     
  
     Darstellung des als Ausgangsmaterial verwendeten  Hydroxychromans  1. 2 Methoxy-phenoxy-propionsäure  Zu einer heissen Lösung von 185 g     2-Methoxy-          phenol    in Kalilauge (84 g KOH in 200 ml Wasser)  werden ebenfalls heisse Lösungen von 80 g     B-Chlor-          propionsäure    in 20 ml Wasser und 40 g KOH in 30 ml  Wasser abwechselnd und portionsweise zugegeben. Das  Reaktionsgemisch wird 30 Minuten am Rückfluss ge  kocht, abgekühlt, mit konzentrierter HCl angesäuert  und     mit    Äther extrahiert.

   Die ätherische Phase wird  mit Sodalösung ausgezogen und die     2-Methoxy-phenoxy-          propionsäure    durch Ansäuern ausgefällt und abgesaugt.  Fp. 135 .  



  2. Methoxychromanon  12 g 2-Methoxy-phenoxy-propionsäure werden in  80 ml Benzol suspendiert, und zur Suspension werden  20 g Phosphorpentachlorid zugesetzt. Unter Entwick  lung von HCI löst sich die Säure auf. Zu der klaren  Lösung gibt man unter Kühlen 24 g     Aluminiumchlorid     portionsweise hinzu und lässt 3 Stunden bei Zimmer  temperatur nachrühren. Dann giesst man das Reaktions  gemisch auf Eis und extrahiert mit Äther. Die ätherische  Schicht wird mit NaOH und Wasser gewaschen, das  Lösungsmittel abgezogen und der Rückstand aus Alko  hol umkristallisiert. Fp. 83 .  



  Ausbeute 10 g.  



  3. Methoxychroman  ,Das Methoxychromanon wird nach Clemmensen  zum Methoxychroman reduziert. Zu diesem Zweck er-    hitzt man 0,4 Mol des Methoxychromanons mit 100 g  amalgamiertem Zink in 50     ml    Wasser und 250 ml  konzentrierter Salzsäure für 6 bis 8 Stunden zum Sie  den, wobei nach jeder Stunde etwa 15 ml     konzentrierte     Salzsäure zugesetzt werden. Die Reaktionsmischung  wird einer Wasserdampfdestillation unterworfen, das  Destillat ausgeäthert, der ätherische Auszug nach Trock  nung fraktioniert     destilliert.     



  4. Hydroxychroman  14 g Methoxychroman werden mit 90 ml Eisessig  und 150 ml 48%iger Bromwasserstoffsäure 1,5 Std.  am Rückfluss gekocht. Das Reaktionsgemisch wird ab  gekühlt und in 1 Liter Wasser gegossen. .Die wässrige  Schicht wird mit Kochsalz gesättigt und mit Benzol  extrahiert. Die benzolische Schicht wäscht man mit  Wasser neutral und zieht das Benzol im Vakuum ab,  wobei das     Reaktionsprodukt    als viskoses Öl zurück  bleibt. Es wird ohne weitere Reinigung zur Umsetzung  verwendet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel EMI0007.0014 worin R und R, für Wasserstoff oder die Methylgruppe stehen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 8-Hydroxy- chroman der Formel EMI0008.0000 zunächst mit Phosgen zum Chromanyl-chlorcarbonat oder zum Bis-(chromanyl)-carbonat und diese Verbin dung dann mit Methylamin zum Chromanyl-N-methyl- carbamat der Formel I umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man in der ersten Verfahrensstufe mit einem überschuss an Phosgen arbeitet, wobei man als Zwischenprodukt das Chromanylchlorcarbonat erhält. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man in der ersten Verfahrensstufe mit der äquivalenten Menge an Phosgen arbeitet, wobei man als Zwischenprodukt das Bis-(chromanyl)-carbonat erhält. PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I hergestellten Chromanyl-N-methylcarbamate der Formel I als mindestens eine aktive Komponente in alkalibeständigen insektiziden und akariziden Mitteln.
CH1219169A 1966-05-24 1967-04-11 Verfahren zur Herstellung von Chromanyl-N-methyl-carbaminsäureestern CH484894A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF0049268 1966-05-24
CH506367A CH479578A (de) 1966-05-24 1967-04-11 Verfahren zur Herstellung von Chromanyl-N-methylcarbaminsäureestern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH484894A true CH484894A (de) 1970-01-31

Family

ID=25696882

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1219169A CH484894A (de) 1966-05-24 1967-04-11 Verfahren zur Herstellung von Chromanyl-N-methyl-carbaminsäureestern

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH484894A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1493646A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Cumarany-N-methylcarbaminsaeureestern
EP0191723A1 (de) Aromatische Alkanderivate, Schädlingsbekämpfungsmittel enthaltend diese Vebindungen sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
AT273581B (de) Insektizides und akarizides Mittel sowie Verfahren zu dessen Herstellung
DE1254617B (de) Verfahren zur Herstellung von N-Methyl-O-phenylcarbaminsaeureestern
CH484894A (de) Verfahren zur Herstellung von Chromanyl-N-methyl-carbaminsäureestern
DE1248635B (de) Verfahren zur Herstellung eines Alkenylmercaptophenyl - N - methyl-carbaminsäureesters
DE1493682C (de) Cumaranyl N methyl carbaminsäureester und Verfahren zu deren Herstellung sowie deren Verwendung als Insektizide
CH495980A (de) Verfahren zur Herstellung von Benzodioxan-N-methylcarbamaten
DE1768555C3 (de) Indanyl-N-methylcarbaminsäureester
DE1493682A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Cumaranyl-N-methyl-carbaminsaeureestern
DE3638631A1 (de) Pyrazoline, ihre herstellung und ihre verwendung als mittel mit insektizider und akarizider wirkung
DE1545813A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Thiol- bzw. Thionothiolphosphor-(-phosphon)saeureestern
DE1643996A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines 3-Isopropyl-4-methylphenyl-N-methylcarbamats
AT260945B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Cumaranylcarbaminsäureestern
DE1910588A1 (de) N-Methyl-O-(2-aethylmercapto-methyl)-phenylcarbaminsaeureester,Verfahren zu seiner Herstellung sowie seine Verwendung als Insektizid
DE1568518A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Oximcarbamaten
CH488667A (de) Verfahren zur Herstellung von Indanyl-N-methylcarbaminsäureestern
AT271991B (de) Insektizides und akarizides Mittel
CH480325A (de) Verfahren zur Herstellung von Cumaranyl-N-methyl-carbamin-säureestern und deren Verwendung
DE2041322A1 (de) N-Trihalogenmethansulfenyl-N-methylcarbamidate,Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Pflanzenschutzmittel
AT271990B (de) Insektizides und akarizides Mittel
DE1493682B (de) Cumaranyl N methyl carbaminsäureester und Verfahren zu deren Herstellung sowie deren Verwendung als Insektizide
AT367731B (de) Verfahren zur herstellung von neuen substituierten alpha-isopropyl-phenylessigsaeureestern
DE1768555A1 (de) Indanyl-N-methylcarbaminsaeureester
DE1543588A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Chromanyl-N-methylcarbaminsaeureestern

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased