CH488687A - Verfahren zur Herstellung von substituierten Flavanoiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von substituierten Flavanoiden

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CH488687A
CH488687A CH1609166A CH1609166A CH488687A CH 488687 A CH488687 A CH 488687A CH 1609166 A CH1609166 A CH 1609166A CH 1609166 A CH1609166 A CH 1609166A CH 488687 A CH488687 A CH 488687A
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CH1609166A
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Josef Dr Kraemer
Hans-Otto Dr Voege
Herbert Dr Halpaap
Klaus Dr Irmscher
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Merck Ag E
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D311/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings
    • C07D311/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D311/04Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring
    • C07D311/22Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms directly attached in position 4
    • C07D311/26Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms directly attached in position 4 with aromatic rings attached in position 2 or 3
    • C07D311/28Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms directly attached in position 4 with aromatic rings attached in position 2 or 3 with aromatic rings attached in position 2 only
    • C07D311/322,3-Dihydro derivatives, e.g. flavanones

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von substituierten Flavanoiden
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von substituierten   Flavanoiden    der Formel   I   
EMI1.1     
 worin R, und R2 OH.   gegebenenfalfs substituiertes Alkoxy mit       I-10    C-Atomen, Tetrahydropyranyl-(2)-oxy oder
Acyloxy   mit I-6    C-Atomen, R Alkyl oder   Alkoxy mit I-3    C-Atomen,
R@0, {OHH oder {HH R-,   H oder R@.   



   R, und   R@ zusammen auch Methylendioxy. ¯thylendioxy    oder Propylendioxy bedeuten. sowie der Säureadditionssalze dieser Verbindungen.



   Die neuen Flavanoide besitzen sehr   wertvolle pharma-      kologische    Eigenschaften. Vor allem zeigen sie eine   cho) esterinspiege) senkende Wirkung, die    bisher bei Flavanoiden noch nicht beobachtet wurde. Ferner treten je nach Substitution östrogene,   ovarstimulierende,    anti spasmodische und/oder herzaktive Wirkungen auf.



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Her stellung von substituierten Flavanoiden der Formel I, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Verbin dung der Formel   11   
EMI1.2     
 und   A-ein    Anion einer starken Säure, bedeuten, R, bis   R@ die angegebene Bedeutung    haben und worin phenolische Hydroxygruppen auch in geschützter Form   vorlieaen    können, mit reduzierenden Mitteln behandelt und gegebenenfalls vorhandene   Schutzeruppen    abspaltet.



   Gegebenenfalls kann in eine derart hergestellte Verbindung der Formel 1, worin R4 {OHH oder {HH bedeutet, durch Behandlung mit dehydrierenden Mitteln eine Doppelbindung in 2, 3-Stellung eingeführt   und/oder    in einer Verbindung der Formel   I    einen oder mehrere der Substi  tuenten R    bis   R,    in andere Substituenten R, bis   R@    umgewandelt werden, derart, dass man geschützte Hy  droxygruppen    durch Behandeln mit hydrolysierenden und/oder hydrogenolysierenden Mitteln in Freiheit setzt, oder freie Hydroxygruppen durch Behandeln mit Alky  lierungs-oder Acylierungsmitteln alkyliert    oder acyliert.



  Gegebenenfalls kann man auch Verbindungen der Formel I durch Behandeln mit Säuren in ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze überführen.



   Als Alkoxygruppen in den Resten   R,,    R,   und/oder      R. kommen    beispielsweise die folgenden in Frage : Methoxy, ¯thoxy, Propoxy.   Isopropoxy,      Butor,      Isobutoxy.    sek-Butoxy.   tert.-Butoxy.    Amyloxy, Isoamyloxy. Hexyloxy.   Isohexyloxy, Heptyloxy. Octyloxy, Nonyloxy, Decyl-    oxy. aber   aucl . Allyloxy, Benzyloxy. Cyclopentyloxy,      Cyclohexyloxy    ; ferner die vorstehend genannten Gruppen mit zusÏtzlichen basischen, sauren oder neutralen Substituenten, wobei   ats Substituenten vorzugsweise fot-      tende    in Frage kommen : Amino ; alkyliertes Amino wie   Dimethylamino. Diäthylamino.

   Pyrrolidino. Piperidino.   



  Morpholino: Carboxy: Carbalkoxy wie Carbomethoxy.



  CarbÏthoxy: Cyan ;   Carboxamido,      Dialkylcarboxamido    wie   Dimethyl-oder    DiÏthylcarboxamido. Dementsprechend sind Gruppen wie 2-DimethylaminoÏthoxy. 2-Di  äthylaminoäthoxy. 2-PyrrolidinoätUoxy, 2-Piperidinoäth-    oxy, 2-MorpholinoÏthoxy. 3-Dimethylaminopropoxy. 3  Diäthylaminopropoxy. Carboxymethoxy. Carba) koxy-      methoxy    wie Carbomethoxymethoxy.   Carbäthoxymeth-    oxy, Carbopropoxymethoxy. 2-CarboxyÏthoxy, 3-Carboxypropoxy,   Carboxybutoxy.      Cyanmethoxy.    2-Cyan  äthoxy.      Carboamidomethoxy,    Mono- und Dialkylcarbox  nmidomethoxy mit insgesamt    2-7 C-Atomen wie Dimethylcarboxamidomethoxy.

   DiÏthylcarboxamidometh  x.    Pyrrolidinocarbonylmethoxy, Piperidinocarbonyl  ethos.    Morpholinocarbonylmethoxy. (2-HydroxyÏthyl  amino)-carbonylmethoxy. 2-Carboxamidoäthoxy. 2- (Di-    methylcarboxamido)-Ïthoxy gut geeignet. In den genannten Resten k¯nnen auch zusÏtzliche Doppelbindungen vorhanden sein.



     Falls R@ R- und oder    R   @ Acyloxygruppen    bedeuten. so kommen als Acylreste solche in Frage, die sich von Carbonsäuren mit bis zu   6    C-Atomen ableiten.   vorzugs-    weise   Formvl.    Acetyl, Propionyl, Butyryl. Isobutyryl, Valeryl. Isovaleryl, Caproyl, Isocaproyl.



   Als Alkylgruppen im Rest R4 kommen Methyl, ¯thyl. n-Propyl und Isopropyl in Frage. als Alkoxygruppen Methoxy, ¯thoxy, n-Propoxy und Isopropoxy.



   Der Rest R1 kann insbesondere die Gruppe R--CO  -CHR@-O-bedeuten.    worin   R@      H      H oder niederes Alkyl    wie Methyl. ¯thyl.   n-Propyl. Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl,    sek.-Butyl. tert.-Butyl,   n-Amyl oder Isoamyl und R@    OH,   niedjres    Alkoxy wie Methoxy, ¯thoxy, n-Propoxy, Iso  propoxy,      n-Butoxy,    Isobutoxy.   sek.-Butoxy,      tert.-Butoxy,      n-Amyloxy, Isoamyloxy, n-Hexyloxy, NH. oder alkylier-    tes Amino   wie Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl-,    n-Butyl-.   [sobutyl-, Amyl-. Hexyl-. Heptyl-. Dimethyl-,    MethylÏthyl-, DiÏthyl-, Di-n-propyl-.

   Diisopropylamino.



  2-HydroxyÏthylamino. Pyrrolidino, Piperidino oder Morpholino bedeutet.



   Die Verbindungen der Formel   11    umfassen insbesondere Flavyliumsalze, A2- und A3-Flavene. Flavanole, Flavanone,   Flavone    oder Flavonole. die wie angegeben substituiert sein können. Die Flavyliumsalze der Formel II können Anionen beliebiger starker Säuren enthalten ; die   Flavyliumsalze können beispielsweise als Chloride,    Bromide, Jodide, Perchlorate, Tetrachlorferrate(III) oder   Hydrogensulfate vortiegen.   



   Die   Flavanderivate    der Formel   I    sind durch Reduktion von   Verbindungen der Forme) II zugänglich.    Eine solche Reduktion kann durch katalytische Hydrierung oder auf chemischem Wege erfolgen. Als Katalysatoren für die katalytische Hydrierung sind beispielsweise Edel  metall-.      Nickel-un.      l Kobaltkatalysatoren    geeignet sowie auch   Kupfer-Chrom-Oxid.    Die Edelmetallkatalysatoren können als Trägerkatalysatoren, wie z. B. Palladium auf   Koh) e, Caiciumcarbonat    oder Strontiumcarbonat. als   Oxidkatafysatoren, wie    z. B. Platinoxid, oder als fein  teiiige    Metallkatalysatoren vorliegen.

   Nickel- und Kobaltkatalysatoren werden zweckmÏssig als Raney-Metalle, Nickel auch auf   Kiese) gur oder    Bimsstein als Träger eingesetzt. Die   Hydri. rune    kann bei Raumtemperatur und Normalclruck oder auch bei erh¯hter Temperatur und/oder erh¯htem Druck durchgef hrt werden. Vorzugsweise arbeitet man bei Drucken zwischen) und   100    at und   bei Temperaturen zwischen -80 und + 150#.   



     Zweckmässi ; wircl clie Umsetzung    in Gegenwart eines L¯sungsmittels, wie Methanol, ¯thanol. Isopropanol, tert.-Butanol. Essigsäureäthylester, Dioxan. Eisessig. Te  trahydrofuran,    Wasser durchgeführt. In manchen Fällen empfiehlt sich ein Zusatz von katalytischen Mengen MineralsÏure, beispielsweise Salz- oder SchwefelsÏure.



  Wird zur Hydrierung eine Verbindung der Formel IT mit einem basischen Stickstoffatom eingesetzt, so können die freie Base oder auch ein Salz dieser Base verwendet werden. Bei der Hydrierung muss darauf geachtet werden. dass die   aromatiscilen      RinTc nicht ebenfalls angeeriffen      werden. Vorzugsweise arbeitet man    daher bei Normaldruck in   der Weise. J. tss man die Hydrierung nach Auf-      nahme    der berechneten Menge Wasserstoff abbricht.



  Werden Ausgangsprodukte der Formel II verwendet. in denen phenolische Hydroxygruppen durch Benzylgruppen gesch tzt sind, so k¯nnen diese Schutzgruppen bei der Hydrierung entfernt werden.



   Besonders solche Verbindungen der Formel I, in denen   R@    {HH ist, sind durch katalytische Hydrierung gut erhÏltlich.



   Die Reduktion der Verbindungen der Formel II gelingt auch mit anderen Reduktionsmitteln. So kann man Flavanone mit Diboran in   Ftavane der Forme) 1 über-      fLihren    :   beispielsweise      tos ; man dazu das Davanon    in DiÏthylenglykoldimethylÏther. leitet unter K hlung Diboran ein und lÏsst iiber Nacht bei Raumtemperatur stehen. Ferner kann man Flavanone in ihre Thioketale. vorzugsweise ihre ¯thylenthioketale, umwandeln. die dann reduktiv. vornehmlich durch Umsetzung mit Raney Metallen. gespalten werden.



     Flavonole können    selektiv zu   3-Hydroxy-flavanonen    der   Fornict I (R3    = OH,   R,    = O) reduziert werden.



  Das kann   beispielswvise geschehen mit Natriumdithionit    in wasserhaltigem Medium oder mit Palladium-Kohle in   Tetralin, wobei das Tetralin gleichzeitig als Liisungs-    mittel und als Wasserstoff-Donator dient. Bei der letzten Reaktion arbeitet man vorzugsweise bei Temperaturen um   2003    ; in der Reoel ist die Umsetzung nach I bis   5    Stunden beendet.



   Es ist ferner m¯glich. die Reduktion eines Flavons so durchzuführen, dass gleichzeitig die   Ketogruppe    in 4 Stellung zu einer CHCO-oder zu einer   CH.-Gruppe    reduziert wird. Beispielsweise erhält man das 4-Hydroxy  -flavanderivat durch    Reduktion mit Natrium-oder Alu  miniumamalgam    oder mit Raney-Nickel in wässrigem Alkohol, wobei man bei Raumtemperatur oder in der Wärme bzw. Siedehitze arbeiten kann ; die Umsetzung ist nach 1/2 Stunde bis 3 Tagen beendet.



   Die Ausgangsverbindungen der Formel II können nach  blichen Methoden erhalten werden. Beispielsweise sind die   Flavyliumsalze erhältlich durch    Kondensation eines gegebenenfalls in   5-Stellung verätherten    oder veresterten 2,5-Dihydroxybenzaldehyds mit einem Keton der Formel R3 CH2COAr. die A2- oder A3-Flavene durch Reduktion der entsprechenden   Flavyliumsalze    mit Li  thiumaluminiumhydricl.   



   Es ist ferner möglich, in eine Verbindung der Formel I durch Behandlung mit dehydrierenden Mitteln eine Doppelbindung in 2. 3-Stellung einzuf hren. Dabei ist es nicht notwendig. die Verbindung T zu isolieren ; man kann auch das   dehydrierende    Mittel auf das rohe Reak  tionsgemisch,    das die Verbindung I enthält, einwirken lassen. Ferner kann man bei Verfahren zur Herstellung der Verbindung I ein   dehyd rierendes Mittel zusetzen    und nach beendeter Reaktion das 2, 3-Dehydroderivat von   T    clirekt isolieren.



   Der Ausdruck ¸dehydrierende Mittel¯ ist nach der Erfindung in weitem Sinne zu verstehen. Geeignet sind beispielsweise   Hafogene    wie Chlor. Brom oder Jod, N Haloamide, Selendioxid, Wasserstoffperoxid, Dehydrie  rungskata) ysatorcn    wie Palladium. vorzugsweise in Gegenwart eines   Wasserstoffacceptors,    halogenierte Chinone wie Chloranil und 2.3-Dichlor-5.6-dicyanchinon. Pyridi  niumhromidperbromid    und andere Stoffe. die aktives   Hatogen erzeugen. Di ; Dehydrierung kann einstufig oder    auch in mehreren Stufen erfolgen, zum Beispiel durch Umwandlung eines Flavanons in das entsprechende   Tso-    ni n keton und anschliessende Hydrolyse oder Reduktion desselben.



   Als 2.3-Dehydroderivate kommen insbesondere Flavone   der Formel I (R@ = O, Doppelbindung    in   2.      3-Stel-    lung) in Frage. Zur Herstellung solcher Flavonderivate kann man die entsprechenden Flavanone mit dehydrierenden Mitteln behandeln.



   Zur   Dehydrierung kann man beispielsweise die Flava-    none (I. R1 = O) mit Halogenen. vorzugsweise mit Chlor oder   Bro    behandeln und anschfiessend Halogenwasserstoff abspalten. Bei dieser Umsetzung k¯nnen phenolische   OH-Gruppen    auch in geschützter Form vorliegen und wie beschrieben in Freiheit gesetzt werden. Geht man von einem Flavanon aus, so kann die Reaktion über die Stufe des 3-Haloflavanons geleitet werden.

   Beispielsweise gelingt es glatt, in ein in 3-Stellung unsubstituiertes   Ftavanonderivat durch Bromierung unter    Lichteinwirkung ein Halogenatom in   3-Stellung einzuführen.    Die   Dehydrohalogenierung    der 3-Haloflavanone kann mit alkoholischem, vorzugsweise methanolischem Alkali oder   äthanolischem Kaliumhydroxid    oder auch durch Einwir  kung      tertiärer    Amine, wie   Kollidin,    Lutidin, Pyridin, Picolin, ferner mit Lithiumchlorid oder -bromid und Li  thium arbonat    in   Dimethylformamid erfolgen, vorzugs-    weise bei Raumtemperatur.



   Anstelle von Halogenen kann man bei der   Haloge-    nierung auch N-HalogencarbonsÏureamide oder-imide verwenden. vorzugsweise N-Chlor-und N-Bromsuccinimid. In diesem Falle verlÏuft die Reaktion je nach der Menge des verwendeten Agens stufenweise. Geht man von einem Flavanon aus, so wird zunächst ein   Halogen-    atom in 3-Stellung eingef hrt. Durch überschüssiges Reagens erfolgt die Umwandlung zum Flavon, wobei in 3-Stellung ein Halogenatom erhalten bleiben kann. Die   Reaktion wird vorzugsweise durch mehrstündiges    Kochen der Reaktionspartner in einem inerten organischen Lö  sungsmittel,    vorzugsweise Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff, durchgeführt. Peroxide, vorzugsweise Benzoylperoxid und/oder Bestrahlung der L¯sung beschleu.   nigen    die Umsetzung.



   Eine andere   Dehydrierungsmethode besteht    in der   Umsetzung des Davanons (I.    R, = O) mit   Selendioxid.   



  Die Reaktion wird vorzugsweise in der Hitze durch  oeführt,    wobei man sich eines hoch siedenden   Liisungs-      mittels bedient. Vorzugsweise kommen dafiir Xylol.   



  Amylalkohol, Acetanhydrid und Ïhnliche in Frage ; die Reaktionszeit betrÏgt im allgemeinen 3 bis 15 Stunden.



  Arbeitet man in   Acetanhydrid.    so ist ein intermediärer Schutz von phenolischen Hydroxygruppen nicht notwendig. Andernfalls gelingt die Reaktion besser mit   geschütz-    ten, zum Beispiel veresterten Hydroxygruppen.



   Ein weiteres günstig zu verwendendes   Dehydrierungs-    mittel ist Wasserstoffperoxid in alkalischer L¯sung; be  sonders günstig    sind mit dieser Methode 3-Hydroxy  flavone    (Flavonole) erhÏltlich. Man arbeitet vorzugsweise in wässriger,   wässrig-alkoholischer ocler alkoholischer,    beispielsweise methanolischer Lösung und bei   Raum-      temperatur.    zu Beginn der Reaktion auch unter K hlung.



  Das Peroxid wird in etwa 10- bis 30%iger wÏssriger L¯sung im   Überschuss verwendet.    Die Reaktion ist im wesentlichen nach einigen Stunden beendet; vorteilhaft lÏsst man noch einige Zeit. beispielsweise über Nacht, stehen, um sie   verständig    zum Abschluss zu bringen.



   Eine weitere Methode ist die Dehydrierung von Fla  vanonen (vorzugsweise von 3-Hydroxy-flavanonen)    mit Palladium in   Gegenwart eines Wasserstoffacceptors. Als    Acceptoren verwendet man in der Regel ungesättigte   Säurederivatc wie Zimtsäure. Maleinsäureanhydrid    oder Ïhnliche Verbindungen. Vorzugsweise arbeitet man dabei   in Gegenwart eines    inerten   Lösungsmittel wie Was-    ser und in der WÏrme. etwa zwischen   50  und dem    Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittel.



   Eine weitere Variante besteht in der Umsetzung der Flavanone mit Estern der salpetrigen SÏure. vorzugsweise Butyl- oder Isoamylnitrit, in Gegenwart von Säure, vor  zugsweise Minerafsäure, und anschiiessende Umwandlun-      en    der erhaltenen   Isonitrosoketone. Beispielsweise kann    man das Isonitrosoketon durch Hydrolyse mit siedender 10%iger SchwefelsÏure in   Eisessig oder mit Satzsäure    in das entsprechende Flavonol  berf hren. Arbeitet man bei der   Nitrosierung    des   Flavanons mit einem Überschuss    an Säure, so   erhält man direkt clas Flavanol.    Behandelt man dagegen das   Isonitrosoketon    mit reduzierenden Mitteln. z. B. Zinn (II) chlorid so gelangt man zu 3-Aminoflavonen.



   Die vorstehende AufzÏhlung der erfindungsgemÏss zu verwendenden Dehydrierungsmittel soll nur beispielhaft sein. Es ist   natürfich im Rahmen der Erfindung mög-    lich. auch andere   Dehydrierungsmittel    unter geeigneten Bedingungen zu verwenden.



   In einer Verbindung der Formel I ist es möglich, einen oder mehrere der   Substituenten RI    bis   R-,    in andere Substituenten R, bis   R@ umzuwandeln.    



   So kann man geschützte Hydroxygruppen durch Hydrolyse oder Reduktion wieder in Freiheit setzen. Beispielsweise kann man veresterte oder als Tetrahydro  pyranyl-oder Benzyläther geschützte Hydroxygruppen    in basischem, neutralem oder saurem Medium hydrolysieren. Als Basen kommen vornehmlich wässeriges,   wäs-    serig-alkoholisches oder alkoholisches Natrium-oder Kaliumhydroxid, als Säuren vor allem Salzsäure und Schwefelsäure in Betracht.   Benzyloxygruppen    kann man hydrogenolytisch spalten.



   Es ist ferner möglich, freie Hydroxygruppen zu alkylieren oder zu acylieren. Solche Hydroxygruppen können phenolischer (in 6-,   3'-und/oder    4'-Stellung) oder alkoholischer Art sein (in 3-oder 4-Stellung oder   als Sub-    stituent an einer Alkoxygruppe).



   Die   Verätherung    kann beispielsweise durch Umsetzung mit entsprechenden   Alkylhalogeniden,-sulfaten    oder niederen Alkylestern in Gegenwart von Alkali wie Natrium-oder Kaliumhydroxid   oder-carbonat erfolgen,    wobei auch eines der üblichen inerten Lösungsmittel zugegen sein kann. Wichtig ist die Umwandlung von phenolischen Hydroxygruppen in solche Alkoxygruppen, die noch basische oder saure Gruppen als Substituenten enthalten. Dementsprechend können die phenolischen Ausgangsverbindungen beispielsweise umgesetzt werden mit   Methyljoclid, Dimethylsulfat, Äthyl-, Propyl-,    Iso  propyl-,    n-Butyl-, Isobutyl-.

   Amyl-, Isoamylhalogeniden, 2-DialkylaminoÏthyl-, wie   2-Dimethylaminoäthyl-,    2-Di ÏthylaminoÏthyl-. 2-MethylÏthylaminoÏthylhalogeniden,   2-Pyrrolidinoäthyl-, 2-Piperidinoäthyl-, 2-Morpholino-      äthyl-oder    3-Dialkylamino-propyl-halogeniden oder mit den entsprechenden Alkoholen. Solche   Verätherungen    crfolgen beispielsweise nach dem Prinzip einer Williamson-Synthese, wobei man von den entsprechenden   Alkali-      phenolaten    (Natrium-oder   Kaliumphenolaten)    ausgeht.



  Es ist aber auch m¯glich. die freien Phenole mit den entsprechenden Alkoholen. bzw. substituierten Aminoalkoholen in Gegenwart saurer Katalysatoren wie SchwefelsÏure, PhosphorsÏure,   p-Toluolsulfonsäure, umzuset-    zen. Auch mit   Halogencarbonsäuren    oder deren Deri  vaten. beispietsweise Estern. Amiden, Nitriten, können    die   phenoliscnen OH-Gruppen veräthert    werden ; insbesondere kann auf diese Weise der Rest   R@-CO-CHR6-    -O-in 6-Stellung eingef hrt werden.

   Geeignete Halogen  carbfinsauren    sind beispielsweise Chlor- oder Bromessig  sÏure, α-Chlor- oder α-BrompropionsÏure . α-Chlor- oder α-BrombuttersÏuren, α-Chlor- oder α-BromvaleriansÏure, α-Chlor- oder α-BromcapronsÏuren. α-Chlor- oder α-      Bromheptansäuren    wie   a-Clilor-oder 7-Bromisoamyl-    essigsÏure.   sowie cleren Methyl-und Äthylester,    Amide, Dialkylamide oder Nitrile.



   Eine Acylierung von Hydroxygruppen kann durch Erhitzen mit einem Anhydrid oder Halogenid der Essig-, Propion-, Butter-.   Isobutter-,    Valerian-.   Isovalerian-oder    Capronsäure erfolgen. vorteilhaft in Gegenwart einer Base wie Pyridin oder eines Alkalisalzes der entsprechenden Säure oder auch einer   geringen Menge Minera ! säure      wie Schwefelsäure oder Satzsäure.   



   In einer Verbindung der Formel   I,    in der R, =   R ;-      -CO-CHR,-O ist,    kann ferner der Rest   R, durch    Veresterung, Verseifung, Amidierung oder Alkylierung in einen anderen Rest   R@  bergef hrt    werden. Eine Vereste  rung erfotgt in übticher Weise    bei solchen Verbindungen, in denen   R-eine Hydroxygruppe bedeutet. Beispielsweise    kann man die Umsetzung mit Methanol oder ¯thanol in Gegenwart von Säuren, vorzugsweise in Gegenwart eines organischen L¯sungsmittels und unter Anwendung azeotroper Veresterungsmethoden oder auch durch Behandeln mit Diazomethan oder   Diazoäthan    in Äther, Tetrahydrofuran oder Dioxan vornehmen.

   Bedeutet der Rest   R Methoxy    oder   Äthoxy,    so kann er nach den oben beschriebenen Methoden verseift oder durch Umsetzung mit Ammoniak oder primären bzw. sekundären Alkylaminen, gegebenenfalls cyclischen Aminen in die entsprechenden Säureamide übergeführt werden. Falls der Rest   R ;    eine freie Aminogruppe bedeutet, so kann er durch Umsetzung mit den entsprechenden Alkylhalogeniden wie Methyl-, ¯thyl-. Propyl-, Isopropyl-, Butyl-,   rsobuty)-,      Amyl-.    Isoamylhalogeniden oder mit Dimethyl-oder DiÏthylsulfat oder mit 1,4-Dichlor- oder 1,4  Dibrombutan, 1, 5-Dichlor- oder    1,5-Dibrompentan in eine   Alkylamino-bzw.

   Dialkylaminogruppe,    die gege  benenfalls    auch cyclisch sein kann, umgewandelt werden.



   Schliesslich ist es m¯glich, basische Flavanoide der Formel I durch Behandeln mit Säuren in ihre physio  logisch verträälichen Säureadditionssalze überzuführen.   



  Für diese Umsetzung kommen solche Säuren in Frage, die physiologisch unbedenkliche Salze liefern. So können organische und anorganische Säuren, wie z. B. aliphatische, alicyclische, araliphatische, aromatische oder heterocyclische ein-oder   mehrbasige    Carbon-oder SulfonsÏuren, wie Ameisensäure, EssigsÏure, Propionsäure, PivalinsÏure. DiÏthylessigsÏure, OxalsÏure, MalonsÏure, BernsteinsÏure, PimelinsÏure, FumarsÏure, MaleinsÏure, Milchsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Aminocarbonsäuren.



     Sulfaminsäure, Benzoesäure, Salicylsäure, Phenylpropion-    säure, Citronensäure, GluconsÏure, AscorbinsÏure, Isonicotinsäure,   Methansulfonsäure. Naphthalin-mono-und      -disulfonsäure,    Schwefelsäure, SalpetersÏure, Halogenwasserstoffsäuren, wie ChlorwasserstoffsÏure oder Bromwasserstoffsäure, oder Phosphorsäuren wie Orthophos  phorsäure    verwendet werden.



   Vorzugsweise können nach der Erfindung Verbindungen der folgenden Formeln erhalten werden :
EMI4.1     
 worin R., H oder   AlkyI mit I-5 C-Atomen und      R-OH. Alkoxy mit I-6 C-Atomen, NH., alkyliertes Amino mit i-8 C-Atomcn, 2-Hydrox äthylamino, Pyr-    rolidino.   Piperidino oder Morphotino    bedeutet,   R.      bis R@ die angegebene Bedeutung haben und    in 2,3 Stellung eine   zusätzliche Doppetbindung vorhanden    sein kann. worin aber der Rest   R COCHR, ;

   insgesamt höch-    stens   ! OC-Atome    besitzt ;
EMI4.2     
 worin Rs OH, Alkoxy mit 1-5 C-Atomen, Acyloxy mit I-6 C-Atomen oder   R@-CO-CHR6-O-,      R@    OH, Alkoxy mit 1-5 C-Atomen, Acyloxy mit   I-6    C-Atomen, Benzyloxy, Dialkylaminoalkoxy mit 4-7 C Atomen oder Dialkylamino mit 2-4 C-Atomen, R10 H, OH, Alkyl oder Alkoxy mit 1-3 C-Atomen,   Rll    Hoder CH3O,    R ;

  , und R,, zusammen auch Methylendioxy bedeuten,    R,, R6 und R7 die angegebene Bedeutung haben und in 2, 3-Stellung eine zusätzliche Doppelbindung vorhanden sein kann, worin aber, falls   R1n    = H und R, = O ist und in 2, 3 Stellung keine Doppelbindung vorhanden ist, R11 nur dann   CH,    bedeutet, wenn nicht   gleichzeitig Rs OH    oder   CH30    und R.,   CH, O    bedeuten, und   R,,    und R11 nur dann zusammen Methylendioxy bedeuten, wenn nicht gleichzeitig R, OH bedeutet, und R11 nur dann H bedeutet, wenn nicht   gleichzeitig Rs    OH oder   CH30    und R9   CH30    bedeuten, und worin ferner, falls R4 = O und in 2,3-Stellung eine Doppelbindung vorhanden ist, R11 nur dann H bedeutet,

   wenn nicht gleichzeitig R, und   R !,    beide OH oder beide CH30 und   R,      H    oder OH bzw. Rs C2H3O, C2H5O oder CH30 und R1   H    bzw. R, und R", OH und R9 CH3O bedeuten ;
EMI5.1     
 worin R1- H, OH oder H, H oder H,   NH, bedeutet und    R,. R..   R, und R. die    angegebene Bedeutung haben ;
EMI5.2     
 worin   R, Alk l mit 1-3 C-Atomen bedeutet    R,.   Ruz    R, und R-, die angegebene Bedeutung haben und in 2,3-Stellung eine zusätzliche Doppelbindung vorhanden sein kann ;
EMI5.3     
 worin R14 OH, CH3O.

   Acyloxy mit   I-6    C-Atomen oder Tetra  hydropsranyl-    (2)-oxy bedeutet, R2 bis   R, ; die angegebene    Bedeutung haben und in 2,3-Stellung eine zusätzliche Doppelbindung vorhanden sein kann, worin aber, falls R3 = H und R, = O ist und in 2,3 Stellung keine Doppelbindung vorhanden ist,   R,    nur dann CH30 bedeutet, wenn nicht gleichzeitig R14 CH3O und   R.    CH30 oder CH3OCH2O bzw.   RIZ OH    und R.



     CHJO    bedeuten und   R-und Rs    nur dann zusammen Methylendioxy bedeuten, wenn nicht gleichzeitig R14 OH bedeutet und R, nur dann H bedeutet, wenn nicht gleichzeitig   RI, OH    oder CH3O und R2 CH3O bedeuten, und worin ferner, falls R4 = O und in 2, 3-Stellung eine Doppelbindung vorhanden ist, R3 nur dann H bedeutet, wenn nicht gleichzeitig R14 und R2 beide OH oder beide CH30 und   R,    H oder OH bzw.

   R14 und R3 OH und R, CH3O bedeuten;
EMI5.4     
 worin   Rl,    3 Alkoxy mit 1-3C-Atomen bedeutet, R1,R2,R4 und R3 die angegebene Bedeutung haben und in   2, 3-Stellung    eine zusÏtzliche Doppelbindung vorhanden sein kann ;
EMI5.5     
 worin R1,R2, R, und   R. die angegebene Bedeutung    haben und in 2,3-Stellung eine   zusätzliche Doppetbindung vor-    handen sein kann ;

  
EMI5.6     
 worin R, bis R, die angegebene Bedeutung haben und in 2,3-Stellung eine zusätzliche Doppelbindung vorhanden sein kann, worin aber, falls R3 = H und   R,    = O ist und in 2, 3 Stellung keine Doppelbindung vorhanden ist, R¯ nur dann CH bedeutet, wenn R, weder OH noch   CH30    noch NH2 bedeutet, und worin ferner, falls R, = O und in 2,3-Stellung eine Doppelbindung vorhanden ist, R3 nur dann H bedeutet, wenn nicht gleichzeitig R, und   R    beide OH oder CH, 0 oder   C,      H@      ; O    bzw. R, C..   H. O    und   R.

   CH30 bedeuten    und   R3    nur dann OH bedeutet, wenn nicht gleichzeitig   Ri    und   R    beide OH oder   CH, O    bzw. R, OH und R2CH3O bedeuten ;
EMI6.1     
 worin R,, H, OH, CH3O, CH3 oder C2H5, R17 H, Acyl mit   I-6    C-Atomen, Alkyl mit   1-5    C-Atomen, Dialkylaminoalkyl mit 4-7 C-Atomen, Tetrahydro  pyranyl- (2),    oder die Gruppe R20COCHR6-,   R"HO, Alkoxy mit I-5 C-Atomen    oder Dialkylamino  alkoxy mit 4-7 C-Atomen, und R19 H oder R@@@      R20 HO@ CH@O@ C2H3O, NH2    oder alkyliertes, gegebe  nenfalls cyclisch. es    Amino mit   insgesamt 1-8 C-Atomen    bedeuten.



  R, ; die angegebene Bedeutung hat und in 2,3-Stellung eine zusÏtzliche Doppelbindung vorhanden sein kann.



   Die neuen Flavanoide können im Gemisch mit üblichen   Arzneimittelträgern    in der Human-oder   Veterinär-    medizin   einbesetzt werden. Als Trägersubstanzen    kommen solche   or anischen    oder anorganischen Stoffe in Frage, die   fi ; r    die parenterale, enterale oder topikale Ap  plikation geeignet    sind und die mit den neuen Verbin  dungen    nicht in Reaktion treten. wie beispielsweise Wasser,   pflanzliche Öle, Polyäthylenglykole, Gelatine, Milch-    zucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, Vaseline, Cholesterin usw.

   Zur parenteralen Applikation dienen insbesondere Lösungen, vorzugsweise ölige oder wässrige   Lösungen, sowie Suspensionen, Emu) sionen    oder   Tmplan-    tate. Fiir die enterale Applikation k¯nnen ferner Tabletten oder   Dragées,    für die topikale Anwendung Salben oder Cremes. die gegebenenfalls sterilisiert oder mit Hilfsstoffen. wie Konservierungs-, Stabilisierungs- oder Netzmitteln oder Salzen zur Beeinflussung des osmotischen   Druckes der    mit Puffersubstanzen versetzt sind. angewendet werden.



   Die nach dem   erfindunsgemässen    Verfahren erhÏltlichen Substanzen werden vorzugsweise in einer Dosie  rung von I    bis   500    mg pro Dosierungseinheit appliziert.



   Die Ausdrücke ¸cis¯ und ¸trans¯ in den nachstehenden Beispielen beziehen sich auf die Substituenten in 2und 3-Stellung.



   Bei.   5piel 1       2    g 6-Hydroxy-4'-methoxy-flavyliumchlorid werden in   100 ml absolutem Äther mit 1, 6g Lithiumaluminium-    hydrid 30 Minuten bei Raumtemperatur   geriihrt.   



   Man erhÏlt   6-Hydroxy-4'-methoxy-2-flaven    vom. F.



  183   (ausMethanol,/Äther).   



     Analog wird hergestettt    : 6.   4'-Dimethoxy-2-flaven. F. 148-150#.   



   Beispiel 2    a)    t g Platindioxid wird in 150 ml Methanol vorhy  driert    und dann mit 4   6.    6,4'-Dimethoxy-flavyliumchlorid versetzt. Man hydriert weiter, bis 2 Mol Wasserstoff aufgenommen sind. filtriert, destilliert das Methanol ab und kristallisiert das entstandene 6,4'-Dimethoxy-flavan aus Methanol mit   Ivohle      um.    F.   91-92#.   



     Ana'ou    sind erhältlich : 6-Hydroxy-4'-methoxy-flavan, F.   165-166#    ;   cis-6-Hydroxy-3, 4-dimethoxy-flavan, F. 176-177     ; cis-3-Methoxy-6-hydroxy-3',4'-methylendioxy-flavan, F.



      223-224  ;      trans-3-Methyl-6-hydroxy-3',    4'-methylendioxy-flavan, F.



      164-165#.    b) I g   6-Hydroxy-4'-methoxy-flavan    werden mit 5   mi    Pyridin und   5 ml    Acetanhydrid 5 Stunden auf   50     erhitzt. Nach dem Abk hlen arbeitet man mit Wasser und Chloroform auf und kristallisiert das   6-Acetoxy-4'-meth-      oxy-flavan aus Methanol    um. F.   90 .   



   Analog werden die durch Hydrierung der entsprechenden   Flavy ! iumsalze erhältlichen    6-Hydroxyverbindungen acyliert zu : 6-Acetoxy-4'-dimethylamino-flavan, F.   110-111#    ;   cis-3, 4'-Dimethoxy-6-acetoxy-flavan,    F.   136-139#;      cis-3-Methyl-6-acetoxy-4'-methoxy-flavan.    F.   98-99     ;   trans-3-Mcthyl-6-acetox,-4-methoxy-flavan, F. 127    bis    128#;    cis-3-Methyl-6-acetoxy-3'.4'-methylendioxy-flavan, F.130 bis   132#    ; trans-3-Methyl-6-acetoxy-3',4'-methylendioxy-flavan, F.



     125-127#    ; 3-¯thoxy-6-acetoxy-4'-methoxy-flavan, F.   91-92#   ;   trans-3-Methyl-6.4'-diacetoxy-flavan, F. 165-166#:    6-Trimethylacetoxy-4'-methoxy-flavan ; 6-Caproyloxy-4'-methoxy-flavan. c) 20.3g cis-3-Methyl-6-acetoxy-4'-methoxy-flavan werden in 400 ml 5%iger methanolischer Kalilauge 45 Mintiten bei Raumtemperatur gerührt. Man giesst in 3 Litern Eiswasser. säuert mit 50   ml    konzentrierter Salzsäure an. saugt das entstandene cis-3-Methyl-6-hydroxy  -4'-methoxy-flavan    ab, wäscht mit Wasser neural, trocknet   und kristallisiert aus Methanol um. F. 142-144#:   
Analog sind durch Verseifung der entsprechenden   Acetateerhättuch    :   6-Hydroxy-4'-methoxy-flavan.

   F. 165-166#:    cis-3,. 4'-Dimethoxy-6-hydroxy-flavan. F.   176-177#    : trans   3-Methyl-6-hydroxy-4'-methoxy-flavan. F. 142#.    trans-3-Methyl-6-hydroxy-3.4'-methylendioxy-flavan. F.



      164-165#    cis-3-Methyl-6-hydroxy-3'.4'-methylendioxy-flavan. F. 95 bis   97"      :    ¯ cis-3-Methoxy-6-hydroxy-3'.4'-methylendioxy-flavan. F.



      223-224@    d) 2g cis-3,4'-Dimethoxy-6-hydroxy-flavan und 17,6 Gramm Kaliumhvdroxid werden warm in   60    ml 50%igem Methanol gel¯st und dann bei Raumtemperatur unter R hren innerhalb   20    Minuten mit 20,8   ml      Diäthylsulfat    versetzt. Man r hrt weitere 30 Minuten bei   Raumtem-      peratlir,    kocht dann 1 Stunde und k hlt ab. Das Roh  produkt wird abfittriert, mehrfach mit    Chloroform ausgekocht. die vereinigten Entrakte werden eingedampft.



  Bei der Umkristallisation des Rückstandes aus Niethanol erhÏlt man cis-3,4'-Dimethoxy-6-Ïthoxy-flavan, F. 126 bis 28 C.



   Beispiel 3    3, 1 werden    in 70 ml Äthanol mit   5    g Raney-Nickel als Katalysator 12 Stunden bei   85@ hydriert. Der Katalysator    wird abfiltriert, das L¯sungsmittel abdestilliert und der Rückstand an   neutratem    Aluminiumoxid chromatographiert. Die Elution mit Chloroform ergibt 6-Methoxy-4'-isopropoxy-fla  vanon (F. 110#) und 4-Hydroxy-6-methoxy-4'-isoprop-    oxy-flavan (F.   110 )    neben unverändertem   Ausgangs-    material.



   Beispiel 4 a) 1, 1 g 6-Hydroxy-4'-isoamyloxy-flavon und 0,4g 5%ige Palladiumkohle werden in 40 ml Tetralin 2 Stunden auf   200     erhitzt. Dann wird abgek hlt, der Katalysator abfiltriert, der Extrakt wird mit wenig Äther dreimal gewaschen und angesäuert. Dabei fällt 6-Hydroxy -4'-isoamyloxy-flavanon aus. es wird aus wässrigem Äthanol   umkristallisiert ; F. 163-165 .    b)   1,    4 g   6-Hydroxy-4'-isoamyloxy-flavanon, 0, 9    g BromessigsÏureÏthylester (oder ChloressigsÏureÏthylester) und 0,   7g Kafiumcarbonat    werden in   15ml absolutem    Aceton 24 Stunden am R ckfluss   aekocht.    Das Gemisch wircl mit Wasser versetzt und mit Chloroform extrahiert.



  Aus dem Extrakt wird 4'-Isoamyloxy-flavanon-6-oxy  essigsäure-äthylesier    erhalten, der nach   Umkrista ! ! isieren    aus   Äthanol bei 92-93  schmilzt.   



   Beispiel 5
1.1 g 3,6-Dihydroxy-3'-methoxy-4'-isopropoxy-flavon und 8.5g Natriumcarbonat werden in 100 ml kochendes Wasser unter Stickstoff eingetragen. Dazu werden unter Rühren 20g Natriumdithionit gegeben. Nach 30 Minuten wird auf   0# abgek hlt,    nach Zugabe von 15 ml konzentrierter   Satzsäure wird    das Gemisch 3 Stunden bei   0        stehengeiassen. Das abgeschiedene unveränderte Ftavo-    no] wird abfiltriert, das Filtrat mit ¯thylacetat gr ndlich extrahiert, der Extrakt über Natriumsulfat getrocknet, zur Trockne   eingeengt und das    erhaltene 3,6-Dihydroxy -3'-methoxy-4'-isopropoxy-flavonon aus wÏssrigem ¯tha  nol    umkristallisiert.



   Beispiel 6 a) 2g 6-Hydroxy-4'-methoxy-2-flaven werden in Gegenwart von   500 mg Raney-Nickel    in   15      mi    Äthanol hydriert. Nach Aufnahme von I Mol Wasserstoff filtriert man den Katalysator ab und entfernt das Lösungsmittel unter vermindertem Druck, wobei   6-Hydroxy-4'-methoxy-    -flawan erhalten wird. Nach chromatographischer Aufreinigung und Umkristallisation aus Methanol schmilzt es bei 165-166    .-anal    können erhalten werden :   3-lsopropyl-6-hydroxy-4'-methoxy-flavan.    F.   67-68#    ; 6-Hydroxy-4'-äthoxy-flavan.



   Analog wird 3,4'-Dimethoxy-6-hydroxy-3-flaven (hergestellt aus dem entsprechenden Flavyliumchlorid mit Lithiumaluminiumhydrid) zu cis-3,4'-Dimethoxy-6-hy  droxy-flavan    (F. 176-17 ) hydriert. b) 2.5 g 6 Hydroxy-4'-Ïthoxy-flavan. 0.9 g   Chloracet-      amid und 2. 5g wasserfreies Kaliumcarbonat    werden in 25   ml    wasserfreiem Aceton unter Rühren 48 Stunden in einer Stickstoffatmosphäre gekocht. Dann wird das Aceton   im Vakuum abdestilliert, cler Rückstand    mit Wasser versetzt und mit Chloroform extrahiert.

   Nach dem Abdestillieren des   Chloroforms    erhält man   4-Äthoxy-flavan-      -6-oxyessigsäureamid.    c) 2   g 4'-Äthoxy-f) avan-6-oxyessigsäure-amid    werden in 40 ml absolutem Benzol gel¯st und mit einer Suspension von 2g Natriumamid in 10 ml Toluol sowie 5 g   n-Propylbromid versetzt. Man    kocht das Gemisch 5 Stunden unter R ckfluss, giesst auf Eis, trennt die Benzolphase ab, wäscht sie mit Wasser, trocknet über Natriumsulfat und   genêt    ein, wobei   4-Äthoxy-flavan-6-oxyessig-      säure-cli-n-propyl-amid erhalten wird.    d)   Analog Beispiel ib) erhält man    aus cis-3,4'-Dimethoxy-6-hydroxy-flavan den cis-3, 4'-Dimethoxy-flavan -6-oxyessigsÏure-Ïthylester.

   F.   73-74 .   



   Beispiel 7 a) 2, 4 g trans-3-Methyl-4-hydroxy-6-tetrahydropyra  nyloxy-4'-äthoxy-flavan    werden in   100      mi    Dioxan gelöst, mit 1, 2   g    Palladiumchlorid versetzt und bei Raumtemperatur hydriert. Nach Aufnahme der berechneten Menge Wasserstoff wird der Katalysator abfiltriert. die Dioxanl¯sung unter vermindertem Druck eingeengt, mit Wasser verdünnt und zur Entfernung des restlichen Dioxans nochmals eingeengt. Das Rohprodukt wird aus Äthanol umkristallisiert, wobei trans-3-Methyl-6-tetrahydropyranyloxy-4'-Ïthoxy-flavan erhalten wird. b)   2g trans-3-Methyl-6-tetrahydropyranyloxy-4'-äth-    oxy-flavan werden in 50 ml 5%iger wÏsserig-Ïthanolischer SalzsÏure 2 1/2 Studen unter R ckfluss gekocht.



  Nach dem Abk hlen arbeitet man mit Chloroform und Wasser auf, wobei trans-3-Methyl-6-hydroxy-4'-Ïthoxy  -flavan    erhalten wird.



   Analog können trans-3-Methyl-6-hydroxy-4'-flavan (F.   142#,    aus Äther) und   trans-3-Methyl-6-hydroxy-4'-      -isoamytoxy-fiavan erhalten werden.   



   Beispiel 8
2 g 6-n-Butoxy-4'-(2-diÏthylaminoÏthoxy)-flavonol werden mit   0.    5 g Raney-Nickel in 30   ml    Äthanol bei    120# unter    Druck von 40 at Wasserstoff hydriert. Nach dem Abk hlen wird der Katalysator abfiltriert und das Filtrat bis zur Kristallisation des cis-3-Hydroxy-6-n-but  oxy-4- (2-diäthylaminoäthoxy)-flavans eingeengt.   



   Beispiel 9
2,5 g Platinoxid werden in 700   ml    Methanol vorhydriert und dann mit 33,9g 3-Methyl-6-hydroxy-4'  -methoxy-flavyliumchlorid versetzt.    Man hydriert weiter, bis 2 Mol Wasserstoff aufgenommen sind, gibt 35 ml Pyridin zu, filtriert unter Stickstoff das Platin ab und engt das Filtrat im Vakuum zur Trockne ein. Das cis-3 -Methyl-6-hydroxy-4'-methoxy-flavan wird durch Chro  matographie    an Kieselgel und Umkristallisation aus Methanol   gereiniot.    F.   142-144#C.   



   Analog   können durch Hydrierung    der entsprechenden   Flavyliumchloride erhalten werden    : cis-3-Methyl-6-hydroxy-3'.4'-methylendioxyflavan, F. 95 bis   97 .    cis-3-¯thyl-6-hydroxy-4'-methoxy-flavan (Acetat. F. 97 bis   98#).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von substituierten Flavanoiden der Formel I EMI7.1 worin R, und Ro OH, gegebenenfalls substituiertes Alkoxy mit insgesamt I-10 C-Atomen, Tetrahydropyranyl- (2)- -oxy oder Acyloxy mit I-6 C-Atomen, R3 Alkyl oder Alkoxy mit 1-3C-Atomen, R4 O;
    {OHH oder {HH Rs H oder Ri, R2 ! und R5 zusammen auch Methylendioxy, Äthylendi- oxy oder Propylendioxy bedeuten, sowie der SÏureadditionssalze dieser Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II EMI8.1 und A@ein Anion einer starken Säure bedeuten, R, bis R., die angegebene Bedeutung haben und worin pheno lische H droxygruppen auch in geschützter Form vor) iegen können mit reduzierenden Mitteln behandelt und gegebenenfalls vorhandene Schutzgruppen abspaltet.
    II. Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen Verbindungen der Formel I, worin R4 {OHH oder {HH bedeutet, zur Einführung einer Doppelbindung in 2,3-Stellung durch Behandlung mit dehydrierenden Mitteln.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man in einer Verbindung der Formel I, oeschützte Hydroxygruppen durch Behandeln mit hydro Iysierenden und/oder hydrogenolysierenden Mitteln in Freiheit setzt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man in einer Verbindung der Formel I freie Hydroxygruppen durch Behandeln mit Alkylierungsmitteln alkyliert.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man in einer Verbindung der Formel 1 freie Hydroxygruppen durch Behandeln mit Acylierungsmitteln acyliert.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkoxygruppen durch Carbalkoxy sub- stituiert sind.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel I durch Behandeln mit Säuren in ihre physiologisch vertrÏglichen SÏureadditionssalze berf hrt.
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