CH496722A - Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen FuroxanderivatenInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D271/00—Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two nitrogen atoms and one oxygen atom as the only ring hetero atoms
- C07D271/02—Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two nitrogen atoms and one oxygen atom as the only ring hetero atoms not condensed with other rings
- C07D271/08—1,2,5-Oxadiazoles; Hydrogenated 1,2,5-oxadiazoles
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Description
Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten. Verbindungen der allgemeinen Formel I, (1) EMI1.1 in welcher R1 ein Halogenatom, die Nitro- oder die Trifluormethyl gruppe, eine niedere Alkoxy- oder Alkylthiogruppe oder in o- oder m- Stellung eine niedere Alkylgruppe, R Wasserstoff, eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe und Ra Wasserstoff oder eine niedere Alkoxygruppe bedeutet, sind bisher nicht bekannt geworden. Wie nun gefunden wurde, besitzen solche Verbindungen, insbesondere das 3-(o-Tolyl)-4-amino-furoxan, wertvolle pharmakologische Eigenschaften. Sie sind zentrale Muskelrelaxantien mit guter antikonvulsiver Wirkung. Diese Wirkungsqualitäten werden durch ausgewählte Standardversuche [vgl. W. Theobald und H.A. Kunz, Arzneimittel-Forsch. 13, 122-125 (1963)] nachgewiesen. Die neuen Verbindungen können zur Behandlung von pathologisch erhöhtem Muskeltonus, z.B. bei rheumatischen Erkrankungen, Fibrositis, Bursitis, Myositis, Torticollis, Spondylitis und Discopathien verwendet werden. Man kann sie auch mit Antirheumatica oder Analgetica kombinieren. In den Verbindungen der allgemeinen Formel I können R1, R2 und R3 die o-, m- oder p-Stellung einnehmen. R1 kann als Halogenatom das Chlor-, Fluor- oder Bromatom bedeuten und als niedere Alkylthiogruppe z.B. die Methylthio-, Äthylthio-, Propylthio-, Isopropylthio-, Butylthio-, Isobutylthio-, sek. Butylthio-, tert. Butylthio-, Pentylthio-, Isopentylthio- sowie die 2,2-Dimethyl-propylthiogruppe. R1 und R2 können als niedere Alkylgruppe beispielsweise die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, sek. Butyl-, tert. Butyl-, Pentyl-, Isopentyl- oder 2,2-Dimethyl-propylgruppe und R1, R2 oder R3 als niedere Alkoxygruppe beispielsweise die Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy-, Isopropoxy-, Butoxy-, Isobutoxy-, sek. Butoxy-, tert.Butoxy-, Pentoxy-, Isopentoxysowie die 2,2-Dimethyl-propoxygruppe bedeuten. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren setzt man eine Verbindung der allgemeinen Formel II, (11) EMI1.2 in welcher R1, R2 und Ra die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, mit 1 Moläquivalent Ammoniak in Gegenwart eines Oxydationsmittels um. Als Oxydationsmittel kann Kaliumferricyanid verwendet werden. Die Reaktion wird vorzugsweise in einem Lösungsmittel durchgeführt. Geeignete Lösungsmittel sind z.B. hydroxylgruppenhaltige Lösungsmittel, wie Wasser. Es ist vorteilhaft, äquivalente Mengen des Oxydationsmittels zu verwenden. Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II sind z.B. Verbindungen, deren Reste R1, R2 und R3 mit den Gruppen übereinstimmen, die anschliessend an Formel I genannt sind. Solche Verbindungen kann man z.B. herstellen, wenn man von Phenylacetophenonen ausgeht, die im Benzolkern durch die Reste R1, R2 und R5 substituiert sind, und diese Verbindungen mit n-Butyl- oder Isopropylnitrit in Äthanol in Gegenwart von Natrium äthylat zu entsprechenden Phenylglyoxal-aldoximen umsetzt und diese mit 1 Moläquivalent Hydroxylamin-by- drochlorid in Pyridin kondensiert. Die täglichen Dosen der Wirksubstanzen bewegen sich zwischen 45 und 6000 mg für erwachsene Personen von normalem Körpergewicht. Für Kinder gilt der ent sprechend dem Körpergewicht verminderte Dosierungsbereich. Geeignete Doseneinheitsformen, wie Dragees, Tabletten, Kapseln, Suppositorien und Ampullen, enthalten vorzugsweise 15-1000 mg der Verbindungen. Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I und von bisher nicht beschriebenen Zwischenprodukten näner, sollen jedoch den Umfang der Erfindung in keiner Weise beschränken. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Beispiel 1 Eine Lösung von 19,8 g (0,1 Mol) p-Chlor-phenyl) -glyoxim (Gemisch der a- und 5-Form) [vgl. L. Avogadro, Gazz. chim. ital. 53, 698 (1923); C.A. 18, 661(1924)] in 180 ml konz. Ammoniak und 350 ml Wasser wird unter Rühren und Eiskühlung mit einer Lösung von 135 g (0,4 Mol) Kaliumferricyanid in 400 ml Wasser so langsam versetzt, dass die Temperatur nicht über 300 steigt. Man rührt das Reaktionsgemisch noch 30 Minuten und filtriert die Suspension. Der Filterrückstand wird mit Wasser gewaschen und aus Benzol sowie Cyclohexan umkristallisiert. Man trocknet die erhaltenen Kristalle 12 Stunden bei 700C, wonach man das 3-(p-Chlor-phenyl)-4-amino-furoxan vom Smp. 1670 erhält.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHVerfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten der allgemeinen Formel I, (I) EMI2.1 in welcher R1 ein Halogenatom, die Nitro- oder die Trifluormethyl gruppe, eine niedere Alkoxy- oder Alkylthiogruppe oder in o- oder m- Stellung eine niedere Alkylgruppe, R2 Wasserstoff, eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe und R Wasserstoff oder eine niedere Alkoxygruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel II, (ist) EMI2.2 in welcher R1, R2 und R3 die im Anspruch 1 unter Formel I angegebene Bedeutung haben, mit 1 Moläquivalent Ammoniak in Gegenwart eines Oxydationsmittels umsetzt.UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxidationsmittel Kaliumferricyanid verwendet.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass man eine äquivalente Menge Oxidationsmittel verwendet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH156168A CH496722A (de) | 1968-02-01 | 1968-02-01 | Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH156168A CH496722A (de) | 1968-02-01 | 1968-02-01 | Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH496722A true CH496722A (de) | 1970-09-30 |
Family
ID=4213290
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH156168A CH496722A (de) | 1968-02-01 | 1968-02-01 | Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH496722A (de) |
-
1968
- 1968-02-01 CH CH156168A patent/CH496722A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
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| PL | Patent ceased |