CH496722A - Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten

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CH496722A
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CH
Switzerland
Prior art keywords
furoxane
group
oxidizing agent
lower alkyl
general formula
Prior art date
Application number
CH156168A
Other languages
English (en)
Inventor
Claude Dr Lehmann
Andre Dr Gagneux
Ernst Dr Renk
Original Assignee
Geigy Ag J R
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D271/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two nitrogen atoms and one oxygen atom as the only ring hetero atoms
    • C07D271/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two nitrogen atoms and one oxygen atom as the only ring hetero atoms not condensed with other rings
    • C07D271/081,2,5-Oxadiazoles; Hydrogenated 1,2,5-oxadiazoles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten.



   Verbindungen der allgemeinen Formel I,  (1)
EMI1.1     
 in welcher R1 ein Halogenatom, die Nitro- oder die Trifluormethyl gruppe, eine niedere Alkoxy- oder Alkylthiogruppe oder in   o-    oder m- Stellung eine niedere Alkylgruppe,   R    Wasserstoff, eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe und   Ra    Wasserstoff oder eine niedere Alkoxygruppe bedeutet, sind bisher nicht bekannt geworden.



   Wie nun gefunden wurde, besitzen solche Verbindungen, insbesondere das 3-(o-Tolyl)-4-amino-furoxan, wertvolle pharmakologische Eigenschaften. Sie sind zentrale Muskelrelaxantien mit guter antikonvulsiver Wirkung. Diese Wirkungsqualitäten werden durch ausgewählte Standardversuche [vgl. W. Theobald und H.A.



  Kunz, Arzneimittel-Forsch. 13, 122-125 (1963)] nachgewiesen. Die neuen Verbindungen können zur Behandlung von pathologisch erhöhtem Muskeltonus, z.B. bei rheumatischen Erkrankungen, Fibrositis, Bursitis, Myositis, Torticollis, Spondylitis und Discopathien verwendet werden. Man kann sie auch mit Antirheumatica oder Analgetica kombinieren.



   In den Verbindungen der allgemeinen Formel I können R1, R2 und   R3    die   o-,    m- oder p-Stellung einnehmen.



  R1 kann als Halogenatom das Chlor-, Fluor- oder Bromatom bedeuten und als niedere Alkylthiogruppe z.B. die Methylthio-,   Äthylthio-,    Propylthio-, Isopropylthio-, Butylthio-, Isobutylthio-, sek. Butylthio-, tert. Butylthio-, Pentylthio-, Isopentylthio- sowie die 2,2-Dimethyl-propylthiogruppe. R1 und R2 können als niedere Alkylgruppe beispielsweise die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, sek. Butyl-, tert. Butyl-, Pentyl-, Isopentyl- oder 2,2-Dimethyl-propylgruppe und R1, R2 oder R3 als niedere Alkoxygruppe beispielsweise die Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy-, Isopropoxy-, Butoxy-, Isobutoxy-, sek. Butoxy-, tert.Butoxy-, Pentoxy-, Isopentoxysowie die 2,2-Dimethyl-propoxygruppe bedeuten.



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren setzt man eine Verbindung der allgemeinen Formel II,  (11)
EMI1.2     
 in welcher R1,   R2    und   Ra    die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, mit 1 Moläquivalent Ammoniak in Gegenwart eines Oxydationsmittels um.



   Als Oxydationsmittel kann Kaliumferricyanid verwendet werden. Die Reaktion wird vorzugsweise in einem Lösungsmittel durchgeführt. Geeignete Lösungsmittel sind z.B. hydroxylgruppenhaltige Lösungsmittel, wie Wasser. Es ist vorteilhaft, äquivalente Mengen des Oxydationsmittels zu verwenden.



   Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II sind z.B.



  Verbindungen, deren Reste R1, R2 und R3 mit den Gruppen übereinstimmen, die anschliessend an Formel I genannt sind. Solche Verbindungen kann man z.B. herstellen, wenn man von Phenylacetophenonen ausgeht, die im Benzolkern durch die Reste R1, R2 und   R5    substituiert sind, und diese Verbindungen mit n-Butyl- oder Isopropylnitrit in Äthanol in Gegenwart von Natrium äthylat zu entsprechenden Phenylglyoxal-aldoximen umsetzt und diese mit 1 Moläquivalent   Hydroxylamin-by-    drochlorid in Pyridin kondensiert.



   Die täglichen Dosen der Wirksubstanzen bewegen sich zwischen 45 und 6000 mg für erwachsene Personen von normalem Körpergewicht. Für Kinder gilt der ent  sprechend dem Körpergewicht verminderte Dosierungsbereich. Geeignete Doseneinheitsformen, wie Dragees, Tabletten, Kapseln, Suppositorien und Ampullen, enthalten vorzugsweise 15-1000 mg der Verbindungen.



   Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I und von bisher nicht beschriebenen Zwischenprodukten näner, sollen jedoch den Umfang der Erfindung in keiner Weise beschränken. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.

 

   Beispiel 1
Eine Lösung von 19,8 g (0,1 Mol) p-Chlor-phenyl) -glyoxim (Gemisch der   a-    und   5-Form)    [vgl. L. Avogadro, Gazz. chim. ital. 53, 698   (1923);    C.A. 18,   661(1924)]    in 180 ml konz. Ammoniak und 350 ml Wasser wird unter Rühren und Eiskühlung mit einer Lösung von 135 g (0,4 Mol) Kaliumferricyanid in 400 ml Wasser so langsam versetzt, dass die Temperatur nicht über 300 steigt.



  Man rührt das Reaktionsgemisch noch 30 Minuten und filtriert die Suspension. Der Filterrückstand wird mit Wasser gewaschen und aus Benzol sowie Cyclohexan umkristallisiert. Man trocknet die erhaltenen Kristalle   12    Stunden bei 700C, wonach man das 3-(p-Chlor-phenyl)-4-amino-furoxan vom Smp. 1670 erhält. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten der allgemeinen Formel I, (I) EMI2.1 in welcher R1 ein Halogenatom, die Nitro- oder die Trifluormethyl gruppe, eine niedere Alkoxy- oder Alkylthiogruppe oder in o- oder m- Stellung eine niedere Alkylgruppe, R2 Wasserstoff, eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe und R Wasserstoff oder eine niedere Alkoxygruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel II, (ist) EMI2.2 in welcher R1, R2 und R3 die im Anspruch 1 unter Formel I angegebene Bedeutung haben, mit 1 Moläquivalent Ammoniak in Gegenwart eines Oxydationsmittels umsetzt.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxidationsmittel Kaliumferricyanid verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass man eine äquivalente Menge Oxidationsmittel verwendet.
CH156168A 1968-02-01 1968-02-01 Verfahren zur Herstellung von neuen Furoxanderivaten CH496722A (de)

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