CH502365A - Verfahren zur Herstellung von neuen Furazanderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Furazanderivaten

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CH502365A
CH502365A CH167468A CH167468A CH502365A CH 502365 A CH502365 A CH 502365A CH 167468 A CH167468 A CH 167468A CH 167468 A CH167468 A CH 167468A CH 502365 A CH502365 A CH 502365A
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furazan
phenyl
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Claude Dr Lehmann
Ernst Dr Renk
Andre Dr Gagneux
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Ciba Geigy Ag
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    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D271/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two nitrogen atoms and one oxygen atom as the only ring hetero atoms
    • C07D271/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two nitrogen atoms and one oxygen atom as the only ring hetero atoms not condensed with other rings
    • C07D271/081,2,5-Oxadiazoles; Hydrogenated 1,2,5-oxadiazoles

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Furazanderivaten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Furazanderivate.



   Verbindungen der allgemeinen Formel I,
EMI1.1     
 in welcher R, ein Halogenatom, die Nitro- oder die   Trifinor-    methylgruppe, eine niedere Alkoxy- oder Alkylthio gruppe, R2 Wasserstoff, eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe und R3 Wasserstoff oder eine niedere Alkoxygruppe be deutet, sind bisher nicht bekannt geworden.



   Wie nun gefunden wurde, besitzen diese Verbindungen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. Sie wirken zentraldämpfend, antikonvulsiv und muskelrelaxierend.



   Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I können zur Beruhigung von schwachen Erregungszuständen und zur Behebung der   Muskelsteife,    z. B. bei rheumatischen Erkrankungen, Fibrositis, Bursitis, Myositis, Spondylitis, Discopathien und Torticollis, verwendet werden.



   In den Verbindungen der allgemeinen Formel I können   Rr,      R    und   R.    die   o-,    m- oder p-Stellung einnehmen. R, kann als Halogenatom das Chlor-, Fluoroder Bromatom bedeuten, R2 kann als niedere Alkylgruppe beispielsweise die Methyl-,   Äthyl-,    Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, sek. Butyl-, tert. Butyl-, Pentyl-, Isopentyl- oder 2,2-Dimethyl-propylgruppe bedeuten;   Rt,    R2 oder R3 können als niedere Alkoxygruppe beispielsweise die Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy-, Isopropoxy-, Butoxy-, Isobutoxy-, sek. Butoxy-, tert.



  Butoxy-, Pentoxy-, Isopentoxy- sowie die   2,2-Dimeffiyl-    propoxygruppe und   Rj    als niedere Alkylthiogruppe z. B.



  die Methylthio-, Äthylthio-, Propylthio-,   Isopropyithio-,    Butylthio-, Isobutylthio-, sek. Butylthio-, tert. Butylthio-, Pentylthio-, Isopentylthio- sowie die 2,2-Dimethyl-propylthiogruppe bedeuten.



   Verbindungen der allgemeinen Formel I werden erfindungsgemäss hergestellt, indem man eine Verbindung der allgemeinen Formel II,
EMI1.2     
 in welcher   Rt,    R2 und   R3    die unter Formel I angegebene Bedeu tung haben und X einen Acylrest einer organischen Säure bedeutet, hydrolysiert.



   X bedeutet insbesondere den Acylrest einer Carbonsäure oder einen Rest eines monofunktionellen Derivates der Kohlensäure.



   X kann als Acylrest einer Carbonsäure z. B. der Formyl-, Acetyl- oder Benzoylrest sein. Ferner kann X als Rest eines monofunktionellen Derivates der Kohlensäure auch eine Alkoxycarbonylgruppe, wie die Methoxycarbonyl- oder Äthoxycarbonylgruppe, oder auch   eine      Aryloxycarbonylgruppe,    wie die Phenoxycarbonylgruppe sein.  



   Die Hydrolyse einer Verbindung der allgemeinen Formel II wird z. B. mit Hilfe eines Alkalimetallhydroxyds, Erdalkalimetallhydroxyds oder einer Mineralsäure, vorzugsweise in einem hydroxylgruppenhaltigen Lösungsmittel vorgenommen. Beispielsweise sind geeignete Alkalimetallhydroxyde: Natrium- oder Kaliumhydroxyd, geeignete Erdalkalimetallhydroxyde: Calcium- oder Bariumhydroxyd und geeignete Mineralsäuren: verdünnte Salzsäure oder Schwefelsäure. Als hydroxylgruppenhaltige Lösungsmittel können Wasser oder niedere Alkanole, wie z. B. Methanol oder Äthanol, eingesetzt werden.



   Die Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II, in denen X die Alkanoylgruppe ist, können hergestellt werden, indem man ein im Benzolkern gemäss der Bedeutung von   Rt,    R2 und   R3    substituiertes Phenacylchlorid oder -bromid unter Einwirkung von gasförmigem Ammoniak mit einem niederen Alkanoylamid reagieren lässt. Man erhält so ein im Benzolkern gemäss der Definition für   Rt,    R2 und   R3    substituiertes 2-Alkyl-4-phenyl-imidazol, welches mit Butylnitrit zum entsprechenden   2-Alkyl-4-Phenyl-5-nitroso-imidazol    der allgemeinen Formel III
EMI2.1     
 in welcher   Rt,      R    und   Ru die    unter Formel I angegebene Bedeutung haben, und   R4,    einen niederen Alkylrest bedeutet.



   Durch Weiterbehandeln dieser Nitrosoverbindung mit Hydroxylamin öffnet sich der Imidazolring, und es bildet sich ein 3-Benzol-5-alkyl-1-oxa-2,4-diazol-oxim entsprechend der allgemeinen Formel IV
EMI2.2     
 in welcher   Rt,    R2 und   R3    die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, und   R5    eine niedere Alkylgruppe bedeutet.



   Die Verbindungen dieser Formel können, ohne isoliert zu werden, durch Weiterkochen im Reaktionsgemisch direkt zu den   4-Alkanoylamino-3-phenyl-furazan-    Verbindungen der allgemeinen Formel II umgewandelt werden.



   Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel II, in denen X der Formylaminorest ist, können in einfacher Weise hergestellt werden, indem man ein substituiertes 4-Phenyl-5-nitroso-imidazol entsprechend der allgemeinen Formel III durch Erhitzen mit Hydroxylamin in wässrig-alkanolischer Lösung zum entsprechenden unter die allgemeine Formel II fallenden 3-Phenyl-4-formylamino-furazan umwandelt.



   Weiter können Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II, in denen X ein monofunktionelles Derivat der Kohlensäure darstellt, erhalten werden, indem man einen im Benzolkern gemäss der Bedeutung für R1, R2 und   R3    substituierten Benzoylessigsäure-alkylester mit Hydroxylamin umsetzt. Man erwirkt so den Ringschluss zu einem im Benzolkern entsprechend der Bedeutung für   Rt,    R2 und   R3    substituierten 3-Phenyl-isoxazol-5-on.



     Dieses    wird mit salpetriger Säure reagiert und ergibt das entsprechende 3-Phenyl-isoxazol-4-oxim-5-on. Durch Erhitzen dieser Verbindung in gesättigter Natriumcarbonatlösung lagert sich diese Verbindung zur 3-Phenylfurazan-4-carbonsäure um, welche der allgemeinen Formel V entspricht,
EMI2.3     
 in welcher R1,   R2    und   RS    die unter Formel I angegebene Bedeutung haben.



   Durch sukzessive Reaktion dieser Verbindung mit Thionylchlorid, abs. Alkanol, Hydrazinhydrat und mit salpetriger Säure kann man diese Verbindung zum entsprechenden   3-Phenyl-furazan-4-carbonsäure-azid    verwandeln, welches man dann mit einem niederen Alkanol unter Stickstoffabgabe, gemäss der Methode von Curtius, zum entsprechend substituierten 3-Phenyl-furazan-4-yl-carbonsäure-alkylester abbaut, welcher unter die allgemeine Formel II fällt.



   Die neuen Wirkstoffe der allgemeinen Formel I können peroral, rektal oder parenteral verabreicht werden.



  Die täglichen Dosen bewegen sich zwischen 50 bis 6000 mg.



   Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I und von bisher nicht beschriebenen Zwischenprodukten näher, sollen jedoch den Umfang der Erfindung in keiner Weise beschränken. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.

 

   Beispiel 1
1 g 4-(m-Trifluormethylphenyl)-furazan-3-yl-carbonsäureäthylester wird in einer Lösung von 1 Kaliumhydroxyd in 10 ml Wasser suspendiert, wo er sich zum Teil löst. Die Suspension wird am Rückfluss erhitzt und gibt eine klare, homogene Lösung. Diese wird weitere 4 Stunden am Rückfluss erhitzt und dann abgekühlt. Es fällt ein Produkt aus, das mit Äther extrahiert wird. Die organische Phase wird mit 2n-Natronlauge und mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Man erhält so 0,35 g   3-Amino-(4-m-trifluormethyl)-furazan    vom Smp. 87-89.



   Der als Ausgangsmaterial benötigte 4-(m-Trifluor   methylphenyl)-furazan-3 -yl-carbonsäure-äthylester    wird wie folgt hergestellt:  a) 36 g   m-Trifluormethyl-benzoylessigsäure-äthyl-    ester werden in 232 ml 2n-Natronlauge gelöst. Die Lösung wird mit einem Eisbad gekühlt und mit 13,8 g   IIydroxylammonium-chlorid    versetzt. Die Lösung steht   1t/2    Stunden bei Raumtemperatur und wird dann vorsiohtig mit konz. Salzsäure sauer gestellt. Das ausgefallene Produkt wird mit Methylenchlorid extrahiert, die organische Schicht mit Wasser gewaschen, getrocknet, abfiltriert und eingedampft. Das Rohprodukt wird in   Benzol-Pefrolätlier    umkristallisiert. Man erhält so das reine   (a,a,a-Trifluor-m-tolyl)-isoxazolon    vom Smp.90 bis   92 .   



   b) 11,5 g   (a, a,a-Trifluor-m-tolyl)-isoxazolon    werden in 31 ml 2n-Natronlauge gelöst und mit 3,95 g Natriumnitrit versetzt. Die erhaltene, gelbliche Lösung wird dann zu 105   ml    im Eisbad gekühlter 2n-Schwefelsäure getropft. Es fällt sofort ein Niederschlag aus. Man rührt die entstandene Suspension noch 30 Minuten bei Raumtemperatur und filtriert dann die Kristalle ab und wäscht sie mit Wasser. Dann trocknet man und kristallisiert aus Benzol+Petroläther um. Man erhält so 10 g   (a,a,a-Trifluor-m-tolyl)-isoxazolon-3xim    vom Smp.



     125-128 .   



   c) 54 ml einer gesättigten Natriumcarbonatlösung werden mit 12 g des nach b) erhaltenen Oxims versetzt, wobei zuerst eine violette Lösung entsteht, aus welcher bald ein Salz ausfällt. Diese Suspension wird am Rückfluss erhitzt, wobei wieder eine homogene Lösung entsteht, welche man 31/2 Minuten kocht. Die violette Farbe verschwindet und man erhält eine hellbraune Lösung, die abgekühlt wird und innerhalb 30 Minuten zu 150 ml auf   0-5     gekühlte 2n-Schwefelsäure getropft wird. Es fällt ein Produkt aus, das durch Zugabe von Äther gelöst wird. Die organische Schicht wird abgetrennt und mit gesättigter Bicarbonatlösung extrahiert. Die wässerige Phase wird mit Aktivkohle behandelt, filtriert und mit konz. Salzsäure vorsichtig sauer gestellt. Das ausgefallene öl wird mit Methylenchlorid extrahiert, die organische Phase wird getrocknet, filtriert und eingedampft.

  Der Rückstand wird in Benzol umkristallisiert; man erhält so 5,1 g   4-(m-TriSluormethyl-phenyl)-fura-    zan-3-carbonsäure vom Smp. 1021030.



   d) Man löst 5,5 g   (a,a,a-Trifluor-m-tolyl)-furazan-3-    yl-carbonsäure in 15 ml Thionylchlorid und gibt 0,5 ml Dimethylformamid zu. Die Lösung wird 1 Stunde am Rückfluss gekocht und dann im Vakuum das Thionylchlorid abgedampft. Das öl wird in Benzol gelöst, filtriert und eingedampft. Man erhält 6,3 g Säurechlorid als gelbes   Öl,    das ohne weitere Reinigung weiterverwendet wird.



   e) 4,8 g des nach   d)    erhaltenen Säurechlorids werden mit 10 ml abs. Äthanol versetzt, wobei eine exotherme Reaktion stattfindet. Die Lösung wird   1t/2    Stunden am Rückfluss gekocht und dann eingedampft. Das zurückbleibende öl wird 2mal mit Benzol versetzt und eingedampft, um den überschüssigen Alkohol zu entfernen.



  Der so erhaltene   Äthylester    der   4-(m-Trifluormethyl    phenyl)-furazan-3-yl-carbonsäure wird roh weiter verarbeitet.



   f) Zu einer Lösung von 4,9 g des nach e) erhaltenen Äthylesters in 50 ml abs. Äthanol gibt man portionenweise 3,42 g Hydrazinhydrat zu. Die braune Lösung wird 1/2 Stunde bei   0     gerührt, dann 2 Stunden bei Raumtemperatur. Man dampft den Alkohol ab, löst den Rückstand in Methylenchlorid, gibt Wasser dazu, trennt die entstandenen Schichten und wäscht die organische Phase mit Wasser. Nach Trocknen und Eindampfen erhält man 4,1 g rohe Kristalle, die nach Umkristallisation in Chloroform und Cyclohexan reines Hydrazin der 4- (m-Trifluormethyl-phenyl) -furazan-3-yl-carbonsäure vom Smp.   109-111     geben.



   g) 3,5 g des nach f) erhaltenen Hydrazins werden in 45 ml   ln-Salzsäure    und 25 ml Dioxan puriss. gelöst und diese im Eisbad gekühlte Lösung mit einer Lösung von 0,98 g Natriumnitrit in 3 ml Wasser innerhalb   t/4    Stunde tropfenweise versetzt. Ein gelbes Ö1 fällt aus, welches auch nach lstündigem Rühren bei   0-5     nicht kristallisiert. Das Azid der 4-(m-Trifluoromethylphenyl)-furazan-3-yl-carbonsäure wird deshalb mit Toluol extrahiert, nachdem man das Reaktionsgemisch mit etwas Wasser verdünnt hat. Das Toluolextrakt wird mit Calciumchlorid und mit Molekularsieb gut getrocknet, filtriert und mit 1,2 ml abs. Äthanol versetzt. Diese Lösung wird am Rückfluss erhitzt, wobei sich Stickstoff entwickelt. Nach   t/2    Stunde kühlt man ab und dampft die Lösung ein.

  Der Rückstand wird aus Benzol und Cyolohexan umkristallisiert, wobei man 2,8 g   4-(m-Tri    fluormethylphenyl)   -furazan - 3    -yl-carbonsäure-äthylester vom Smp.   84-860    erhält.



   Beispiel 2
0,1 g 3-Acetylamino-4-(o-chlorphenyl)-furazan wird in 1 ml 2n-Natronlauge gelöst und die Lösung 2 Stunden am Rückfluss erhitzt. Das ausgefallene   Öl,    welches beim Abkühlen kristallisiert, wird mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Phase wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft und der Rückstand aus Benzol-Cyclohexan umkristallisiert. Man erhält so das   3-Amino-4-(o-chlorphenyl)-furazan    vom   Smp. 55-56 .   



   Das   3-Acetylamino-4-(o-chlorphenyl)-furazan    wird wie folgt erhalten: a) Ein Gemisch von 75 g o-Chlorphenacylbromid und 64 g Acetamid wird langsam erhitzt. Bei 1700 Badtemperatur leitet man während 6 Stunden in die Schmelze einen langsamen Strom von Ammoniak ein.



  Dann wird die Masse auf 300 g zerstossenes Eis gegossen und das Gemisch mit Methylenchlorid extrahiert.



  Die organische Phase wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen und mit 1 1 In-Salzsäure extrahiert. Das wässrigsaure Extrakt wird mit Aktivkohle entfärbt und mit konz. Ammoniak alkalisch gestellt. Das ausgefallene 2 Methyl-4(5)-(o-chlorphenyl)-imidazol wird abfiltriert, getrocknet und aus Essigester-Cyclohexan umkristalli   siert, Smp. 144-145 .   



   b) Zu einer eisgekühlten Lösung von 4,1 g Natriummetall in 95 ml abs. Alkohol gibt man 21,1 g n Butyl-nitrit und 36 g   2-Methyl-4-(o-chlorphenyl)-imida-    zol. Die erhaltene Lösung wird 2 Stunden im Eisbad und 5 Tage bei Raumtemperatur stehengelassen. Die Lösung wird dann in ein Gemisch von 1 1 Wasser und 20   mi    2n-Natronlauge gegossen und die erhaltene Suspension wird mit   Äther    dreimal extrahiert. Durch Verdampfen der organischen Phase erhält man 29 g Aus   gangsmaterial    zurück. Die wässrige alkalische Phase wird mit Aktivkohle behandelt, filtriert und mit einem Strom Kohlendioxyd neutralisiert. Das ausgefallene braune Produkt wird abfiltriert und getrocknet und durch kurzes Kochen mit Methylenchlorid gereinigt.

 

  Man erhält so   67    g grünes 2-Methyl-4-nitroso-5-(ochlorphenyl)-imidazol, Smp. (Zersetzung) 1150.



   c) 2 g des nach b) erhaltenen Nitrosoderivats werden in 15 ml   Athanol    suspendiert und mit einer Lösung von 1,5 g Hydroxylammoniumchlorid in 6 ml Wasser ver  setzt. Das Gemisch wird 5 Minuten im Wasserbad bei 900 gehalten, wobei das grüne Nitrosoderivat in Lösung geht. Die braune Lösung wird eingedampft und mit Äther extrahiert. Man erhält in der organischen Phase 1,6 g Rohprodukt. Durch mehrmalige Umkristallisation in Methanol erhält man das reine 3-Acetylamino-4-(o   chlorphenyl)-furazan    vom Smp.   181-184".   



   Beispiel 3
Man löst 0,25 g 4-(p-Chlorphenyl)-3-formylaminofurazan in 7 ml Äthanol und versetzt die Lösung mit 0,5 ml konz. wässeriger Salzsäure. Dann kocht man die Lösung 1 Stunde am Rückfluss und dampft zur Trockne ein. Der Rückstand wird mit Wasser versetzt. Die ausgefallenen Kristalle werden abfiltriert und im Vakuum bei 500 getrocknet. Man erhält so das 3-Amino-4-(pchlorphenyl)-furazan vom   Smp. 138-140".   



   Das   4-(p-Chlorphenyl)-3-formylamino-furazan    wird wie folgt erhalten: a) Zu einer Lösung von 1,35 g Natriummetall in 30 ml abs. Alkohol gibt man nacheinander 6,68 g Butylnitrit und 10,5 g 4-(od.   5)-(p-chlorphenyl)-imidazol    (J.



     O. Norrio,    R. L. Mac Kee, JACS 77 [1955], 1056) zu.



  Die rotbraune Lösung lässt man 5 Tage bei Raumtemperatur stehen, wobei sie allmählich gallertig wird. Dann   wird    sie in eine Lösung von 10 ml 2n-Natronlauge in 450 ml Wasser gegossen. Das braunschwarze Gemisch wird mit Äther gewaschen und die organischen Phasen noch mit Wasser gewaschen. Die   vereinigten    wässerigen Lösungen   werden    unter Rühren mit einem kräftigen Strom Kohlendioxyd neutralisiert. Der grüne Niederschlag wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und zur Reinigung in 20 ml Äthanol 23 Minuten aufgekocht.



  Nach dem Erkalten filtriert man das 4-(p-Chlorphenyl)5-nitroso-imidazol als grüne Kristalle vom   Smp. 2050    (Zersetzung). Die ätherische Phase gibt nach dem Trocknen, Eindampfen und Umkristallisieren aus Wasser Ausgangsmaterial zurück.



   b) Eine Suspension von 0,5 g 4-(p-Chlorphenyl)-5nitroso-imidazol in 3   ml      Athanol    wird mit einer Lösung von 0,3 g Hydroxylaminhydrochlorid in 2 ml Wasser versetzt. Das Gemisch wird unter Rühren auf dem Wasserbad auf   75-80"    erwärmt. Das Nitrosoderivat geht in Lösung mit einem Farbumschlag von grün nach braun-violett. Nach 2-3 Minuten ist die Lösung vollständig. Man kühlt ab, dampft den Alkohol weg und gibt Wasser und Äther zum Rückstand. Die ätherische Phase wird mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet, mit Aktivkohle entfärbt, filtriert und eingedampft. Die erhaltenen farblosen Kristalle werden aus   Aceton < Isopropanol Isopropanol umkristallisiert. Man erhält so      4-(p-Chlorphenyl)-3 -formylamino-furazan    vom Smp.

 

     17so1810.   



   c) In analoger Weise erhält man 3-Amino-4-(a,a,atrifluor-o-tolyl)-furazan vom Smp.   68-70 .    

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von neuen Furazanderivaten der allgemeinen Formel I, EMI4.1 in welcher Ra ein Halogenatom, die Nitro- oder die Trifluor methylgruppe, eine niedere Alkoxy- oder Alkylthio gruppe, R2 Wasserstoff, eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe und R3 Wasserstoff oder eine niedere Alkoxygruppe be deutet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel II, EMI4.2 in welcher Rt, R2 und R3 die im Anspruch 1 unter Formel I ange gebene Bedeutung haben, und X einen Acylrest einer organischen Säure bedeutet, hydrolysiert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrolyse in einem hydroxylgruppenhaltigen Lösungsmittel durchführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrolyse in Anwesenheit eines Alkali- oder Erdalkalimetallhydroxids durchführt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrolyse in Anwesenheit einer Mineralsäure durchführt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man von Verbindungen der allgemeinen Formel II ausgeht, in welchen X einen Acylrest einer Carbonsäure oder den Rest eines monofunktionellen Derivates der Kohlensäure bedeutet.
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CH498856A (de) 1970-11-15
CH498854A (de) 1970-11-15
CH498855A (de) 1970-11-15

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