CH505055A - Verfahren zur Herstellung von äthinylsubstituierten 1-Phenoxy-2-hydroxy-3-alkylaminopropanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von äthinylsubstituierten 1-Phenoxy-2-hydroxy-3-alkylaminopropanen

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CH505055A
CH505055A CH1581970A CH1581970A CH505055A CH 505055 A CH505055 A CH 505055A CH 1581970 A CH1581970 A CH 1581970A CH 1581970 A CH1581970 A CH 1581970A CH 505055 A CH505055 A CH 505055A
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CH1581970A
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Herbert Dr Koeppe
Zeile Karl Dr Prof
Werner Dr Kummer
Helmut Dr Staehle
Albrecht Dr Engelhardt
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Boehringer Sohn Ingelheim
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    • A61K31/13—Amines
    • A61K31/135—Amines having aromatic rings, e.g. ketamine, nortriptyline

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Description


  Verfahren zur Herstellung von äthinylsubstituierten  1-Phenoxy-2-hydroxy-3-alkylaminopropanen    Die     Erfindung        betrifft    ein     Verfahren        zur        Herstel-          lung    neuer 1-Phenoxy-2-hydroxy-3-alkylaminopropane  und ihrer Säureadditionssalze. Die neuen Verbindungen       eignen    sich zur     Verwendung        Aals        Pharmazeutika.     



  Die neuen     1-Phenoxy-2-hydroxy-3-alkylaminopro-          pane    besitzen :die Formel I  
EMI0001.0012     
    worin R einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, vor  zugsweise den Isopropyl- oder den tert.- Butylrest, R1  eine Äthinyl (-C=CH)gruppe, vorzugsweise in     2-Stel-          lung    des Benzolkerns, und R2 und R3, die gleich oder  verschieden sein können, Wasserstoff oder eine     Alkyl-          oder    Alkoxygruppe mit 1 Ibis 4 C-Atomen bedeuten,  wobei Verbindungen, bei denen R2 und/oder R3 Was  serstoff     sind,        bevorzugt    werden.  



  Die neuen Verbindungen werden hergestellt,     :indem     man ein Oxazolidinon der Formel Il  
EMI0001.0020     
    hydrolysiert, z. B. mittels, KOH.    Die als Ausgangsmaterial verwendeten     Oxazolidi-          none    der Formel Il Hassen sich herstellen, indem :man ein  Epoxyd der Formel III  
EMI0001.0023     
    mit einem. Urethan der Formel IV  
EMI0001.0024     
    umsetzt. Die hierfür benötigten Urethane sind durch       Umsetzung        eines        Amins    der     Formel    V  R-NH2 V  mit Chlorameisensäureäthylestar erhältlich.  



  Die Epoxyde der Formel III können. leicht durch  Umsetzung von Verbindungen der Formel VI  
EMI0001.0029     
         worin    Kt     Wasserstoff    oder ein Kation, beispielsweise  ein Alkalimetallion, bedeutet, mit Epichlorhydrin in       alkalischer    Lösung     hergestellt        werden.    Die     hierzu    be  nötigten Ausgangsphenole der Formel VI (Kt = H)  sind nach der in Bull. Chem. Soc. (Japan) 29 (l956),  Seite 471     (referiert    in     Chem.        Abstr.        51/Seite        8705b)         beschriebenen Methode herstellbar.

   Sie können durch  Behandeln mit wässrigen Alkalien in :die entsprechenden  Phenolate (Kt = Alkalimetallion) überführt werden.  



  Die     erfindungsgemäss        erhältlichen    Substanzen der  Formel I besitzen an der -CHOH-Gruppierung ein  asymmetrisches Kohlenstoffatom und kommen daher  in Form von Racematen wie auch von optisch aktiven  Antipoden vor. Die optisch aktiven     Verbindungen    kön  nen erhalten werden,     indem    man entweder von     optisch          aktiven    Ausgangsverbindungen     ausgeht    - wo :

  diese exi  stieren - oder indem man die Racemate auf übliche  Weise, beispielsweise mittels Ditoluylweinsäure,     Di-          benzoylweinsäure    oder 3-Bromcampher-8-sulfonsäure  in die diastereomeren Salze überführt und letztere durch  fraktionierte     Kristallisation    trennt.  



  Die erhaltenen Verbindungen der     Formel    I können  gewünschtenfalls in ihre physiologisch verträglichem  Säureadditionssalze überführt werden. Für die Salzbil  dung geeignete Säuren sind beispielsweise     Salzsäure,     Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure,     Methansulfon-          säure,    Maleinsäure, Essigsäure, Oxalsäure, Milchsäure,  Weinsäure oder 8-Chlor-Theophyllin.  



  Die     Verbindungen    der Formel I, die     üblicherweise     in Form ihrer physiologisch verträglichen Säureaddi  tionssalze zur Anwendung kommen, besitzen wertvolle  therapeutische, insbesondere ss-adrenolytische Eigen  schaften     und        können    daher     beispielsweise        zur    Behand  lung oder Prophylaxe von     Krankheiten    der Herzkranz  gefässe und zur Behandlung von Herzarrhythmien, ins  besondere von Tachycardien, an Menschen eingesetzt  werden.

   Auch die blutdrucksenkenden     Eigenschaften     der erfindungsgemäss erhältlichen     Substanzen    sind     thera-          peutisch        interessant.        Als        wertvoll    haben sich dabei     ins-          besondere    die     Verbindungen        herausgestellt,    bei denen  R den Isopropylrest oder den tert. Butylrest bedeutet.  



  Besonders     wirksam        sind        davon        wiederum        Substan-          zen,    bei denen R1 in der 2-Stellung des Benzolkerns  fixiert ist und R2 sowie R3 = Wasserstoff sind;

   insbe  sondere das     1-(2-Äthinylphenoxy)-2-hydroxy-3-isopro-          pylaminopropan    und das     1-(2-Äthinylphenoxy)-2-hy-          droxy-3-tert.-butylaminopropan.    Dabei ist das  1-(2-Äthinylphenoxy)-2     hydroxy-3-tert.-          butylaminopropan    dem  1-(2-Äthinylphenoxy)-2     hydroxy-3-          isopropylaminopropan     sowohl bezüglich seiner bradycardischen Eigenwirkung  -als -auch bezüglich seiner isoproterenolantagonistischen  Wirkung (beide getestet an     Meerschweinchen)

          und     seiner     geringen        Toxizität        (getestet    an     Mäusen)    über  legen und     stellt        bezüglich    seiner     Wirksamkeit    die weit  aus     beste    der     erfindungsgemäss    erhältlichen Verbindun  gen dar.

   Die     übrigen    erfindungsgemäss     erhältlichen        Ver-          bindungen,        beispielsweise    das       1-(2-Äthinylphenoxy)-2-hydroxy-3-          isopropylaminopropan,     sind jedoch ihrerseits wiederum bekannten     ss-Adreno-          lytica    wie dem 1-(1-Naphthoxy)-2     hydroxy-3-isopropyl-          aminopropan    überlegen.  



  Die Einzeldosis der     erfindungsgemäss        erhältlichen          Verbindungen    liegt bei 1 bis 300 mg     .(0,016        bis     5 mg/kg), vorzugsweise bei 15     bis    100 mg (0,25     bis     1,66 mg/kg) für die orale Anwendung bzw. bei 0,1  bis 25 mg (0,002 bis 0,40 mg/kg) für die parenterale  Anwendung am Menschen.  



  Die galenische Verarbeitung der Verbindungen der  Formel I zu den üblichen Anwendungsformen wie Lö-    sungen,     Emulsionen,    Tabletten, Dragees     oder    Depot  formen     kann        -in        bekannter    Weise     unter        Heranziehung     der dafür gebräuchlichen Hilfs-, Träger-, Spreng-,  Binde-, Überzugs- oder Schmiermittel, Geschmackstoffe,  Süssungsmittel,

   Mittel zur Erzielung eines Depoteffektes  oder     Löslichkeitsvermittler        erfolgen.    Die     erfindungsge-          mäss        erhältlichen    Verbindungen     können    auch in Kom  bination     mit    anderen     pharmazeutischen        Wirkstoffen        wie     beispielsweise herz- oder kreislaufwirksamen     Sympa-          thicomimetica    oder Coronardilatatoren,

   angewendet       werden..       Das     folgende    Beispiel dient zur     Erläuterung    der       Erfindung,    ohne sie     zu        beschränken:       <I>Beispiel</I>  1-(2-Äthinylphenoxy)-2-hydmoxy-3-tert.  butylaminopropan - HCl  1,35 g (0,005 Mol) 3-tert.     Butyl-5-(2-äthinyl-          phenoxymethyl)-oxazolidinon-(2)    werden in 8 ml     Ätha-          nol    gelöst und nach Zugabe von 1,4g KOH (0,025 Mol)  in. 3 ml H20 unter Rühren 3 Stunden am Rückfuss  erhitzt.

   Nach     Abkühlung    wird mit Wasser     verdünnt,     wobei geringe Mengen einer     kristallinen        Substanz    aus  fallen. Dieses nicht hydrolysierte Oxazolidinon wird ab  gesaugt und die verbleibende Mutterlauge im Vakuum  eingeengt. Der Rückstand wird mit verdünnter HCl  digeriert und die saure, wässrige Lösung ausgeäthert.  Die wässrige Phase wird dann mit NaOH alkalisch       gestellt    und ausfallende     basische    Anteile in Äther aufge  nommen. Nach Waschen mit     H20        wird    die     ätherische     Lösung über MgSO4 :getrocknet, der Äther abdestilliert.

         Der    Rückstand wird     in    wenig     Äthanol        gedöst    und     mit     ätherischer HCl versetzt. Das ausfallende Kristall isst  wird abgetrennt     und.        getrocknet.     



  Fp: 160 bis 163  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von äthinylsubstituierten 1-Phenoxy-2-hydroxy-3-alkylaminopropanen der For mel I EMI0002.0120 und ihren Säureadditionssalzen, worin R einen Alkyl rest mit 1 bis 4 C-Atomen; R1 :die Äthinylgruppe; und R2 und R3, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff, eine A:lkyl oder Alkoxygruppe :
    mit 1 bis 4 C-Atomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Oxazoüdinon der Formel II EMI0002.0136 hydrolysiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass ,man Verbindungen :der Formel I her stellt, bei denen sowohl R. wie R3 ungleich Wasser stoff sind.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man 1-(2-Äthinylphenoxy)-2-hydroxy-3- tert. butylaminopropan herstellt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet,
    dass man die erhaltenen Verbindungen der Formel I in ihre physiologisch verträglichen Säure- additionssalze überführt. 4. Verfahren nach den Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das 1-(2-Äthinylphenoxy)-2,hydroxy-3-tert. butylaminopropan-hydrochlarird herstellt.
CH1581970A 1967-05-18 1968-05-14 Verfahren zur Herstellung von äthinylsubstituierten 1-Phenoxy-2-hydroxy-3-alkylaminopropanen CH505055A (de)

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