CH512482A - Verfahren zur Herstellung von Cobalticorrinoiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cobalticorrinoiden

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CH512482A
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CH
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vitamin
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CH1718768A
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Lester Smith Ernest
Mervyn Leonhard
Malcolm Victor
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Glaxo Group Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H23/00Compounds containing boron, silicon or a metal, e.g. chelates or vitamin B12

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Cobalticorrinoiden
Vitamin   B1.    spielt in vielen biochemischen Prozessen, besonders bei der Synthese von Nucleinsäuren, eine wichtige Rolle. Wahrscheinlich ist dieses Vitamin in manchen dieser Prozesse in Gestalt eines Adenosyl-Derivates wirksam, welches als Vitamin   Bl2-Coenzym    bezeichnet werden kann, und man hat schon die Verwendung dieses Coenzyms für die Behandlung der bösartigen Blutarmut (anaemia perniciosa) vorgeschlagen. Die genaue Funktion dieses Coenzyms im Metabolismus der Zellen bildet den Gegenstand emsiger Forschung, und es besteht ein Bedarf für ein synthetisches Verfahren zu dessen Herstellung aus dem leichter erhältlichen Vitamin   Ba2,    sowohl in normaler als auch in radioaktiver Form.

  Es ist zweckmässig, wenn man mit Hilfe eines solchen synthetischen Verfahrens auch andere Analoge dieses in der Natur vorkommenden Stoffes herstellen kann. Es sind verschiedene Verfahren für die Synthese von Vitamin B12-coenzym und auch von einigen analogen Verbindungen, z.B. der Coenzymform von 4-Vitamin B12 bekannt, aber diese Verfahren setzen langwierige Reinigungen voraus, und es konnten bisher keine anderen Nucleoside als Adenosin zur Bildung von Derivaten des Vitamins   B1    oder seiner Analogen gebracht werden, und man konnte auch keine Vitamin B12-Analoge mit modifizierten Seitenketten an den Pyrrolgruppen, welche eine anti-metabolische Wirkung ausüben, in die Coenzymform bringen.  



  Vitamin   B1o    hat die Formel
EMI2.1     
 und es hat sich herausgestellt, dass im Coenzym die -CN Gruppe durch die   5'-Deoxy-adenosylgruppe    ir
EMI2.2     
 ersetzt ist, welche mit dem 5'-Kohlenstoffatom des Ribosemoleküls am zentralen Kobaltatom hängt.



   Es sind viele Analoge von Vitamin B12 bekannt, in denen das Molekül an einer oder mehreren Stellen modifiziert ist. Es können z.B. verschiedene, Amide tragende Seitenketten modifiziert sein, z.B. durch Entfernen der NH2-Gruppen, wobei sich freie Säuren bilden, die man in andere Derivate umwandeln kann, z.B. in Ester oder andere Amide, z.B. Arylamide, usw. [E. Lester Smith  Vitamin   B12a,    (Methuen)]. Man kann den 5,6-Dimethyl -benziminazolrest des Moleküls durch andere heterocyclische Basen ersetzen, die zwei oder mehr Stickstoffatome im Ring haben, z.B. durch andere Benziminazole, wie Benziminazol, 5-Hydroxybenziminazol, Naphthiminazol, oder durch Purin- oder Pyrinimidinbasen, wie Adenin, Xanthin, Hypoxanthin, Guanin, 2-Methyladenin, 8 -Aza-adenin, 2,6-Diaminopurin usw. (Lester Smith, I.c.).



  Der Riboseteil des Moleküls kann an einem anderen Kohlenstoffatom an die Phosphorsäuregruppe gebunden sein und die mit der Phosphorsäuregruppe verbundene Isopropylaminogruppe kann durch andere Alkylaminoketten ersetzt werden [Heinrich, Friedrich und Riedel (1961), Biochem. Zeit. 334, 284]. Man kann auch die CN-Gruppe durch eine andere Gruppe ersetzen, z.B., eine Hydroxyl-,   Nitrit-,    Thiocyanat-, Sulfitgruppe. Eine weitere Möglichkeit ist die völlige Abwesenheit des Nucleotid Restes, z.B. im Faktor B oder Cobinamid (Armitage, Cannon, Johnson, Parker, Lester Smith, Stafford und Todd J.C.S. 1953, S. 3849).



   Der Einfachheit halber werden das Vitamin   Bis    und seine Analoge mit abgeändertem Molekül allgemein als    Cobalticorrinoide     bezeichnet. Diese Bezeichnung   um-    fasst aber nicht nur Moleküle mit Amidgruppen, sondern auch Analoge von Vitamin B12 mit ersetzten oder entfernten Amidgruppen.



   Die Cobalticorrinoide sind im allgemeinen rot oder orange gefärbt, wenn man sie aber z.B. mit einem Borhydrid reduziert, erhält man eine braungefärbte reduzierte   Form, in welches das Cobaltatom wahrscheinlich zweiwertig ist. Diese Reduktion ist reversibel und die reduzierten braunen Stoffe werden an der Luft leicht wieder oxydiert, in denen aber das an das Cobaltatom gebundene Anion im allgemeinen durch OH ersetzt ist, wenn die Oxydation in Gegenwart von Wasser erfolgt. Solche Verbindungen seien  reduzierte Cobalticorrinoide  genannt.



   Die Reduktion kann aber weiter geführt werden, wobei man graugrün gefärbte Produkte erhält Beavan und Johnson (1955), Nature, 176, 1264. Solche Verbindungen werden als  vollständig reduzierte Cobalticorrinoide  bezeichnet. Diese vollständig reduzierten Cobalticorrinoide sind ebenso wie die   braungefärbten       reduzierten     Cobalticorrinoide leicht oxydierbar in Gegenwart von Wasser, z.B. durch die Einwirkung von Luft, und liefern dabei die entsprechenden Hydroxocobalticorrinoide.



   Wie gezeigt wird, ist der Nucleosid-Rest im Vitamin   B,2-Coenzym    mit dem zentralen Cobaltatom durch eine Kohlenstoff-Cobaltbindung verbunden. Mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens ist es möglich, solche Cobalticorrinoid-Derivate herzustellen in denen eine organische Gruppe mit dem zentralen Cobaltatom durch eine Kohlenstoff-Cobaltbindung verbunden ist, ähnlich wie beim Vitamin-B12-Coenzym, und das Verfahren ist auch anwendbar zur Herstellung dieses Coenzyms selbst aus Vitamin   Bl.    Das Verfahren ist aber auch zur Herstellung von analogen Verbindungen mit einer Schwefel-Cobaltbindung, z.B. von Sulfonylderivaten, anwendbar.



   Es hat sich gezeigt, dass man Cobalticorrinoid-Derivate herstellen kann durch Umsetzung von vollständig reduzierten Cobalticorrinoiden mit acylierenden oder ähnlichen Mitteln, wobei man eine die Carbonyl- oder Sulfonylgruppe enthaltende Acylgruppe beim Cobaltatom einführen kann. Solche Mittel umfassen insbesondere Verbindungen der Formel RX, in welcher X ein anionenbildender Substituent ist, z.B. ein Halogenatom, ein Sulfat-, Phosphat-, Sulfonat oder Oxalatrest, und R eine Acylgruppe einer Carbonsäure oder eine Alkylsulfonyl-, Arylsulfonyl- oder Aralkylsulfonylgruppe bedeutet.



   Damit das Ausgangsmaterial nicht oxydiert wird, soll die Umsetzung unter nichtoxydierenden Bedingungen durchgeführt werden.



   Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Herstellung von Cobalticorrinoiden mit einer an das Cobaltatom gebundenen Gruppe R, die ein Acylrest einer Carbonsäure oder eine Alkylsulfonyl-, Aralkylsulfonyl- oder Arylsulfonylgruppe ist, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Cobalticorrinoid reduziert bis das Cobaltatom in einwertiger Form vorliegt und dann unter nichtoxydierenden Bedingungen die Gruppe R durch Umsetzung mit einem den Rest R abgebenden Mittel einführt.



   Der Substituent X im Mittel RX kann z.B. ein Chlor-, Brom- oder Jodatom sein. Die Gruppe R kann dabei eine Acylgruppe z.B. ein Acetyl-, Propionyl- oder Benzoylrest, sein.



   In Anhydriden kann R eine Acylgruppe sein, während X eine von einer Carbonsäure abgeleitete Acyloxygruppe darstellt.



   Die Reaktion zwischen der Verbindung RX und dem vollständig reduzierten Cobalticorrinoid wird vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel durchgeführt, zweckmässig in einem polaren Lösungsmittel. Brauchbar sind Wasser, Alkanole, wie Methanol und   Äthynol,    und substituierte Amide, wie Dimethylformamid und Dimethylacetamid.



   Die nichtoxydierenden Bedingungen können erzielt werden, wenn man die Umsetzung in einer inerten Atmosphäre, z.B. unter Stickstoff, durchführt. Besonders zweckmässig ist es das Cobalticorrinoid z.B. mit einem Metallhydrid, wie Alkaliborhydrid, zu reduzieren und eventuell ohne Zerstörung oder Entfernung des überschüssigen Reduziermittels und ohne Isolierung des vollständig reduzierten Cobalticorrinoids den anderen Reaktionsteilnehmer unmittelbar der Lösung zuzusetzen. Man kann überschüssiges Borhydrid nach beendigter Reduktion des Cobalticorrinoids vor oder nach Zusetzen des anderen Reaktionsteilnehmers zersetzen, z.B. mit einer organischen Säure, wie Essigsäure. Andere brauchbare Reduktionsmittel sind Verbindungen mit niedrigwertigen Metallionen, z.B. Corm-II-acetat, Zink- und Essigsgure oder Wasserstoffgas in Gegenwart eines Katalysators, wie Platinoxyd.



   Als Cobalticorrinoid verwendet man zweckmässig ein Hydrocobalticorrinoid. Obwohl man Cyano- oder Sulfitocobalticorrinoide usw. auch verwenden kann, ist es im allgemeinen empfehlenswert, das freiwerdende HCN oder   50    vor der kondensierenden Einführung zu entfernen, weil diese ähnlich wirken wie das kondensierende Mittel und bilden das ursprüngliche Cobalticorrinoid wieder zurück. So säuert man z.B., wenn man von Cyanocobalamin ausgeht, die bei der Reduktion gebildete Lösung an und erwärmt sie unter vermindertem Druck, um das gebildete HCN zu entfernen.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Derivate von Vitamin B12 sind von besonderem Wert bei der experimentellen Untersuchung des Vitamin   B,2-Metabolismus    und bei der darauf gegründeten Therapie. Die Acylderivate sind besonders als Antimetabolite des natürlichen Coenzymes wertvoll, indem sie Prozesse hemmen, in welchen das Vitamin eine wesentliche Rolle spielt. Von grosser Brauchbarkeit sind insbesondere die Coenzym-Analoge, welche aus solchen   Vitamin-B, > -Analogen    gebildet werden, welche an sich antimetabolisch wirken.



   Beispiel I
Herstellung des Acetylanalogen.



   50 mg Hydrocobalamin werden mit Chromacetat in 7,5 ml EDTA-Puffer bei pH 10 in Stickstoffatmosphäre zu einem graugrünen Stoff reduziert. Nach Zugabe von   0,25    ml Acetylchlorid schlägt die Lösung fast augenblicklich in orangerot um. Nach 45 Minuten bei Zimmertemperatur wird die Mischung weiterverarbeitet. Etwa verbliebenes reduziertes Vitamin   B12    kann durch Luftzutritt bei Zimmertemperatur oxydiert und abgetrennt werden.



  Das erhaltene Produkt kann weiter aufgearbeitet werden, indem man die alkalische Lösung mit verdünnter Salzsäure neutralisiert und mit Phenol/Tetrachlorkohlenstoff (3 :1) in kleinen Anteilen extrahiert, bis die wässrige Schicht beinahe farblos ist. Die vereinigten Extrakte werden mit Wasser gewaschen, mit ungefähr 10 Teilen Tetrachlorkohlenstoff/Aceton (10:1) gemischt und mit kleinen Anteilen Wasser geschüttelt, bis die rote Farbe gänzlich verschwunden ist.

 

   Durch Chromatographie wird das Produkt an Säulen von CMC (Carboxymethyl)-cellulose (150 X 25 mm) und Entwicklung mit Wasser, gereinigt.



   Der aus der CMC-Säule austretende Stoff ist etwas stärker orangefarbig als das Coenzym und hat ein Absorptionsmaximum bei 510   mp    anstatt bei 520   mull.    Ausserdem ist die Umwandlung zu gelber Farbe in Säurelösung bei pH 3,5   beendet, -während    das Coenzym ein An säuren auf pH 2 erfordert, bevor die Umwandlung   bet    endet ist. Sonst ähnelt das Spektrum dem des Coenzyms.  



  Die spektroskopisch ermittelte Ausbeute beträgt 31 mg.



  Das Produkt kristallisiert aus wässrigem Aceton in langen roten Nadeln (Ausbeute 27 mg). Es hemmt das natürliche Coenzym im Enzymversuch in bedeutendem Masse.



   Beispiel 2    Herstelltç7zg    des   p-Tollrolsulfonyl-(Tosyl)-A nalogen   
Hydroxocobalamin wird mit Chromacetat in einem EDTA-Puffer hei pH 10 in einer Stickstoffatmosphäre vollständig reduziert. Man gibt einen beträchtlichen Überschuss an p-Toluolsulfonylchlorid, gelöst in Äthanol, zu.



  Die Farbe ändert sich von fast schwarz sofort zu rot. Man verarbeitet das Reaktionsgemisch weiter durch Phenolextraktion und stellt fest, dass nach Waschen mit verdünnter Salzsäure der Phenolextrakt grün und nach Waschen mit Wasser dunkelrot wird. Die wässrige Lösung wird mittels Hindurchleitens durch Säulen von DEAE- und CM-Cellulose gereinigt, welch letztere sehr wenig Farbe zurückhalten. Das Tosylanaloge läuft mit nur geringer Verzögerung hindurch. Das ausstretende Material wird konzentriert und nach Zugabe von Aceton in fast schwarzen Nadeln kristallisiert. Das Absorptionsspektrum liegt zwischen dem des Cobalamins und des Coenzyms. Es zeigt eine Spitze im sichtbaren Bereich bei 520   myS,    eine Beugung bei 365   mp    und eine schwache Spitze bei 351 mtl.



  Das Intensitätsverhältnis bei 350 und 520   mll    ist 2,8 verglichen mit 3,4 für Hydroxycobalamin und 1,75 für das Coenzym.



   Beispiel 3    Alerstelllmg    des   A cetyianalogen   
100 mg Hydrocobalamin werden mit Natriumborhvdrid zu einem grünlich-schwarzen Stoff reduziert. Dann setzt man überschüssiges   Äthylaceiat    zu, das sich jedoch nicht umsetzt, wie die unveränderte Farbe nach 15 Minuten beweist. Darauf gibt man Essigsäureanhydrid zu, wodurch sich die Farbe sofort in orangerot ändert. Das Re   tktionsgemisch    wird über Phenol /Tetrachlorkohlenstoff weiterverarbeitet und in Säulen von DEAE- und CM-Cellulose gereinigt. Es wird aus wässrigem Aceton kristallisiert. Nach Papierchromatographie hat das Produkt einen   R-Wert    gegenüber B12 von 1,40, den gleichen wie das Produkt nach Beispiel 1.

 

   Beispiel 4    Herstei!nrlg    des   MetSlanslllfonyl-(Mesyl)-AsTalogen   
Man reduziert 100 mg Hydroxocobalamin mit 50 mg Chromacetat in   10    ml EDTA-Puffer bei pH 10. Nach 15 Minuten werden 0,25 ml Methansulfonylchlorid zugegeben. Die Farbe schlägt sofort von dunkelgrün in rot um. Nach 15 Minuten wird extrahiert und gereinigt, wie in früheren Beispielen beschrrieben. Die Ausbeute an purpur-schwarzen Kristallen beträgt 50 mg.



   Das Absorptionsspektrum zeigt Spitzen bei 363 und   52f >  und ist dem Spektrum der in Beispiel 1 beschrie-    benen   Tosylverbindung    sehr ähnlich. Nach Papierchroma   tographie    ist der   R-Wert    gegenüber   B15    0,70. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Cobalticorrinoiden mit einer an das Cobaltatom gebundenen Gruppe R, die ein Acylrest einer Carbonsäure oder eine Alkylsulfonyl-, Aralkylsulfonyl- oder Arylsulfonylgruppe ist, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Cobalticorrinoid reduziert, bis das Cobaltatom in einwertiger Form vorliegt und dass man dann unter nichtoxydierenden Bedingungen die Gruppe R durch Umsetzung mit einem den Rest R abgebenden Mittel einführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Mittel eine Verbindung der Formel RX, worin X ein anionbildender Substituent ist, verwendet.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass X ein Halogenatom oder der Rest einer starken anorganischen oder organischen Säure ist.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass X ein Chlor-, Brom- oder Jodatom, ein Aryl-, Aralkyl- oder Alkylsulfonatrest oder ein Sulfatoder Phosphatrest ist.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass R eine Methansulfonyl- oder p-Toluolsulfonylgruppe oder eine Acetylgruppe ist.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Acylierungsmittel ein Carbonsäureanhydrid verwendet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff Vitamin B12 verwendet.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff eine Vitamin-B1..- -monocarbonsäure oder deren Anilid oder Lactam verwendet.
    8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kondensation in einem inerten Lösungsmittel durchführt.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das inerte Lösungsmittel polar ist.
    10. Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass man als polares Lösungsmittel Wasser.
    einen Alkanol oder ein substituiertes Amid verwendet.
    11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff Hydroxo-, Cyano-, Sulfito-, Thiocyanato- oder Nitritocobalticorrinoid verwendet.
    12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass man das reduzierte Cobalticorrinoid unmittelbar anschliessend an dessen Herstellung ohne seine Isolierung weiterverarbeitet.
    13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das aus dem Ausgangsstoff durch Reduktion mittels eines Metallhydrids, eines Metallions niederer Valenz, eines metallösenden Reduziermittels oder mittels Wasserstoff in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators erhaltene Produkt ohne Zwischenisolierung weiterverarbeitet.
    14. Verfahren nach Unteranspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet. dass man den Überschuss der zur Reduktion des Cobalticorrinoids verwendeten Mittels vor, während oder nach der kondensierenden Einführung der Gruppe R zersetzt.
    15. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation in einer inerten Atmosphäre durchgeführt wird.
    16. Verfahren nach Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation in einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt wird.
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