CH522015A - Verfahren zur Herstellung von Polyacyloxalamidrazonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyacyloxalamidrazonen

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CH522015A
CH522015A CH1232270A CH1232270A CH522015A CH 522015 A CH522015 A CH 522015A CH 1232270 A CH1232270 A CH 1232270A CH 1232270 A CH1232270 A CH 1232270A CH 522015 A CH522015 A CH 522015A
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CH
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sep
water
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chloride
alkali salt
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CH1232270A
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Wallrabenstein Micha Dipl-Chem
Schoepf Albert Dr Dipl-Chem
Frank Dieter Dr Dipl-Chem
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Glanzstoff Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G73/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing nitrogen with or without oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule, not provided for in groups C08G12/00 - C08G71/00
    • C08G73/06Polycondensates having nitrogen-containing heterocyclic rings in the main chain of the macromolecule

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  • Macromolecular Compounds Obtained By Forming Nitrogen-Containing Linkages In General (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Polyacyloxalamidrazonen    Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Herstel  lung von Polyacyloxalamidrazonen, nach welchem  man Oxalsäurebisamidrazon in einem einphasigen oder  zweiphasigen Lösungsmittelsystem in Gegenwart von  Säureakzeptoren unter Rühren und Abführen der Reak  tionswärme bei Temperaturen von 0 bis 150  C mit  einem oder mehreren Dicarbonsäurehalogeniden reagie  ren lässt und das Reaktionsprodukt isoliert.  



  Als Zweiphasenlösungsmittelsystem können u. a.  Wasser und eine mit Wasser mischbare Flüssigkeit, die  gegenüber dem bzw. den Dicarbonsäuredihalogeniden  inert ist und deren Mischbarkeit mit Wasser durch den  Zusatz von Aussalzmitteln ganz oder grösstenteils her  abgesetzt worden ist, verwendet werden. Ein geeignetes  Reaktionsmedium dieser     Art    besteht beispielsweise aus  Tetrahydrofuran und Wasser mit einem zu Phasentren  nung führenden Zusatz von Soda. Aufgrund seiner Ba  sizität wirkt dabei das Natriumcarbonat gleichzeitig als  Säureakzeptor.  



  Die nach dem Verfahren des Hauptpatentes herstell  baren Polyacyloxalamidrazone haben je nach Art der  verwendeten Ausgangsstoffe reduzierte Viskositäten von  z. B. 0,5 bis 2,5 (gemessen an einer Lösung von 1 g  Polymerisat in 100 ml 10 %iger Kalilauge bei 20  C).  



  Das Zusatzpatent Nr. 484 974 betrifft die Umset  zung von Oxalsäurebisamidrazon mit einem oder meh  reren Dicarbonsäurehalogeniden bei Temperaturen zwi  schen 0 und 60  C in einer Mischung von Wasser und  sehr reinem Tetrahydrafuran in einem Volumenverhält  nis von 3:1 bis 1:3, vorzugsweise 2:1 bis 1:1, unter Zu  satz von 3 bis 15 Gew.-% Natriumchlorid oder Natrium  sulfat (Mengen bezogen auf Wasser) als Aussalzmittel  und Alkalicarbonat oder -bicarbonat als Säureakzeptor.  Die nach dem Verfahren dieses Zusatzpatentes herstell  baren Polyacyloxalamidrazone können je nach Art der  verwendeten Ausgangsstoffe reduzierte Viskositäten  von 3,3 bis 5,4 haben (gemessen an einer Lösung von    1 g Polymerisat in 100 ml 10 %iger Kalilauge bei 20   C).  



  Es wurde nun gefunden, dass man     Polyterephthalo-          yloxalamidrazone    mit höherer Viskosität erhalten kann,  wenn man die Umsetzung von Oxalsäurebisamidrazon  und Terephthaloylchlorid in einem zweiphasigen Lö  sungsmittelsystem aus Wasser und einer mit Wasser  nicht mischbaren,

   inerten organischen Flüssigkeit in       Gegenwart    von Säureakzeptoren unter Rühren und Ab  führen der Reaktionswärme bei Temperaturen von 0  bis 60  C     erfindungsgemäss    in     Gegenwart    eines neutra  len Alkalisalzes in einer Konzentration im Bereich von  10 Gew.-% bis zur Sättigungskonzentration in der     wäss-          rigen    Phase     durchführt.     



  Als organische Lösungsmittel eignen sich beispiels  weise aliphatische, aromatische und chlorierte Kohlen  wasserstoffe. Vorzugsweise werden Heran, Tetrachlor  kohlenstoff, Benzin, Petroläther, Toluol oder Xylol ver  wendet.  



  Geeignete Alkalisalze sind beispielsweise die Halo  genide, Sulfate und Nitrate der Metalle Natrium, Ka  lium und Lithium. Bevorzugt werden die Salze Lithium  sulfat, Natriumchlorid, Natriumsulfat, Kaliumchlorid  und Kaliumsulfat verwendet.  



  Vorzugsweise arbeitet man mit einer Konzentration  von 6,6 bis 60 mMol Oxalsäurebisamidrazon pro Liter  Wasser.  



  Nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren lassen  sich Polyterephthaloyloxalamidrazone mit reduzierten  Viskositäten bis zu 12 (gemessen an einer Lösung von  1 g Polymerisat in 100 ml einer 10 %igen Kalilauge bei  20  C) herstellen. Sie lassen sich in verdünnten     wäss-          rigen        Alkalihydroxydlösungen    lösen und in sauren Bä  dern zu Fäden und Folien verformen.  



  Bei dem erfindungsgemässen     Verfahren    wird ein  zweiphasiges     Lösungsmittelsystem    aus zwei Lösungsmit  teln,     die    nicht miteinander mischbar sind,     verwendet.         Bei diesem System wird an sich kein Aussalzmittel be  nötigt. Hier bewirkt das neutrale Salz einen viskositäts  steigernden Effekt.  



  Es ist bereits bekannt, die Umsetzung von     Oxal-          säurebisamidrazon    und Dicarbonsäurehalogeniden in  einem organischen Lösungsmittel in Anwesenheit eines  Alkalisalzes durchzuführen (M. Sage, T. Shono und  K. Shinra, Kogyo Kagaku Zasshi 69 (1966), 2225; vgl.  auch Polymer Letters 1966, 869). Die nach diesem  Verfahren herstellbaren Polyacyloxalamidrazone besit  zen jedoch niedrige Molekulargewichte.

   Beispielsweise  erhält man bei der Umsetzung von     Oxalsäurebisamidra-          zon    mit Terepthaloylchlorid in Dimethylacetamid,     N-          Methylpyrrolidin    oder     Hexamethylphosphorsäuretri-          amid    in Gegenwart von 5 % Lithiumchlorid     Poly-          terephthaloyloxalamidrazone    mit inhärenten Viskositä  ten von nur 0,20 bis 0,76. Wie aus Versuchen dieser  Autoren hervorgeht, zeigt der Zusatz von     Lithriumchlo-          rid    - z. B. in Hexamethylphosphorsäuretriamid - kei  ne viskositätssteigernden Effekte.

   Ein Vergleichsver  sucht, welcher ohne Zusatz an Lithiumchlorid durch  geführt wurde, ergab ein Produkt mit etwas höherer  Viskosität (1.c. Tabelle 1, Versuche 5 und 6). Es war  daher nicht vorhersehbar, dass Alkalisalze bei der  Grenzflächenkondensation einen derartigen viskositäts  steigernden Effekt zeigen würden.  



  Gegenüber den bekannten Verfahren zeichnet sich  das     erfindungsgemässe    Verfahren dadurch aus, dass es  die Herstellung von hochmolekularem     Polyterephthalo-          yloxalamidrazon    in einem reinen Grenzflächensystem  ermöglicht. Dieses System gestattet die Verwendung von  billigeren organischen Lösungsmitteln, die     ausserdem     im Vergleich zu Tetrahydrofuran wesentlich unemp  findlicher gegen ein Arbeiten unter Luftzutritt sind.

      <I>Beispiel 1</I>  Eine Lösung von 4,35 g (37,5 mMol)     Oxalsäurebis-          amidrazon,    6,3 g (75 mMol) Natriumbicarbonat und  113 g (1,96 Mol) Natriumchlorid in 750 ml sauerstoff  freiem destilliertem Wasser werden im Rührkessel eines  schnellaufenden     Rührwerks    vorgelegt. Unter starkem  Rühren und Wasserkühlen wird eine Lösung von 7,61 g  (37,5 mMol) Terephthaloylchlorid in 750 ml trockenem  Toluol zugegeben. Nach ca. 25 Minuten ist die Reak  tion beendet. Das erhaltene Polykondensat wird abfil  triert, durch Pressen weitgehend von der     Quellflüssig-          keit    befreit, mehrmals mit Wasser und Methanol gewa  schen und schliesslich bei 60  C im Vakuum getrock  net.

   Die reduzierte Viskosität beträgt 5,94 (gemessen an  einer Lösung von 1 g Polykondensat in 100 ml 10     0/o-          iger    Kalilauge bei 20  C).    <I>Beispiel 2</I>  Eine Lösung von 112,4 g (2,65 Mol) Lithiumchlo  rid und 4,35 g (37,5 mMol) Oxalsäurebisamidrazon in  500 ml sauerstoffreiem destilliertem Wasser und eine  Lösung von 6,3 g (75 mMol) Natriumbicarbonat in  250 ml sauerstoffreiem destilliertem Wasser werden auf       Zimmertemperatur    gebracht, miteinander     vereinigt    und  im Rührgefäss eines Kotthoff-Rührers vorgelegt.

   Unter  starkem Rühren (2,8 - 103 Upm) und Wasserkühlung  wird eine Lösung von 7,61 g (37,5 mMol)     Terephthal-          oylchlorid    in 750 ml trockenem Hexen zugegeben. Der  Reaktionsansatz wird 25 Minuten     lang    gerührt.     An-          schliessend    wird das erhaltene Polykondensat abzen-    trifugiert, mit Wasser und Alkohol gewaschen und bei  60  C im Vakuum getrocknet. Die reduzierte Viskosi  tät beträgt 6,95 (gemessen an einer Lösung von 1 g  Polykondensat in 100 ml 10 %iger Kalilauge bei 20   C).

      <I>Beispiele 3 bis 10</I>  Die in der nachstehenden Tabelle angegebenen Men  gen Oxalsäurebisamidrazon und Alkalisalz sowie die  dem Oxalsäurebisamidrazon äquivalente Mengen     Na-          triumbicarbonat    werden in 750 ml sauerstoffreiem de  stilliertem Wasser gelöst und im Rührkessel eines  schnellaufenden Rührwerkes vorgelegt. Unter starkem  Rühren und Wasserkühlung wird die Lösung der dem  Oxalsäurebisamidrazon äquivalenten Menge     Terephthal-          oylchlorid    in 750 ml des in der Tabelle angegebenen  Lösungsmittels zugegeben und in der in Beispiel 1 be  schriebenen Weise verfahren.

   Die reduzierten Viskosi  täten der erhaltenen Produkte sind aus der Tabelle zu  entnehmen:  
EMI0002.0034     
  
    <I>Tabelle</I>
<tb>  Beispiel <SEP> Monomer- <SEP> Organische <SEP> Alkalisalz <SEP> red. <SEP> Vis  Nr. <SEP> ansatz <SEP> Phase <SEP> g <SEP> kosität
<tb>  mMol
<tb>  3 <SEP> 25 <SEP> Benzin <SEP> 266,25 <SEP> NaCl <SEP> 6,2
<tb>  4 <SEP> 10 <SEP> Hexan <SEP> 266,25 <SEP> NaCl <SEP> 11,84
<tb>  5 <SEP> 25 <SEP> Toluol <SEP> 266,25 <SEP> NaCl <SEP> 6,75
<tb>  6 <SEP> 10 <SEP> Toluol <SEP> 266,25 <SEP> NaCl <SEP> 11,95
<tb>  7 <SEP> 37,5 <SEP> Tetrachlor- <SEP> 150 <SEP> KCl <SEP> 7,2
<tb>  Kohlenstoff
<tb>  8 <SEP> 37,5 <SEP>   <SEP> 75 <SEP> Na2SO4 <SEP> 5,9
<tb>  9 <SEP> 37,5 <SEP>   <SEP> 112,5 <SEP> Li2SO4 <SEP> 6,9
<tb>  10 <SEP> 10 <SEP>   <SEP> 226,25 <SEP> NaCl <SEP> 10,7

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Polyterephthaloyl- oxalamidrazon durch Umsetzung von Oxalsäurebis- amidrazon mit Terephthaloylchlorid in einem zweipha- sigen Lösungsmittelsystem aus Wasser und einer mit Wasser nicht mischbaren, inerten organischen Flüssig keit in Gegenwart von Säureakzeptoren unter Rühren und Abführen der Reaktionswärme bei Temperaturen von 0 bis 60 C, dadurch gekennzeichnet,
    dass man die Umsetzung in Gegenwart eines neutralen Alkalisalzes in einer Konzentration im Bereich von 10 Gew.-0/o bis zur Sättigungskonzentration in der wässrigen Phase durchführt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man als organisches Lösungsmittel He xen verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als organisches Lösungsmittel Tetrachlorkohlenstoff verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als organisches Lösungsmittel Benzin oder Petroläther verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als organisches Lösungsmittel Toluol oder Xylol verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Alkalisalz Lithiumsulfat oder Lithiumchlorid verwendet. 6. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Alkalisalz Natriumchlorid oder Natriumsulfat verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Alkalisalz Kaliumchlorid oder Kaliumsulfat verwendet. B.
    Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einer Konzentration von 6,6 bis 60 mMol Oxalsäurebisamidrazon pro Liter Wasser arbeitet.
CH1232270A 1966-11-04 1970-08-18 Verfahren zur Herstellung von Polyacyloxalamidrazonen CH522015A (de)

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