CH527145A - Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen

Info

Publication number
CH527145A
CH527145A CH637070A CH637070A CH527145A CH 527145 A CH527145 A CH 527145A CH 637070 A CH637070 A CH 637070A CH 637070 A CH637070 A CH 637070A CH 527145 A CH527145 A CH 527145A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acid
glucofuranose
radicals
benzyl
formula
Prior art date
Application number
CH637070A
Other languages
English (en)
Inventor
Armin Dr Walter
Beat Dr Iselin
Alberto Dr Rossi
Werner Dr Kessler
Original Assignee
Ciba Geigy Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy Ag filed Critical Ciba Geigy Ag
Priority to CH637070A priority Critical patent/CH527145A/de
Publication of CH527145A publication Critical patent/CH527145A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/70Carbohydrates; Sugars; Derivatives thereof
    • A61K31/7004Monosaccharides having only carbon, hydrogen and oxygen atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/02Acyclic radicals, not substituted by cyclic structures
    • C07H15/04Acyclic radicals, not substituted by cyclic structures attached to an oxygen atom of the saccharide radical
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/18Acyclic radicals, substituted by carbocyclic rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen der Formel
EMI1.1     
 worin jeder der Reste R3, R5 und R6 einen nach Abspaltung einer alkoholischen OH-Gruppe verbleibenden organischen Rest eines Alkohols bedeutet und zusammen mindestens 4 Kohlenstoffatome aufweisen, in reiner Form.



   Organische Reste von Alkoholen R3,   R5    und R6 sind insbesondere unsubstituierte oder substituierte aliphatische, alicyclische, alicyclisch-aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffreste oder heterocyclisch-aliphatische Reste, in erster Linie unsubstituierte oder substituierte araliphatische Kohlenwasserstoffreste.



   Aliphatische Kohlenwasserstoffreste sind vor allem Niederalkyl-, z. B. Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl- oder sek.-Butylreste, Niederalkenyl-, z. B. Allylreste, oder Niederalkinyl-, z. B. Propargylreste. Als Substituenten dieser Reste kommen vor allem freie oder substituierte Amino-, Oxy- oder Mercaptogruppen, wie durch Niederalkyl-, Niederalkenyl-, Cycloalkyl- oder Cycloalkenylreste mono- oder disubstituierte Aminogruppen, sowie Alkylenamino-, Oxaalkylenamino- oder   Azaalkylenaminogruppen,    z. B. Dimethylamino-, Diäthylamino-, Pyrrolidino-, Morpholino- oder Piperazinogruppen, sowie Niederalkoxy- oder Niederalkylmercapto-, z. B. Methoxy- oder Äthoxygruppen, freie oder funktionell abgewandelte Carboxyl-, z. B. Carboniederalkoxy-, Carbamyl- oder Cyangruppen, oder Halogen-, z. B.



  Chlor-, Brom- oder Fluoratome, in Betracht.



   Alicyclische Kohlenwasserstoffreste sind vor allem Cycloalkyl- oder Cycloalkenyl-, z. B. Cyclopentyl-, Cyclohexyl-, Cyclopentenyl- oder Cyclohexenylreste, die z. B. durch Niederalkylreste substituiert sein können. Als alicyclisch-aliphatische Kohlenwasserstoffreste in den genannten Stellungen sind vor allem Cycloalkyl-niederalkyl- oder Cycloalkenyl-niederalkyl-, z. B. Cyclopentylmethylreste, zu nennen.



   Aromatische Kohlenwasserstoffreste sind in erster Linie Phenylrest, die wie unten gezeigt substituiert sein können.



   Als heterocyclisch-aliphatische Reste sind insbesondere Reste von monocyclischen heterocyclischen Alkoholen, wie Thienyl-, Furyl- oder Pyridylcarbinolen, z. B. Thenyl- oder Furfurylalkohol, zu erwähnen.



   Bevorzugte araliphatische Kohlenwasserstoffgruppen sind besonders Phenyl-niederalkyl- oder Phenyl-niederalkenyl-, in erster Linie Benzyl-, sowie Phenäthylgruppen. Als Substituenten von Arylresten in araliphatischen Kohlenwasserstoffgruppen kommen dabei insbesondere Niederalkoxy-, z. B.



  Methoxy-, Äthoxy- oder Propyloxy- oder Methylendioxygruppen, Halogen-, z. B. Chlor- oder Bromatome, Niederalkyl-, z. B. Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Butylreste, oder Trifluormethylreste in Betracht.



   Die verfahrensgemäss erhältlichen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische und biologische Eigenschaften.



  So erhöhen sie die Resistenz tierischer Organismen gegenüber bakteriellen und Virus-Infektionen und steigern die Heilwirkung von Chemotherapeutika, z. B. Sulfonamiden, gegen über Infektionen. Sie können daher allein oder in Kombination mit anderen Heilmitteln, wie Sulfonamiden, zur Prophylaxe bzw. Therapie bei Infektionen verwendet werden. Ferner zeigen sie Antiendotoxin-Wirkung. Sie hemmen den anaphylaktischen Schock, sowie entzündliche Prozesse und können dementsprechend als Medikamente Verwendung finden.



  Die antiinflammatorischen Wirkungen können im Tierversuch, z.   B.    in Anlehnung an den Terpentin-Pleuritis-Test von Spector, J. Path. Bact., Band 72, Seite 367 (1956), z. B. an der Ratte bei intraperitonealer Anwendung in Dosen von etwa 0,1 bis etwa 0,3 g/kg nachgewiesen werden.



   Ferner können die Verbindungen der Formel I als Zwischenprodukte z. B. zur Herstellung von pharmakologisch wirksamen Verbindungen verwendet werden. So kann man sie durch Behandeln mit einem Alkohol der Formel   R1-OH,     worin R1 den organischen Rest eines Alkohols darstellt, in Gegenwart einer Säure in Glucofuranosidverbindungen der Formel
EMI2.1     
 umwandeln, wobei man als Alkohol insbesondere einen Niederalkanol, wie z. B. Methanol, n-Propanol, Isopropanol, n Butanol, Isobutanol oder sek.-Butanol, besonders Äthanol, vorteilhafterweise in wasserfreier Form und als Säure z. B.



  die unten angegebenen Säuren verwendet. Üblicherweise arbeitet man in Gegenwart von etwa 0,05n bis etwa   in,    vorzugsweise etwa 0,1 n bis etwa 0,5n Mineralsäure, wobei man z. B. den verwendeten Alkohol, besonders ein Niederalkanol als Verdünnungsmittel verwendet, und unter Kühlen, vorzugsweise bei Zimmertemperatur oder erhöhter Temperatur (z.B. von etwa 25 bis etwa   1500    C), wenn notwendig, in einem geschlossenen Gefäss und/oder in der Atmosphäre eines Inertgases, wie Stickstoff, umsetzt.



   Besonders wertvoll im Hinblick auf die genannten pharmakologischen bzw. biologischen Wirkungen sind Verbindungen der angegebenen Formel, worin R3,   Rs    und R6 Niederalkyl-, z. B. Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Butylreste, Niederalkenyl-, z. B. Allylreste, oder Cycloalkyl-, z. B. Cyclopentyloder Cyclohexylreste, in erster Linie unsubstituierte oder gegebenenfalls wie oben gezeigt substituierte Benzylreste darstellen, mit der Massgabe, dass die Reste R3,   Rs    und R6 zusammen mindestens 4 Kohlenstoffatome enthalten, wobei jede der Gruppen R3, R5 und R6 in erster Linie für eine unsubstituierte oder substituierte Benzylgruppe steht.



   Aus dieser Gruppe ragt besonders die   3,5,6-tri-O-Benzyl    D-glucofuranose hervor.



   Erfindungsgemäss werden die Glucosefuranosen erhalten, wenn man eine Glucofuranose der Formel
EMI2.2     
 worin X eine gegebenenfalls substituierte Methylengruppe bedeutet, mit einer Säure in wässrigem Medium behandelt und die erhaltene Glucofuranoseverbindung reinigt.



   Die Gruppe X im Ausgangsmaterial der Formel III bedeutet eine unsubstituierte oder monosubstituierte, vorzugsweise eine disubstituierte Methylengruppe. Substituenten sind in erster Linie gegebenenfalls substituierte mono- oder bivalente aliphatische Kohlenwasserstoffreste, vorzugsweise Niederalkyl-, z. B. Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl- oder n-Butyl-, insbesondere Methylreste, sowie Niederalkylenreste mit 4 bis 6 Kettenkohlenstoffatomen, wie 1,4-Butylen- oder 1,5-Pentylenreste. Diese Kohlenwasserstoffreste können gegebenenfalls, z. B. durch Niederalkyl-, Hydroxy- oder Niederalkoxygruppen oder Halogenatome, sowie durch aromatische Gruppen, wie Phenylreste, welche ihrerseits   z.B.    Niederalkyl-, Hydroxy- oder Niederalkoxygruppen oder Halogenatome als Substituenten enthalten können, substituiert sein. Weitere Substituenten der Methylengruppe X können auch z.

  B. gegebenenfalls wie oben angegeben substituierte aromatische Reste, wie Phenylgruppen, oder freie oder funktionell abgewandelte, wie veresterte Carboxylgruppen, z. B. Carboniederalkoxy-, wie Carbomethoxy- oder Carbäthoxygruppen, sein.



   Als Säuren kommen allgemein Lewissäuren, vorzugsweise Mineralsäuren,   z.B.    Schwefelsäure, Halogenwasserstoffsäuren, wie Chlorwasserstoffsäure, als auch organische Säuren, wie organische Carbonsäuren, z. B. Essigsäure, sowie Ameisensäure oder Oxalsäure, oder organische Sulfonsäuren, z. B.



  p-Toluolsulfonsäure, gegebenenfalls Gemische von Säuren, z. B. Eisessig im Gemisch mit Chlorwasserstoffsäure oder p Toluosulfonsäure, sowie Salze, die den Charakter von Lewissäuren haben, in Frage.



   Die obige Reaktion wird vorzugsweise in Anwesenheit eines Verdünnungsmittels, z. B. Essigsäure, wenn notwendig, in einem geschlossenen Gefäss und/oder in der Atmosphäre eines Inertgases, wie Stickstoff, durchgeführt.



   Es hat sich herausgestellt, dass die verfahrensgemäss erhältlichen Glucofuranosen, insbesondere die   3,5 ,6-Tri-O-ben-    zyl-glucofuranose, sich dank ihrer bisher nicht bekannten Kristallisationsfähigkeit auf einfache und nur mit geringen Substanzverlusten verbundene Weise, z. B. durch Kristallisation, reinigen lassen.



   Erhaltene Anomerengemische lassen sich in üblicher Weise, z. B. durch Chromatographie, in die reinen a-   undss-    Anomeren trennen.



   Enthalten die erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen basische oder saure Gruppen, z. B. Amino- oder Carboxylgruppen als Substituenten, so können Salze davon hergestellt werden. Freie Basen lassen sich z. B. in ihre Salze mit Säuren überführen, insbesondere solchen, die nichttoxische, pharmazeutisch verwendbare Salze bilden, wie Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, Perchlorsäure; aliphatische, alicyclische, aromatische oder heterocyclische Carbon- oder Sulfonsäuren, wie Ameisen-, Essig-, Propion-, Oxal-, Bernstein-, Gykol-, Milch-, Äpfel-, Wein-, Zitronen-, Ascorbin-, Oxymalein-, Dioxymalein- oder Brenztraubensäuren; Phenylessig-, Benzoe-, p-Aminobenzoe-, Anthranil-, p-Oxybenzoe-, Salicyloder p-Aminosalicylsäure; Methansulfon-, Äthansulfon-, Oxyäthansulfon-, Äthylensulfonsäure, Toluolsulfon-, Naphthalinsulfonsäuren oder Sulfanilsäure.

  Freie Säuren lassen sich z. B. in Metallsalze, wie Alkali- oder Erdalkali- oder Ammoniumsalze umwandeln. Die Salze lassen sich in üblicher Weise in die freien Verbindungen überführen.



   Die Erfindung umfasst auch jene Ausführungsformen des Verfahrens, bei denen man die Ausgangsstoffe in Form eines unter den Reaktionsbedingungen gebildeten rohen Reaktionsgemisches oder in Form von Derivaten einsetzt.

 

   Die Ausgangsstoffe sind bekannt und können in an sich bekannter Weise hergestellt werden.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen oder ihre Salze können als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden, welche sie zusammen mit einem für die enterale, parenterale oder topicale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägermaterial enthalten.



  Für die Bildung desselben kommen die üblichen, mit den Verbindungen nicht reagierenden Trägerstoffe in Frage; die pharmazeutischen Präparate können in fester Form, z. B. als Kapseln oder Dragees, oder in flüssiger Form, z. B. als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen, vorliegen. Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe,  wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. Die Präparate werden nach üblichen Methoden gewonnen.



   Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen näher beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
Eine Suspension von 9,8 g 1,2-O-Isopropyliden-3,5,6-tri O-benzyl-a-D-glucofuranose in einem Gemisch von 65 ml Eisessig und 35 ml in wässriger Schwefelsäure wird unter intensivem Rühren und in einer Stickstoffatmosphäre während 30 Minuten bei einer Innentemperatur von   80"    erwärmt. Die hellgelbe, klare Reaktionslösung wird auf   10       gekühlt, mit    40 ml einer 2n wässrigen Natriumhydroxydlösung auf pH 2-3 gestellt und anschliessend unter vermindertem Druck bei einer Badtemperatur von   35     eingedampft. Das Konzentrat wird in 100 ml Chloroform gelöst, mit einer in wässrigen Kaliumhydrogencarbonatlösung und mit Wasser neutral gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet.

  Die Chloroformlösung wird unter vermindertem Druck eingedampft und der Rückstand durch Erwärmen (Badtemperatur:   40 )    am Hochvakuum während einer Stunde vom restlichen Lösungsmittel vollständig befreit. Der ölige Rückstand wird in 40 ml Essigsäureäthylester gelöst und durch portionenweise Zugabe von 480 ml Hexan kristallisiert; die so erhaltene farblose 3,5,6 Tri-O-benzyl-D-glucofuranose schmilzt bei   68-70 .   



   Beispiel 2
Eine Suspension von 10 g 1,2-O-Isopropyliden-3,5,6-tri O-benzyl-a-D-glucofuranose in 100 ml 50%iger wässriger Ameisensäure wird während 6 Stunden bei   70"    gerührt und dann mit Toluol extrahiert. Die organische Phase wird mit einer gesättigten wässrigen Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und durch Zugabe von Toluol auf ein Volumen von 100 ml gebracht. Nach dem Verdünnen mit 100 ml Petroläther (Kp.   60-90 )    wird mit 0,3 g Aktivkohle behandelt und das Gemisch während einigen Minuten am Rückfluss gekocht und heiss filtriert. Nach dem Abkühlen auf 300 wird das Filtrat unter Rühren durch portionenweise Zugabe von total 500 ml Petroläther verdünnt.

  Die 3,5,6-Tri-O-benzyl D-glucofuranose fällt in Form von farblosen, feinen Nadeln aus, wobei man nach beendeter Zugabe noch während einigen
Stunden bei   0     stehenlässt; F.   64-66 .   



   Bei Verwendung von   70 %iger    wässriger Ameisensäure kann die Konzentration der 1,2-O-Isopropyliden-3,5,6-tri-Obenzyl-a-D-glucofuranose auf das Dreifache erhöht werden.



   Beispiel 3
Ein Gemisch von 1000 ml   50%iger    Essigsäure, 25 ml   Phos    phorsäure (D = 1,71) und 10 g 1,2-O-Isopropyliden-3,5,6-tri O-benzyl-a-D-glucofuranose wird während 6 Stunden bei   70"    gerührt; dann wird unter Kühlen (Innentemperatur unter   25 )    die Phosphorsäure mit der berechneten Menge   10n    wässrigem Natriumhydroxyd neutralisiert und das Gemisch bei   50     und unter vermindertem Druck möglichst vollständig eingeengt. Nach dem Verdünnen mit Wasser auf das Originalvolumen und erneutem Eindampfen ist die überschüssige Essigsäure weitgehend entfernt; der Rückstand wird mit Toluol extrahiert.

  Die organische Phase wird wie im Beispiel 2 beschrieben aufgearbeitet; die so erhältliche 3,5,6-Tri-O-benzyl-D-glucofuranose schmilzt bei   65"    (unkorrigiert).



   Beispiel 4
Eine Lösung von 10 g Oxalsäuredihydrat in 100 ml 50%iger wässriger Essigsäure, unter Erwärmen hergestellt, wird mit 0,24 ml Phosphorsäure (D = 1,71), dann mit 1 g 1,2-0   Isopropyliden-3,5,6-tri-O-benzyl-a-glucofuranose    versetzt und während 3 1/2 Stunden bei   70"    erwärmt. Die Oxalsäure und die Phosphorsäure werden mit der berechneten Menge 5n wässrigem Natriumhydroxyd neutralisiert, und das Gemisch wird bei   50     unter vermindertem Druck möglichst weitgehend eingedampft, wobei man unter jeweiliger Zugabe von Wasser das Eindampfen mehrmals wiederholt. Das Konzentrat wird in genügend Wasser aufgenommen und mit Toluol extrahiert; der organische Extrakt wird wie im Beispiel 2 beschrieben zur 3,5,6-Tri-O-benzyl-D-glucofuranose aufgear   gleitet.   



   Beispiel 5
Eine Suspension von 5 g   i,2-O-Isopropyliden-3-O-n-pro-      pyl-5,6 -di-0-(4 -chlorb enzyl) -a -D-glucofuranose    in einem Gemisch von 35 ml Eisessig und 17,5 ml in wässriger Schwefelsäure wird unter intensivem Rühren und in einer Stickstoffatmosphäre während 30 Minuten bei einer Innentemperatur von   80"    erwärmt. Das Reaktionsgemisch wird auf   10     gekühlt, mit 2n wässriger Natriumhydroxydlösung auf pH 2-3 gestellt und anschliessend bei einer Badtemperatur von   35     eingedampft. Das Konzentrat wird mit Äther extrahiert, die organische Phase mit einer gesättigten wässrigen Natriumhydrogencarbonatlösung und mit Wasser neutral gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft.

  Der Rückstand entspricht der   3 -O-n-Propyl-5,6-di-O-(4-chlor-    benzyl)-D-glucofuranose der Formel
EMI3.1     
 die im Dünnschichtchromatogramm (Silicagel) im System Chloroform : Essigsäureäthylester (85   15)    einen Rf-Wert von 0,12 aufweist und nach Umkristallisieren aus einem 1: 3 Gemisch von Toluol und Hexan und Kühlen   bei -17"    bei   60     schmilzt.

 

   Das verwendete Ausgangsmaterial kann folgendermassen hergestellt werden:
Eine Lösung von 32 g 1,2-O-Isopropyliden-3-O-n-propyla-D-glucofuranose in 100 ml absolutem Dioxan wird mit 87,5 g pulverisiertem Kaliumhydroxyd versetzt. Unter Rühren tropft man während 30 Minuten 131 g 4-Chlorbenzylchlorid in 50 ml absolutem Dioxan zu und lässt 5 Stunden bei 800 reagieren. Das überschüssige   4-Chlorb enzylchlorid    wird mit Wasserdampf abdestilliert, und nach dem Abkühlen ex  trahiert man mit Chloroform. Die Chloroformlösung wird mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft.

  Der Rückstand wird destilliert, wobei man die 1,2-O-Isopropyliden-3-O-n-propyl   5,6-di-O-(4-chlorbenzyl)-a-D-glucofuranose    als schwach gelbes Öl bei   230 /0,015    mm Hg erhält; [a]D20   = -220    + 10 (c = 1 in Chloroform).



   Beispiel 6
Eine Suspension von 9,8 g   1,2-O-Isopropyliden-3-0-(4-      chlorbenzyl)-5,6-di-0-benzyl-a-D-glucofuranose    in einem Gemisch von 70 ml Eisessig und 35 ml in wässriger Schwefel säure wird unter intensivem Rühren und in einer Stickstoffatmosphäre während 30 Minuten bei einer Innentemperatur von   80"    erwärmt. Das Reaktionsgemisch wird auf   10     gekühlt, mit 2n wässriger Natriumhydroxydlösung auf pH 2-3 gestellt und anschliessend bei einer Badtemperatur von   35"    unter vermindertem Druck eingedampft. Das Konzentrat wird mit Äther extrahiert, die organische Phase mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft.



  Die als Rückstand erhaltene   3-0-(4-Chlorbenzyl)-5,6-di-    O-benzyl-D-glucofuranose der Formel
EMI4.1     
 kann aus einem Gemisch von Äther und Petroläther kristallisiert werden,   F. 76-79";      [a]D20      = - 39"      +      1"    (c = 1 in Chloro   form).   



   Das verwendete Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt werden:
Eine Lösung von 520 g   1,2;5,6-Bis-O-isopropyliden-a-D-    glucofuranose in 2500 ml absolutem Dioxan wird mit 1610 g 4-Chlorbenzylchlorid versetzt. Innerhalb einer Stunde gibt man bei   50     und unter energischem Rühren 620 g pulverisiertes Kaliumhydroxyd in 4 Portionen zu; das Reaktionsgemisch wird während 2 Stunden bei   80-90"    gehalten, das überschüssige 4-Chlorbenzylchlorid mit Wasserdampf abdestilliert und der Rückstand nach dem Abkühlen mit Chloroform extrahiert. Die organische Lösung wird über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck verdampft.



  Der Rückstand wird destilliert, wobei man die   1,2;5,6-Bis-G-    isopropyliden-3-O-(4-chlorbenzyl)-a-D-gucofuranose als schwach gelbes Öl bei   150-152 /0,15    mm Hg erhält;   [a]D20 =¯27  + (c = 1 in Chloroform).   



   Eine Lösung von 614 g 1,2;5,6-Bis-O-isopropyliden-3-O (4-chlorbenzyl)-a-D-glucofuranose in 1685 ml Eisessig und 945 ml Wasser wird während 6 Stunden bei   35     Innentemperatur verrührt, unter vermindertem Druck auf etwa die Hälfte des Volumens eingeengt und in der Kälte mit   10n    wässrigem Natriumhydroxyd neutralisiert, dann mit Chloroform extrahiert. Der organische Extrakt wird mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft; der Rückstand wird unter Hochvakuum bei   60     bis zur Gewichtskonstanz entgast.



   Eine Lösung der so erhaltenen rohen 1,2-O-Isopropyl   iden-3 -O-(4-chlorbenzyl)-a-D-glucofuranose    in 200 ml absolutem Dioxan wird mit 70,3 g pulverisiertem   Raliumhy-    droxyd versetzt und unter Rühren innerhalb von 30 Minuten mit 132 g Benzylchlorid behandelt. Das Reaktionsgemisch wird während 5 Stunden bei   80"    gehalten, das überschüssige Benzylchlorid mit Wasserdampf destilliert und der Rückstand nach dem Abkühlen mit Chloroform extrahiert. Der organische Extrakt wird mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft.



  Der Rückstand wird im Hochvakuum bei   100"    während 4 Stunden entgast und ergibt die rohe 1,2-O-Isopropyliden   3 -O-(4-chlorbenzyl)-5,6-di-O-benzyl-a-D-glucofuranose;    [a]D20   = - 45C    +   1"    (c = 1 in Chloroform), die durch Destillieren, Kp.   250-260"/0,01    mm Hg, in einer Kurzwegdestillationsapparatur gereinigt werden kann.



   Beispiel 7
Eine Lösung von 9,8 g 1,2-O-Isopropyliden-3,5,6-tri-O   benzyl-o-D-glucofuranose    in 90 ml Äthanol wird mit 10 ml   10n    Salzsäure versetzt und während einer Stunde unter einer Stickstoffatmosphäre bei   70"    Innentemperatur kräftig gerührt. Die hellgelbe Lösung wird auf   10     abgekühlt, mit einer 2n wässrigen Kaliumhydroxydlösung auf pH 6-7 gestellt und unter vermindertem Druck bei einer Badtemperatur von   35     eingedampft. Der Rückstand enthält das Äthyl-3,5,6-tri O-benzyl-D-glucofuranosid; er wird in 100 ml 50 %iger wässriger Essigsäure suspendiert und unter einer Stickstoffatmosphäre während 8 Stunden bei   70"    Innentemperatur gerührt.

 

  Die hellgelbe Suspension wird auf   30     abgekühlt und dann unter vermindertem Druck bei einer Badtemperatur von   35"    vollständig eingedampft. Der als leichtflüssiger Sirup erhaltene Rückstand wird in 1200 ml Toluol gelöst, mit gesättigter wässriger Natriumhydrogencarbonatlösung und mit Wasser neutral gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet.



  Beim portionenweise Zugeben von 4200 ml Hexan scheidet sich die 3,5,6-Tri-O-benzyl-D-glucofuranose ab; sie schmilzt bei   67-70     und ist laut Dünnschichtchromatogramm auf Silikagel einheitlich. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen der Formel EMI4.2 worin jeder der Reste R3, R5 und R6 einen nach Abspaltung einer alkoholischen OH-Gruppe verbleibenden organischen Rest eines Alkohols bedeutet, und zusammen mindestens 4 Kohlenstoffatome aufweisen, in reiner Form, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Glucofuranose der Formel EMI5.1 worin X eine gegebenenfalls substituierte Methylengruppe bedeutet, mit einer Säure in wässrigem Medium behandelt und die erhaltene Glucofuranose der Formel I reinigt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einer Lewissäure behandelt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einer Mineralsäure behandelt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einer Halogenwasserstoffsäure behandelt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Schwefelsäure behandelt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einer organischen Carbonsäure behandelt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Essigsäure behandelt.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einer organischen Sulfonsäure behandelt.
    8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Ausgangsmaterial der Form III verwendet, worin X die Isopropylidengruppe darstellt.
    9. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass man die 3,5,6 Tri-O-benzyl-D-glucofuranose herstellt.
CH637070A 1967-11-28 1967-11-28 Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen CH527145A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH637070A CH527145A (de) 1967-11-28 1967-11-28 Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1676067A CH497361A (de) 1967-11-28 1967-11-28 Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosiden
CH637070A CH527145A (de) 1967-11-28 1967-11-28 Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH527145A true CH527145A (de) 1972-08-31

Family

ID=4419980

Family Applications (4)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH637170A CH518896A (de) 1967-11-28 1967-11-28 Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen
CH89270A CH497362A (de) 1967-11-28 1967-11-28 Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosiden
CH637070A CH527145A (de) 1967-11-28 1967-11-28 Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen
CH1676067A CH497361A (de) 1967-09-11 1967-11-28 Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosiden

Family Applications Before (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH637170A CH518896A (de) 1967-11-28 1967-11-28 Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen
CH89270A CH497362A (de) 1967-11-28 1967-11-28 Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosiden

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1676067A CH497361A (de) 1967-09-11 1967-11-28 Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosiden

Country Status (2)

Country Link
BR (1) BR6804400D0 (de)
CH (4) CH518896A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
CH497361A (de) 1970-10-15
BR6804400D0 (pt) 1973-04-24
CH518896A (de) 1972-02-15
CH497362A (de) 1970-10-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69627042T2 (de) Isocumarinderivate und deren verwendung in medikamenten
DE2934747C2 (de)
CH651568A5 (de) Hydantoinderivate, ein verfahren zu deren herstellung sowie verwendung derselben in pharmazeutischen praeparaten.
CH621800A5 (de)
DE2751301A1 (de) Glucofuranose-derivate, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneimittel
DE2914493A1 (de) Pharmazeutisches praeparat mit einem para-aminobenzoesaeurederivat als wirkstoff
DE2167180C3 (de) Methyl-7-desoxy-7(S)-methoxy-α-thiolincosaminid und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2602314C3 (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Diosmin
DE2253914C3 (de) Chromon-3-acrylsaeuren, verfahren zu ihrer herstellung sowie diese verbindung enthaltende arzneimittel
CH527145A (de) Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosen
CH419113A (de) Verfahren zur Herstellung von D-Homo-androstan-18-säuren
DE2502504B2 (de) Phenothiazinderivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende pharmazeutische Zusammensetzungen
EP0313935A2 (de) Enolether von 6-Chlor-4-hydroxy-2-methyl-N-(2-pyridyl)-2H-thieno(2,3-e)-1,2-thiazin-3-carbonsäureamid-1,1-dioxid, ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung
DE1793338A1 (de) Glucofuranoseverbindungen,Verfahren zu ihrer Herstellung und pharmazeutische Praeparate,gekennzeichnet durch einen Gehalt dieser Glucofuranoseverbindungen
DE2827932A1 (de) Biphenylsulfonyliminoverbindungen
DE2617592B2 (de) 2- eckige klammer auf 4-(3-oxo- oder hydroxy-alkyl)-phenyl eckige klammer zu -alkansaeuren und deren nicht toxische salze, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende pharmazeutische zusammensetzungen
AT215993B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 4-Oxo-2-(halogenalkyl)-2,3-dihydro-[benzo-1,3-oxazinen]
AT217994B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten von Polyhydroxyalkoholen
DE1668199B2 (de) Benzolsulfonyl-3-(2-hydroxycyclohexyl)harnstoffe
AT203629B (de) Verfahren zur Herstellung von biologisch aktiven Verbindungen aus Oleaceen
AT371441B (de) Verfahren zur herstellung von neuen n-substituierten moranolinderivaten und deren saeureadditionssalzen
DE1936695C3 (de) 2-n-PropyI-5-thiazolcarbonsäure, ihre Salze und Ester, Verfahren zu deren Herstellung sowie therapeutische Zusammensetzungen
AT252912B (de) Verfahren zur Herstellung der 3-Methylflavon-8-carbonsäure und deren Estern
AT261109B (de) Verfahren zur Gewinnung von therapeutisch wirksamen Verbindungen aus Valerianaceae
DE2329815C3 (de) Pharmazeutisches Mittel zur Behandlung von Atherosklerose, Thrombose und Hämorrhagie

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased