Die Erfindung bezieht sich auf einen Beutel, der aus einem flachgedrückten Schlauch aus Kunststoff besteht, bei dem sich zwei durch Flachdrückung des Schlauchs entstandene Faltkanten im Abstande von den jeweiligen Seitenkanten des Beutels befinden und an dem eine Perforationslinie entlang einer oberen Randkante und im Abstand zu ihr angebracht ist, wobei diese Perforationslinie im Abstand zur einen Seitenkante beginnt und sich, zumindest bis zur angrenzenden Faltkante, nach innen erstreckt.
An Beuteln dieser Art werden eine oder mehrere solche Perforationslinien angeordnet, um einen Streifen vom Beutel abtrennen zu können, der an seinen Enden mit dem Beutel zusammenhängt und zum Verschluss des Beutels benutzt wird, nachdem man diesen gefüllt hat, oder am Beutel sind Schlitze angebracht, die zum Durchzug dieses Verknüpfungsstreifens dienen.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass es ziemlich schwer ist, den Beutel entlang einer Perforationsliuie aufzureissen, die nicht bis zu den Seitenkanten des Beutels reicht, und um diesem Übelstand abzuhelfen, ist ein Beutel der einleitend beschriebenen Art dadurch gekennzeichnet, dass an dem inneren Ende der Perforationslinie entweder sich zwei divergierende durchgehende Schnitt- oder weitere Perforationslinien anschliessen, wobei sich der Schnittpunkt der Linien auf der den angrenzenden Seitenkanten zugekehrten Seite der Faltkante befindet und wobei die Schnitt- oder weiteren Perforationslinien über die Faltkante 14 verlaufen, oder sich ein Loch befindet, das durch die Faltkante hindurch geht.
Laut einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung hat der Beutel eine angebrachte Perforationslinie an jeder Seitenkante, wobei jede Perforationslinie am zur Seitenkante nächsten Ende eine hauptsächlich halbkreisförmige, aufwärtsgehende Umbiegung aufweist, so dass man durch Aufriss des Kunststoffbeutels entlang diesen Perforationslinien zwei Grifföffnungen erhält, die je an den Wandteilen des Beutels liegen, die bei Flachdrükkung des Kunststoffschlauchs die erwähnten Faltungskanten bilden. An jeder der beiden anderen gegenüberliegenden Wandteile des Beutels erhält man schlitzför- mige Öffnungen, die zur Aufhängung des Beutels mit offenem Beutelrand benutzt werden können.
Zur Verdeutlichung der Erfindung wird ein Ausführungsbeispiel derselben nachstehend unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben, von denen Fig. 1 eine Seitensicht eines Beutelbandes zur Herstellung eines Beutels gemäss der Erfindung darstellt, Fig. 2 das Beutelband mit dem obersten Beutel ausgespannt wiedergibt, Fig. 3 ein fragmentarisches Perspektivbild des Randendes eines einzelnen Beutels des Beutelbandes zeigt und Fig. 4 bis 6 fraginentarische Seitensichte des Randendes eines Beutels gemäss der Erfindung in drei verschiedenen Ausführungen und grösserem Massstabe wiedergibt.
Das in Fig. 1 gezeigte Beutelband besteht aus einem flachgedrückten Tubus oder Schlauch 10 aus Kunststoff, beispielsweise PVC-Folie (Polyvinylchlorid-Folie). Die Flachdrückung erfolgte durch Seitenfaltung in der in Fig. 3 wiedergegebenen Weise, wobei die Seitenfaltung an jeder Seite aus einer V-förmigen Seitenfalte 11 mit zwei Falten besteht, die die Seitenkanten 12 und 13 des Beutelbandes bilden, und einer Faltkante 14, die sich im Abstande zu den von den Falten des Beutels gebildeten Seitenkanten 12 und 13 befindet und parallel zu diesen verläuft. Nach Flachdrückung des Kunststoffschlauchs unter Zustandebringung der V-förmigen Seitenfalte ist der Schlauch an Schweisslinien 15 entlang zum Boden Berschluss der einzelnen Beutel des Beutelbandes geschweisst worden.
Hierbei ist in der Seitenfalte 11 eine Verschweissung von vier Kunststoffschichten bewirkt worden, an den übrigen Beutelteilen aber nur von zweien. Zur Abtrennung der einzelnen Beutel vom Beu telband verläuft eine Perforationslinie 16 parallel zu jeder Sciiweisslinie 15 an der Unterseite des hierdurch zustandegebrachten Bodenverschlusses. Diese Perforationslinie erstreckt sich, wie ersichtlich, über die ganze Breite des Beutelbandes und durch sämtliche Kunststoffschichten hindurch, d.h. maximal vier Kunststoffschichten in der Seitenfalte.
Bei jeder oberen Randkante des Beutels (oder der von der Perforationslinie 16 markierten Randkante) sind zwei Perforationslinien 17 angeordnet, von denen jede hauptsächlich parallel zur Randkante verläuft und am der Seitenkante 12 bzw. 13 am nächsten liegenden Ende eine hauptsächlich halbkreisförmige aufwärtsgehende Umbiegung 18 aufweist. Am inneren Ende der Perforationslinie 17 schliessen zwei schrägliegende, gerade Schnittlinien (durchgehende Schnittlinien oder weitere Perforationslinien) 19 und 20 an, wobei die Schnittlinie 19 mit der Perforationslinie 17 fluchtet und eine Verlängerung dieser Perforationslinie bilden kann.
Die Schnittlinie 20 schliesst sich der Perforationslinie 17 an einem Punkt an, der sich an der Seite der Faltlinie 14 befindet, der am nächsten zur angrenzenden Seitenkante 12 bzw. 13 liegt, und die Schnittlinien divergieren von diesem Punkte, indem sie über die Faltkante 14 verlaufen. Wenn die Perforationslinie 17 und die beiden Schnittlinien 19 und 20 in dem flachgedrückten Schlauch zustandegebracht werden, so dass sie durch sämtliche infolge der Seitenfaltung aufeinander liegende Plastschichten gehen, entstehen durch jede Perforationslinie 17 mit zugehörigen Schnittlinien 19 und 20 bei Aufspannung oder Aufwicklung des Beutels vier Perforationslinien 17a, 17b, 17c, 17d, eine in jeder der vier Kunststoffschichten der Seitenfaltung, wie aus Fig. 2 und 3 hervorgeht.
Hierbei befinden sich die beiden Perforationslinien 17b und 17c in Linie miteinander, sind jedoch durch eine dreieckige Öffnung 21 unterbrochen, die durch die beiden Schnittlinien 19 und 20 zustandegebracht ist, während sich die Perforationslinien 17a und 17d an ein dreieckiges Läppchen 22 anschliessen, das ebenfalls durch die beiden Schnittlinien 19 und 20 entstanden ist.
Die Öffnung 21 und das Läppchen 22 ermöglichen, dass ein Finger in die Kunststoffwand eingesteckt werden kann, um diese entlang den jeweiligen Perforationslinien aufzureissen. Hierbei werden von den Perforationslinien 17b und 17c zwei Schlitze gebildet, die je an zwei gegenüberliegenden Seitenwänden des Beutels liegen, nämlich den beiden Seitenwänden, die die Falte 11 bilden, und diese Schlitze können als Handgriff des Beutels dienen. Die übrigen Perforationslinien 17a und 17d ergeben zwei Schlitze an jeder der beiden anderen gegen überliegenden Seitenwände, und diese Schlitze können zur Aufspannung des Beutels mit offenem Beutelrand dienen, d.h. in der in Fig. 2 wiedergegebenen Lage des Beutels, indem die durch die Perforationslinien 17a und 17d erhaltenen Schlitze auf Haken oder Knöpfe gehängt werden.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 4 ist die Erfindung bei demselben Beutel, wie dem in Fig. 1 und 3 dargestellten, zur Anwendung gekommen, wobei jedoch die Perforationslinie 17 als gerade Linie geformt ist, d.h.
keine Aufbiegung 18 hat. In diesem Falle erleichtern die beiden Schnittlinien 19 und 20 die Abtrennung von der Beutelwand an der Perforationslinie entlang in gleicher Weise wie bereits beschrieben, aber statt dass die durch die Perforationslinien 17b und 17c erhaltenen Schlitze einen Handgriff bilden, dienen sie zur Abtrennung eines Streifens vom Beutel, der an seinen Enden mit dem Beutel zusammenhängt und als Verschluss oder zur Verknüpfung des Beutels dienen kann. Die Schlitze, die bei der Ausführung gemäss Fig. 4 durch die Perforationslinien 17a und 17d zustandegekommen sind, können in der in Fig. 2 dargestellten Weise oder zum Durchzug des vom Beutel abgetrennten Verschluss- oder Verknüpfungsstreifens benutzt werden.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 4 kann statt der divergierenden Schnittlinien 19, 20 eine halbkreisförmige Schnittlinie (durchgehende Schnittlinie oder Perforationslinie) 23 angeordnet sein, wie in Fig. 5 gezeigt wird, oder ein gestanztes, kreisförmiges Loch 24, wie in Fig. 6 dargestellt. Um das Kunststoffmaterial bei Abtrennung entlang der Perforationslinie 17 nicht zwischen dem Ende dieser Perforationslinie und der angrenzenden Seitenkante 12, 13 aufreissen zu können, kann die Perforationslinie mit einem abwärts gebogenen Abschnitt 17' enden, wie in Fig. 5 gezeigt, oder mit einem kleinen gestanzten Loch 25, wie in Fig. 6 dargestellt.
Selbstverständlich können die Perforationslinien für jeden beliebigen Zweck an flachgedrückten Beuteln jeder beliebigen Art zur Anwendung kommen. Somit sind sie nicht nur für die verhältnismässig kleinen Abfallbeutel, die im Haushalt benutzt werden, anwendbar, sondern auch für grössere Beutel, nämlich sogenannte Müllsäcke, und auch für Beutel, die als Tragtaschen benutzt werden sollen.