CH547281A - Verfahren zur herstellung neuer oxindole. - Google Patents

Verfahren zur herstellung neuer oxindole.

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CH547281A
CH547281A CH925171A CH547281DA CH547281A CH 547281 A CH547281 A CH 547281A CH 925171 A CH925171 A CH 925171A CH 547281D A CH547281D A CH 547281DA CH 547281 A CH547281 A CH 547281A
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oxindole
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tert
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CH925171A
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/04Indoles; Hydrogenated indoles
    • C07D209/30Indoles; Hydrogenated indoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to carbon atoms of the hetero ring
    • C07D209/32Oxygen atoms
    • C07D209/34Oxygen atoms in position 2

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



   Die Erfindung hat ein Verfahren zur Herstellung neuer Oxindole der Formel I, worin R1 einen in a-Stellung verzweigten niederen Alkylrest von 3 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet und R2 für einen Alkylrest von 1 bis 17 Kohlenstoffatomen steht, und ihrer Säureadditionssalze, wie auch die Verbindungen der Formel I und ihre Säureadditionssalze zum Gegenstand.



   Der Alkylrest R2 kann gradkettig oder verzweigt sein und ist, wenn verzweigt, vorzugsweise am   a-Kohlenstoffatom    verzweigt.



   R2 steht insbesondere für einen Alkylrest von 1 bis 12 und enthält vorzugsweise 3 bis 6 Kohlenstoffatome. Besonders bevorzugt sind die Verbindungen der Formel I, worin R2 die tert. Butylgruppe bedeutet.



   Erfindungsgemäss gelangt man zu den neuen   Verbindun-    gen der Formel I und ihren Säureadditionssalzen, indem man Verbindungen der Formel II, worin R1 obige Bedeutung besitzt, unter Einführung des Restes R2CO acyliert und die erhaltenen Verbindungen der Formel I als freie Basen oder als   Säureadditionsalze    gewinnt.



   Aus den freien Basen lassen sich in bekannter Weise Säu   readditionssalze    herstellen und umgekehrt.



   Praktisch geht man z. B. so vor, dass man zur Herstellung der Verbindungen der Formel I Verbindungen der Formel   II    mit überschüssiger Säure R2COOH, worin R2 obige Bedeutung besitzt, versetzt und zu dem so erhaltenen   Reaktionsge-    misch einen Überschuss des entsprechenden Anhydrids zugibt.



   Gewünschtenfalls kann in einem inerten organischen Lö   sungsmittel,    z. B. Hexametapol, einem chlorierten aliphati   schen    Kohlenwasserstoff wie Chloroform, einem cyclischen oder offenkettigen Äther wie Dioxan usw. gearbeitet werden.



   Die Reaktionstemperatur kann zwischen Raumtemperatur und etwa 1000 variieren. Die Reaktionsdauer ist von der Reaktionstemperatur abhängig.



   Das Reaktionsgemisch kann, nach mehreren Stunden rühren, aufgearbeitet werden, indem man es auf Eis giesst, mit Lauge oder Ammoniak alkalisch stellt und mit einem mit Wasser nicht mischbaren, unter den herrschenden Bedingungen inerten organischen Lösungsmittel, z. B. Essigester, einem cyclischen oder offenkettigen Äther wie Diäthyläther, einem chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoff wie Methylenchlorid usw., ausschütteln.



   Die Aufarbeitungsstufe soll selbstverständlich schonend erfolgen, da sonst auch die Estergruppe wieder gespalten würde.



   Der Zusatz von R2COOH kann entfallen, wenn die Verbindungen der Formel II in Form eines Salzes mit einer geeigneten Mineralsäure, z. B. Chlorwasserstoffsäure, eingesetzt werden. Durch die Protonierung der Aminogruppe der Ami   nopropoxy-Seitenkette    wird die Gefahr einer N-Acylierung ausgeschlossen, die Protonierung ist aber nicht unerlässlich, insbesondere nicht, falls R1 mit einem tert. Kohlenstoffatom am Stickstoffatom gebunden ist. Arbeitet man in Gegenwart von z. B. Chlorwasserstoff, so kristallisieren die Verbindungen der Formel I als Hydrochlorid aus und es kann eine Aufarbeitung des Reaktionsgemisches unterbleiben.



   Die Acylierung kann selbstverständlich auch mit Hilfe von Säurehalogeniden erfolgen. In diesem Fall arbeitet man vorteilhafter bei Raum- bzw. leicht erhöhter Temperatur.



   Die Verbindungen der Formel II sind neu. Sie können z. B. durch Umsetzung von 4-(2,3-Epoxypropoxy) oxindol mit Verbindungen der Formel III, worin R1 obige Bedeutung besitzt, hergestellt werden.



   Die Umsetzung von 4-(2,3-Epoxypropoxy) oxindol mit Aminen der Formel III kann beispielsweise in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel, z. B. in einem aromatischen Kohlenwasserstoff wie Benzol, Toluol, Xylol, in einem cyclischen Äther wie Dioxan, Tetrahydrofuran, in Amylalkohol durchgeführt werden.



   Die Reaktionstemperatur kann zwischen 20 und 1500 liegen; im allgemeinen arbeitet man vorzugsweise bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches am Rückfluss. Die Reaktionsdauer ist von der Reaktionstemperatur abhängig.



   4-(2,3-Epoxypropoxy) oxindol erhält man z. B. durch Umsetzung des Natriumsalzes des 4-Hydroxy-oxindoles mit Epibromhydrin in Dimethylsulfoxyd als Lösungsmittel. Nach Beendigung der Reaktion giesst man in Wasser und extrahiert mit Essigester. Die Essigesterextrakte werden bis zur   Kristalli-    sation des Epoxypropoxy-oxindols eingeengt.



   Soweit die Herstellung der Ausgangsverbindungen nicht beschrieben ist, sind diese bekannt, oder analog zu an sich bekannten Verfahren herstellbar.



   Die neuen Verbindungen der Formel I und ihre pharmakologisch verträglichen Säureadditionssalze besitzen bei geringer Toxizität interessante pharmakodynamische Eigenschaften und können daher als Heilmittel verwendet werden.



   Die neuen Substanzen zeigen am spontanschlagenden, isolierten Meerschweinchenvorhof eine Hemmung der positivinotropen Adrenalinwirkung und führen am narkotisierten Ganztier (Katze, Hund) zu einer starken langanhaltenden Hemmung der durch Isoproterenol   tl-(3,4-Dihydroxyphenyl)-      2-isopropylamino-äthanol]    bedingten Tachycardie und Blutdrucksenkung. Die Verbindungen besitzen demnach eine langanhaltende   Blockerwirkung    auf die adrenergen ss-Rezeptoren und können daher zur Prophylaxe und Therapie von Koronarerkrankungen, insbesondere von Angina Pectoris, Verwendung finden.



   Aufgrund ihrer antiarrhythmischen Wirkungen sind die Verbindungen ausserdem zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen geeignet.



   Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach Art der verwendeten Substanz, der Administration und des zu behandelnden Zustandes.



   Als Heilmittel können die Verbindungen der Formel I bzw. ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze allein oder in geeigneter Arzneiform mit pharmakologisch indifferenten Hilfsstoffen verabreicht werden.



   In den nachfolgenden Beispielen, welche die Erfindung näher lerläutern, ihren Umfang jedoch in keiner Weise einschränken sollen, erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden und sind unkorrigiert.
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   Beispiel 1:
4-(3-tert. Butylamino-2-pivaloyloxypropoxy)oxindol 2,3 g 4-(3-tert.   Butylamino-2-hydroxypropoxy)oxindol    werden mit 15 g Pivalinsäure und 1,7 g Pivalinsäureanhydrid über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Man giesst auf Eis und stellt mit 100/oiger wässriger Ammoniaklösung alkalisch, extrahiert mit Äther, trocknet mit Extrakte über   Magnesiumsul-    fat und verdampft unter vermindertem Druck das Lösungsmittel. Die erhaltene Titelverbindung wird in ihr Oxalat über führt und aus Äthanol/Essigester kristallisiert, Smp. 230 bis 2320. Hydrogenoxalat, Smp. 1160 (Zersetzung) aus   äthanols    Essigester.



   Das als Ausgangsmaterial benötigte 4-(3-tert. Butylamino   2¯hydroxypropoxy)oxindol    wurde wie folgt erhalten:
273 g 4-Hydroxyoxindol, 1300 ml Dimethylsulfoxyd und 55,8 g   800/eigens    Natriumhydrid werden   1t/2    Stunden auf 600 erwärmt, dann eine Lösung von 376 g Epibromhydrin in 500 ml Dimethylsulfoxyd bei Raumtemperatur zugetropft und 16 Stunden gerührt. Man giesst in Wasser, extrahiert mit Essig ester und engt bis zur Kristallisation die Essigesterextrakte ein. Smp.   175-1770.   



   2,0 g des so erhaltenen 4-(2,3-Epoxypropoxy)oxindol werden mit 6 ml tert. Butylamin und 50 ml Dioxan 18 Stunden zum Sieden erhitzt. Man filtriert unter Zusatz von etwas Aktivkohle und lässt kristallisieren. 4-(3-tert.   Butylamino-2-hy-    droxypropoxy)oxindol schmilzt bei   197-1980.   

 

   Beispiel 2:    4- (3-tert.    Butylamino-2-nonoyloxypropoxy) oxindol
Zu einer Lösung von 1 g 4-(3-tert.   Butylamino-2-hydroxy-    propoxy)oxindol in 20 ml Chloroform und 10 ml Pyridin gibt man unter Rühren 1 g Caprinsäurechlorid und lässt 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Man verdampft unter vermindertem Druck zur Trockne, versetzt mit Eis und stellt mit   10 /Oiger    wässriger Ammoniaklösung alkalisch, extrahiert mit verdampft unter vermindertem Druck zur Trockne. Die rohe Titelverbindung wird anschliessend in ihr Hydrogenoxalat überführt und aus Äthanol umkristallisiert, Smp.   191-1930.    

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung neuer Oxindole der Formel I, worin R1 einen in a-Stellung verzweigten niederen Alkylrest von 3-5 Kohlenstoffatomen bedeutet und R2 für einen Alkylrest von 1-17 Kohlenstoffatomen steht, und ihrer Säureadditionssalze, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel II, worin R1 obige Bedeutung besitzt, unter Einführung des Restes R2CO acyliert und die erhaltenen Verbindungen der Formel I als freie Basen oder als Säureadditionssalze gewinnt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung von 4 (3-tert. Butylamino-2-pivaloyloxypropoxy) oxindol, daurch gekennzeichnet, dass man als Verbindung der Formel II 4-(3tert. Butylamino-2-hydroxypropoxy)oxindol und als Acylierungsmittel Pivalinsäureanhydrid oder Pivalinsäurehalogenid einsetzt.
CH925171A 1971-06-24 1971-06-24 Verfahren zur herstellung neuer oxindole. CH547281A (de)

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CH925171 1971-06-24
DE19722262285 DE2262285A1 (de) 1972-12-20 1972-12-20 Verfahren zur herstellung neuer heterocyclischer verbindungen

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CH547281A true CH547281A (de) 1974-03-29

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CH925171A CH547281A (de) 1971-06-24 1971-06-24 Verfahren zur herstellung neuer oxindole.

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ZA738352B (en) 1974-03-27

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