CH555841A - Verfahren zur herstellung neuer 3-hydrazinopyrido-(4,3c)pyridazine. - Google Patents

Verfahren zur herstellung neuer 3-hydrazinopyrido-(4,3c)pyridazine.

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CH555841A
CH555841A CH1512171A CH1512171A CH555841A CH 555841 A CH555841 A CH 555841A CH 1512171 A CH1512171 A CH 1512171A CH 1512171 A CH1512171 A CH 1512171A CH 555841 A CH555841 A CH 555841A
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D471/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00
    • C07D471/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D471/04Ortho-condensed systems

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Description


  
 



   Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren zur Herstellung neuer 3-Hydrazinopyrido[4,3-c]pyridazine der Formel A, worin n eine ganze Zahl von 0-2 bedeutet, R für eine gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Brom, Methoxy oder niederes Alkyl monosubstituierte Phenylgruppe steht,   R    Wasserstoff oder Methyl bedeutet und   R    und   R"    je für niederes Alkyl stehen oder zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Cycloalkylidenrest mit 5-8 Kohlenstoffatomen bilden.



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer   3-Hydrazinopyrido[4,3-c]pyridazine    der Formel I, worin   R,    eine Alkyl- oder Alkenylgruppe bedeutet, R2 Wasserstoff oder Methyl bedeutet und R3 und R4 je für niederes Alkyl stehen oder zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Cycloalkylidenrest mit 5-8 Kohlenstoffatomen bilden, und ihrer Säureadditionssalze.



   Erfindungsgemäss gelangt man zu den neuen 3-Hydrazinopyrido[4,3-c]pyridazinen der Formel I und ihren Säureadditionssalzen, indem man Verbindungen der Formel Ia, worin   R,    und R2 obige Bedeutung besitzen, mit Verbindungen der Formel XI, worin R3 und R4 obige Bedeutung besitzen, umsetzt und die erhaltenen Verbindungen der Formel I in Form der freien Basen oder ihrer Säureadditionssalze gewinnt.



   Die durch   Rl    symbolisierten Alkyl- oder Alkenylgruppen können geradkettig oder verzweigt sein und können bis zu 17 Kohlenstoffatome enthalten.



   Die durch R3 und R4 symbolisierten Alkylgruppen enthalten vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatome und stellen insbesondere Methylgruppen dar.



   Beispielsweise geht man so vor, dass man eine Verbindung der Formel Ia mit einer Verbindung der Formel XI gegebenenfalls unter Zusatz von einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel wie einem niederen Alkohol, z. B. Methanol oder Äthanol oder einem offenkettigen oder cyclischen Äther, z. B. Tetrahydrofuran oder Dioxan, nötigenfalls unter Erwärmen reagieren lässt, indem man das Reaktionsgemisch 5 Min. bis 20 Std. bei Temperaturen von ca.



  OoC bis Siedetemperatur hält, und anschliessend zur Trockne eindampft oder das Rohprodukt direkt oder nach weitgehendem Einengen der Lösung auskristallisieren lässt. Die erhaltenen Verbindungen der Formel I können nach an sich bekannten Methoden gereinigt und isoliert werden. Die freien Basen lassen sich in üblicher Weise in ihre Säureadditionssalze überführen und umgekehrt.



   Die Ausgangsverbindungen der Formel Ia können erhalten werden, indem man Verbindungen der Formel II, worin   Rl    obige Bedeutung besitzt und X für Chlor oder Brom steht, mit Verbindungen der Formel III, worin R2 obige Bedeutung besitzt, umsetzt.



   Vorzugsweise wird das Verfahren mit einem Überschuss der Verbindung der Formel III, beispielsweise 5 bis 10 Mol einer Verbindung der Formel III bezogen auf ein Mol einer Verbindung der Formel II oder in Gegenwart eines anderen basischen Mittels, welches die bei der Umsetzung entstehende Säure zu binden vermag, z. B. eines tertiären Amines oder eines Alkalimetall- oder Erdalkalimetallhydroxides oder -karbonates durchgeführt. Die Reaktion kann beispielsweise in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel, z. B. einem niederen Alkohol wie Methanol oder Äthanol oder einem cyclischen Äther wie Dioxan oder Tetrahydrofuran bei Temperaturen zwischen ca. 10 und ca.   1500C,    vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 80 und 1200C bzw. bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches, ausgeführt werden, und die Reaktionszeit kann zwischen 1 und 20 Stunden betragen.

  Gegebenenfalls kann auch ein Überschuss der Verbindung der Formel III als Lösungsmittel dienen.



   Die nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellten Hydrazinverbindungen können nach bekannten Methoden isoliert und gereinigt werden. Aus den freien Basen lassen sich in üblicher Weise Säureadditionssalze herstellen und umgekehrt.



   Die Ausgangsverbindungen können folgendermassen hergestellt werden:
Die Verbindungen der Formel II können erhalten werden, indem man a) Verbindungen der Formel IIa, worin X obige Bedeutung besitzt, mit einer Verbindung der Formel IV, worin   R,    und X obige Bedeutung besitzen, in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel. z. B. einem chlorierten Kohlenwasserstoff wie Chloroform oder Äthylenchlorid in Gegenwart eines säurebindenden Mittels z. B. eines Alkalimetallkarbonats oder einer tertiären Base wie Triäthylamin, umsetzt, oder b) zur Herstellung von Verbindungen der Formel IIb, worin   R'l    Alkyl bedeutet und X obige Bedeutung besitzt, die Verbindungen der Formel V, worin   R1i    obige Bedeutung besitzt, mit einem geeigneten Chlorierungs- bzw. Bromierungsmittel, z. B.



  mit Phosphoroxychlorid oder Phosphoroxybromid, erhitzt, vorzugsweise auf Temperaturen bis zu   100ob.   



   Die Verbindungen der Formel IIa können z. B. erhalten werden, indem man die Verbindung der Formel Va wie unter Verfahren b) beschrieben bromiert bzw. chloriert.



   Verbindungen der Formel V können z. B. erhalten werden, indem man die Verbindung der Formel Va mit Verbindungen der Formel IVa, worin   R1i    und X obige Bedeutung besitzen, umsetzt, beispielsweise unter den in Verfahren a) beschriebenen Reaktionsbedingungen.



   Die Verbindung der Formel Va wird z. B. erhalten, indem man in Verbindungen der Formel Vb, worin   R"1    niederes Alkoxy bedeutet, die Carbalkoxygruppe sauer, z. B. durch mehrstündiges Erhitzen in saurem Medium, beispielsweise in Salzsäure oder alkalisch, z. B. durch Erhitzen mit einem Alkalimetallhydroxid wie Kaliumhydroxid in einem höhersiedenden Alkanol wie n-Butanol abspaltet.



   Verbindungen der Formel Vb können z. B. erhalten werden, indem man Verbindungen der Formel VI, worin   Rlil    obige Bedeutung besitzt, in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel, z. B. einem niederen Alkohol wie Äthanol in Gegenwart von mindestens äquivalenten Mengen Eisessig mit Hydrazinhydrat. gegebenenfalls unter Inertgasatmosphäre durch Erhitzen, vorzugsweise auf Siedetemperatur des Reaktionsgemisches, cyclisiert und die gebildeten Verbindungen der Formel VII, worin   Rlll    obige Bedeutung besitzt, oxidiert, vorzugsweise mit Brom unter Verwendung eines halogenierten Kohlenwasserstoffes wie Chloroform oder Äthylenchlorid als Lösungsmittel.



   Verbindungen der Formel VI können erhalten werden, indem man Verbindungen der Formel VIII, worin   R"1    obige Bedeutung besitzt, mit einem sekundären Amin, vorzugsweise einem cyclischen Amin wie z. B. Pyrrolidin, Morpholin oder Piperidin, vorzugsweise in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel z. B. einem aromatischen Kohlenwasserstoff wie Benzol, gegebenenfalls unter Zusatz eines Katalysators, z. B. Toluolsulfonsäure oder eines Molekularsiebes bei erhöhter Temperatur zu einem Enamin der Formel IX, worin   Rlll    obige Bedeutung besitzt und Y für eine sekundäre Aminogruppe steht, umsetzt, dieses mit Bromessigsäurealkylester in Gegenwart eines unter den Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittels, z. 

  B. eines aromatischen Kohlenwasserstoffes wie Benzol, eines Halogenkohlenwasserstoffes wie Chloroform oder eines cyclischen Äthers wie Tetrahydrofuran durch mehrstündiges Erhitzen, vorzugsweise auf Siedetemperatur des Reaktionsgemisches, umsetzt und in dem erhaltenen Reaktionsprodukt der Formel   X, worin   Rlll    obige Bedeutung besitzt, die Enamingruppierung durch Erhitzen mit Wasser wieder spaltet.



   Die Verbindungen der Formel I und ihre pharmakologisch verträglichen Säureadditionssalze sind in der Literatur bisher noch nicht beschrieben worden. Sie zeichnen sich durch interessante pharmakodynamische Eigenschaften aus und können daher als Heilmittel verwendet werden. Insbesondere besitzen sie antihypertensive Eigenschaften, wie sich bei Tierversuchen an der hypertonen Grollmann-Ratte bei Dosen von 0,110 mg/kg zeigt.



   Aufgrund ihrer blutdrucksenkenden Wirkung können die Substanten in der Hochdrucktherapie Anwendung finden.



   Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach Art der Substanz, der Administration und des zu behandelnden Zustandes. Im allgemeinen werden jedoch befriedigende Resultate mit einer Dosis von 0,07 bis 10 mg/kg Körpergewicht erhalten; diese Dosis kann nötigenfalls in 2 bis 4 Anteilen oder auch als Retardform verabreicht werden. Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei etwa 5 bis 700 mg. Für orale Applikation enthalten die Teildosen etwa 1,3 bis 350 mg der Verbindungen der Formel I neben festen oder flüssigen Trägersubstanzen.



   Als Heilmittel können die Verbindungen der Formel I bzw.



  ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze allein oder in geeigneter Arzneiform mit pharmakologisch indifferenten Hilfsstoffen verabreicht werden.



   Soweit die Herstellung der Ausgangsverbindungen nicht beschrieben wird, sind diese bekannt oder nach an sich bekannten Verfahren bzw. analog zu den hier beschriebenen oder analog zu an sich bekannten Verfahren herstellbar.



   In den nachfolgenden Beispielen, die die Erfindung näher erläutern, ihren Umfang aber in keiner Weise einschränken sollen, erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden.



   Beispiel 1    3-(2-Butylidenhydrazino)-5 ,6,7,8-tetrahydro-6-    myristinoylpyrido[4,3-c]pyridazin
Eine Lösung von 5,2 g 3-Hydrazino-5,6,7,8-tetrahydro-6myristinoylpyrido[4,3-c]pyridazin in 50 ml Äthylmethylketon wird 4 Stunden unter Rühren am Rückfluss zum Sieden erhitzt. Der Ansatz wird zum braunen Öl eingeengt und aus Cyclohexan kristallisiert. Man erhält die im Titel genannte reine Substanz vom Smp.   83-850    (Zersetzung).



   Das als Ausgangssubstanz benötigte 3-Hydrazino-5,6,7,8   tetrahydro-6-myristinoylpyrido[4,3-c]pyridazin    kann folgendermassen erhalten werden: a) Eine Mischung von 342,6 g 1-Carbäthoxy-4-piperidon und 214,0 g Pyrrolidin in 800 ml Benzol werden während 2 Stunden unter Sieden am Rückfluss erhitzt. Das während dieser Zeit entstandene Wasser wird azeotrop aus der Reaktionsmischung kontinuierlich entfernt. Der Ansatz wird zum orangen Öl eingeengt und dieses im Hochvakuum destilliert.



  Als Hauptfraktion erhält man den 1,2,3,6-Tetrahydro-4pyrrolidinylpyridin-1-carbonsäureäthylester, Kp.   0,03    = 1441500.



   b) Eine Mischung von 1460 g 1,2,3,4-Tetrahydro-4-pyrrolidinylpyridin-1-carbonsäureäthylester und 1250 g Bromessigsäureäthylester in 6,0 1 Benzol wird während 20 Stunden unter Rühren am Rückfluss erhitzt. Der Ansatz wird mit 2,0 1 Wasser versetzt und erneut 2 Stunden unter Kochen am Rückfluss erhitzt. Nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur setzt man 400 ml   10%gen    Ammoniak zu und trennt die Benzolphase ab. Diese wird mit Natriumsulfat getrocknet und nach dem Filtrieren zum Öl eingeengt. Die Hauptfraktion, der 1-Carb äthoxy-4-piperidon-3-essigsäureäthylester, siedet bei einem Kp o.os =   145-170o.   



   c) Eine Mischung von 514 g 1-Carbäthoxy-4-piperidon-3essigsäureäthylester und 100 g Hydrazinhydrat in 1,5 1 95 %igem Alkohol und 200 ml Eisessig erhitzt man in einem Stickstoffstrom während 4 Stunden unter Rühren am Rückfluss. Danach wird der Ansatz vollständig eingeengt. Der kristallisierte Rückstand wird aus 1,0 1 95 %igem Äthanol umkristallisiert und ergibt den   2,3 ,4,4a,5 ,6,7,8-Octahydro-3-      oxo-6-pyrido[4,3-c]pyridazincarbonsäureäthylester    vom Smp.   1631660    (Zersetzung).



   d) 450,5 g   2,3,4,4a,5,6,7,8-Octahydro-3-oxo-6-pyrido-      [4,3-cpyn.dazincarbonsäureäthylester    werden in   2,0 1 Chloro-    form gelöst und die Lösung auf Rückflusstemperatur erhitzt.



  In diese kochende Lösung gibt man innerhalb von   2l/2    Stunden 320 g Brom in 500 ml Chloroform. Der Ansatz wird nach der Bromzugabe noch eine weitere Stunde unter Rückfluss gerührt. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wird der Ansatz mit 1 kg Eis/Wasser versetzt und der Chloroformteil abgetrennt. Der saure wässrige Teil wird mit weiteren 500 ml Chloroform ausgezogen. Die Chloroformteile werden der Reihe nach mit 300 ml Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingeengt. Der halbkristalline Rückstand wird mit 250 ml absolutem Äthanol umkristallisiert und ergibt das   6-Carbäthoxy-5,6,7,8-tetrahydro-3(2H)-    pyrido[4,3-c]pyridazinon. Smp.   165-1680    (Zersetzung).



   e) Eine Lösung von 223,2 g 6-Carbäthoxy-5,6,7,8-tetrahydro-3(2H)pyrido[4,3-c]pyridazinon in   1,0 1 konzentrierter    Salzsäure wird während 22 Stunden unter Kochen am Rückfluss gerührt. Der Ansatz wird im Vakuum vollständig eingeengt, der kristalline Rückstand in Methanol aufgenommen und abfiltriert. Das rohe Hydrochlorid des 5,6,7,8-Tetrahydro   3(2H)-pyrido[4,3-c]pyridazinon,    Fp.   307-3100    (Zersetzung), wird in   0,75 1    Methanol aufgeschlämmt und   0,4 1 Triäthylamin    langsam zugegeben. Die violette Aufschlämmung wird nach 15 Minuten Rühren auf   30O    gekühlt, abfiltriert und mit wenig Methanol/Äther nachgewaschen.

  Man erhält die Rohbase vom Fp.   2162190    (Zersetzung). 25,0 g Rohbase werden aus 300 ml Methanol, dem man 10 ml konzentrierten Ammoniak und 40 ml Wasser beimischt, unter Zusatz von wenig Kohle umkristallisiert und ergeben das   5,6,7 ,8-Tetrahydro-3 (2H)-    pyrido[4,3-c]pyridazinon vom Smp.   223-225    (Zersetzung).



   f) Eine Lösung von 30,3 g 5,6,7,8-Tetrahydro-3(2H)pyrido[4,3-c]pyridazinon in 250 ml Phosphoroxychlorid wird während 2 Std. unter Kochen am Rückfluss gerührt. Der Ansatz wird im Vakuum vollständig eingeengt und zum kalten Rückstand werden 500 g Eis/Wasser gegeben. Die saure, erneut gekühlte Lösung wird in ein Gemisch aus 500 ml Chloroform und 250 ml konzentriertem Ammoniak langsam hineingerührt. Die wässrige Phase wird mit vier weiteren Portionen zu je 250 ml Chloroform, total 1,5 1 Chloroform extrahiert, diese Chloroformteile über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum eingeengt. Man erhält die rohe, unstabile 3-Chlor   5,6,7,8-tetrahydropyrido[4,3-c]pyridazin-Base,    die zur Weiterverarbeitung in das Maleinat übergeführt wird. Dazu löst man 24,8 g Base in 150 ml Methanol und gibt 17,5 g Maleinsäure zu. 

  Nach dem Aufkochen, Filtrieren, Abkühlen erhält man das rohe Maleinat der Verbindung vom Fp.   156-1590    (Zersetzung). Eine Probe davon wird aus Methanol unter Zusatz von wenig Kohle umkristallisiert und ergibt die Verbindung vom Smp.   162-1640    (Zersetzung).



   g) Eine Lösung von 28,5 g 3-Chlor-4,5,6,7,8-tetrahydropyrido[4,3-c]pyridazon-maleinat in 100 ml Äthylenchlorid und 22,2 g Triäthylamin tropft man innert 16 Minuten unter Rühren bei Zimmertemperatur eine Mischung von 29,7 g Myristinsäurechlorid in 110 ml Äthylenchlorid. Der Ansatz wird während 24 Stunden bei der gleichen Temperatur weitergerührt,  mit 110 ml 5 %iger wässriger Natronlauge versetzt und nach weiteren 2 Stunden Rühren die organische Phase abgetrennt.



  Sie wird mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem festen Rückstand eingeengt. Das Rohprodukt wird aus 175 ml Alkohol unter Zusatz von wenig Kohle umkristallisiert und ergibt das 3-Chlor-5,6,7,8-tetrahy   dro-6-myristinoyl-pyrido[4,3-c]pyridazin.   



   h) Eine Mischung von 9,1 g 3-Chlor-5,6,7,8-tetrahydro-6   myristinoylpyrido[4,3-cjpyridazin    in 100 ml Hydrazinhydrat und 50 ml Dioxan wird 24 Stunden bei einer Temperatur von 800 unter Rühren erwärmt. Der Ansatz wird zu oranger, kristalliner Substanz eingeengt. Nach einmaligem Umkristallisieren aus n-Hexan erhält man das 3-Hydrazino-5,6,7,8-tetrahy   dro-6-myristinoylpyrido[4,3-c]pyridazin    vom Smp. 76 bis 780 (Zersetzung).



   Beispiel 2    3-(3-Pentylidenhydrazino)-6-pivaloyl-5,6,7,8-    tetrahydropyrido[4,3-c]pyridazin
1,0 g   3-Hydrazino-5,6,7,8-tetrahydro-6-pivaloylpyrido-    [4,3-c]-pyridazin werden in 10 ml Diäthylketon aufgeschlämmt und während 1 Stunde auf dem Wasserbad erhitzt. Die entstandene Lösung wird nun im Vakuum zu kristallinem Material eingeengt. Nach einmaligem Umkristallisieren aus absolutem Äthanol erhält man die im Titel genannte analysenreine Substanz vom Smp. 183 bis 1850 (Zersetzung).



   Das als Ausgangssubtanz benötigte 3 -Hydrazino-5,6,7,8   tetrahydro-6-pivaloylpyrido[4,3-c]pyridazin    kann folgendermassen erhalten werden: a) In eine Lösung von 28,5 g 3-Chlor-5,6,7,8-tetrahydropyrido[4,3-c]pyridazin-maleinat in 200 ml Äthylenchlorid und 22,2g Triäthylamin tropft man innert 25 Minuten unter Rühren bei Zimmertemperatur eine Mischung von 18,1 g Pivalinsäurechlorid in 100 ml Ähylenchlorid. Der Ansatz wird während 24 Stunden bei der gleichen Temperatur weitergerührt, mit 110 ml 5 %iger wässriger Natronlauge versetzt, und nach 2 Stunden Weiterrühren wird die organische Phase abgetrennt.



  Sie wird über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum zu einem festen Rückstand eingeengt. Das Rohprodukt wird aus Alkohol unter Zusatz von wenig Kohle umkristallisiert und ergibt das   3-Chlor-5,6,7,8-tetrahydro-6-piva-      loylpyrido[4,3-c]pyridazin,    Smp. 140 bis 1420 (Zersetzung).



   b) Eine Aufschlämmung von 11,4 g 3-Chloro-5,6,7,8-tetra   hydro-6-pivaloylpyrido[4.3-c]pyridazin    in 100 ml Hydrazinhydrat wird bei einer Badtemperatur von 110oC während   1l/2    Stunden unter gelindem Kochen am Rückfluss gerührt. Allmählich erhält man eine vollständige Lösung, die nach Beendigung der Reaktion mit Eis gekühlt wird. Die ausgefallene Substanz wird abfiltriert und das feuchte Rohprodukt in 100 ml Chloroform aufgenommen und mit Natriumsulfat getrocknet, filtriert und die Chloroformlösung zum festen farblosen Rückstand eingeengt. Dieser wird aus 20 ml absolutem Äthanol umkristallisiert und ergibt das analysenreine 3   Hydrazino-5,6,7,8-tetrahydro-6-pivaloylpyrido[4,3-c]pyrida-    zin. Smp. 158 bis 1600 (Zersetzung).



   Beispiel 3    6-Butyryl-3-isopropylidenhydrazino-5,6,7,8-    tetrahydropyrido[4,3 -c]pyridazin
Eine Lösung von 3,5 g rohem öligem 6-Butyryl-3-hydrazi   no-5,6,7,8-tetrahydropyrido[4,3-c]pyridazin    in 20 ml Aceton wird auf dem Wasserbad während 20 Min. unter Kochen am Rückfluss erhitzt. Die Lösung wird klar filtriert und über Nacht im Eisschrank stehen gelassen. Die ausgefallenen Kristalle werden abfiltriert und ergeben nach einmaligem Umkristallisieren aus Aceton die analysenreine, im Titel genannte Verbindung vom Fp. 152 bis 1540 (Zersetzung).



   Das Ausgangsmaterial kann analog Beispiel   1g    und   ih    hergestellt werden: a)   6-Butyryl-3-chlor-5,6,7,8-tetrahydropyrido[4,3-c]-    pyridazin, hergestellt aus   3-Chlor-5,67,7,8-tetrahydropyrido-      [4.3-c]pyridazinmaleinat    und Buttersäurechlorid. Smp. 130 bis 1330.



   b)   6-Butyryl-3-hydrazino-56,7,8-tetrahydropyrido[4,3-c]-    pyridazin hergestellt aus dem unter a) genannten Produkt und Hydrazinhydrat. Smp. des Trifumarats: 177 bis 1790.



   Beispiel 4    3-Isopropylidenhydrazino-6-octanoyl-5,6,7,8- tetrahydropyrido[43-c]pyridazin   
Eine Lösung von 3,5 g rohem, halbkristallinem 3-Hydra   zino-6-octanoyl-5,6,7,8-tetrahydropyrido[4,3-c]pyridazin    in 50 ml Aceton wird 30 Minuten unter Rühren am Rückfluss zum Sieden erhitzt. Der Ansatz wird zum Öl eingeengt und aus Leichtbenzin kristallisiert. So erhält man die im Titel genannte analysenreine Substanz vom Smp. 118 bis 121 (Zersetzung).

 

   Das Ausgangsmaterial kann analog Beispiel Ig und   1h    hergestellt werden: a)   3-Chlor-6-octanoyl-5,6.7,8-tetrahydropyrido[4.3-c]-    pyridazin hergestellt aus 3-Chlor-5,6,7,8-tetrahydropyrido [4,3-c]pyridazinmaleinat und Caprylsäurechlorid. Smp. 81 bis 830 (Zersetzung) aus absolutem   Athanol.   



   b)   3-Hydrazino-6-octanoyl-5,6,7,8-tetrahydropyrido[4,3-c]-    pyridazin hergestellt aus dem unter a) genannten Produkt und Hydrazinhydrat. Smp. des Gentisinats: 164 bis   166ob    (Zersetzung) aus Methanol.
EMI3.1     
  
EMI4.1     
 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    I. Verfahren zur Herstellung neuer Pyrido[4,3-c]pyridazine der Formel I, worin Rl eine Alkyl- oder Alkenylgruppe bedeutet, R2 Wasserstoff oder Methyl bedeutet und R3 und R4 je für niederes Alkyl stehen oder zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Cycloalkylidenrest mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen bilden, und ihrer Säureadditionssalze, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel Ia, worin Rl und R2 obige Bedeutung besitzen, mit Verbindungen der Formel XI, worin R3 und R4 obige Bedeutung besitzen, umsetzt und die erhaltenen Verbindungen der Formel I in Form der freien Basen oder ihrer Säureadditionssalze gewinnt.
    II. Nach dem Verfahren des Patentanspruches I erhaltene Pyrido[4,3-c]pyridazine der Formel I und ihre Säureadditionssalze.
CH1512171A 1971-05-11 1971-10-15 Verfahren zur herstellung neuer 3-hydrazinopyrido-(4,3c)pyridazine. CH555841A (de)

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