CH642602A5 - Einrichtung zum stapeln von im schuppenstrom anfallenden druckprodukten, wie zeitungen, zeitschriften und dergleichen. - Google Patents

Einrichtung zum stapeln von im schuppenstrom anfallenden druckprodukten, wie zeitungen, zeitschriften und dergleichen. Download PDF

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Stapeln von in Schuppenformation anfallenden Druckprodukten, wie Zeitungen, Zeitschriften und dergleichen, gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1.
25 Eine Einrichtung dieser Art ist aus der DE-PS 22 07 556 bekannt. Bei dieser bekanten Einrichtung werden in Schuppenformation ankommende gefalzte Druckbögen zwischen zwei von Rollen abgewickelte Führungsbänder geleitet, und der zwischen diesem Führungsbandpaar eingeschlossene Bo-30 genstrom wird einer vorzugsweise mit Seitenwangen versehenen Trommel, an der auch die Enden der Führungsbänder befestigt sind, oberschlächtig zugeführt, d.h. die in Förderrichtung vorne liegenden Kanten der Druckprodukte kommen nicht an der Mantelfläche des Wickeldornes bzw. des 35 bereits gebildeten Wickels zur Anlage, sondern bilden den äussersten Umfang der neu auf den Wickel gelangenden Lage desselben. Beim spiralförmigen Aufwickeln aufgrund des stets vorhandenen beidseitigen Einschlusses der Bögen zwischen dem Bänderpaar, können Störungen des Aufwik-40 kelvorgangs selbst bei hohen Maschinengeschwindigkeiten ausgeschaltet werden, aber es lässt sich keine die Voraussetzung für eine hohe Speicherkapazität darstellende Kompaktheit des Wickels erzielen, da die sowohl in sich als auch zusätzlich als Schuppenstromformation kompressiblen gefalz-45 ten Druckbögen innerhalb des Wickels aufgrund des sich im Zusammenhang mit dem oberschlächtigen Aufwickeln ergebenden Wicklungssinnes nur geringfügig zusammengedrückt werden können. Es ergibt sich dadurch ein relativ loser Wickel mit einer Speicherkapazität, die auf den Durch-50 messer ides Wickels bezogen sehr zu wünschen übrig lässt.
Aus der DE-OS 25 44 135 ist eine Einrichtung bekannt, die aus einer Herstellungsmaschine mit hoher Stückzahl aus-gestossene Säcke, Beutel oder ähnliche flache Gegenstände zum Zwecke der Speicherung in einem Wickel in eine 55 Schuppenformation bringt, welche mittels einer Fördervorrichtung und einer dieser nachgeschalteten, ebenfalls Förderfunktion besitzenden Druckbandanordnung unterschlächtig an eine Wickeltrommel herangeführt und unter Zuhilfenahme von Haltebändern auf diese Trommel gewickelt wird. 60 Sowohl die Fördervorrichtung als auch die Druckbandanordnung umfassen jeweils zwei gegenseitig beabstandete, parallel zueinander verlaufende, streifenförmige Endlosbänder. Die Endlosbänder der Druckbandanordnung umgreifen anschliessend an den Förderbereich einen erheblichen Teil 65 des Umfangs der Wickeltrommel, liegen mit Druck an diesem Umfangsbereich an und bewirken auch den Antrieb der Wickeltrommel. Die ebenfalls streifenförmigen Haltebänder, deren freie Enden an der Wickeltrommel befestigt
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sind, werden von Vorratsrollen abgewickelt und der Fördervorrichtung in der Weise zugeführt, dass sie zunächst jeweils auf den Förderbändern und anschliessend auf den Druckbändern aufliegen und somit die Schuppenformation untergreifend in den sich bildenden Wickel eingewickelt werden.
Die Haltebänder liegen auf den Druckbändern auf und werden von Speicherrollen über Leit- bzw. Spannrollen sowie über Leitwalzen geführt, wodurch auf die Haltebänder beim Aufwickelvorgang keine vorgebbare Zugspannung ausgeübt werden kann.
Nach Beendigung des Wickelvorganges werden die Haltebänder etwa zwei weitere Male leer um den Wickel geschlungen und z.B. von Hand mittels Klebebändern festgehalten, um ein ungewolltes Abwickeln zu verhindern.
Die Haltebänder laufen von der Vorratsrolle mit starker Umschlingung über eine Leitwalze, die durch eine Rutschkupplung gebremst ist, so dass beim Stillsetzen der durch die Druckbänder bewirkten Drehbewegung der Wik-keltrommel und damit der Vorwärtsbewegung der Haltebänder die Vorratsrolle ein kurzes Stück weiterlaufen kann, ohne dass in dem die Schuppenformation untegreifenden Haltebandbereich eine Welligkeit auftritt.
Trotz der aufwendigen Ausgestaltung dieser bekannten Vorrichtung ist die allein von der Wirksamkeit der Druckbandanordnung abhängige Kompaktheit und vor allem auch die gleichförmige Kompaktheit der zu erzielenden Wickel unbefriedigend, was sich besonders ungünstig auswirken würde, wenn diese Vorrichtung in Verbindung mit ausgeprägt kompressiblen Gegenständen, wie z.B. in Schuppenformation vorliegenden Zeitungen, eingesetzt werden würde.
Aus der DE-AS 1 244 656 ist eine Vorrichtung zum Speichern von flächenförmigen Gebilden, insbesondere von Furnierblättern bekannt, welche eine in einem Gestell drehbar gelagerte Trommel aufweist, mit der ein von einer Walze abwickelbares, bzw. auf diese aufwickelbares Band fest verbunden ist. das sich während der Drehbewegung der Trommel auf diese aufwickelt bzw. von dieser abwickelt, derart, dass dieses praktisch nicht beanspruchte Band aus billigem Werkstoff die einzelnen Furnierlagen im Wickel voneinander trennt. Die einzelnen, einander nicht überlappenden Furnierblätter werden dabei zunächst nur von einem Druckband einseitig unterstützt unterschlächtig zur Trommel geleitet und dann unter gleichzeitigem Einwickeln des von oben zugeführten Trennbandes aufgewickelt, wobei der Wik-kel von dem den grössten Teil der Trommel umspannenden Druckband zusammengehalten wird, welches auch den Antrieb der drehbaren Trommel bewirkt. Zum Entleeren des Wickels muss die Druckbandanordnung bezüglich des Gestells so verschwenkt werden, dass ein Abziehen des dann die Furnierblätter kurzzeitig tragenden Trennbandes möglich ist.
Diese bekannte Vorichtung ist nicht dazu geeignet, in Schuppenformation vorliegende Gebilde, wie z.B. gefaltete Druckbögen, unter Aufrechterhaltung der vorgegebenen Ordnung insbesondere dann zu speichern, wenn der Zulauf der Schuppenformation vergleichsweise schnell erfolgt, da die überlappten Gebilde durch den Luftwiderstand einen Auftrieb erfahren würden, der ein Abheben von der Unterlage zur Folge hätte. Entsprechende Schwierigkeiten entstünden bei schneller Arbeitsweise während des Abwickelvorgangs. Ausserdem wird auch bei dieser bekannten Anordnung die Kompaktheit des erhaltenen Wickels allein von der Druokbandanordnung bestimmt, und bekanntermassen sind die Möglichkeiten der Erzielung eines kompakten und insbesondere gleichmässig kompakten Wickels bei Verwendung derartiger Druckbandanordnungen sehr beschränkt.
Aus der DE-OS 30 42 566 ist eine Vorrichtung zum Abgeben von Banknoten mit einem Magazin zur Speicherung einer vorgegebenen Anzahl von Banknoten mit einer darin drehbaren Vorratsrolle, mit mindestens einer ebenfalls darin drehbaren Aufwickelspule und mit mindestens einer Folie, die mit ihren Enden an der Vorratsrolle und der Aufwickel-5 spule befestigt und um diese Spule gewickelt ist, bekannt, wobei die einzelnen Banknoten in dem Magazin durch Anlegen an die Folie und Aufwickeln auf der Vorratsrolle speicherbar sind. Dabei ist eine Abgabevorrichtung für ein vereinzeltes Abgeben von Banknoten aus dem Magazin vor-io handen. Die Eingabevorrichtung ist mit Einrichtungen zum Aufwickeln der Folien auf die Vorratsrolle und Einrichtungen zur Hemmung der Drehung der Aufwickelspule versehen, und auch die mit Einrichtungen zum Abwickeln der Vorratsrolle ausgestattete Abgabevorrichtung besitzt Einrich-15 tungen zum Hemmen der Abwicklung der Vorratsrolle. Die beim Speichern bzw. Zwischenspeichern von in Schuppenformation anfallenden und damit besonders kompressiblen und schwer zu handhabenden Zeitungen und Zeitschriften auftretenden Probleme sind bei dieser bekannten Anordnung 20 nicht gegeben und auch ohne Bedeutung.
Aus der DE-OS 21 07 482 ist eine Vorrichtung zur Aufnahme von blattförmigem, nachgiebigem Gut, insbesondere von Leder, Kunststoffolien, Pappe, Pelzen, Textilien und dergleichen bekannt, bei der ein Bandförderer von einer 25 Vorratsrolle zur Aufnahme seines Förderbandes über einen Ausleger zu einer Aufnahmerolle für das Gut geführt und in zwei Förderrichtungen antreibbar ist. Zwischen der Vorratsrolle und dem Ausleger ist ein die Fördergeschwindigkeit des Förderbandes bestimmendes Treibwalzenpaar ange-30 ordnet. Die Vorratsrolle und/oder die Aufnahmerolle sind mit beidseitig angeordneten Achsstümpfen auf je einem Tragrollenpaar gelagert und über je ein Steuerorgan, insbesondere eine Rutschkupplung antreibbar. Die Rutschkupplungen sind wegen der unterschiedlichen Drehzahlen der 35 Rollen bei gleicher Umfangsgeschwindigkeit unter unterschiedlichen Rollendurchmessern vorgesehen.
Auch bei dieser gattungsfremden Vorrichtung sind die bei der Handhabung von in Schuppenformation anfallenden Zeitungen und Zeitschriften auftretenden Probleme nicht 40 gegeben, so dass die sich in Abhängigkeit von der jeweiligen Wickelgrösse ergebenden, völlig unterschiedlichen Zugverhältnisse ohne Bedeutung sind und demgemäss der Antrieb von Vorratsrolle und/oder Aufnahmerolle über Rutschkupplungen erfolgen kann.
45 Schliesslich ist aus der DE-OS 17 61 396 eine Vorrichtung zum Herstellen von Verpackungseinheiten für Tüten, Beutel, Säcke oder dergleichen bekannt, bei der die jeweiligen Gebilde in Schuppenformation gebracht werden und diese Schuppenformation zusammen mit einem von oben an so die Schuppenformation herangeführten Band zwischen einer Antriebstrommel und einem diese umschlingenden endlosen Druckband oberschlächtig an einen Wickel herangeführt werden, der gegen den Umfang der Antriebsrolle angepresst und daher ebenfalls über seinen Umfang angetrieben wird. 55 Auch diese bekannte Vorrichtung eignet sich aus den bereits angeführten Gründen nicht zur Schaffung besonders kompakter Wickel, und sie ist überdies auch nicht für hohe Arbeitsgeschwindigkeiten bestimmt und geeignet.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der ein-60 eangs definierten Gattung zu schaffen, die es trotz eines äusserst einfachen Aufbaus gestattet, grosse Mengen von Zeitungen, Zeitschriften und dergleichen unter Aufrechterhaltung der geordneten Schuppenformation in möglichst dichter Packung in einem gleichmässig kompakten und wäh-65 rend eines späteren Abwickelvorgangs kompakt bleibenden Wickel zu speichern.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruches 1 gelöst.
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Da in dem Wickel, der bei unterschlächtiger Zuführung der auf dem einzigen Wickelband aufliegenden Schuppenformation gebildet wird, jede innere Windung gegenüber der sie umschliessenden äusseren Windung ohne jegliche gegenseitige Blockierung im Wickelsinn verdreht werden kann, ist es möglich, durch Vorgabe der Wickelbandzugspannung das Wickelband und damit die zwischen den einzelnen Windungen des Wickelbandes gelegene Schuppenformation nach Art einer Uhrfeder «aufzuziehen», wodurch ein durchgehend kompakter Wickel entsteht, in dem die fest zusammengezogenen und damit radial stark komprimierten Windungen aus Zeitungen, Zeitschriften und dergleichen satt auf-einanderliegen. Die Zugkräfte, die auf das Wickelband während dieses nach Art eines Uhrfederaufzugs vor sich gehenden Aufwickelvorgangs ausgeübt werden müssen, sind unerwartet niedrig und gestatten damit einen konstruktiv einfachen Aufbau der Gesamtvorrichtung.
Die unterschlächtige Zuführung der Schuppenformation mittels eines einzigen, die Schuppenformation tragenden Wickelbandes führt auch zu einer erwünschten Stauchung und Verdichtung der Schuppenformation im Wickel. Zufolge des ständigen Anwachsens des Wickelradius ist die Aufwickelgeschwindigkeit des Wickelbandes auf den Wickel und mithin die Zuführgeschwindigkeit der Schuppenformation grösser als die Umfangsgeschwindigkeit des Wickelbandes an jener Stelle, an der dieser mit dem Bund der jeweils ankommenden Zeitung bzw. Zeitschrift in Berührung kommt. Die Konsequenz ist, dass der Bund momentan verzögert und mit der kleineren Umfangsgeschwindigkeit gemäss dem jeweiligen Wickelradius weiterbefördert wird. Die Verzögerung des Bundes führt wiederum zu einer Verzögerung des ganzen Exemplars, wobei der bis dahin ruhende Reibschluss der Blume dieses Exemplars an dem Wickelband von einem Schlupf abgelöst wird, bis auch die Blume in die Umlaufbahn einläuft. Mittlerweile wird das nachfolgende Exemplar ungehindert weiterbefördert und dabei sozusagen auf dem Rücken des vorangehenden Exemplars verschoben, bis auch sein Bund an den Wickel stösst und in dem Klemmspalt zwischen diesem und dem vorangehenden Exemplar erfasst und mit der kleineren Umfangsgeschwindigkeit des Wickels weiterbefördert wird. Diese Vorgänge wiederholen sich von Exemplar zu Exemplar, so dass beim Einführen des Schuppenstromes in den Wickel durch das unterschlächtig zugeführte, gespannte Wickelband die Schuppenformation gestaut wird und sich dementsprechend verdichtet. Damit wird aber bereits eine Voraussetzung für einen festen Wickel geschaffen. Die sich einstellende zwangsläufige Veränderung der vorhergehenden Ordnung der Schuppenformation, nämlich die Verkleinerung des Schuppenabstandes sowohl im Bereich des Bundes als auch im Bereich der Blume wird beim Abwickeln wieder kompensiert, und zwar einerseits deshalb, weil der zunächst verringerte Schunppenabstand an der Blume beim Einlaufen dieses Teiles der Exemplare auf gekrümmte Bahn durch Auffächerung wieder teilweise ausgeglichen wird und andererseits, weil beim Abwickeln das Band gegenüber der Blume so lange schneller läuft, als der Bund des betreffenden Exemplars an dem kleineren Wickelumfang gehalten wird und die Relativgeschwindigkeit dieses Exemplar beschleunigen kann, sobald dessen Bund aus dem Klemmspalt herauskommt. Der beim Aufwickeln gestaute Schuppenstrom wird also beim Abwickeln wieder auseinandergezogen.
Aufgrund des durch die Erfindung realisierten Prinzips des Uhrfederaufzugs trägt auch ein sich einstellender Sekundärwicklungsvorgang besonders vorteilhaft zur Komprimierung und Kompaktierung des Wickels und damit der Erhöhung der Speicherkapazität bei.
Die Gewichtskraft der von den Schlaufen des Wickelbandes unterschlungenden Zeitungen oder Zeitschriften wird von diesen Schlaufen auf die oberhalb der Trommelachse liegenden Zeitungen übertragen, so dass dort starke Druckkräfte entstehen. Diese Druckkräfte komprimieren die Zeitungen oder Zeitschriften, so dass die Dicke des oberen Teils des Wickels verringert wird, indem die Exemplare selbst für sich flachgepresst und zudem noch gegeneinander ge-presst werden. Die Dicke bzw. der Radius des unteren Wik-kelteils wird aber vergrössert, weil die Verdichtung im oberen Bereich ein Durchhängen der Schlaufen und eine Lok-kerung der Windungen ermöglicht. Der Wickel verliert dem-gemäss seine Sollform, nämlich die Form einer gleichmässi-gen Spirale, und seine Windungen hängen nach unten durch, wobei sie nur noch im oberen Bereich satt aneinander anliegen. Da die Trommel sich dreht, kommt es rundherum im Wickel zu einer solchen Verdichtung, so dass die Schlaufen in bezug auf die Trommel bzw. auf die nächstinnere Schlaufe stets einen längeren Umfang haben als sie bei der Sollform des Wickels haben würden. Beim Aufwickeln führt dies dazu, dass die überlangen nächstäusseren Windungen sich auf der jeweils benachbarten inneren Windung abwälzen, vergleichbar mit dem Abwälzen eines Ringes mit Innenverzahnung an einem rotierenden Zahnritzel. Bei diesem Abwälzen kann die Trommel dank der vorhandenen Freilaufwirkung voreilen und in einem Sekundärwicklungsvorgang die lockeren Windungen nach und nach auf den sich kom-paktierenden Wickelkern aufwickeln, während von aussen die Schuppenformation aufgewickelt wird. Dabei steigt natürlich das Gewicht, das zur Kompression der jeweils obenliegenden Zeitungen führt, was wiederum dem kompaktie-renden Sekundärwickeln förderlich ist. Ermöglicht wird dieser ganze Vorgang durch die Freilaufwirkung, die dazu führt, dass während der Bildung des Wickels durch unterschlächti-ges Zuführen des Schuppenstromes mittels eines mit der angetriebene Wickelnabe verbundenen Wickelbandes, d.h. gleichzeitig mit der Bildung der Windung am Umfang des Wickels, ein Nachwickeln der inneren Windung auf die Nabe bzw. aufeinander erfolgt. Die Zeitungen oder dergleichen sind dabei nicht nur Werkstücke, sondern auch Bearbeitungsmittel, bzw. Komprimierungs-Hilfsmittel, indem sie dank ihrer Lage im Wickel und mit ihrem Gewicht jene Presskräfte erzeugen, die sonst selbst bei Verwendung ungeheuer zugfester Bänder und Aufbringung von ausserordentlichen Kräften nicht erreichbar wären.
Von wesentlichem Vorteil beim späteren Entleeren des Wickels ist auch, dass die vielen Tausende von Zeitungs- oder Zeitschriftenexemplare, die in dem durchgehend kompakten Wickel gespeichert werden, aufgrund der im Wickel herrschenden Pressung so verdichtet sind, dass sie weitgehend luftfreie und damit für die spätere Manipulation berechenbare Gebilde darstellen, welche einen Abbau des Wickels mit sehr hoher Geschwindigkeit gestatten.
Vorzugsweise weist das Wickelband auf der der Schuppenformation zugekehrten Seite eine Haftfähigkeit bezüglich der Druckprodukte auf, was zu einer weiteren Lagefixierung der Druckprodukte im Stapel beiträgt.
Besteht zwischen den Oberflächen des Wickelbandes eine Haftfähigkeit, so kann ein Zusammenhalten des fertigen Stapels auf einfache Weise dadurch erzielt werden, dass am Ende das leere Wickelband unter Zug ein- oder mehrmals über die vorherige Wickelbandlage gewickelt wird.
Es ist von Vorteil, eine Regelvorrichtung zum Konstanthalten der am Wickelband angreifenden Zugkraft vorzusehen.
Im folgenden werden anhand der Zeichnungen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
Fig. 1 und 2 eine Einrichtung zum Bilden eines Druck5
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produktestapels in der Form eines Wickels in verschiedenen Arbeitsphasen.
Die Fig. 1 zeigt die Stapeleinrichtung zu Beginn des Aufwickelvorganges, während in Fig. 2 die Stapeleinrichtung in einem spätem Zeitpunkt der Wickelbildung dargestellt ist. Ein trommeiförmiger Wickeldorn 1 ist auf nicht näher dargestellte Weise um seine Achse la drehbar gelagert. Am Wickeldorn 1 ist das eine Ende eines Wickelbandes 2 befestigt, das von einer Abwickelrolle 3 abgewickelt wird. Diese Abwickelrolle 3 ist um ihre Drehachse 3a frei drehbar gelagert. An dieser Abwickelrolle 3 greift eine mit 4 bezeichnete Backenbremse an, welche eine an der Abwik-kelrolle 3 anliegende Bremsbacke 5 aufweist, weche an einem einerends drehbar gelagerten Hebel 6 befestigt ist. An diesem Hebel 6 greift eine Druckfeder 7 an, die ein Andrücken der Bremsbacke 5 an die Abwickelrolle 3 bewirkt. Das Wickelband 2 wird von der Abwickelrolle 3 über eine Förderrolle 8 geführt, welche über eine mit 9 bezeichnete Antriebsverbindung mit einem Antriebsmotor 10 in Verbindung steht. Dieser Antriebsmotor 10 treibt über ein Wicklergetriebe 11 den Wickeldom 1 in Richtung des Pfeiles A an. Das Wicklergetriebe 11 regelt die Antriebsgeschwindigkeit des Wickeldomes 1 derart, dass die Aufwickelgeschwindigkeit unabhängig vom Durchmesser des Wickels gleich bleibt. Das Wickelgetriebe 11 ist von bekannter Bauart und wird beispielsweise von der Firma P.I.V. Antrieb Werner Reimers KG vertrieben. Der Antriebsmotor 10 steht mit einem Tachogenerator 12 in Verbindung, der von einer Umlenkrolle 13 eines Bandförderers 14 angetrieben wird. Dieser Bandförderer 14 wird auf nicht näher dargestellte Weise in Richtung des Pfeiles B umlaufend angetrieben. Über diese Steuerverbindung zwischen dem Bandförderer 4 und dem Antriebsmotor 10 wird die Drehgeschwindigkeit des Wickeldornes 1 an die Zuführgeschwindigkeit des Bandförderers 14 angepasst.
Zwischen dem Bandförderer 14 und dem Wickeldom 1 ist eine als Rutsche dienende Wippe 15 angeordnet, die um eine Schwenkachse 16 schwenkbar ist, die parallel zur Drehachse la des Wickeldomes 1 verläuft und mit der Drehachse der Förderrolle 8 zusammenfällt. An der Wippe 15 greift ein allgemein mit 17 bezeichneter Andrückmechanismus an, der einen mit der Wippe 15 gelenkig verbundenen Druckstab 18 aufweist. Letzterer ist in einem ortsfest gelagerten Gehäuse 19 geführt, in welchem eine auf den Druckstab 18 wirkende Druckfeder 20 untergebracht ist. Durch diesen Andrückmechanismus wird die Wippe 15 nach oben gegen den Wickeldorn 1 bzw. gegen den sich auf diesem bildenden Wickel gedrückt.
Der Bandförderer 14 führt die Druckprodukte 21 zu, welche einen Schuppenstrom S bildend dachziegelartig übereinander liegen. Wie aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht, liegt in dieser Schuppenformation S jedes Druckprodukt 21 dachziegelartig auf dem vorangehenden Druckprodukt auf. Der Druckproduktestrom S kann beispielsweise durch den Bandförderer 14 von der Auslage einer Rotationsdruckmaschine zugeführt werden. Wie aus den Figuren hervorgeht, läuft das Wickelband 2 von der Abwickelrolle 3 über die Förderrolle 8 und auf der Wippe 15 aufliegend zum Wickeldorn 1. Die Schuppenformation S wird durch den Bandförderer 14 auf die Wippe 15 und das auf diesem aufliegende Wickelband 2 bewegt. Die dem Schuppenstrom S
zugekehrte Seite 2a des Wickelbandes 2 ist derart beschaffen, dass zwischem dem Wickelband 2 und den Druckprodukten 21 eine Haftung besteht. Zu diesem Zweck kann das Wickelband 2 aus einem adhäsiven Material, z.B. aus Kunststoff, bestehen. Es ist jedoch auch möglich, die Oberfläche 2a des Wickelbandes 2 adhäsiv zu machen oder auf diese Seite 2a eine Adhäsivschicht aufzubringen.
Durch den angetriebenen Wickeldorn 1 wird nun das Wickelband 2 samt den auf ihm aufliegenden Druckprodukten 21 in Richtung des Pfeiles C entlang der Wippe 15 bewegt und auf den Dom 1 aufgewickelt. Das mitaufgewickelte Wickelband 2 wirkt als Trennlage zwischen den Wicklungslagen. Die Abwickelrolle 3 wird während des Aufwickelvorganges durch die Backenbremse 4 gebremst, so dass das Wickelband 2 unter Zug auf den Wickeldorn 1 aufgewickelt wird. Es versteht sich, dass anstelle der Backenbremse 4 auch andere Vorrichtungen zum Erzeugen einer Zugspannung im Wickelband 2 während des Aufwickeins verwendet werden können. So Hesse sich beispielsweise eine geeignete Bandspannvorrichtung bekannter Bauart verwenden.
Während des Aufwickelvorganges wird die Wippe 15 um ihre Schwenkachse 16 durch den sich bildenden Wickel 22 gegen die Kraft der Druckfeder 20 nach unten verschwenkt, wie das in den Figuren 1 und 2 deutlich gezeigt wird. Unter Wirkung dieser Druckfeder 20 wird die Wippe 15 an den Wickel 22 angedrückt, wodurch eine Pressung der dem Wickelspalt W zulaufenden Druckprodukte 21 bewirkt wird.
Es wäre auch denkbar, die Wippe 15 feststehend auszubilden und den Wickeldorn 1 zum Ausgleich des Wickeldurchmessers und zum Erzeugen einer Pressung höhenverstellbar auszubilden. Die Wippe 15 kann unter Umständen auch entfallen, wobei in diesem Fall das Wickelband 2 die Schuppenformation S vom Bandförderer 14 übernimmt und dem Wickelspalt W zuführt. In diesem Fall hätte das Wik-kelband ausser einer Förderfunktion noch eine Stützfunktion zu übernehmen.
Dadurch, dass das Wickelband 2 und die auf diesem aufliegenden Druckprodukte 21 unterschlächtig dem Wickeldom 1 zugeführt werden, ist nur ein einziges Wickelband 2 erforderlich. Durch Aufwickeln des Wickelbandes 2 unter Zug wird ein kompakter Wickel 22 erhalten, in dem die Druckprodukte 21 in ihrer Lage innerhalb der Schuppenformation S ohne zusätzliche Hilfsmittel einwandfrei gehalten sind, und zwar auch beim Handhaben, wie Transportieren und dergleichen, des Wickels 22. Die bereits beschriebene Pressung der Druckprodukte 21 im Bereich des Wickelspaltes W trägt weiter zur Erhöhung der Festigkeit des fertigen Wickels bei.
Am Ende des Wickelvorganges wird nun das leere Wik-kelband 2 ein- oder mehrmals so um den fertigen Wickel 22 geschlungen, dass jede neue Wickelbandlage auf der vorherigen Wickelbandlage aufliegt. Die zwischen den Wickelbandlagen bestehende Haftung genügt zum Zusammenhalten des Wickels. Eine zusätzliche Massnahme zum Befestigen des freien Endes des Wickelbandes 2 ist nicht erforderlich.
Der fertige Wickel 22 kann nun aus der Stapeleinrichtung entfernt und zwischengestapelt werden. Werden die gestapelten Druckprodukte 21 für die Weiterverarbeitung wieder benötigt, so wird zum Abbauen des Wickelstapels der Wickel 22 einer AbwickelVorrichtung zugeführt, die der Aufwickelvorrichtung entspricht.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (14)

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    PATENTANSPRÜCHE
    1. Einrichtung zum Stapeln von in Schuppenformation anfallenden Druckprodukten, wie Zeitungen, Zeitschriften und dergleichen, mit einem drehend antreibbaren Wickeldorn zum Aufwickeln der Schuppenformation, mit einer die Schuppenformation an den Wickeldorn leitenden Fördereinrichtung, wobei das in Förderrichtung nachfolgende Druckprodukt jeweils auf dem vorangehenden aufliegt, und mit einem mit dem Wickeldorn verbundenen Wickelband, das beim Aufwickeln der Schuppenformation zwischen den Wicklungslagen eingewickelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Fördereinrichtung (14, 15) die Schuppenformation (S) mit dem Wickelband (2) dem Wickeldorn (1) unterschlächtig zugeführt ist, wobei die Schuppenformation (S) mit der in Förderrichtung (C) vorne liegenden Kante der Druckprodukte (21) am Wickeldorn (1) bzw. auf der zuletzt gewickelten Lage des gebildeten Wickels (22) zur Anlage kommt, und dass das-Wickelband (2) mittels einer eine Spannvorrichtung aufweisenden und dem Antrieb des Wik-keldornes (1) in Abhängigkeit vom Durchmesser des Wickels (22) bei gleichzeitiger Anpassung der Aufwickelgeschwindig-keit an die Zuführgeschwindigkeit der Schuppenformation (S) dienenden Anordnung (4, 8-13) unter Zugspannung versetzbar ist und auf der Unterseite der Schuppenformation (S) verläuft.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelband (2) auf der der Schuppenformation (S) zugekehrten Seite (2a) eine Haftfähigkeit bezüglich der Druckprodukte (21) aufweist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Oberflächen des Wickelbandes (2) eine Haftfähigkeit besteht.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die der Schuppenformation (S) zugekehrte Seite (2a) des Wickelbandes (2) als Haftreibungsfläche ausgebildet ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die der Schuppenformation (S) zugekehrte Seite (2a) des Wickelbandes (2) mit einem Haftmittel, z.B. einem Klebstoff, versehen ist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelband (2) aus einem adhäsiven Material besteht.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2-6, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickelband (2) eine Kunststofffolie ist.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung zum Erzeugen einer Zugspannung eine die Vorwärtsbewegung des Wickelbandes (2) beeinflussende Bremseinrichtung (4) aufweist.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung (4) an einer frei drehbar gelagerten Abwickelrolle (3) für das Wickelband (2) angreift.
  10. 10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1-9. dadurch gekennzeichnet, dass eine Regelvorrichtung (10, 11) zum Konstanthalten der am Wickelband (2) angreifenden Zugspannung vorgesehen ist.
  11. 11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Abwickelrolle (3) abgezogene Wickelband (2) über eine Förderrolle (8) geführt ist, die mit einem Antriebsmotor (10) verbunden ist, der über ein Wik-klergetriebe (11) den Wickeldorn (1) mit einer vom jeweiligen Wickeldurchmesser unabhängigen Aufwickelgeschwindigkeit antreibt.
  12. 12. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (10) zur Anpassung der Drehgeschwindigkeit des Wickeldorns (1) an die Zuführgeschwindigkeit der Schuppenformation (S) mit einem die Zuführgeschwindigkeit der Schuppenformation (S) erfassenden Tachogenerator (12) verbunden ist.
  13. 13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7-12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Wickeldorn (1) ein Auflage-
    s organ (15) vorgeschaltet ist, über das das Wickelband (2) und die auf ihm aufliegende Schuppenformation (S) läuft und das dem Durchmesser des sich auf dem Wickeldorn (1) befindlichen Wickels (22) entsprechend relativ zum Wickeldorn (1) derart verstellbar ist, dass das Auflageorgan (15) io mit einer vorzugsweise konstanten Kraft in Anlage am Wickel (22) gehalten ist.
  14. 14. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wippenartig ausgebildete Auflageorgan (15) um eine im wesentlichen parallel zur Wickeldornachse (la) ver-
    15 laufende Schwenkachse (16) schwenkbar ist und mittels einer Andrückeinrichtung (17), vorzugsweise mittels Federkraft, an den Wickel (22) angedrückt ist.
    20
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