CH643889A5 - Elektromagnetisch arbeitende jacquard-steuervorrichtung. - Google Patents

Elektromagnetisch arbeitende jacquard-steuervorrichtung. Download PDF

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CH643889A5
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Kresimir Mista
Hans-Juergen Hoehne
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Mayer Textilmaschf
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    • D03C3/20Electrically-operated jacquards
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    • D04B27/24Thread guide bar assemblies
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine elektromagnetisch arbeitende Jacquard-Steuervorrichtung, bei der jedem steuerbaren Element ein Elektromagnet, ein Anker, ein Stellglied, eine Mitnahmevorrichtung für die Hinbewegung und eine Rückstellfeder für die Rückbewegung des Stellglieds zugeordnet ist, wobei eine Anschlagfläche des Stellgliedes bei der Rückstellbewegung am Anker in Abhängigkeit von seiner Stellung zur Anlage kommen kann.
Eine bekannte Steuervorrichtung dieser Art weist als Stellglied nadeiförmige Schieber auf, die parallel nebeneinander angeordnet und an zwei Stellen gelagert sind. Die Anschlagfläche wird durch einen Haken an einem Ende gebildet. Jeder Schieber trägt einen Bund, an dessen einer Seite ein Mitnahmehebel und an dessen anderer Seite die Rückstellfeder angreift. Jedes Stellglied ist mit einem senkrecht dazu verlaufenden Platinenhaken gekuppelt, der über eine Harnischschnur mit dem steuerbaren Element, z.B. dem Verdrängerstift einer jacquard-gesteuerten Kettenwirkmaschine verbunden ist. Eine Messerleiste dient dazu, diese Platinenhaken bei jedem Arbeitszyklus anzuheben. An dieser Anhebebewegung nehmen lediglich diejenigen Platinenhaken nicht teil, die aufgrund der Kupplung mit vom Anker festgehaltenen Stellgliedern ausserhalb des Angriffsbereichs der Messerleiste gehalten sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektromagnetisch arbeitende Jacquard-Steuervorrichtung der eingangs beschriebenen Art anzugeben, die mit einer geringeren Zahl von Bauelementen auskommt, einen geringeren Platzbedarf hat und höhere Arbeitsgeschwindigkeiten ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst,
dass das Stellglied schwenkbar gelagert, von der Mitnahmevorrichtung in einer Drehrichtung über einen Arbeitswinkel mitnehmbar und von der Rückstellfeder über denselben Winkel rückstellbar ist, die Anschlagfläche am Umfang trägt und an einem Hebelarm eine Anschlussstelle aufweist, die bewegungsmässig mit dem steuerbaren Element verbunden ist.
Bei dieser Konstruktion entfallen die Platinenhaken und die zugehörige Messerleiste. Die erforderliche Bewegung der steuerbaren Elemente wird unmittelbar von der Schwenkbewegung des Stellgliedes abgeleitet. Jedes Stellglied benötigt auch nur eine Lagerstelle. Die Abmessungen des schwenkbaren Stellgliedes können wesentlich kleiner gehalten werden als die Abmessungen eines nadeiförmigen Stellgliedes und eines sich damit kreuzenden Platinenhakens. Da die Masse des Stellgliedes mit geringem Abstand von der Schwenkachse angeordnet ist, treten sehr geringe Trägheitsmomente auf, was eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit erlaubt.
Günstig ist es, wenn das steuerbare Element in an sich bekannter Weise durch eine Feder belastet ist und diese die Rückstellfeder für das Stellglied bildet. Hierdurch wird die Zahl der benötigten Elemente nochmals verringert.
Die Anschlussstelle und das steuerbare Element können über eine Harnischschnur verbunden sein. Es kommen aber auch andere, die Bewegung der Anschlussstelle auf das steuerbare Element übertragende Kupplungen in Betracht.
Wenn die steuerbaren Elemente über Harnischschnüre betätigte Verdrängerstifte von nebeneinander angeordneten Jacquard-Lochnadeln sind, empfiehlt es sich, die Stellglieder nebeneinander jeweils über den zugehörigen Verdrängerstift anzuordnen. Bisher lag die Steuervorrichtung zentral und war über abgewinkelte Harnischschnüre mit den Verdrängerstiften verbunden. Dies erforderte einen erheblichen Abstand, in der Grössenordnung von 2 m, weil sonst wegen zu starker Umlenkung der Schnüre diese und das Chorbrett rasch verschleissen, und für die Unterbringung sehr hohe, oftmals besonders dafür zu erstellende Gebäude. Nunmehr kann der Abstand ganz gering gehalten werden; die jacquardgesteuerte Maschine kann daher in Produktionshallen normaler Höhe untergebracht werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform schliesst an die Anschlagfläche eine Verdrängerfläche an, mit der der Anker bei der Mitnahmebewegung im zweiten Teil des Arbeitswin2
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kels gegen den ortsfesten Elektromagneten verlagerbar ist. Auf diese Weise wird die zwecks Stromersparnis übliche Annäherung zwischen Anker und Elektromagnet zusätzlich vom Stellglied bewirkt.
Zweckmässigerweise ist der Anker an seinem der Anschlagfläche abgewandten Ende drehbar gelagert und durch Federkraft in die Arretierungsstellung schwenkbar.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist dafür gesorgt, dass die Mitnahmevorrichtung um dieselbe Achse wie das Stellglied schwenkbar ist und eine Nase aufweist, die mit einem Kupplungsansachlag am Stellglied einseitig zusammenwirkt. Auf diese Weise lassen sich Mitnahmevorrichtung und Stellglied dicht nebeneinander anordnen.
Insbesondere können hierbei die Mitnahmevorrichtungen drehfest auf einer Welle gehalten sein, auf der auch die Stellglieder gelagert sind und die einen Hebel trägt, an dem ein bei jeder Umdrehung der Hauptwelle hin- und hergehender Antriebsstössel angreift. Dies ergibt einen besonders einfachen Antrieb der Mitnahmevorrichtung und eine einfache Lagerung der Stellglieder.
Mit besonderem Vorteil ist in die gemeinsame Leitung der mittels Einzelschaltelementen ansteuerbaren Elektromagnete ein elektrischer Schalter gelegt, der am Ende der Mitnahmebewegung und während des ersten Teils der Rückstellbewegung schliessbar ist. Eine längere Erregung der Elektromagnete ist nicht erforderlich, weil die Anker dann jenseits der Anschlagfläche abfallen und die vollständige Rückstellbewegung nicht mehr behindern können.
Besonders einfach ist es hierbei, wenn der elektrische Schalter durch ein Schaltsegment betätigt ist, das synchron mit der Hauptwelle umläuft.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen teilweise schematischen Querschnitt durch eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Steuervorrichtung und
Fig. 2 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, der Steuervorrichtung der Fig. 1.
Auf einem Rahmen 1 sind nebeneinander Elektromagnete 2 angeordnet. Jeder vermag einen Anker 3 festzuhalten, der um einen Drehpunkt 4 schwenkbar und durch eine Feder 5 in die veranschaulichte Arretierungsstellung schwenkbar ist. In Lagern 6 des Rahmens 1 ist eine Welle 7 gelagert, die einen Hebel 8 aufweist. An ihm greift ein Stössel 9 an, der über eine Kurbel 10 von der Hauptwelle 11 einer Kettenwirkmaschine angetrieben ist. Infolgedessen wird die Welle 7 bei jeder Umdrehung der Hauptwelle 11 um einen Arbeitswinkel a hin- und hergeschwenkt.
Auf der Welle 7 sind drehfest scheibenförmige Mitnahmevorrichtungen 12 montiert, die eine Nase 13 aufweisen und mit einem radialen Zahn 14 in eine Längsnut 15 der Welle 7 eingreifen. Frei drehbar auf der Welle 7 sind Stellglieder 16 gelagert, die einen Kupplungsanschlag 17 trägt, an welchem die Nase 13 angreifen kann. Am Umfang ist eine Anschlagfläche 18 vorgesehen, an der der Anker 3 in der veranschaulichten Stellung zur Anlage kommen kann, und im Anschluss daran eine Verdrängerfläche 19, mit der der Anker gegen den Elektromagneten 2 gedrückt werden kann. An einem Hebelarm 20 befindet sich eine Anschlussstelle 21. Diese ist über eine Harnischschnur 22 mit einem steuerbaren Element 23, s hier einem Verdrängerstift für Jacquard-Nadeln einer Kettenwirkmaschine verbunden. Dieses steuerbare Element ist in üblicher Weise durch eine Rückstellfeder 24 belastet und in Führungen 25 gehalten. Abstandselemente 26 sorgen für die richtige Distanz zwischen den aufeinanderfolgenden Paaren io von Mitnehmervorrichtungen 12 und Stellgliedern 16.
Die Elektromagnete haben eine gemeinsame Spannungsquelle 27 und in der gemeinsamen Zuleitung 28 einen elektrischen Schalter 29. In einer Steuervorrichtung 30 sind Einzelschaltelemente 31 vorgesehen, mit deren Hilfe je ein Elektro-15 magnet 2 angesteuert werden kann. Der elektrische Schalter 29 wird mittels eines Segments 32 betätigt, das mit der Hauptwelle 11 verbunden sein kann oder mit derselben Drehzahl umläuft.
Mit dieser Steuervorrichtung ergibt sich, ausgehend von 20 der Stellung nach Fig. 1, die folgende Betriebsweise. Wenn die Mitnahmevorrichtung 12 vom Stössel 9 in Uhrzeigerrichtung geschwenkt wird, nimmt die Nase 13 nach einem ersten Teil des Arbeitswinkels über den Kupplungsanschlag 17 das Stellglied 16 mit. Hierdurch wird der Anker 3 gegen den Elek-25 tromagneten 2 gedrückt. Zu diesem Zeitpunkt wird der elektrische Schalter 29 durch das Segment 32 geschlossen. Die Elektromagnete 2 können daher durch die Einzelschaltorgane 31 angesteuert werden. Ein Teil der Anker 3 wird daher von den Elektromagneten 2 festgehalten, der andere Teil mit-30 tels der Federn 5 in Abzugsrichtung belastet.
Schwenkt nun die Welle 7 zurück, so folgen die Stellglieder 16 der Nase 13 unter dem Einfluss der Rückstellfedern 24. Diejenigen Stellglieder, die einem nicht erregten Elektromagneten 2 zugeordnet sind, kommen nach einem Teil der Rückstellbewegung mit ihrer Anschlagfläche 18 am Anker 3 zur Anlage und können nicht mehr weiterdrehen. Sie behalten daher die in Fig. 1 veranschaulichte Lage. Diejenigen Stellglieder 16 jedoch, die einem erregten Magneten 2 zugeordnet sind, können sich unter dem Einfluss der Rückstellfeder 24 so weit weiterdrehen, wie es die Mitnahmevorrichtung 12 erlaubt. Gestrichelt ist hierbei die Lage 17a des Kupplungsanschlags eingezeichnet. In dieser Lage ist das steuerbare Element 23 in die gestrichelte Lage 23a gedrückt worden. Der Schalter 29 kann hierbei geöffnet werden, unmittelbar nachdem die Anschlagfläche 18 am unteren Ende des Ankers 3 vorbeigeschwenkt worden war.
Bei einem neuen Arbeitsspiel werden diejenigen Stellglieder 16, die einem erregten Elektromagneten 2 zugeordnet so waren, über den gesamten Arbeitswinkel a verschwenkt, diejenigen Stellglieder 16 jedoch, die einem nicht-erregten Elektromagneten 2 zugeordnet waren, nur über den letzten Teil dieses Arbeitswinkels. Hiermit beginnt ein neues Arbeitsspiel.
55 Die Steuervorrichtung eignet sich nicht nur für eine jac-quard-gesteuerte Kettenwirkmaschine, sondern bietet entsprechende Vorteile auch bei anderen jacquard-gesteuerten Textilmaschinen oder bei Schlagmaschinen für Jacquard-Karten.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

643 889 PATENTANSPRÜCHE
1. Elektromagnetisch arbeitende Jacquard-Steuervorrich-tung, bei der jedem steuerbaren Element ein Elektromagnet, ein Anker, ein Stellglied, eine Mitnahmevorrichtung für die Hinbewegung und eine Rückstellfeder für die Rückbewegung des Stellglieds zugeordnet ist, wobei eine Anschlagfläche des Stellglieds bei der Rückstellbewegung am Anker in Abhängigkeit von seiner Stellung zur Anlage kommen kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied (16) schwenkbar gelagert, von einer Mitnahmevorrichtung (12) in einer Drehrichtung über einen Arbeitswinkel mitnehmbar und von der Rückstellfeder (24) über denselben Winkel rückstellbar ist, die Anschlagfläche (18) am Umfang trägt und an einem Hebelarm (20) eine Anschlussstelle (21) aufweist, die bewe-gungsmässig mit dem steuerbaren Element (23) verbunden ist.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das steuerbare Element (23) durch eine Feder (24) belastet ist und diese die Rückstellfeder für das Stellglied
(16) bildet.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Anschlussstelle (21) und steuerbares Element (23) über eine Harnischschnur (22) verbunden sind.
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 3, bei der die steuerbaren Elemente Verdrängerstifte von nebeneinander angeordneten Jacquard-Lochnadeln sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellglieder (16) nebeneinander jeweils über den zugehörigen Verdrängerstift (23) angeordnet sind.
5. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an die Anschlagfläche (18)
eine Verdrängerfläche (19) anschliesst, mit der der Anker (3) bei der Mitnahmebewegung im zweiten Teil des Arbeitswin-kels gegen den ortsfesten Elektromagneten (2) verlagerbar ist.
6. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker (3) an seinem der Anschlagfläche (18) abgewandten Ende drehbar gelagert ist und dass er durch Federkraft in die Arretierungsstellung schwenkbar ist.
7. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahmevorrichtung (12) um dieselbe Achse wie das Stellglied (16) schwenkbar ist und eine Nase (13) aufweist, die mit einem Kupplungsanschlag
(17) am Stellglied einseitig zusammenwirkt.
8. Steuervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahmevorrichtungen (12) drehfest auf einer Welle (7) gehalten sind, auf der auch die Stellglieder (16) gelagert sind und die einen Hebel (8) trägt, an dem ein bei jeder Umdrehung der Hauptwelle (11) hin- und hergehender Antriebsstössel (9) angreift.
9. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in die gemeinsame Leitung (28) der mittels Einzelschaltelementen (31) ansteuerbaren Elektromagnete (2) ein elektrischer Schalter (29) gelegt ist, der am Ende der Mitnahmebewegung und während des ersten Teils der Rückstellbewegung schliessbar ist.
10. Steuervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Schalter (29) durch ein Schaltsegment (32) betätigt ist, das synchron mit der Hauptwelle (11) umläuft.
CH66980A 1979-02-06 1980-01-28 Elektromagnetisch arbeitende jacquard-steuervorrichtung. CH643889A5 (de)

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