CH660721A5 - Pneumatische garnspleisseinrichtung und verfahren zu deren betrieb. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine pneumatische Garnspleisseinrichtung nach dem Oberbegriff des Patentan-30 spruchs 1, sowie auf ein Verfahren zum Betrieb dieser Garnspleisseinrichtung.
Bei einer automatischen Haspel für gesponnene Garne wurde das Spleissen bislang durch Knotenbildung mittels eines mechanischen Anknüpfapparats durchgeführt. Häufig 35 wurde ein Verfahren gewählt, bei dem das Spleissen durch ein Verfitzen von Fasern der Garnenden unter Einsatz von Luft bewirkt wurde. Dieses Verfahren ist insofern fortschrittlich, als kein Knoten gebildet wird; die Weiterverarbeitung wird dadurch erleichtert, und es wird ein Produkt 40 mit einem gefälligen Aussehen erhalten.
Solch eine Garnspleisseinrichtung wurde z. B. im US-Patent 4 263 775 vorgeschlagen. Bei dieser Einrichtung besteht jedoch ein Problem darin, einen Luftstrom zu veranlassen derart auf die Garnenden beim Spleissen einzuwirken, 45 dass eine zufriedenstellende Verbindung erhalten wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in erster Linie darin, eine derartige Garnverbindung mit einem exzellenten Aussehen und einer hohen Festigkeit zu schaffen.
Für die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss 50 eine pneumatische Garnspleisseinrichtung vorgeschlagen, die durch den Patentanspruch 1 definiert ist. Weiterhin um-fasst die erfindungsgemässe Lösung ein im Patentanspruch 10 definiertes Verfahren für den Betrieb dieser Garnspleisseinrichtung.
55 Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht des Gesamtaufbaus der Spieisseinrichtung nach den Merkmalen der Erfindung,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Hauptteils der in Fig. 1 ge-60 zeigten Spieisseinrichtung,
Fig. 3 und 4 Aufsichten auf den Hauptabschnitt der in Fig. 1 gezeigten Spieisseinrichtung,
Fig. 5 eine Aufsicht zur Verdeutlichung einer Ausführungsform eines Spleissglieds,
65 Fig. 6 eine Ansicht einer Düse nach Fig. 5 in ihrem Querschnitt,
Fig. 7 eine schematische Darstellung eines Betriebszustands einer Steuerdüse,
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Fig. 8 bis 11 Seitenansichten zur Verdeutlichung des Betriebs der Spieisseinrichtung,
Fig. 12 bis 15 schematische Darstellungen von Strömungsverläufen in einer Spieissbohrung,
Fig. 16 und 17 schematische Darstellungen von Garnbewegungen in der Spieissbohrung,
Fig. 18 eine Aufsicht auf eine andere Ausführungsform eines Spleissglieds,
Fig. 19 eine schematische Darstellung des Querschnitts der Düse bei der Ausführungsform nach Fig. 18,
Fig. 20 eine Aufsicht auf eine weitere Ausführungsform des Spleissglieds,
Fig. 21 eine schematische Darstellung des Querschnitts der Düse bei dem in Fig. 20 gezeigten Ausführungsbeispiel, Fig. 22 eine Aufsicht auf eine weitere abgewandelte Ausführungsform des Spleissglieds und
Fig. 23 eine schematische Darstellung des Querschnitts der Düsen der in Fig. 22 gezeigten Ausführungsform.
In Fig. 1 ist eine Ausführungsform der Spieisseinrichtung nach der Erfindung schematisch dargestellt, welche einen Zustand illustriert, in dem zu spleissende Garne YP und YB von Saugröhrchen 49 und 48 geführt werden. Ein Spieissglied 1 ist im Zentralbereich der Einrichtung angeordnet und umfasst, wie in Fig. 5 gezeigt, eine zylindrische Spleissboh-rung 2, einen Schlitz 3, eine tangential zur Spieissbohrung 2 hin geöffnete Düse 5 und eine zum Zentrum der Spleissboh-rung 2 hin geöffnete Düse 4. Die Düsen 4 und 5 sind mit einer Druckluft-Zufuhrleitung 7 über eine Lufteinlassbohrung 6 verbunden. Die Düsen 4 und 5 besitzen, wie in Fig. 6 gezeigt, einen kreisförmigen Querschnitt. Ein Garnandrückhebel 8 ist zu beiden Seiten des Spleissglieds 1 vorgesehen, und Steuerdüsen 10 und 11 sind durch eine Halterung 9 hindurch geöffnet. An der Halterung 9 sind Garnführungen 19,20, 21 und 22 angebracht. Zu beiden Seiten der Halterung 9 sind Garntrennvorrichtungen 23 und 24 angeordnet, und an den Aussenseiten der Trennvorrichtungen sind Gabelführungen 25 und 28 vorgesehen. An den Gabelführungen 25 und 28 sind Garnführungsnuten 26,27, 29 und 30 ausgebildet. Eine Einklemmvorrichtung 35, umfassend einen Drehhebel 36 und eine federnd abgestützte Klemmplatte 37, ist oberhalb der Gabelführung 25 vorgesehen, um das Garn YP beim Spieissvorgang zu halten. Eine Einklemmvorrichtung 38, umfassend einen Hebel 39 und eine bewegliche Klemmplatte 40 ist unterhalb der Gabelführung 28 vorgesehen, um das Garn YB beim Spieissvorgang zu halten. Ein Paar Garnführungshebel 32 mit einer Stützwelle 31 sind seitlich entlang der Spieisseinrichtung angeordnet, um die Garne YB und YP, die zur vorderen Fläche der Spieisseinrichtung mittels der Saugröhrchen 48 und 49 geführt sind, in die Spieisseinrichtung einzuführen. Ein Anschlag 33 ist für den Garnführungshebel 32 vorgesehen. Unterhalb der Spieisseinrichtung ist ein Detektor 41 angeordnet, um das Garn YP vor dem Spieissvorgang und das Garn YB nach dem Spieissvorgang zu überpfüfen. Der Detektor 41 ist an einer Führungsplatte 42 angebracht, und Wechselhebel 44 und 45 mit einer Drehwelle 43 sind derart angeordnet, dass der Detektor 41 zwischen den Wechselhebeln 44 und 45 liegt.
Wie in Fig. 7 gezeigt, umfasst jede der Steuerdüsen 10 und 11 ein Düsenrohr 14, das mit Gleitsitz in eine durch einen Block 12 hindurchgehende ausgebildete Düsenbohrung 13 eingepasst ist. Eine Düsenstrahlbohrung 16 ist im Düsenrohr 14 derart ausgebildet, dass es bezüglich des Innendurchmessers nach innen abgewinkelt ist; von einer Druckluftzufuhrleitung 18 durch eine Zuführungsbohrung 17 gelieferte Druckluft wird aus dieser Düsenstrahlbohrung 16 ausgestrahlt. Der Endabschnitt des Düsenrohrs 14 ist mit einer biegsamen Leitung 15 verbunden, die an eine nicht gezeigte
Saugleitung angeschlossen ist, um eine Saugwirkung auf das abgetrennte Garnende in dem Düsenrohr 14 auszuüben.
Die Arbeitsweise der in der vorstehend beschriebenen Art aufgebauten Spieisseinrichtung wird nun beschrieben.
Das Garn YP wird von dem Saugröhrchen 49 von oberhalb der Spieisseinrichtung zugeführt. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich der Schwenkhebel 36 und der Wechselhebel 44 in Stellungen, die durch stark ausgezogene Linien in Fig. 3 angegeben sind, und das Garn YP ist in die Führungsnut 54 des Wechselhebels 43 eingeführt und wird vom Detektor 41 überprüft. Am Detektor 41 ist ein Trennelement angebracht, und dieses wird betätigt, wenn auf dem Garn YP vom Detektor 41 eine Schadstelle festgestellt wird, so dass das Führen des Garns mittels des Garnführungshebels 32, was nachstehend beschrieben wird, nicht in zufriedenstellender Weise durchgeführt wird und der Spieissvorgang misslingt. Wenn das Überprüfen durch den Detektor 41 beendet ist, wird der Wechselhebel 44 in eine Position bewegt, die durch gestrichelte Linien in Fig. 4 eingezeichnet ist, und das Garn YP wird in eine Ausweichnut 46 aus der Führungsnut 45 verlagert und ist vom Detektor 41 entfernt. Gleichzeitig wird der Schwenkhebel 36 in die strichpunktiert in Fig. 3 eingezeichnete Position bewegt, um das Garn YP dicht zur Klemmplatte 37 hin zu bringen. Auch wird der Garnandrückhebel 8 in die in Fig. 4 strichpunktiert eingezeichnete Position, aus der mit ausgezogenen Linien eingezeichneten Stellung, verlagert, damit er für die anschliessende Garnführung vorbereitet ist.
Das Garn YB wird vom Saugluftröhrchen 48 von unterhalb der Spieisseinrichtung her zugeführt. Dieses Garn YB verläuft auf der linken Seite des Schwenkhebels 36, der sich in der gestrichelt in Fig. 3 eingezeichneten Stellung befindet, und steht in Berührung mit einem Hakenabschnitt 47 des Wechselhebels 44. Die Lage der Garne YP und YB in diesem Zeitpunkt ist in Fig. 1 dargestellt. Sodann wird der Garnführungshebel 32 in eine Lage gedreht, in der er am Anschlag 33 anliegt, um die Garne YP und YB in die Spieisseinrichtung hineinzuführen. Gleichzeitig wird der Garnandrückhebel 8 in die in Fig. 4 fest ausgezogen dargestellte Position zurückbewegt, um den vorgenannten Betriebsablauf zu unterstützen. Der Betriebszustand in diesem Zeitpunkt ist in den Fig. 2 und 8 dargestellt. Das Garn YP ist zwischen dem Schwenkhebel 36 und der Klemmplatte 37 und durch die Führungsnut 27 der Gabelführung 25 hindurch geführt; das Garn YP ist zur Führungsnut 30 der Gabelführung 28 durch den Nutabschnitt zwischen den Garnführungen 19 und 20, die Spieissbohrung 2 und die Garntrennvorrichtung 24 hindurch geführt. Das Garn YB verläuft zwischen der beweglichen Klemmplatte 40 und dem Hebel 39 sowie durch die Führungsnut 29 der Gabelführung 28 und ist zur Führungsnut 26 der Gabelführung 25 durch den Nutabschnitt zwischen den Garnführungen 21 und 22, die Spieissbohrung 2 und die Garntrennvorrichtung 33 hindurch geführt.
Der Schwenkhebel 36 ist an die Klemmplatte 37 angedrückt, um das Garn YP eingeklemmt zu halten, und zur gleichen Zeit ist die bewegliche Klemmplatte 40 an den Hebel 39 angedrückt, um das Garn YB eingeklemmt zu halten. Sodann werden die Garntrennvorrichtungen 23 und 24 betätigt. Fast gleichzeitig werden die Steuerdüsen 10 und 11 aktiviert, um beide Garnenden YB und YP anzusaugen. Wie in Fig. 7 gezeigt, wird der Saugeffekt aufgrund des Unterdrucks in der flexiblen Leitung ausgeübt und durch die Luftzufuhrbohrung 17 eingeleitete Druckluft wird von der Düsenstrahlbohrung 16 ausgestrahlt. Die aus der Düsen-strahlöffnung 16 ausgestossene Druckluft erzeugt einen in das Innere des Düsenrohrs 14 gerichteten Wirbelstrom. Durch diesen Wirbelstrom werden die im Düsenrohr 14 befindlichen Garnenden aufgedreht und Faserteile der Garnen5
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den werden weggeblasen, wodurch büschelförmige Garnenden, die sich zum Spleissen eignen, gebildet werden können. In diesem Zeitpunkt wird, wie in Fig. 9 gezeigt, der Garnfüh-rungshebel 32 etwas zurückgezogen, um die Garne YP und YB weiter in das Innere des Düsenrohrs 14 hineinzufördern.
Danach wird, wie in Fig. 10 gezeigt, der Garnführungs-hebel 32 vorverlagert, um die Garne YP und YB aus dem Düsenrohr 14 zu ziehen, und der Garnandrückhebel 8 wird vorgeschoben, um die aufgedrehten Garnenden YP und YB im Innenbereich der Spieissbohrung 2 anzuordnen. Zu diesem Zeitpunkt werden die Spitzen beider Garnenden YP und YB in die Nähe der Stirnflächen der Steuerdüsen 10 und 11, wie in Fig. 11 gezeigt, angeordnet, und ein Durchhängen der Garne wird durch die Wirkung der Steuerdüsen 10 und 11 verhindert. Bevor der Garnführungshebel 32 vorgeschoben wird, wird der Anschlag 33 bewegt und der Garnführungshebel 32 wird von einem dahinterliegenden lagenveränderbaren Anschlag 34 angehalten. Dieser Anschlag 34 übt die Funktion aus, das Ausmass des Herausnehmens beider Garnenden YP und YB aus dem Düsenrohr 14 zu ändern, indem die Anschlagposition des Garnführungshebels 32 geändert wird, um so die Länge des Überlappungsabschnitts beider Garnenden YP und YB zu verändern und damit die Länge der Verbindung.
Danach wird der Spieissvorgang in der Spieissbohrung mittels Druckluft ausgeführt. Weil die Länge des sich von der Lufteinlassbohrung 6 zur Düse 5 erstreckenden Durchlasses grösser ist als die Länge des sich von der Lufteinlass-bohrung 6 zur Düse 4 erstreckenden Durchlasses, wird zwischen dem Einsetzen der Strömung an der Düse 4 und dem Einsetzen der Strömung an der Düse 5 eine Zeitverzögerung geschaffen. Die Düse 4 wird nämlich zunächst allein betätigt und dann beide Düsen 4 und 5. Der Anfangszustand, in dem die Düse 4 allein betätigt ist, wird «Schritt A» und der nachfolgende Schritt, bei dem die beiden Düsen 4 und 5 betätigt werden, wird «Schritt B» genannt. Der von der Düse 4 in der Spieissbohrung 2 erzeugte Luftstrom umfasst, wie in Fig. 12 gezeigt, einen direkten geraden Strom 50, der die Spleissboh-rung 2 durchquert und einen kreisförmigen Strom 51, und der Luftstrom wird aus beiden offenen Stirnflächen der Spieissbohrung 2, wie in Fig. 13 gezeigt, ausgetragen. Der in der Spieissbohrung 2 von der Düse 5 erzeugte Luftstrom ist ein sich drehender Strom 52, wie in Fig. 14 gezeigt, und der Luftstrom wird an beiden Stirnseiten der Spieissbohrung 2, wie in Fig. 15 gezeigt, ausgetragen.
Im Schritt A, wenn der kreisförmige Strom 51 an beiden Garnen YP und YB anlangt, die im Inneren der Spleissboh-rung 2, wie in Fig. 11 gezeigt, angeordnet und überlappt sind, wird durch Einwirken des Kreisstroms der Beginn eines Verfitzens zwischen Fasern des Berührungsabschnitts beider Garne YB und YP bewirkt. Dann werden beide Garne YP und YB vereint und von den Luftströmen in der Spleissboh-rung 2 bewegt. Diese Bewegungen der Garne sind so, wie in den Fig. 16 oder 17 gezeigt, oder umfassen Kombinationen aus den dargestellten Bewegungen. Während dieser Bewegungen werden speziell durch Einwirkung des geraden Stroms 50 die Fasern beider Garne YP und YB zunehmend miteinander verwirbelt oder verzwirnt, und es wird eine fest verfitzte Verbindung erhalten. Die Spitzen beider Garnenden, welche vor dem Spleissen unter dem Wirkeinfluss der Düsen 14 standen, werden während dieser Bewegungen miteinander verfitzt und aus dem Wirkungsbereich der Düsenrohre 14 freigelassen.
In dem nachfolgenden Schritt B wird die Strömung von der tangential offenen Düse 5 eingeleitet, und der Einfluss der Drehströmung 52 aus der Düse 5 wird grösser, und beide Garnenden YP und YB werden von der Drehströmung 52 verdreht. Zìi diesem Zeitpunkt wird die Verfitzung der Fasern in den Oberflächenbereichen beider Garnenden YP und YB durch die Reibung an der Innenwand der Spleissboh-rung 2 und die Rotation der Luft-Drehströmung unterstützt, und die Spitzen beider Garnenden YP und YB, die auf den Aussenseiten zu beiden Enden der Spieissbohrung 2 lagen, werden in ausreichender Weise miteinander verdreht, wodurch eine Verbindung mit einer zufriedenstellenden Form, frei von Knötchen und Noppen geformt werden kann.
Nach Beendigung des Spieissvorgangs geben die Klemmvorrichtungen 35 und 38 das Garn frei, und der Garnandrückhebel 8 sowie der Garnführungshebel 32 werden zurückgezogen, und das Garn kann die Spieisseinrichtung verlassen.
Aus der vorstehenden Beschreibung der Erfindung ist ersichtlich, dass sich die Erfindung dadurch auszeichnet, dass der Spieissvorgang in der Spieissbohrung 2 in die Schritte A und B aufgeteilt ist, wobei im Schritt A das Verwirbeln und Drehen der Fasern durch den Luftstrom aus der Düse unterstützt wird, die zum Zentrum der Spieissbohrung 2 hin geöffnet ist, um eine ausreichende Festigkeit für die Verbindung zu erzeugen, und im Schritt B nicht nur die zum Zentrum der Spieissbohrung 2 hin offenstehende Düse, sondern auch die in Tangentialrichtung sich öffnende Düse betätigt wird, um die Drehströmung auf die Garnenden aufzubringen, wodurch eine Verbindung mit einer zufriedenstellenden Form, die frei von Noppen ist, erhalten werden kann.
Die Fig. 18 bis 23 zeigen weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung. Bei einer in den Fig. 18 und 19 dargestellten Ausführungsform ist der Abschnitt einer Düse 53, der zum Zentrum einer Spieissbohrung 59 hin geöffnet ist, in Form eines Langlochs, axial zur Spieissbohrung 59 ausgerichtet, ausgeführt.
Bei einer in den Fig. 20 und 21 dargestellten Ausführungsform ist eine tangential zu einer Spieissbohrung 60 geöffnete Düse 56 im Innenbereich der Spieissbohrung 60 vom Schlitz 3 entfernt liegend vorgesehen; jede der Düsen 55 und 56 besitzt einen kreisförmigen Querschnitt.
Bei einer in den Fig. 22 und 23 abgebildeten Ausführungsform ist der zum Zentrum einer Spieissbohrung 61 hin offenstehende Abschnitt einer Düse 57 in Axialrichtung der Spieissbohrung 61 langlochförmig ausgeführt, und eine tangential geöffnete Düse 58 ist im Innenbereich der Spleissboh-rung 61 vorgesehen.
Obwohl bestimmte bevorzugte Ausführungsbeispiele gezeigt und beschrieben wurden, soll dies so verstanden werden, dass viele Änderungen und Modifikationen vorgenommen werden können, ohne dadurch vom Schutzumfang der zugehörigen Ansprüche abzuweichen.
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Claims (10)
- 660 721PATENTANSPRÜCHE1. Pneumatische Garnspleisseinrichtung mit einem an einer Halterung angebrachten, in ihrem zentralen Bereich angeordneten Garnspleissglied, dadurch gekennzeichnet, dass das Garnspleissglied (1) eine sich zwischen den Seitenflächen des Spieissglieds erstreckende zylindrische Spieissbohrung(2) aufweist, ferner einen über die gesamte Länge der Spieissbohrung tangential zu ihr verlaufenden Schlitz (3), eine im wesentlichen zum Zentrum der Spieissbohrung hin geöffnete erste Düse (4) und eine tangential zur Spieissbohrung hin geöffnete zweite Düse (5).
- 2. Pneumatische Garnspleisseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Düse (4, 5) mit einer Druckluft-Zufuhrleitung (7) über eine Luftzufuhrbohrung (6) verbunden und so angeordnet sind, dass die Länge eines Kanals von der Zufuhrbohrung zur zweiten Düse (5) grösser ist als die Länge eines Kanals von dieser Zufuhrbohrung zur ersten Düse (4), so dass eine Zeitverzögerung zwischen dem Strömungsbeginn an der ersten Düse und dem Strömungsbeginn an der zweiten Düse geschaffen wird.
- 3. Pneumatische Garnspleisseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Öffnung der ersten Düse (4) an einem Wandungsabschnitt der Spieissbohrung (2) in der Nähe des Schnittbereichs zwischen Schlitz(3) und Spieissbohrung befindet und dass die Öffnung der zweiten Düse (5) an dem der ersten Düse gegenüberliegenden Wandungsabschnitt in der Nähe des Schlitzes vorgesehen ist.
- 4. Pneumatische Garnspleisseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Düse (4, 5) jeweils einen kreisförmigen Querschnitt besitzen.
- 5. Pneumatische Garnspleisseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Düse einen Abschnitt (53) mit einer Langlochform in Axialrichtung der Spieissbohrung (59) besitzt und dass die zweite Düse (54) kreisförmig ist.
- 6. Pneumatische Garnspleisseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung der ersten Düse (57) an einem Wandungsabschnitt der Spleissboh-rung (61).in der Nähe des Schnittbereichs zwischen Schlitz und Spieissbohrung und die Öffnung der zweiten Düse (58) an dem der ersten Düse gegenüberliegenden Wandungsabschnitt, vom Schlitz entfernt im Innenbereich der Spleissboh-rung, vorgesehen ist.
- 7. Pneumatische Garnspleisseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Düse jeweils einen kreisförmigen Querschnitt besitzen.
- 8. Pneumatische Garnspleisseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Düse (57) einen Abschnitt mit einer Langlochform in Axialrichtung der Spieissbohrung (61) besitzt und dass die zweite Düse (58) kreisförmig ist.
- 9. Pneumatische Garnspleisseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch ein Paar Garnandrückhebel (8), ein Paar Steuerdüsen (10,11), ein Paar Garnführungen (19 bis 22), ein Paar Garnschneider (23,24) und ein Paar Gabelführungen (25,28), wobei diese paarweisen Elemente beidseitig des Garnspleissglieds (1) vorgesehen sind, ferner durch ein Paar Garnführungshebel (32), die am oberen und unteren Ende einer Stützwelle (31) drehfahig befestigt und längsseits des Garnspleissglieds vorgesehen sind.
- 10. Verfahren zum Betrieb der pneumatischen Garnspleisseinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Verfahrensschritte:Einführen der Garne in die Spieissbohrung der Garnspleisseinrichtung und in die Garntrennvorrichtungen zu beiden Seiten der Spieissbohrung,Einklemmen und Halten der Garne mittels an den Aus-senseiten der Garntrennvorrichtungen vorgesehenen Klemmvorrichtungen,Abschneiden der Garnenden und Einsaugen der abge-5 schnittenen Garnenden in Steuerdüsen durch Saug-Betäti-gung dieser Steuerdüsen,Zuführen eines Druckluftstrahls zu den Garnenden, um sie aufzulockern und aufzudrehen,Herausziehen der Garnenden aus der Steuerdüse und io Einsetzen der Garnenden zum gegenseitigen Überlappen in dem Innenraum der Spieissbohrung undSpleissen der Garnenden durch Zuführen von Druckluft an die Spieissbohrung, wobei der Spieissvorgang in der Spieissbohrung in zwei Schrit-15 ten durchgeführt wird: in einem ersten Schritt werden die Fasern durch einen Druckluftstrahl aus einer Düse aufgewirbelt, deren Öffnung auf den Zentralbereich der Spleissboh-rung ausgerichtet ist, und in einem zweiten Schritt wird auf die Fasern mit einem Druckluftstrahl eingewirkt, der sowohl 20 aus der zum Zentralbereich der Spieissbohrung hin offenen Düse als auch aus einer Düse strömt, deren Öffnung in tangentialer Richtung zur Spieissbohrung angeordnet ist.
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