CH673753A5 - - Google Patents

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CH673753A5
CH673753A5 CH2874/87A CH287487A CH673753A5 CH 673753 A5 CH673753 A5 CH 673753A5 CH 2874/87 A CH2874/87 A CH 2874/87A CH 287487 A CH287487 A CH 287487A CH 673753 A5 CH673753 A5 CH 673753A5
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CH2874/87A
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Description

BESCHREIBUNG Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Heukonservierungszusammensetzung, welche insbesondere für stark feuchtes Heu nützlich ist. Eines der Probleme mit stark feuchtem Heu ist die Schädigung unf Fäulnis, welche durch spontane Wärmebildung verursacht wird.
Die Konservierung der Nährstoffe in Luzerne und anderen Grünpflanzen für die Tierfütterung ist abhängig vom Konservierungsverfahren. Idealerweise müsste Luzerne sehr schnell geerntet und unmittelbar getrocknet werden um eine maximale Nährstoffkonservierung zu erhalten. Gegenwärtig ist dies jedoch eine technologisch nicht machbare Alternative. Die Qualität von Luzerneheu ist jedoch abhängig von verschiedenen Variablen, wie dies von einem perfekt konservierten Produkt der Fall ist: Grad der Feuchtigkeitsentfernung, Temperatur bei welcher die Feuchtigkeit entfernt wurde, Temperatur der nachfolgenden Lagerung, ursprüngliche Nährstoffkonzentration, mikrobielle Last und Zeitdauer bei verschiedenen Feuchtigkeitsstufen im Trocknungsverfahren. All diese Faktoren werden beeinflusst durch die Feldbedingungen, wie Feuchtigkeit, Temperatur, Regenfall, Windgeschwindigkeit (welche die Trocknungsgeschwindigkeit beeinflusst) und schliesslich durch Charakteristiken der Pflanzen selbst wie Reife, Schnitt, allgemeine Wachstumsbedingungen und schliesslich die Sorte der Luzerne.
Unvoreingenommen scheint es, dass ein extrem schnelles Feldtrocknen auf niedere Feuchtigkeiten vor der Ballenbildung eine optimale Situation darstellen würde. Dieses Verfahren führt unglücklicherweise zu beträchtlichen Nährstoffverlusten wegen Blattverlusten und verminderten Trockensubstanzausbeuten. Die Erkenntnis dieser Tatsache hat dazu geführt, dass Heuproduzenten Ballen mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt produzierten. Diese Praxis führte jedoch zum Modern und anschliessender Nahrungszurückweisung, zur Mykotoxikose und minderer Leistung der Tiere. Demzufolge besteht ein reales und laufendes Bedürfnis nach der Entwicklung von Heukonservierungsmitteln um den Produzenten die Erzeugung von Futter von maximaler Qualität zu ermöglichen.
Idealerweise sollte ein Heukonservierungsmittel mindestens folgende Eigenschaften aufweisen: Es sollte das Modern der Ballen bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 20 bis 30% vermeiden; es sollte die grüne Farbe des Heus konservieren; es sollte den Stickstoff in einer leicht zugänglichen Form erhalten; es sollte den Trocknungsgrad von behandeltem Heu beschleunigen; es sollte die Tierleistung erhöhen, verglichen mit unbehandelten Ballen, welche bei einem ähnlichen Feuchtigkeitsgehalt hergestellt wurden; es sollte die gesamte Betriebswirtschaftlichkeit erhöhen, indem Verluste bei der Ernte und nach der Ernte vermieden werden; und es sollte allgemein das Betriebseinkommen erhöhen, indem Ballen von hoher Qualität produziert werden.
Das erste Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Heukonservierungszusammensetzung zur Verfügung zu stellen, insbesondere für die Verwendung bei Heu mit hohem Feuchtigkeitsgrad, damit das Heu noch als Futter mit maximaler Qualität verwendet werden kann.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein verbessertes Heukonservierungsmittel zur Verfügung zu stellen, welches die meisten der obengenannten Eigenschaften des idealen Konservierungsmittels aufweist.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in einer Heukonservierungsmittelzusammensetzung, welches synergistisch mit einer wirkungsvollen Wärmereduktion in Heu mit hoher Feuchtigkeit agiert.
Noch ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass das Heukonservierungsmittel zu einem Qualitätsheuprodukt führt, bezüglich Temperatur, Gewinnung des Trockenmaterials, des Stickstoffprofils, der Farbe und der Menge Mikroorganismen einchliesslich der Hefen-und Schimmelpilze.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Heukonservierungsmittel zur Verfügung zu stellen, welches mindestens eine Mischung einer anorganischen Salz-
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'10
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65
3
673 753
Zusammensetzung von Zinkoxid, Magnesiumoxid und einer wasserlöslichen Kupferquelle; und eine zweite Komponente, welche eine organische Säure darstellt, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Essigsäure, Propionsäure und Sorbinsäure, enthält.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass eine Zusammensetzung von drei Komponenten zur Verfügung gestellt wird, welche die beiden oben genannten Kombinationen und als dritte Komponente Mikroorganismen, wie Stroptococcus faecium enthält.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Konser-. Vierungszusammensetzung für Heu von hoher Feuchtigkeit. Die Zusammensetzung besteht in einer Form aus mindestens zwei Komponenten, und in einer bevorzugten Form aus mindestens drei Komponenten. In der ersten Zweikomponentenform besteht die Zuammensetzung aus einer Mischung einer anorganischen Salzkomponente, welche Zinkoxid, Magnesiumoxid und eine wasserlösliche Kupferionenquelle, vorzugsweise Kupfersulfat enthält und aus einer zweiten Komponente, welche eine organische Säure aus der Gruppe Essigsäure, Propionsäure und Sorbinsäure enthält. In der bevorzugten zweiten Ausführungsform besteht eine dritte Komponente aus einem Mikroorganismus, dem Streptococcus faecium. Es besteht ein Synergismus zwischen den beiden Komponenten ebenso wie mit der dritten Komponente, wobei die Temperatur signifikant reduziert wird und demzufolge die zersetzenden Effekte in Luzerneheu reduziert werden.
Die Heukonservierungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung ist eine Trockenkomponentenmischung, welche verdünnt und zur Behandlung von Heu verwendet wird, typischerweise durch Sprühapplikation. Wenn nicht anders angegeben, bezieht sich der Ausdruck Zusammensetzung nachstehend auf eine Trockengewichtsbasis.
In ihrer allgemeinsten Ausführungsform enthält die Zusammensetzung als erste Komponente eine anorganische Salzmischung von Zinkoxid, Magnesiumoxid und einer wasserlöslichen Kupferionenquelle, kombiniert mit einer zweiten Komponente einer organischen Säure oder einem wasserlöslichen Salz dieser Säure, wobei die Säure ausgewählt ist aus Essigsäure, Propionsäure und Sorbinsäure.
Der Anteil der anorganischen Mischung beträgt vorzugsweise 4 bis 75 Gew.% bezogen auf die Zusammensetzung, vorzugsweise 35 bis 50 Gew.%. Es hat sich als kritisch erwiesen, dass die Zink- und Magnesiumquellen tatsächlich die entsprechenden Oxide sind. Demzufolge muss der Ausdruck «anorganische Salzmischung» so verstanden werden, dass die Oxidform von Zink und Magnesium enthalten sind. Es wurde gefunden, dass andere Formen und Quellen von Zink und Magnesium nicht zu einer merklichen Wärmereduktion führten. Anders gesagt wird angenommen, dass es kritisch ist, dass die Zinkquelle Zinkoxid ist und die Magnesiumquelle Magnesiumoxid ist. Bezüglich der Kupferionenquelle jedoch ist es in der Zusammensetzung nicht kritisch, dass die exakte Salzform des Kupfers das bevorzugte Sulfat ist. Jede wasserlösliche Kupferionenquelle ist zweckmässig, eine, welche jedoch befriedigend wirkt, ist das bevorzugte Kupfersulfat.
Im Hinblick auf die erste anorganische Salzmischungskomponente innerhalb dieser Komponente selbst ist bevorzugt, dass das Verhältnis von Magnesiumoxid zu Zinkoxid zur wasserlöslichen Kupferionenquelle im Bereich von 100:10:1 bis 100:50:5 ist. Der bevorzugteste Bereich der Gewichtsverhältnisse für Zinkoxid, Magnesiumoxid und wasserlösliche Kupferionenquelle liegt im Bereich der Gewichtsverhältnisse von 100:10:1 bis 100:20:2.
Die oben erwähnte anorganische Salzmischung ist, wenn sie mit einer organischen Säure, vorzugsweise Sorbinsäure,
kombiniert wird, sehr wirkungsvoll bei der Konservierung der Heufarbe und bei der Wärmekontrolle. Die Wärmekontrolle wird bei der Mischung der zwei signifikant verbessert im Vergleich mit jeder einzelnen Komponente. 5 Die organische Säurekomponente ist ausgewählt aus der Gruppe Essigsäure, Propionsäure und Sorbinsäure, Es ist jedoch beabsichtigt, dass wasserlösliche Salzformen der Säuren, wie beispielsweise Kalium und Natriumsalze der Säuren ebenfalls verwendet werden können und unter die Definition io der vorliegenden Erfindung fallen. Die meist bevorzugte Säure ist, da sie den bemerkenswertesten synergistischen Effekt in Kombination mit den anorganischen Salzkomponenten zu erzielen scheint, die Sorbinsäure.
Der Anteil der organischen Säure auf Trockengewichts-15 basis beträgt 25 bis 96 Gew.% der Konservierungsmittelzusammensetzung, vorzugsweise 50 bis 65 Gew.%.
Überraschenderweise wurde gefunden, dass die Zusammensetzung noch weiter verbessert werden kann vom Stand-20 punkt ihrer Konservierungswirkung auf Heu von hoher Feuchtigkeit, wenn die Zusammensetzung gewisse Mikroorganismen enthält. Diese Organismen sind Streptococcus faecium. Andere wurden ebenfalls getestet, jedoch konnte kein synergistischer Effekt nachgewiesen werden. Wenn jedoch 25 eine Kombination von Steptococcus faecium mit der ersten anorganischen Salzmischungskomponente und der zweiten organischen Säurekomponente vorhanden ist, wird der Effekt der Temperaturreduktion erhöht. Anders gesagt scheint die Kühlwirkung auf die Heuzusammensetzung grösser zu 30 sein. Dies ist überraschend aufgrund der Tatsache, dass, wenn Streptococcus faecium allein dem Heu zugesetzt wird, dieses heisser wird.
Der Anteil der zugesetzten Organismen ist genügend bei einer Konzentration von mindestens 105 Organismen pro 35 Gramm Gewicht der Zusammensetzung, vorzugweise sind in einem genügenden Anteil 105 bis 10" Organismen pro Gramm der Zusammensetzung enthalten.
Es gibt einige bevorzugte Streptococcus faecium-Stäm-40 me, welche isoliert wurden und vorzugsweise in der erfin-dungsgemässen Zusammensetzung verwendet werden. Diese Stämme sind auf Wunsch bei dem Anmelder erhältlich und werden als Stämme 248,202, 452 und 434 bezeichnet. Die Stämme wurden bei der American Type Culture Collection, 45 12301 Parklawndrive, Rockville, Maryland 20852 US hinterlegt und besitzen die Hinterlegungsnummern A.T.C.C. 53518, 53519, 53520 und 53521. Man kann eine Mischung dieser bevorzugten Stämme verwenden, was befriedigend ist oder man kann eine Kombination einzelner Stämme oder 50 einfach einen einzelnen Stamm verwenden. In den Beispielen wurden Mischungen von gleichen Konzentrationen verwendet.
Gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren zur Behandlung von Heu wird die Zusammensetzung einfach in Wasser 55 aufgelöst und direkt auf das Heu gesprüht. Der Anteil des Wassers für die Suspension ist nicht kritisch und typischerweise ist gerade ein solcher Anteil erforderlich, damit die Menge der trockenen Konservierungszusammensetzung aufgelöst wird und diese für die Sprühapplikation eingesetzt 60 werden kann. Der Anteil des erforderlichen Wassers zur Auflösung für eine typische Behandlung für geläufige kommerziell erhältliche grosse runde Ballen, welche oft ein Gewicht im Bereich von 500 bis 1000 kg (1000 bis 2000 pounds) besitzen, sind etwa 22,71 (5 gallons) Wasser. Typische Men-65 gen für die Behandlung pro Tonne Heu sind 0,22 kg (0,5 pounds) pro Tonne Heu bis 8,9 kg (20 pounds) pro Tonne Heu, vorzugsweise 0,22 kg (0,50 pounds) pro Tonne Heu bis 1,4 kg (3,0 pounds) pro Tonne Heu.
dreizehnte Auflage, durchgeführt. Der Stickstoffgehalt wurde durch eine Kjeldahl-Analyse bestimmt. ADF (Zellwandmaterial) wurde durch das Agricultural Handbook 379, Forage Fiber Analysis, Goering and Van Soest, 1970 bestimmt, s ADF-N (an die Zellwand gebundener Stickstoff) wurde durch eine Modifikation der Van Soest-Technik durchgeführt, The Use of Detergents in the Analysis of Fibrous Feeds, Journal of Association of Officiai Analytical Che-mists, 48:785,1965. Die Farbe wurde durch visuellen Ver-lo gleich mit Referenzfarbstreifen bestimmt. In den folgenden Tabellen wurden die Ballen an zwei Orten in Iowa und an einem Ort in Indiana getestet. Die gesamten Methodologie-Praktiken waren folgende. Luzerne bei 10 bis 20% Blütenstand wurde mit einer Mähmaschine (mower conditioner) i5 geerntet und bis zu einer Feuchtigkeit von 20 bis 28% auf dem Feld in Schwaden trocknen gelassen. Es wurden dreissig runde Ballen, fünf pro Behandlung, mit einem mittleren Gewicht von 700 kg (1500 pounds) hergestellt. Die Behandlungszusammensetzung wurde in 1121 (25 gallons) Wasser 20 suspendiert und versprüht; 22,51/Ballen (5 gal/Ballen) auf das Heu in Schwaden, unmittelbar vor dem Herstellen der Ballen. Die Sprühgeräte wurden zwischen den Behandlungen gut gespült. Unbehandelte Kontrollballen wurden zwischen jedem Satz von fünf behandelten Ballen hergestellt. 25 Am Tag 0 wurden Temperatur- und Feuchtigkeitsproben genommen und Kernproben wurden an das Laboratorium für die chemische und mikrobiologische Analyse gesandt (ADF, ADF-N, Hefen- und Schimmelpilze, Milchsäurebakterien und Stickstoff). Die Temperatur wurde täglich wäh-30 rend den ersten zwanzig Tagen aufgezeichnet und dann alle fünf Tage danach. An den Tagen 30 und 90 wurden Kernproben dem Laboratorium für chemische und mikrobiologische Analyse zugesandt. Am Ende der Versuche (üblicherweise nach 90 Tagen) wurden die Ballen geöffnet und das In-35 nere nach Schimmel geprüft und ebenso wurde die Farbe bestimmt.
Demzufolge umfasste der Gesamtplan sechs Behandlungen und fünf Ballen pro Behandlung, während drei Schnitten. Die nichtbehandelten Kontrollballen wurden einge-40 schlössen und wurden als Behandlung Nr. 6 bezeichnet.
Die folgende Tabelle 1 zeigt eine Datenzusammenfassung der Versuche in Iowa und die Tabelle II zeigt eine Datenzusammenfassung der Versuche in Indiana.
45
Tabelle I
Wirkung der Behandlung auf die Qualitätseigenschaften von Heu
CUT
TRT
DM
WT IN
TEMP
ADF
ADFN
YM
STREP
ACTINO
NITRO
1
1
75,40
882,8 (1814)
41,58
39,46*
0,661*
4,88
4,05
3,24
3,10
2
73,60
913,5 (2014)
42,03
35,27
0,567
4,87*
3,78
3,25
3,12
3
74,20
805,6 (1776)
44,25
35,38
0,368*
4,69
3,50
3,00
3,03
4
73,50
816,9 (1801)
47,07
36,96
0,631*
4,72
3,63
3,07
2,99
5
71,89
844,6 (1862)
41,96
37,35
0,617
4,33
3,24
3,27
3,13
6
73,73
788,8 (1739)
44,20
36,81
0,523
4,21
3,44
3,10
3,04*
2
1
78,30
963,9 (2125)
55,82
39,77
1,463
4,42
2,43
3,00*
3,77
2
82,20
865,0 (1907)
48,14*
33,37*
0,638*
4,52
3,16*
3,07
3,54*
3
78,10
950,7 (2096)
48,67*
32,20*
0,769*
4,46
3,46
3,01
3,70
4
80,80
866,4(1910)
47,58*
32,39*
0,706*
4,23
2,68*
3,11
3,64*
5
77,50
967,0 (2132)
50,48*
33,71*
0,812*
4,59
2,74*
2,96*
3,66
6
78,60
859,1 (1894)
54,91
41,00
1,466
4,39
2,10
3,17
3,74
3
1
76,63
694,0(1530)
41,68
37,58*
0,737*
4,49*
3,95
3,06*
3,62
2
76,50
'673,1 (1484)
42,15
38,35
0,775
4,61
4,28
3,52
3,62
3
76,00
661,8 (1459)
41,71
38,63
0,918
5,41
4,19
3,22
3,72*
673 753
Die folgenden Beispiele in Tabellenform dienen für die weitere Erläuterung der vorliegenden Erfindung und für das erfindungsgemässe Behandlungsverfahren.
Beispiele
In den nachfolgenden Beispielen wurde folgende Methodologie verwendet. Jede Behandlung wurde auf fünf Ballen von ungefähr 500 bis 1000 kg (1000 bis 2000 pounds) appliziert. Die exakte applizierte Menge wurde auf Basis von 700 kg (1500 pounds) berechnet.
Nach der Aufnahme der Daten im Feld wurden sie auf Standardformulare für die weitere Analyse aufgenommen. Jeder Ballen wurde mit einer numerierten Plastiketikette versehen, um seiije Identität festzulegen.
An zehn bis fünfzehn verschiedenen Orten wurden sechs Behandlungen vorgenommen, wobei fünf Ballen pro Behandlung verwendet wurden. Die Daten wurden am Tag 0, am Tag 30 und bei 120 Tagen aufgenommen. Die Daten um-fassten folgende Informationen: Tag, Ballennummer, Behandlung, Trockensubstanz, Hefen- und Schimmelpilze, Streptococci, ADF (Messung des Fasernanteüs im Futter), Stickstoff und das erfasste erhältliche Protein.
Das Probeentnahmeverfahren an den Ballen war das folgende: Kernproben wurden von jeder gerundeten Seite der Ballen gebohrt und zwei Kernproben wurden vom oberen Teü des Ballens genommen, so dass insgesamt sechs Kernproben pro Ballen genommen wurden. Die Kernproben wurden gesammelt und wie später beschrieben getestet. Die sechs Kernproben enthielten ungefähr 120 g Heu. Nachdem alle Kernproben genommen wurden, wurden die Probestellen mit Isolierschaum verschlossen. Die tägliche Temperaturanalyse wurde durchgeführt, indem eine Temperatursonde an der Oberfläche des Ballens am Schatten angebracht wurde und während einer Minute ins Gleichgewicht gebracht wurde. Dadurch wurde die Umgebungstemperatur bestimmt. Anschliessend wurde die Umgebungstemperatur auf einem Datenblatt aufgezeichnet und die Temperatursonde wurde in die Mitte des Ballens gebracht und während einer Minute wurde das Gleichgewicht eingestellt, wonach die Ballentemperatur aufgezeichnet wurde.
Jeder dieser Datenpunkte wurde durch Normverfahren bestimmt: Die Trockenmasse wurde durch die Methode 7.002 der Association of Officiai Analytical Chemists, 1980,
5
Tabelle I (Fortsetzung)
Wirkung der Behandlung auf die Qualitätseigenschaften von Heu
673 753
CUT TRT DM WT IN TEMP ADF ADFN YM STREP ACTINO NITRO
4 74,87 655,9(1446) 45,12* 37,47* 0,857 5,20 3,07* 3,11* 3,60
5 74,11 667,7(1450) 43,78* 41,04* 0,979* 5,36 3,34* 3,34 3,55
6 74,70 689,9(1521) 42,23 39,31 0,855 5,05 3,94 3,49 3,62
Die Sterne bedeuten signifikante Unterschiede verglichen mit der Kontrolle (Behandlung 6)
Tabellen
Wirkung der Behandlung auf die Nährstoffgewinnung
CUT
TRT
DM
WT IN
% REC DM
% REC N
% REC AVAIL PROTEIN
% AVAIL PRO AT DAY 90
% ADF INCR '
MOLD
COLOR
1
1
75,40
882,8 (1814)
91,94
105,45
82,29
76,24
-5,90
—
—
2
73,60
913,5 (2014)
81,94*
94,86
87,69
79,47
-22,99
-
-
3
74,20
805,6 (1776)
91,12
103,36
95,02
85,23
-16,26
-
-
4
73,50
816,9 (1801)
89,09
102,70
80,95
73,31
-15,03
-
-
5
71,89
844,6 (1862)
96,39*
110,13
83,11
76,41
-5,50
-
-
6
73,73
788,8 (1739)
89,91
101,17
86,81
80,47
-11,342
-
2
1
78,30
963,9 (2125)
95,05
109,39
60,09
63,25
55,15
0,00
20,67
2
82,20
865,0 (1907)
93,53
102,79
87,59*
92,84*
5,25*
0,75
17,67
3
78,10
950,7 (2096)
93,80
105,46
78,89*
83,82*
16,62*
1,25
17,67
4
80,80
866,4(1910)
94,68
104,68
85,12*
88,83*
12,17*
0,50
19,00
5
77,50
967,0 (2132)
90,27
102,98
76,52*
79,65*
22,00*
1,75
20,25
6
78,60
859,1 (1894)
93,19
105,74
62,88
66,38
46,93
2,75
19,50
3
1
76,63
694,0(1530)
89,52
95,40
82,0
76,59
16,89
1,75
14,00
2
76,50
673,1 (1484)
87,30
90,74
87,60
78,37*
10,34
3,00
15,50
3
76,00
661,8 (1459)
88,29
95,73
75,07
76,51
28,35
2,50
16,75
4
74,87
655,9 (1446)
89,47
96,82
78,34
74,00
28,37
3,25
16,00
5
74,11
667,7 (1450)
86,88
89,52
74,55
67,63
30,45
3,75
17,00
6
74,70
689,9 (1521)
86,80
88,85
76,33
71,17
12,76
3,25
15,50
Die Sterne bedeuten signifikante Unterschiede von der Kontrolle (Behandlung 6)
45
In den Tabellen I und II bedeutet «CUT» die Schnitte des Heus. «DM» bedeutet Gehalt des trockenen Materials im Heu bei der Ballenbildung. «MT IN» bezieht sich auf das mittlere Gewicht in kg (pounds) der fünf verwendeten Ballen pro Behandlung für jeden Ort. «TEMP» bezieht sich auf die mittlere innere Temperatur in °C der Ballen während einer 60-Tage-Lagerungsperiöde. «ADF» bezieht sich auf den Fasergehalt des Heus. «ADF-N» bezieht sich auf den Anteil des an die Fasern gebundenen Stickstoffs während der Lagerung, welcher für das Tier, welches das Heu frisst, nicht zugänglich ist. «YM» bezieht sich auf die Hefe- und Schimmelpilzmenge im Heu, ausgedrückt als logio Zellzahl pro Gramm. «STREP» bezieht sich auf die Menge Streptococcu im Heu, ausgedrückt als logio Zellzahl pro Gramm. «ACTINO» bezieht sich auf die Menge der Actinomycetes im Heu, ausgedrückt als logio Zellzahl pro Gramm. «NITRO» bezieht sich auf den Kjeldahl-Stickstoffgehalt des Heus. «% REC-DM» bezieht sich auf den Prozentsatz der nachgewiesenen Trockensubstanz. «% REC-N» bezieht sich auf den Prozentsatz des nachgewiesenen Stickstoffs. «% REC
AVAIL PROTEIN» bezieht sich auf das nachgewiesene lös-50 liehe Protein, welches dem Tier zugänglich ist. «% AVAIL PRO AT DAY 90» bezieht sich auf die Menge Protein in Ballen, welches dem Tier zugänglich ist. «% ADF INCR» bezieht sich auf die Zunahme oder Abnahme (—) des ADF im Heu während der Lagerung. «MOLD» bezieht sich auf 55 die Sichtprobe des Heus am Tag 60 nach Schimmelbefall, gemessen an einer Skala von 0 (keiner) bis 10 (vollständig verschimmelt).
Es ist ersichtlich, dass eine allgemeine Zersetzung, die Temperatur, das zugängliche Protein und die Farbe be-6o trächtlich verbessert wurden, wenn das Heu erfindungsge-mäss behandelt wurde, wenn mit den Kontrollen verglichen wurde.
Aufgrund von weiteren gesammelten Daten kann geschlossen werden, dass die beste Zusammensetzung Zink-65 oxid, Magnesiumoxid, Kupfersulfat, Sorbinsäure und Streptococcus faecium, Stämme 248, 202,451 und 434 enthält. In jedem Beispiel umfasste die Behandlung folgende Zusammensetzungen.
673 753 6
Tabelle III*
Behandlung Anorganische Salzverhältnis Organische Säure Streptococcus faecium
Salzmischung (MgO, ZnO, CUSO4) (Kaliumsorbat) (Mischung von 4 Stäm men: 248, 202,451,434)
1 0,67 100:10:1 6,67 106/g
2 0,67 100:10:1 3,33 106/g
3 0,67 100:10:1 6,67 106/g
4 0,67 100:10:1 3,33 106/g
5 0,67 100:10:1 0,67 106/g
* Die Behandlungen sind hier pro Tonne behandeltem Heu angegeben.
Aus der Prüfung der Daten der vorliegenden Erfindung im Vergleich mit unbehandelten Ballen ist ersichtlich, dass die Erfindung zumindest alle der angegebenen Ziele erreicht.
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65

Claims (10)

  1. 673 753
    PATENTANSPRÜCHE
    1. Konservierungszusammensetzung für Heu, insbesondere für stark feuchtes Heu, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Kombination einer wärmereduzierend wirksamen Menge einer anorganischen Salzmischung von Zinkoxid, Magnesiumoxid und einer wasserlöslichen Kupferionenquelle, und eines wärmereduzierend wirksamen Anteils einer organischen Säure oder eines wasserlöslichen Salzes davon, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Essigsäure, Propionsäure und Sorbinsäure, enthält.
  2. 2. Zusammensetzung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil der'anorganischen Salzmischung 4 bis 75 Gew.% und vorzugsweise 35 bis 50 Gew.% der Zusammensetzung beträgt.
  3. 3. Zusammensetzung gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil der organischen Säure oder ihres wasserlösüchen Salzes 25 bis 96 Gew.% und vorzugsweise 50 bis 65 Gew.% beträgt, bezogen auf die Heukonservierungszusammensetzung.
  4. 4. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der anorganischen Salzmischung Magnesiumoxid, Zinkoxid und wasserlösliche Kupferionen im folgenden Gewichtsverhältnis vorhanden sind: 100:10:1 bis 100:50:5, vorzugsweise von 100:10:1 bis 100:20:1.
  5. 5. Zusammensetzung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mikroorganismen enthält, welche in Kombination mit der anorganischen Salzmischung und der organischen Säure wirkungsvoll zur Wärmereduktion beitragen, wobei der Organismus beispielsweise Streptococcus faecium ist und der Streptococcus faecium vorzugsweise ausgewählt ist aus den Stämmen 248,202,451 und 434, mit den Hinterlegungsnummern ATCC 53518, 53519,53520 und 53521.
  6. 6. Zusammensetzung gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Organismus Streptococcus faecium in einer Menge von mindestens 105 pro Gramm Gewicht der Zusammensetzung und vorzugsweise in einem Bereich von IO6 bis 1011 pro Gramm der Zusammensetzung enthalten ist.
  7. 7. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupferionenquelle Kupfersulfat ist.
  8. 8. Zusammensetzung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Säure Sorbinsäure ist.
  9. 9. Verfahren zur Behandlung von Heu zur signifikanten Reduktion von Hitzeschäden bei stark feuchtem Heu ebenso wie zur Konservierung desselben, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zusammensetzung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8 mit einer genügenden Menge Wasser gemischt wird, um eine vollständige Suspension der Zusammensetzung zu erreichen und dass das Heu mit 0,22 kg/t Heu (0,50 pounds/ton) bis 8,9 kg/t Heu (20 pounds/ton) mit der Zusammensetzung imprägniert wird.
  10. 10. Verfahren gemäss Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil Zusammensetzung für die Behandlung des Heus 0,22 kg/t Heu (0,5 pounds/ton) bis 1,4 kg/t Heu (3,0 pounds/ton) beträgt.
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