CH71693A - Verfahren zur Darstellung eines gelben Schwefelfarbstoffes - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines gelben SchwefelfarbstoffesInfo
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Verfahren zur Darstellung eines gelben Schwefelfarbstoffes. Es wurde gefunden, dass ein neuer, gelb färbender Schwefelfarbstoff entsteht, wenn man Chlorschwefel (S_Cl_) ini überschuss auf p-Toluidin einwirken lässt. Auf ein Mo lekül Base verwendet man z. B. drei Mo leküle Chlorschwefel; zweckmässig arbeitet man aber mit einem noch grösseren Cber- schuss an letzterem.
Das p-Toluidin selbst wird am besten in Form seiner trockenen Salze, insbesondere mineralsauren Salze (Chlorhydrat, Sulfat etc.), der Reaktion un terworfen; es kann aber auch als freie Base verwendet werden oder ein Reaktions gemisch selbst erzeugt werden, und zwar durch Einwirkung des Chlorschwefels auf eine Acyl- oder Monoalkylverbindung des p-Toluidins. Die Reaktion kann in Gegen wart oder Abwesenheit eines geeigneten indifferenten Verdünnungsmittels ausge führt werden;
arbeitet man mit freiem p- Toluidin oder wird es aus freiem Mono- alkyl-p-toluidin erzeugt, so ist die Reaktion durch Verwendung eines solchen Verdün nungsmittels zu mildern. Der neue Farbstoff ist ein gelbbraunes Pulver, welches unlöslich in Wasser und den gewöhnlichen organischen Solventien ist; er löst sich leicht in verdünnter Schwefelnatriumlösung mit gelber Farbe imd färbt Baumwolle direkt reingelb, die Färbungen sind durch gute Wasch- und Chlorechtheit ausgezeichnet.
Er ist ferner durch die Eigenschaft charakterisiert, sich mit Anilin zu einem grüngelben, mit Phenol zu einem rotgelben und mit Resorcin zu einem orangen Schwefelfarbstoff zu kon densieren. Der Farbstoff verliert diese Eigenschaft, nachdem er einige Zeit. mit ver dünnten Alkalieri behandelt worden ist.
<I>Beispiel 9:</I> 50 kg gut getrocknetes und gemahlenes salzsaures p-Toluidin werden mit der vier bis sechsfachen Menge Chlorschwefel so lange auf etwa 70 bis<B>100'</B> C erwärmt, bis alles salzsaures Salz verschwunden ist, eine Probe also nicht mehr diazotierbar ist. Man kann das gut getrocknete und gepulverte Salz auch mit Naphta oder Benzol an- schlemmen, die doppelte bis dreifache Menge vom angewandten salzsauren p Toluidin an Chlorschwefel zusetzen und unter gutem Rühren bis zur Beendigung der Reaktion auf<B>70</B> bis<B>100'</B> C erwärmen.
Alsdann ist der neue Farbstoff aus der Re aktionsmasse ausgeschieden; man verdünnt mit einem gegen Chlorschwefel indifferen ten Verdünnungsmittel, saugt ab, wäscht das Sauggut frei von anhängendem Chlor schwefel und trocknet.
<I>Beispiel</I> 20 kg p-Toluidin werden in der ungefähr zwanzigfachen Menge Toluol oder Naphta gelöst. Hierzu gibt man 100 bis 150 kg Chlor schwefel und erwärmt Glas Ganze so lange auf 70 bis<B>100'</B> C, bis sich kein diazotier- bares p-Toluidin mehr nachweisen lässt. Man lässt erkalten, saugt ab, reinigt das Sauggut durch Auswaschen mit einem inerten Kohlenwasserstoffe von anhaftendem Chlorschwefel und trocknet. Der Farbstoff ist identisch mit dem nach Beispiel 1 er haltenen Produkt.
<I>Beispiel 3:</I> 20 kg Acet-p-toluidin werden mit der fünf- bis zehnfachen Menge Chlorschwefel unter stetem Rühren längere Zeit; 20 bis 30 Stunden, auf 70 bis<B>100'</B> C erwärmt. Nach beendeter Reaktion verdünnt. man mit einem inerten Verdünnungsmittel und iso liert den neuen Farbstoff. wie oben be schrieben ist; derselbe ist identisch mit dem nach Beispiel 1 und 2 erhaltenen Körper. An Stelle von Acet-p-toluidin können andere Acylverbindungen des p-Toluidins, z. B.
Benz-p-toluid, mit gleichem Ergebnis be- nutzt. vverdeii; ebeuso liefern (lie Mono- alkylverbindungen des p-Toluidins, wie Monomethyl-p-toluidin, Monoäthyl-p-tolui- din etc., beim Erwärmen finit Chlorschwefel den gleichen Farbstoff wie die. primäre Base.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines gelben Schwefelfarbstoffes, dadurch gekennzeich net, dass man Chlorschwefel (S,C12) im Über schuss auf p-Toluidin einwirken lässt. Der neue Farbstoff ist ein gelbbraunes Pulver, welches unlöslich in Wasser und den ge wöhnlichen organischen Solventien ist, in verdünnter Schwefelnatriumlösung ist er leicht. mit gelber Farbe löslich und färbt Baumwolle direkt reingelb; die Färbungen sind durch gute Wasch- und Chlorechtheit ausgezeichnet.Der Farbstoff ist durch die Eigenschaft charakterisiert, sich mit Anilin zu einem grüngelben, mit Phenol zu einem rotgelben und mit Resorcin zu einem orangen Schwefelfarbstoffe zu kondensieren. Er verliert diese Eigenschaft, nachdem er einige Zeit mit verdünnten Alkalien be handelt. worden ist. UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart eines indifferenten Verdün nungsmittels vollzogen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH71693T | 1915-03-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH71693A true CH71693A (de) | 1921-10-01 |
Family
ID=4320966
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH71693A CH71693A (de) | 1915-03-25 | 1915-03-25 | Verfahren zur Darstellung eines gelben Schwefelfarbstoffes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH71693A (de) |
-
1915
- 1915-03-25 CH CH71693A patent/CH71693A/de unknown
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