CH81131A - Verfahren zur Herstellung eines Kaffee-Ersatzmittels aus stärkemehlhaltigen Körnerfrüchten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kaffee-Ersatzmittels aus stärkemehlhaltigen Körnerfrüchten

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CH81131A
CH81131A CH81131A CH81131DA CH81131A CH 81131 A CH81131 A CH 81131A CH 81131 A CH81131 A CH 81131A CH 81131D A CH81131D A CH 81131DA CH 81131 A CH81131 A CH 81131A
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sep
coffee
grains
starch
making
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Lendrich Karl Dr Prof
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  Verfahren zur Herstellung eines     Kaffee-Ersatzmittels    ans     stärkemehlhaltigen     Körnerfrüchten.    Bei .der bekannten Herstellung von     Kaffee-          Ersatzmitteln    aus     stä.rkemehlhaJtigen    Körner  früchten,     insbesondere    aus Getreide, werden  die Körner in unverändertem Zustande oder  nach vorheriger Überführung in     -Malz    in ge  eigneten Vorrichtungen geröstet. Besonders  aus Roggen, Gerste und Mais, auch aus Lu  pinen, kann man so ein     Rösterzeugnis    erhal  ten, aus dem durch Ausziehen mit siedendem       Wasser    ein kaffeeähnliches Getränk gewon  nen wird.

   Man hat auf verschiedene Weise  versucht, zum Beispiel durch     Beha.ndeiln    der  Körner mit Auszügen aus Kaffeeschalen,  durch Glasieren mit Zucker oder zucker  reichen     Extrakten,    auch durch einfaches     Brii-          hen    oder Dämpfen mit nachfolgender Reini  gung des     körnerförmigen    Gutes. das Röst  erzeugnis und das aus ihm hergestellte Ge  tränk zu verbessern und dem     Ka.ffeegetränh     ähnlicher zu machen.

   Nach dem vorliegenden       Verfahren    werden die zweckmässig gereinig  ten und     geputzten    Körner zunächst in Gegen  wart von Feuchtigkeit bei höheren Tempera  turen unter Bewegung und Druck genügend         hinge    Zeit behandelt, um nicht nur die Stärke,       sondern    auch Proteinstoffe und Zellulose auf  znschliessen. Am einfachsten geschieht dies  in .der Weise, dass das Gut in einem Druck  gefässe der Einwirkung gespannten Dampfes  von etwa einer oder mehreren Atmosphären       Überdruck    während einer oder mehreren       Stunden        miterworfen    wird.

   Vor der     Behancl-          lun.g    mit gespanntem Dampf oder an Stelle  derselben kann auch eine     Durchfeuchtung    des  Gutes mit Wasser oder wässeriger Flüssig  heit und darauffolgend eine Erhitzung     a.uf     entsprechend erhöhte Temperaturen in dem       gesclilo,ssenen    Druckgefässe stattfinden.  



  Die hei dein Verfahren in Anwendung  kommende Wassermenge kann verhältnis  mässig gering sein. Sie wird am besten in sol  chen Grenzen gehalten,     @dass    nach Beendigung  des     Aufschliessungsvorganges    ein ziemlich       trockenes,    äusserlich nicht verändertes Korn  vorhanden ist.

   Die eingetretene Aufschliessung  aller Bestandteile im Innern der Frucht  ist leicht erkennbar.     Durchi    Zufügung klei  ner Mengen von geeigneten Salzen, wie,    
EMI0002.0001     
  
    Chlornatriiun <SEP> und <SEP> Chlorcalcium, <SEP> kann <SEP> der
<tb>  Aufschliessung.vorgang <SEP> beschleunigt <SEP> wer  <B>(1</B> <SEP> en. <SEP> Die <SEP> aufgeschlossenen <SEP> Körner <SEP> werden
<tb>  dann <SEP> unmittelbar <SEP> oder <SEP> nach <SEP> vorherigem
<tb>  Trocknen <SEP> unter <SEP> Benutzung <SEP> geeigneter <SEP> Röst  v < ;rriclitungen <SEP> vorsichtig <SEP> geröstet.
<tb>  <I>Beispiel <SEP> 1:

  </I>
<tb>  100 <SEP> Kilo <SEP> gereinigtes, <SEP> geputztes. <SEP> luft  ti <SEP> oclzenes <SEP> Getreide <SEP> werden <SEP> direkt <SEP> init <SEP> etwa.
<tb>  @> <SEP> biss <SEP> 10 <SEP> % <SEP> MVasser. <SEP> das <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 2 <SEP> % <SEP> Natrium  cblorld <SEP> enthält, <SEP> in <SEP> einen <SEP> geeigneten <SEP> Druck  hesselgebrac@t. <SEP> Das <SEP> in <SEP> Bewegung <SEP> gehaltene
<tb>  Gut <SEP> wird <SEP> so <SEP> lange <SEP> mit <SEP> strömendem <SEP> W:

  asser  Jampfe <SEP> von <SEP> niederer <SEP> Temperatur <SEP> behandelt,
<tb>  bis <SEP> dasselbe <SEP> den <SEP> erforderlichen <SEP> Feuchtigkeits  grad <SEP> angenommen <SEP> hat. <SEP> Hierauf <SEP> wird <SEP> das
<tb>  gleicb,mässig <SEP> durchfeuchtete <SEP> Gut <SEP> in <SEP> dein <SEP> voll  ständig <SEP> abgedichteten <SEP> Apparate <SEP> bei <SEP> ständiger
<tb>  Bewegung <SEP> der <SEP> Einwirkung <SEP> von <SEP> trockenem,
<tb>  gespanntem <SEP> Dampfe <SEP> bei <SEP> einem <SEP> allmählich
<tb>  ansteigenden <SEP> Drucke <SEP> von <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 3 <SEP> Atmosphären
<tb>  ausgesetzt, <SEP> wobei <SEP> durch <SEP> zweckentsprechende
<tb>  Einrich@:

  ung <SEP> dafür <SEP> Sorge <SEP> getragen <SEP> wer  den <SEP> muss, <SEP> dass <SEP> etwa. <SEP> entstandenes <SEP> Kondens  was!@er <SEP> mit. <SEP> dem <SEP> Gute <SEP> nicht <SEP> in <SEP> Berührung
<tb>  kommt. <SEP> Bei <SEP> richtiger <SEP> Leitung <SEP> des <SEP> Prozesses
<tb>  i=, <SEP> die <SEP> Aufs(,liliessung <SEP> in <SEP> der <SEP> Regel <SEP> nach
<tb>  l <SEP> <B><U>'IL,</U></B> <SEP> bis <SEP> 2 <SEP> Stunden <SEP> beeis <SEP> iet. <SEP> An <SEP> Stichproben
<tb>  ist <SEP> von <SEP> Zeit <SEP> zu <SEP> Zeit <SEP> der <SEP> Fortgang <SEP> der <SEP> Auf  schliessung <SEP> niid <SEP> schliesslich <SEP> der <SEP> Zeitpunkt.
<tb>  wo <SEP> diese <SEP> für <SEP> den <SEP> beabsichtigten <SEP> Zweck <SEP> be  endet <SEP> ist, <SEP> leicht <SEP> festzustellen.

   <SEP> Nach <SEP> beendeter
<tb>  Aufscbliessung <SEP> wird <SEP> der <SEP> Dampf <SEP> abgestellt.
<tb>  Wenn <SEP> der <SEP> Druck <SEP> abgefallen <SEP> ist, <SEP> werden <SEP> die
<tb>  Ventile <SEP> geöffnet <SEP> und <SEP> :das <SEP> noch <SEP> heisse <SEP> Gut <SEP> auf
<tb>  ein <SEP> Kühlsieb <SEP> verbracht, <SEP> uni <SEP> die <SEP> äusserlich <SEP> an  haftende <SEP> geringe <SEP> Feuchtigkeit <SEP> vermittelt
<tb>  Exhaustors <SEP> abzusa.ngen. <SEP> Die <SEP> Körner <SEP> werden
<tb>  dann <SEP> so <SEP> oder <SEP> nach <SEP> vorbergebender <SEP> Trock  nung <SEP> geröstet,
<tb>  Das <SEP> erhaltene <SEP> Erzeugnis <SEP> ist <SEP> bei <SEP> richtiger
<tb>  Arbeitsweise <SEP> völlig <SEP> gleichmässig <SEP> durch  gcrö:

  stet, <SEP> besitzt <SEP> im <SEP> frischen <SEP> Zustand <SEP> einen
<tb>  ausgeprägt <SEP> kaffeeartigen <SEP> Geruch, <SEP> der <SEP> siehe
<tb>  auch <SEP> bei <SEP> zweckentsprechender <SEP> Aufbewahrung
<tb>  längere <SEP> Zeit <SEP> erli;lilt, <SEP> und <SEP> gibt <SEP> beim <SEP> Ausziehen
<tb>  mit <SEP> siedendem <SEP> Wasser <SEP> ein <SEP> Getränk <SEP> von <SEP> we  ent@ic@ <SEP> angenehmerem <SEP> Kaffeeduft <SEP> una            Ka.ffeegeschinack    als die     nach!    der bisher       bekannten,        aus    Getreide und Getreidemalz  hergestellten     Kaffee-Ersatzmittel.     



  Zum vollwertigen     Ersatze    der gerösteten  Kaffeebohnen gehört jedoch auch der     Kaf-          feingehalt.    Zwar hängt die anregende Wir  kung des     Röstkaffees    und der     hochwertigen          Kaffee-Ersa.tzmittel        auch    von den vorhande  nen, durch     Röstung    gebildeten Duft- und       Geschmackstoffee    ab: aber es steht fest, dass  die dein Röstkaffee eigentümliche Wirkung  auf :die G     eschinacksnerven    und besonders auf  das Zentralnervensystem in der Hauptsache  auf dem Gehalt an Kaffein beruht.  



  Mit     dem    vorstehend gekennzeichneten       Verfahren,    lässt sich die     Einkörper,ung    des       Kaffeins    in besonders     zweckents.prechlender     eise verbinden, und zwar so, dass ,das     Kaf-          fein    völlig gleichmässig verteilt und eine  ähnliche Bindung desselben in dem Erzeug  nis erreicht wird wie im Kaffee, auch ein  irgendwie beachtlicher Verlust an Kaffein  beim Rösten des Gutes vermieden wird.       Zwechmässig    erfolgt die Einverleibung des  Kaffeins so, dass     .die    Körnerfrüchte, z. B.

    Lupinen, mit der wässerigen Lösung der er  forderlichen Menge :des     Kaffeins    zunächst       durchfeuchtet.    und darauf :so lange unter  Bewegung und Druck erhitzt werden, bis  eine hinreichende Aufschliessung der Stärke,  der Eiweissstoffe und der Zellulose und hier  durch gleichzeitig die Aufsaugung der     Kaf-          feinlösung    und die gleichmässige Durch  dringung     des    ganzen Kornes eingetreten ist.

    In dem so behandelten Gut ist das Kaffein  in den Zellen des Gewebes in     .gebundener     Form     vorhanden.    Die     Bindung    im Zellgewebe  beruht ebenso     wie    beim     Kaffein    der Kaffee  bohne auf einer     Adsorptionswirkung,,    die  hier wie dort von der weiteren Frage, ob das  Kaffein im Kaffee als     chlorogensaures        Kali-          Ka.ffein    oder als freie Base enthalten, un  abhängig ist.  



  <I>Beispiel 2</I>  100 Kilo     bereinigtes,    geputztes, luft  trockenes Getreidemalz werden mit etwa 10      /'o     heissem Wasser befeuchtet, in     welchem    0,5%  Kaffein - berechnet auf das Rohgut -      gelöst sind. Der     Kaffeinlösung    werden 1  bis 2 %     Natriumchlorid    zugefügt. Das in  der Wärme     durchfeuchtete    Gut wird darauf  in einer Druckvorrichtung unter beständiger  Bewegung der Ein     tvirkung    von trockenem,  gespanntem Dampf ausgesetzt. Im allgemei  nen genügt ein Überdruck von 1 bis 3 Atmo  sphären.

   Bei dieser     Durchdämpfung        wird     dafür Sorge getragen, dass etwa, entstandenes  Kondenswasser nicht mit dem Gute in .Be  rührung kommt. Die Dämpfung wird so lange       fortgesetzt.    bis an Stichproben eine gleich  mässige Aufschliessung des     Korne:    erkennbar  ist, was in der Regel in 1 bis     11/=    Stunden  eintritt, worauf das Gut dann in Überein  stimmung mit dem oben beschriebenen     Aus-          fiihrungsbeispiel    weiter verarbeitet wird.  



  Die Aufschliessung kann auch so erfolgen,  dass das Kaffein in der zum Aufschliessen und  Durchdringen der Körner gerade ausreichen  den Menge Wasser gelöst und unter Bewegung       das    Gut mit der Flüssigkeit in der     geschlos-          senen    Druckvorrichtung erhitzt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Kaffee- Ersatzmittels aus stärkeniehlhaltigen Körner- friichten, dadurch gekennzeichnet, dass die Körnerfrucht in Gegenwart von Feuchtig keit bei höheren Temperaturen unter Be wegung und Druck behandelt wird, zu dem Zweck. ausser der Stärke auch! Proteinstoffe und Zellulose aufzuschliessen, worauf man dieselbe röstet. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss das Gut in einem Druckgefässe der Einwirkung von ge spanntem Dampf unterworfen wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gut. mit Wasser durchfeuchtet und darauf im geschjos- senen Druckgefässe mit gespanntem Dampf auf erhöhte Temperaturen erhitzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch, gekennzeichnet. dass in dem zur Durchfeuch;tung .des Gutes dienenden Wasser Salze gelöst werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und .den Unteransprüchen 2 und 3. dadurch gekenn zeichnet, dass in dem zur Durchfeuchtung dienenden Wasser Kaffein gelöst wird.
CH81131A 1918-08-30 1918-08-30 Verfahren zur Herstellung eines Kaffee-Ersatzmittels aus stärkemehlhaltigen Körnerfrüchten CH81131A (de)

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