CH90483A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Seifenpulver. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Seifenpulver.

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CH90483A
CH90483A CH90483DA CH90483A CH 90483 A CH90483 A CH 90483A CH 90483D A CH90483D A CH 90483DA CH 90483 A CH90483 A CH 90483A
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Arthur Imhausen
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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Seifenpulver.    Gegenstand der Erfindung ist ein neues  Verfahren     und    eine neue     Vorrichtung    zur  Herstellung von Seifenpulver.  



  Das vorliegende neue Verfahren bestellt  im wesentlicben darin, dass die flüssige Sei  fenpulvermasse, welche     beispielsweise    ans  einem Gemisch von Seife und Soda oder einer  andern Füllmasse bestehen kann, zunächst  stark, gegebenenfalls bis unter den Gefrier  punkt, abgekühlt wird und dass dann die  Temperatur langsam wieder his zur Aussen  temperatur gesteigert wird.  



  Die zur Ausführung des Verfahrens die  nende Vorrichtung besitzt zwei hintereinander  angeordnete, doppelwandige Rinnen, durch  welche das Gut     mittelst    darin angeordneter  Förderwellen hindurchbewegt wird, und wo  bei durch die Doppelwand der zuerst passier  ten Rinne ein Kühlmittel, durch die der zu  letzt passierten dagegen zur allmähliclen  Wiederanwärmung des Gutes ein Wärme  mittel im Gegenstromprinzip geleitet wird.  



  Gegebenenfalls kann die Abkühlung durch  das Kühlmittel in der Doppelwand auch  noch durch Einblasen eines gekühlten Luft-    strones in die Masse unterstützt werden.  Schliesslieb können zu dem gleichen Zwecke  der flüssigen Seifenpulvermasse flüssige, ab  gekühlte Gase. zem Bespiel flüssige Luft,  zugemischt werden. Die flüssige Luft wirkt  bei der Verdunstung starb ovydierend, so dass  die Kristalle zugleich noch gebleicht werden.  



  Durch das Abkühlen wird der     Kristalli-          siervorgang    ganz wesentlich beschleunigt.  Wird die Masse während des Abkühlens zu  gleich in Bewegung gehalten, so entsteht ein  feines Kristallmehl, so dass das bis jetzt er  forderliche Mahlen überflüssig wird.  



  Zugleich ermöglicht dieses neue Ver  fahren, dem Seifenpulver leiclitflüchtige Kör  per, wie Kohlenwasserstoffe, oder andere Fett  lösungsmittel beizufügen, was bisher daran  gescheitert ist, dass man diese flüchtigen  Stoffe der flüssigen, heissen Masse     beimischen     musste. Man kann diese flüchtigen Körper  bei einer Temperatur in die Masse einführen,  welche dem Gefrierpunkte des Wasers     mög-          liclist    nahe oder gar unter     demselben        iie@,t,     und dabei die Masse     zugleich    in     Bewe@,ling     halten.

   Das hierbei     enttsehencle    feine Kristall-      mehl absorbiert den flüchtigen Körper und  umschliliesst denselben fest. Dies kann noch  dadurch begünstigt werden, dass man die  flüchtigen Stoffe in Form einer Emulsion zur  Seifenmasse zusetzt.  



  Das sieh so ergebende Erzeugnis ist  durchaus haltbar, und es ist bei demselben  der flüchtige Stoff nach Jahren noch nach  weisbar.  



  Um bei diesem Verfahren die Bildung  von Klumpen und Schmiere, welches bisher  zi vermeiden war, auszuschliessen, wird  die Seifenpulvermasse, das heisst das Gemisch  von Seife und Füllmasse, z. B. Soda, zunächst  zweckmässig in einen Druckkessel zu Schaum  geblasen, unter erhöhtem Luftdruelr dort zur  Auflockerung gelassen und dann durch eine  Düsei oder dergleichen in die abgekühlte,     dop-          pelwandie    Rinne geblasen und unter Tem  peraturerhöhung mittelst einer     Fördervorrich-          tung    fortgeführt.  



  Auf der Zeichnung' ist eine zur Aus  führung dieses neuen Verfahrens geeignete  Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel  veranschaulicht, und zwar zeigt:  Fig. 1 die als Kühl-, bezw.     Wärmevor-          richtuing    dienende Rinne im Längsschnitt,  von der Seite gesehen,  Fig. 2 einen Querschnitt nach R-A  der Fig. 1,  Fig. 3 einen Grundriss,  Fig. 4 eine Seitenansicht im Schnitt nach  B-B der Fig. 2.  



  Fig. 5 die Anordnung mehrerer solcher  Kühl-, bezw. Wärmerinnen hintereinander.  Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist,  dienen zur Durchführung des Verfahrens  mehrere bis zu 10 Meter und mehr lange  Runnen A, B (Fig. 5), von denen die erstere  zur Abkühlung, die zweite dagegen zur lang  samen Wiedererwärmung der Seifenpulver  masse dient.  



  Eine einzelne dieser Rinnen ist in den  Fig. 1 his 4 in etwas grösserem Massstabe     be-          sonder2    dargestellt.  



  Es ist die eigentliche Rinne mit n be  zeichnet. Sie ist oben offen und am einen Ende  mit den Aufgabetriehter b, am entgegengesetz-  
EMI0002.0009     
  
    tenEnde <SEP> mit: <SEP> einem <SEP> rutschenarti,-#(--ne
<tb>  versehen. <SEP> Dabei <SEP> ist <SEP> sie <SEP> doppeivtini'i;
<tb>  weführt, <SEP> und <SEP> es <SEP> dient <SEP> der <SEP> zwischen <SEP> duii <SEP> <B>W::1,-</B>
<tb>  den <SEP> befindliche <SEP> U-förmige, <SEP> allseitig <SEP> @@e=:

  =lih@@_
<tb>  sene <SEP> Raum <SEP> <I>cl</I> <SEP> zum <SEP> Durehfluss <SEP> für <SEP> das <SEP> die
<tb>  Kühlung <SEP> bezw. <SEP> Anwärmung <SEP> der <SEP> Rinne <SEP> <B>fi</B>e  wirkende <SEP> Mittel. <SEP> Zu <SEP> dem <SEP> Zwecke <SEP> sind <SEP> in <SEP> dein
<tb>  gezeichneten <SEP> Beispiel <SEP> in <SEP> dem <SEP> aufi@chten
<tb>  Schenkel <SEP> dieses <SEP> U-förmigen <SEP> Raumes <SEP> @,uheide  ,väJule <SEP> e <SEP> a-ri--eordnet, <SEP> welche <SEP> von.
<tb>  ende <SEP> der <SEP> Rinne <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Austra < ,encle <SEP> 1-,iii.
<tb>  das <SEP> heisst <SEP> auf <SEP> der <SEP> Zeichnunel <SEP> von <SEP> linl@s <SEP> nach
<tb>  recht., <SEP> anstei,),en <SEP> und <SEP> hier <SEP> an <SEP> die <SEP> Endwand <SEP> des
<tb>  Raume, <SEP> <I>cl</I> <SEP> siel. <SEP> anschliessen, <SEP> während <SEP> sie <SEP> nicl:

  '_
<tb>  ganz <SEP> bis <SEP> ans <SEP> Auf-abeende <SEP> reichen. <SEP> Die <SEP> Zu  fübrung, <SEP> der <SEP> Iiiihlflüssigheit, <SEP> welche <SEP> beispiels  weise <SEP> aus <SEP> einer <SEP> kalten <SEP> Salzlösung <SEP> bestehen
<tb>  kann, <SEP> erfolgt <SEP> am <SEP> Austragende <SEP> der <SEP> Rinne
<tb>  durch <SEP> die <SEP> Stutzen <SEP> f <SEP> unterhalb <SEP> der <SEP> @cheid@  winde <SEP> e <SEP> und <SEP> die <SEP> Ableitung <SEP> am <SEP> gleichen <SEP> Ende
<tb>  oberhalb <SEP> der <SEP> Scheidewände <SEP> e <SEP> durch. <SEP> die <SEP> Stut=  zen <SEP> g, <SEP> so <SEP> dass <SEP> die <SEP> Kühlflüssigkeit <SEP> @ieli <SEP> am
<tb>  Boden <SEP> der <SEP> Rinne <SEP> im <SEP> Gegenstrom <SEP> zur <SEP> Seifen  masse <SEP> bewegt <SEP> und <SEP> dann <SEP> oberhalb <SEP> der
<tb>  S@heidezvände <SEP> C <SEP> znriiclrfliesst.

   <SEP> C=e,eli.enenf@lts
<tb>  könnten <SEP> al-er <SEP> auch <SEP> clie <SEP> Wände <SEP> @-e@@lh-n
<tb>  und <SEP> dann <SEP> die <SEP> Zuleiten,- <SEP> der <SEP> Iiühlflü@i@,keit
<tb>  am <SEP> Austra.g:encle, <SEP> die <SEP> Ableitung <SEP> dagegen <SEP> am
<tb>  Aufgabeende <SEP> erfolgen, <SEP> so <SEP> dass <SEP> das <SEP> genannte
<tb>  Mittel <SEP> sich <SEP> ebenfalls <SEP> im <SEP> Gegenstrom <SEP> zu <SEP> der
<tb>  durch <SEP> die <SEP> Rinne <SEP> geführten <SEP> Seifenmasse
<tb>  Wegt. <SEP> _
<tb>  Die <SEP> ganze <SEP> Rinne <SEP> n <SEP> durelizielit <SEP> der <SEP> L <SEP> #in2r@
<tb>  nach <SEP> eine <SEP> in <SEP> den <SEP> Rinnenendwl;inden <SEP> -ela_,rerte
<tb>  Förderwelle <SEP> )r. <SEP> welche <SEP> beispielsweise <SEP> mit <SEP> I'lilfe
<tb>  de: <SEP> Zahnrades <SEP> i <SEP> angetrieben <SEP> werde.. <SEP> 1;

   <SEP> @,ai.
<tb>  Diese <SEP> Welle <SEP> h. <SEP> ist <SEP> mit <SEP> Fi #rdei'-f#liaii=feln <SEP> 1,- <SEP> <B>11(--</B>
<tb>  setzt, <SEP> welche <SEP> im <SEP> ive:entliehen <SEP> trapezförmio,
<tb>  gestaltet <SEP> und <SEP> dabei <SEP> ::o <SEP> gestellt <SEP> sind, <SEP> class <SEP> ein  jede <SEP> derselben <SEP> das <SEP> in <SEP> der <SEP> Rinne <SEP> befindliche
<tb>  Gut <SEP> der <SEP> nächsten <SEP> ziiziicliielien <SEP> sucht. <SEP> Ge  gebenenfalls <SEP> können <SEP> im <SEP> Endteile <SEP> d?i' <SEP> Pinnü
<tb>  die <SEP> Schaufeln <SEP> <I>1e</I> <SEP> nocliso <SEP> gestaltet <SEP> SZPüi <SEP> ",@r1
<tb>  so <SEP> eng <SEP> gestellt <SEP> werden. <SEP> dass <SEP> sic1 <SEP> zu@@l@ül, <SEP> @.in
<tb>  Zermahlen <SEP> der <SEP> Hasse <SEP> a-eiur@;ichi@n. <SEP> Endlich
<tb>  kann <SEP> die <SEP> Förderwelle <SEP> hohl <SEP> 'rin. <SEP> =n <SEP> d;

  i <SEP> ss <SEP> durch
<tb>  sie <SEP> hindurch <SEP> Luft <SEP> aueb <SEP> Inder(, <SEP> rase <SEP> in
<tb>  das <SEP> Gut <SEP> eingel)ia,'Pii <SEP>  'ei'rli'il <SEP> lCiinn(,i7.         Bei Durchführung des Verfahrens wird  diese Vorrichtung in der Weise benutzt, dass  die zur Bildung des Seifenpulvers dienende,  noch flüssige Masse zunächst durch die Rinne  A geleitet, welche     finit    gekühlter Sole oder  dergleichen gekühlt wird, so dass in dieser  Rinne die Seifenpulvermasse eine starke Ab  kühlung erfährt.

   Die aus der Rinne A aus  getragene Masse wird dann, wie das sich aus  der Fig. 5 ergibt, der zweiten ähnlichem Rinne  B zugeführt, durch deren Rann d ein  Wärmemittel ebenfalls in Gegenstrom zu  dem Gut geführt wird, so dass hier las letz  tere eine langsame, allmähliche     Wieder-          anvärmung    erfährt. Als Wärmenittel kann  dabei, wie dies bei der Darstelleng in Fig. 5  angenommen ist, die aus der Rinne A aus  tretende Sole benutzt werden, welche in die  ser Rinne A eine Anwärmung erfahren hat.  Durch den Einfluss der Förderschaufeln wird  die Bildung grösserer Stocke vermieden, so dass  das Seifenpulver aus der Vorrichtung in fein  kristallinischem Zustande ausgetragen wird.

    Dabei ist hei dieser Vorrichtung ein längeres  Stehenlassen der Masse ganz vermieden: sie  gestattet ein ununterbrochenes Arbeiten, so dass  durch ihre Anwendung die Herstellung von  Seifenpulver ganz wesentlich beschleunigt  und damit bedeutend verbilligt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Seifen pulver aus flüssiger Seifenpnlvermasse, da durch gekennzeichnet, dass die Masse zunächst stark abgekühlt und dann wieder langsam bis zur Aussentemperatur angewärmt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse wahrend der Abkühlung in Bewegung erhalten wird.
    EMI0003.0005 2: <SEP> Verfahren <SEP> lla <SEP> cll <SEP> Patenl-an.sprllon <SEP> 1, <SEP> dadurch <tb> gclccnnzeiellnet. <SEP> dass <SEP> (ler <SEP> !'lüi,@ell <SEP> llas@e <tb> zur <SEP> Abkühlung' <SEP> flüssinP, <SEP> gekühlt(- <SEP> C=a Z1lgeIlllS('h <SEP> t <SEP> werden. <tb> 3. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspinuh <SEP> 1. <SEP> dadlli-Lll <tb> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> leichNlii('h <SEP> ti=@e <SEP> hür per <SEP> hei <SEP> einer <SEP> Temperatur <SEP> in <SEP> die <tb> masse <SEP> eingPFiilu't <SEP> we1'cleil, <SEP> welohe <SEP> dem <SEP> Ge frierpunkte <SEP> des <SEP> 'as:(rs <SEP> m@1-lir@hst <SEP> ,iahe <tb> liegt, <SEP> lind <SEP> dass <SEP> (l;Shei <SEP> die <SEP> Muse <SEP> in <SEP> @eive,ung <tb> erhalten <SEP> wird. <tb> 4 <SEP> Verfahreli <SEP> nach <SEP> Pat,,ilt@lil:
    pru,-li <SEP> 1 <SEP> und <tb> (Tnteranpruch <SEP> , <SEP> dachiroh <SEP> ,eheilnzei@alne!, <tb> dass <SEP> die <SEP> flür'hti@@en <SEP> Sto!'I'e <SEP> in <SEP> Form <SEP> Piner <tb> FIlxllllo11 <SEP> Zll!j'e@2@7_t <SEP> wer(lell. <tb> 5. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Pa.tenlanshrnch <SEP> I, <SEP> d;idnrz@h <tb> g@@@nnzr <SEP> ir1111et. <SEP> (lass <SEP> da: <SEP> GPxnisch <SEP> von <SEP> Seife <tb> und <SEP> Fiillmas#ze <SEP> ztin:icllsl- <SEP> in <SEP> einem <SEP> D1awk kesssel <SEP> zll <SEP> <B>Schaum</B> <SEP> o' <SEP> ('bla<B>s</B>en, <SEP> unter <SEP> el'lllilit-Plil <tb> 1.uft(li'li,'lr: <SEP> (fort <SEP> zur <SEP> _@n-Flo <SEP> cl(erun <SEP> Blas_ <tb> sen. <SEP> sodann <SEP> durch <SEP> eirlc <SEP> Pii#Ze <SEP> in <SEP> eine <SEP> <B>'11)-</B> <tb> Rinne <SEP> @@ef,lasea <tb> und <SEP> unter <SEP> @enlperaturerh@ihun@;
    <SEP> mittelst <tb> einer <SEP> Fördervoriclltunu- <SEP> forl < @lefiilirt <SEP> wird. PATENTANSPRUCH II: Vorrichteng zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I. zur Herstel lung voll Seifenpulver, gehennzeichnet durch zwei hintereinander angeordnete, doppelwan dige Rinnen, durch welche las Gut mittelst darin angeordneter Förderwellen bindurch bewegt wird, und wobei durch die Doppel wand der zuerst passierten Rinne ein Kühl mittel, durch die der zuletzt passierten da gegen zur allmählichen Wiederanwärmung des Gutes ein @Vdirniemittel inl CTe < @en\L'om- prinzip geleitet wird.
CH90483D 1918-03-28 1919-08-12 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Seifenpulver. CH90483A (de)

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