Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Seifenpulver. Gegenstand der Erfindung ist ein neues Verfahren und eine neue Vorrichtung zur Herstellung von Seifenpulver.
Das vorliegende neue Verfahren bestellt im wesentlicben darin, dass die flüssige Sei fenpulvermasse, welche beispielsweise ans einem Gemisch von Seife und Soda oder einer andern Füllmasse bestehen kann, zunächst stark, gegebenenfalls bis unter den Gefrier punkt, abgekühlt wird und dass dann die Temperatur langsam wieder his zur Aussen temperatur gesteigert wird.
Die zur Ausführung des Verfahrens die nende Vorrichtung besitzt zwei hintereinander angeordnete, doppelwandige Rinnen, durch welche das Gut mittelst darin angeordneter Förderwellen hindurchbewegt wird, und wo bei durch die Doppelwand der zuerst passier ten Rinne ein Kühlmittel, durch die der zu letzt passierten dagegen zur allmähliclen Wiederanwärmung des Gutes ein Wärme mittel im Gegenstromprinzip geleitet wird.
Gegebenenfalls kann die Abkühlung durch das Kühlmittel in der Doppelwand auch noch durch Einblasen eines gekühlten Luft- strones in die Masse unterstützt werden. Schliesslieb können zu dem gleichen Zwecke der flüssigen Seifenpulvermasse flüssige, ab gekühlte Gase. zem Bespiel flüssige Luft, zugemischt werden. Die flüssige Luft wirkt bei der Verdunstung starb ovydierend, so dass die Kristalle zugleich noch gebleicht werden.
Durch das Abkühlen wird der Kristalli- siervorgang ganz wesentlich beschleunigt. Wird die Masse während des Abkühlens zu gleich in Bewegung gehalten, so entsteht ein feines Kristallmehl, so dass das bis jetzt er forderliche Mahlen überflüssig wird.
Zugleich ermöglicht dieses neue Ver fahren, dem Seifenpulver leiclitflüchtige Kör per, wie Kohlenwasserstoffe, oder andere Fett lösungsmittel beizufügen, was bisher daran gescheitert ist, dass man diese flüchtigen Stoffe der flüssigen, heissen Masse beimischen musste. Man kann diese flüchtigen Körper bei einer Temperatur in die Masse einführen, welche dem Gefrierpunkte des Wasers mög- liclist nahe oder gar unter demselben iie@,t, und dabei die Masse zugleich in Bewe@,ling halten.
Das hierbei enttsehencle feine Kristall- mehl absorbiert den flüchtigen Körper und umschliliesst denselben fest. Dies kann noch dadurch begünstigt werden, dass man die flüchtigen Stoffe in Form einer Emulsion zur Seifenmasse zusetzt.
Das sieh so ergebende Erzeugnis ist durchaus haltbar, und es ist bei demselben der flüchtige Stoff nach Jahren noch nach weisbar.
Um bei diesem Verfahren die Bildung von Klumpen und Schmiere, welches bisher zi vermeiden war, auszuschliessen, wird die Seifenpulvermasse, das heisst das Gemisch von Seife und Füllmasse, z. B. Soda, zunächst zweckmässig in einen Druckkessel zu Schaum geblasen, unter erhöhtem Luftdruelr dort zur Auflockerung gelassen und dann durch eine Düsei oder dergleichen in die abgekühlte, dop- pelwandie Rinne geblasen und unter Tem peraturerhöhung mittelst einer Fördervorrich- tung fortgeführt.
Auf der Zeichnung' ist eine zur Aus führung dieses neuen Verfahrens geeignete Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. 1 die als Kühl-, bezw. Wärmevor- richtuing dienende Rinne im Längsschnitt, von der Seite gesehen, Fig. 2 einen Querschnitt nach R-A der Fig. 1, Fig. 3 einen Grundriss, Fig. 4 eine Seitenansicht im Schnitt nach B-B der Fig. 2.
Fig. 5 die Anordnung mehrerer solcher Kühl-, bezw. Wärmerinnen hintereinander. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, dienen zur Durchführung des Verfahrens mehrere bis zu 10 Meter und mehr lange Runnen A, B (Fig. 5), von denen die erstere zur Abkühlung, die zweite dagegen zur lang samen Wiedererwärmung der Seifenpulver masse dient.
Eine einzelne dieser Rinnen ist in den Fig. 1 his 4 in etwas grösserem Massstabe be- sonder2 dargestellt.
Es ist die eigentliche Rinne mit n be zeichnet. Sie ist oben offen und am einen Ende mit den Aufgabetriehter b, am entgegengesetz-
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tenEnde <SEP> mit: <SEP> einem <SEP> rutschenarti,-#(--ne
<tb> versehen. <SEP> Dabei <SEP> ist <SEP> sie <SEP> doppeivtini'i;
<tb> weführt, <SEP> und <SEP> es <SEP> dient <SEP> der <SEP> zwischen <SEP> duii <SEP> <B>W::1,-</B>
<tb> den <SEP> befindliche <SEP> U-förmige, <SEP> allseitig <SEP> @@e=:
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<tb> sene <SEP> Raum <SEP> <I>cl</I> <SEP> zum <SEP> Durehfluss <SEP> für <SEP> das <SEP> die
<tb> Kühlung <SEP> bezw. <SEP> Anwärmung <SEP> der <SEP> Rinne <SEP> <B>fi</B>e wirkende <SEP> Mittel. <SEP> Zu <SEP> dem <SEP> Zwecke <SEP> sind <SEP> in <SEP> dein
<tb> gezeichneten <SEP> Beispiel <SEP> in <SEP> dem <SEP> aufi@chten
<tb> Schenkel <SEP> dieses <SEP> U-förmigen <SEP> Raumes <SEP> @,uheide ,väJule <SEP> e <SEP> a-ri--eordnet, <SEP> welche <SEP> von.
<tb> ende <SEP> der <SEP> Rinne <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Austra < ,encle <SEP> 1-,iii.
<tb> das <SEP> heisst <SEP> auf <SEP> der <SEP> Zeichnunel <SEP> von <SEP> linl@s <SEP> nach
<tb> recht., <SEP> anstei,),en <SEP> und <SEP> hier <SEP> an <SEP> die <SEP> Endwand <SEP> des
<tb> Raume, <SEP> <I>cl</I> <SEP> siel. <SEP> anschliessen, <SEP> während <SEP> sie <SEP> nicl:
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<tb> ganz <SEP> bis <SEP> ans <SEP> Auf-abeende <SEP> reichen. <SEP> Die <SEP> Zu fübrung, <SEP> der <SEP> Iiiihlflüssigheit, <SEP> welche <SEP> beispiels weise <SEP> aus <SEP> einer <SEP> kalten <SEP> Salzlösung <SEP> bestehen
<tb> kann, <SEP> erfolgt <SEP> am <SEP> Austragende <SEP> der <SEP> Rinne
<tb> durch <SEP> die <SEP> Stutzen <SEP> f <SEP> unterhalb <SEP> der <SEP> @cheid@ winde <SEP> e <SEP> und <SEP> die <SEP> Ableitung <SEP> am <SEP> gleichen <SEP> Ende
<tb> oberhalb <SEP> der <SEP> Scheidewände <SEP> e <SEP> durch. <SEP> die <SEP> Stut= zen <SEP> g, <SEP> so <SEP> dass <SEP> die <SEP> Kühlflüssigkeit <SEP> @ieli <SEP> am
<tb> Boden <SEP> der <SEP> Rinne <SEP> im <SEP> Gegenstrom <SEP> zur <SEP> Seifen masse <SEP> bewegt <SEP> und <SEP> dann <SEP> oberhalb <SEP> der
<tb> S@heidezvände <SEP> C <SEP> znriiclrfliesst.
<SEP> C=e,eli.enenf@lts
<tb> könnten <SEP> al-er <SEP> auch <SEP> clie <SEP> Wände <SEP> @-e@@lh-n
<tb> und <SEP> dann <SEP> die <SEP> Zuleiten,- <SEP> der <SEP> Iiühlflü@i@,keit
<tb> am <SEP> Austra.g:encle, <SEP> die <SEP> Ableitung <SEP> dagegen <SEP> am
<tb> Aufgabeende <SEP> erfolgen, <SEP> so <SEP> dass <SEP> das <SEP> genannte
<tb> Mittel <SEP> sich <SEP> ebenfalls <SEP> im <SEP> Gegenstrom <SEP> zu <SEP> der
<tb> durch <SEP> die <SEP> Rinne <SEP> geführten <SEP> Seifenmasse
<tb> Wegt. <SEP> _
<tb> Die <SEP> ganze <SEP> Rinne <SEP> n <SEP> durelizielit <SEP> der <SEP> L <SEP> #in2r@
<tb> nach <SEP> eine <SEP> in <SEP> den <SEP> Rinnenendwl;inden <SEP> -ela_,rerte
<tb> Förderwelle <SEP> )r. <SEP> welche <SEP> beispielsweise <SEP> mit <SEP> I'lilfe
<tb> de: <SEP> Zahnrades <SEP> i <SEP> angetrieben <SEP> werde.. <SEP> 1;
<SEP> @,ai.
<tb> Diese <SEP> Welle <SEP> h. <SEP> ist <SEP> mit <SEP> Fi #rdei'-f#liaii=feln <SEP> 1,- <SEP> <B>11(--</B>
<tb> setzt, <SEP> welche <SEP> im <SEP> ive:entliehen <SEP> trapezförmio,
<tb> gestaltet <SEP> und <SEP> dabei <SEP> ::o <SEP> gestellt <SEP> sind, <SEP> class <SEP> ein jede <SEP> derselben <SEP> das <SEP> in <SEP> der <SEP> Rinne <SEP> befindliche
<tb> Gut <SEP> der <SEP> nächsten <SEP> ziiziicliielien <SEP> sucht. <SEP> Ge gebenenfalls <SEP> können <SEP> im <SEP> Endteile <SEP> d?i' <SEP> Pinnü
<tb> die <SEP> Schaufeln <SEP> <I>1e</I> <SEP> nocliso <SEP> gestaltet <SEP> SZPüi <SEP> ",@r1
<tb> so <SEP> eng <SEP> gestellt <SEP> werden. <SEP> dass <SEP> sic1 <SEP> zu@@l@ül, <SEP> @.in
<tb> Zermahlen <SEP> der <SEP> Hasse <SEP> a-eiur@;ichi@n. <SEP> Endlich
<tb> kann <SEP> die <SEP> Förderwelle <SEP> hohl <SEP> 'rin. <SEP> =n <SEP> d;
i <SEP> ss <SEP> durch
<tb> sie <SEP> hindurch <SEP> Luft <SEP> aueb <SEP> Inder(, <SEP> rase <SEP> in
<tb> das <SEP> Gut <SEP> eingel)ia,'Pii <SEP> 'ei'rli'il <SEP> lCiinn(,i7. Bei Durchführung des Verfahrens wird diese Vorrichtung in der Weise benutzt, dass die zur Bildung des Seifenpulvers dienende, noch flüssige Masse zunächst durch die Rinne A geleitet, welche finit gekühlter Sole oder dergleichen gekühlt wird, so dass in dieser Rinne die Seifenpulvermasse eine starke Ab kühlung erfährt.
Die aus der Rinne A aus getragene Masse wird dann, wie das sich aus der Fig. 5 ergibt, der zweiten ähnlichem Rinne B zugeführt, durch deren Rann d ein Wärmemittel ebenfalls in Gegenstrom zu dem Gut geführt wird, so dass hier las letz tere eine langsame, allmähliche Wieder- anvärmung erfährt. Als Wärmenittel kann dabei, wie dies bei der Darstelleng in Fig. 5 angenommen ist, die aus der Rinne A aus tretende Sole benutzt werden, welche in die ser Rinne A eine Anwärmung erfahren hat. Durch den Einfluss der Förderschaufeln wird die Bildung grösserer Stocke vermieden, so dass das Seifenpulver aus der Vorrichtung in fein kristallinischem Zustande ausgetragen wird.
Dabei ist hei dieser Vorrichtung ein längeres Stehenlassen der Masse ganz vermieden: sie gestattet ein ununterbrochenes Arbeiten, so dass durch ihre Anwendung die Herstellung von Seifenpulver ganz wesentlich beschleunigt und damit bedeutend verbilligt wird.