CH92408A - Verfahren zur Darstellung eines Harzes. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Harzes.

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CH92408A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G75/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing sulfur with or without nitrogen, oxygen, or carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G75/02Polythioethers

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Description


  Verfahren zur Darstellung eines Harzes.    Es ist bekannt,     da(',    aromatische Verbin  dungen leicht mit Schwefel und     Schwefel-          alkalien    reagieren, wobei Verbindungen ent  stehen, welche als     Farbstoffe    oder infolge  ihrer sonstigen physikalischen und chemischen  Eigenschaften technisch wertvolle     Produkte     bilden.  



  Das Verfahren     gemät,)    vorliegender Erfin  dung besteht darin,     dass    Phenol mit Schwefel  erwärmt wird, wodurch ein Harz entsteht,  welches durch Wärme oder durch Wärme  und Druck in einen     unschmelzbaren    und in  den üblichen Lösungsmitteln unlöslichen Kör  per übergeht.  



  Der neue technische und wirtschaftliche       Effekt    besteht darin, dass ein Harz     erzeugt     werden kann, welches alle Vorzüge der     härt-          baren        Formaldehyd-Phenol-Harze    besitzt, je  doch statt der teuren     Methylengruppen    die  billigen und schwereren Schwefelradikale  enthält.  



  Das Ende der Reaktion des Verfahrens  gemäss Erfindung wird daran erkannt, dass  sich kein Schwefelwasserstoff mehr entwickelt.  Das Verhältnis von Schwefel zu     Phenol    kann  in gewissen Grenzen variieren. Für die Her-         stellung    eines     härtbaren    Harzes ist ein Ver  hältnis von zirka 2-3 --Hol. Schwefel auf  1 11o1. Phenol zweckmässig, wobei annähernd  1-1'     :=        Mol.        Schwefelwasserstoff    entweicht.  Bei     richtig    zu Ende geführter Reaktion ent  hält ein solches Harz annähernd     11o1.     Schwefel auf 1     Mo1.        Phenol    gebunden.

   Das  Harz ist aber befähigt, noch weiter mit  Schwefel zu reagieren und noch bedeutende  Mengen Schwefel und Schwefelalkalien     a15          Füllmaterial    mit     aufzunehmen.    Der Nach  weis     ungebundenen    Schwefels kann durch  schwaches     Ansäuern    der alkoholischen Harz  lösung geschehen, wobei der nicht chemisch       gebundene    Schwefel ausfällt. Er ist auch  rein physikalisch     durch    die grüne Farbe des  Harzes     erkennbar,    da das Harz ohne freien  Schwefel eine gelb bis rotbraune Farbe besitzt.

    <I>Beispiel:</I>       -17    kg Phenol werden unter allmählicher  Zugabe von 32 kg Schwefelblüte am     Rück-          flut.',    geschmolzen und bei einer Temperatur  von zirka 140" unter energischem Rühren  erwärmt; wobei eine reichliche und regel  mässige Entwicklung von Schwefelwasserstoff      einsetzt.

   Entsprechend dein     Wirkungsgrad     des     Rückflusskühlers    und der eingehaltenen  Temperatur kann die Dauer der Reaktion  innerhalb ziemlich weiter Grenzen     schwanken.          Iri    günstigen Fällen kann das Ende der  Reaktion, erkennbar am Aufhören der     Schwe-          felwasserstoffentwicklung,    schon in wenigen  Stunden erreicht sein. Die Menge des ent  wichenen     Schwefelwasserstoffs    beträgt unge  fähr die Hälfte des angewandten Schwefels.

    Die ursprünglich grüne, ziemlich dünnflüssige  Schmelze hat sich nach beendeter Reaktion  in eine     rötlichbraune,    stark viskose, klebrige,  flüssige     1LTasse    verwandelt, die nun weiter,       eventuel    bei höherer Temperatur, eingedickt  werden kann. bis eine Probe beim Erkalten  zu einem harten, spröden Harz erstarrt. Das  flüssige Harz wird auf Bleche gegossen und       kann    nach dem Erkalten in Tafeln oder  Blöcken losgelöst werden.  



  Das     Harz    ist in diesem     Stadium    in Al  kohol, Aceton und     Alkalien    leicht löslich,  unlöslich dagegen in Säuren und     alipliatischen          Kohlenwasserstoffen    und deren     Halogenderi-          vaten.    Das Harz besitzt die Eigenschaft, bei       län eremFrw#ir@rneri    auf zirka     150 ,    besonders  unter gleichzeitiger Anwendung von Druck,  in ein     unschmelzbares    und in den üblichen  Lösungsmitteln unlösliches Produkt überzu  gehen.

   Es verliert diese Eigenschaft auch  dann nicht, wenn ihm die verschiedensten  Füllmaterialien zugesetzt werden, oder es in  dünner     ,Schicht    als Lack verwandt wird. Das  Harz weist     starke    Klebkraft auf, ist geruchlos  und in     dünner    Schicht hellfarbig.  



  Das Harz ist infolge seiner     GerLichlosig-          keit,    starken     Klebkraft,    Löslichkeit, Hell  farbigkeit in dünner Schicht, Schmelzbarkeit  und schliesslich infolge der Eigenschaft, durch       Wärme    und     Druck    in     unschmelzbare    und  unlösliche Körper überzugehen, dazu geeignet,    in fast allen Gebieten der Harz- und Lack  verwendung mit Vorteil gebraucht zu werden.  Besonders in der     Elektrotechnik    ist es als       vorzügliches        Isolatiosrnaterial    für sich oder in       -Mischung    mit Papier, Asbest oder andern  Füllmaterialien von besonderem Wert.

   Durch  seine     Geruchlosigkeit    unterscheidet es sich  vorteilhaft von ähnlichen Harzen, die mittelst  Formaldehyd erzeugt werden.  



  Durch Zugabe von Reaktionsbeschleuni  gern, wie z. B. Jod oder Jod abspaltenden  Verbindungen, kann die     Reaktionsdauer    we  sentlich abgekürzt werden.

Claims (1)

  1. PATE1\TTANSPRUOH Verfahren zur Herstellung eines Harzes, welches die Eigenschaft besitzt, durch IN'ärme oder durch Wärme und Druck in einen unschrnelzbaren und in den üblichen Li-)sungs- mitteln unlöslichen Körper überzugehen und die Vorzüge der härtbären Fornialdehyd- Phenol-Harze besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass Phenol mit Schwefel erwärmt wird.
    Das Harz ist in Alkohol, Aceton und Alkalien leicht löslich, unlöslich dagegen in Säuren und aliphatischeri Kohlenwasserstoffen und deren Halogenderivaten. Das Harz besitzt die Eigenschaft, bei längerem Erwärmen auf zirka 15011, besonders unter gleichzeitiger An wendung von Druck, in ein unschrnelzbares und in den üblichen Lösungsmitteln unlös liches Produkt überzugehen. Das Harz weit starke Klebkraft auf, ist geruchlos und in dünner Schicht hellfarbig.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäf.')Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mau der Schmelze Re aktionsbeschleuniger in geringer ±Menge zufügt.
CH92408D 1920-06-26 1920-06-26 Verfahren zur Darstellung eines Harzes. CH92408A (de)

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