CH94437A - Vorrichtung zum Kochen, Verdampfen und Destillieren von Flüssigkeiten. - Google Patents

Vorrichtung zum Kochen, Verdampfen und Destillieren von Flüssigkeiten.

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CH94437A
CH94437A CH94437DA CH94437A CH 94437 A CH94437 A CH 94437A CH 94437D A CH94437D A CH 94437DA CH 94437 A CH94437 A CH 94437A
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E Mende
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/08Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping in rotating vessels; Atomisation on rotating discs

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


  



  Vorrichtung zum Kochen, Verdampfen und Destillieren von Flüssigkeiten.



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Kochen, Verdampfen und Destillieren von Flüssigkeiten, wie zum Beispiel von ge  wohnlichem    Wasser, von Suspensionen wie Teer, oder von   breiartigen Massen    in rotierenden Behaltern. Gemäss der Erfindung besitzt die mit mindestens einem rotierenden Behälter versehene Vorrichtung für jeden Behälter zum Zuführen der zu behandelnden Flüssigkeit, zum Beispiel einer breiartigen Masse, zum Ableiten der bei der Behandlung entwickelten gasförmigen Stoffe und zum Abführen eines nach der Behandlung verbleibenden Rückstandes je ein Rohr. Diese Rohre ragen durch mindestens ein gegen eine Drehung   gesichertes Diehtungsstück hindurch    in den drehbaren Behälter hinein.



     Beiliegende    Zeichnung zeigt mehrere beispielsweise Ausführungsformen der   Vorrich-    tung, die mit Vorteil für die Behandlung von Teer verwendet werden.



   Fig.   1    zeigt einen Teil eines Vertikalschnittes durch die erste Ausführungsform mit liegendem rotierendem Behälter ;
Fig. 2 zeigt eine Variante hierzu ;
Fig. 3 zeigt schematisch einen   Vertikal-    schnitt durch eine Vorrichtung zur   fraktio-    nierten Destillation mit mehreren liegenden rotierenden Behältern, und
Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch eine Vorrichtung für fraktionierte Destillation mit mehreren stehenden rotierenden Behältern ;
Fig. 5 ist ein Grundriss hierzu, und
Fig. 6 eine Detailvariante.



   Bei der Ausführungsform nach Fig.   1    bezeichnet   5,    6 den zur Aufnahme der   Flüs-      sigkeit,    zum Beispiel einer breiartigen Masse dienenden geschlossenen Behälter, der aus dem zylindrischen Kessel 5 und dem mit diesem   loubar    verbundenen Deckel 6 besteht.



  DerBehälter ist wagrecht in einem Feuerungsherd 7 gelagert, und es besitzen die Deckel 6 je einen hohlen Achszapfen   5'bezw. 6',    der in festen Lagern 8 zweier Herdwände drehbar ist. Auf dem Achszapfen 5'sitzt ausserhalb des Herdes ein Antriebsrad 9, durch das der Behälter in Umdrehung versetzt werden kann.



   Unter dem   Behäiter    5,6 befindet sich im Herde die Feuerung zur Erhitzung des Behälters. Die   Feuergase    können den   Behäl-    ter allseitig   umspülen    und treten oberhalb desselben aus dem Herd.



   Mit 10 ist ein mit   einer Fangkappe    13 versehenes   Rohl bezeichnet,    das durch den Achszapfen 6'hindurch in den Behälter 5 hineinragt und in einem durch den Arm   11    gegen Drehung   gebaltenen,    in dem   Achs-    zapfen geführten   Dichtungsstück    18 gelagert ist. Das   Dichtungsstiiek      18    ist durch eine Stopfbüchse 12 abgedichtet. Die   Fangkappe    13 dient zum Auffangen der beim Behandeln der Flüssigkeit, zum Beispiel der breiartigen Masse, sich entwickelnden Gase oder Dämpfe, welche durch das Rohr 10 nach   atigen    hin an einen beliebigen Verwendungsort abgeführt werden.



   14 ist ein im Behälter befindlicher Schwimmer, der zum   Auzeigen    des Flüssig  keitsstandes    dient und seine Bewegung mittelst einer im Achszapfen 5'geführten Achse 15 auf einer auf letzterer befestigten Zeiger 16 überträgt, der auf eine feste Skala 17 ausserhalb des Herdes einspielt. Der   Schwim-    mer ist an einem zur Achse 15 senkrecht   stehendeu    Arm befestigt.



   Neben dem Rohr 10 ist noch ein zweites Rohr   19 in    dem festen   Dichtungsstück    18 gelagert, das ebenfalls in den Behälter 5, 6 hineinragt und zum Zuführen der zu   behan-      delnden    Flüssigkeit, zum Beispiel einer breiartigen Masse,   il. den Behälter    dient.



   In dem   Dichtungsstück    18 ist ferner noch ein drittes Rohr 20 gelagert, das in den Be  hälter    hineinragt und an seinem innern Ende nach unten abgebogen ist, also in. den bei der Behandlung einer Flüssigkeit verbleibenden   Rüclçstand,    beim Teer also in das Pech eintaucht und zum Abführen desselben dient.



   Bei der vorbeschriebenen Ausführungsform wird dadurch, dass der Behälter im Feuerungsherd rotiert und hierbei jeweils der Erhitzung durch die   Feuerstelle ausgesetzte Wandpartie    des Behälters unter Vorwärtswandern stetig durch eine andere, kühlere ersetzt wird, die Bildung einer an dem Behälterrand sich ansetzenden   Gasschicht    und damit die bekannte Erscheinung der pyrogenen Zersetzung der   Fliissigkeit    möglichst verhindert. Es können also   allfeillig    sich bildende Dampf-oderLuftblasen zufolge der Drehung des Behälters in der über der Flüssigkeit, zum Beispiel der breiartigen Alasse,   befindlichenVerdamp-    fungsraum gelangen, ohne sich mehr oder weniger mühsam zur Oberfläche der Flüssig  keit durcharbeiten zu müssen.   



   Hierdurch wird sowohl ein Anbrennen von gewissen Flüssigkeiten, als auch die Bildung von Kesselstein und bei der   Behand-    lung zum Beispiel von Rohteer, die Bildung einer   koks-oder graphitartigen    Kruste verhindert.



   Eine Krustenbildung kann nun aber bei   wagreeht gelagerten Behältern    in gewissem Masse doch stattfinden, was zum Beispiel insbesondere bei Teer und Pech der Fall ist, die einen bestimmten Prozentsatz freien Kohlenstoff bezw. Schlamm enthalten.



   Wenn nämlich das Flüssigkeitsniveau im Behälter nicht hoch genug oder die   Umdre-      hungsgeschwindigkeit    des Behälters zu klein ist, so wird die an der Behälterwand anhaftende Flüssigkeit vom Moment des Austretens der Behälterwand aus der Flüssigkeit bis zum Wiedereintritt verdampfen und eintrocknen und der   zuriclibleibende Kohlenstoff    sich als Kruste an der Wand absetzen. Mit jeder neuen Umdrehung des Behälters wird sich dieser Vorgang wiederholen und die Kruste an Dicke zunehmen.



   Dem kann nun dadurch abgeholfen werden, dass das Flüssigkeitsniveau hoch genug oder die Geschwindigkeit für den Behälter gross gewählt wird, so dass die an der Behälterwand anhaftende Flüssigkeit vom Zeitpunkt des Austrittes der Behälterwand aus der Flüssigkeit bis zum Wiedereintritt in dieselbe nicht Zeit findet, vollständig zu verdampfen.



   Um den Flüssigkeitsstand im Behälter während des Betriebes nach Belieben regulieren zu können, wird vorteilhaft ein Syphon 20' (Fig. 2) verwendet, der an das Ablaufrohr 20 drehbar angeschlossen ist und gegenüber diesem verstellbar ist. In die mit dem Flüssigkeitsniveau im Behälter 5, 6 auf gleicher Hohe befindliche Überlaufstelle dieses  Syphons mündet   ein Luftzuführungsrolii 20",    so daB je nach der Stellung des   Syphons    zum Ablaufrohr 20 das Niveau im Behälter   hocher    oder niedriger gebalten werden kann.



   Bei Verdampfung von Pech kann einer Krustenbildung auch dadurch abgeholfen werden, dass mehr Pech in den Behälter   einge-    führt wird, als verdampft werden soll, damit der als Schlamm abgesetzte freie Kohlenstoff durch den   Pechüberschuss    weggeschwemmt wird.



   In Fig. 3, in welcher eine Vorrichtung zur fraktionierten Destillation von Teer veran  sebauliebt    ist, sind mehrere   drehhare    Behälter 5,6 nach Art des in Fig.   1    dargestellten, in einem Herd 7 mit gemeinsamer Feuerstelle 2 wagrecht so übereinander gelagert, dass sie alle von den   Feuerungsgasen    bestrichen und erhitzt werden. Hierbei sind in Fig.   1    vorkommende Teile mit   gleichen Überweisungen    versehen.



   Über dem obersten Behälter 5 ist ein Gefäss 21 zur Aufnahme des Rohteeres vorgesehen, das noch im Bereich der abziehenden   Feuergase    liegt, so dass dessen Inhalt bereits vorerhitzt wird. Von diesem Gefäss geht die   Teerzuführungsleitung 19 zum    obersten Behälter 5, aus diesem wird der noch nicht verdampfte Rückstand durch die Lei  tungen    20 zum nächstuntenliegenden Behälter und von diesem zum untersten   Behäl-    ter geführt.



   Die erzeugten Dämpfe ihrerseits werden durch die Leitungen 10 aus jedem Behälter 5 zu Kühlschlangen 22,23,24 geführt, in welchen die Dämpfe kondensieren und aus welchen die Destillate zur Abfüllung weitergeleitet werden. Die Antriebsräder für die Behälter 5 sind hier als   Kettemäder 9'aus-    gebildet.



   Bei der Vorrichtung nach Fig. 4 und 5 sind die ebenfalls zylindrisch gehaltenen drehbaren Behälter 5,6 senkrecht im Herd 7 gelagert und unten mittelst eines   hohlen Achs-    zapfens 5'in einem festen Lager 8 und oben mittelst Kugeln 26 am Herd 7   zentrisch'ge-    führt. Der Flansch des Kessels 5 ist hier als Zahnkranz ausgebildet, in welchen ein nicht gezeichneter Antriebszahnkolben ein  greift ; vermittelst welchem    der Behälter   ge    dreht werden kann. Das Rohr 10 ist mit   Fangkappe    13 zum Abführen der erzeugten   Darnpfe,    sowie das Zuführungsrohr 19 ragen hier durch ein   Dichtungsstück    18 hindurch von oben her in den Behälter 5,6 hinein.



  Dieses Dichtungsstück ist in dem zentral am Deckel 6 vorgesehenen Hals 28 gelagert und durch eine nicht gezeichnete Stopfbüchse abgedichtet. Das Dichtungsstüek wird auch hier durch einen nicht gezeichneten festen Arm an   einerDrehung verhindert.    Das Rohr 20 seinerseits, das zum Abführen von   Rück-    ständen dient, ragt durch den hohlen Achszapfen 5'hindurch von unten her in den Behälter d. h. in den auf dem Boden des letzteren sich niederschlagenden Riickstand,   zurn Beispiel Pech, hinein.    Die Feuergase der Feuerung umspülen hier den Behälter oberhalb des Bodens in wagrechter Richtung.



   Die einzelnen, drehbaren Behälter   5,    6 sind stufenartig in ihrer   Hohenlage      zueinan-    der versetzt senkrecht im Herd 7 angeord  net und werden    von der gemeinsamen Feuerstelle 2 aus in der Weise erhitzt, dass die Behälter nacheinander durch die   Feuergase    oberhalb ihrer Böden umspült werden. Die abziehenden   Feuergase      erwärmen vor ihrent    Eintritt in den Kamin noch das hoher als der oberste Behälter 5,6 auf dem Herd be  findliche,    zum Beispiel mit   Rohteer gefüllte    Gefäss 21.



   Aus diesem letzteren fliesst dann der Rohteer durch die Leitung 19 dem obersten Behälter 5,6 zu, aus diesem wird der noch nicht verdampfte Rückstand durch die Leitungen 20 zum   nächstunten    liegenden Behälter und aus diesem zum untersten   Behäl-    ter   geffihrt,    aus welchem es in das Sammelgefäss 25 abfliesst. Die erzeugten Dämpfe ihrerseits werden durch die Leitungen 10 aus jedem Behälter, wie bei der   Ausführungs-    form nach Fig. 3 in entsprechenden Kühl  schlangen    22,23 und 24 geführt (Fig. 5).



   Die letztbeschriebene Ausführungsform mit senkrecht angeordneten   zylindrischen Be-    hältern   5-6    eignet sich insbesondere zum  Kochen, Verdampfen und Destillieren von Flüssigkeiten, zum Beispiel von breiartigen Massen, die durch darin suspendierte Stoffe mehr oder weniger verunreinigt sind und, da sie nicht umgerührt werden, leicht   Nieder-    schläge bilden können, weil der   Behälter-    boden, der hierzu in erster Linie Anlass gibt, im beschriebenen Fall nicht erhitzt wird.



   Um die bei einer   soleben    Behandlung   breiartiger    Massen am Boden der Behälter sich niederschlagenden Unreinigkeiten aus letzteren entfernen zu können, kann der Behälterboden   3 ;    wie in Fig. 6 gezeigt, gewölbt sein, so dass eine ringförmige Rinne 29 gebildet   wird ;    in welcher sich die   Unreinig-    keiten sammeln und aus welcher dieselben durch einen   Schlammhahn    30 entfernt werden können.



   Bei wagrechter Anordnung der Behälter können die Zuführungsrohre 19 und die Ableitungsrohre 10 und 20 anstatt nur durch den einen Achszapfen, wie dargestellt, auch verteilt durch beide Achszapfen des Behälters hindurch in diesen eingeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Vorrichtung zum Kochen, Verdampfen und Destillieren von Flüssigkeiten, zum Beispiel von breiartigenMassen, mit mindestens einem rotierenden Behälter, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Behälter ein Rohr für die Zufiihrung der zu behandelnden Flüssigkeit, ein zweites Rohr zum Abführen der bei der Behandlung entwickelten gasformigen Stoffe und ein drittes Rohr zum Abführen eines bei der Behandlung verbleibenden Rück- standes aus dem Behälter vorgesehen ist, welche Rohre durch wenigstens ein nicht drehbares Diehtungsstück hindurch in den Be hälter hineinragen.
    UNTERANSPRUOHE : 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere drehbare Be hälter in einem Herd in verschiedener Höhenlage zueinander so gelagert sind, dass sie nacheinander von den Feuergasen bestrichen werden, wobei der oberste Be hälter die zu behandelnde Flüssigkeit aus einem höher als dieser befindlichen und ebenfalls noch im Bereich der Feuergase liegenden Gefäss zugeführt erhält,
    wäh- rend das Zuführungsrohr jedes der übrigen Behälter je an das Abführungsl ohr für die Rückstände des nälistobersten Be hälters und das die entwickelten Dämpfe abführende Rohr jedes Behälters je an eine Kiihlschlange angeschlossen ist.
    2. Vorrichtung nach 1'atentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter mit in der Mittelaxe desselben liegenden hohlen Achszapfen in festen Lagern des Herdes drehbar ist, und das die Abführ-und Zu leitungsrohre aufnehmende Dichtungsstück in dem einen Achszapfen gelagert ist.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet. dass der Behälter unten mittelst eines hohlen Achszapfens und oben mittelst der Behälterwandung selbst in festen Lagern des Herdes drehbar ist, wobei die Abführ-und Zuleitungsrohre durch zwei-Dichtungsstüeke hindurch ge führt sind, die unten und oben im Be hälter gelagert sind.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Regulierung des Flüssigkeitsniveaus im Behälter mit dem Ablaufrohr ein Siphon drehbar ver bunden ist, so dass der Siphon gegenüber dem Ablaufrohr verstellt und damit je nach der gewünschten Wiveauhöhe im Be- hälter der Überlaufstelle des Siphons hoher oder tiefer verlegt werden kann.
CH94437D 1915-03-26 1915-03-26 Vorrichtung zum Kochen, Verdampfen und Destillieren von Flüssigkeiten. CH94437A (de)

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