DD150201A1 - Verfahren zur herstellung von thiazolen - Google Patents

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DD150201A1
DD150201A1 DD22063280A DD22063280A DD150201A1 DD 150201 A1 DD150201 A1 DD 150201A1 DD 22063280 A DD22063280 A DD 22063280A DD 22063280 A DD22063280 A DD 22063280A DD 150201 A1 DD150201 A1 DD 150201A1
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aryl
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aminoalkyl
radical
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DD22063280A
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Hans U Kibbel
Barbara Seddig
Alfred Schroeder
Original Assignee
Hans U Kibbel
Barbara Seddig
Alfred Schroeder
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  • Thiazole And Isothizaole Compounds (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der bisher nicht bekannten 5-Amino-2-aryl-4-mercaptothiazole. Ziel der Erfindung ist es,ein einfaches Verfahren zur Herstellung zu finden und damit Zwischenprodukte fuer Folgesynthesen und potentiell biologisch aktive Substanzen bereitzustellen. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dasz die erfindungsgemaeszen Thiazole durch Umsetzung der leicht zugaenglichen N,N'-Bis(aminoalkyl)-dithiooxamide bzw. der 4-Alkylammoniumthiolat-2-aryl-5-arylidenimino-thiazole hergestellt werden.

Description

-A-
Iitel d^er Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Thiazolen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-2-aryi-4-Hiercaptothiazölen aus N,N'-Bis(aminoalkyl)~dithiooxamiden (Ge WALLACH, J. FRÖHLICH, Nachr. d* Königlo Geselle de Wiss,, Göttingen 1899S Heft 2, Se 1024) bzw* 4-Alkylaminoniuffithiolai;-2-aryl-5-arylidenimino-thiazolen (DD 138 6p9)» Die 5-Amino-2-aryl-4~ mercaptothiazole sind sehr vielseitig einsetzbar als Ausgangsprodukto für Polgesynthesen*
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Herstellung der erfindungsgemäßen.5-Amino~2~aryl-4-mercaptothiazole ist bisher nicht bekannt gewordene
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist das Auffinden eines Verfahrens zur Herstellung von 5~Amino-2-aryl-4-mercaptpthiazolen auf einfachem Weg aus technisch leicht zugänglichen und billigen Ausgangsprodukten«
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe v/ird dadurch gelöst, daß beliebig substituierte N,N'·· Eis(aminoalkyl)-dithiooxamide der allgemeinen Formel I, in denen die Reste R für unsubstituierte und in verschiedenen Positionen
einfach oder mehrfach durch Halogenatome, Nitrogruppen, niedere Alkyl~ und Alkoxygruppen substituierte Arylgruppen und die Reste R für eine durch niedere Alkylgruppen substituierte sekundäre Aminogruppe, vorzugsweise, eine Morpholino- oder Piperidinogruppe, stehen, in einem niedermolekularen Alkohol, vorzugsweise Ethanol, kurzzeitig zum Sieden erhitzt werden und ohne Isolierung der dabei entstehenden 4-Alkylammoniumthiolat~2-aryl~5-aryliden:ünino-thiazole der allgemeinen Formel II, in denen R und R die obige Bedeutung besitzen, durch Zusatz von wässrigem Hydrazin im Molverhält·» nis 1:2 und nachfolgendem kurszeitigem Erhitzen zu den 5-Amino-2-aryl~4~mercaptothiazolen der allgemeinen Formel III, in denen R die obige Bedeutung besitzt, umgesetzt werden» Es wird bei Temperaturen von 50 C bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels und Reaktionszeiten von 3ra15 Minuten gearbeitet« Die Verbindungen kristallisieren beim Stehens gegebenenfalls in der Kälte, in Ausbeuten von 80 bis 90 % aus und liegen schon nach dem Waschen mit Wasser in ausreichender Reinheit vor»
Die Aufgabe wird weiterhin dadurch gelöst, daß 4-Alkylammoniumthiolat-2-aryl-5-arylidenimino-thiazole der allgemeinen Formel II, in denen die Reste R für unsubstituierte und in verschiedenen Positionen einfach oder mehrfach durch Halogenatome, Nitrogruppen, niedere Alkyl- und Alkoxygruppen substituierte Arylgruppen und die Reste R für eine durch niedere Alkylgruppen substituierte sekundäre Aminogruppe, vorzugsweise eine Morpholino- oder Piperidinogruppe, stehen, in einem niedermolekularen Alkhol, vorzugsweise Ethanol, durch kurzzeitiges Erhitzen unter Rühren mit wässriger Hydrazin~Lösung im Molverhältnis 1:2 zu den 5~Amino-2~aryl-4-mercaptothiazolen der allgemeinen Formel III, in denen R die obige Bedeutung besitzt, umgesetzt v/erden· Es wird bei Temperaturen von 25 C bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels und Reaktionszeiten von 5 bis 30 Minuten gearbeitet. Die Verbindungen kristallisieren beim Stehen in Ausbeuten um 80 % aus und liegen nach dem Umkristallisieren aus Methanol oder Ethanol in reiner Form voi%
Der Vorteil der Erfindung besteht in einer einfachen Reaktion der leicht und billig zugänglichen Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel I bzw. II zu den ihiazolen &er Formel III»
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele und die Daten der Tabellen 1 und 2 näher erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein,
Beispiel 1
* '* ** 0,01 mol Ν,N'-Bis(aminoalkyl)-dithiooxamid werden in 40 - 60 ml eines niedermolekularen Alkohols für 5 bis 15 Minuten zum Sieden erhitzt. Die Lösung bzw« Suspension nimmt dabei eine dunkelrote Färbung an. Anschließend erfolgt die Zugabe von 0,02 mol Hydrazin in 20-60 %-iger wässriger Lösung, Der Ansatz wird wiederum kurzzeitig zum Sieden erhitzt* Die Lösung wird dabei klar und hellt sich nach gelb auf. Nach dem Abkühlen der Lösung kristallisiert das Thiazol langsam aus. Das Produkt wird abgesaugt, mit kaltem .V/asser, wenig la Item Ethanol und Ether gewaschen,. Die in ausreichender Reinheit in Ausbeuten von 80-90 % anfallenden Thiazole können unter Sauerstoffausschluß aus Alkoholen bzw« anderen g®£gneten Lösungsmitteln umkristallisiert werden»
Beispiel 2
0,01 mol 4-Alkylammoniumthiolat-2-aryl~5-arylidenimino~thiazol wird in 50 - 80 ml eines niedermolekularen Alkohols aufgenommen» Dann erfolgt der Zusatz von 0,02 mol Hydrazin in 20-60 %-±ger wässriger Lösung. Der Ansatz wird für 5 bis 30 Minuten bei Temperaturen von 25 C bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels gerührt« Beim Abkühlen kristallisieren die 5-Amino~2-aryl-4-mercaptothiazole langsam aus. Die Ausbeuten liegen um 80 %, Die Thiazole lassen sich unter Sauerstoffausschluß aus niedermolekularen Alkoholen oder anderen geeigneten Lösungsmitteln Umkristallisieren»
Tabelle 1
Daten zur Herstellung von 5-Amino~2~aryl~4-raercaptothiazolen (III) aus N5N·-Bis(aminoalkyl)~dithiooxamiden (I)
R R Lösungsmittel Ausbeute [$] Schrnp© [ c]
C6B5 M D MeOH 81 192-195
4-Cl-C6H4 P 2) EtOH 83 195-199
4-CH3-C6H4 P PrOH 89 ,178-180
4-CE5O-C,-H. 3 ο 4 M MeOH. 88 171-173
2-C1-O-H. 6 4 P EtOH 84 136-139
I)M=; Morpholine), 2) P = Piperidino
Tabelle 2
Daten zur Herstellung von 5-Amino~2-aryl-4r^ercaptothiazolen (III) aus 4-Alkylaffimoniumthiolat-2~aryl-5-arylidenimino«thiasolen (II)
R R1 Lösungsmittel Ausbeute [%' j Schmp. [0CJ
CgK P 1 * EtOH 75 193-195
' MeOH 78 195-198
2-OH-C6H4 P EtOH 83 231-234
Piperidino, 2) M » Morpholine
NH-CHR-R1
R-
R-

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch - . . .
    1ό Verfahren zur Herstellung von 5-Amino-2-aryl-5-mercaptothiazolen der allgemeinen Formel ΙΪΙ, in der der Rest R für unsubstituierte und in verschiedenen Positionen einfach oder mehrfach durch Halogenatome, Nitrogruppen, niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen substituierte Arylgruppen steht, gekennzeichnet dadurch, daß If,N'-Bis(aminoalkyl)-dithiooxamide der allgemeinen Formel I, in der der Rest R die obige Bedeutung besitzt und der Rest R für eine durch niedere Alky!gruppen substituierte sekundäre Amihogruppe steht, kurzzeitig in niedermolekularen Alkoholen bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels erhitzt werden und die dabei entstehenden 4-Alkylammoniumthiolat~2~ aryl-5-arylideniffiinothiazole der allgemeinen Formel II, in der R und.R die obige Bedeutung besitzen, a) ohne vorherige Isolierung mit wässrigem Hydrazin in der Siedehitze umgesetzt werden bzw. b) nach dem Auskristallisieren abgetrennt und dann in niedermolekularen Alkoholen mit wässrigem Hydrazin bei Temperaturen von 25 C bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels umgesetzt werden.
    2o Verfahren nach Punkt 1«, gekennzeichnet dadurch, daß als N,N'-Bis(aminoalkyl)~dithiooxamide die Morpholine?- und Piperidinoverbindungen eingesetzt werden*
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