DD204252A1 - Verfahren zur herstellung von substituierten alkenonen - Google Patents

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DD204252A1
DD204252A1 DD23868082A DD23868082A DD204252A1 DD 204252 A1 DD204252 A1 DD 204252A1 DD 23868082 A DD23868082 A DD 23868082A DD 23868082 A DD23868082 A DD 23868082A DD 204252 A1 DD204252 A1 DD 204252A1
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DD
German Democratic Republic
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substituted
alkenones
alkyl
aryl groups
preparation
Prior art date
Application number
DD23868082A
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English (en)
Inventor
Manfred Augustin
Wolf-Dieter Rudorf
Original Assignee
Manfred Augustin
Rudorf Wolf Dieter
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von substituierten Alkenonen der allgemeinen Formel I, II und III, in denen R hoch 1 und R hoch 2 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Alkyl- oder Arylgruppen, R hoch 3 Alkyl- oder substituierte Arylgruppen, R hoch 4 Alkyl- oder Arylgruppen sowie n = 1 bis 3 bedeuten. Ziel der Erfindung ist die Herstellung neuer, substituierter Alkenone aus leicht zugaenglichen Ausgangsprodukten. Erfindungsgemaess werden Acetonderivate mit einem Heterokumulen in einem aprotischen Solvens unter Zugabe einer Base zunaechst in ein geminales Dithiolat bzw. Mononatriumsalz ueberfuehrt. Diese werden mit aequimolaren Mengen eines Alkylierungsmittels alkyliert. Derartig substituierte Alkenone koennen als biologisch aktive Substanzen verwendet werden.

Description

238680
Titel der Erfindung Verfahren zur Herstellung von substituierten Alkenonen Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von substituierten Alkenonen der allgemeinen Pormeln I, II
1 2
und III, in denen R und R gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Alkyl- oder Arylgruppen, R^ Alkyl- oder substituierte Alkylgruppen, R Alkyl- oder Arylgruppen sowie η = 1 bis 3 bedeuten·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Derartig substituierte Alkenone sind noch nicht beschrieben worden.
Bekannt ist, daß besonders solche Verbindungen unter basischen Bedingungen leicht mit Heterokumulenen reagieren, in denen die Methylengruppe durch zwei stark elektronenziehende Substituenten aktiviert wird, z. B. durch zwei Nitrilgruppen oder durch eine Carbonyl- und eine Nitrilgruppe [R. GOMPPER u. W. TÖPEL, Chem. Ber. ££, 2861 (1962); W.-D. RUDORP u. M. AUGUSTIN, Phosphorus and Sulfur 2.1 329 (1981)]. Es war daher nicht zu erwarten, daß sich Acetonderivate unter den angewandten Reaktionsbedingungen so leicht an Schwefelkohlenstoff oder Isothiocyanate addieren lassen.
-2APR1982*OÜÜ6O3
238680 4
Ziel der Erfindung;
Ziel der Erfindung sind neue, substituierte Alkenone, die auf der Basis von leicht zugänglichen Ausgangsprodukten hergestellt werden.
Darlesung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese neuen Verbindungen nach einem einfachen Verfahren herzustellen.
Erfindungsgemäß werden substituierte Alkenone der allgemeinen Formeln I, II und III hergestellt, indem Acetonderivate mit einem Heterokumulen, wie zum Beispiel Schwefelkohlenstoff öder einem Isothiocyanat, in einem aprotischen Solvens unter Zugabe einer Base bei O 0O bis Raumtemperatur zur Reaktion gebracht und das entstehende geminale Dithiolat IV bzw* das Mononatriumsalz V anschließend mit äquimolaren Mengen eines Alkylierungsmittels alkyliert wird.
Als Basen eignen sich beispielsweise Natriumhydrid oder Natrium-tert.Amylat, als Lösungsmittel für die Dithio-'carboxylierung z. B. Dimethylsulfoxid oder Benzen, während für die Thiocarbamoylierung vorzugsweise Dimethylformamid Verwendung findet.
Überraschend bei diesem Verfahren ist, daß auch Acetonderivate unter basischen Bedingungen so leicht mit Heterokumulenen reagieren.
Die Gleichungen 1 und 2 veranschaulichen das erfindungsgemäße Verfahren, nach dem beispielsweise die Verbindungen der Tabelle 1 darstellbar sind.
-3- 238680 I
Ausführungsbeispiele
,3-Dithiolan-(2)-yliden]-1,3-diphenylaceton 21,0 g 1,3-Diphenylaceton werden in 100 ml absol. Dimethylsulfoxid gelöst· Man arbeitet unter einer Inertgasatmosphäre. Unter Rühren und Kühlen werden zunächst 7,6 g Schwefelkohlenstoff und anschließend 4,8 g.Natriumhydrid portionsweise zugegeben. Zur Vervollständigung der Reaktion wird noch 2 Stdn. bei Raumtemperatur gerührt. Nach dem Zutropfen von 18,8 g 1,2-Dibromethan rührt man für weitere 2 Stdn. bei Raumtemperatur, gießt dann in 300 ml Eiswasser, saugt den Peststoff ab und kristallisiert aus Ethanol um.
1,1-Bis(benzylthio)-2,4-diphenyl-but-1-en-3-on. In 100 ml einer 2 η Lösung von Na-tert.Amylat in Benzen wird unter Rühren und Kühlen langsam ein Gemisch von 21,0 g 1,3-Diphenylaceton, 7,6 g Schwefelkohlenstoff und 100 ml Benzen zugetropfte Nach beendeter Zugabe rührt man noch 3 Stdn. bei Raumtemperatur, kühlt mit Eiswasser und fügt 34,2 g Benzylbromid hinzu. Es wird erneut 3 Stdn. bei Raumtemperatur gerührt, anschließend in Eiswasser gegossen und die organische Schicht abgetrennt. Man extrahiert noch zweimal mit Benzen. Die organischen Phasen werden vereinigt und mit 20 prozentiger Kochsalzlösung gewaschen. Man entfernt das Lösungsmittel i. Vak. und kristallisiert den Rückstand aus Ethanol um.
1-Anilino-1-benzylthio-2,4-diphenyl-but-1-en~3-on 21,0 g 1,3-Diphenylaceton löst man in 80 ml absol. Dimethylformamid, kühlt auf 0 0C und fügt unter Rühren portionsweise 2,4 g Natriumhydrid hinzu. An-
238680
schließend werden 13>5 6 Fhenylisothiocyanat ohne weitere Kühlung zugetropft. Dann wird noch 2 Stdn. bei Raumtemperatur gerührt, und im Anschluß daran werden 17% 1 g Benzylbromid unter Kühlung zugetropft. Nach weiteren 2 Stdn. Rühren trägt man die Lösung in 300 ml Eiswasser ein, saugt den gebildeten Niederschlag ab und kristallisiert um.
238680
Tabelle 1 Verbindung
Schmp. C umkristallisiert aus
III R1=R2: C6H5 R3: C6H5-CH2 R4: C6H5
82-83,5 Ethanol
Ausbeute %
I 1 2 R SR^O6H5 R3: C6H5-CH2 91-93 Ethanol 67
I R1:H; R2: CgH R3: C6H5-CH2 81-82 Ethanol 74-
II R1=R2: C6H5 n:2 133-135 Ethanol 55
II R1:H; R2: C5H5 n:2 91,5-93 Ethanol 55
II R1:H; R2: CH3 n:2 73-75 Ethanol 36
II R1=R2: 0,-H1- n:3 152-154 Ethanol 45 '
78
III
R1:H; R2: C5H5 R3: CH3 R4: C6H5
73-75 n-Hexan
55
238680 4
Gleichung 1:
R1-OH2-c°-(3H2~:r2 + OS2 + 2 NaB
I-
2 HB
R -CH2-CO. sSNa
Ο—Γ>
ΊΓ' ^ SNa
+ 2
+ X-(CH2)n-X
R1-CH0-CO^ s SR3 C=C ο
2'
NaB: NaH, Na-tert.Amylat ^S \ C=C (CHp)
-j*- 238680 ι
Gleichung 2:
R1-CH2-CO-CH2-R2 + R4-NCS + NaH
R1 -CH5-CO
C-C
R2 ^ " XSNa
+ R3X III

Claims (1)

  1. 238680
    Effindungsanspruch
    Verfahren zur Herstellung von substituierten Alkenonen der allgemeinen IOrmeln I, II und III, in denen R und R gleich, oder verschieden sind und Wasserstoff, Alkyl- oder Arylgruppen, R^ Alkyl- oder substituierte Alkylgruppen,sowie η = 1 bis 3 bedeuten, gekennzeichnet dadurch, daß Acetonderivate mit einem Heterokumu-1en, wie zum Beispiel Schwefelkohlenstoff oder einem Isothiocyanat, in einem aprotischen Solvens unter Zugabe einer Base bei O 0C bis Raumtemperatur zur Reaktion gebracht und das entstehende geminale Dithiolat IV bzw. das Mononatriumsalz V anschließend mit äquimolaren Mengen eines Alkylierungsmittels alkyliert wird.
DD23868082A 1982-04-02 1982-04-02 Verfahren zur herstellung von substituierten alkenonen DD204252A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0154894A1 (de) * 1984-02-29 1985-09-18 Daikin Industries, Limited Schwefel enthaltende fluorierte ungesättigte Verbindungen und ihr Herstellungsprozess

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0154894A1 (de) * 1984-02-29 1985-09-18 Daikin Industries, Limited Schwefel enthaltende fluorierte ungesättigte Verbindungen und ihr Herstellungsprozess

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