DD210852A1 - Verfahren und vorrichtung zum drehschaelen von metallischen stangen und rohren - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft Schaelmaschinen fuer Stangen und Rohre (17, 29). Es wird vorgeschlagen, das fertig geschaelte, aber noch in der Schaelmaschine befindliche Werkstueck voruebergehend zu beschleunigen, um einen Zwischenraum zu d. dicht auffolgenden Werkstueck (29) zu erzielen. Kurz bevor das fertig geschaelte Werkstueck die Schaelmaschine verlaesst, wird d. axiale Geschwindigkeit herabgesetzt. Die so behutsam ausgeschobenen Werkstuecke haben einen geringen Streubereich bezueglich ihrer axialen Lage nach dem Verlassen der Schaelmaschine. Das Beschleunigen und Abbremsen des Auszugsrollenpaares (3) erfolgt ueber einen Gleichstrommotor, der von einem Impulsgeber und einer bzw. zwei Laengenmesseinrichtungen (78) gesteuert wird. Zusaetzlich zu dem Auszugsrollenpaar kann ein Spannwagen vorgesehen sein. Alternativ zu dem Gleichstrommotor ist eine getriebliche Verbindung zwischen dem Einschubapparat (1) und dem Auszugsrollenpaar (3) vorgesehen, die mit mehreren Kupplungen (61, 62, 63) und Schaltstufen (59, 67) ausgeruestet ist.
Description
15 260 56
Verfahren und Vorrichtung zum Drehschälen von metallischen Stangen und Rohren
Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Drehschälen von metallischen Stangen und Rohren sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen;
Das Drehschälen von Stangen und Rohren ist in der Endphase der Bearbeitung einer jeden Stange bzw. eines jeden Rohres in gewissen Fällen problematisch. Wenn die per Definition endlichen Stangen und Rohre mit hoher Vorschubgeschwindigkeit geschält werden, besteht das Problem darin„ die in dichter Folge ankommenden Stäbe aus dieser Folge heraus» zunehmen, zwischenzuspeichern oder zu anderen Zwecken quer· zutransportieren.
Aus der DE-OS 2 546 171 ist es bekannt, bei einer Drahtschälmaschine die Vorschubgeschwindigkeit am Ende der Bearbeitung herabzusetzen, um ein Abdrehen des Drahtes zu vermeiden. Insofern liegt dort eine Veränderung der Vorschubgeschwindigkeit am Ende der Schälbearbeitung vor. Diese Maßnahme erlaubt jedoch keine axiale Trennung aufeinanderfolgender Stäbe. Vielmehr wird die Schälleistung
gegen Ende der Bearbeitung herabgesetzt, was bei kurzen VVerkstückabschnitten einen merklichen Einfluß auf die Leistung der Schälmaschine hat. In dem dort geschilderten Fall, beim Drahschälen vom Bund, kann dieser Gesichtspunkt außer Acht bleiben, da die Bearbeitung eines Endabschnittes aufgrund der Länge des aufgewickelten Drahtes nur selten vorkommt.
Der Begriff der drehfesten Einspannung ist dahingehend zu verstehen, daß der Messerkopf rotiert und nicht das Werkstück.
Ein geringer Eigendrall des Werkstücks, wie er durch Schlupf oder durch um wenige VVinkelgrade geschränkte Einzugsrollen entsteht, ist ebenfalls unter dem Begriff der "drehfesten Einspannung" zu verstehen.
Ziel der ErfindunCj1 ♦„
Mit der Erfindung sollen ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Verfahren der eingangs genannten Art nebst dazugehöriger Maschine zur Verfügung gestellt werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung;
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in schneller axialer Folge ohne wesentlichen Zwischenraum aus einer Schälmaschine austretende Werkstücke nebeneinander abzulegen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß man bei einem Verfahren zum Drehschälen von metallischen Stangen und Rohren, bei dem das Rundmaterial zunächst an seinem unbearbeiteten Längsabschnitt drehfest eingespannt und axial vorgeschoben wird und gegen Ende der Bearbeitung an seinem fertig bearbeiteten Endabschnitt drehfest eingespannt und axial transportiert wird, bis das Werkstück die Schälmaschine verlas-
sen hat und während des Vorschiebenss auf wendeiförmiger Bahn abgeschält wird, und bei dem die axiale Geschwindigkeit in der Endphase verändert wird, erfindungsgemäß die axiale Geschwindigkeit nach Abschluß des Schälvorganges und vor der Herabsetzung erhöht«.
Durch die Beschleunigung werden die Stäbe separiert, so daB ein Zwischenraum entsteht, und können so auf einfache Weise-einzeln quer transportiert werden«
Eine Verbesserung beim weiteren Transport der geschälten ! Werkstücke wird erzielt, wenn man nach der Erhöhung der j
axialen Geschwindigkeit diese auf einen Sollwert verändert. j Das mit einer von allen anderen Kenndaten unabhängigen kon- .'·:!
stänten axialen Geschwindigkeit ausgeschobene Werkstück er- I hält eine besser vorausberechenbare axial© Position als ein mit hoher Geschwindigkeit ausgestoßenes Werkstück und läßt sich so präziser ergreifen und in die nächste Bearbeitungs- !
maschine einführen, zwischenspeichern oder dergleichen. Die Veränderung der axialen Geschwindigkeit nach Anspruch 2 wird in den meisten Fällen eine Herabsetzung sein, sie kann je- j doch bei einer sehr kleinen Vorschubgeschwindigkeit auch eine Heraufsetzung beinhalten. Der Vorzug dieser Lösung liegt aber bei den hohen Vorschubgeschwindigkeiten«
Ein Bereich für den Sollwert zwischen 5 und 40 m pro Minute stellt sicher, daß einerseits ein ausreichender Zwischenraum zwischen den aufeinanderfolgenden Stäben verbleibt, um sie aus der Schällinie zu nehmen, andererseits sichert dieses Merkmal einen kleinen Streubereich bei der axialen Endlage der Werkstücke nach dem Ausschieben aus der Schälmaschine.
Eine in ihrer Grundkonzeption bekannte Schälmaschine, wie sie zum Beispiel aus dem DE-GH 1 799 939 bekannt ist, ist im Oberbegriff1 des Anspruchsptinktes 4 wiedergegeben. Die
Lösungsmittel zur Erzielung des vorbeschriebenen Geschwindigkeitsverlaufs bestehen aus einem mehrstufigen Antrieb für das Auszugsrollenpaar, Die konkreten Lösnungsmittel werden von der Art derAusführung der Steuerung für das Auszugsrollenpaar bestimmt.
Bevorzugt ist eine im wesentlichen mehr elektrische Lösung, gemäß Anspruchspunkt 5, die einen harmonischen Geschwindigkeit - Weg - Verlauf für das Werkstück ermöglicht. Die Entphase der Bearbeitung des Werkstücks, und somit die Phase, in der das Auszugsrollenpaar seine Funktion übernimmt, wird durch den Impulsgeber, ζ.B8 eine Lichtschranke, eingeleitet. Das Auszugsrollenpaar übernimmt jetzt oder im Anschluß an einen zwischen Nesserkopf und Auszugsrollenpaar vorgesehenen Spannwagen die axiale Bewegung des geschälten Werkstücks. Das Auszugsrollenpaar beschleunigt das Werkstück in axialer Richtung und separiert es somit von dem nachfolgenden noch im Schälprozeß befindlichen Werkstück. So kurz wie möglich, bevor das Werkstück den Auszugsrollenapparat verläßt, wird es jedenfalls bei einer hohen Vorschubgeschwindigkeit — auf eine kleine axiale Geschwindigkeit abgebremst und mit dieser auf den Sollwert herabgesetzten axialen Geschwindigkeit aus der Schälmaschine ausgeschoben. Die einzelnen Beschleunigungen werden von der Längenmeßeinrichtung ausgelöst. Da die vom Werkstück zurückzulegenden Wege unabhängig von der gewählten Vorschubgeschwindigkeit sind, sondern von den baulichen Gegebenheiten der Schälmaschine abhängen, ist eine Anpassung der Punkte der Geschwindigkeitsänderungen an unterschiedliche axiale Geschwindigkeit überflüssig. Das Maß der Erhöhung der axialen Geschwindigkeit orientiert sich, wie erwähnt, an der Vorschubgeschwindigkeit und wird in der Steuerungseinheit für das Auszugsrollenpaar ermittelt.
Der Forderung nach der Möglichkeit auch kurze Werkstücke bearbeiten zu können wird durch die Ausgestaltung Rechnung getragen/ bei der eine zweite Längenmeßeinrichtung vorgesehen ist, wobei diese im Bereich der Einzugsrollen vor dem Messerkopf angeordnet und durch eine Leitung an die Steuereinheit angeschlossen ist. Diese Ausgestaltung ist beim Schälen kurzer Werkstücke erforderlich. Das Meßergebnis der Längenmeßeinrichtung vor dem Messerkopf am Einschubapparat wird von der Längenmeßeinrichtung am Auszugsrollenpaar übernommen und ergänzt. Dem liegt der Umstand zugrunde, daß bei kurzen Werkstücken die auslaufseitige Längenmeßeinrichtung noch nicht arbeiten kann, da das Auszugsrollenpaar das Werkstück noch nicht erfaßt hat.
Alternativ zu diesem im wesentlichen elektrischen Lösungsweg kann eine Ausführungsform Anwendung finden, die durch die Verwendung von zwei Antrieben gekennzeichnet ist.
Die von der Vorschubgeschwindigkeit abgeleiteten Abschnitte des Geschwindigkeitsverlaufs des Werkstücks im Auszugsrollenpaar werden vom Einschubapparat mit einer mechanischen Verbindung abgeleitet. Hierzu werden mindestens\zwei steuerbare Kupplungen benötigt, mit denen entweder der vom Einschubapparat abgeleitete Antrieb des Auszugsrollenpaares eingeschaltet wird oder ein separater Drehtstrommotor, der am £nde des Vorschubes zur Herabsetzung der axialen Geschwindigkeit verwendet wird» Diese letzte axiale Geschwindigkeit (Sollwert), mit der das Werkstück die Schälma·* schine verläßt, ist unabhängig von der für den Schälbetrieb gewählten Vorschubgoschwindigkeit. Diese Ausführungsform bietet sich jedenfalls dann an, wenn zwischen dem Messerkopf und dem Auszugsrollenpaar zusätzlich ein Spannwagen vorgesehen ist, der die eigentliche Funktion des Ausziehens des Werkstücks' aus dem Messerkopf übernimmt. In diesem Falle beschränkt sich die Funktion des Auszugsrollenpaares auf das Beschleunigen bzw. Separieren der ein-
zelnen Werkstücke und das anschließende Abbremsen zum behutsamen Ausschieben derselben. Wenn kein zusätzlicher Spannwagen vorgesehen ist, muß der vom Einschubapparat abgeleitete Antrieb mit einer weiteren Schaltstufe ausgerüstet werden, damit das Auszugsrollenpaar auch den letzten Abschnitt des Auszugsvorgangs aus dem Bereich des Messerkopfes übernehmen kann. In diesem Falle muß die Steuerungseinrichtung für das Auszugsrollenpaar drei Kupplungen aufweisen. Eine davon dient der Einkupplung der Schaltstufe für die Übernahme des Werkstücks mit der Vorschubgeschwindigkeit, die zweite der Einschaltung der Schaltstufe mit der verdoppelten Vorschubgeschwindigkeit und die dritte dem Einschalten des separaten Drehstrommotors für das letzte Ausschieben des fertig geschälten Werkstücks aus der Schälmaschine.
Ausführungsbeispiele:,
Die Erfindung wird im weiteren anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: eine schema^tsche Wiedergabe einer Schälmaschine mit den Steuerungsmitteln für den Werkstückvorschub,
Fig. 2: eine Schälmaschine mit einem zusätzlichen Spannwagen,
Fig. 3: eine Antriebsvariation für das Auszugsrollenpaar.
Mit 1 ist der Einschubapparat der Schälmaschine nach den Fig. 1 und 3 bezeichnet. Diese Schälmaschine weist einen umlaufenden Messerkopf 2, ein Auszugsrollenpaar 3, einen Gleichstrommotor 4 für das Auszugsrollenpaar, eine Längen-
"·* f "
meßeinrichtung 5 und 78, einen Impulsgeber 6 vor dem Einschubapparat und eine Steuerungseinheit 21 auf. Die Steuerungseinheit 21 steht über die Leitungen 18, 19, 20 und 79 mit dem Impulsgeber 6, dem Gleichstrommotor 4 und den Längenmeßeinrichtungen 5 und 78 in Verbindung. Sie beinhalten die vorzugsweise elektronischen Steuerungselemente zur Umsetzung der Signale des Impulsgebers und der Längenmeßeinrichtungen in Größen zur Steuerung des Gleichstrommotors 4. Der Einschubapparat 1 besteht aus zwei Einschdibrollen 7, 8, die das Werkstück 17 durch Drehung in Richtung der Pfeile 23, 24 durch die Schälmaschine schieben. Die Vorschubrollen werden von einem nicht dargestellten Motor angetrieben. Im Messerkopf 2 sind zwei Messerhalter 9, 10 radial zur Drehachse des Messerkopfes verschiebbar gelagert. Der Messerkopf lauft in Richtung der Pfeile 13, 14 um. An den nach innen gerichteten Enden der Messerhalter 9, 10 sind Schälmesser 11,12 eingeklemmt. Diese schälen auf wendeiförmiger Bahn eine Oberflächenschicht vom runden Werkstück 17 ab. Der Messerkopf wird von einem nicht dargestellten Motor angetrieben. Das Auszugsrollenpaar 3 mit den zwei an ihrem Umfang profilierten Rollen 15, 16 übernimmt den Vorschub des Werkstücks 17, sobald die Rollen 7, 8 in der Endphase der Schälbearbeitung außer Eingriff geraten. Die Auszugsrollen 15 und 16 ziehen das Werkstück 17 aus dem Messerkopf 2 aus und sichern es gleichzeitig gegen Verdrehen. In dieser Phase der Bearbeitung liegen die Stirnseiten der Werkstücke 17 und 29 noch dicht beieinander (gestrichelte Linie in Fig. 1). Bis zum Abschluß der Schälbearbeitung ist die axiale Geschwindigkeit 71 des Werkstücks 17 konstant. Sobald das fertig geschälte Werkstück 17 die Schälmesser 11 und 12 verlassen hat, schließt sich an die Vorschubgeschwindigkeit 71 eine Phase der Beschleunigung 72 an. Bei der Beschleunigung wird die axiale Geschwindigkeit etwa auf das Doppelte der Vorschubgeschwindigkeit erhöht und zwar bis auf den durch 73 gekennzeichneten Wert für die axiale Ge-
schwindigkeit. In dieser Zeit erhöhter axialer Geschwindigkeit wird ein Zwischenraum zwischen dem Werkstück 17 und dem nachfolgenden Werkstück 29 gebildet.
Nach Erreichen eines Zwischenraumes von z.B. einem Meter wird die axiale Geschwindigkeit, die dem fertig geschälten Werkstück durch die Auszugsrollen 15, 16 vermittelt wird in der Bremsphase 74 auf einen Wert· 70 herabgesetzt, mit dem das Werkstück 17 die Auszugsrollen 15, 16 und somit die Schälmaschine als ganzes verläßt· Diese axiale Geschwindigkeit bei 70 ist üblicherweise ein Wert, der deutlich unterhalb der Vorschubgeschwindigkeit liegt. Mit dieser herabgesetzten Geschwindigkeit 70 beim Ausschub des Werkstücks wird erreicht, daß alle Werkstücke in einem eng begrenzten Bereich in axialer Richtung gesehen zum Stillstand kommen, um dann in möglichst präziser axialer Lage quertransportiert zu werden. Anschließend erhöht sich die Vorschubgeschwindigkeit der Auszugsrollen wieder auf den Wert bei 71 zur Übernahme des nächsten Werkstücks 29.
Das unbearbeitete Werkstück 29 wird quer zu seiner Längserstreckung (Pfeil 81) auf den Rollgang 80 abgelegt, während das vorangehende Werkstück 17 geschält wird. Dadurch entsteht ein Zwischenraum zwischen den Werkstücken 17 und 29. Das Ende 69 des Werkstückes 17 wird von dem als Lichtschranke ausgebildeten Impulsgeber 6 erfaßt. Die Längenmeßeinrichtung 73 beginnt zu messen. Zwischenzeitlich schließt das auf dem Rollgang befindliche Werkstück auf und berührt die rückwärtige Endfläche 69 des Werkstücks. Sobaid das werkstück 17 das Auszugsrollenpaar 3 erreicht, tritt die Längenmeßeinrichtung 5 in'Funktion, das Werkstück 17 wird bis zum Erkstückende 69 aus dem Messerkopf ausgezogen und beschleunigt (Phase 72). Die Steuerungseinheit 21 bestimmt aufgrund der erfaßten zurückgelegten axialen Wegstrecke des Werkstücks, ausgehend von dem Impuls vom Impulsgeber 6, Anfangs- und Endpunkte der ein-
zelnen Geschwindigkeits- und Beschleunigungsphasen.
Das Ziel der möglichst exakten axialen Lage der ausgeschobenen und geschälten Stangen oder Rohre läßt sich in besonders günstiger Weise mit der Schälmaschine nach Fig. 2 erreichen. Diese Schälmaschine besteht aus einem Einschubapparat 30, einem Messerkopf 31, einem Spannwagen 32, und einem Auszugsrollenpaar 35. Vor dem Einschubapparat ist ein Impulsgeber 38 angeordnet, der an eine Steuerungseinheit 33 angeschlossen ist. Das Auszugsrollenpaar 35 ist mit einer Längenmeßeinrichtung 54 gekoppelt, deren Ergebnis über die Leitung 75 und in die Steuerungseinheit 33 eingegeben wird. Das Auszugsrollenpaar 35 besteht aus den profilierten Rollen 52, 53, die von einem Motor 34 mit steuerbarer Ausgangsdrehzähl angetrieben wird.
Am Einschubapparat 30 ist eine weitere Längenmeßeinrichtung 82 vorgeseheh, die über die Leitung 83 an die Steuerungseinheit 33 angeschlossen ist.
Die Rollen 36, 37 des Einschubapparates sind an ihrem Umfang profiliert, wie die vorbeschriebenen Rollen des Auszugsapparates und werden von einem nicht dargestellten Motor drehangetrieben. Sie schieben das Werkstück axial durch die Schälmaschine und sichern es dabei gegen Verdrehen. In der gezeigten Position schieben sie das nachfolgende Werkstück 76 ohne Zwischenraum hinter dem zur Zeit in Bearbeitung befindlichen Werkstück 43 her. Die eigentliche Spann- und Transportaufgäbe/für das Werkstück 43 wird dabei -- jedenfalls in der Enphase — von dem Spannwagen 32 übernommen. Der Messerkopf 31 mit seinen Messerhaltern 39, 40 und den Schälmessern 41, 42 schält eine Oberflächenschicht vom »i/erkstück 43 ab. Der Messerkopf rotiert in Richtung der Pfeile 55, 56.
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Auslaufseitig des Messerkopfes ist der Spannwagen 32 angeordnet, der in Richtung des Pfeiles 84 in der Führungsbahn 49 beweglich geführt ist. Der Spannwagen wird in der Führungsbahn durch die Rollen 50, 51 in seiner Lage radial zum Werkstück fixiert. Es wird durch einen nicht dargestellten Zylinder oder ähnliche Antriebsmittel in Vorschubrichtung verschoben. Der Spannwagen 32 hat zwei Spannbacken 44, 45, von denen eine starr mit dem Spannwagen verbunden ist und die andere von einem Spannzylinder 46 zum Spannen und Lösen des Werkstücks 43 radial zu diesem verschieblich gelagert ist. Wie am Beispiel der unteren Spannbacke gezeigt ist, sind die Spannbacken dem Werkstückquerschnitt entsprechend profiliert und können so das Werkstück mit niedriger Flächenpressung sicher einspannen. Die Verwendung eines Spannwagens, zusätzlich zu dem Auszugsrollenpaar bringt den Vorteil mit sich, daß die Weglange, die zum Separieren der Werkstücke zur Verfugung steht, größer ist als bei der ausschließlichen Verwendung von Auszugsrollen. Die erforderlichen Beschleunigungswerte sind hiermit leichter zu erreichen.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 entspricht in wesentlichen Teilen der Ausführungsform nach Fig. 1. Die Antriebsmittel für das Auszugsrollenpaar sind gegenüber Fig« I geändert. Alternativ zu dem in Fig. 1 gezeigten Gleichstrommotor wird die erfindungsgemäße Mehrstufigkeit des Antriebs der Auszugsrollen durch die Verwendung zweier verschiedener Antriebsquellen erreicht. Zum einen wird die Geschwindigkeit des Auszugsrollenpaares von den Einschubrollen 7, 8 abgeleitet. Dies gilt für die Phase der Vorschubgeschwindigkeit 71 gemäß Fig. 1 und die Phase der Beschleunigung mit der erhöhten axialen Geschwindigkeit 73. Diese beiden Geschwindigkeiten, die dem Werkstück durch das Auszugsrollenpaar vermittelt werden, bestimmten sich ohnehin in Abhängigkeit von der vom Einschubapparat bestimmten Vorschubgeschwindigkeit. Zum behutsamen Ausschieben des Werk-
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Stücks wird der Antrieb des Auszugsrollenpaares auf einen Motor mit konstanter Drehzahl (Sollwert) umgeschaltet. Zum Umschalten dienen die Schaltkupplungen 61 und 63. Diese bis jetzt beschriebene Ausführung des Antriebs ist ausreichend bei der Verwendung eines Spannwagens, wie in Fig. 2 gezeigt. Wenn kein Spannwagen zur Anwendung kommt, wie in den Fig. 1 und 3 dargectellt, dann muß eine zusätzliche Geschwindigkeitsstufe durch ein Zusatzgetriebe 60 bzw. eine Zusatzgetriebestufe vorgesehen werden. Bei der ersten Variante wird mit dem Antrieb für das Auszugsrollenpaar dem Werkstück ausschließlich die erhöhte axiale Geschwindigkeit 73 (verdoppelte Vorschubgeschwindigkeit) vermittelt, während die Phase der Vorschubgeschwindigkeit 71 ausschließlich vom Spannwagen bestritten wird. Mit der in dünnen Volllinien angedeuteten zweiten vom Einschubapparat abgeleiteten Getriebestufe kann das Auszugsrollenpaar auch die Phase der Vorschubgeschwindigkeit 71 übernehmen.
Der in Fig. 3 gezeigte Antrieb wird wie folgt geschaltet:
In der Phase 71 (ohne Verwendung eines Spannwagens) sind die Schaltkupplungen 61 und 63 getrennt. Die Schaltkupplung 62 ist zum Ausziehen des Werkstücks 17 aus dem Messerkopf eingeschaltet. Hiernach wird die Kupplung 62 getrennt und die Kupplung 61 greift. Durch die andersartige übersetzung am Winkelgetriebe 67 gegenüber dem Winkelgetriebe 59 ergibt sich die erwähnte erhöhte, d.h. ungefähr verdoppelte Geschwindigkeit in der Phase 73. Zum behutsamen Ausschieben der fertig geschälten Stange 17 wird die Kupplung 61 wieder getrennt und die Kupplung 63 verbindet den Motor 64 mit dem Auszugsrollenpaar 3. Zur Übernahme der \ nächsten Stange 29 wird die Kupplung 62 wieder eingeschaltet und gleichzeitig die Kupplung 63 getrennt. Bei Verwendung eines Spannwagens steuert man anstelle der Kupplung 62 das Spannbackenpaar des Spannwagens.
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Claims (7)
- Erf indungsanspruch1. Verfahren zum Drehschälen von metallischen Stangen und Rohren, bei dem das Rundmaterial zunächst an seinem unbearbeitenden Längsabschnitt drehfest eingespannt und axial corgeschoben wird und gegen Ende der Bearbeitung an seinem fertig bearbeiteten Endabschnitt drehfest eingespannt und axial transportiert wird, bis das Werkstück die Schälmaschine verlassen hat und während des Vorschiebens auf wendeiförmiger Bahn abgeschält wird, und bei dem die axiale Geschwindigkeit in der Endphase verändert wird, gekennzeichnet dadurch, daß die axiale Geschwindigkeit nach Abschluß des Schälvorgangs und vor der Herabsetzung erhöht wird,2» Schälverfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß nach der Erhöhung der axialen Geschwindigkeit diese auf einen Sollwert zu verändert wird«,
- 3. Schälverfahren nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Sollwert zwischen 5 und 40 m pro Minute liegt.
- 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt1 bis 3, mit einer Einschubvorrichtung für das Schälgut, mit einem rotierenden Messerkopf und mit einer mindestens aus einem Rollenpaar bestehenden Auszugseinrichtung für das fertige Schälgut sowie einer Regeleinrichtung zur Veränderung der Geschwindigkeit des von der Auszugseinrichtung bewegten Schälgutes, wobei die Regeleinrichtung aus mindestens einem Impulsgeber für das nahende Werkstückende und mindestens einer Längenmeßeinrichtung besteht, gekennzeichnet dadurch, daß sie einen mehrstufigen Antrieb für das Auszugsrollenpaar aufweist.- 13 -
- 5. Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß sie einen Gleichstrommotor (4) für den Antrieb der Auszugsrollen (15, 16) aufweistj daß der Impulsgeber (6) im Bereich der Einschubvorrichtung (1) angeordnet ist, mindestens eine Längenmeßeinrichtung (5) am Auszugsrollenpaar (15, 16), das den Vorschub des Schälgutes bewirkt, angeordnet ist, und daß eine elektronische Anlage (21) zur Urnsetzung der Impulse in Steuersignale für den Gleichstrommotor (4) vorgesehen ist.
- 6. Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß eine zweite Längenrneßeinrichtung (78) vorgesehen ist, wobei diese im Bereich der Einzugsrollen, vor dem Messerkopf angeordnet und durch eine Leitung (79) an die Steuerungseinheit (21) angeschlossen ist»
- 7. Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß zwei Antriebsmöglichkeiten (57, 64) für das Auszugsrollenpaar (15, 16) vorgesehen sind, wobei alternativ und wechselweise ein Drehstrommotor (64) und eine von dem Einschubapparat abgeleitete Bewegung (57 bis 62 und 67) den Antrieb der Äuszugsrollen bilden, und wobei beide Varianten durch Schaltkupplungen (61 - 63) die Verbindung zum Auszugsrollenpaar herstellen.
- 8. Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß sie auslaufseitig zusätzlich zu den Auszugsrollen und in Durchlauf richtung des Werkstücks gesehen vor diesen einen Spannwagen aufweist.- Hierzu 3 Blatt Zeichnungen -- 14 -
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