DD215228A1 - Mittel zur beeinflussung des pflanzenwachstums und der pflanzenentwicklung i - Google Patents

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DD215228A1
DD215228A1 DD25083283A DD25083283A DD215228A1 DD 215228 A1 DD215228 A1 DD 215228A1 DD 25083283 A DD25083283 A DD 25083283A DD 25083283 A DD25083283 A DD 25083283A DD 215228 A1 DD215228 A1 DD 215228A1
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DD
German Democratic Republic
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plant
development
plant growth
influencing
growth
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DD25083283A
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English (en)
Inventor
Tilo Roethling
Doerthe Creuzburg
Albrecht Hornuf
Sieghard Lang
Kurt Naumann
Horst Hoelzel
Werner Kochmann
Lisa Kranz
Walter Steinke
Ulf Thust
Hartmut Wozniak
Andreas Creuzburg
Original Assignee
Bitterfeld Chemie
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Abstract

Die Erfindung betrifft neue Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums und der Pflanzenentwicklung, insbesondere Mittel zur Sikkation/Defoliation, Geiztriebhemmung und Stauchung monokotyler Pflanzen. Die erfindungsgemaessen Mittel enthalten neben den ueblichen Hilfs- und Traegerstoffen Substanzen der allgemeinen Formel, in der R fuer Alkyl - C tief 8-18 -Gemische steht.

Description

2382
Titel der Erfindung
Mittel Z1Ur Beeinflussung des Pflanzenwachstums und der Pflanzenentwicklung I ·
's'
-'(' Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft neue Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums und der Pflanzenentwicklung· Besondere Wirkung zeigen die Verbindungen als Mittel zur Sikkation/Defoliation, Geiztriebhemmung und Stauchung monokotyler Pflanzen.
ohjarakt^eristik der bekannten technischen Lösungen
• ' _
Auf Grund des derzeitigen Standes der Technik ist es möglich, gezielt in die pflanzlichen Prozesse bei landwirtschaftlichen und gärtnerischen Nutzpflanzen einzugreifen, wie dies durch die Anwendung artifizieller Stoffe wie Chlprmequat, Ethephon* Bernsteinsäuredimethylhydrazid und Phosfon D bestätigt wird.
Auch quaternäre Ammoniumverbindungen sind wiederholt als wirksam beschrieben. 1
So wurde in der US-PS 3147265 eine retardierende Wirkung von u*ae 2,4--Dichlorbenzyl-tri-n-butyl-ammoniumchlorid (Phosfon 5) beschrieben. ,
2382
Ebenso zeigen 3-Chlor·» und 4-Chlorben!syl-tri»n-butyl»- ammoniumbromid (B 3 bzw. B 4) ähnliche Wirkungen (Knight, E.A. Ann. appl, Biol, 1969» 211-223 und Parrani, S, Ann. appl. Biol* 85, 277-286, 1977).
Im südafrikanischen Patent ZA 7807-059 (CA. 93 P 9467 r) wird die wachstumsregulierende Wirkung von Halogen-trifluormethyl«benzyl-trialkylammonium«salzen beschrieben. Die genannten Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachsturne weisen zum Teil ökonomische Mängel auf, die in hohen Aufwandmengen, teuren Rohstoffen, relativ starker Phytotoxizität oder begrenztem Anwendungsgebiet begründet sind, \ ·
So sind die bisher beschriebenen quaternären Ammonium·" Verbindungen faßt ausschließlich Umsetzungsprodukt des schwer zugänglichen und teuren Tri-n-butylamins mit halogensubstituierten Benzy!halogeniden, die toxikologisch nicht unbedenklich sind.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist es, das Pflanzenwachstum durch die Bereitstellung von Mitteln so zu beeinflussen, daß die Morphogenese gesteuert wird, daß Qualitätsverbesserungen des Erntegutes sowie Ernteerleichterungen bei der maschinellen Ernte eintreten. Dabei sollen die Mängel der bekannten Präparate hinsichtlich ihrer Wirkungen, der Ökonomie und der Toxikologie vermindert werden.
2382
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine weitere Modifizierung der Struktur quaternärer Ammoniumverbindungen neue Wirkstoffe zur Regulierung des Pflanzenwachstums bereitzustellen, die eine möglichst breite praktische Anwendung finden können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es wurde gefunden, daß quaternäre Ammoniumverbindungen der allgemeinen Formel
fH3
C - CH R
Cl
in der R für Alkyl (Cg-C1Q)-Gemische steht, wachstumsregulierende Eigenschaften mit weiteren Vorzügen hinsichtlich Anwendungs- und Wirkungsbreite besitzen. Die wachstumsregulatorische Wirkung der Verbindungen der allgemeinen Formel ist als überraschend anzusehen, da quaternäre Ammoniumverbindungen dieses Typs bisher ausschließlich als Bakterizide und Algizide beschrieben sind. Die Verbindungen haben weiter den Vorteil, daß sie gegen-t über den als Wachstumsregulatoren beschriebenen Tri-nbutyl-halogenbenzyl-ammonium-halogeniden leicht aus billigen Rohstoffen hergestellt werden können.
2382
Die erfindungagemäßen Mittel sind zur Regulierung von Stoffwechsel« und WachsturneVorgangen in Pflanzen und Pflanzenteilen entsprechend den verschiedenen Erfordernissen der Praxis verwendbar und stellen eine wertvolle Bereicherung des Standes der Technik dar· Je nach ihren Anwendungsgebiet können diese erfindungsgemäßen Mittel in Form von Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulvern, Pasten und Granulaten vorliegen. Diese Formulierungen werden in bekannter Weise hergestellt. Die Mittel enthalten neben den erfindungsgemäßen Verbindungen die üblichen Hilfs- und Trägerstoffe und lösen in Abhängigkeit von den Substituenten, der Konzentration, dem Applikationszeitpunkt, der Applikationsfolge, sowie dem Entwicklungsstadium der verschiedenen Pflanzen unterschiedliche physiologische Reaktionen im pflanzlichen Organismus aus. So können die erfindungsgemäßen Mittel den Blattabwurf von Bohnen hervorrufen oder in Abhängigkeit von,der Aufwandmenge Stauchungen bewirken, ohne daß die Entwicklung der Pflanzen negativ beeinflußt, die Standfestigkeit erhöht, der Ertrag gesichert bzw. gesteigert und der Ernteprozeß erleichtert wird.
Aus f ührun^s b e is_pjLjtl jgJL
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern, ohne sie einzuschränken.
2382
In den Tabellen bedeuten:
CH
OV CH2 - N - C - CH3
C8-18H17-37
Cl
Beispiel ·η 1mi:' Sikkation/Defoliation
3 Wochen alte Bohnensämlinge (Phascolus vulgaris) werden zu Stecklingen mit jeweils 2 Primärblättern verarbeitet. Die Applikation erfolgt durch Eintauchen der Blätter in die Testlösung· Als Kriterium nach 6 Tagen der Wirkung gilt die Anzahl abgefallener bzw. vertrockneter Blätter im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle, dabei bedeutet 0 keine Wirkung und +++ sehr gute Wirkung. Tabelle 1 zeigt die* Ergebnisse der Testung·
Tabelle, 1:
Substanz, Konz.in Bonitur % der im Vgl. zur Kontr. Gew.% Sikk./Blatt nach 6 Tg abgeworfenen
Blätter
χΟ
10 Endothal 10c
0 0 0
Als Vergleichssubstanz wird Endothal verwendet, das als Wirkstoff Hexahydrophtalsäure enthält.
2382
Beigjoiel2: Geiztriebhemmung
3 Wochen alte Bohnenpflanzen (Phaseolus vulgaris) mit voll entwickelten Primärblättern und noch nicht ausgetriebenen Achselknospen werden 7 cm unter dem Blattansatz abgeschnitten. Die Blattachaeln von 5 Explantaten werden in die Testlösung in der Konzentration 10 % eingetaucht. Anschließend werden die Explantate in Becher-» glaser mit Wasser weiter kultiviert· Nach 12 Tagen werden die verätzten und nicht ausgetriebenen Achseltriebe ausgezählt bzw. wird die Stauchung der Achseltriebe in Relation zur Kontrolle bestimmt.
Tabelle 2: -
Substanz Konz.in . nicht ausgetr· Seitentriebe Zuwachs % Gew.% Seitentriebe
A TO"1 8 2 -50
Atrinal 10""1 10 0
(Dikegulac-Na)
2332
Beispiel 3: Baumwolle (Defoliatipn/Sikkation)
Baumwollpflanzen werden nach voller Entfaltung des ersten Laubblattpeares mit den Kotyledonen in verschiedenen Konzentrationen der Testlösung getaucht. 12 Tage nach der Applikation wird die Anzahl der abgefallenen Keimblätter ausgezählt und die Sikkation bonitiert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 aufgeführt· Sie belegen die defolierende Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel·
Tabelle 3t /
Substanz Konz.in % Anzahl abgef.Keim- Sikkation
blätter (%) '
A 5x 10° 40
10"1 65
Plordimex ίο'1 . 0
(bekannt) 10° 90
(2-Ghlor- 10""1 55
ethanphos-
phon-aäure)
Agrosan
(bekannt) 10° 75
(Natriura- ΙΟ"1 55
chlorat)
++ 0
2382
Beispiel 4t Stauchung monokotyler Pflanzen
Weiaenpflanzen werden nach 8-tägiger Anzucht in Hydrokultur mit den erfindungagemäßen Mitteln behandelt, indem die Blätter kurzzeitig in die Lösung getaucht und die Wurzeln für 2 Tage in der Lösung verbleiben. Die Auswertung erfolgt nach 14 Tagen. Als Kriterium der Wirkung dient die Länge des Scheinstengels zwischen dem 1. und 2. Blatt in Relation zur Kontrolle.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 zusammengefaßt. Aus den Werten ist eine gute retardierende Wirkung der erfindungagemäßen Mittel bei Getreide zu ersehen·
Tabelle 4» Stauchung monokotyler Pflanzen durch die erfindungsgemäßen Mittel
Substanz Konzentration Stauchung (%> (%)
A ΙΟ"2 -43
CCC ΙΟ"2 -54
Chlorcholin·»
Chlorid

Claims (1)

  1. Erfindungaanapruch
    Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums und der Pflanzenentwicklung, dadurch gekennzeichnet, daß sie neben den üblichen Hilfe- und Trägerstoffen Substanzen der allgemeinen Formel
    (+) CH3 -N-C-CH,
    Cl
    in der R für Alkyl - Cq .g-Gemische steht,
    enthalten·
DD25083283A 1983-05-11 1983-05-11 Mittel zur beeinflussung des pflanzenwachstums und der pflanzenentwicklung i DD215228A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1986007237A1 (en) * 1985-06-05 1986-12-18 Mém Növényvédelmi És Agrokémiai Központ Plant growth regulating compositions and process for regulating plant growth

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