DD217837A1 - Verfahren zur oberflaechenstabilisierung von vlies-faden-naehgewirken - Google Patents

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DD217837A1
DD217837A1 DD83254472A DD25447283A DD217837A1 DD 217837 A1 DD217837 A1 DD 217837A1 DD 83254472 A DD83254472 A DD 83254472A DD 25447283 A DD25447283 A DD 25447283A DD 217837 A1 DD217837 A1 DD 217837A1
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Juergen Lange
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Juergen Lange
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    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H1/00Non-woven fabrics formed wholly or mainly of staple fibres or like relatively short fibres
    • D04H1/40Non-woven fabrics formed wholly or mainly of staple fibres or like relatively short fibres from fleeces or layers composed of fibres without existing or potential cohesive properties
    • D04H1/44Non-woven fabrics formed wholly or mainly of staple fibres or like relatively short fibres from fleeces or layers composed of fibres without existing or potential cohesive properties the fleeces or layers being consolidated by mechanical means, e.g. by rolling
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Oberflaechenstabilisierung von Vlies-Faden-Naehgewirken. Ziel und Aufgabe der Erfindung liegen darin, die Oberflaeche von Vlies-Faden-Naehgewirken, die bekannterweise stark zur Pilling- und Flusenbildung neigt, so zu verfestigen, und zu stabilisieren, dass sie Anforderungen, wie sie z. B. an Arbeits- und Berufsbekleidung, Bettlaken, Haushalt- oder Tischwaesche gestellt werden, entspricht. Erfindungsgemaess werden die aus thermoplastischen Fasern bestehenden oder solche Fasern anteilig enthaltenden Vlies-Faden-Naehgewirke vor dem Naehwirken unter Druckeinwirkung erhitzt und teilweise oder ganzflaechig einseitig angeschmolzen. Beim nachfolgenden Naehwirkprozess erfolgt der Nadeleinstich vorzugsweise von der verfestigten Seite aus.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Oberflächenstabilisierung von Vlies-Faden-Nähgewirken
Anwendungsgebiet der Erfindung
Das erfindungsgemäße Verfahren wird bei der Herstellung von Vlies-Faden-Nähgewirken angewendet, die eine gegen Reiben und Scheuern beständige Oberfläche aufweisen sollen, wie z., B. Arbeitsund Berufsbekleidung, Bettlaken, Haushalt- oder Tischwäsche.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei den bekannten Herstellungsverfahren für Vlies-Faden-Nähgewirke besitzen die Fasern keine intensive Verankerung im Flächengebilde, da sie parallelisiert, nicht verdreht, vorliegen und von den Maschen des Nähfadens nur geklemmt werden, so daß sie bei mechanischer Beanspruchung leicht herausgearbeitet werden und die Pillbildung verursachen.
Es ist auch bekannt, Vliese mit einem Anteil an thermoplastischen Faserstoffen herzustellen und durch ein allgemeines Verschmelzen derselben die Vliese zu verfestigen. Dabei tritt eine Verhärtung der Vliese ein.
Aus der GB-PS 1 399 153 ist auch bekannt, ein Vlies-Nähgewirke durch Hitzeeinwirkung zusätzlich zu verfestigen, indem die Nichtmaschenseite der Kbntakthitze einer Stahlwalze ausge-
setzt wird. Durch die Verschmelzung der Vlies fasern wird auf:dieser Seite eine Verbesserung der Pillresistenz er- ; reicht.
Werden Vlies-Faden-Nähgewirke zum Zwecke der Erreichung einer Pillresistenz thermisch auf einem Kalander verfestigt, dann besteht die Gefahr einer Schädigung des Nähfadens und einer rapiden Verschlechterung der Reißkraft in Längsrichtung.
Ziel der Erfindung
Ziel der-Erfindung ist es, die Oberfläche von Vlies-Faden-Nähgewirken zu verbessern, ohne daß dabei die Nachteile der bekannten Verfahren auftreten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Oberfläche von Vlies-Faden-Nähgewirken ohne Schädigung des Nähfadens so zu
ι
stabilisieren, daß sie gegen Pillen und Abflusen beim Reiben und Scheuern beständig ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das zu vernähende Vlies vor dem Vernähen unter Druckeinwirkung erhitzt und teilweise oder ganzflächig einseitig angeschmolzen wird und daß beim nachfolgenden Nähwirkprozeß der Nadeleinstich vorzugsweise von der angeschmolzenen, also verfestigten Seite aus erfolgt. .
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Querfaservlies nach dem Quertäfler, vor dem Nähwirken zwischen zwei Walzen hindurchgeführt, von denen die eine eine beheizte, z. B. mit Teflon beschichtete Stahlwalze und die Gegenwalze eine mit weichem Überzug, ζ. 3. Baumwolle, überzogene Stahlwalze ist. Durch die VValzentemperatur, die im Bereich der Schmelztemperatur des thermoplastischen Vlies faseranteils liegt, und die gleichzeitige Druckeinwirkung kommt es zur Ausbildung einer einseitig thermisch verfestigten, relativ geschlossenen Oberfläche beim Einsatz einer glatten, beheizten Stahlwalze.^
Die beheizte Stahlwalze kann auch geriffelt oder anderweitig profiliert sein. Entsprechend dem Profil wird die Oberfläche angeschmolzen.
Das einseitig oberflächlich verfestigte Vlies wird anschließend ohne daß ein Trägermaterial erforderlich ist, auf Großdocke gewickelt und auf einer Nähwirkmaschine so zu einem Nähgewirke verarbeitet, daß der Nadeleinstich.von der verfestigten Seite aus erfolgt. Es resultiert ein Vlies-Faden-Nähgewirke, das auf einer Seite pill- und flusenresistent ist.
Anstelle der Aufwicklung des Vlieses auf Großdocken kann bei kontinuierlicher Arbeitsweise die Verfestigung des Vlieses auch in den Herstellungsprozeß von Maliwatt integriert sein, d. h., daß ein Synchronlauf von Vliesbildung, Walzenpassage und Nähwirken erfolgt, wobei eine Geschwindigkeit von ca. 1 m/min erreicht wird. Das Walzenpaar befindet sich ebenfalls nach dem Quertäfler.
Eine weitere Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, das Vlies, mit Hilfe eines Trägermaterials auf Großdocken aufzuwickeln und völlig unabhängig von der Vliesbildungsgeschwindigkeit thermisch zu verfestigen, wobei das Trägermaterial .vorzugsweise vor der Walzenpassage umgelenkt wird. Nach der Verfestigung kann ohne Trägermaterial aufgewickelt werden und anschließend das Nähwirken erfolgen.
Ausführunqsbeispiel
Ein Vlies mit querorientierter Faserlage enthält VI-F, 0,42 tex, 100 mm Faserlänge und PA-F, 0,36 tex, 85 mm Faserlänge' im Mischungsverhältnis 70/30 %.
Dieses Vlies wird auf einer PE-Folie als Trägermaterial bis an das VValzenpaar Stahlwalze beheizt/Baumwollwalze herangeführt. Während das Vlies auf die untere, weiche Walze aufgelegt wird, wird die Folie umgelenkt und zurückgeführt. Seim Passieren des Walzenpaares wird das Vlies einseitig angeschmolzen und somit einseitig verfestigt. Nach der Passage des Walzenpaares wird das einseitig thermisch verfestigte
Vlies aufgewickelt und anschließend auf einer Nähwirkmaschine mit PE-'S-Nähfaden. 7,6-tex, einer Stichlänge von 0,7 mm und einer Maschinenfeinheit F22, so verarbeitet, daß der Nadeleinstich, von der verfestigten Seite aus erfolgt. Es resultiert ein einseitig oberflächenstabili^siertes Vlies-Faden-Nähgewirke mit textilem Griff, das nach einer Pillingprüfung keine Pills zeigte.

Claims (1)

  1. Erfindunqsanspruch
    Verfahren zur Oberflächenstabilisierung von Vlies-Faden- ! Nähgewirken, die aus thermoplastischen Fasern bestehen oder diese anteilig enthalten, gekennzeichnet dadurch, daß das Vlies vor dem Vernähen unter Druckeinwirkung erhitzt und teilweise oder ganzflächig einseitig angeschmolzen wird und daß beim nachfolgenden Nähwirkprozeß der Nadeleinstich vorzugsweise von der verfestigten Seite aus erfolgt.
DD83254472A 1983-09-02 1983-09-02 Verfahren zur oberflaechenstabilisierung von vlies-faden-naehgewirken DD217837A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3257989A1 (de) 2016-06-17 2017-12-20 Tenowo GmbH Verfahren zur herstellung eines nähwirkvliesstoffes
DE102016120818A1 (de) 2016-06-17 2017-12-21 Tenowo GmbH Verfahren zur Herstellung eines Nähwirkvliesstoffes

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EP3257989A1 (de) 2016-06-17 2017-12-20 Tenowo GmbH Verfahren zur herstellung eines nähwirkvliesstoffes
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