DD219105A5 - Vorrichtung zum selbsttaetigen beschicken von fischbearbeitungsmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum selbsttaetigen beschicken von fischbearbeitungsmaschinen Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung zielt darauf, die aus der DE-PS 1 454 092 bekannte Bauch-Ruecken-Richtstrecke fuer Fische in ihrem Einsatzbereich zu universalisieren, um auch die Handhabung von beschaedigten Fischen, die durch die Stell- oder Treibnetzfischerei in hoeherem Prozentsatz anfallen, zu ermoeglichen. Die erhoehte Gefahr des Blockierens dieser Vorrichtung durch solche Fische wird erfindungsgemaess dadurch vermieden, dass der Durchlass durch die Richtstrecke jeweils kurz vor Ankunft des naechsten Fisches zwangsweise geoeffnet wird.
Description
Torrich tun.g sun selbständigen Beschicken von Fischbr»- arbniturigstaa schinen
Anwendungsgebiet der Erfindung . '
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, zum selbstätigen Beschicken von Fischbearbeitungsmaschinen mit Fischen, mit einer Bauch-Rücken-Richtstrecke zum Ausrichten derselben in einheitliche Bauch-Rückenlage sowie zum getakteten Weiterleiten, bestehend aus mindestens einem die Fische einzeln hintereinander Kopf voraus aufnehmenden Leitkanal, welcher dieselben einem im wesentlichen senkrechten, zwischen der Mantelfläche einer Zahnwalze und einer dieser gegenüberliegenden, gegen Federkraft ausweichbaren Leitfläche gebildeten Spalt zuführt. ,
Aus der DE-PS 1 454 092 ist eine Vorrichtung mit den ,vorstehenden Klassifizierungsmerkmalen bekannt.' Bei dieser Vorrichtung werden die bereits Kopf voraus ausgerichteten Fische entsprechend einer von einer nachgeschalteten Fischbearbeitungsmaschine bestimmten Taktfolge einer Bauch-Rücken-Richtstrecke zugeführt. Diese besteht aus einer angetriebenen Zahnwalze, welche senkrecht in einen Leitkanal für die Fische aufragt. Der Mantelfläche der Zahnwalze steht eine Leitfläche unter Federkraft auf Abstand gegenüber, deren vorderes Ende verdrillt ist. Die Fische werden beschleunigt durch, eine Taktvorrichtung zwischen Mäntelfläche und Leitfläche gebracht, wo sie aufgrund ihres tropfenförmigen Querschnittes unabhängig von ihrer Bauch-Rückenlage in Schwimmlage aufgerichtet werden. Aus' dieser.Lage werden sie anschließend vermittels des verdrillten 'Endes der Leitfläche in einheitliche Seitenlage gedreht.
Diese Vorrichtung hat sich in der Praxis recht gut be- .. währt, solange Fische in qualitativ gutem Zustand zur Verarbeitung kommen. Diese Voraussetzungen sind jedoch bei durch Stellnetze oder Treibnetze eingeholten Fangen nicht sicherzustellen. Diese seit langem bekannte Art der Fischerei findet insbesondere aufgrund ihres Energie-Spareffektes und der erreichbaren besseren Größenselektion heute verstärkt Anwendung. Dabei ist unvermeidbar, daß ein relativ hoher Anteil der so gefangenen Fische beschädigt zur Verarbeitung gelangt. Diese Beschädigungen werden dadurch verursacht, daß die Fische nach dem Einholen solcher Netze aus den Maschen herausgepflückt oder -geschüttelt werden, mit der Folge, daß der Kiemenapparat und teilweise auch der Unterkiefer abgerissen wird, oder daß" sie an- oder, zerbrechen. Socherart,lädierte Fische wie auch eventueller Beifang, erhöhen die Gefahr der Verstopfung, insbesondere der Bauch-Rücken-Richtstrecke eines solchen . Beschickautomaten. Ist 'dies einmal eingetreten, so wird dadurch die jeweilige 'Bahn blockiert, mit der Folge, daß sich die nachfolgenden Fische aufstauen. Ein solcher Sta-u ,muß manuell beseitigt werden, weshalb zumindest eine Bedienungsperson erforderlich ist, so daß der Rationalisierungseffekt einer solchen· '. Anlage zumindest -zum Teil aufgehoben wird.
Ziel der Erfindung
-
Ziel der Erfindung ist.die .Verbesserung des Arbeitsergebnisses der bekannten Bauch-Rücken-Richtstrecke und der Ökonomie derselben durch Verhinderung der Staubildung. . ' ;
-S-
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Leitfläche im Takt der Fischfolge von der Mantelfläche der Zahnwalze wegsteuerbar ausgebildet ist.
Damit gelingt es, eine eventuelle Verstopfung der Bauch-Rücken-Richtstrecke jeweils rechtzeitig vor Ankunft des nächsten Fisches aufzulösen und dadurch eine Staubildung zu vermeiden. Die Aussteuerung der Leitfläche erfolgt vorzugsweise in dem Taktintervall zwischen zwei Fischen.
Bei mehrbahniger Anlage ist es aus Gründen der'Vereinfachung z-weckmäßig., die Leitflächen jeder. Bahn über ein gemeinsames Gestänge aussteuerbar zu gestalten Dabei kann der Abstand der Leitflächen-zu der jeweiligen Mantelfläche der Zahnwalzen über das Gestänge zentral verstellbar sein.
Um sicherzustellen, daß ein steckengebliebener Fisch die Bauch-Rücken-Richtstrecke dennoch ausgerichtet zu' verlassen vermag, kann-die Aussteuerung der Leit- · flächen mit langsam wachsender, ihre Rücksteuerung mit hoher Geschwindigkeit erf.olgen.
Ausführunqsbeispiel '
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird nachfolgend an- hand der Zeichnung näher erläutert.·
Es zeigt Fig. 1 eine schematische Seitenansicht
der Bauch-Rücken-RicKtstrecke
Fig. 2. eine Draufsicht auf diese Vorrichtung ebenfalls in schema-' tischer Darstellung,
Fig. 3 eine ausschnittweise Draufsicht auf eine mehrbahnige Ausführung der Vorrichtung.
In einem nicht näher dargestellten Gestell einer Vorrichtung zum Gleichrichten von Kopf voraus gerichteten Fischen in einheitliche Bauch-Rückenlage sind mehrere'Leitkanäle 1 bis 5 * angeordnet, längs -denen, die Fische geführt werden. Im Bereich des der zu beschickenden Maschine zugekehrten Endes jedes Leitkanals, beispielsweise des mit Pos. 1 bezeich- neten, befindet sich eine Zahnwalze 6 , welche seitlich versetzt um eine.zu der Bodenfläche 8 des Leitkanals 1 " senkrechte Achse 7 umläuft. Dabei erfolgt der Antrieb der Zahnwalze 6 derart, daß ihre in den Leitkanal 1 hineinragende Mantelfläche 9 in Richtung des genannten Endes bewegt wird. Den Übergang zwischen der Mantelfläche 9 und der der Bodenfläche 8 zugekehrten Stirnseite 10 der Zahnwalze 6 bildet eine Fase 11.. Der Mantelfläche 9 liegt eine um eine senkrechte, neben dem Leitkanal 1 und in Bewegungs- . richtung der Fische vor der Zahnwalze 6 befindliche Schwenkachse 13 schwenkbare Leitfläche . 12 gegenüber. Sie bildet mit der Mantelfläche 9 der Zahnwalze 6 einen im wesentlichen parallelen.Durchlaß 14 , welcher gegen die Kraft einer Feder 15 'durch Verdrängung vergrößerbar ist. Die.Leitfläche 12 endet in einem über die Stelle/ihrer größten Annäherung an die Mantelfläche 9 weitergeführten verdrillten Teil und bildet mit ihrer Unterkante gegenüber der Boden-
fläche 8 einen Spalt 16 . An dem unter die Bodenfläche 8 reichenden Ende der-Schwenkachse 13 ist ein mit der Leitfläche 12 starr verbundener Anschlaghebel befestigt, welcher mit seinem freien Ende in eine Aussparung 19 eines Gestänges 18 in Form einer Stellstange greift, und dem die eine Schulter der Aussparung 19 als Anschlag dient. Die Stellstange steht axial unter der Kraft einer Feder 20 , welche erstere gegen den Umfang einer taktsynchron zu der nachgeschalteten Fischbearbeitungsmaschine angetriebenen Steuerkurve 21 angedrückt hält.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung wird im folgenden unter Betrachtung einer Arbeitsbahn beschrieben: Von einer geeigneten Kopf-Schwanz^Richtstrecke kommend, gelangen die Fische einzeln Kopf1 voraus in Seitenlage auf der Bodenfläche 8 des Leitkanals 1 ·aufliegend in den Durchlaß 14 zwischen der Leitfläche ,12 und der Mantelfläche 9 der Zahnwalze 6 und damit unter fördernden Angriff durch letztere. Aufgrund des tropfenförmigen Querschnitts des Fischkörpers mit gratähnlicher Bauchkontur'unterlauft der Fisch mit dieser Kontur je nach seiner Lage die Fase 11 der Zahnwalze 6 oder dringt mit dieser in den Spalt 16 zwischen der Bodenfläche 8 und 'der Unterkante der Leitfläche 12 ein. Der auf diese mittels der Feder 15 ausgeübte Andruck bewirkt nun, daß der Fisch sich unter Verdrängung der Leitfläche 12 in Schwimmlage aufrichtet. Aus dieser Lage wird er dann vermittels des verdrillten Teils der Leitfläche 12. in einheitliche Seitenlage verbracht. Um sich in der Fase 11 oder dem Spalt 16 aufgrund von Beschädigungen · festkeilende Fische freizubekommen, wird der die größte Annäherung der Leitfläche 12 an die Mantel- " fläche 9 der Zahnwalze 6 bestimmende Anschlag im Takt der ankommenden Fische durch die Steuerkurve 21
unter Mitnahme der Leitfläche 12 kurz vor Ankunft des jeweils nächsten Fisches ausgesteuert. Kommen andere Fischgrößen zur Verarbeitung, so wird das die Anschläge für die Leitflächen jeder Bahn bestimmende Gestänge 18 mittels einer'geeigneten, nicht dargestellten Verstelleinrichtung in seiner Grundposition und damit die Weite des Durchlasses 14 verändert.
Claims (5)
- Vorrichtung zum selbstatiqen Beschicken von Fischbearbeitunqsmaschinen .Erfindungsansprüche1. Vorrichtung zum selbstatigen Beschicken von Fischbearbeitungsmaschinen mit Fischen, mit einer Bauch-Rücken-Richtstrecke zum Ausrichten derselben in einheitliche Bauch-Rückenlage sowie zum getakteten Weiterleiten, bestehend aus mindestens einem die Fische einzeln hintereinander Kopf voraus aufnehmenden Leitkanal, welcher dieselben einem im wesentlichen senkrechten, zwischen der Mantelfläche einer Zahnwalze und einer dieser gegenüber- liegenden, gegen Federkraft ausweichbaren Leitfläche gebildeten Spalt zuführt, dadurch g e k e ώ' η ζ e i c h η e' t , daß die Leitfläche (12) im Takt der Fischfolge von der Mantelfläche (9) der Zahnwalze (6) wegsteuerbar ausgebildet ist. '
- 2. Vorrichtung nach Punkt 1 „ dadurch gekennzeichnet , daß die Aussteuerung der Leitfläche (12) in dem Taktintervall zwischen zwei Fischen erfolgt.
- 3. Vorrichtung nach den Punkten 1 und 2 · , welche, mehrbahnig ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet. , daß die Leit- . flächen (1'2) . jeder Bahn über ein gemeinsames Gestänge (1.8) aussteuerbar sind.
- 4. Vorrichtung nach Punkt 3 , dadurch g.e kennzeichnet , , daß der in Ruhelage eingenommene Abstand der Leit- , flächen." (12) zu der jeweiligen Mantelfläche (9) der Zahnwalzen (6) über das Gestänge (18) zen-. tral'verstellbar ist.
- 5. Vorrichtung nach den Punkten 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet. , daß die Aussteuerung der Leitflächen (12) mit langsam wachsender, ihre Rücksteuerung mit hoher Geschwindigkeit erfolgt.Hierzu 7 Seite Zeichnungen- fe -' λ L ' · -i '' -1O ."'
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