DD228802A1 - Verfahren zur spaltung von oel- und nitrithaltiger oder oelhaltiger abwaesser - Google Patents

Verfahren zur spaltung von oel- und nitrithaltiger oder oelhaltiger abwaesser Download PDF

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DD228802A1
DD228802A1 DD26950184A DD26950184A DD228802A1 DD 228802 A1 DD228802 A1 DD 228802A1 DD 26950184 A DD26950184 A DD 26950184A DD 26950184 A DD26950184 A DD 26950184A DD 228802 A1 DD228802 A1 DD 228802A1
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Barbara Oehler
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Kfz Zubehoerwerk Meissen Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Spaltung von oel- und nitrithaltigen oder oelhaltigen Abwaessern in einem Verfahrensschritt. Dabei wurde die gute Flockungswirkung von Eisenhydroxid bzw. eisenhydroxidhaltigen Verbindungen gegenueber Oeltroepfchen ausgenutzt. Die beim p H-Wert 2...3 ablaufende Nitritentgiftung unter Verwendung von Harnstoff unterstuetzen die Trennung des Oeles vom Wasser. Reaktionspartner sind chromfreie Beizereiabwaesser oder eisenhydroxidhaltige Abprodukte, Harnstoff und Natronlauge. Der Spaltprozess kann in einem Behaelter durchgefuehrt werden. Die zum Einsatz kommenden eisenhydroxidhaltigen Verbindungen wurden bisher keiner Verwendung zugefuehrt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Spaltung öl- und nitrithaltiger oder ölhaltiger Abwässer mittels Eisenhydroxid bzw. einsenhydroxidhaltigen Verbindurigen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In der Fachliteratur werden folgende Spaltmöglichkeiten für öl- und nitrithaltige oder ölhaltige Abwässer angegeben: - thermisch-chemische Spaltverfahren - physikalisch-chemische Spaltverfahren - Membranfiltraticn - Destillation
Bei den thermisch-chemischen Spaltverfahren werden unter Einwirkung von Temperatur und Metallsalzen sowie Chiorbleichlauge als Oxidationsmittel die Spaltung der öl- und nitrithaltigen oder ölhaltigen Abwässer durchgeführt. Der pH-Wert liegt hierbei zwischen 3 bis 8.
Bei den physikalisch-chemischen Spaltverfahren wird die Nitritentgiftung nicht berücksichtigt. Sie ist dem eigentlichen Spaltvorgang mittels Aschen, Silikaten, Eisen-, Magnesium- und Aluminiumverbindungen als zusätzliche Stufe vor- oder nachgeschaltet.
Die oben genannten Chemikalien sind in Flockungsmitteln enthalten.
Durch Zugabe in ölhaltige Abwässer erfolgt auf Grund des physikalisch-chemischen Verhaltens dieser Stoffe eine Anlagerung der Öltröpfchen.
Bei der Membranfiltration wird die Nitritentgiftung ebenfalls nicht berücksichtigt. Sie ist dem eigentlichen Spaltvorgang der Umkehrbämose als zusätzliche Stufe vor-oder nachgeschaltet.
Bei den thermischen Spaltverfahren, zu denen die Vakuumdestillation zählt, wird generell keine Nitritentgiftung des Abwassers durchgeführt.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, eine Nitritentgiftung und/oder eine gleichzeitige Emulsionsspaltung zu erreichen. Dabei wird davon ausgegangen, daß nitrit- und/oder ölhaltige Mischabwasser mittels Abprodukten entsorgt werden können.
Darlegung des Wesens der Erfindung AUfgabe der Erfindung ist es, bei Raumtemperatur in einem Verfahrensschritt und Reaktionsbehälter eine Spaltung von öl- oder öl-iund'nitrithaltigen Abwässern durchzuführen.
Die Reaktion erfolgt bei nitritfreien ölhaltigen Abwässern bei einem pH-Wert 6 bis 8 und bei öl- und nitrithaltigen Abwässern bei pH-Wert 2 bis 3 und spätere pH-Werterhöhung auf 7 bis 8.
Der Spaltprozeß läuft bei Raumtemperatur ab. Im Prozeßverlauf zerfällt das Nitrit in Verbindung mit dem Harnstoff in CO- und N2. Bei der Nitritentgiftung handelt es sich um ein aufsalzfreies Verfahren, wobei die Reaktion wie folgt abläuft: CO (NH2)2 + 2 NaNOj + 3 H2 S04-^ C02 4- 2 N2 + 3 HzO + 2 Na H S04
Da die Reaktion der Nitritentgiftung bei pH-Wert 2 bis 3 quantitativ unier Verwendung von Harnstoff als Oxydationsmittel abläuft, können eisenhaltige Abfallbeizen beziehungsweise Säuren in Verbindung mit Eisenhydroxid in Form von Abprodukten als Reaktionschemikalien zum Einen für die Zersetzung des Nitrites und zum Anderen für den Ölanteil im Abwasser zum Einsatz kommen.
Nachdem die Zersetzung des Nitrites abgelaufen ist, wird der pH-Wert auf 7 bis 8 mittels einer Lauge angehoben, das sich bildende Eisenhydroxid bindet die Öltröpfchen. Es bildet sich ein Niederschlag der Eisenhydroxid und Öl enthält.
Es ist nicht erforderlich, die äquivalente Menge Fe(OH)a zum Ölanteii zuzuführen.
Es genügen bereits 15 %.
Bei der Nitritentgiftung wird der 1,3fache stöchiometrische Umsatz des Harnstoffes bezogen auf den Nitritanteil für eine vollständige Zersetzung desselben benötigt.
Eine ökonomische Anwendung des Verfahrens ist gegeben bei NQrGehalt < 25 g/l ölgehalt < 2 g/l
Nachfolgend wird an einem Beispiel eines öl- und nitrithaltigen Abwassers das erfindungsgemäße Verfahren erläutert.
Man errechnet nach der oben genannten Formel die Einsatzmengen für Harnstoff wie folgt: 55 g N02' = 137,98 g CO [NH2]2 1 g NOj-'äS 2,5 g CO [NH2]2
Da aber mit dem 1,3fachen Umsatz an Harnstoff gearbeitet wird, ergibt sich folgendes Ergebnis: 1 g NOr £ 3,25 g CO [NH2]2
Der zur Ölspaltung erforderliche Anteil an Eisenhydroxid kann in einer beliebigen Konzentration im Reaktionspartner vorliegen, wenn 15% Eisenhydroxid bezogen auf den Ölanteil eingehalten werden.
Unmittelbar an der Anfallstelle wird dem nitrit- und ölhaltigen Abwasser die entsprechende Menge an Harnstoff zugesetzt. Dadurch ist eine einfache Dosierung möglich. Anschließend wird in einen Behälter, in dem sich eisenhaltige Säure befindet, eingeleitet.
Nach abgeschlossener Entgasung wird auf pH-Wert 7 bis 8 eingestellt. Nach einer Absetzzeit kann das Spaitwasser mit einem Restgehaltan chloroformextrahierbaren Stoffen von kleiner 30 mg/l abgeleitet werden.
Der entwässerte Schlamm kann· verbranntbzw·. deponiert werden.

Claims (2)

  1. -1- 695
    Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Spaltung von öl- und nitrithaltigen oder ölhaltigen Abwässern, dadurch gekennzeichnet, daß eine Nitritentgiftung bei pH-Wert 2 bis 3 unter Verwendung der 1,3fachen stöchiometrischen Umsatzmenge an Harnstoff als Oxidationsmittel und bei Vorlage einer eisenhaltigen Säure oder einer Säure und eisenhydroxidhaltigen Abprodukten durchgeführt wird, mittels einer Lauge der pH-Wert auf 7 bis 8 erhöht wird und die Abtrennung des Öles bei Raumtemperatur mittels Eisenhydroxid erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei 15% Eisenhydroxid, bezogen auf den Ölanteii bei pH-Wert 6 bis 8, eine Ölabtrennung ermöglicht.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Spaltung öl- und nitrithaltiger oder ölhaltiger Abwasser mittels Eisenhydroxid bzw. einsenhydroxidhaltigen Verbindungen.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    In der Fachliteratur werden folgende Spaltmöglichkeiten für öl- und nitrithaltige oder ölhaltige Abwasser angegeben:
    — thermisch-chemische Spaltverfahren
    — physikalisch-chemische Spaltverfahren
    - Membranfiltration
    - Destillation
    Bei den thermisch-chemischen Spaltverfahren werden unter Einwirkung von Temperatur und Metallsalzen sowie Chiorbleichlauge als Oxidationsmittel die Spaltung der öl- und nitrithaltigen oder ölhaltigen Abwasser durchgeführt. Der pH-Wert liegt hierbei zwischen 3 bis 8.
    Bei den physikalisch-chemischen Spaltverfahren wird die Nitritentgiftung nicht berücksichtigt. Sie ist dem eigentlichen Spaltvorgang mittels Aschen, Silikaten, Eisen-, Magnesium- und Aluminiumverbindungen als zusätzliche Stufe vor- oder nachgeschaltet.
    Die oben genannten Chemikalien sind in Flockungsmitteln enthalten.
    Durch Zugabe in ölhaltige Abwasser erfolgt auf Grund des physikalisch-chemischen Verhaltens dieser Stoffe eine Anlagerung der Öltröpfchen.
    Bei der Membranfiltration wird die Nitritentgiftung ebenfalls nicht berücksichtigt. Sie ist dem eigentlichen Spaltvorgang der Umkehrosmose als zusätzliche Stufe vor-oder nachgeschaltet.
    Bei den thermischen Spaltverfahren, zu denen die Vakuumdestillation zählt, wird generell keine Nitritentgiftung des Abwassers durchgeführt.
    Ziel der Erfindung
    Die Erfindung hat das Ziel, eine Nitritentgiftung und/oder eine gleichzeitige Emulsionsspaltung zu erreichen. Dabei wird davon ausgegangen, daß nitrit- und/oder ölhaltige Mischabwasser mittels Abprodukten entsorgt werden können.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Aufgabe der Erfindung ist es, bei Raumtemperatur in einem Verfahrensschritt und Reaktionsbehälter eine Spaltung von öl- oder öl- und nitrithaltigen Abwässern durchzuführen.
    Die Reaktion erfolgt bei nitritfreien ölhaltigen Abwässern bei einem pH-Wert 6 bis 8 und bei öl- und nitrithaltigen Abwässern bei pH-Wert 2 bis 3 und spätere ρH-Werterhöhung auf 7 bis 8.
    Der Spaitprozeß läuft bei Raumtemperatur ab. Im Prozeßverlauf zerfällt das Nitrit in Verbindung mit dem Harnstoff in CO2 und N2.
    Bei der Nitritentgiftung handelt es sich um ein aufsalzfreies Verfahren, wobei die Reaktion wie folgt abläuft:
    CO (NH2J2 + 2 NaNO2 + 3H2 SO4-^ CO2 -f- 2 N2 + 3 H2O + 2 Na H SO4
    Da die Reaktion der Nitritentgiftung bei pH-Wert 2 bis 3 quantitativ unter Verwendung von Harnstoff als Oxydationsmittel abläuft, können eisenhaltige Abfallbeizen beziehungsweise Säuren in Verbindung mit Eisenhydroxid in Form von Abprodukten als Reaktionschemikalien zum Einen für die Zersetzung des Nitrites und zum Anderen für den Ölanteii im Abwasser zum Einsatz kommen.
    Nachdem die Zersetzung des Nitrites abgelaufen ist, wird der pH-Wert auf 7 bis 3 mittels einer Lauge angehoben, das sich bildende Eisenhydroxid bindet die öltröpfchen. Es bildet sich ein Niederschlag der Eisenhydroxid und Öl enthält.
    Es ist nicht erforderlich, die äquivalente Menge Fe(OH)3 zum Ölanteii zuzuführen.
    Es genügen bereits 15 %.
    Bei der Nitritentgiftung wird der 1,3fache stöchiometrische Umsatz des Harnstoffes bezogen auf den Nitritanteil für eine vollständige Zersetzung desselben benötigt.
    Eine ökonomische Anwendung des Verfahrens ist gegeben bei
    NO2-Gehalt<25 g/l
    Ölgehalt < 2 g/l '
    Nachfolgend wird an einem Beispiel eines öl- und nitrithaltigen Abwassers das erfindungsgemäße Verfahren erläutert.
    Man errechnet nach der oben genannten Formel die Einsatzmengen für Harnstoff wie folgt:
    55 g NO2",= 137,98 g CO [NH2J2
    1 g NO2-S 2,5 g CO [NH2J2
    Da aber mit dem 1,3fachen Umsatz an Harnstoff gearbeitet wird, ergibt sich folgendes Ergebnis:
    IgNO2-S 3,25 g CO [NH2J2
    Der zur Ölspaltung erforderliche Anteil an Eisenhydroxid kann in einer beliebigen Konzentration im Reaktionspartner vorliegen, wenn 15% Eisenhydroxid bezogen auf den Ölanteii eingehalten werden.
    Unmittelbar an der Anfallstelle wird dem nitrit- und ölhaltigen Abwasser die entsprechende Menge an Harnstoff zugesetzt. Dadurch ist eine einfache Dosierung möglich. Anschließend wird in einen Behälter, in dem sich eisenhaltige Säure befindet, eingeleitet. Nach abgeschlossener Entgasung wird auf pH-Wert 7 bis 8 eingestellt. Nach einer Absetzzeit kann das Spaltwasser mit einem Restgehaltan chloroformextrahierbaren Stoffen von kleiner 30 mg/1 abgeleitet werden. Der entwässerte Schlamm kann verbrannt bzw. deponiert werden.
DD26950184A 1984-11-15 1984-11-15 Verfahren zur spaltung von oel- und nitrithaltiger oder oelhaltiger abwaesser DD228802A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT396920B (de) * 1988-05-02 1993-12-27 Wieland Edelmetalle Vorrichtung zur behandlung nitrithaltiger abwässer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT396920B (de) * 1988-05-02 1993-12-27 Wieland Edelmetalle Vorrichtung zur behandlung nitrithaltiger abwässer

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