DD229698A1 - Verfahren zur herstellung von substituierten 2-aminothiazolen - Google Patents

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DD229698A1
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Juergen Liebscher
Elke Mitzner
Lutz Mueller
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Univ Berlin Humboldt
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Abstract

Derartige Verbindungen besitzen Bedeutung als schmerzstillende oder blutaggregationshemmende Substanzen. Mit der Erfindung soll erreicht werden, in einfacher Weise substituierte 2-Aminothiazole herzustellen, die in 4-Stellung unsubstituiert sind und als 2-Aminosubstituenten eine Monoalkylamino- oder eine Heteroarylaminogruppe tragen koennen. Dies geschieht erfindungsgemaess in der Weise, dass 2-Aza-3-halogen-3-methylmercaptopropeniminiumsalze mit Aminen und gegebenenfalls einer Base vorteilhafterweise in einem organischen Loesungsmittel zu den substituierten 2-Aminothiazolen der allgemeinen Formel I umgesetzt werden.Die Erfindung ist in der chemischen Industrie einsetzbar.

Description

R2R1N
in der R eine elektronenziehende Gruppierung, wie zum Beispiel einen Aryl- oder Vinylrest oder eine Carbonylgruppe, R' und R2 gleich oder verschieden Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder Heteroaryl beziehungsweise R1R2 zusammen eine Tetra-, Penta-, 3-Oxapenta- oder 3-Azapentamethylenbrücke darstellen, hergestellt werden durch Umsetzung eines 2-Aza-3-halogen-3-methylmercaptopropeniminiumsalzes der allgemeinen Formel Il
RCH0S-C=N-CH=NR3R4 X~ II
έ ι Hai
-2- 706
mit der für R erklärten Bedeutung und in der R3 und R4 gleich oder verschieden für eine Alkyl- oder Arylgruppe oder R3R4 zusammen für eine Tetra-, Penta-, 3-Oxapenta- oder 3-Azapentamethylenbrücke, Ha! für ein Halogen und X" für ein Säurerestanion, wie zum Beispiel CT, Br", CIO4", oder PO2CI2" stehen mit einem Amin der allgemeinen Formel III
II
mit der für R1 und R2 beziehungsweise R1R2 erklärten Bedeutung und gegebenenfalls mit einer Base, wie zum Beispiel einem tertiären Amin oder einem Alkalihydroxid oder -alkoholat, vorteilhafterweise in einem organischen Lösungsmittel. Das erfindungsgemäße Verfahren gestattetes, in einfacher Weise substituierte 2-Aminothiazole herzustellen, die in 4-Stellung unsubstituiert sind und als 2-Aminosubstituenten auch Monoalkylamino- oder Heteroarylaminoreste tragen können. Die Reaktionszeiten sind kurz und die Endprodukte fallen in einem solchen Zustand an, daß sie sich ohne aufwendige Trennoperationen in anaiysenreine Form bringen lassen.
Überraschenderweise werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren keine 3-Amino-2-azapropeniminiumsalze erhalten, wie aus dem Stande der Technik zu erwarten war, sondern es erfolgt Cyclisierung zu den gewünschten Thiazolen, die Bedeutung als schmerzstillende und blutaggregationshemmende Substanzen besitzen.
Ausführungsbeispiele
Die nach den verschiedenen Varianten hergestellten substituierten 2-Aminothiazole der allgemeinen Formel I sind in Tabelle
zusammengestellt.
Variante A
Eine Suspension von 0,01 Mol 2-Aza-3-halogen-3-methylmercaptopropeniminiumsalz der allgemeinen Formel I! in 8ml Acetonitril wird tropfenweise unter Rühren mit 2ml Amin der allgemeinen Formel III versetzt. Danach wird die Mischung 15 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wird das Endprodukt der allgemeinen Formel I
abgesaugt und umkristallisiert.
Variante B
Eine Suspension von 0,01 Mol 2-Aza-3-halogen-3-methylmercaptopropeniminiumsalz der allgemeinen Formel Il in 8ml Acetonitril wird mit 0,01 Mol Amin der allgemeinen Formel Ml versetzt und anschließend kurz zum Sieden erhitzt. Nach Zugabe von 2ml Triethylamin wird die Lösung 10 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Das mitunter bereits in der Hitze ausfallende Produkt der allgemeinen Formel I wird nach Abkühlung der Reaktionsmischung auf Raumtemperatur abgesaugt und umkristallisiert.
Variante C
Analog Variante B jedoch werden anstelle des Acetonitrils 8ml Dioxan verwendet.
Variante D
Analog Variante B, jedoch wird anstelle des Triethylamins 1 ml 30prozentige Natronlauge verwendet.
Variante E
Analog Variante B, jedoch wird die Mischung nicht zum Sieden erhitzt, sondern 8 Stunden sich selbst überlassen.
Variante F
In eine Lösung von 0,01 Mol Amin der allgemeinen Formel IM und 2ml Triethylamin in 7ml Acetonitril wird portionsweise 0,01 Mol 2-Aza-3-halogen-3-methylmercaptopropeniminiumsalz der allgemeinen Formel Il gegeben. Man erhitzt die Mischung 5 Minuten zum Sieden und arbeitet dann, wie unter Variante B angegeben, auf.
Tabelle 1:
Die nach den verschiedenen Varianten hergestellten substituierten 2-Aminothiazole der allgemeinen Formel I
R R1 R2 Schmp.X Ausb./Var. R3 R411 X1) Hai11
4-No2C6H4 4-NO2C6H4
4-NO2C6H4 4-NO2C6H4
4-NO2C6H4
4-NO2C6H4 2,4-(NO2I2C6H3
(CH2)2O(CH2)2
H C6H11
H C6H5
H 4-CH3OC6H4
H 3-pyridyl
CH3 C6H5
H 4-CH3C6H4
203-205 (Acetonitril)
228
(Dioxan/
Acetonitril)
250-252
(Ethanol)
255-257
(Dioxan)
334-336 (Dimethylformamid) 154-156 (Acetonitril) 130-131 (Dioxan/ Acetonitril)
51/A 28/A 53/B 63/A 66/B
98/C 97/B 77/B 68/D 74/E 50/B 52/F
CH3 CH3 CH3 CH3 (CH2)O(CH2)2 CH3 CH3
CH3 CH3
(CH2)4
CH3
C6H5
CH3
CH3 CH3 CH3
CH3 CH3
CH3 CH3
CIO4 Cl
PO2CI2 Br
CIO4 Cl
CIO4 Cl
CIO4 Cl
CIO4 Cl
CIO4 Cl
CIO4 Cl
CIO4 Cl
CIO4 Cl
CIO4 Cl
CIO4 Cl
CIO4 Cl
CIO4 Cl

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von substituierten 2-Amino-thiazolen der allgemeinen Formel I,
R2R1N" ^. ^ R
ο
in der R eine elektronenziehende Gruppierung, wie zum Beispiel einen Aryl- oder Vinylrest oder eine Carbonylgruppe, R1 und R2 gleich oder verschieden Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder Heteroaryl beziehungsweise R1R2 zusammen eine Tetra-, Penta-, 3-Oxapenta- oder 3-Azapentamethylenbrücke bedeuten, gekennzeichnet dadurch, daß ein 2-Aza-3-halogen-3-methylmercaptopropeniminiumsalz der allgemeinen Formel Il
RCH0S-C=N-CH=Mi3R4 X" II
2 ι
Hai
mit der für R erklärten Bedeutung und in der R3 und R4 gleich oder verschieden für eine Alkyl- oder Arylgruppe oder R3R4 zusammen für eine Tetra-, Penta-, 3-Oxapenta- oder 3-Azapentamethylenbrücke, Hai für ein Halogen und X" für ein Säurerestanion, wie zum Beispiel Cl", Br", CIO4" oder PO2CI2"" stehen,
mit einem Amin der allgemeinen Formel III
HUR1R2 ,III
mit der für R1 und R2 beziehungsweise R1R2 erklärten Bedeutung und gegebenenfalls mit einer Base vorteiihafterweise in einem organischen Lösungsmittel umgesetzt wird.
-1- 706 93
Patentansprüche:
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Base beispielsweise ein tertiäres Amin, Alkalihydroxid oder alkoholat verwendet wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von substituierten 2-Aminothiazolen. Derartige Verbindungen besitzen Bedeutung als Pharmaka, beispielsweise mit schmerzstillender oder blutaggregationshemmender Eigenschaft.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß sich substituierte 2-Aminothiazole aus Thioharnstoffen und 2-Halogencarbonylverbindungen herstellen lassen vgl. (B.Barone, M.Chanon und R.GaIIo: The Chemistry of Heterocyclic Compounds [Weissberger] — Thiazole and its Derivatives, Part II, S. 9 ff., John Wiley and Sons, New York, Chichester, Brisbane, Toronto, 1979). Dieses Verfahren besitzt den Nachteil, daß sich keine 2-alkylamino- oder 2-heteroarylaminosubstituierten Vertreter herstellen lassen. Weiterhin ist bekannt, daß sich substituierte 2-Aminothiazole aus N-Aminomethyliden-thioharnstoffen und substituierten Methylhalogeniden herstellen lassen (E.Mitzner, J.Liebscher: Z. Chem. 23,19 [1983]). Dieses Verfahren besitzt den Nachteil, daß sich keine 2-monoalkylamino- oder 2-heteroarylaminosubstituierten Thiazole herstellen lassen. Des weiteren wurde gefunden, daß sich substituierte 2-Aminothiazole durch Umsetzung von Isothioharnstoffen mit Carbonsäurederivaten herstellen lassen (J.Liebscher, E.Mitzner WP C o7D254364-1). Dieses Verfahren besitzt den Nachteil, daß sich keine 2-monoalkylamino-oder 2-heteroarylaminosubstituierten Vertreter herstellen lassen. Nach einem weiteren bekannten Verfahren lassen sich substituierte 2-Aminothiäzole aus N-Acylthioharnstoffen und substituierten Methylhalogeniden herstellen (J.Liebscher, H.Hartmann: DD 112760). Dieses Verfahren besitzt den Nachteil, daß sich keine 2-monosubstituierten Amino-(vgl. J. Liebscher, H. Hartmann: Z. Chem. 16,18 [1976]) oder 2-Heteroarylaminothiazole herstellen lassen und daß außerdem die erhaltenen Thiazole immer 4-substituiert sind. Schließlich ist bekannt, daß sich 2-Aza-3-chlor-propeniminiumsalze mit Aminen zu entsprechenden
3-Amino-2-aza-propeniminiumsalzen umsetzen (J. Liebscher, H.Hartmann: Z. Chem. 15,16 [1975]).
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, substituierte 2-Aminothiazole herzustellen, die in 2-Positionen eine Monoalkylamino- oder Heteroarylaminogruppe tragen können und die in
4-Position unsubstituiert sind.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches Verfahren zur Herstellung von substituierten 2-Aminothiazolen zu entwickeln, das es gestattet, 4-unsubstituierte Vertreter herzustellen, die in 2-Position auch eine Monoalkylamino- oder Heteroarylaminogruppe tragen können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß substituierte 2-Aminothiazole der allgemeinen Formel I,
DD27069384A 1984-12-12 1984-12-12 Verfahren zur herstellung von substituierten 2-aminothiazolen DD229698A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2012121168A1 (ja) * 2011-03-04 2012-09-13 国立大学法人京都大学 キナーゼ阻害剤

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WO2012121168A1 (ja) * 2011-03-04 2012-09-13 国立大学法人京都大学 キナーゼ阻害剤

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