DD234452A5 - Reinigungsvorrichtung fuer an abreisszylinder angepresste druckwalzen einer kaemmaschine - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung fuer Druckwalzen an Kaemmaschinen. Bei dieser ist eine frei rotierbare, faserhaftfreie und eine glatte Oberflaeche aufweisende Putzwalze auf den Druckwalzen aufgelegt. Im Betrieb der Kaemmaschine wird die Putzwalze beim Wechsel der Rotationsrichtung der Druckwalzen nicht augenblicklich mitgenommen, so dass diese auf den Druckwalzen um einen gewissen Betrag rutscht. Dadurch werden die an den Druckwalzen haftenden Fasern abgestreift. Sie fallen auf das zwischen den Druckwalzen und den Abreisszylindern gefuehrte Vlies. Wegen der relativ kleinen Menge von abfallenden Fasern haben diese auf die Qualitaet des Vlieses praktisch keinen Einfluss. Aufgrund der erhaltenden Selbstreinigung der Putzwalze ist ein periodisches Reinigen der Putzrolle, wie dies bei den bisherigen, Plueschbelaege aufweisenden Putzrollen oder Putzbrettchen erforderlich war, nicht mehr noetig. Fig. 1
Description
65 277 23
AP D 01 G/275 961/5
Reinigungsvorrichtung für an .Abreißzylinder angepreßte Druckwalzen einer Kämmaschine
Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung für an Abreißzylinder angepreßte Druckwalzen einer Kämmaschine, bei welcher sich zwei Druckwalzen auf zumindest im wesentlichen gleicher Höhe nebeneinander und oberhalb der Abreißzylinder, an die sie angepreßt sind, befinden.
Es ist bekannt, daß bei Kämmaschinen an den Abreißzylindern und den zugehörigen Druckwalzen Abfallteilchen, vor allem einzelne Fasern, hängenbleiben, welche weggeschafft werden müssen. Zur Reinigung der Druckwalzen werden im allgemeinen Putzrollen oder Putzbrettchen, welche mit einem Plüschüberzug versehen sind, verwendet. Dabei werden die Fasern vom Plüsch erfaßt und bleiben an diesem hängen. Dies bringt jedoch den Nachteil mit sich,, daß der Plüsch periodisch gereinigt werden muß. Dabei ist vor allem nachteilig, daß dies in der Regel ungefähr alle zwei Stunden geschehen muß, was für das Reinigungspersonal eine, relativ aufwendige Arbeit bedeutet .
Ziel der Erfindung ist es, die Reinigung von an Abreißzylin-
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dern angepreßten Druckwalzen einer Kämmaschine durch eine weitergehende Anpassung der Reinigungsvorrichtung an die bei derartigen Kämmaschinen vorliegenden Verhältnisse zu erleichtern und zu verbessern.
Der Erfindung liegt im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, eine Reinigungsvorrichtung für die an Abreißzylinder angepreßten Druckwalzen einer Kämmaschine zu schaffen, die bei einfachem Aufbau eine problemlose Beseitigung aller auf den Druckrollen anfallenden Verunreinigungen sicherstellt und gleichzeitig insbesondere auch eine zuverlässige Abführung der während des Reinigungsvorgangs erfaßten Verunreinigungen aus der Vorrichtung gewährleistet.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß zumindest eine zu den Druckwalzen parallele, frei rotierbare und eine glatte, faserhaftfreie Mantelfläche besitzende Putzwalze vorgesehen ist, welche auf zumindest einer der Druckwalzen aufliegt, wobei die Mantelflächen der Putzwalze sowie der Druckwalze eine im Betrieb der Kämmaschine ein Rutschen der Putzwalze auf der Druckwalze ermöglichende Oberflächenbeschaffenheit besitzen.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung können weder an den Druckwalzen noch an der Putzwalze irgendwelche Faserreste hängenbleiben, da die Putzwalze selbstreinigend ist. Somit entfällt ein periodisches Reinigen der Putzrollen oder Putzbrettchen. Die reinigende Wirkung und die Selbstreinigung kommen zustande, weil bei Kämmaschinen die Abreißzylinder und die Druckwalzen-im Betrieb vorwärts und rückwärts drehen, wobei das Inbewegungsetzen der Rotationsbewegungen ruckartigen Charakter hat. Bei jedem Wechsel der Drehbewegung tritt
ein Rutschen zwischen der Druckwalze und der Putzwalze auf, weil die letztere frei rotierbar ist und wegen ihren speziellen Eigenschaften nicht augenblicklich mitgenommen wird. Dieses Rutschen erzeugt eine Schab- und Abstreifwirkung. Dadurch fallen die Fasern als Einzelfasern oder kleine Faserbüschel von den Walzen ab. Besonders vorteilhaft ist.auch, daß die abfallenden Fasern dabei auf das Vlies gelangen, welches sich zwischen den nebeneinander verlaufenden Paaren von Abreißzylindern und Druckwalzen erstreckt. Da es sich dabei um eine relativ kleine Menge von Fasern handelt, erleidet die Qualität des Vlieses dadurch keine Einbuße.
Eine Ausführungsvariante der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Druckwalzen parallel zueinander angeordnet sind und die Putzwalze auf beiden Druckwalzen durch ihr Eigengewicht aufliegt.
Zweckmäßigerweise ist die Putzwalze beidendig durch Führungen in ihrer Längsrichtung fixiert.
Im Betrieb der Kämmaschine ist das Auftreten von Rutschwegen zwischen Druckwalze und Putzwalze von gewünschter Größe vorteilhafterweise über das Gewicht der Putzwalze einstellbar.
Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist zur Festlegung des Gewichtes und damit des Auflagedrucks der Putzwalze im Inneren der Putzwalze ein Kern vorgesehen.
Die Mantelfläche der Putzwalze besteht vorteilhafterweise aus Naturkautschuk, Nitrilkautschuk oder Polyvinylchlorid weich oder dergleichen.
-A-
Am Ort der Mantelfläche der Putzwalze ist vorteilhafterweise eine Materialschicht vorhanden, deren Härte zwischen und 70° Shore liegt.
Bei· einer weiteren AusführungsVariante ist vorgesehen, daß die Mantelfläche der Putzwalze und die der Druckwalze aus demselben Material bestehen.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung näher beschrieben; in dieser zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung einer Reinigungsvorrichtung für an Abreißzylinder angepreßte Druckwalzen einer Kämmaschine in Seitenansicht, und
Figur 2 eine schematische Darstellung in Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der Reinigungsvorrichtung. .
Die Figur 1 zeigt eine Kämmwalze 11 mit über einen Teil ihres Umfangs angebrachten Kammnadeln 12. Angrenzend sind eine Unterzange 13, eine Oberzange 14 und neben dieser noch ein Fixkamm 15 vorgesehen. Außerdem sind zwei Abreißzylinder 16 und zwei gegen diese abgepreßte Druckwalzen vorhanden. Sowohl die Abreißzylinder 16 als auch die Druckwalzen 17 liegen parallel zueinander.
Auf den Druckwalzen 17 aufliegend ist eine um ihre Längsachse 18 frei rotierbare Putzwalze 19 vorhanden. Sie besteht aus einem faserhaftfreien Material, d.h. aus einem Material, an welchem die Fasern nicht haften, sondern von welchem sie leicht abfallen. Sie besitzt eine glatte, geschliffene Mantelfläche. Die Putzwalze
19 ist an jedem ihrer Enden durch eine Führung 20 in ihrer axialen oder Längsrichtung fixiert. Dabei gestatten die Führungen 20 eine freie Auf- und Abwärtsbewegung der Längsachse 18 über die Länge eines in der Führung
20 vorhandenen, vertikalen Schlitzes 21. KS'
Zwischen den beiden je aus einem der Abreißzylinder und einer der Druckwalzen 17 bestehenden Zylinder-Walzen-Paaren und von den Zangen 13, 14 ist ein bandförmiges Vlies 22 gehalten.
Die durch die Zangen 13, 14 und den Fixkamm 15 gebildete Anordnung ist gegen die Abreißzylinder 16 und Druckwalzen 17 hin und wieder in die gezeichnete Stellung zurück bewegbar.
Im Betrieb der Kämmaschine wird bei dieser Bewegung der " " : Zangen 13, 14 das von diesen gehaltene Vlies 22 dem in Fig. 1 rechten, aus dem einen Abreißzylinder 16 und der einen Druckwalze 17 bestehenden Zylinder-Walzen-Paar übergeben. Andererseits führen die Abreißzylinder 16 und Druckwalzen 17 während des Kämmens im Takte der Hin- und -Herbewegung der Zangen 13, 14 und des Fixkammes 15 erfolgende Drehbewegungen in beiden Drehrichtungen aus. Bei den heutigen Kämmaschinen werden bei normaler Arbeitsweise ca. 350 Kammschläge pro Minute ausgeführt. Damit erfolgen pro Minute auch ebensoviele Rotationsbewegungen der Abreißzylinder 16 und damit der Druckwalzen 17 in beiden Rotationsrichtungen. Die Arbeitsweise der Kämmaschine bedingt daher an sich, daß die Rotationsbewegungen der Druckwal-
zen 17 einen ruckartigen Charakter haben. Als Folge davon ergibt sich, daß wegen des Beharrungsvermögens der Putzwalze 19 diese bei jedem Wechsel der Rotationsrichtung der Druckwalzen 17 auf diesen rutscht. Dadurch streift"die Putzwalze 19 die Fasern von den Druckwalzen 17 ab. Diese fallen auf das Vlies 22 und werden von diesem mitgenommen. Die Menge der abfallenden Fasern ist relativ klein, so daß dadurch die Qualität des Vlieses praktisch nicht beeinträchtigt wird. Dadurch resultiert der Vorteil, daß sich das periodische Reinigen der Putzwalze 19 erübrigt.
Gemäß der in Fig. 2 gezeigten, weiteren Ausführungsform sind wiederum zwei Abreißzylinder 16 und zwei Druckwalzen 17 vorhanden, mittels welchen ein Vlies 22 gehalten und von rechts nach links befördert wird. Auf jeder Druckwalze 17 liegt eine Putzwalze 19 auf. Auch diese Putzwalzen sind um ihre Längsachsen 18 frei rotierbar. Sie sind wiederum durch Führungen 20 in ihrer achsialen Richtung fixiert und in Schlitzen dieser Führungen in vertikaler Richtung frei beweglich. Eine Kämmwalze und Zangen sind in dieser Figur nicht gezeichnet.
Im Betrieb der Anordnung nach Figur 2 findet ebenfalls bei jeder Umkehrung der Drehbewegung der Druckwalzen 17 ein Rutschen zwischen diesen und den Putzwalzen 19 und dadurch ein Abstreifen der an den Druckwalzen 17 haftenden Fasern statt. Auch in diesem Beispiel fallen diese auf das Vlies 22, wodurch die periodische Reinigung der Putzwalzen 19 nicht mehr nötig ist.
Es ist hierbei von Wichtigkeit, daß das Rutschen der Putzwalzen 19 auf den betreffenden Druckwalzen 17 in richtiger Weise vor sich geht. Die Reibungskoeffizienten von Druck-
und Putzwalzen und der Auflagedruck zwischen diesen müssen so gewählt sein, daß bei der Umkehrung des Drehsinns der Druckwalzen 17 zwischen diesen und der Putzwalze 19 bzw. den Putzwalzen 19 ein Rutschen eintritt, d.h. daß die letzteren mit ihrer Drehbewegung verzögert folgen, oder daß unmittelbar bei einer Drehrichtungsänderung der Druckwalzen 17 zwischen diesen und der Putzwalze ein Schlupf vorhanden ist. Das Rutschen läßt sich auf verschiedene Arten beeinflussen:
a) Das Gewicht der Putzwalze bzw. ihr Auflagedruck kann entsprechend gewählt werden, z.B. durch Wahl des Walzenmaterials oder durch Vorsehen eines Kerns von gewünschtem Gewicht im Innern der Walze.
b) Das Material am Ort der Mantelfläche der Putzwalze kann in einer Weise gewählt werden, daß der Reibungskoeffizient zwischen Druck- und Putzwalzen von einer Größe ist, daß ein Rutschweg von gewünschtem Betrag eintritt. - Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, für die Putzwalze das gleiche Material zu verwenden, aus welchem die Druckwalzen hergestellt sind. Allgemein empfiehlt sich als Material für die Putzwalzen, d.h. ' mindestens für deren Mantelflächen, Naturkautschuk, Nitrilkautschuk oder Polyvinylchlorid weich.
c) Die Elastizität der Putzwalze ist ebenfalls von Bedeutung. Eine Härte der Putzwalze am Ort der Mantelfläche, welche zwischen 65° und 70° Shore liegt, erwies sich als vorteilhaft.
In der Praxis hat sich'eine der Figur 1 entsprechende Anordnung bewährt, bei welcher z.B. die Kämmaschine mit Kammschlägen pro Minute arbeitete. Die Länge der Druck- und Putzwalzen betrug 34 cm. Die Putzwalze besaß einen Durchmes-
ser von 5 cm und ihr Gewicht war 350 g. Sowohl die Druckais auch die Putzwalzen wiesen eine Oberfläche aus Nitrilkautschuk auf. Zudem waren die Oberflächen der Walzen in der Weise, wie dies für Druckwalzen für Spinnereimaschinen üblich ist, geschliffen.
Claims (8)
1. Reinigungsvorrichtung für an Abreißzylinder angepreßte Druckwalzen einer Kämmaschine, bei welcher sich zwei Druckwalzen auf zumindest im wesentlichen gleicher Höhe nebeneinander und oberhalb der Abreißzylinder, an die sie angepreßt sind, befinden, gekennzeichnet dadurch, daß zumindest eine zu den Druckwalzen (17) parallele, frei rotierbare und eine glatte, faserhaftfreie Mantelfläche besitzende Putzwalze (19) vorgesehen ist, welche auf zumindest einer der Druckwalzen (17) aufliegt, wobei die Mantelflächen der Putzwalze (19) sowie der Druckwalze (17) eine im Betrieb der Kämmmaschine ein Rutschen der Putzwalze (19) auf der Druckwalze (17) ermöglichende Oberflächenbeschaffenheit besitzen.
2. Reinigungsvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Druckwalzen (17) parallel zueinander angeordnet sind und die Putzwalze (19) auf beiden Druckwalzen (17) durch ihr Eigengewicht aufliegt.
3. Reinigungsvorrichtung nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Putzwalze (19) beidendig durch Füh-
• rungen (20) in ihrer Längsrichtung fixiert ist.
4. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß im Betrieb der Kämmaschine das Auftreten von Rutschwegen zwischen Druckwalze (17) und Putzwalze (19) von gewünschter Größe über
das Gewicht der Putzwalze (19) einstellbar ist.
5- Reinigungsvorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß zur Festlegung des Gewichtes und damit des Auflagedrucks der Putzwalze (19) im Inneren der Putzwalze (19) ein Kern vorgesehen ist.
6. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß die Mantelfläche der Putzwalze (19) aus Naturkautschuk, Nitrilkautschuk oder Polyvinylchlorid weich oder·dergleichen besteht.
7. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß am Ort der Mantelfläche der Putzwalze (19) eine Materialschicht vorhanden ist, deren Härte zwischen 65° und 70° Shore liegt.
8. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Punkte, gekennzeichnet dadurch, daß die Mantelfäche der Putzwalze (19) und die der Druckwalze (17) aus demselben Material bestehen.
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